Backe Backe Kuchen

In der heutigen Zeit ist immer alles stressig und hektisch. Da muss man sich schon zwingen mal etwas Ruhe in den “Alltag” zu bekommen, um mal selbst etwas zu kochen oder zu backen. Besonders beim backen macht man dies meist nur für andere und nur zu besonderen Anlässen, aber ich möchte doch auch mal etwas leckeres essen. Und dieses mal, haben wir eine verdrehte Welt ;)

„Mhhh wie das duftet ! Schatz was machst du ?“

„Ich backe ! Siehst du doch .. bzw. selbst erkannt -> riechst du doch!“
„Ja riecht lecker, was wirds denn ?“

„Ein Obstkuchen, ich probier mal ein Rezept aus dem Internet“
„Ui toll, dann können wir ja nachher lecker Kuchen essen. Da freu ich mich!“

„Der ist aber nicht für uns!“
„Wie nicht für uns?“

„Na nicht für dich..“
„Sondern? Da bäckst du einmal Kuchen und dann darf ich nicht … ? Für wen ist der denn?“

„Genau du darfst nicht. Den backe ich für die Arbeit. Da bringt jeder immer mal Kuchen mit.“
„Aha und ich darf da nichtmal 1 Stück von haben?“

„Korrekt. Wenn was über bleibt, bring ich dir etwas mit“
„Und wieso nicht vorher?“

„Dann sieht er schon so kaputt aus und alle denken ich bringe alten Kuchen mit“
„Nicht dein ernst !“

„Doch“
„Echt nicht !“

„Echt doch!“
„Ach komm schon .. “

„Nein! Aber wenn du dich die nächste Woche gut führst, dann back ich dir einen“
„.. ich führe mich immer gut!“

[Nächsten Tag via Skype]

„ACH! Schatz .. der Kuchen kam super an! Alles alle.“
„SCHÖN ! “

„Nu sei nicht so!“
„Wie so .. ich hätte nunmal auch gern etwas gegessen“

„Ja ich weiß, dafür back ich dir einen. Schon was überlegt?“
„Echt? Und ich muss nichtmehr lieb sein?“

„.. ich dachte du bist immer lieb ..“
„Ja bin ich auch! Jedenfalls .. ich hätte gern was fruchtiges, mit Schokolade, aber nicht zu mächtig. Kein Creme oder sowas“

„Einen Gugelhupf?“
„Nein keine Banane“

[5 Minuten Pause]

„Hier schaumal .. hab im Internet gesucht“
„Ja der sieht gut aus, aber ich hätte die Schokolade gern als Überzug und keine Kirschen, du weist ich mag keine Kirschen“

„Schau mal hier, was sommerlich frisches mit Limetten“
„Limetten auf Kuchen ? Boah ne !“

„Mensch Christoph .. was dann?“
„Na einen mit Schokolade überzogen, dann einem selbstgemachten Boden und vielleicht ne Frucht drin oder drauf.“

„Schatz .. ich mag dich wirklich aber .. ich brauch da mehr Infos!“
„Na Ananas z.b. ”

„Das hatte ich doch schon auf meinem letzten Kuchen, mit Schokolade und dem neuen Kuchen Rezept“
„Ja der klingt super! Den will ich glaube ich auch“

„.. Kopfschüttel .. “

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Kaffee am Morgen

Heute beim Frühstück war der Kaffee irgendwie… anders. Ich mecker ja ungern, wenn mir meine Liebste extra Kaffee macht, aber er hat einfach BÄÄHH geschmeckt. Sie reichte ihn mit mit den Worten:

„Hier Schatz, Kaffee ist fertig.“
„Mmh, danke!“

„Was schaust du so?“
„Der sieht anders aus.“

„Anders als was?“
„Na anders als er sonst ist.“

„Ich hab ihn so wie immer gemacht.“
„Aber trotzdem sieht er anders aus.“

„Ist ja egal. Hauptsache, er schmeckt. Neulich hab ich im Radio gehört, dass man in Bayern sagt ‚Schmecke muaß ‘s. ‘S muaß schmecke.‘ Gut, oder?“
„Bitte? Was soll das denn heißen?“

„Na sowas wie: Hauptsache es schmeckt.“
„Ich sag ja nicht, dass der Kaffee nicht schmeckt, er sieht halt nur komisch aus… so wässrig. Und was für seltsame Sender hörst du da eigentlich?“

„Ach, da hab ich einen anderen Sender gesucht und dann kam da irgendwo grad so ein Quatsch. Und dass dein Kaffee anders aussieht, finde ich nicht. Vielleicht liegt’s daran, dass noch keine Milch drin ist. Hier ist sie, probier ihn dann mal.“
(Ich probiere einen kleinen Schluck)„Uäähhh, der ist ja eklig. Als ob er zum zehnten Mal aufgebrüht worden wäre!“

„Hmm… ich hab dieselbe Sort wie immer genommen. Ich bin mir keiner Schuld bewusst!“
„Brrr… den kann man grade wegschütten. Widerlich!“

„Das tut mir leid, Schatz. Soll ich dir einen neuen kochen?“
„Nein, lass mal. Da wird mir die Zeit zu knapp, bin eh schon ein bisschen spät dran.“

„Lass mich auch mal probieren.“
„Hier,bitte.“

„Bäh, der ist wirklich schlecht!“
„Sag ich doch.“

„Das würde mich jetzt aber schon interessieren, an was das liegt. Ich mach doch nochmal einen.“
„Ich hab aber keine Zeit mehr, ich muss los!“

„Ja, es geht ja nur darum, dass ich rausfinde, an was das liegt.“
„Und was machst du dann mit dem Kaffee? Steigst du jetzt extra deswegen von Tee auf Kaffee um?“

„Nein, ich kann ihn ja kalt werden lassen und heute nachmittag Eiskaffee draus machen.“
„Ja, das wär eine Idee.“

„Also, dann wollen wir mal sehen… Oha.“
„Was ist?“

„Also… es ist wohl ein technisches Problem. Sozusagen.“
„Kann nicht sein. Wenn Kaffee durchläuft, funktioniert die Maschine.“

„Also ein technisches Problem im weiteren Sinne. Der Kaffeefilter ist umgeknickt gewesen und das Wasser ist dran vorbeigelaufen.“
„Aha. Klassischer Bedienfehler.“

„Wie meinst du denn das?“
„Na ja, du hättest den Filter sorgfältiger reinsetzen müssen.“

„Und was heißt da ‚klassischer Bedienfehler‘? Was soll daran ‚klassisch‘ sein? Frau und Maschine, oder? Sowas passiert auch Männern.“
„Das kann ich mir nicht vorstellen. An der großen Kaffeemaschine bei uns im Büro passiert das ganz selten, und wenn, dann hatte eine Kollegin ihre Finger dran.“

„So ein Quatsch. Es ist doch keine besondere Herausforderung, so einen Filter richtig einzusetzen, egal ob für Mann oder Frau.“
„Na ja, anscheinend schon…“

„Ich kann dir sagen, warum das überwiegend bei Frauen passiert: Bestimmt sind sie es, die in eurer Firma dauernd Kaffee kochen! Wenn die Männer keinen Kaffee kochen, kann ja bei denen auch kein Filter umknicken.“
„Soll ich mir meinen Kaffee morgens in Zukunft immer selbst kochen?“

„Nein, ich mach das gerne für dich. Bei so einer Maschine mit Kaffeepads passiert das allerdings nicht…“

Kopfschüttel…

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Fleur de Sel

Manchmal übernehme ich die Wochenendeinkäufe und die Liebste schreibt mir dann, ganz altmodisch, einen Einkaufszettel – so auch dieses Wochenende:

„Schau, hier ist der Zettel, das bräuchte ich alles. Ach, schreib noch Geschirrspültabs auf, die sind auch bald leer.“
„Okay, bring ich mit.“

„Und Getränke auch.“
„Ja, hab schon das Leergut eingepackt. Aber Schatz, was willst du denn mit Zucchiniblüten?“

„Füllen und backen.“
„Wie? Füllen und backen? Hab ich ja noch nie gesehen. Und was ist denn ‚Fleur de Sel‘? Blumen oder was?“

„Nee, brauche ich alles fürs morgige Mittagessen.“
„Wo gibt’s denn sowas? Wie sieht das denn überhaupt aus?“

„Naja, im Supermarkt wird’s das geben. Schau halt, steht bestimmt ein Schild dran.“
„Wo soll ich denn suchen? Beim Gemüse, bei der Milch, bei den Fertigsachen?“

„Weiß ich nicht. Aber ich brauch es, steht so im Rezept.“
„Wo hast du denn das Rezept her?“

„Na, aus so einem Heft. Ich dachte, ich probier mal was Neues aus, ich kann dir natürlich auch immerzu das Gleiche kochen.“
„Na, jetzt sei nicht beleidigt, ich freu mich ja, wenn du was Leckeres kochst. Nur: Wie und wo soll ich die Zutaten einkaufen, wenn ich nicht weiß, was es ist, wie es aussieht und wo es in etwa im Supermarkt steht?“

„Naja, Zucchiniblüten sind sicher beim Gemüse. Oder du fragst mal. Oder du gehst gleich auf dem Markt vorbei, die sehen so gelb und länglich aus.“
„Hhmmm. Ja, ich schau mal. Aber wozu braucht man ‚Fleur de Sel‘?“

„Zum Würzen. Steht da im Rezept.“
„Was ist das denn?“

„Ich glaube, so ein spezielles Salz.“
„Ach, dann nimm doch normales Salz. Ich kauf doch nicht für ein einziges Rezept so ein Spezialzeugs.“

„Naja, dann wird’s aber nicht so gut, weil im Rezept steht ‚Fleur de Sel‘.“
„Ach, wir sind ja auch keine Gourmets, das ist doch egal.“

„Also ist dir egal, wie ich koche, du isst alles, oder wie?“
„Nein, so war das doch nicht gemeint, nur werde ich den Unterschied zwischen verschiedenen Salzarten nicht bemerken.“

„Dann nehm ich eben normales Salz und streiche das vom Einkaufszettel.“
„Also: Zucchiniblüten, Vanilleschoten, Fleur de Sel… Zeig mal das Rezept her.“

„Hier, das gibt’s morgen Mittag und das hier probier ich als Nachtisch aus. Sieht superlecker aus.“
„Stimmt. Aber Schatz, bei deinem Nachtisch steht: Die Zuckerkruste mit einem Bunsenbrenner karamellisieren.“

„Ja, und?“
„Wir haben keinen Bunsenbrenner.“

„Na, dann nehm ich halt ein Feuerzeug.“
„Das wird nichts. Du verbrennst dir die Finger, wenn du das Feuerzeug so kippst, dass du den Zucker karamellisieren kannst.“

„Dann stell ich das ganze Zeug halt kurz in den Herd.“
„Dann wird’s nicht richtig braun und karamellig.“

„Na, dann bringst du halt noch einen Bunsenbrenner mit, gehst doch jetzt eh einkaufen.“

Kopfschüttel…

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Abwarten und…

Ich trinke so ziemlich alles, was mir in die Quere kommt, manche Sachen natürlich lieber als andere. Tee trinke ich zum Beispiel nur, wenn’s nötig ist oder wenn’s nichts anderes gibt. Ich war deswegen etwas erstaunt, als die Liebste vom Shopping heimkam und mir stolz ein Tütchen Tee präsentierte:

„Schau mal, hab ich dir mitgebracht.“
„Äh, Tee. Danke.“

„Nicht irgendein Tee: Glückstee.“
„Glückstee.“

„Ja, hier steht: Glück braucht man immer. Diese ausgewogene Kräuterteemischung versorgt uns mit einem kleinen Stück vom Glück und macht uns darauf aufmerksam, dass manche Kleinigkeiten nicht selbstverständlich sind. Der Glückstee ist eine kraftvolle Mischung, ein beliebter Frühstückstee und ein köstliches Geschenk für mehr oder weniger Glückliche.“
„Aber Schatz, ich trink doch morgens immer Kaffee. Ich trink doch gar keinen Tee.“

„Ja, aber du bist doch in letzter Zeit immer so gestresst. Öfter mal eine Tasse Tee würde dir sicher gut tun.“
„Öfter mal ein Bier auch.“

„Quatsch. Den Tee kannst du ja auch auf Arbeit trinken, und das wäre mit Bier ja ganz schlecht.“
„Ja, aber ich trink auf Arbeit schon Kaffee und Wasser. Und Mittags manchmal Saftschorle.“

„Ja, aber Tee hast du doch auch schon getrunken.“
„Klar: Erkältungstee oder Kamillentee bei verdorbenem Magen.“

„Aber wir haben doch so viele tolle Tees hier!“
„Ja Schatz, aber ich mach mir nicht soviel aus Tee.“

„Aber guck mal: Glückstee, Entspannungstee, Faulenzertee von Janosch, Alles Liebe-Tee und Adventstee. Hier ist noch Harmonietee und Rooibos-Orange und normaler Pfefferminz-, Hagebutte-, Kamille- und Schwarztee. Da wird doch einer für dich dabei sein!“
„So viele Sorten! Wo kommen die denn alle her?“

„Na, die sind schon ewig hier im Teeschubfach und in den beiden Dosen.“
„Ja, aber wo kommen sie her?“

„Na, den Adventstee hat Susi mir mal geschenkt, den Harmonietee hab ich damals im Urlaub gekauft und den Entspannungstee hab ich… Ich weiß nicht mehr woher.“
„Aber trinkst du den denn auch?“

„Ja, manchmal.“
„Aber dann trink die Tees doch mal leer, bevor du neuen kaufst!“

„Naja, für Adventstee ist ja jetzt echt nicht die richtige Zeit!“
„Stimmt, aber die anderen Tees kannst du ruhig trinken.“

„Der Rooibostee schmeckt mir nicht.“
„Wieso wirfst du ihn dann nicht weg?“

„Der ist ja schon noch gut, nur mir schmeckt er halt nicht, vielleicht magst du ihn? Soll ich dir schnell eine Tasse machen?“
„Nee, ich mag den auch nicht. Aber warum kaufst du ständig neuen Tee, wenn das ganze Fach voll ist?“

„Naja, voll ist das Fach ja nun nicht. Und es sind ja immer andere Tees.“
„Ja, aber Tee bleibt Tee.“

„Quatsch. Glückstee ist was ganz anderes als Faulenzertee oder Alles Liebe-Tee.“
„Aber dann sortier halt mal durch, was du trinkst, hebst du auf und die anderen Sorten sortierst du aus.“

„Ja, das mach ich. Die kannst du dann auf Arbeit trinken!“

Kopfschüttel…

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