Ich habe keine schlechte Laune!

Ich habe keine schlechte Laune! (photocase.de © dreamlab)Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer auf unserem Sofa. Während ich beiläufig einen anderen Radiosender suche, spielt meine Liebste an dem Reißverschluss ihrer „Wohlfühljacke“ rum.
Mit gesenktem Kopf macht sie dazu ein beleidigtes Schmollgesicht.

„Hmm mhmmh hmmm hm…“
„Was ist los, Süße? Hast du was?“

„Nein.“
„Aha. Wirklich nicht?“

„Nein, es ist nichts.“
„Und warum schmollst du dann? Nur so?“

„Wieso? Kann ich nicht einfach mal hier sitzen?“
„Doch, aber…“

„Hör auf, mich auszufragen!“
„Oh, da hat aber jemand ganz schlechte Laune, was?“

„Na und? Darf ich das nicht auch mal?“
„Du darfst.“

„Heute ist ein doofer Tag.“
„Und warum? Was war denn?“

„Boah, kann ich nicht einfach mal schlecht drauf sein?“
„Natürlich, entschuldige. Ich frage nicht mehr. Tschüß!“

„Wo gehst du hin?“
„Ich wollte rüber zum Computer und…“

„Toll. Ganz toll, Schatz.“
„Soll ich nicht?“

„Du kannst natürlich machen, was du willst.“
„Na ich dachte, wo du doch so schlechte Laune hast…“

„Ich habe keine schlechte Laune!“
„Sondern?“

„Ich bin frustriert.“
„Und wa…“

„Frag mich jetzt nicht, warum!“
„Schön, dann nicht. Lach doch mal!“

„Willst du mich jetzt aufheitern, oder was??“
„Naja, ich dachte…“

„Du bist ein Blödmann.“
„Ja vielleicht, aber ich bin DEIN Blödmann!“

„Ich bin kuschelbedürftig.“
„Wie bitte??“

„Du könntest mich ja mal in den Arm nehmen.“
„Das ist mir im Augenblick viel zu gefährlich, Schatz.“

„Ich bin gar nicht gefährlich bin ich nicht!“
„So?“

„Ich bin frustriert.“
„Ja, aber du sagst mir ja nicht, warum!“

„Du könntest mir ja auch einfach vertrauen.“
„Vertrauen? Dass du einen guten Grund hast, oder was?“

„Ja.“
„Nein.“

„Was nein?“
„Nein, da vertraue ich dir nicht.“

„Warum denn nicht??“
„Weil ich dich kenne, es ist bestimmt nur wieder Kleinkram.“

„Meine Probleme sind also Kleinkram für dich??“
„Nicht alle, Schatz.“

„Ach, und welche nicht??“
„Ähm, also, ich…“

„Was habe ich denn für große Probleme, bitte schön??“
„Ich dachte, du hättest irgendein großes Problem?“

„Wieso?“
„Du bist doch frustriert, oder nicht?“

„Na und? Ist das gleich ein großes Problem?“
„Naja, das dachte ich?“

„Ist es nicht!“
„Also ist eigentlich alles in Ordnung?“

„Nein, es ist schrecklich alles.“
„Schatz, ich habe nur noch cirka 40 Jahre zu leben und…“

„Gut, also schön, ich sage es dir.“
„Danke! Danke! Danke!“

„Jetzt hör zu!“
„Ja Schatz, ich bin ganz Ohr. Was ist denn nun los?“

„Ich habe heute Morgen eine große Packung Batterien gekauft.“
„Das ist natürlich bitter, ja… Wie schrecklich!“

„Manno, ich bin doch noch gar nicht fertig!“
„Ach so, kann ja keiner ahnen… Also Batterien, und weiter?“

„Für den Milchaufschäumer in der Küche.“
„Lebenswichtig, absolut. Gut gemacht, Schatz.“

„Und dann habe ich noch die Batterien der Küchenuhr erneuert.“
„Waren die denn leer? Ach, vergiss die Frage…“

„Naja, und dann bin ich auf diese dumme Idee gekommen…“
„Aha. Dumme Idee.“

„Es ist zum heulen.“
„Was denn für eine Idee??“

„Ich habe noch etwas repariert.“
„Und?? Was denn?“

„Die Körperfettwaage.“

Kopfschüttel…

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Du mein Meister

Du mein Meister (photocase.de © alex-)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zum Geldautomaten, um ein paar frische Scheinchen zu besorgen.
Die zurückliegende Pizza-Bestellung hat unsere letzten Bargeldreserven aufgezehrt.
Der Automat ist nicht weit weg und so machen wir einen kleinen Spaziergang dorthin.

„Hoffentlich ist der Automat nicht wieder kaputt.“
„Sag so etwas nicht, sonst erfüllt sich das noch, Süße.“

„Meinst du?“
„Sag lieber, wie nett und hübsch der Automat ist, das merkt der.“

„Ich mag keine Geldautomaten.“
„Nicht! Du musst sagen, dass ihm draußen bestimmt kalt sei und so.“

„Du bist ja süß!“
„Sehr gut, so ist es richtig.“

„Nein, ich meinte dich, du bist süß!“
„Ich??“

„Ja.“
„Ich bin nicht süß!“

„Warum nicht?“
„So etwas sagt man doch zu einem Mann nicht!“

„Aber wenn ich dich doch süß finde?“
„Schatz! Ich bin nicht süß und will es auch nicht sein!“

„Darf ich dich denn nicht süß finden?“
„Nein.“

„Sondern?“
„Keine Ahnung… Ähm, kreativ, intelligent, originell, gut aussehend…“

„OK… Oh du mein Held, du mein Meister, oh du mein…“
„Du bist so doof!“

„Du bist der Mann meiner Träume, mein edler Ritter, mein…“
„Danke, das ist sehr witzig, aber du kannst jetzt aufhören.“

„Aber süß darf ich nicht sagen?“
„Nein. Und Wenn hier überhaupt einer süß ist, dann du.“

„Wirklich? Du bist so niedlich!“

Kopfschüttel…

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Ich dich aber mehr!

Ich dich aber mehr!Meine Liebste und ich befinden uns mitten im frühmorgendlichen Aufbruchstress.
Noch einmal schnell ins Bad, wo ist meine Arbeitstasche, habe ich alles dabei, Wasserkiste mitnehmen, ohnehin schon spät dran, und so weiter.

„Warte, ich komme sofort mit!“
„Süße, nun mach endlich, ich bin spät dran!“

„Ich will mir noch einen Müsliriegel holen.“
„Ja gut, dann jetzt aber zackig.“

[Während ich mit Tasche in der linken und Wasserkiste in der rechten Hand bereits an der offenen Haustür stehe, huscht meine Liebste auf ihren Stöckelschuhen übers Parkett in die Küche. Ihre unbedachten Schritte machen dabei einen Lärm, der jede Autobahnbaustelle übertönen würde.]

„So, da bin ich, jetzt können wir.“
„Das ist schön, Schatz.“

„Halt, warte!“
„Was ist denn noch??“

„Hast du mich lieb?“
„Ja, ich habe dich lieb. Los, komm jetzt.“

„Wie doll denn?“
„Ganz doll.“

„Und wie doll genau?“
„Am dollsten. Liebste, ich muss jetzt wirklich…“

„Zeig doch mal.“
„Was denn zeigen?“

„Na, wie doll du mich lieb hast.“
„Du, ich habe gerade alle Hände voll, weißt du!?“

„Dann stell die blöde Wasserkiste doch hin!“
„Nee, ich will jetzt gehen!“

„Wie lieb hast du mich? Sag sag sag!“

[Mit einem langen Seufzer stelle ich die leere Wasserkiste und meine Aktentasche neben der Tür ab. Es kommt mir selbst ein bisschen wie Zeitlupe vor, aber vielleicht braucht man als Mann diesen Moment auch, um sich zu sammeln und zu beruhigen.
Ich breite während des Aufrichtens schon mal meine nun frei gewordenen Arme weit gestreckt aus.]

„Und?“
„Schatz. Ich habe dich sooo – lieb!“

„So doll?“
„Ja Schatz.“

„Ich dich aber mehr.“
„Pfff!“

„Ich habe dich soooooo – lieb!“
„Das ist aber nicht mehr!“

„Ich habe ja auch nicht so lange Arme wie du.“
„Tja, das ist Pech!“

„Ich habe dich von hier bis zum Mond lieb.“
„und ich dich von hier bis hinter den Mond.“

„Das hast du aber eben nicht gesagt.“
„Na und? Kann ich doch trotzdem sagen?“

„Ich habe dich so viel lieb wie Wasser im indischen Ozean ist.“
„Und ich dich so viel wie Sand in der Sahara.“

„Ich habe dich so lieb wie die Schnecke den Salat.“
„Und ich dich so wie die Katze die Maus.“

„Katze und Maus?? Die mögen sich doch gar nicht!“
„Wieso denn nicht?“

„Na die Maus rennt doch weg vor der Katze.“
„Ich meinte eher, dass die Katze die Maus am liebsten verspeisen würde.“

„Warum willst du mich verspeisen? Dann bin ich doch weg?“
„Naja ich könnte ja auch zunächst nur ein bisschen knabbern.“

„Ich frage dich, ob du mich lieb hast, und du willst nur knabbern?“
„Nein, ich meine, ich könnte und dann anschließend…“

„Du willst mich verschwinden lassen, hast du gesagt.“
„Nein, das war doch nur wegen der Katze…“

„Katzen mag ich nicht.“
„Ja, ich weiß, du hättest gerne das Klopapier-Hündchen…“

„Ja, und der würde mich auch nicht verschwinden lassen wollen!“
„Ich dich doch auch nicht!“

„Du solltest mir nur zeigen, wie doll du mich lieb hast.“
„Habe ich denn nicht?“

„Doch, aber nicht richtig.“
„Ich habe gezeigt: sooooooooooo lieb!“

„Und ich dich sooooooooooooooooooooo lieb!“
„Na schön, dann hast du mich eben mehr lieb.“

„Typisch Männer…“
„Was denn??“

„Dir ist das total egal!“
„Schatz! Können wir jetzt endlich zur Arbeit gehen?“

„Nicht einmal für eine Liebeserklärung nimmst du dir Zeit!“
„Doch, aber dir kann man es ja nicht recht machen.“

„Lieb haben hat doch nichts mit recht machen zu tun!“
„Na gut, schön, von mir aus… Mir fällt was ein.“

„Was denn?“
„Ich liebe dich.“

„Ja und?“
„Na das wiegt mehr, als jemanden lieb haben.“

„Das stimmt, aber ich liebe dich mehr.“
„Nein, ich dich.“

„Nein, ich dich!“
„Nein nein, ich dich!!“

„Kriege ich den kleinen Hund?“
„Dann will ich eine Katze.“

Blödmann! Dann frisst mein Hund deine Katze. So!“

Kopfschüttel…

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Nur eine Kleinigkeit

Nur eine Kleinigkeit (photocase.de © Alex-)Meine Liebste hat – natürlich – zum vergangenen Valentinstag einen schmucken Blumenstrauß bekommen. In voller Blüte erstrahlen die Rosen auch heute noch sehr ansehnlich auf unserem Esstisch im Wohnzimmer. Toll!

„Du, der Strauß ist immer noch so schön.“
„Ja Süße, gefällt er dir?“

„Ja! Ich freue mich immer über Blumen, danke.“
„Das weiß ich Schatz, das weiß ich. Gern geschehen.“

„Und das kleine Herzchen da drin, das mag ich auch.“
„Das ist extra für dich.“

„Du hast es immer so leicht.“
„Ich? Womit?“

„Du kaufst einfach ein paar Blumen und schon freue ich mich.“
„Du magst ja auch Blumen, Schatz.“

„Für Frauen ist das viel schwieriger.“
„Ähm… Das verstehe ich jetzt nicht?“

„Männer bringen einfach Blumen mit, und was machen Frauen?“
„Was machen sie denn??“

„Ich meine, was sollen denn Frauen den Männern mitbringen?“
„Also…“

„Pralinen? Blumen? Schmuck? Oder was?“
„Naja, das muss nicht sein, denke ich.“

„Was könnte ich dir denn mal mitbringen?“
„Hm…“

„Mal so zwischendurch, damit du dich freust?“
„Keine Ahnung. Einen Liter Milch vielleicht?“

„MILCH?? Ich bringe dir doch keinen Liter Milch mit!“
„Na gut, dann zwei Liter Milch.“

„Quatsch, jetzt sag doch mal!“
„Milch macht müde Männer munter.“

„Du willst doch jetzt nicht wirklich Milch geschenkt bekommen!?“
„Also ich trinke gerne Milch. Und wir haben keine mehr.“

„Du bist so… Wie wäre es mit einer DVD?“
„Tja, warum nicht. Kannst du machen.“

„Naja Socken willst du ja wohl nicht?“
„Nein, danke.“

„Dich interessiert das gar nicht, oder?“
„Doch Schatz.“

„Und warum schaust du dann die ganze Zeit aus dem Fenster, wenn ich mit dir rede?“
„Och, nur so, entschuldige. Ähm… Was hast du mich gefragt?“

„Soll ich dir mal eine DVD mitbringen??“
„Ja, mach. Ist auch billiger.“

„Billiger als was?“
„Als Blumen.“

„Das kommt ja wohl auf die DVD an.“
„Also wenn du den Preis dieses Straußes hier erreichen willst, dann…“

„Aber ich dachte doch so an eine Kleinigkeit nur.“
„Von mir aus…“

„Wieso soll ich denn jetzt die teuren DVD´s kaufen?“
„Sollst du doch gar nicht!“

„Da will ich dir was mitbringen und gleich muss es teuer sein!“
„Schatz, nein, das…“

„Ich bin ja auch selbst schuld.“
„Woran jetzt?“

„Was frage ich dich auch!“
„Aber ich habe doch gar nicht…“

„Man muss das Geld doch nicht zum Fenster rauswerfen!“
„Also jetzt mal langsam! Du hast doch die blöde Idee mit den DVD´s…“

„Ach blöd bin ich jetzt auch noch??“
„Nein, nein, aber du hast doch eben…“

„Vielen Dank auch!“
„Süße, aber du brauchst mir doch auch gar nichts mitbringen.“

„Hast du auch gar nicht verdient!“

Kopfschüttel…

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