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Ich habe mir etwas überlegt

11. Juli 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich habe mir etwas überlegt (photocase.de © Tommy R.)Meine Liebste und ich erholen uns von den zurückliegenden anstrengenden Tagen.
Dabei liegen wir locker auf unseren Sofas im Wohnzimmer und hören entstpannt ein wenig Musik. Einfach nur die Seele baumeln lassen… Herrlich!

“Du Schatz?”
“Ja Süße?”

“Ich habe mir etwas überlegt.”
“Aha…”

“Weil ich doch Geburtstag hatte und da dachte ich…”
“…dass du dein ganzes Leben ändern willst.”

“Eigentlich nicht, naja vielleicht doch…”
“Und was? Was hast du dir nun überlegt?”

“Naja, also: ich will ab jetzt nicht mehr so spießig sein.”
“Wie bitte?? Wer sagt denn, dass du spießig bist??”

“Na du hast das gesagt!”
“Ich?? Naja, dann wird es wohl seinen Grund gehabt haben…”

“Du hast gesagt, dass wir spießig sind.”
“Und in was für einem Zusammenhang?”

“Das habe ich vergessen.”
“Na toll! Aber dass wir spießig sind, das hast du dir gemerkt!”

“Natürlich! Wir seien Spießer, hast du gesagt.”
“Also so habe ich das bestimmt nicht…”

“Doch!”
“Na schön, dann sind wir eben Spießer. Na und?”

“Und ich will nun eben nicht mehr.”
“Aha. Und was heißt das dann jetzt?”

“Ja, das ist eben das Problem…”
“Hä?”

“Ich weiß gar nicht so richtig, was spießig denn eigentlich ist!”
“Aber Schatz, was… Egal. Möchtest du eine Demonstration?”

“Von was?”
“Was spießig sein bedeutet.”

“Geht denn das?”
“Natürlich! Soll ich mal vorführen?”

“Da bin ich jetzt aber gespannt…”
“Also…”

“Was machst du denn da?”
“Ich lege meine Füße auf den Wohnzimmertisch. Was sonst.”

“Den habe ich gestern gerade sauber gemacht!”
“Na und? Das stört mich nicht.”

“Nimm die Füße runter! So was macht man nicht!”
“Siehst du, und genau DAS ist spießig!”

[Meine Liebste schaut mich verdutzt und skeptisch an. Es scheint so, als hätten sich die 20 kleinen Zahnräder der Rechenmaschine in ihrem Kopf in Bewegung gesetzt, um aus den eingegebenen Werten ein Ergebnis zu berechnen, das nicht vorhergesagt werden kann.
Nach einer Weile ist die Maschine fertig.]

“Ich verstehe.”
“Ähm… Wirklich??”

“Ja. Du hast recht. Das ist spießig.”
“Ich hätte gar nicht gedacht, dass du…”

“Ist mir tatsächlich vorher noch nie so aufgefallen.”
“Soll das heißen, dass du EINMAL auf mich hörst?”

“Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.”
“Na vielen Dank! Sehr nett!”

“So, und jetzt nimm die Füße vom Tisch.”
“Was?? Jetzt bist du ja schon wieder spießig!”

“Wieso ich!”
“Wieso du?? Natürlich du!”

“Ich bin doch nicht spießig!”
“Aber du hast doch eben selber zugegeben…”

“Ich habe gar nichts zugegeben!”
“Du wolltest doch aber nicht mehr spießig sein, oder?”

“Richtig.”
“Und warum fängst du dann jetzt schon wieder damit an?”

“Womit denn?”
“Sag mal! Träume ich gerade, oder was??”"

“Ich habe doch gar nichts gemacht?”
“Du hast gesagt, ich soll meine Füße vom Tisch nehmen.”

“Richtig, und?”
“Und das ist spießig!”

“Ja, ich weiß, aber worüber streiten wir denn dann?”
“Aber, du… Moment, langsam… Du Schatz?”

“Ja?”
“Haben heute vormittag Kurt Felix und Paola hier gklingelt?”

“Kurt Felix? Woher kenne ich den noch…”
“DIE HABEN HIER BESTIMMT EINE VERSTECKTE KAMERA AUFGEBAUT!”

“Hier bei uns??”
“JA BEI… Ach, vergiss es…”

“Nimm jetzt die Füße vom Tisch!”
“Nein!”

“Doch!”
“Niemals!”

“Spießer!”
“Wer! ICH??”

“Ja du!”
“Warum denn ich!?”

“Weil Füße auf den Tisch legen spießig ist! Das wolltest du mir doch damit zeigen!”

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Liebste hat Geburtstag!

8. Juli 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die Liebste hat heute ihren 30. Geburtstag!Geburtstag!” />

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Wer? Ich?

25. Juni 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Wer? Ich? (photocase.de © crashed)Meine Liebste und ich sitzen plaudernd an unserem Wohnzimmertisch. Die neuesten Themen sind die Anwohnerparkausweise für unsere Straße sowie das merkwürdige Wetter im Allgemeinen.
Über das verrückte Wetter lässt es sich natürlich immer gut tratschen.

“Für Juni ist es schon sehr regnerisch, finde ich.”
“Ja, Süße. Ist mehr wie im April.”

“Vor vier Tagen war der längste Tag des Jahres.”
“Du meinst die Sommersonnenwende.”

“Ja. Die war… letzten Donnerstag.”
“Apropos Juni… Du bist schon im Juli.”

“Wer? Ich? Warum?”
“Weil du den Kalender im Arbeitszimmer schon auf Juli geblättert hast.”

“Ich habe da nichts umgeblättert. Welcher Kalender denn??”
“Na der Kalender links neben den Schreibtischen.”

“Da hängt ein Kalender?”
“Schatz! Du sitzt jeden Tag da und weißt nicht, dass da…”

“Ach so! Ja, doch, ich weiß, welchen du meinst.”
“Das beruhigt mich…”

“Und was ist damit?”
“Na der zeigt schon Juli. Das sagte ich bereits.”

“Na und?”
“Was heißt denn na und?? Es ist doch noch gar nicht Juli!”

“Aber das Bild ist so schön.”
“Das Bild? Das Kalenderbild?”

“Ja. Findest du nicht?”
“Ähm…”

“Stört dich das?”
“Ja aber Schatz… Es ist doch erst Juni und…”

“Ist das schlimm?”
“Also, ähm… Ja, was soll ich da jetzt sagen…”

“November ist auch richtig cool, finde ich!”
“Wenn wir November hätten, dann ja…”

“Ich kann auch gleich auf November umblättern, soll ich?”
“Nein!”

“Warum regst du dich denn so auf?”
“Weil… Du Schatz?”

“Ja?”
“Kennst du das Edgar-Kostüm aus dem Film Men in Black?”

“Nö, wieso?”
“Da schlüpft eine außerirdische Schabe in ein Menschenkostüm…”

“Haben wir Men in Black schon zusammen geguckt?”
“DARUM GEHT ES DOCH JETZT GAR NICHT!”

“Ich kann mir Filme immer so schlecht merken…”
“Ich weiß, aber… Halt! Also noch einmal. Wir haben Juni.”

“Ja.”
“Und du blätterst auf Juli, weil das Bild da so schön ist.”

“Richtig.”
“Und November wäre auch OK? Auch im Juni?”

“Ist doch egal, welcher Monat ist?”
“Ist es nicht! Wozu soll denn dann ein Kalender dienen??”

“Aber den Kalender benutzen wir doch nie.”
“Es geht ja so auch gar nicht!”

“Du hast mir den geschenkt, weißt du noch?”
“Ja… Robbie Williams. Da muss ich einen Blackout gehabt haben…”

“Der ist total verrückt, finde ich.”
“Schön, aber da stehst du ihm in nichts nach, glaube mir…”

“Also ich blättere gleich mal auf November um.”
“Nein! Sag mal, was soll denn das!?”

“Das ist meiner!”
“Ja schon, aber ein Kalender ist ein Kalender!”

“Ich will aber jetzt November!”
“Das ist so ziemlich das Verrückteste, was du in letzter Zeit…”

“Ah, ich glaube, ich verstehe dich jetzt…”
“Na Gott sei Dank, ich dachte schon, ich träume…”

“Schau mal, es funktioniert so: welcher Tag ist am fünften Juli?”
“Fünfter Juli… Mittwoch.”

“Nein, es ist Donnerstag.”
“Aber auf dem Kalender ist der fünfte…”

“Eben! Du musst nur einen Tag dazu addieren!”
“Aber wieso, das kann doch nicht…?”

“Der Kalender ist noch von letztem Jahr. Verstehste?”

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Donnerstag kommt vor Mittwoch

16. Juni 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Donnerstag kommt vor Mittwoch (photocase.de © Amosnet)Meine Liebste und ich sitzen in unserer Küche und trinken Tee und Kaffee zusammen.
Das machen wir selten, also zumindest in der Küche, aber heute hatten wir Lust darauf und so hocken wir nun also da und plaudern über die Ereignisse der zurückliegenden Woche, die für uns beide voll von viel Arbeit und anspruchsvollen Herausforderungen war.

“Also ich bin froh, dass die Woche endlich rum ist.”
“Ja Süße, das kannst du wohl laut sagen.”

“Wenn ich an den Donnerstag zurückdenke, oh Mann…”
“Bei mir war Mittwoch der stressigste Tag, da war ich…”

“Also Moment mal!”
“Was ist?”

“Ich wollte doch gerade von meinem Donnerstag erzählen?”
“Ja und?”

“Und da fängst du einfach von deinem Mittwoch an!”
“Mittwoch kommt ja auch vor Donnerstag.”

“Ich wollte aber zuerst erzählen!”
“Dann erzähl doch was von Dienstag?”

“Was war denn Dienstag?”
“Weiß ich doch nicht, das sollst du doch sagen?”

“Dienstag war eigentlich nichts, wenn ich so überlege…”
“Warum regst du dich dann so auf?”

“Du bringst mich durcheinander, ich wollte doch Donnerstag…”
“Ach, und den Mittwoch überspringst du so einfach?”

“Was war denn Mittwoch?”
“Mittwoch war ich bei…”

“Nein, nicht du! Ich will jetzt!”
“Du willst was?”

“Ich will erzählen!”
“Na schön, dann reden wir jetzt über deinen Donnerstag.”

“Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich sagen wollte…”
“Ich habe ja gleich gesagt, lass uns zuerst über Mittwoch reden.”

“Vorhin wusste ich es aber noch, du hast mich verwirrt!”
“Wenn du es nicht mehr weißt, dann war es auch nichts Wichtiges.”

“Doch, war es wohl, deshalb wollte ich es dir ja erzählen.”
“Es wird dir schon wieder einfallen, Schatz.”

“Was war das denn noch…”
“Also ich war Mittwoch in Hamburg und…”

“Nee, das will ich jetzt gar nicht wissen!”
“Aber du erzählst doch nichts?”

“Daran bist nur du schuld!”
“Ich? Warum darf ich nicht erzählen, wenn du alles vergisst?”

“Weil ich zuerst dran war. Deine Sachen dauern immer so lange.”
“Ach nee! Das langweilt dich wohl, wenn ich was erzähle??”

“Nein, aber wenn ich selbst was sagen will, dann geht das ja nie.”
“Warum?”

“Du hast gesagt, ich soll dich nicht immer unterbrechen.”
“Ich sagte: du sollst mich ausreden lassen, das ist was anderes!”

“Du lässt mich ja auch nie ausreden!”
“Wohl tue ich das. Bitte sehr, nun erzähl endlich den Donnerstag.”

“Aber ich…”
“…ganz ohne Unterbrechungen von mir.”

“Aber ich weiß es nicht mehr!”
“Wenn du nichts sagst, dann kann ich doch was erzählen, oder?”

“Himmel, das ist doch erst zwei Tage her, was war denn da…”
“Schatz, wir drehen uns im Kreis, glaube ich…”

“Na gut, dann erzähl eben von deinem Mittwoch, was soll´s…”
“Also Mittwoch war ich in Hamburg und da…”

“Ich weiß es wieder, klar, ich weiß es wieder!!”
“Moment, ich habe gerade angefangen…”

“Merke dir doch, was du sagen wolltest, ja?”
“Du hast mich schon wieder unterbrochen!”

“Aber ganz am Anfang, das darf man.”
“Darf man nicht!”

“Lass mich erzählen, ja?”
“Und? Was war nun am Donnerstag?”

“Der Hammer, pass auf: ich gehe unten zu meinem Auto und…”

[Ein nervendes piepsendes Geräusch aus der Ferne - auch polyphone SMS-Benachrichtigung genannt - überlagert die gerade begonnene Geschichte der Liebsten. Daraufhin stoppt sie abrupt ihre Ausführungen, springt auf und rennt zu ihrem Handy ins Wohnzimmer. Ich bleibe derweil verdutzt in der Küche sitzen.
Nach gefühlten 2 Stunden kommt sie zurück und setzt sich wieder.]

“Das war Nicole, du glaubst nicht, was der passiert ist!”
“DAS möchte ich eigentlich lieber nicht wissen…”

“Ich muss dir das aber erzählen, das glaubst du nicht!”
“Wir waren doch aber bei Donnerstag und…”

“Was war denn Donnerstag?”
“Das wolltest du mir doch erzählen, bevor du weggerannt bist!”

“Ach, das kann auch warten.”

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Die schönsten Fotos

23. Mai 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die schönsten Fotos (photocase.de © psychodeer)Meine Liebste sitzt im Wohnzimmer auf dem Parkett, als ich nach Hause komme. Ein recht ungewöhnliches Bild, vor allem, wenn man das große Durcheinander um sie herum beachtet.
Alles steht und liegt voll mit kleinen Kisten, Papier, Umschlägen und: unzähligen Fotos.
Mir ist ein wenig mulmig dabei…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße. Ähm, was machst du denn da?”

“Ich mache ein neues Fotoalbum, sieht man doch, oder?”
“Jetzt, wo du es sagst…”

“Es ist gut, dass du da bist.”
“Wieso?”

“Weil du mir helfen musst.”
“Oh nein, bitte nicht!”

“Doch, weil ich habe ein Problem hier.”
“Und das wäre?”

“Ich habe die schönsten Fotos schon ausgesucht.”
“Schönste Fotos von was?”

“Von dir und mir.”
“Oh nein!”

“Was denn? Da sind so tolle Bilder dabei.”
“Wo hast du die denn alle her?”

“Ein paar hatte ich noch, und einige habe ich vorhin ausgedruckt.”
“Und wo ist jetzt das Problem?”

“Es sind zu viele, die passen nicht alle in das Album.”
“Ja und?”

“Und du musst jetzt sagen, welche raus sollen.”
“Muss das sein?”

“Ja. Schau, dieses hier zum Beispiel, findest du das gut?”
“Was soll das denn? Da sind wir ja gar nicht zu sehen?”

“Nein, aber der Strand ist so schön!”
“Ja aber…”

“Ich würde das drin lassen.”
“Warum fragst du mich denn dann??”

“Hier ist ein anderes, wir beide im Restaurant.”
“Schatz! Da sehe ich ja aus, als hätte ich 4 Nächte nicht geschlafen!”

“Ja, stimmt. Aber da habe ich mein neues Kleid an, siehst du?”
“Schön Schatz. Wenn das so ist…”

“Und dieses hier?”
“Ähm…”

“Was? Was ist?”
“Das ist total verwackelt.”

“Ja, aber findest du das schön?”
“Diese Frage stellt sich doch hier gar nicht, das Bild ist Mist!”

“Ich dachte, du könntest das am Computer scharf machen?”
“Das glaube ich kaum…”

“Ich will das aber haben, da küssen wir uns.”
“Wir küssen uns dauernd, Schatz.”

“Aber nicht so.”
“Na schön, von mir aus…”

“So, weiter. Hier habe ich vier andere Bilder.”
“Die können alle raus.”

“Wieso??”
“Das ist eben meine Meinung, du hast mich doch gefragt!”

“Und was gefällt dir an denen wieder nicht?”
“Auf zwei Bildern bist du mit deiner Schwester, und die anderen…”

“Was hast du gegen meine Schwester??”
“Nichts, aber du wolltest doch ein Album von uns machen, oder?”

“Aber meine Schwester gehört doch auch mit zu uns?”
“Natürlich, aber nicht in dieses Album.”

“Man kann doch mal eine Ausnahme machen!?”
“Aber du wolltest dich doch von ein paar Bildern trennen?”

“Schon! Aber doch nicht die!”
“Wo ist eigentlich das Telefon?”

“Wieso Telefon?”
“Damit ich gleich den Notarzt rufen kann, wenn ich zusammenbreche…”

“Haha. Also ich sage jetzt nichts und du suchst aus, OK?”
“Das schaffst du sowieso nicht.”

“Doch, ich sage keinen Ton, versprochen!”
“Hm.. Also vielleicht mache ich das einfach mal anders herum.”

“Anders herum?”
“Ich nehme den Stapel hier und lege die Bilder raus, die ich schön finde.”

“Aber…”
“Du wolltest still sein!”

“Aber ich…”
“Psst! Ich nehme das hier, und das hier, diese… Und das hier auch. OK?”

“Du bist so gemein.”
“Wie bitte??”

“Ich gebe mir hier Mühe für uns und du…”
“Was denn?? Ich finde diese Bilder toll, du denn nicht??”

“Da, auf dem zum Beispiel sehe ich ja total fett aus.”
“Blödsinn! Das ist ein wunderschönes Foto von dir.”

“Und das hier? Da habe ich viel zu große Füße.”
“Aber Schatz! Du hast doch diese Bilder selber ausgesucht!”

“Ja schon, aber…”
“ABER?? Die sind doch alle toll?”

“Das war der Stapel mit den aussortierten Bildern…”

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Ich habe keine schlechte Laune!

12. April 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich habe keine schlechte Laune! (photocase.de © dreamlab)Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer auf unserem Sofa. Während ich beiläufig einen anderen Radiosender suche, spielt meine Liebste an dem Reißverschluss ihrer “Wohlfühljacke” rum.
Mit gesenktem Kopf macht sie dazu ein beleidigtes Schmollgesicht.

“Hmm mhmmh hmmm hm…”
“Was ist los, Süße? Hast du was?”

“Nein.”
“Aha. Wirklich nicht?”

“Nein, es ist nichts.”
“Und warum schmollst du dann? Nur so?”

“Wieso? Kann ich nicht einfach mal hier sitzen?”
“Doch, aber…”

“Hör auf, mich auszufragen!”
“Oh, da hat aber jemand ganz schlechte Laune, was?”

“Na und? Darf ich das nicht auch mal?”
“Du darfst.”

“Heute ist ein doofer Tag.”
“Und warum? Was war denn?”

“Boah, kann ich nicht einfach mal schlecht drauf sein?”
“Natürlich, entschuldige. Ich frage nicht mehr. Tschüß!”

“Wo gehst du hin?”
“Ich wollte rüber zum Computer und…”

“Toll. Ganz toll, Schatz.”
“Soll ich nicht?”

“Du kannst natürlich machen, was du willst.”
“Na ich dachte, wo du doch so schlechte Laune hast…”

“Ich habe keine schlechte Laune!”
“Sondern?”

“Ich bin frustriert.”
“Und wa…”

“Frag mich jetzt nicht, warum!”
“Schön, dann nicht. Lach doch mal!”

“Willst du mich jetzt aufheitern, oder was??”
“Naja, ich dachte…”

“Du bist ein Blödmann.”
“Ja vielleicht, aber ich bin DEIN Blödmann!”

“Ich bin kuschelbedürftig.”
“Wie bitte??”

“Du könntest mich ja mal in den Arm nehmen.”
“Das ist mir im Augenblick viel zu gefährlich, Schatz.”

“Ich bin gar nicht gefährlich bin ich nicht!”
“So?”

“Ich bin frustriert.”
“Ja, aber du sagst mir ja nicht, warum!”

“Du könntest mir ja auch einfach vertrauen.”
“Vertrauen? Dass du einen guten Grund hast, oder was?”

“Ja.”
“Nein.”

“Was nein?”
“Nein, da vertraue ich dir nicht.”

“Warum denn nicht??”
“Weil ich dich kenne, es ist bestimmt nur wieder Kleinkram.”

“Meine Probleme sind also Kleinkram für dich??”
“Nicht alle, Schatz.”

“Ach, und welche nicht??”
“Ähm, also, ich…”

“Was habe ich denn für große Probleme, bitte schön??”
“Ich dachte, du hättest irgendein großes Problem?”

“Wieso?”
“Du bist doch frustriert, oder nicht?”

“Na und? Ist das gleich ein großes Problem?”
“Naja, das dachte ich?”

“Ist es nicht!”
“Also ist eigentlich alles in Ordnung?”

“Nein, es ist schrecklich alles.”
“Schatz, ich habe nur noch cirka 40 Jahre zu leben und…”

“Gut, also schön, ich sage es dir.”
“Danke! Danke! Danke!”

“Jetzt hör zu!”
“Ja Schatz, ich bin ganz Ohr. Was ist denn nun los?”

“Ich habe heute Morgen eine große Packung Batterien gekauft.”
“Das ist natürlich bitter, ja… Wie schrecklich!”

“Manno, ich bin doch noch gar nicht fertig!”
“Ach so, kann ja keiner ahnen… Also Batterien, und weiter?”

“Für den Milchaufschäumer in der Küche.”
“Lebenswichtig, absolut. Gut gemacht, Schatz.”

“Und dann habe ich noch die Batterien der Küchenuhr erneuert.”
“Waren die denn leer? Ach, vergiss die Frage…”

“Naja, und dann bin ich auf diese dumme Idee gekommen…”
“Aha. Dumme Idee.”

“Es ist zum heulen.”
“Was denn für eine Idee??”

“Ich habe noch etwas repariert.”
“Und?? Was denn?”

“Die Körperfettwaage.”

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Du mein Meister

30. März 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Du mein Meister (photocase.de © alex-)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zum Geldautomaten, um ein paar frische Scheinchen zu besorgen.
Die zurückliegende Pizza-Bestellung hat unsere letzten Bargeldreserven aufgezehrt.
Der Automat ist nicht weit weg und so machen wir einen kleinen Spaziergang dorthin.

“Hoffentlich ist der Automat nicht wieder kaputt.”
“Sag so etwas nicht, sonst erfüllt sich das noch, Süße.”

“Meinst du?”
“Sag lieber, wie nett und hübsch der Automat ist, das merkt der.”

“Ich mag keine Geldautomaten.”
“Nicht! Du musst sagen, dass ihm draußen bestimmt kalt sei und so.”

“Du bist ja süß!”
“Sehr gut, so ist es richtig.”

“Nein, ich meinte dich, du bist süß!”
“Ich??”

“Ja.”
“Ich bin nicht süß!”

“Warum nicht?”
“So etwas sagt man doch zu einem Mann nicht!”

“Aber wenn ich dich doch süß finde?”
“Schatz! Ich bin nicht süß und will es auch nicht sein!”

“Darf ich dich denn nicht süß finden?”
“Nein.”

“Sondern?”
“Keine Ahnung… Ähm, kreativ, intelligent, originell, gut aussehend…”

“OK… Oh du mein Held, du mein Meister, oh du mein…”
“Du bist so doof!”

“Du bist der Mann meiner Träume, mein edler Ritter, mein…”
“Danke, das ist sehr witzig, aber du kannst jetzt aufhören.”

“Aber süß darf ich nicht sagen?”
“Nein. Und Wenn hier überhaupt einer süß ist, dann du.”

“Wirklich? Du bist so niedlich!”

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Ich dich aber mehr!

14. März 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich dich aber mehr!Meine Liebste und ich befinden uns mitten im frühmorgendlichen Aufbruchstress.
Noch einmal schnell ins Bad, wo ist meine Arbeitstasche, habe ich alles dabei, Wasserkiste mitnehmen, ohnehin schon spät dran, und so weiter.

“Warte, ich komme sofort mit!”
“Süße, nun mach endlich, ich bin spät dran!”

“Ich will mir noch einen Müsliriegel holen.”
“Ja gut, dann jetzt aber zackig.”

[Während ich mit Tasche in der linken und Wasserkiste in der rechten Hand bereits an der offenen Haustür stehe, huscht meine Liebste auf ihren Stöckelschuhen übers Parkett in die Küche. Ihre unbedachten Schritte machen dabei einen Lärm, der jede Autobahnbaustelle übertönen würde.]

“So, da bin ich, jetzt können wir.”
“Das ist schön, Schatz.”

“Halt, warte!”
“Was ist denn noch??”

“Hast du mich lieb?”
“Ja, ich habe dich lieb. Los, komm jetzt.”

“Wie doll denn?”
“Ganz doll.”

“Und wie doll genau?”
“Am dollsten. Liebste, ich muss jetzt wirklich…”

“Zeig doch mal.”
“Was denn zeigen?”

“Na, wie doll du mich lieb hast.”
“Du, ich habe gerade alle Hände voll, weißt du!?”

“Dann stell die blöde Wasserkiste doch hin!”
“Nee, ich will jetzt gehen!”

“Wie lieb hast du mich? Sag sag sag!”

[Mit einem langen Seufzer stelle ich die leere Wasserkiste und meine Aktentasche neben der Tür ab. Es kommt mir selbst ein bisschen wie Zeitlupe vor, aber vielleicht braucht man als Mann diesen Moment auch, um sich zu sammeln und zu beruhigen.
Ich breite während des Aufrichtens schon mal meine nun frei gewordenen Arme weit gestreckt aus.]

“Und?”
“Schatz. Ich habe dich sooo – lieb!”

“So doll?”
“Ja Schatz.”

“Ich dich aber mehr.”
“Pfff!”

“Ich habe dich soooooo – lieb!”
“Das ist aber nicht mehr!”

“Ich habe ja auch nicht so lange Arme wie du.”
“Tja, das ist Pech!”

“Ich habe dich von hier bis zum Mond lieb.”
“und ich dich von hier bis hinter den Mond.”

“Das hast du aber eben nicht gesagt.”
“Na und? Kann ich doch trotzdem sagen?”

“Ich habe dich so viel lieb wie Wasser im indischen Ozean ist.”
“Und ich dich so viel wie Sand in der Sahara.”

“Ich habe dich so lieb wie die Schnecke den Salat.”
“Und ich dich so wie die Katze die Maus.”

“Katze und Maus?? Die mögen sich doch gar nicht!”
“Wieso denn nicht?”

“Na die Maus rennt doch weg vor der Katze.”
“Ich meinte eher, dass die Katze die Maus am liebsten verspeisen würde.”

“Warum willst du mich verspeisen? Dann bin ich doch weg?”
“Naja ich könnte ja auch zunächst nur ein bisschen knabbern.”

“Ich frage dich, ob du mich lieb hast, und du willst nur knabbern?”
“Nein, ich meine, ich könnte und dann anschließend…”

“Du willst mich verschwinden lassen, hast du gesagt.”
“Nein, das war doch nur wegen der Katze…”

“Katzen mag ich nicht.”
“Ja, ich weiß, du hättest gerne das Klopapier-Hündchen…”

“Ja, und der würde mich auch nicht verschwinden lassen wollen!”
“Ich dich doch auch nicht!”

“Du solltest mir nur zeigen, wie doll du mich lieb hast.”
“Habe ich denn nicht?”

“Doch, aber nicht richtig.”
“Ich habe gezeigt: sooooooooooo lieb!”

“Und ich dich sooooooooooooooooooooo lieb!”
“Na schön, dann hast du mich eben mehr lieb.”

“Typisch Männer…”
“Was denn??”

“Dir ist das total egal!”
“Schatz! Können wir jetzt endlich zur Arbeit gehen?”

“Nicht einmal für eine Liebeserklärung nimmst du dir Zeit!”
“Doch, aber dir kann man es ja nicht recht machen.”

“Lieb haben hat doch nichts mit recht machen zu tun!”
“Na gut, schön, von mir aus… Mir fällt was ein.”

“Was denn?”
“Ich liebe dich.”

“Ja und?”
“Na das wiegt mehr, als jemanden lieb haben.”

“Das stimmt, aber ich liebe dich mehr.”
“Nein, ich dich.”

“Nein, ich dich!”
“Nein nein, ich dich!!”

-

“Kriege ich den kleinen Hund?”
“Dann will ich eine Katze.”

Blödmann! Dann frisst mein Hund deine Katze. So!”

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Nur eine Kleinigkeit

20. Februar 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Nur eine Kleinigkeit (photocase.de © Alex-)Meine Liebste hat – natürlich – zum vergangenen Valentinstag einen schmucken Blumenstrauß bekommen. In voller Blüte erstrahlen die Rosen auch heute noch sehr ansehnlich auf unserem Esstisch im Wohnzimmer. Toll!

“Du, der Strauß ist immer noch so schön.”
“Ja Süße, gefällt er dir?”

“Ja! Ich freue mich immer über Blumen, danke.”
“Das weiß ich Schatz, das weiß ich. Gern geschehen.”

“Und das kleine Herzchen da drin, das mag ich auch.”
“Das ist extra für dich.”

“Du hast es immer so leicht.”
“Ich? Womit?”

“Du kaufst einfach ein paar Blumen und schon freue ich mich.”
“Du magst ja auch Blumen, Schatz.”

“Für Frauen ist das viel schwieriger.”
“Ähm… Das verstehe ich jetzt nicht?”

“Männer bringen einfach Blumen mit, und was machen Frauen?”
“Was machen sie denn??”

“Ich meine, was sollen denn Frauen den Männern mitbringen?”
“Also…”

“Pralinen? Blumen? Schmuck? Oder was?”
“Naja, das muss nicht sein, denke ich.”

“Was könnte ich dir denn mal mitbringen?”
“Hm…”

“Mal so zwischendurch, damit du dich freust?”
“Keine Ahnung. Einen Liter Milch vielleicht?”

“MILCH?? Ich bringe dir doch keinen Liter Milch mit!”
“Na gut, dann zwei Liter Milch.”

“Quatsch, jetzt sag doch mal!”
“Milch macht müde Männer munter.”

“Du willst doch jetzt nicht wirklich Milch geschenkt bekommen!?”
“Also ich trinke gerne Milch. Und wir haben keine mehr.”

“Du bist so… Wie wäre es mit einer DVD?”
“Tja, warum nicht. Kannst du machen.”

“Naja Socken willst du ja wohl nicht?”
“Nein, danke.”

“Dich interessiert das gar nicht, oder?”
“Doch Schatz.”

“Und warum schaust du dann die ganze Zeit aus dem Fenster, wenn ich mit dir rede?”
“Och, nur so, entschuldige. Ähm… Was hast du mich gefragt?”

“Soll ich dir mal eine DVD mitbringen??”
“Ja, mach. Ist auch billiger.”

“Billiger als was?”
“Als Blumen.”

“Das kommt ja wohl auf die DVD an.”
“Also wenn du den Preis dieses Straußes hier erreichen willst, dann…”

“Aber ich dachte doch so an eine Kleinigkeit nur.”
“Von mir aus…”

“Wieso soll ich denn jetzt die teuren DVD´s kaufen?”
“Sollst du doch gar nicht!”

“Da will ich dir was mitbringen und gleich muss es teuer sein!”
“Schatz, nein, das…”

“Ich bin ja auch selbst schuld.”
“Woran jetzt?”

“Was frage ich dich auch!”
“Aber ich habe doch gar nicht…”

“Man muss das Geld doch nicht zum Fenster rauswerfen!”
“Also jetzt mal langsam! Du hast doch die blöde Idee mit den DVD´s…”

“Ach blöd bin ich jetzt auch noch??”
“Nein, nein, aber du hast doch eben…”

“Vielen Dank auch!”
“Süße, aber du brauchst mir doch auch gar nichts mitbringen.”

“Hast du auch gar nicht verdient!”

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Frauen machen das so

11. Februar 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Frauen machen das so (photocase.de © brandtmarke)Meine Liebste und ich verbringen ein erholsames Wochenende zusammen.
Es stehen keine besonderen Veranstaltungen auf dem Programm, einfach nur in den Tag hinein leben. Wunderbar!

“Herrlich, einfach mal so gar nichts tun.”
“Ja Süße, finde ich auch.”

“Was wollen wir denn jetzt machen?”
“Keine Ahnung, ich lege mich erstmal auf die Couch.”

“Gut, ich komme gleich dazu, bin gleich da!”
“Wo gehst du denn hin?”

“Porzellanabteilung. Muss da was Geschäftliches erledigen…”
“Oha. Genauer will ich es gar nicht wissen…”

[Während meine Liebste in Richtung "Porzellanabteilung" verschwindet, lege ich mich lang und breit auf unser Sofa. Nach einem langen Seufzer und einmal richtig strecken denke ich mir, es könnte mir kaum besser gehen. Vielleicht Zeitung lesen, im Fernsehen DSDS flimmern lassen, Musik hören... Nein, erst einmal einfach gar nichts tun und Augen für fünf Minuten schließen.]

“Schatz?”
“-”

“Schaaatz!?”

[Im Schlummerzustand höre ich eine mir durchaus bekannte Stimme rufen, schätzungsweise 10 Meter und zwei Türen entfernt...]

“SCHAAAAAAAATZ!!”
“Ja! Was ist denn?”

“Komm mal!”
“Och nee!”

“Jetzt komm doch mal bitte!”
“Ja doch, Moment…”

[Ich quäle mich langsam vom Sofa hoch und schlappe zur Badezimmertür.]

“Bist du da?”
“Ja. Was ist denn?”

“Ich habe kein Klopapier mehr!”
“Mann, das passiert jetzt schon das dritte Mal!”

“Ja aber wenn hier doch keins mehr ist!”
“Wie kann man bloß so viel Toilettenpapier verbrauchen!”

“Bitte bitte bitte!”
“Moment, ich hole welches…”

[In unserer Abstellkammer befinden sich noch zwei Rollen. Vor einigen Tagen habe ich doch aber eine ganze Großpackung gekauft... Ich laufe und gebe meiner Liebsten die beiden letzten Rollen, schlurfe zurück ins Wohnzimmer und kurze Zeit später kommt auch die Liebste dazu.]

“Danke Schatz. War das der Rest?”
“Ja. Wo sind denn die anderen Rollen?”

“Welche anderen?”
“Na das können doch nicht schon wieder die letzten sein.”

“Wieso?”
“Die Packung war doch vor ein paar Tagen noch voll!”

“Ich habe davon nicht mehr benutzt, als sonst auch?”
“Und wofür?? Hast du ein Dreifamilienhaus damit eingewickelt?”

“Nein, ganz normal eben.”
“Schatz, du verbrauchst mehr Klopapier als die Stadtverwaltung!”

“Verstehe ich nicht, darf ich jetzt kein Klopapier mehr…”
“Doch, doch; mach nur, aber ich verstehe es nicht.”

“Frauen brauchen eben etwas mehr als Männer.”
“Etwas wäre ja auch verständlich, aber 20-mal so viel??”

“Warum regst du dich denn so auf wegen ein bisschen Papier?”
“Ein bisschen? EINE Rolle hat locker 30 Meter!”

“So viel?”
“Naja, mehr oder weniger. Eher mehr.”

“Aber eigentlich sind es dann ja nur 10 Meter.”
“Was? Wieso?”

“Naja wenn man das faltet mit drei von den Blättern, dann…”
“Moment mal, du nimmst immer drei auf einmal?? Und dann mehrfach?”

“Natürlich! Du nicht?”
“NEIN!”

“Frauen machen das so.”
“Aber ich kaufe doch extra schon immer das 4-lagige?”

“Was hat das denn damit zu tun?”
“Mehr Lagen, mehr Papier, mehr dies und das? Weniger Blätter nötig?”

“Das mit den vier Lagen Papier hat gar nichts zu sagen.”
“Nicht?”

“Nein. Mir ist das egal.”
“Du meinst also, ich könnte auch das 2-lagige kaufen?”

“Klar! Ist ja auch viel billiger.”
“Aber hast du nicht gesagt, dass du großen Wert auf Klopapier legst?”

“Schon, aber ich meinte, dass das schön aussehen muss.”
“Ich kann ja morgen Geschenkpapier mitbringen…”

Blödmann, nein, ich meine das Muster da drauf.”
“Und wen interessiert das?”

“Mich! Und ich brauche es ja auch oft.”
“Also schön. Ich fasse zusammen…”

“Wieso zusammenfassen?”
“Wenn ich morgen Klopapier kaufe, dann…”

“Dann nimmst du das günstige.”
“Aber es muss schön sein?”

“Ja. Am besten weiß, nicht gelb oder rosa oder so.”
“Na Schön, gut… Weiß also. Mit Prägemuster vielleicht?”

“Ja, irgendwas halt.”
“Soll es auch schön weich und flauschig sein?”

“Natürlich! Kein Schmirgelpapier oder so!”
“Soll ich es zur Sicherheit vor dem Kauf ausprobieren?”

“Geht denn das?”
“Schatz! Das war ein Witz!”

“Ach ja, haha, geht ja wohl auch schlecht!”
“Und 2-lagiges Papier reicht? Ganz sicher?”

“Ja. Aber bring gleich zwei Packungen mit.”
“Als Vorrat? Gute Idee..”

“Nein, nur falls ich von dem dünnen Papier dann doch mehr nehmen muss.”

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Ich habe mir etwas überlegt

11. Juli 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich habe mir etwas überlegt (photocase.de © Tommy R.)Meine Liebste und ich erholen uns von den zurückliegenden anstrengenden Tagen.
Dabei liegen wir locker auf unseren Sofas im Wohnzimmer und hören entstpannt ein wenig Musik. Einfach nur die Seele baumeln lassen… Herrlich!

“Du Schatz?”
“Ja Süße?”

“Ich habe mir etwas überlegt.”
“Aha…”

“Weil ich doch Geburtstag hatte und da dachte ich…”
“…dass du dein ganzes Leben ändern willst.”

“Eigentlich nicht, naja vielleicht doch…”
“Und was? Was hast du dir nun überlegt?”

“Naja, also: ich will ab jetzt nicht mehr so spießig sein.”
“Wie bitte?? Wer sagt denn, dass du spießig bist??”

“Na du hast das gesagt!”
“Ich?? Naja, dann wird es wohl seinen Grund gehabt haben…”

“Du hast gesagt, dass wir spießig sind.”
“Und in was für einem Zusammenhang?”

“Das habe ich vergessen.”
“Na toll! Aber dass wir spießig sind, das hast du dir gemerkt!”

“Natürlich! Wir seien Spießer, hast du gesagt.”
“Also so habe ich das bestimmt nicht…”

“Doch!”
“Na schön, dann sind wir eben Spießer. Na und?”

“Und ich will nun eben nicht mehr.”
“Aha. Und was heißt das dann jetzt?”

“Ja, das ist eben das Problem…”
“Hä?”

“Ich weiß gar nicht so richtig, was spießig denn eigentlich ist!”
“Aber Schatz, was… Egal. Möchtest du eine Demonstration?”

“Von was?”
“Was spießig sein bedeutet.”

“Geht denn das?”
“Natürlich! Soll ich mal vorführen?”

“Da bin ich jetzt aber gespannt…”
“Also…”

“Was machst du denn da?”
“Ich lege meine Füße auf den Wohnzimmertisch. Was sonst.”

“Den habe ich gestern gerade sauber gemacht!”
“Na und? Das stört mich nicht.”

“Nimm die Füße runter! So was macht man nicht!”
“Siehst du, und genau DAS ist spießig!”

[Meine Liebste schaut mich verdutzt und skeptisch an. Es scheint so, als hätten sich die 20 kleinen Zahnräder der Rechenmaschine in ihrem Kopf in Bewegung gesetzt, um aus den eingegebenen Werten ein Ergebnis zu berechnen, das nicht vorhergesagt werden kann.
Nach einer Weile ist die Maschine fertig.]

“Ich verstehe.”
“Ähm… Wirklich??”

“Ja. Du hast recht. Das ist spießig.”
“Ich hätte gar nicht gedacht, dass du…”

“Ist mir tatsächlich vorher noch nie so aufgefallen.”
“Soll das heißen, dass du EINMAL auf mich hörst?”

“Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.”
“Na vielen Dank! Sehr nett!”

“So, und jetzt nimm die Füße vom Tisch.”
“Was?? Jetzt bist du ja schon wieder spießig!”

“Wieso ich!”
“Wieso du?? Natürlich du!”

“Ich bin doch nicht spießig!”
“Aber du hast doch eben selber zugegeben…”

“Ich habe gar nichts zugegeben!”
“Du wolltest doch aber nicht mehr spießig sein, oder?”

“Richtig.”
“Und warum fängst du dann jetzt schon wieder damit an?”

“Womit denn?”
“Sag mal! Träume ich gerade, oder was??”"

“Ich habe doch gar nichts gemacht?”
“Du hast gesagt, ich soll meine Füße vom Tisch nehmen.”

“Richtig, und?”
“Und das ist spießig!”

“Ja, ich weiß, aber worüber streiten wir denn dann?”
“Aber, du… Moment, langsam… Du Schatz?”

“Ja?”
“Haben heute vormittag Kurt Felix und Paola hier gklingelt?”

“Kurt Felix? Woher kenne ich den noch…”
“DIE HABEN HIER BESTIMMT EINE VERSTECKTE KAMERA AUFGEBAUT!”

“Hier bei uns??”
“JA BEI… Ach, vergiss es…”

“Nimm jetzt die Füße vom Tisch!”
“Nein!”

“Doch!”
“Niemals!”

“Spießer!”
“Wer! ICH??”

“Ja du!”
“Warum denn ich!?”

“Weil Füße auf den Tisch legen spießig ist! Das wolltest du mir doch damit zeigen!”

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Liebste hat Geburtstag!

8. Juli 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die Liebste hat heute ihren 30. Geburtstag!Geburtstag!” />

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Wer? Ich?

25. Juni 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Wer? Ich? (photocase.de © crashed)Meine Liebste und ich sitzen plaudernd an unserem Wohnzimmertisch. Die neuesten Themen sind die Anwohnerparkausweise für unsere Straße sowie das merkwürdige Wetter im Allgemeinen.
Über das verrückte Wetter lässt es sich natürlich immer gut tratschen.

“Für Juni ist es schon sehr regnerisch, finde ich.”
“Ja, Süße. Ist mehr wie im April.”

“Vor vier Tagen war der längste Tag des Jahres.”
“Du meinst die Sommersonnenwende.”

“Ja. Die war… letzten Donnerstag.”
“Apropos Juni… Du bist schon im Juli.”

“Wer? Ich? Warum?”
“Weil du den Kalender im Arbeitszimmer schon auf Juli geblättert hast.”

“Ich habe da nichts umgeblättert. Welcher Kalender denn??”
“Na der Kalender links neben den Schreibtischen.”

“Da hängt ein Kalender?”
“Schatz! Du sitzt jeden Tag da und weißt nicht, dass da…”

“Ach so! Ja, doch, ich weiß, welchen du meinst.”
“Das beruhigt mich…”

“Und was ist damit?”
“Na der zeigt schon Juli. Das sagte ich bereits.”

“Na und?”
“Was heißt denn na und?? Es ist doch noch gar nicht Juli!”

“Aber das Bild ist so schön.”
“Das Bild? Das Kalenderbild?”

“Ja. Findest du nicht?”
“Ähm…”

“Stört dich das?”
“Ja aber Schatz… Es ist doch erst Juni und…”

“Ist das schlimm?”
“Also, ähm… Ja, was soll ich da jetzt sagen…”

“November ist auch richtig cool, finde ich!”
“Wenn wir November hätten, dann ja…”

“Ich kann auch gleich auf November umblättern, soll ich?”
“Nein!”

“Warum regst du dich denn so auf?”
“Weil… Du Schatz?”

“Ja?”
“Kennst du das Edgar-Kostüm aus dem Film Men in Black?”

“Nö, wieso?”
“Da schlüpft eine außerirdische Schabe in ein Menschenkostüm…”

“Haben wir Men in Black schon zusammen geguckt?”
“DARUM GEHT ES DOCH JETZT GAR NICHT!”

“Ich kann mir Filme immer so schlecht merken…”
“Ich weiß, aber… Halt! Also noch einmal. Wir haben Juni.”

“Ja.”
“Und du blätterst auf Juli, weil das Bild da so schön ist.”

“Richtig.”
“Und November wäre auch OK? Auch im Juni?”

“Ist doch egal, welcher Monat ist?”
“Ist es nicht! Wozu soll denn dann ein Kalender dienen??”

“Aber den Kalender benutzen wir doch nie.”
“Es geht ja so auch gar nicht!”

“Du hast mir den geschenkt, weißt du noch?”
“Ja… Robbie Williams. Da muss ich einen Blackout gehabt haben…”

“Der ist total verrückt, finde ich.”
“Schön, aber da stehst du ihm in nichts nach, glaube mir…”

“Also ich blättere gleich mal auf November um.”
“Nein! Sag mal, was soll denn das!?”

“Das ist meiner!”
“Ja schon, aber ein Kalender ist ein Kalender!”

“Ich will aber jetzt November!”
“Das ist so ziemlich das Verrückteste, was du in letzter Zeit…”

“Ah, ich glaube, ich verstehe dich jetzt…”
“Na Gott sei Dank, ich dachte schon, ich träume…”

“Schau mal, es funktioniert so: welcher Tag ist am fünften Juli?”
“Fünfter Juli… Mittwoch.”

“Nein, es ist Donnerstag.”
“Aber auf dem Kalender ist der fünfte…”

“Eben! Du musst nur einen Tag dazu addieren!”
“Aber wieso, das kann doch nicht…?”

“Der Kalender ist noch von letztem Jahr. Verstehste?”

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Donnerstag kommt vor Mittwoch

16. Juni 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Donnerstag kommt vor Mittwoch (photocase.de © Amosnet)Meine Liebste und ich sitzen in unserer Küche und trinken Tee und Kaffee zusammen.
Das machen wir selten, also zumindest in der Küche, aber heute hatten wir Lust darauf und so hocken wir nun also da und plaudern über die Ereignisse der zurückliegenden Woche, die für uns beide voll von viel Arbeit und anspruchsvollen Herausforderungen war.

“Also ich bin froh, dass die Woche endlich rum ist.”
“Ja Süße, das kannst du wohl laut sagen.”

“Wenn ich an den Donnerstag zurückdenke, oh Mann…”
“Bei mir war Mittwoch der stressigste Tag, da war ich…”

“Also Moment mal!”
“Was ist?”

“Ich wollte doch gerade von meinem Donnerstag erzählen?”
“Ja und?”

“Und da fängst du einfach von deinem Mittwoch an!”
“Mittwoch kommt ja auch vor Donnerstag.”

“Ich wollte aber zuerst erzählen!”
“Dann erzähl doch was von Dienstag?”

“Was war denn Dienstag?”
“Weiß ich doch nicht, das sollst du doch sagen?”

“Dienstag war eigentlich nichts, wenn ich so überlege…”
“Warum regst du dich dann so auf?”

“Du bringst mich durcheinander, ich wollte doch Donnerstag…”
“Ach, und den Mittwoch überspringst du so einfach?”

“Was war denn Mittwoch?”
“Mittwoch war ich bei…”

“Nein, nicht du! Ich will jetzt!”
“Du willst was?”

“Ich will erzählen!”
“Na schön, dann reden wir jetzt über deinen Donnerstag.”

“Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich sagen wollte…”
“Ich habe ja gleich gesagt, lass uns zuerst über Mittwoch reden.”

“Vorhin wusste ich es aber noch, du hast mich verwirrt!”
“Wenn du es nicht mehr weißt, dann war es auch nichts Wichtiges.”

“Doch, war es wohl, deshalb wollte ich es dir ja erzählen.”
“Es wird dir schon wieder einfallen, Schatz.”

“Was war das denn noch…”
“Also ich war Mittwoch in Hamburg und…”

“Nee, das will ich jetzt gar nicht wissen!”
“Aber du erzählst doch nichts?”

“Daran bist nur du schuld!”
“Ich? Warum darf ich nicht erzählen, wenn du alles vergisst?”

“Weil ich zuerst dran war. Deine Sachen dauern immer so lange.”
“Ach nee! Das langweilt dich wohl, wenn ich was erzähle??”

“Nein, aber wenn ich selbst was sagen will, dann geht das ja nie.”
“Warum?”

“Du hast gesagt, ich soll dich nicht immer unterbrechen.”
“Ich sagte: du sollst mich ausreden lassen, das ist was anderes!”

“Du lässt mich ja auch nie ausreden!”
“Wohl tue ich das. Bitte sehr, nun erzähl endlich den Donnerstag.”

“Aber ich…”
“…ganz ohne Unterbrechungen von mir.”

“Aber ich weiß es nicht mehr!”
“Wenn du nichts sagst, dann kann ich doch was erzählen, oder?”

“Himmel, das ist doch erst zwei Tage her, was war denn da…”
“Schatz, wir drehen uns im Kreis, glaube ich…”

“Na gut, dann erzähl eben von deinem Mittwoch, was soll´s…”
“Also Mittwoch war ich in Hamburg und da…”

“Ich weiß es wieder, klar, ich weiß es wieder!!”
“Moment, ich habe gerade angefangen…”

“Merke dir doch, was du sagen wolltest, ja?”
“Du hast mich schon wieder unterbrochen!”

“Aber ganz am Anfang, das darf man.”
“Darf man nicht!”

“Lass mich erzählen, ja?”
“Und? Was war nun am Donnerstag?”

“Der Hammer, pass auf: ich gehe unten zu meinem Auto und…”

[Ein nervendes piepsendes Geräusch aus der Ferne - auch polyphone SMS-Benachrichtigung genannt - überlagert die gerade begonnene Geschichte der Liebsten. Daraufhin stoppt sie abrupt ihre Ausführungen, springt auf und rennt zu ihrem Handy ins Wohnzimmer. Ich bleibe derweil verdutzt in der Küche sitzen.
Nach gefühlten 2 Stunden kommt sie zurück und setzt sich wieder.]

“Das war Nicole, du glaubst nicht, was der passiert ist!”
“DAS möchte ich eigentlich lieber nicht wissen…”

“Ich muss dir das aber erzählen, das glaubst du nicht!”
“Wir waren doch aber bei Donnerstag und…”

“Was war denn Donnerstag?”
“Das wolltest du mir doch erzählen, bevor du weggerannt bist!”

“Ach, das kann auch warten.”

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Die schönsten Fotos

23. Mai 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die schönsten Fotos (photocase.de © psychodeer)Meine Liebste sitzt im Wohnzimmer auf dem Parkett, als ich nach Hause komme. Ein recht ungewöhnliches Bild, vor allem, wenn man das große Durcheinander um sie herum beachtet.
Alles steht und liegt voll mit kleinen Kisten, Papier, Umschlägen und: unzähligen Fotos.
Mir ist ein wenig mulmig dabei…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße. Ähm, was machst du denn da?”

“Ich mache ein neues Fotoalbum, sieht man doch, oder?”
“Jetzt, wo du es sagst…”

“Es ist gut, dass du da bist.”
“Wieso?”

“Weil du mir helfen musst.”
“Oh nein, bitte nicht!”

“Doch, weil ich habe ein Problem hier.”
“Und das wäre?”

“Ich habe die schönsten Fotos schon ausgesucht.”
“Schönste Fotos von was?”

“Von dir und mir.”
“Oh nein!”

“Was denn? Da sind so tolle Bilder dabei.”
“Wo hast du die denn alle her?”

“Ein paar hatte ich noch, und einige habe ich vorhin ausgedruckt.”
“Und wo ist jetzt das Problem?”

“Es sind zu viele, die passen nicht alle in das Album.”
“Ja und?”

“Und du musst jetzt sagen, welche raus sollen.”
“Muss das sein?”

“Ja. Schau, dieses hier zum Beispiel, findest du das gut?”
“Was soll das denn? Da sind wir ja gar nicht zu sehen?”

“Nein, aber der Strand ist so schön!”
“Ja aber…”

“Ich würde das drin lassen.”
“Warum fragst du mich denn dann??”

“Hier ist ein anderes, wir beide im Restaurant.”
“Schatz! Da sehe ich ja aus, als hätte ich 4 Nächte nicht geschlafen!”

“Ja, stimmt. Aber da habe ich mein neues Kleid an, siehst du?”
“Schön Schatz. Wenn das so ist…”

“Und dieses hier?”
“Ähm…”

“Was? Was ist?”
“Das ist total verwackelt.”

“Ja, aber findest du das schön?”
“Diese Frage stellt sich doch hier gar nicht, das Bild ist Mist!”

“Ich dachte, du könntest das am Computer scharf machen?”
“Das glaube ich kaum…”

“Ich will das aber haben, da küssen wir uns.”
“Wir küssen uns dauernd, Schatz.”

“Aber nicht so.”
“Na schön, von mir aus…”

“So, weiter. Hier habe ich vier andere Bilder.”
“Die können alle raus.”

“Wieso??”
“Das ist eben meine Meinung, du hast mich doch gefragt!”

“Und was gefällt dir an denen wieder nicht?”
“Auf zwei Bildern bist du mit deiner Schwester, und die anderen…”

“Was hast du gegen meine Schwester??”
“Nichts, aber du wolltest doch ein Album von uns machen, oder?”

“Aber meine Schwester gehört doch auch mit zu uns?”
“Natürlich, aber nicht in dieses Album.”

“Man kann doch mal eine Ausnahme machen!?”
“Aber du wolltest dich doch von ein paar Bildern trennen?”

“Schon! Aber doch nicht die!”
“Wo ist eigentlich das Telefon?”

“Wieso Telefon?”
“Damit ich gleich den Notarzt rufen kann, wenn ich zusammenbreche…”

“Haha. Also ich sage jetzt nichts und du suchst aus, OK?”
“Das schaffst du sowieso nicht.”

“Doch, ich sage keinen Ton, versprochen!”
“Hm.. Also vielleicht mache ich das einfach mal anders herum.”

“Anders herum?”
“Ich nehme den Stapel hier und lege die Bilder raus, die ich schön finde.”

“Aber…”
“Du wolltest still sein!”

“Aber ich…”
“Psst! Ich nehme das hier, und das hier, diese… Und das hier auch. OK?”

“Du bist so gemein.”
“Wie bitte??”

“Ich gebe mir hier Mühe für uns und du…”
“Was denn?? Ich finde diese Bilder toll, du denn nicht??”

“Da, auf dem zum Beispiel sehe ich ja total fett aus.”
“Blödsinn! Das ist ein wunderschönes Foto von dir.”

“Und das hier? Da habe ich viel zu große Füße.”
“Aber Schatz! Du hast doch diese Bilder selber ausgesucht!”

“Ja schon, aber…”
“ABER?? Die sind doch alle toll?”

“Das war der Stapel mit den aussortierten Bildern…”

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Ich habe keine schlechte Laune!

12. April 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich habe keine schlechte Laune! (photocase.de © dreamlab)Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer auf unserem Sofa. Während ich beiläufig einen anderen Radiosender suche, spielt meine Liebste an dem Reißverschluss ihrer “Wohlfühljacke” rum.
Mit gesenktem Kopf macht sie dazu ein beleidigtes Schmollgesicht.

“Hmm mhmmh hmmm hm…”
“Was ist los, Süße? Hast du was?”

“Nein.”
“Aha. Wirklich nicht?”

“Nein, es ist nichts.”
“Und warum schmollst du dann? Nur so?”

“Wieso? Kann ich nicht einfach mal hier sitzen?”
“Doch, aber…”

“Hör auf, mich auszufragen!”
“Oh, da hat aber jemand ganz schlechte Laune, was?”

“Na und? Darf ich das nicht auch mal?”
“Du darfst.”

“Heute ist ein doofer Tag.”
“Und warum? Was war denn?”

“Boah, kann ich nicht einfach mal schlecht drauf sein?”
“Natürlich, entschuldige. Ich frage nicht mehr. Tschüß!”

“Wo gehst du hin?”
“Ich wollte rüber zum Computer und…”

“Toll. Ganz toll, Schatz.”
“Soll ich nicht?”

“Du kannst natürlich machen, was du willst.”
“Na ich dachte, wo du doch so schlechte Laune hast…”

“Ich habe keine schlechte Laune!”
“Sondern?”

“Ich bin frustriert.”
“Und wa…”

“Frag mich jetzt nicht, warum!”
“Schön, dann nicht. Lach doch mal!”

“Willst du mich jetzt aufheitern, oder was??”
“Naja, ich dachte…”

“Du bist ein Blödmann.”
“Ja vielleicht, aber ich bin DEIN Blödmann!”

“Ich bin kuschelbedürftig.”
“Wie bitte??”

“Du könntest mich ja mal in den Arm nehmen.”
“Das ist mir im Augenblick viel zu gefährlich, Schatz.”

“Ich bin gar nicht gefährlich bin ich nicht!”
“So?”

“Ich bin frustriert.”
“Ja, aber du sagst mir ja nicht, warum!”

“Du könntest mir ja auch einfach vertrauen.”
“Vertrauen? Dass du einen guten Grund hast, oder was?”

“Ja.”
“Nein.”

“Was nein?”
“Nein, da vertraue ich dir nicht.”

“Warum denn nicht??”
“Weil ich dich kenne, es ist bestimmt nur wieder Kleinkram.”

“Meine Probleme sind also Kleinkram für dich??”
“Nicht alle, Schatz.”

“Ach, und welche nicht??”
“Ähm, also, ich…”

“Was habe ich denn für große Probleme, bitte schön??”
“Ich dachte, du hättest irgendein großes Problem?”

“Wieso?”
“Du bist doch frustriert, oder nicht?”

“Na und? Ist das gleich ein großes Problem?”
“Naja, das dachte ich?”

“Ist es nicht!”
“Also ist eigentlich alles in Ordnung?”

“Nein, es ist schrecklich alles.”
“Schatz, ich habe nur noch cirka 40 Jahre zu leben und…”

“Gut, also schön, ich sage es dir.”
“Danke! Danke! Danke!”

“Jetzt hör zu!”
“Ja Schatz, ich bin ganz Ohr. Was ist denn nun los?”

“Ich habe heute Morgen eine große Packung Batterien gekauft.”
“Das ist natürlich bitter, ja… Wie schrecklich!”

“Manno, ich bin doch noch gar nicht fertig!”
“Ach so, kann ja keiner ahnen… Also Batterien, und weiter?”

“Für den Milchaufschäumer in der Küche.”
“Lebenswichtig, absolut. Gut gemacht, Schatz.”

“Und dann habe ich noch die Batterien der Küchenuhr erneuert.”
“Waren die denn leer? Ach, vergiss die Frage…”

“Naja, und dann bin ich auf diese dumme Idee gekommen…”
“Aha. Dumme Idee.”

“Es ist zum heulen.”
“Was denn für eine Idee??”

“Ich habe noch etwas repariert.”
“Und?? Was denn?”

“Die Körperfettwaage.”

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Du mein Meister

30. März 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Du mein Meister (photocase.de © alex-)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zum Geldautomaten, um ein paar frische Scheinchen zu besorgen.
Die zurückliegende Pizza-Bestellung hat unsere letzten Bargeldreserven aufgezehrt.
Der Automat ist nicht weit weg und so machen wir einen kleinen Spaziergang dorthin.

“Hoffentlich ist der Automat nicht wieder kaputt.”
“Sag so etwas nicht, sonst erfüllt sich das noch, Süße.”

“Meinst du?”
“Sag lieber, wie nett und hübsch der Automat ist, das merkt der.”

“Ich mag keine Geldautomaten.”
“Nicht! Du musst sagen, dass ihm draußen bestimmt kalt sei und so.”

“Du bist ja süß!”
“Sehr gut, so ist es richtig.”

“Nein, ich meinte dich, du bist süß!”
“Ich??”

“Ja.”
“Ich bin nicht süß!”

“Warum nicht?”
“So etwas sagt man doch zu einem Mann nicht!”

“Aber wenn ich dich doch süß finde?”
“Schatz! Ich bin nicht süß und will es auch nicht sein!”

“Darf ich dich denn nicht süß finden?”
“Nein.”

“Sondern?”
“Keine Ahnung… Ähm, kreativ, intelligent, originell, gut aussehend…”

“OK… Oh du mein Held, du mein Meister, oh du mein…”
“Du bist so doof!”

“Du bist der Mann meiner Träume, mein edler Ritter, mein…”
“Danke, das ist sehr witzig, aber du kannst jetzt aufhören.”

“Aber süß darf ich nicht sagen?”
“Nein. Und Wenn hier überhaupt einer süß ist, dann du.”

“Wirklich? Du bist so niedlich!”

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Ich dich aber mehr!

14. März 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich dich aber mehr!Meine Liebste und ich befinden uns mitten im frühmorgendlichen Aufbruchstress.
Noch einmal schnell ins Bad, wo ist meine Arbeitstasche, habe ich alles dabei, Wasserkiste mitnehmen, ohnehin schon spät dran, und so weiter.

“Warte, ich komme sofort mit!”
“Süße, nun mach endlich, ich bin spät dran!”

“Ich will mir noch einen Müsliriegel holen.”
“Ja gut, dann jetzt aber zackig.”

[Während ich mit Tasche in der linken und Wasserkiste in der rechten Hand bereits an der offenen Haustür stehe, huscht meine Liebste auf ihren Stöckelschuhen übers Parkett in die Küche. Ihre unbedachten Schritte machen dabei einen Lärm, der jede Autobahnbaustelle übertönen würde.]

“So, da bin ich, jetzt können wir.”
“Das ist schön, Schatz.”

“Halt, warte!”
“Was ist denn noch??”

“Hast du mich lieb?”
“Ja, ich habe dich lieb. Los, komm jetzt.”

“Wie doll denn?”
“Ganz doll.”

“Und wie doll genau?”
“Am dollsten. Liebste, ich muss jetzt wirklich…”

“Zeig doch mal.”
“Was denn zeigen?”

“Na, wie doll du mich lieb hast.”
“Du, ich habe gerade alle Hände voll, weißt du!?”

“Dann stell die blöde Wasserkiste doch hin!”
“Nee, ich will jetzt gehen!”

“Wie lieb hast du mich? Sag sag sag!”

[Mit einem langen Seufzer stelle ich die leere Wasserkiste und meine Aktentasche neben der Tür ab. Es kommt mir selbst ein bisschen wie Zeitlupe vor, aber vielleicht braucht man als Mann diesen Moment auch, um sich zu sammeln und zu beruhigen.
Ich breite während des Aufrichtens schon mal meine nun frei gewordenen Arme weit gestreckt aus.]

“Und?”
“Schatz. Ich habe dich sooo – lieb!”

“So doll?”
“Ja Schatz.”

“Ich dich aber mehr.”
“Pfff!”

“Ich habe dich soooooo – lieb!”
“Das ist aber nicht mehr!”

“Ich habe ja auch nicht so lange Arme wie du.”
“Tja, das ist Pech!”

“Ich habe dich von hier bis zum Mond lieb.”
“und ich dich von hier bis hinter den Mond.”

“Das hast du aber eben nicht gesagt.”
“Na und? Kann ich doch trotzdem sagen?”

“Ich habe dich so viel lieb wie Wasser im indischen Ozean ist.”
“Und ich dich so viel wie Sand in der Sahara.”

“Ich habe dich so lieb wie die Schnecke den Salat.”
“Und ich dich so wie die Katze die Maus.”

“Katze und Maus?? Die mögen sich doch gar nicht!”
“Wieso denn nicht?”

“Na die Maus rennt doch weg vor der Katze.”
“Ich meinte eher, dass die Katze die Maus am liebsten verspeisen würde.”

“Warum willst du mich verspeisen? Dann bin ich doch weg?”
“Naja ich könnte ja auch zunächst nur ein bisschen knabbern.”

“Ich frage dich, ob du mich lieb hast, und du willst nur knabbern?”
“Nein, ich meine, ich könnte und dann anschließend…”

“Du willst mich verschwinden lassen, hast du gesagt.”
“Nein, das war doch nur wegen der Katze…”

“Katzen mag ich nicht.”
“Ja, ich weiß, du hättest gerne das Klopapier-Hündchen…”

“Ja, und der würde mich auch nicht verschwinden lassen wollen!”
“Ich dich doch auch nicht!”

“Du solltest mir nur zeigen, wie doll du mich lieb hast.”
“Habe ich denn nicht?”

“Doch, aber nicht richtig.”
“Ich habe gezeigt: sooooooooooo lieb!”

“Und ich dich sooooooooooooooooooooo lieb!”
“Na schön, dann hast du mich eben mehr lieb.”

“Typisch Männer…”
“Was denn??”

“Dir ist das total egal!”
“Schatz! Können wir jetzt endlich zur Arbeit gehen?”

“Nicht einmal für eine Liebeserklärung nimmst du dir Zeit!”
“Doch, aber dir kann man es ja nicht recht machen.”

“Lieb haben hat doch nichts mit recht machen zu tun!”
“Na gut, schön, von mir aus… Mir fällt was ein.”

“Was denn?”
“Ich liebe dich.”

“Ja und?”
“Na das wiegt mehr, als jemanden lieb haben.”

“Das stimmt, aber ich liebe dich mehr.”
“Nein, ich dich.”

“Nein, ich dich!”
“Nein nein, ich dich!!”

-

“Kriege ich den kleinen Hund?”
“Dann will ich eine Katze.”

Blödmann! Dann frisst mein Hund deine Katze. So!”

Kopfschüttel…

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Nur eine Kleinigkeit

20. Februar 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Nur eine Kleinigkeit (photocase.de © Alex-)Meine Liebste hat – natürlich – zum vergangenen Valentinstag einen schmucken Blumenstrauß bekommen. In voller Blüte erstrahlen die Rosen auch heute noch sehr ansehnlich auf unserem Esstisch im Wohnzimmer. Toll!

“Du, der Strauß ist immer noch so schön.”
“Ja Süße, gefällt er dir?”

“Ja! Ich freue mich immer über Blumen, danke.”
“Das weiß ich Schatz, das weiß ich. Gern geschehen.”

“Und das kleine Herzchen da drin, das mag ich auch.”
“Das ist extra für dich.”

“Du hast es immer so leicht.”
“Ich? Womit?”

“Du kaufst einfach ein paar Blumen und schon freue ich mich.”
“Du magst ja auch Blumen, Schatz.”

“Für Frauen ist das viel schwieriger.”
“Ähm… Das verstehe ich jetzt nicht?”

“Männer bringen einfach Blumen mit, und was machen Frauen?”
“Was machen sie denn??”

“Ich meine, was sollen denn Frauen den Männern mitbringen?”
“Also…”

“Pralinen? Blumen? Schmuck? Oder was?”
“Naja, das muss nicht sein, denke ich.”

“Was könnte ich dir denn mal mitbringen?”
“Hm…”

“Mal so zwischendurch, damit du dich freust?”
“Keine Ahnung. Einen Liter Milch vielleicht?”

“MILCH?? Ich bringe dir doch keinen Liter Milch mit!”
“Na gut, dann zwei Liter Milch.”

“Quatsch, jetzt sag doch mal!”
“Milch macht müde Männer munter.”

“Du willst doch jetzt nicht wirklich Milch geschenkt bekommen!?”
“Also ich trinke gerne Milch. Und wir haben keine mehr.”

“Du bist so… Wie wäre es mit einer DVD?”
“Tja, warum nicht. Kannst du machen.”

“Naja Socken willst du ja wohl nicht?”
“Nein, danke.”

“Dich interessiert das gar nicht, oder?”
“Doch Schatz.”

“Und warum schaust du dann die ganze Zeit aus dem Fenster, wenn ich mit dir rede?”
“Och, nur so, entschuldige. Ähm… Was hast du mich gefragt?”

“Soll ich dir mal eine DVD mitbringen??”
“Ja, mach. Ist auch billiger.”

“Billiger als was?”
“Als Blumen.”

“Das kommt ja wohl auf die DVD an.”
“Also wenn du den Preis dieses Straußes hier erreichen willst, dann…”

“Aber ich dachte doch so an eine Kleinigkeit nur.”
“Von mir aus…”

“Wieso soll ich denn jetzt die teuren DVD´s kaufen?”
“Sollst du doch gar nicht!”

“Da will ich dir was mitbringen und gleich muss es teuer sein!”
“Schatz, nein, das…”

“Ich bin ja auch selbst schuld.”
“Woran jetzt?”

“Was frage ich dich auch!”
“Aber ich habe doch gar nicht…”

“Man muss das Geld doch nicht zum Fenster rauswerfen!”
“Also jetzt mal langsam! Du hast doch die blöde Idee mit den DVD´s…”

“Ach blöd bin ich jetzt auch noch??”
“Nein, nein, aber du hast doch eben…”

“Vielen Dank auch!”
“Süße, aber du brauchst mir doch auch gar nichts mitbringen.”

“Hast du auch gar nicht verdient!”

Kopfschüttel…

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Frauen machen das so

11. Februar 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Frauen machen das so (photocase.de © brandtmarke)Meine Liebste und ich verbringen ein erholsames Wochenende zusammen.
Es stehen keine besonderen Veranstaltungen auf dem Programm, einfach nur in den Tag hinein leben. Wunderbar!

“Herrlich, einfach mal so gar nichts tun.”
“Ja Süße, finde ich auch.”

“Was wollen wir denn jetzt machen?”
“Keine Ahnung, ich lege mich erstmal auf die Couch.”

“Gut, ich komme gleich dazu, bin gleich da!”
“Wo gehst du denn hin?”

“Porzellanabteilung. Muss da was Geschäftliches erledigen…”
“Oha. Genauer will ich es gar nicht wissen…”

[Während meine Liebste in Richtung "Porzellanabteilung" verschwindet, lege ich mich lang und breit auf unser Sofa. Nach einem langen Seufzer und einmal richtig strecken denke ich mir, es könnte mir kaum besser gehen. Vielleicht Zeitung lesen, im Fernsehen DSDS flimmern lassen, Musik hören... Nein, erst einmal einfach gar nichts tun und Augen für fünf Minuten schließen.]

“Schatz?”
“-”

“Schaaatz!?”

[Im Schlummerzustand höre ich eine mir durchaus bekannte Stimme rufen, schätzungsweise 10 Meter und zwei Türen entfernt...]

“SCHAAAAAAAATZ!!”
“Ja! Was ist denn?”

“Komm mal!”
“Och nee!”

“Jetzt komm doch mal bitte!”
“Ja doch, Moment…”

[Ich quäle mich langsam vom Sofa hoch und schlappe zur Badezimmertür.]

“Bist du da?”
“Ja. Was ist denn?”

“Ich habe kein Klopapier mehr!”
“Mann, das passiert jetzt schon das dritte Mal!”

“Ja aber wenn hier doch keins mehr ist!”
“Wie kann man bloß so viel Toilettenpapier verbrauchen!”

“Bitte bitte bitte!”
“Moment, ich hole welches…”

[In unserer Abstellkammer befinden sich noch zwei Rollen. Vor einigen Tagen habe ich doch aber eine ganze Großpackung gekauft... Ich laufe und gebe meiner Liebsten die beiden letzten Rollen, schlurfe zurück ins Wohnzimmer und kurze Zeit später kommt auch die Liebste dazu.]

“Danke Schatz. War das der Rest?”
“Ja. Wo sind denn die anderen Rollen?”

“Welche anderen?”
“Na das können doch nicht schon wieder die letzten sein.”

“Wieso?”
“Die Packung war doch vor ein paar Tagen noch voll!”

“Ich habe davon nicht mehr benutzt, als sonst auch?”
“Und wofür?? Hast du ein Dreifamilienhaus damit eingewickelt?”

“Nein, ganz normal eben.”
“Schatz, du verbrauchst mehr Klopapier als die Stadtverwaltung!”

“Verstehe ich nicht, darf ich jetzt kein Klopapier mehr…”
“Doch, doch; mach nur, aber ich verstehe es nicht.”

“Frauen brauchen eben etwas mehr als Männer.”
“Etwas wäre ja auch verständlich, aber 20-mal so viel??”

“Warum regst du dich denn so auf wegen ein bisschen Papier?”
“Ein bisschen? EINE Rolle hat locker 30 Meter!”

“So viel?”
“Naja, mehr oder weniger. Eher mehr.”

“Aber eigentlich sind es dann ja nur 10 Meter.”
“Was? Wieso?”

“Naja wenn man das faltet mit drei von den Blättern, dann…”
“Moment mal, du nimmst immer drei auf einmal?? Und dann mehrfach?”

“Natürlich! Du nicht?”
“NEIN!”

“Frauen machen das so.”
“Aber ich kaufe doch extra schon immer das 4-lagige?”

“Was hat das denn damit zu tun?”
“Mehr Lagen, mehr Papier, mehr dies und das? Weniger Blätter nötig?”

“Das mit den vier Lagen Papier hat gar nichts zu sagen.”
“Nicht?”

“Nein. Mir ist das egal.”
“Du meinst also, ich könnte auch das 2-lagige kaufen?”

“Klar! Ist ja auch viel billiger.”
“Aber hast du nicht gesagt, dass du großen Wert auf Klopapier legst?”

“Schon, aber ich meinte, dass das schön aussehen muss.”
“Ich kann ja morgen Geschenkpapier mitbringen…”

Blödmann, nein, ich meine das Muster da drauf.”
“Und wen interessiert das?”

“Mich! Und ich brauche es ja auch oft.”
“Also schön. Ich fasse zusammen…”

“Wieso zusammenfassen?”
“Wenn ich morgen Klopapier kaufe, dann…”

“Dann nimmst du das günstige.”
“Aber es muss schön sein?”

“Ja. Am besten weiß, nicht gelb oder rosa oder so.”
“Na Schön, gut… Weiß also. Mit Prägemuster vielleicht?”

“Ja, irgendwas halt.”
“Soll es auch schön weich und flauschig sein?”

“Natürlich! Kein Schmirgelpapier oder so!”
“Soll ich es zur Sicherheit vor dem Kauf ausprobieren?”

“Geht denn das?”
“Schatz! Das war ein Witz!”

“Ach ja, haha, geht ja wohl auch schlecht!”
“Und 2-lagiges Papier reicht? Ganz sicher?”

“Ja. Aber bring gleich zwei Packungen mit.”
“Als Vorrat? Gute Idee..”

“Nein, nur falls ich von dem dünnen Papier dann doch mehr nehmen muss.”

Kopfschüttel…

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