Tennisshop

Gemüsedipp

15. September 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

(Quelle: Stripgenerator.com)

Alternative (die mir als Comic besser gefällt):
http://www.kopfschuettel.de/2008/06/30/samstags-ist-echt-mist/

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Meine Liebste und ich haben am Sonntagnachmittag ein wenig Zeit und wir überlegen, ob wir gemeinsam ein Eis essen gehen wollen.
Eigentlich sind solche Ideen immer schnell und einfach diskutiert und beschlossen, aber heute anscheinend nicht…

“Ich weiß nicht, Schatz…”
“Was weißt du nicht, Süße?”

“Ob wir jetzt ein Eis essen gehen sollten…”
“Wieso denn nicht??”

“Weil ich noch auf einen Anruf warte.”

“Na und? Nimm dein Handy doch mit?”

“Nein, darum geht es ja nicht.”
“Sondern??”

“Wenn der Anruf kommt, dann brauche ich Ruhe.”
“Wieso? Wessen Anruf erwartest du denn??”

“Steffi wollte noch anrufen.”
“Steffi? Ist das die, die…”

“…die sich von ihrem Freund getrennt hat, ja.”
“Aha. Und wieso musst du jetzt auf ihren Anruf warten??”

“Weil ich ihr gesagt habe, dass sie mich anrufen soll.”
“Wann soll sie denn anrufen? Jetzt??”

“Nein, sie soll mich anrufen, wenn es ihr schlecht geht.”

“Aha. Und?”

“Was und?”

“Geht es ihr schlecht??”

“Woher soll ich das wissen??”

“Aber…”

“…sie hat ja noch nicht angerufen!?”
“Das heißt, du weißt also nicht, ob sie überhaupt anruft??”

“Nee, weiß ich nicht.”
“Ähm…”

“Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie anruft.”
“Und deswegen können wir jetzt kein Eis essen gehen??”

“Doch, aber es könnte sein, dass sie anruft.”
“Aha, schön, also gehen wir jetzt doch zur Eisdiele?”

“Naja, das fände Steffi bestimmt nicht lustig…”
“WAS fände Steffi nicht lustig!?”

“Wenn es ihr schlecht geht und wir schön Eis essen dabei.”
“Das musst du ihr dann ja nicht auf die Nase binden, oder??”

“Ich kann aber nicht lügen, wenn sie fragt, was ich mache!”
“Wir werden ja wohl noch ein Eis essen gehen dürfen!?”

“Natürlich, aber dann ist sie bestimmt deprimiert.”
“Aber war es nicht so, dass SIE ihren Freund gefeuert hat??”

“Ja, richtig. Zu Recht übrigens.”
“Pff! Natürlich, was sonst…”

“Ja, das stimmt auch! Du hast ja gar keine Ahnung!”
“Bisher warst du bei allen Trennungen immer auf der Frauenseite!”

“Kein Wunder, wenn Männer auch alle so doof sind??”

“Ja klar, ALLE Männer sind Idioten!”

“Genau, und der Ex von Steffi ganz besonders!”

“Du hast dir also auch seine Version der Geschichte angehört?”

“Brauche ich nicht, Steffi hat mir alles erzählt.”
“Genau DAS meine ich, du kennst ja bloß ihre Seite!”

“Ich bin ja auch IHRE Freundin!”

“Es ist sowieso zwecklos, das mit dir zu diskutieren…”

“Oh, Entschuldigung der Herr, dass ich mich um Steffi kümmere!”
“Du sollst mit mir ein Eis essen gehen, das ist deine Aufgabe!”

“Das ist meine Aufgabe??”
“Genau, weil ich noch nicht dein Exfreund bin, deswegen!”

“Das können wir ja gerne ändern!”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Wenn du unbedingt willst, darfst du auch mein Exfreund sein!”
“Hallo?? Ob ich vielleicht mit dir ein Eis essen gehen will??”

“Ja, und andere Menschen sind dir dabei völlig egal!”
“Ich will nur ein Eis essen, nicht eine Revolution starten!”

“Können wir diesen Schwachsinn jetzt bitte beenden, ja?”

“Von mir aus gerne!”

“-”

“-”

“Ich habe eine Lösung.”
“Eine Lösung wofür?”

“Für Steffis Anruf.”
“Aha, und die wäre?”

“Ich rufe sie einfach jetzt selber an.”
“Gute Idee!”

“Dann können wir anschließend Eis essen gehen.”

“Sehr gut, warum nicht gleich so??”

“Weil du ein Blödmann bist, deswegen!”

“Sehr gerne, sehr gerne…”

[Die Liebste schnappt sich unser Telefon und verschwindet im Arbeitszimmer. Obwohl ich ihren Plan durchaus logisch und verständlich finde, habe ich dabei allerdings vergessen, dass Telefonate zwischen Frauen schon normalerweise ewig dauern und im Falle von Männergeschichten als an unendlich grenzend bezeichnet werden können... Nach 1,5 Stunden geht endlich die Tür wieder auf...]

“So Schatz, wir sind fertig.”

“Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?”

“Wieso? Doch, wir sind fertig mit telefonieren?”
“Liebste, es sind fast zwei Stunden verstrichen!!”

“Jetzt übertreib mal nicht.”
“Es ist jetzt fünf Uhr und es hat sich zwischenzeitlich bewölkt!”

“Soll das heißen, du willst nicht mehr Eis essen gehen?”

“Das soll das heißen, richtig!”

“Das trifft sich gut.”

“Wie bitte??”

“Das wird Steffi sehr freuen.”
“Wieso, was hat Steffi denn damit zu tun??”

“Weil ich mich mit Steffi zum Eis essen verabredet habe!”

Kopfschüttel…

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Nüsse

9. Juli 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Während ich im Wohnzimmer auf dem Sofa sitze und mich angesichts der Hitze möglichst wenig bewege, kommt plötzlich die Liebste hereingerannt und verbreitet – ohne etwas zu sagen – sofort irgendwie Hektik.
Ihr fragender Blick lässt mich ahnen: jetzt kommt wieder was auf mich zu…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich wollte was knabbern.”
“OK, dann lass uns ins Schlafzimmer rüber gehen.”

“Nein, ich wollte Nüsse!”
“Sage ich ja.”

“NEIN, ich wollte ERDNÜSSE essen!”
“Im Bett??”

“Quatsch! Ich will jetzt nicht ins Bett, ich wollte…”
“Schon gut, schon gut, ich habe es ja verstanden.”

“Wie kannst du bei dieser Hitze bloß ans Bett denken!?”
“Ich habe weniger an das Bett gedacht, sondern eher…”

“Danke, ich wollte das nicht vertiefen, du Lüstling!”
“Gut, bleibe ich eben hier sitzen, kein Problem.”

“Ich will doch aber was knabbern!?”
“Dann knabber doch was.”

“Wir haben ja nichts!”
“Wonach hast du eben noch gefragt?”

“Nach Erdnüssen! Hast du das schon wieder vergessen??”

“Ich war mit meinen Gedanken irgendwie woanders, tut mir leid…”

“Ich will Erdnüsse!”
“Tja, wir haben aber wohl keine.”

“Dabei ist doch nur alle 4 Jahre Fußball-Weltmeisterschaft.”
“Hä? Na und?? Was hat das denn damit zu tun??”

“Naja, da hat man doch wohl was zu knabbern im Haus, oder??”
“Ähm, schon, aber…”

“Bestimmt haben alle Leute Erdnüsse zuhause, nur wir nicht!”
“Und, ähm… Das liegt jetzt an der WM, oder was??”

“Natürlich!”
“Aha…”

“Zu irgendwas muss Fußball doch gut sein!”

Kopfschüttel…

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Überwiegend…

24. Juni 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Ich sitze beleidigt auf unserem Sofa, als die Liebste wieder ins Wohnzimmer kommt.
Diese Frau macht mich noch wahnsinnig!
Ich meine, ich weiß ja, dass ich trotz aller charmanten und verrückten Gemeinsamkeiten der Frauen ein ganz besonderes Exemplar erwischt habe; aber manchmal, da könnte ich…

“Du Schatz, bist du immer noch beleidigt?”
“Ja, absolut. Das bin ich, LIEBSTE!”

“Immer noch wegen dem Leberwurstbrot?”
“Ja, richtig. Wegen dem NICHT-Leberwurstbrot, um genau zu sein.”

“Du wolltest ein Leberwurstbrot und ich habe dir eins gemacht!?”

“JA! Aber OHNE Leberwurst, nur mit Butter drauf!”

“Wir hatten eben keine mehr, kann ich doch nicht ändern!?”

“Aber wieso sagst du dann, du machst mir eins??”

“Aber es ist doch überwiegend ein Leberwurstbrot gewesen!?”
“Ja, aber ohne Leberwurst!”

“Aber mit Brot und Butter, das sind zwei Drittel, immerhin…”
“Gott, ich gebs auf… Lass mich einfach sterben, ja?”

“Aber ich…”
“Manchmal fühle ich mich, als wäre ich schon 80 Jahre alt…”

“Tatsächlich? Und sag mal, bist du auch deprimiert?”
“Ja. Absolut.”

“Und hast du auch Schweißausbrüche?”
“Ja.”

“Und kannst du schlecht schlafen?”
“Ja.”

“Und ist dir oft schwindelig?”

“Das kann man wohl sagen…”

“Kannst du dich schlecht konzentrieren?”
“Ja.”

“Und hast du auch Haarausfall?”
“Sag mal, was soll denn die ganze Fragerei?!”

“Jetzt sag doch mal, hast du auch Haarausfall?”
“Zumindest werden sie grau, das weißt DU ja wohl am besten!!”

“Aha, alles klar. Dann weiß ich jetzt Bescheid.”
“Oh, das ist schön, dass du das endlich mal einsiehst!”

“Einsehen?? Was soll ich denn einsehen?”
“Ich dachte, du wüsstest jetzt Bescheid und hättest es kapiert??”

“Weiß ich ja auch.”
“Aha, und würdest du es für mich bitte einmal laut aussprechen??”

“Gerne! Wenn du unbedingt möchtest?”
“Ich möchte! So, ich höre? Aber GANZ LANGSAM BITTE!”

“Du kommst in die Wechseljahre, was sonst??”

Kopfschüttel…

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Was haben wir denn?

17. Juni 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend nach einem anstrengenden Arbeitstag erst einmal im Wohnzimmer auf dem Sofa und entspannen ein bisschen.
Ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend signalisiert mir: ich habe Hunger; und vermutlich wird es der Liebsten nicht anders gehen.

“Schatz, ich glaube, ich stehe hier heute nicht mehr auf…”
“Brauchst du ja auch nicht, Süße.”

“Gott, was bin ich froh, dass dieser Stresstag vorbei ist…”
“Und? Hast du Hunger, möchtest du was essen?”

“Oh ja, gute Idee, Schatz!”
“Was möchtest du denn?”

“Was haben wir denn?”
“Keine Ahnung, was möchtest du denn?”

“Was haben wir denn?”
“Ähm, weiß ich nicht so genau.”

“Hm.”
“Worauf hast du denn Appetit?”

“Weiß nicht, und du?”
“Nee, nee, nee, ich habe zuerst gefragt.”

“Was hast du zuerst gefragt!”
“Ich habe dich gefragt, was – DU – möchtest!”

“Und ich habe gefragt, was wir denn haben!”
“Man beantwortet eine Frage aber nicht mit einer Gegenfrage.”

“Sind wir hier im Deutsch-Unterricht, oder was??”
“Wo auch immer wir sind, WAS möchtest du essen!”

“Was haben wir denn??”
“Was willst du denn??”

“Aber was haben wir denn noch??”
“Also ICH habe gleich einen Nervenzusammenbruch, soviel ist sicher!!”

“Aber es ist doch viel leichter, zu schauen, was wir noch haben?”
“Na schön, bitte, dann geh nachschauen.”

“Ich??”
“Du willst wissen, was wir noch haben, also schau nach.”

“Du hast vorhin gesagt, dass ich sitzen bleiben kann!?”
“Da wusste ich auch noch nicht, dass das so schwierig wird!”

“Und wenn ich mir was wünsche, was wir gar nicht haben??”
“Das, was wir gewöhnlich so essen, werden wir wohl auch da haben.”

“Ach so, also essen wir heute was Typisches?”
“Das wäre von Vorteil, also worauf hast du Hunger?”

“Was haben wir denn?”
“LIEBSTE! Ich werde noch wahnsinnig!!”

“Warum??”
“Wieso fragst du denn jetzt schon wieder WAS HABEN WIR DENN??”

“Weil das meiner Meinung nach die wichtigste Frage ist??”
“Die wichtigste Frage ist, wann ich in die Klapse eingeliefert werde!”

“Aber Schatz, das geht doch alles viel einfacher.”
“Aha.”

“Bist du so lieb und schaust nach, was noch im Kühlschrank ist?”
“Wieso soll ich denn jetzt gehen??”

“Weil du deiner Liebsten damit einen großen Gefallen tust.”
“Wie groß?”

“Sehr groß. Supergroß! Am größten.”
“Na schön, dann gehe ich mal nachschauen…”

[Ich erhebe mich schwerfällig vom Sofa und schlappe in die Küche.
Als ich die Kühlschranktür öffne und in den Innenraum starre, komme ich mir ein bisschen so vor, wie bei dem Gedächtnisspiel "Ich packe meinen Koffer". Mal sehen, ob ich mir alles merken kann...]

“Da bist du ja schon wieder, das ging aber fix!”
“Ja… Also, soll ich aufzählen, was wir alles noch haben?”

“Ja, erzähl.”
“Also Tomaten, Brot, Käse, Wurst – so das Übliche, Heringssalat, Nudeln von gestern, Broccoli, Paprika, Pizzateig, Mozzarella, Gurken, Marmelade, Forellenfilets, naja und den üblichen Kleinkram und…”

“OK, danke, ich weiß jetzt, was ich haben möchte.”
“Echt? Was denn?”

“Ich habe Hunger auf Pfannkuchen mit kleinen Apfelstückchen.”
“Ähm… Sagte ich gerade was von Pfannkuchen??”

“Nee, aber die möchte ich haben.”
“Wir haben aber keine Eier und auch keine Äpfel!?”

“Ach so? Haben wir nicht?”
“Nein, HABEN WIR NICHT!”

“Siehste, deswegen wollte ich zuerst wissen, was wir haben!”
“Aber jetzt weißt du es doch!?”

“Ja.”
“Wieso wünschst du dir denn dann Pfannkuchen??”

“Du hast vor 5 Minuten gesagt, ich soll mir was wünschen!?”
“Aber du wolltest doch zuerst wissen, was wir noch haben??”

“Das weiß ich ja jetzt auch!”
“Und??”

“Was und?”
“Warum wünschst du dir dann nicht etwas, was wir noch haben??”

“Haben wir Blumenkohl?”
“Nein, haben wir NICHT!”

“Schade…”
“Liebste, sagst du mir jetzt BITTE, was du haben willst!?”

“Irgendwie bist du so gereizt??”
“Ich stehe kurz vor einem Herzinfarkt, könnte daran liegen…”

“Weißt du was, wir machen das ganz anders, wird dir gefallen!”
“So? Und was machen wir anders?”

“Wir bestellen jetzt einfach bei irgendeinem Pizzaservice was.”
“Aha…”

“Ausnahmsweise, eigentlich haben wir ja genug im Kühlschrank.”
“Also gut, von mir aus, was solls…”

“Ist das jetzt eine gute Idee von mir oder nicht?”
“Ganz toll, Liebste… Egal, wir machen das jetzt einfach.”

“Prima!”
“Ich rufe an; was willst du denn?”

“Was haben die denn??”

Kopfschüttel…

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Deine Kollegen werden Augen machen!

25. Februar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste kommt am Abend zu mir in die Küche, während ich mir dort gerade für den nächsten Tag ein paar Brote schmiere.
Ich werde den ganzen Tag unterwegs sein und für solche Fälle nehme ich mir gern ein paar Schnitten mit. Nur noch einpacken, fertig!

“Was machst du da, Schatz?”
“Ich habe mir ein paar Brote gemacht, Süße.”

“Und warum wühlst du da jetzt in der Schublade rum??”
“Ich suche die Butterbrotstüten, die sind doch hier, oder?”

“Nein, nein, nein!”
“Wo sind sie denn?”

“Nein, ich meine, die darfst du nicht nehmen!”
“Und wieso nicht??”

“Weil ich doch extra neues Butterbrotpapier gekauft habe.”
“Neues?? Wieso, ist das alte kaputt, oder was?”

“Nein, aber ich habe jetzt was viieel besseres.”
“Und zwar?”

“Hier!”

[Die Liebste schubst mich zur Seite und schließt zunächst erst einmal in auffälliger Weise die Schublade, die ich geöffnet hatte.
Dabei vergewissert sie sich mit prüfendenm Blick noch kurz, ob ich das auch wirklich richtig gesehen habe, geht hinüber zu einer anderen Schublade und zieht diese mit einem gemurmelten "Tadaa!" auf.]

“DAS HIER ist das Richtige.”
“Ähm…”

“Ist das nicht toll?? So etwas gab es früher gar nicht!”
“Liebste, da sind ja babyblaue Wölkchen drauf…”

“Ist das nicht super??”
“Und das sind ja gar keine Tüten, sondern Einwickelpapier?”

“Ja, und die Innenseite ist beschichtet, siehst du?”
“Das sehe ich, ja…”

“Das ist gut, wenn man Tomatenbrot hat, oder so.”
“Ich mag aber kein Tomatenbrot…”

“Ja, aber du könntest jetzt welches essen, wenn du wolltest!”
“Schatz, also das ist ja alles ganz gut und schön, aber…”

“Deine Kollegen werden Augen machen, wenn die das sehen!”
“Ähm, das kann ich mir jetzt schon gut vorstellen, ja…”

“Die haben ihre stinknormalen Tüten und du: Tadaa!”
“Aha, ähm, sag mal, gab es denn nur blaue Wölkchen als Motiv?”

“Wieso, was stimmt denn damit nicht?”
“Naja, gab es nicht auch was, sagen wir mal, etwas…”

“Sorry, aber es gab kein Papier mit nackten Weibern drauf!”
“Schade…”

“Pff! Nie freust du dich über was, was ich mache!”
“Ja, doch, ich finde neue Ideen immer gut, aber…”

“Dann nimm doch deine doofen alten langweiligen Tüten!”

[Die Liebste schließt demonstrativ die von ihr eben geöffnete Schublade und macht die andere wieder auf, in der sich meine klassischen Tüten befinden. Dann tritt sie einen Schritt zur Seite und stellt sich mit verschränkten Armen daneben.]

“Bitte sehr!”
“Schatz, so meinte ich das doch gar nicht, ich wollte doch nur…”

“Du nimmst die Tüten, ich mein schönes Papier. Kein Problem!”
“Na schön…”

[Etwas zögernd und unsicher krame ich in der Schublade herum und finde schließlich meine liebgewonnenen Butterbrotstüten, allerdings sind nur noch zwei vorhanden und eine davon ist eingerissen...]

“Was ist? Stimmt was nicht?”
“Ähm… Hier ist nur noch eine Tüte und ich habe drei Brote, und…”

“Passen da wohl nicht alle rein, was?”
“Ähm, wahrscheinlich nicht, das ist ja blöd jetzt…”

“Möchtest du vielleicht doch etwas von meinem Papier haben?”
“Also… Hatten wir nicht auch noch so eine Dose?”

“Die ist im Kabuff oben im Regal, musst du mal nachsehen.”

[Mist... Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die ganze Sache doch noch kippen könnte; aber jetzt kann ich unmöglich auf ihr Wölkchen-Papier zurückgreifen, sonst darf ich mir das ab jetzt jahrelang anhören und kann nie wieder etwas anderes kaufen...
Also gehe ich in unseren Wirtschaftsraum nebenan und brauche eine halbe Ewigkeit, um die tausend dort gelagerten Sachen zu durchsuchen. Ohne Erfolg, ohne Butterbrotsdose.]

“Und? Hast du sie?”
“Ähm, nein, die ist da nicht…”

“Macht nichts, ich habe bereits eine Lösung für dich erarbeitet.”
“So? Tatsächlich? Und die wäre?”

[Während ich diese Frage stelle, fällt mir auf, dass auf dem Teller mit den Broten nur noch ein paar Krümel liegen...
Und dass sich im Mundwinkel der Liebsten ebenfalls solche Krümel befinden... Sie wird doch wohl nicht, sie hat doch nicht wirklich...]

“Ich helfe doch immer gern, wenn ich kann!”

Kopfschüttel…

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Es fehlt etwas…

21. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Als ich am Abend nach Hause komme, riecht es nach lecker Essen in der Wohnung; die Liebste scheint etwas gekocht zu haben!
Das ist gut, denn ich habe einen Mordshunger und wenn da jetzt noch ein hübsch gedeckter Tisch im Esszimmer ist…
Großartig!

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, boah, hier riecht das aber lecker!”

“Ich wollte was kochen…”
“Wieso wollte??”

“Hat nicht geklappt.”
“Aber es riecht doch hier nach Essen??”

“Ja, aber das ist nichts geworden.”
“Ähm, heißt das, es gibt nichts??”

“Du kannst was haben, aber schmecken wird das nicht!”
“Was hast du denn gekocht?”

“Lasagne.”
“Ist doch super!?”

“Nein.”
“Warum?? Was ist denn damit? Verbrannt??”

“Nein, es fehlt leider was.”
“Aha, und was?”

“Die Lasagneplatten.”
“Aha… Naja, das ist, ähm…”

“Daher habe ich Makkaroni genommen.”
“Ist doch aber auch gut!?”

“Ja, aber ich hatte auch kein Hackfleisch.”
“Ach so?”

“Daher habe ich das Fleisch durch Scampis ersetzt.”
“Makkaroni mit Scampis?? Lecker!”

“Aber ich wollte doch unbedingt Lasagne mit Tomatensoße!”
“Ich habe noch nie Scampis mit Tomatensoße gegessen, aber…”

“…Tomatensoße hatten wir noch in der Miracoli-Packung.”
“Ähm… Von den Spaghetti das Zeug??”

“Ja.”
“Und??”

“Ich hatte dann das Gefühl, dass das komisch schmeckt.”
“Nunja, also das kann ich mir vorstellen…”

“Vielleicht hätte ich die Paprika nicht mit rein machen sollen…”
“Paprika??”

“Die musste mal langsam weg.”
“Aha…”

“Verstehst du jetzt, was ich meine?”
“Also ich darf mal zusammenfassen, ja?”

“Wenn du meinst…”
“Du hast Makkaroni mit Scampis und Spaghetti-Soße mit Paprika…”

“Ja, und dann überbacken. Macht man ja so mit Lasagne.”
“Ähm, immerhin hattest du demnach Käse?”

“Nee, nicht so richtig.”
“Nicht so richtig?? Aber womit hast du denn dann…”

“Mit dem Käse-Dip von den Tortilla-Chips.”
“Liebste, also, ähm…”

“Ja genau, und so schmeckt das jetzt auch!”
“Naja, ich meine, kreativ kochen ist ja nicht schlecht, aber…”

“Das kann ja auch gar nicht schmecken.”
“Naja, also einen Versuch würde ich vielleicht wagen…”

“Das bringt nichts, das schmeckt überhaupt nicht nach Lasagne.”
“Also mit Scampis, Paprika und Käse-Dip kann das ja auch nicht…”

“Deswegen doch nicht!”
“Weswegen denn??”

“Ich hab die Bechamel-Soße vergessen!”

Kopfschüttel…

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Das Übliche

1. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen in einem kleinen italienischen Restaurant in Bremen und studieren die Speisekarte.
Während ich mich vor einer gefühlten Stunde bereits für ein Pizza entschieden habe, rätselt die Liebste immer noch vor sich hin…

“Ich weiß echt nicht, was ich nehmen soll…”
“Süße, wir werden verhungern, wenn du so weiter machst!”

“Jetzt drängel mich nicht, wir haben doch Zeit, oder?”
“Aber der Kellner war schon dreimal da und…”

“Was nimmst du nochmal??”
“Pizza, immer noch…”

“Ach ja. Nee, Pizza will ich nicht.”
“Dann nimm Nudeln mit Lachs, das magst du doch?”

“Ich kann doch nicht schon wieder Nudeln nehmen!?”
“Warum nicht??”

“Weil ich das immer nehme.”
“Eben!”

“Heute möchte ich aber mal was anderes!”
“Und was??”

“Ich weiß nicht, hört sich alles lecker an…”
“Also wenn der Kellner wieder kommt, bestelle ich!”

“Für mich auch?”
“Wohl kaum!”

“Ich glaube, ich hätte Lust auf eine Curry-Suppe.”
“Was?”

“Curry-Suppe. Da ist Curry drin.”
“Oh, tatsächlich?? Vielen Dank, das wusste ich gar nicht!!”

“Aber hier gibt es ja leider keine Curry-Suppe…”
“Das ist ja auch ein italienisches Restaurant, kein indisches!”

“Ich weiß, aber das fängt beides mit ´i´ an! Lustig, oder??”
“Ich werde gleich wahnsinnig fängt auch mit ´i´ an!!”

“Wo du Recht hast, hast du Recht.”
“Liebste, SUCH – DIR – JETZT – WAS – AUS! BITTE!”

“Hmm…”
“Wie wäre es denn mit Spaghetti Aglio?”

“Mit Knoblauch??”
“Knoblauch, ja…”

“Naja, das könnte ich nehmen!”
“Prima, gut; also bestelle ich das für dich, OK?”

“Und für dich auch.”
“Nee. Ich will Pizza. Habe ich ja erst 10-mal erwähnt…”

“Aber alleine esse ich kein Knoblauch!”
“Was??”

“Nur, wenn du auch Knoblauch isst!”
“Schatz, du kannst gerne Knoblauch essen, kein Problem!”

“Aber dann kann ich dich ja nicht mehr küssen!?”
“Ich kann mir ja dabei die Nase zuhalten.”

“Du bist so doof!”
“Nimmst du jetzt die Spaghetti Aglio oder nicht??”

“Nein!”
“Himmel!”

[Der Kellner kehrt mit gezücktem Schreibblock zurück an unseren Tisch und ich sehe seinem Gesicht an, dass er nicht noch einmal kommen wird, wenn wir jetzt nicht bestellen... Ich werfe der Liebsten einen prüfenden Blick zu und stelle fest: da tut sich was...]

“Psst! Schatz! Ich weiß jetzt!”
“OK, und was?”

“Ich nehme das Übliche.”
“Das Übliche??”

“Ja.”
“Was ist denn das Übliche, bitte??”

“Du weißt nicht, was das Übliche ist??”
“Nudeln mit Lachs vielleicht??”

“Genau!”
“OK, das ist Nummer… 37, Tagliatelle al Salmone.”

[Ich bin erleichtert; aber nicht nur ich, auch dem Kellner scheint ein Stein vom Herzen gefallen zu sein. Wahrscheinlich hatte er insgeheim schon überlegt, was er sagt, sofern wir wieder nichts bestellt hätten...
Aber es scheint wohl alles noch einmal gut gegangen zu sein!]

“Hallo? Bestellst du jetzt??”
“Ähm, ja. Also für die Dame die 37 und für mich die 22.”

[Der Kellner bedankt sich, zuckt dann aber mit den Schultern und sagt: "Mi scusi, Signore, aber Lachs ist leider aus, mi dispiace, es tut mir sehr leid..."]

“Kein Lachs für mich??”
“Warum muss mir das immer passieren, das glaubt wieder keiner…”

“Das ist ja blöd, wo ich mich doch gerade entschieden hatte…”
“Liebste, vielleicht doch die Spaghetti mit Knoblauch?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich möchte eine Curry-Suppe mit Kräuter-Baguette.”
“Schatz, ich breche echt gleich zusammen…”

[Der Kellner nickt und sagt: "Zuppa di Curry, Grazie, Signora; con il pane." Dann verschwindet er um die Ecke...]

“Siehst du!”
“Aber… Es gibt doch hier gar keine Curry-Suppe??”

“Offensichtlich doch.”
“Aber…”

“Das nächste Mal übernehme ich die Bestellung.”
“Ähm…”

“…dann dauert das nicht so lange, wie bei dir!”

Kopfschüttel…

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Schmeckt´s?

27. Oktober 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Esstisch im Wohnzimmer und beginnen, das Abendessen zu verspeisen, das die Liebste soeben gezaubert hat.
Putengeschnetzeltes mit Soße, Pilzen und Kartoffeln: das hat sie wirklich sehr lecker hingekriegt!

“Na? Schmeckt´s dir denn?”
“Sehr gut, Süße, sehr lecker!”

“Naja…”
“Naja?? Hey, das ist super!”

“Ich weiß nicht, also ich finde das nicht so dolle…”
“Tatsächlich? Also mir schmeckt´s.”

“Du kannst es ruhig sagen, wenn es dir nicht schmeckt!”
“Aber es schmeckt mir doch!?”

“Das glaube ich nicht.”
“Liebste, das ist SEHR lecker. Hast du gut gemacht.”

“Du hast ja auch nur ganz wenig genommen.”
“Wir haben doch auch gerade erst angefangen??”

“Normalerweise machst du dir den Teller immer voll!”
“Erstens stimmt das gar nicht und zweitens…”

“…zweitens finde ich das doof, dass du es nicht sagst!”
“Was sagen??”

“Dass es dir nicht schmeckt!”
“Es schmeckt mir aber! Entschuldigung, dass es mir schmeckt!!”

“Ehrlich?”
“Ja…”

“Holst du dir denn noch was?”
“Ja, ich hole mir noch was. Gleich zumindest.”

[Eine Viertelstunde später habe ich den dritten Teller leer geputzt.
Ich weiß gar nicht, was die Liebste hat, ich könnte mich da REINLEGEN!
Jetzt reicht es aber auch, ich zerdrücke das letzte Stück Kartoffel in der Soße und dann ist Schluss...]

“Du hast ja alles aufgegessen!?”
“Ja… Jetzt bin ich auch echt voll…”

“Und das, obwohl es dir nicht geschmeckt hat!”
“Schatz! Hör jetzt auf, ICH war wirklich sehr zufrieden!”

“Das sagst du ja bloß, damit ich nicht beleidigt bin.”
“Nein, ich sage es, weil es sehr lecker war, DARUM!”

“Also mein Fall war das echt nicht.”
“Das tut mir natürlich leid, aber mir hat es geschmeckt.”

“Das kann ich gar nicht glauben!”
“Hallo?? Ich habe alles aufgegessen, was willst du denn noch??”

“Das ist ja klar, dass du alles aufgegessen hast.”
“So?? Was soll das denn jetzt heißen??”

“Das hast du nur gemacht, um davon abzulenken, dass es dir nicht geschmeckt hat!”

Kopfschüttel…

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Tauschgeschäft

3. August 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sind am Samstagabend bei Freunden auf eine große Geburtstags-Grillparty eingeladen.
Das Fest findet teils draußen, teils drinnen statt und wir finden noch zwei Plätze an einem Partytisch, nachdem wir uns am großen Buffet zwei Teller mit Leckereien zusammengestellt haben.

“Lass es dir schmecken Schatz!”
“Du auch, Süße. Guten Appetit!”

[Meine Liebste schiebt sich eine Gabel voller Salat in den Mund, kaut zwei-, dreimal, wird dann deutlich langsamer und schaut mich mit großen und leicht entsetzt dreinblickenden Augen fragend an.]

“Schatz…”
“Was ist??”

“Das mag ich nicht…”
“Was ist denn das überhaupt, was du da kaust?”

“Das scheint wohl Kuskus-Salat zu sein…”
“Ja und??”

“Kuskus mit Kümmel oder so… Das mag ich nicht…”
“Aha. Kuskus mit Kümmel?? Dann tu ihn weg.”

“Wegtun? Wohin denn?”
“Geh in die Küche und schmeiß ihn in den Mülleimer.”

“Auf keinen Fall, in der Küche sitzen tausend Leute!”
“Na und??”

“Das mache ich nicht, wie sieht denn das aus!?”
“Na schön, dann wirf den Salat da hinten ins Gebüsch.”

“Schatz!”
“Was denn?? Wenn du das alles nicht willst, dann iss ihn!”

“Kannst du den nicht weiteressen?”
“Ich??”

“Was hast du denn da überhaupt auf deinem Teller?”
“Nudelsalat.”

“Und wie ist der?”
“Sehr gut.”

“Können wir die Teller tauschen?”
“Och Schatz! Nee!”

“Bitte, bitte, bitte!”
“Dann muss ich das blöde Kuskus-Zeug ja essen!”

“Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Himmel! AUSNAHMSWEISE, also gib her…”

[Wir tauschen unauffällig die Teller und das Unheil geht weiter...]

“Schmeckt besch…, ähm, schmeckt mies, oder??”
“Ja…”

“Danke, dass du das für mich machst, mein Schatz.”
“Ja ja, schön…”

[Nachdem ich das Kümmel-Kuskus hinuntergewürgt habe und mich anschließend frage, warum ich nicht selbst in die Küche zum Mülleimer gegangen bin, ist die Liebste schon wieder in Startposition für die nächste Runde am Buffet.
OK, also schnell das Kuskus vergessen und auf ein Neues!]

“So, jetzt habe ich Bauernsalat, der wird ja wohl schmecken.”
“Ja… Ich habe dann NOCH EINMAL Nudelsalat genommen…”

“Der Nudelsalat ist echt lecker!”
“Ja, dann guten Appetit dieses Mal…”

[Meine Liebste führt die gefüllte Gabel zum Mund, kaut ein paar Bissen und wendet mit hochgezogenen Augenbrauen und Kälbchenaugen ihren Kopf langsam in meine Richtung...]

“Ähm…”
“Liebste, du willst doch wohl nicht sagen, dass…”

“Doch… Das mag ich auch nicht…”
“Aber du magst doch Bauernsalat, oder nicht??”

“Ja, aber nicht diesen hier…”
“Vergiss es.”

“Was soll ich vergessen?”
“Ich nehme NICHT deinen Teller!”

“Aber…”
“NEIN!”

“Aber Schatz, ich…”
“Nee, nix Schatz!”

“Darf ich einen Happen von deinem Nudelsalat haben?”
“Was??”

“Och bitte!”

[Die Liebste schiebt ihre Gabel in den Berg leckeren Nudelsalat auf meinem Teller und bedient sich fleißig. Dabei setzt sie ein Strahlen und Lächeln auf ihr Gesicht, das jede Salzsäule zum Schmelzen bringen könnte...]

“Du kannst auch hier von mir was nehmen?”
“Nee, danke.”

“Och bitte, hier! Nimm doch mal was von dem Bauernsalat.”
“Nein, geh weg damit!”

“Probier doch mal!”

[Die Liebste nimmt ihre Gabel, belädt sie mit ihrem verschmähten Bauernsalat und schiebt sie mir in den Mund. Ich muss zugeben, dass auch ich mir unter einem Bauernsalat etwas anderes vorgestellt hatte...]

“Schmeckt nicht, oder?”
“Ähm, da stimme ich dir größtenteils zu, ja…”

“Der Nudelsalat ist aber echt spitze!”
“Deswegen habe ich ihn auf MEINEM Teller…”

“Darf ich noch mal eben schnell, nur ein bisschen?”

[Es lohnt nicht, den gesamten weiteren Verlauf aufzuschreiben; denn jeder weiß, wie es nun weitergeht. Während die Liebste meinen Teller leer futtert (ohne diese zu tauschen), muss ich nach und nach den Bauernsalat auslöffeln. Das geht dann so über Kreuz; was man manchmal für einen Blödsinn macht...
Allerdings habe wohl nur ich dieses Gefühl, die Liebste hingegen findet das anscheinend ganz normal.]

“So, jetzt haben wir die Teller wieder leer.”
“Endlich…”

“Danke mein Schatz, dass du den Bauernsalat gegessen hast.”
“Gern geschehen trifft es jetzt nicht so ganz…”

“Willst du noch was?”
“Vielleicht.”

“Vielleicht?? Wovon hängt das ab?”
“Ob ich dann auch essen darf, was ich auf dem Teller habe!!”

“Darfst du doch?”
“Da bin ich mir nicht mehr so sicher…”

“Weißt du was? Ich tue dir jetzt als Dankeschön einen Gefallen!”
“Aha, und was schwebt dir da so vor?”

“Ich bin satt, aber ich hole dir jetzt gerne noch einen Teller.”
“Hm…”

“Mit allem drauf, was du haben willst!”
“Und du bist wirklich satt?”

“Ja.”
“Dann könnte ich das tatsächlich wagen…”

“Was möchtest du denn haben?”
“Nudelsalat.”

“Nudelsalat??”
“Nudelsalat.”

“Aber den hattest du doch jetzt schon zweimal!?”

Kopfschüttel…

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Gemüsedipp

15. September 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

(Quelle: Stripgenerator.com)

Alternative (die mir als Comic besser gefällt):
http://www.kopfschuettel.de/2008/06/30/samstags-ist-echt-mist/

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Meine Liebste und ich haben am Sonntagnachmittag ein wenig Zeit und wir überlegen, ob wir gemeinsam ein Eis essen gehen wollen.
Eigentlich sind solche Ideen immer schnell und einfach diskutiert und beschlossen, aber heute anscheinend nicht…

“Ich weiß nicht, Schatz…”
“Was weißt du nicht, Süße?”

“Ob wir jetzt ein Eis essen gehen sollten…”
“Wieso denn nicht??”

“Weil ich noch auf einen Anruf warte.”

“Na und? Nimm dein Handy doch mit?”

“Nein, darum geht es ja nicht.”
“Sondern??”

“Wenn der Anruf kommt, dann brauche ich Ruhe.”
“Wieso? Wessen Anruf erwartest du denn??”

“Steffi wollte noch anrufen.”
“Steffi? Ist das die, die…”

“…die sich von ihrem Freund getrennt hat, ja.”
“Aha. Und wieso musst du jetzt auf ihren Anruf warten??”

“Weil ich ihr gesagt habe, dass sie mich anrufen soll.”
“Wann soll sie denn anrufen? Jetzt??”

“Nein, sie soll mich anrufen, wenn es ihr schlecht geht.”

“Aha. Und?”

“Was und?”

“Geht es ihr schlecht??”

“Woher soll ich das wissen??”

“Aber…”

“…sie hat ja noch nicht angerufen!?”
“Das heißt, du weißt also nicht, ob sie überhaupt anruft??”

“Nee, weiß ich nicht.”
“Ähm…”

“Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie anruft.”
“Und deswegen können wir jetzt kein Eis essen gehen??”

“Doch, aber es könnte sein, dass sie anruft.”
“Aha, schön, also gehen wir jetzt doch zur Eisdiele?”

“Naja, das fände Steffi bestimmt nicht lustig…”
“WAS fände Steffi nicht lustig!?”

“Wenn es ihr schlecht geht und wir schön Eis essen dabei.”
“Das musst du ihr dann ja nicht auf die Nase binden, oder??”

“Ich kann aber nicht lügen, wenn sie fragt, was ich mache!”
“Wir werden ja wohl noch ein Eis essen gehen dürfen!?”

“Natürlich, aber dann ist sie bestimmt deprimiert.”
“Aber war es nicht so, dass SIE ihren Freund gefeuert hat??”

“Ja, richtig. Zu Recht übrigens.”
“Pff! Natürlich, was sonst…”

“Ja, das stimmt auch! Du hast ja gar keine Ahnung!”
“Bisher warst du bei allen Trennungen immer auf der Frauenseite!”

“Kein Wunder, wenn Männer auch alle so doof sind??”

“Ja klar, ALLE Männer sind Idioten!”

“Genau, und der Ex von Steffi ganz besonders!”

“Du hast dir also auch seine Version der Geschichte angehört?”

“Brauche ich nicht, Steffi hat mir alles erzählt.”
“Genau DAS meine ich, du kennst ja bloß ihre Seite!”

“Ich bin ja auch IHRE Freundin!”

“Es ist sowieso zwecklos, das mit dir zu diskutieren…”

“Oh, Entschuldigung der Herr, dass ich mich um Steffi kümmere!”
“Du sollst mit mir ein Eis essen gehen, das ist deine Aufgabe!”

“Das ist meine Aufgabe??”
“Genau, weil ich noch nicht dein Exfreund bin, deswegen!”

“Das können wir ja gerne ändern!”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Wenn du unbedingt willst, darfst du auch mein Exfreund sein!”
“Hallo?? Ob ich vielleicht mit dir ein Eis essen gehen will??”

“Ja, und andere Menschen sind dir dabei völlig egal!”
“Ich will nur ein Eis essen, nicht eine Revolution starten!”

“Können wir diesen Schwachsinn jetzt bitte beenden, ja?”

“Von mir aus gerne!”

“-”

“-”

“Ich habe eine Lösung.”
“Eine Lösung wofür?”

“Für Steffis Anruf.”
“Aha, und die wäre?”

“Ich rufe sie einfach jetzt selber an.”
“Gute Idee!”

“Dann können wir anschließend Eis essen gehen.”

“Sehr gut, warum nicht gleich so??”

“Weil du ein Blödmann bist, deswegen!”

“Sehr gerne, sehr gerne…”

[Die Liebste schnappt sich unser Telefon und verschwindet im Arbeitszimmer. Obwohl ich ihren Plan durchaus logisch und verständlich finde, habe ich dabei allerdings vergessen, dass Telefonate zwischen Frauen schon normalerweise ewig dauern und im Falle von Männergeschichten als an unendlich grenzend bezeichnet werden können... Nach 1,5 Stunden geht endlich die Tür wieder auf...]

“So Schatz, wir sind fertig.”

“Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?”

“Wieso? Doch, wir sind fertig mit telefonieren?”
“Liebste, es sind fast zwei Stunden verstrichen!!”

“Jetzt übertreib mal nicht.”
“Es ist jetzt fünf Uhr und es hat sich zwischenzeitlich bewölkt!”

“Soll das heißen, du willst nicht mehr Eis essen gehen?”

“Das soll das heißen, richtig!”

“Das trifft sich gut.”

“Wie bitte??”

“Das wird Steffi sehr freuen.”
“Wieso, was hat Steffi denn damit zu tun??”

“Weil ich mich mit Steffi zum Eis essen verabredet habe!”

Kopfschüttel…

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Nüsse

9. Juli 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Während ich im Wohnzimmer auf dem Sofa sitze und mich angesichts der Hitze möglichst wenig bewege, kommt plötzlich die Liebste hereingerannt und verbreitet – ohne etwas zu sagen – sofort irgendwie Hektik.
Ihr fragender Blick lässt mich ahnen: jetzt kommt wieder was auf mich zu…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich wollte was knabbern.”
“OK, dann lass uns ins Schlafzimmer rüber gehen.”

“Nein, ich wollte Nüsse!”
“Sage ich ja.”

“NEIN, ich wollte ERDNÜSSE essen!”
“Im Bett??”

“Quatsch! Ich will jetzt nicht ins Bett, ich wollte…”
“Schon gut, schon gut, ich habe es ja verstanden.”

“Wie kannst du bei dieser Hitze bloß ans Bett denken!?”
“Ich habe weniger an das Bett gedacht, sondern eher…”

“Danke, ich wollte das nicht vertiefen, du Lüstling!”
“Gut, bleibe ich eben hier sitzen, kein Problem.”

“Ich will doch aber was knabbern!?”
“Dann knabber doch was.”

“Wir haben ja nichts!”
“Wonach hast du eben noch gefragt?”

“Nach Erdnüssen! Hast du das schon wieder vergessen??”

“Ich war mit meinen Gedanken irgendwie woanders, tut mir leid…”

“Ich will Erdnüsse!”
“Tja, wir haben aber wohl keine.”

“Dabei ist doch nur alle 4 Jahre Fußball-Weltmeisterschaft.”
“Hä? Na und?? Was hat das denn damit zu tun??”

“Naja, da hat man doch wohl was zu knabbern im Haus, oder??”
“Ähm, schon, aber…”

“Bestimmt haben alle Leute Erdnüsse zuhause, nur wir nicht!”
“Und, ähm… Das liegt jetzt an der WM, oder was??”

“Natürlich!”
“Aha…”

“Zu irgendwas muss Fußball doch gut sein!”

Kopfschüttel…

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Überwiegend…

24. Juni 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Ich sitze beleidigt auf unserem Sofa, als die Liebste wieder ins Wohnzimmer kommt.
Diese Frau macht mich noch wahnsinnig!
Ich meine, ich weiß ja, dass ich trotz aller charmanten und verrückten Gemeinsamkeiten der Frauen ein ganz besonderes Exemplar erwischt habe; aber manchmal, da könnte ich…

“Du Schatz, bist du immer noch beleidigt?”
“Ja, absolut. Das bin ich, LIEBSTE!”

“Immer noch wegen dem Leberwurstbrot?”
“Ja, richtig. Wegen dem NICHT-Leberwurstbrot, um genau zu sein.”

“Du wolltest ein Leberwurstbrot und ich habe dir eins gemacht!?”

“JA! Aber OHNE Leberwurst, nur mit Butter drauf!”

“Wir hatten eben keine mehr, kann ich doch nicht ändern!?”

“Aber wieso sagst du dann, du machst mir eins??”

“Aber es ist doch überwiegend ein Leberwurstbrot gewesen!?”
“Ja, aber ohne Leberwurst!”

“Aber mit Brot und Butter, das sind zwei Drittel, immerhin…”
“Gott, ich gebs auf… Lass mich einfach sterben, ja?”

“Aber ich…”
“Manchmal fühle ich mich, als wäre ich schon 80 Jahre alt…”

“Tatsächlich? Und sag mal, bist du auch deprimiert?”
“Ja. Absolut.”

“Und hast du auch Schweißausbrüche?”
“Ja.”

“Und kannst du schlecht schlafen?”
“Ja.”

“Und ist dir oft schwindelig?”

“Das kann man wohl sagen…”

“Kannst du dich schlecht konzentrieren?”
“Ja.”

“Und hast du auch Haarausfall?”
“Sag mal, was soll denn die ganze Fragerei?!”

“Jetzt sag doch mal, hast du auch Haarausfall?”
“Zumindest werden sie grau, das weißt DU ja wohl am besten!!”

“Aha, alles klar. Dann weiß ich jetzt Bescheid.”
“Oh, das ist schön, dass du das endlich mal einsiehst!”

“Einsehen?? Was soll ich denn einsehen?”
“Ich dachte, du wüsstest jetzt Bescheid und hättest es kapiert??”

“Weiß ich ja auch.”
“Aha, und würdest du es für mich bitte einmal laut aussprechen??”

“Gerne! Wenn du unbedingt möchtest?”
“Ich möchte! So, ich höre? Aber GANZ LANGSAM BITTE!”

“Du kommst in die Wechseljahre, was sonst??”

Kopfschüttel…

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Was haben wir denn?

17. Juni 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend nach einem anstrengenden Arbeitstag erst einmal im Wohnzimmer auf dem Sofa und entspannen ein bisschen.
Ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend signalisiert mir: ich habe Hunger; und vermutlich wird es der Liebsten nicht anders gehen.

“Schatz, ich glaube, ich stehe hier heute nicht mehr auf…”
“Brauchst du ja auch nicht, Süße.”

“Gott, was bin ich froh, dass dieser Stresstag vorbei ist…”
“Und? Hast du Hunger, möchtest du was essen?”

“Oh ja, gute Idee, Schatz!”
“Was möchtest du denn?”

“Was haben wir denn?”
“Keine Ahnung, was möchtest du denn?”

“Was haben wir denn?”
“Ähm, weiß ich nicht so genau.”

“Hm.”
“Worauf hast du denn Appetit?”

“Weiß nicht, und du?”
“Nee, nee, nee, ich habe zuerst gefragt.”

“Was hast du zuerst gefragt!”
“Ich habe dich gefragt, was – DU – möchtest!”

“Und ich habe gefragt, was wir denn haben!”
“Man beantwortet eine Frage aber nicht mit einer Gegenfrage.”

“Sind wir hier im Deutsch-Unterricht, oder was??”
“Wo auch immer wir sind, WAS möchtest du essen!”

“Was haben wir denn??”
“Was willst du denn??”

“Aber was haben wir denn noch??”
“Also ICH habe gleich einen Nervenzusammenbruch, soviel ist sicher!!”

“Aber es ist doch viel leichter, zu schauen, was wir noch haben?”
“Na schön, bitte, dann geh nachschauen.”

“Ich??”
“Du willst wissen, was wir noch haben, also schau nach.”

“Du hast vorhin gesagt, dass ich sitzen bleiben kann!?”
“Da wusste ich auch noch nicht, dass das so schwierig wird!”

“Und wenn ich mir was wünsche, was wir gar nicht haben??”
“Das, was wir gewöhnlich so essen, werden wir wohl auch da haben.”

“Ach so, also essen wir heute was Typisches?”
“Das wäre von Vorteil, also worauf hast du Hunger?”

“Was haben wir denn?”
“LIEBSTE! Ich werde noch wahnsinnig!!”

“Warum??”
“Wieso fragst du denn jetzt schon wieder WAS HABEN WIR DENN??”

“Weil das meiner Meinung nach die wichtigste Frage ist??”
“Die wichtigste Frage ist, wann ich in die Klapse eingeliefert werde!”

“Aber Schatz, das geht doch alles viel einfacher.”
“Aha.”

“Bist du so lieb und schaust nach, was noch im Kühlschrank ist?”
“Wieso soll ich denn jetzt gehen??”

“Weil du deiner Liebsten damit einen großen Gefallen tust.”
“Wie groß?”

“Sehr groß. Supergroß! Am größten.”
“Na schön, dann gehe ich mal nachschauen…”

[Ich erhebe mich schwerfällig vom Sofa und schlappe in die Küche.
Als ich die Kühlschranktür öffne und in den Innenraum starre, komme ich mir ein bisschen so vor, wie bei dem Gedächtnisspiel "Ich packe meinen Koffer". Mal sehen, ob ich mir alles merken kann...]

“Da bist du ja schon wieder, das ging aber fix!”
“Ja… Also, soll ich aufzählen, was wir alles noch haben?”

“Ja, erzähl.”
“Also Tomaten, Brot, Käse, Wurst – so das Übliche, Heringssalat, Nudeln von gestern, Broccoli, Paprika, Pizzateig, Mozzarella, Gurken, Marmelade, Forellenfilets, naja und den üblichen Kleinkram und…”

“OK, danke, ich weiß jetzt, was ich haben möchte.”
“Echt? Was denn?”

“Ich habe Hunger auf Pfannkuchen mit kleinen Apfelstückchen.”
“Ähm… Sagte ich gerade was von Pfannkuchen??”

“Nee, aber die möchte ich haben.”
“Wir haben aber keine Eier und auch keine Äpfel!?”

“Ach so? Haben wir nicht?”
“Nein, HABEN WIR NICHT!”

“Siehste, deswegen wollte ich zuerst wissen, was wir haben!”
“Aber jetzt weißt du es doch!?”

“Ja.”
“Wieso wünschst du dir denn dann Pfannkuchen??”

“Du hast vor 5 Minuten gesagt, ich soll mir was wünschen!?”
“Aber du wolltest doch zuerst wissen, was wir noch haben??”

“Das weiß ich ja jetzt auch!”
“Und??”

“Was und?”
“Warum wünschst du dir dann nicht etwas, was wir noch haben??”

“Haben wir Blumenkohl?”
“Nein, haben wir NICHT!”

“Schade…”
“Liebste, sagst du mir jetzt BITTE, was du haben willst!?”

“Irgendwie bist du so gereizt??”
“Ich stehe kurz vor einem Herzinfarkt, könnte daran liegen…”

“Weißt du was, wir machen das ganz anders, wird dir gefallen!”
“So? Und was machen wir anders?”

“Wir bestellen jetzt einfach bei irgendeinem Pizzaservice was.”
“Aha…”

“Ausnahmsweise, eigentlich haben wir ja genug im Kühlschrank.”
“Also gut, von mir aus, was solls…”

“Ist das jetzt eine gute Idee von mir oder nicht?”
“Ganz toll, Liebste… Egal, wir machen das jetzt einfach.”

“Prima!”
“Ich rufe an; was willst du denn?”

“Was haben die denn??”

Kopfschüttel…

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Deine Kollegen werden Augen machen!

25. Februar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste kommt am Abend zu mir in die Küche, während ich mir dort gerade für den nächsten Tag ein paar Brote schmiere.
Ich werde den ganzen Tag unterwegs sein und für solche Fälle nehme ich mir gern ein paar Schnitten mit. Nur noch einpacken, fertig!

“Was machst du da, Schatz?”
“Ich habe mir ein paar Brote gemacht, Süße.”

“Und warum wühlst du da jetzt in der Schublade rum??”
“Ich suche die Butterbrotstüten, die sind doch hier, oder?”

“Nein, nein, nein!”
“Wo sind sie denn?”

“Nein, ich meine, die darfst du nicht nehmen!”
“Und wieso nicht??”

“Weil ich doch extra neues Butterbrotpapier gekauft habe.”
“Neues?? Wieso, ist das alte kaputt, oder was?”

“Nein, aber ich habe jetzt was viieel besseres.”
“Und zwar?”

“Hier!”

[Die Liebste schubst mich zur Seite und schließt zunächst erst einmal in auffälliger Weise die Schublade, die ich geöffnet hatte.
Dabei vergewissert sie sich mit prüfendenm Blick noch kurz, ob ich das auch wirklich richtig gesehen habe, geht hinüber zu einer anderen Schublade und zieht diese mit einem gemurmelten "Tadaa!" auf.]

“DAS HIER ist das Richtige.”
“Ähm…”

“Ist das nicht toll?? So etwas gab es früher gar nicht!”
“Liebste, da sind ja babyblaue Wölkchen drauf…”

“Ist das nicht super??”
“Und das sind ja gar keine Tüten, sondern Einwickelpapier?”

“Ja, und die Innenseite ist beschichtet, siehst du?”
“Das sehe ich, ja…”

“Das ist gut, wenn man Tomatenbrot hat, oder so.”
“Ich mag aber kein Tomatenbrot…”

“Ja, aber du könntest jetzt welches essen, wenn du wolltest!”
“Schatz, also das ist ja alles ganz gut und schön, aber…”

“Deine Kollegen werden Augen machen, wenn die das sehen!”
“Ähm, das kann ich mir jetzt schon gut vorstellen, ja…”

“Die haben ihre stinknormalen Tüten und du: Tadaa!”
“Aha, ähm, sag mal, gab es denn nur blaue Wölkchen als Motiv?”

“Wieso, was stimmt denn damit nicht?”
“Naja, gab es nicht auch was, sagen wir mal, etwas…”

“Sorry, aber es gab kein Papier mit nackten Weibern drauf!”
“Schade…”

“Pff! Nie freust du dich über was, was ich mache!”
“Ja, doch, ich finde neue Ideen immer gut, aber…”

“Dann nimm doch deine doofen alten langweiligen Tüten!”

[Die Liebste schließt demonstrativ die von ihr eben geöffnete Schublade und macht die andere wieder auf, in der sich meine klassischen Tüten befinden. Dann tritt sie einen Schritt zur Seite und stellt sich mit verschränkten Armen daneben.]

“Bitte sehr!”
“Schatz, so meinte ich das doch gar nicht, ich wollte doch nur…”

“Du nimmst die Tüten, ich mein schönes Papier. Kein Problem!”
“Na schön…”

[Etwas zögernd und unsicher krame ich in der Schublade herum und finde schließlich meine liebgewonnenen Butterbrotstüten, allerdings sind nur noch zwei vorhanden und eine davon ist eingerissen...]

“Was ist? Stimmt was nicht?”
“Ähm… Hier ist nur noch eine Tüte und ich habe drei Brote, und…”

“Passen da wohl nicht alle rein, was?”
“Ähm, wahrscheinlich nicht, das ist ja blöd jetzt…”

“Möchtest du vielleicht doch etwas von meinem Papier haben?”
“Also… Hatten wir nicht auch noch so eine Dose?”

“Die ist im Kabuff oben im Regal, musst du mal nachsehen.”

[Mist... Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die ganze Sache doch noch kippen könnte; aber jetzt kann ich unmöglich auf ihr Wölkchen-Papier zurückgreifen, sonst darf ich mir das ab jetzt jahrelang anhören und kann nie wieder etwas anderes kaufen...
Also gehe ich in unseren Wirtschaftsraum nebenan und brauche eine halbe Ewigkeit, um die tausend dort gelagerten Sachen zu durchsuchen. Ohne Erfolg, ohne Butterbrotsdose.]

“Und? Hast du sie?”
“Ähm, nein, die ist da nicht…”

“Macht nichts, ich habe bereits eine Lösung für dich erarbeitet.”
“So? Tatsächlich? Und die wäre?”

[Während ich diese Frage stelle, fällt mir auf, dass auf dem Teller mit den Broten nur noch ein paar Krümel liegen...
Und dass sich im Mundwinkel der Liebsten ebenfalls solche Krümel befinden... Sie wird doch wohl nicht, sie hat doch nicht wirklich...]

“Ich helfe doch immer gern, wenn ich kann!”

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Es fehlt etwas…

21. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Als ich am Abend nach Hause komme, riecht es nach lecker Essen in der Wohnung; die Liebste scheint etwas gekocht zu haben!
Das ist gut, denn ich habe einen Mordshunger und wenn da jetzt noch ein hübsch gedeckter Tisch im Esszimmer ist…
Großartig!

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, boah, hier riecht das aber lecker!”

“Ich wollte was kochen…”
“Wieso wollte??”

“Hat nicht geklappt.”
“Aber es riecht doch hier nach Essen??”

“Ja, aber das ist nichts geworden.”
“Ähm, heißt das, es gibt nichts??”

“Du kannst was haben, aber schmecken wird das nicht!”
“Was hast du denn gekocht?”

“Lasagne.”
“Ist doch super!?”

“Nein.”
“Warum?? Was ist denn damit? Verbrannt??”

“Nein, es fehlt leider was.”
“Aha, und was?”

“Die Lasagneplatten.”
“Aha… Naja, das ist, ähm…”

“Daher habe ich Makkaroni genommen.”
“Ist doch aber auch gut!?”

“Ja, aber ich hatte auch kein Hackfleisch.”
“Ach so?”

“Daher habe ich das Fleisch durch Scampis ersetzt.”
“Makkaroni mit Scampis?? Lecker!”

“Aber ich wollte doch unbedingt Lasagne mit Tomatensoße!”
“Ich habe noch nie Scampis mit Tomatensoße gegessen, aber…”

“…Tomatensoße hatten wir noch in der Miracoli-Packung.”
“Ähm… Von den Spaghetti das Zeug??”

“Ja.”
“Und??”

“Ich hatte dann das Gefühl, dass das komisch schmeckt.”
“Nunja, also das kann ich mir vorstellen…”

“Vielleicht hätte ich die Paprika nicht mit rein machen sollen…”
“Paprika??”

“Die musste mal langsam weg.”
“Aha…”

“Verstehst du jetzt, was ich meine?”
“Also ich darf mal zusammenfassen, ja?”

“Wenn du meinst…”
“Du hast Makkaroni mit Scampis und Spaghetti-Soße mit Paprika…”

“Ja, und dann überbacken. Macht man ja so mit Lasagne.”
“Ähm, immerhin hattest du demnach Käse?”

“Nee, nicht so richtig.”
“Nicht so richtig?? Aber womit hast du denn dann…”

“Mit dem Käse-Dip von den Tortilla-Chips.”
“Liebste, also, ähm…”

“Ja genau, und so schmeckt das jetzt auch!”
“Naja, ich meine, kreativ kochen ist ja nicht schlecht, aber…”

“Das kann ja auch gar nicht schmecken.”
“Naja, also einen Versuch würde ich vielleicht wagen…”

“Das bringt nichts, das schmeckt überhaupt nicht nach Lasagne.”
“Also mit Scampis, Paprika und Käse-Dip kann das ja auch nicht…”

“Deswegen doch nicht!”
“Weswegen denn??”

“Ich hab die Bechamel-Soße vergessen!”

Kopfschüttel…

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Das Übliche

1. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen in einem kleinen italienischen Restaurant in Bremen und studieren die Speisekarte.
Während ich mich vor einer gefühlten Stunde bereits für ein Pizza entschieden habe, rätselt die Liebste immer noch vor sich hin…

“Ich weiß echt nicht, was ich nehmen soll…”
“Süße, wir werden verhungern, wenn du so weiter machst!”

“Jetzt drängel mich nicht, wir haben doch Zeit, oder?”
“Aber der Kellner war schon dreimal da und…”

“Was nimmst du nochmal??”
“Pizza, immer noch…”

“Ach ja. Nee, Pizza will ich nicht.”
“Dann nimm Nudeln mit Lachs, das magst du doch?”

“Ich kann doch nicht schon wieder Nudeln nehmen!?”
“Warum nicht??”

“Weil ich das immer nehme.”
“Eben!”

“Heute möchte ich aber mal was anderes!”
“Und was??”

“Ich weiß nicht, hört sich alles lecker an…”
“Also wenn der Kellner wieder kommt, bestelle ich!”

“Für mich auch?”
“Wohl kaum!”

“Ich glaube, ich hätte Lust auf eine Curry-Suppe.”
“Was?”

“Curry-Suppe. Da ist Curry drin.”
“Oh, tatsächlich?? Vielen Dank, das wusste ich gar nicht!!”

“Aber hier gibt es ja leider keine Curry-Suppe…”
“Das ist ja auch ein italienisches Restaurant, kein indisches!”

“Ich weiß, aber das fängt beides mit ´i´ an! Lustig, oder??”
“Ich werde gleich wahnsinnig fängt auch mit ´i´ an!!”

“Wo du Recht hast, hast du Recht.”
“Liebste, SUCH – DIR – JETZT – WAS – AUS! BITTE!”

“Hmm…”
“Wie wäre es denn mit Spaghetti Aglio?”

“Mit Knoblauch??”
“Knoblauch, ja…”

“Naja, das könnte ich nehmen!”
“Prima, gut; also bestelle ich das für dich, OK?”

“Und für dich auch.”
“Nee. Ich will Pizza. Habe ich ja erst 10-mal erwähnt…”

“Aber alleine esse ich kein Knoblauch!”
“Was??”

“Nur, wenn du auch Knoblauch isst!”
“Schatz, du kannst gerne Knoblauch essen, kein Problem!”

“Aber dann kann ich dich ja nicht mehr küssen!?”
“Ich kann mir ja dabei die Nase zuhalten.”

“Du bist so doof!”
“Nimmst du jetzt die Spaghetti Aglio oder nicht??”

“Nein!”
“Himmel!”

[Der Kellner kehrt mit gezücktem Schreibblock zurück an unseren Tisch und ich sehe seinem Gesicht an, dass er nicht noch einmal kommen wird, wenn wir jetzt nicht bestellen... Ich werfe der Liebsten einen prüfenden Blick zu und stelle fest: da tut sich was...]

“Psst! Schatz! Ich weiß jetzt!”
“OK, und was?”

“Ich nehme das Übliche.”
“Das Übliche??”

“Ja.”
“Was ist denn das Übliche, bitte??”

“Du weißt nicht, was das Übliche ist??”
“Nudeln mit Lachs vielleicht??”

“Genau!”
“OK, das ist Nummer… 37, Tagliatelle al Salmone.”

[Ich bin erleichtert; aber nicht nur ich, auch dem Kellner scheint ein Stein vom Herzen gefallen zu sein. Wahrscheinlich hatte er insgeheim schon überlegt, was er sagt, sofern wir wieder nichts bestellt hätten...
Aber es scheint wohl alles noch einmal gut gegangen zu sein!]

“Hallo? Bestellst du jetzt??”
“Ähm, ja. Also für die Dame die 37 und für mich die 22.”

[Der Kellner bedankt sich, zuckt dann aber mit den Schultern und sagt: "Mi scusi, Signore, aber Lachs ist leider aus, mi dispiace, es tut mir sehr leid..."]

“Kein Lachs für mich??”
“Warum muss mir das immer passieren, das glaubt wieder keiner…”

“Das ist ja blöd, wo ich mich doch gerade entschieden hatte…”
“Liebste, vielleicht doch die Spaghetti mit Knoblauch?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich möchte eine Curry-Suppe mit Kräuter-Baguette.”
“Schatz, ich breche echt gleich zusammen…”

[Der Kellner nickt und sagt: "Zuppa di Curry, Grazie, Signora; con il pane." Dann verschwindet er um die Ecke...]

“Siehst du!”
“Aber… Es gibt doch hier gar keine Curry-Suppe??”

“Offensichtlich doch.”
“Aber…”

“Das nächste Mal übernehme ich die Bestellung.”
“Ähm…”

“…dann dauert das nicht so lange, wie bei dir!”

Kopfschüttel…

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Schmeckt´s?

27. Oktober 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Esstisch im Wohnzimmer und beginnen, das Abendessen zu verspeisen, das die Liebste soeben gezaubert hat.
Putengeschnetzeltes mit Soße, Pilzen und Kartoffeln: das hat sie wirklich sehr lecker hingekriegt!

“Na? Schmeckt´s dir denn?”
“Sehr gut, Süße, sehr lecker!”

“Naja…”
“Naja?? Hey, das ist super!”

“Ich weiß nicht, also ich finde das nicht so dolle…”
“Tatsächlich? Also mir schmeckt´s.”

“Du kannst es ruhig sagen, wenn es dir nicht schmeckt!”
“Aber es schmeckt mir doch!?”

“Das glaube ich nicht.”
“Liebste, das ist SEHR lecker. Hast du gut gemacht.”

“Du hast ja auch nur ganz wenig genommen.”
“Wir haben doch auch gerade erst angefangen??”

“Normalerweise machst du dir den Teller immer voll!”
“Erstens stimmt das gar nicht und zweitens…”

“…zweitens finde ich das doof, dass du es nicht sagst!”
“Was sagen??”

“Dass es dir nicht schmeckt!”
“Es schmeckt mir aber! Entschuldigung, dass es mir schmeckt!!”

“Ehrlich?”
“Ja…”

“Holst du dir denn noch was?”
“Ja, ich hole mir noch was. Gleich zumindest.”

[Eine Viertelstunde später habe ich den dritten Teller leer geputzt.
Ich weiß gar nicht, was die Liebste hat, ich könnte mich da REINLEGEN!
Jetzt reicht es aber auch, ich zerdrücke das letzte Stück Kartoffel in der Soße und dann ist Schluss...]

“Du hast ja alles aufgegessen!?”
“Ja… Jetzt bin ich auch echt voll…”

“Und das, obwohl es dir nicht geschmeckt hat!”
“Schatz! Hör jetzt auf, ICH war wirklich sehr zufrieden!”

“Das sagst du ja bloß, damit ich nicht beleidigt bin.”
“Nein, ich sage es, weil es sehr lecker war, DARUM!”

“Also mein Fall war das echt nicht.”
“Das tut mir natürlich leid, aber mir hat es geschmeckt.”

“Das kann ich gar nicht glauben!”
“Hallo?? Ich habe alles aufgegessen, was willst du denn noch??”

“Das ist ja klar, dass du alles aufgegessen hast.”
“So?? Was soll das denn jetzt heißen??”

“Das hast du nur gemacht, um davon abzulenken, dass es dir nicht geschmeckt hat!”

Kopfschüttel…

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Tauschgeschäft

3. August 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sind am Samstagabend bei Freunden auf eine große Geburtstags-Grillparty eingeladen.
Das Fest findet teils draußen, teils drinnen statt und wir finden noch zwei Plätze an einem Partytisch, nachdem wir uns am großen Buffet zwei Teller mit Leckereien zusammengestellt haben.

“Lass es dir schmecken Schatz!”
“Du auch, Süße. Guten Appetit!”

[Meine Liebste schiebt sich eine Gabel voller Salat in den Mund, kaut zwei-, dreimal, wird dann deutlich langsamer und schaut mich mit großen und leicht entsetzt dreinblickenden Augen fragend an.]

“Schatz…”
“Was ist??”

“Das mag ich nicht…”
“Was ist denn das überhaupt, was du da kaust?”

“Das scheint wohl Kuskus-Salat zu sein…”
“Ja und??”

“Kuskus mit Kümmel oder so… Das mag ich nicht…”
“Aha. Kuskus mit Kümmel?? Dann tu ihn weg.”

“Wegtun? Wohin denn?”
“Geh in die Küche und schmeiß ihn in den Mülleimer.”

“Auf keinen Fall, in der Küche sitzen tausend Leute!”
“Na und??”

“Das mache ich nicht, wie sieht denn das aus!?”
“Na schön, dann wirf den Salat da hinten ins Gebüsch.”

“Schatz!”
“Was denn?? Wenn du das alles nicht willst, dann iss ihn!”

“Kannst du den nicht weiteressen?”
“Ich??”

“Was hast du denn da überhaupt auf deinem Teller?”
“Nudelsalat.”

“Und wie ist der?”
“Sehr gut.”

“Können wir die Teller tauschen?”
“Och Schatz! Nee!”

“Bitte, bitte, bitte!”
“Dann muss ich das blöde Kuskus-Zeug ja essen!”

“Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Himmel! AUSNAHMSWEISE, also gib her…”

[Wir tauschen unauffällig die Teller und das Unheil geht weiter...]

“Schmeckt besch…, ähm, schmeckt mies, oder??”
“Ja…”

“Danke, dass du das für mich machst, mein Schatz.”
“Ja ja, schön…”

[Nachdem ich das Kümmel-Kuskus hinuntergewürgt habe und mich anschließend frage, warum ich nicht selbst in die Küche zum Mülleimer gegangen bin, ist die Liebste schon wieder in Startposition für die nächste Runde am Buffet.
OK, also schnell das Kuskus vergessen und auf ein Neues!]

“So, jetzt habe ich Bauernsalat, der wird ja wohl schmecken.”
“Ja… Ich habe dann NOCH EINMAL Nudelsalat genommen…”

“Der Nudelsalat ist echt lecker!”
“Ja, dann guten Appetit dieses Mal…”

[Meine Liebste führt die gefüllte Gabel zum Mund, kaut ein paar Bissen und wendet mit hochgezogenen Augenbrauen und Kälbchenaugen ihren Kopf langsam in meine Richtung...]

“Ähm…”
“Liebste, du willst doch wohl nicht sagen, dass…”

“Doch… Das mag ich auch nicht…”
“Aber du magst doch Bauernsalat, oder nicht??”

“Ja, aber nicht diesen hier…”
“Vergiss es.”

“Was soll ich vergessen?”
“Ich nehme NICHT deinen Teller!”

“Aber…”
“NEIN!”

“Aber Schatz, ich…”
“Nee, nix Schatz!”

“Darf ich einen Happen von deinem Nudelsalat haben?”
“Was??”

“Och bitte!”

[Die Liebste schiebt ihre Gabel in den Berg leckeren Nudelsalat auf meinem Teller und bedient sich fleißig. Dabei setzt sie ein Strahlen und Lächeln auf ihr Gesicht, das jede Salzsäule zum Schmelzen bringen könnte...]

“Du kannst auch hier von mir was nehmen?”
“Nee, danke.”

“Och bitte, hier! Nimm doch mal was von dem Bauernsalat.”
“Nein, geh weg damit!”

“Probier doch mal!”

[Die Liebste nimmt ihre Gabel, belädt sie mit ihrem verschmähten Bauernsalat und schiebt sie mir in den Mund. Ich muss zugeben, dass auch ich mir unter einem Bauernsalat etwas anderes vorgestellt hatte...]

“Schmeckt nicht, oder?”
“Ähm, da stimme ich dir größtenteils zu, ja…”

“Der Nudelsalat ist aber echt spitze!”
“Deswegen habe ich ihn auf MEINEM Teller…”

“Darf ich noch mal eben schnell, nur ein bisschen?”

[Es lohnt nicht, den gesamten weiteren Verlauf aufzuschreiben; denn jeder weiß, wie es nun weitergeht. Während die Liebste meinen Teller leer futtert (ohne diese zu tauschen), muss ich nach und nach den Bauernsalat auslöffeln. Das geht dann so über Kreuz; was man manchmal für einen Blödsinn macht...
Allerdings habe wohl nur ich dieses Gefühl, die Liebste hingegen findet das anscheinend ganz normal.]

“So, jetzt haben wir die Teller wieder leer.”
“Endlich…”

“Danke mein Schatz, dass du den Bauernsalat gegessen hast.”
“Gern geschehen trifft es jetzt nicht so ganz…”

“Willst du noch was?”
“Vielleicht.”

“Vielleicht?? Wovon hängt das ab?”
“Ob ich dann auch essen darf, was ich auf dem Teller habe!!”

“Darfst du doch?”
“Da bin ich mir nicht mehr so sicher…”

“Weißt du was? Ich tue dir jetzt als Dankeschön einen Gefallen!”
“Aha, und was schwebt dir da so vor?”

“Ich bin satt, aber ich hole dir jetzt gerne noch einen Teller.”
“Hm…”

“Mit allem drauf, was du haben willst!”
“Und du bist wirklich satt?”

“Ja.”
“Dann könnte ich das tatsächlich wagen…”

“Was möchtest du denn haben?”
“Nudelsalat.”

“Nudelsalat??”
“Nudelsalat.”

“Aber den hattest du doch jetzt schon zweimal!?”

Kopfschüttel…

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