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Die wärmste Stelle

16. Januar 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die wärmste Stelle (photocase.de © Simbär)Meine Liebste und ich sind zu Bett gegangen. Wir diskutieren noch ein paar Vorzüge unserer brandneuen Bettwäsche und der Moment des Einschlummerns steht kurz bevor.

“Ich hab dich lieb, mein Schatz.”
“Ich dich auch, Süße, schlaf schön.”

“Kriege ich noch einen Kuss?”
“Ja.”

[Ich neige mich rüber zu meiner Liebsten und gebe ihr einen Gute-Nacht-Kuss. Dabei umarme ich sie sanft und freue mich auf das langsame Einschlafen an ihrer warmen Seite.]

“Du hast ja ganz kalte Hände!”
“Naja es geht. Sie sind auf jeden Fall nicht wirklich warm.”

“Soll ich dir die mal warm machen?”
“Nein, lass mal. Die werden gleich schon warm.”

“Weißt du, wo die wärmste Stelle am Körper ist?”
“Ja.”

“Und wo?”
“Na du weißt es doch selbst, oder?”

“Ja, aber du nicht.”
“Doch, ich weiß es auch.”

“Und wo dann? Sag doch mal!”
“Meinst du die wärmste Stelle bei dir oder so allgemein?”

“Ist das nicht immer gleich?”
“Kann ich mir nicht vorstellen.”

“Und wo bin ich am wärmsten?”
“Im Zweifelsfall ist es deine Stirn, würde ich sagen.”

“Warum?”
“Manchmal befürchte ich, dass du Dauerfieber hast.”

“Wie meinst du das? Wieso Fieber?”
“Weil du oft so wirres Zeug redest! Das kann nur Fieber sein…”

“Ich habe kein Fieber. Fühl mal.”
“Nein, ich will jetzt nicht fühlen.”

“Warum denn nicht? Nun fühl doch mal!”
“Also gut…”

“Und?”
“Fühlt sich sehr warm an…”

“Das meinst du nur, weil du so kalte Hände hast.”
“Na schön. Kann sein. Also kein Fieber. Gute Nacht.”

“Wie wäre es jetzt mit der wärmsten Stelle? Such doch mal!”
“Wofür jetzt?”

“Na zum Hände wärmen und dieses und jenes…”
“Ja gleich, lass uns erst das Licht aus machen und das andere.”

“Was ist denn das andere??”
“Na du willst dich doch erst immer bequem hinlegen, oder nicht?”

“Und was ist mit meiner wärmsten Stelle?”
“Ja gleich!”

“Also wegen mir musst du das Licht nicht aus machen, Schatz.”
“Wenn wir erst liegen, dann komme ich nicht mehr an den Schalter.”

“Du sollst dir jetzt deine Hände wärmen und nicht rumliegen!”
“Wovon sprichst du denn eigentlich??”

[Meine Liebste räkelt sich unter ihrer Bettdecke und grinst von einem Ohr bis zum anderen.]

“Mir ist ganz schön warm jetzt.”
“So? Das ist gut, dann wärme ich mir gleich die Hände.”

“Und?”
“Was und!”

“Warum machst du es dann jetzt nicht?”
“Ja gleich, wenn du liegst! Dann lege ich meine Hände drauf.”

“DRAUF?? Wo drauf denn??”
“Na auf deinen Kopf!”

“Wieso denn auf meinen Kopf??”
“Der Scheitel des Menschen ist seine wärmste Stelle!”

“Was?”
“Der Scheitel! Die wärmste Stelle! Oder was?”

“Der Scheitel ist doch nicht die wärmste Stelle!”
“Natürlich! Ich dachte, du wüsstest das!”

“Aber ich dachte eigentlich eher an…”
“Woran?”

“Naja, vielleicht nicht die wärmste Stelle…”
“Sondern?”

“Aber die heißeste!”

Kopfschüttel…

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Triff Leitung 4, 9 oder 14

21. Dezember 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Triff Leitung 4, 9 oder 14Meine Liebste und ich zappen durch das abendliche Kabelfernsehen. Es ist schon immer bedenklich, wenn die Programmnummer die 12 übersteigt.
Danach kommen dann gewöhnlich nur noch Nachrichten-, Shopping- oder Langweilersender. Aber…

“Lass, lass, das finde ich interessant!”
“Was! Den Quizsender da? Süße, das ist doch öde!”

“Nein, schau doch, ist gerade ein neues Rätsel!”
“Nenne 6 Tiere mit 3 Buchstaben. Toll…”

“Was meint die denn damit?”
“Was soll sie schon meinen. Tiere mit drei Buchstaben eben.”

“Ähm… Ich kenne kein Tier mit drei, nur mit zwei.”
“Mit zwei?? Also… Da fällt mir gar keins ein.”

“Zum Beispiel Papagei, Henne, Giraffe… Aber mit drei?”
“GIRAFFE? Giraffe hat doch mehr als zwei Buchstaben!”

“Nein, Giraffe hat zweimal ein F.”
“Das meint die Glücksfee da doch gar nicht!”

“Hm. Glücksfee hat auch zwei Buchstaben.”
“Nein, Glücksfee hat… Acht. Nee Neun! Der Hai hat drei.”

“Ach so, die meinen drei Buchstaben insgesamt?”
“Ja.”

“Gut, gut. Hai. Geht auch Ara?”
“Der Papagei? Könnte passen.”

“Also Hai, Ara und… Hilf mir doch Mal!”
“Hm. Das ist schwieriger, als ich dachte…”

“Klar ist das schwierig! 2.000 Euro kann man da gewinnen!”
“Wie bitte?? 2.000 Euro?”

“Ja, wollen wir da mitmachen?”
“Nein, wollen wir nicht!”

“Wieso denn nicht?”
“Liebste! Das kostet 50 Cent pro Anruf und klappt eh nicht!”

“Triff Leitung 4, 9 oder 14 steht da.”
“Na und? Wie willst du das denn kontrollieren?”

“Die sagen dir am Telefon, welche Leitung du getroffen hast.”
“Woher willst du das… Schatz, sag jetzt nicht, dass…”

“Naja, ich habe schon ein paar Mal mitgespielt…”
“Was heißt denn ein paar Mal??”

“Früher.”
“Wie oft?”

“Des Öfteren. So dann und wann.”
“Das wusste ich ja noch gar nicht!”

“Na und? Was ist schon dabei?”
“Hast du denn schon einmal was gewonnen?”

“Nö. Ich habe immer die falsche Leitung getroffen.”
“Ach was! Tatsächlich? Was für ein Pech!”

“Sau.”
“Was?”

“Na Sau ist auch ein Tier mit drei Buchstaben.”
“Ja, richtig. Stimmt, aber…”

“Hai, Sau, Ara.”
“Uhu.”

“Ja! Ja! Uhu ist gut, schon vier! Weiter!”
“Nein, lieber nicht, sonst rufst du da noch an.”

“Ich hab´s! Beo und Bär!”
“Oh nein…”

“Ich rufe jetzt an, ja?”
“Schatz! Das ist doch zwecklos!”

“Die hat gesagt, sie hätte schon elf Gewinner gehabt heute!”
“Ja, und drei Millionen Verlierer.”

“Das hat sie nicht gesagt.”
“Natürlich nicht! Schatz, nicht da anrufen, ja?”

[Meine Liebste greift unbeeindruckt zum Telefon und wählt die Glücksnummer. Kurze Stille.]

“Ich hab die falsche Leitung getroffen, die drei.”
“Aha. Ja. Das wundert mich jetzt nicht…”

“Aber ich war doch schon total nah dran! An Leitung vier.”
“Oh Wunder! Du Schatz, bitte würdest du…”

[Meine Liebste lässt ihre Finger erneut über das Telefon huschen.]

“Mist, Leitung zwölf.”
“Leitung eins.”
“Leitung fünf.”
“Leitung neunzehn.”
“Leitung sieben.”
“Leitung sieben.”
“Leitung elf.”
“Leitung dreiundzwanzig.”

[Während meine Liebste unsere gesamten Ersparnisse vertelefoniert, schaue ich weiter dem Verlauf der Quizsendung zu. Eins muss man der jungen Dame da neben der Spieltafel ja lassen: stundenlang sinnloses Zeug quatschen und Zuschauer immer wieder aufs Neue motivieren kann sie wirklich ausgezeichnet. Ich gebe zu, ich bin von dieser Kunst irgendwie beeindruckt.]

“Hai, Sau, Bär, Ara, Uhu, Beo. Ich probiere es noch einmal.”
“Das können wirklich nur Frauen.”

“Was?”
“Na soviel quatschen.”

“Ich sage doch gar nichts?”
“Du doch nicht! Obwohl du das auch zuweilen kannst…”

“Rede ich dir zuviel?”
“Nein, du TELEFONIERST im Augenblick zuviel!”

“Ich will doch aber nur die 2.000 Euro gewinnen.”
“OK, mach einfach. Zur Not können wir ja dein Auto verkaufen…”

“Was soll ich denn sagen, wenn ich durchkomme?”
“Die sechs Tiere natürlich.”

“Meinen Namen auch?”
“Wenn sie dich fragt, warum nicht?”

“Hinterher sieht das noch jemand!”
“Na und? Du hast doch sechs Tiere, also was kann passieren?”

“Und wenn ich mich aus Versehen verspreche?”
“Das wäre dann Pech.”

“Das kann ich nicht. Und Ara geht bestimmt gar nicht!”
“Schatz… Du hast doch schon 100-mal da angerufen jetzt!”

“Ja, aber jetzt denke ich, dass…”
“Womit habe ich das nur verdient…”

“Kannst du denn nicht für mich da anrufen?”
“BITTE?? ICH??”

“Ja, bitte, bitte!”
“Du spinnst ja wohl! Niemals!”

“Jetzt ruf die Kleine da an und sag ihr die Tiere.”
“Nein verdammt, ich rufe die Quasselkuh nicht an!”

“Super!”
“Was?”

“Kuh hat drei Buchstaben! Nimm, ich hab schon gewählt…”

Kopfschüttel…

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Weißt du, was schlimm ist?

11. Dezember 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Weißt du, was schlimm ist?Meine Liebste und ich freuen uns immer sehr, wenn wir uns abends nach einem gruseligen Arbeitstag wiedersehen. Meistens ist die Liebste vor mir zuhause; dann sitzt sie an ihrem Schreibtisch und springt lachend auf, sobald ich durch die Tür komme. Also: Tür aufschließen, reingehen, Liebste ist da. Ich freue mich auf sie!

“-”
“Schatz, ich bin da!”

“-”
“Süße?”

“-”
“Scha-a-aatz!”

“-”
“Schatz? – SCHAATZ??”

“-”
“Bist du gar nicht da?”

“Hm nam re brr nnn…”
“Wo bist du denn??”

“Hm mhm hier mhhmm…”

[Ich höre sie in der Wohnung irgendwo wimmern, aber ich kann sie nicht sehen. Am Schreibtisch sitzt sie nicht und sonst sind anscheinend alle Zimmer dunkel.]

“Schatz?”

“Rmmh jm ehm ich bin hier.”
“Wo?”

“Im Wohnzimmer.”
“Ach hier!”

[Meine Liebste liegt zusammengekauert auf dem Sofa unter einer braunen Decke, die sie bis zur Nasenspitze hochgezogen hat.]

“Ich bin krank.”
“Huch! Was hast du denn??”

“Ich habe Husten und Schnupfen und Kopfweh und alles.”
“Das tut mir wirklich Leid Süße, kann ich denn etwas für dich tun?”

“Nein.”
“Du hast ja einen ganz heißen Kopf! Fieber?”

“Nö.”
“Ich glaube aber schon!”

“Nee.”
“Hm. Warst du beim Arzt?”

“Weißt du, was schlimm ist?”
“Nein, was denn?”

“Ich habe nichts zum Schnupfen.”
“Was?”

“Für meine Nase.”
“Taschentücher? Haben wir keine mehr?”

“Doch.”
“Aber?”

“Das ist kein Tempo.”
“Ja und?”

“Wir haben nur, ähm, Cien.”
“Cien?”

“Ja Cien, ich will aber Tempos.”
“Ja tut mir Leid, Tempos haben wir wohl jetzt nicht.”

“Mir tut meine Nase schon weh, weil ich keine Tempos habe!”
“Aber du hast die doch neulich selber gekauft, Schatz?”

“Die sind ja auch billiger.”
“Aber warum holst du die denn, wenn du sie gar nicht willst?”

“Normalerweise bist DU ja immer krank.”
“Ach! Und für mich reichen auch die billigen, oder wie?”

“Männernasen sind viel unempfindlicher.”
“Das stimmt ja überhaupt gar nicht!”

“Mecker mich nicht an, ich bin krank!”
“Ja aber… Na gut. Was möchtest du denn jetzt?”

“Ich will Tempos!”
“Ja aber Schatz, wir haben keine!”

“-”
“Schatz.”

“-”
“Schatz?”

“-”
“Warum schmollst du denn jetzt?”

“Weil wir keine…”
“Wir haben keine Tempos, ja, ich weiß!”

“-”
“Och Schatz!”

“Kannst du mir nicht welche…”
“Welche holen? Jetzt noch?? Nee!”

“Aber meine Nase…”
“Die Läden haben schon zu und woher soll ich denn jetzt…”

“Meeee! Hm nam re brr nnn…”
“Moment, warte, mir fällt da was ein…”

[In meiner Notebooktasche müsste ich noch Taschentücher haben. Damit ich auf Reisen immer gewappnet bin, verwahre ich dort Kleinigkeiten, die man immer mal wieder brauchen kann, wenn man unterwegs ist. Labello, Kaugummi, Taschenmesser, Taschentücher... Ich bete, dass es sich um Tempos handelt!]

“Hmm mmm rm grmmm meeeenhhhmmm….”
“Schatz, Schatz, schau! Ich habe Tempos!”

“Wo hast du die denn jetzt her?”
“Hier, ich hatte noch welche in meiner Tasche vom Notebook.”

“Hm.”
“Ja was denn? Nicht gut? Sind Tempos!”

“Nee.”
“WAS??”

“Die sind ja uralt.”
“Na und?”

“Die will ich nicht.”
“Schatz! Du hast Schnupfen, du wolltest Tempos, ich habe Tempos. Nimm!”

“Nee, das ist ja noch blöder jetzt.”
“Was denn??”

“Jetzt hast du Tempos, aber die kann ich nicht nehmen. Bäh!”
“Aber die sind doch völlig in Ordnung!”

“Du kannst ja auch keinen Pulli anziehen, der drei Jahre im Schrank lag.”
“Was?”

“Weil der dann müffelt.”
“Ach und die Tempos hier müffeln?”

“Bestimmt, so alt wie die sind.”
“Das weißt du doch gar nicht! Und wenn schon…”

“Was heißt denn UND WENN SCHON!”
“Na du kannst es sowieso nicht riechen, selbst wenn es so wäre!”

“Das ist total gemein von dir.”
“Och Schätzchen, ich meine es doch nur gut.”

“Meeee! Hm nam re brr nnn…”
“Was?”

“Hmm mmm rm grmmm meeeenhhhmmm….”
“Ich verstehe kein Wort, was?”

“Ich habe auch keine Nasentropfen mehr.”
“Warte, ich glaube ich habe im Schrank noch…”

“Rmmm ehhmllm halleenmmmmm…”
“Bitte? Was? WAS IST DENN JETZT WIEDER??”

“Die hast du schon benutzt, oder? Hm rhm mehm…”

Kopfschüttel…

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Füttern finde ich aber lustig!

19. November 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Füttern finde ich aber lustig!Meine Liebste und ich sitzen an unseren PCs und erledigen dies und das. Ich sitze an Rechnungen und Parkbelegen, meine Liebste surft durch die große weite Welt des Internet auf der Suche nach Unterhaltung. Ich gebe zu, dass ich mich bei solchen lästigen Arbeiten nur ungern stören lasse…

“Du, Schatz?”
“Moment, ich kann jetzt gerade nicht.”

“Ich habe nur eine kleine ganz schnelle Frage.”
“Gleich, gleich, ich rechne gerade… MIST!”

“Was denn?”
“Jetzt habe ich mich vertippt, was willst du denn!?”

“Was heißt Feet auf Deutsch?”
“Füße. Die Füße.”

“Bist du sicher?”
“Ähm… Ja. Und jetzt lass mich mal eben, bitte.”

Und wo sind die Füße im Kopfschüttel-Blog?”
“Hä? Was für Füße denn?”

“Naja Feet heißt doch Füße auf Deutsch, oder?”
“Ja doch, aber es gibt keine Geschichte zu Füßen bei uns.”

“Doch, das mit den kalten Füßen unter der Bettdecke.”
“Ach ja, naja am Rande geht es da um Füße, stimmt.”

“Und die Geschichte findet der Typ hier toll?”
“Welcher Typ??”

“Hier ist ein Blog von dem neuen ehrlichen treuen Mann.”
“Ach so, jetzt verstehe ich, das Ehrlichtreu-Blog?”

“Äh, ja. Und da steht das Kopfschüttel-Blog drin.”
“Richtig, er hat uns verlinkt, hat er mir neulich geschrieben.”

“Verlinkt?”
“Naja empfohlen eben, so wie wir seins.”

“Und wieso dann die Füße?”
“Was für Füße denn??”

“Das steht hier aber!”
“Was? Dass es auf Kopfschüttel eine Füße-Geschichte gibt??”

“Und wenn man klickt, kommen jede Menge wirre Zeichen.”
“Herrgott, du meinst nicht Feet, sondern FEED!”

“Ja, Feet. Füße. Hast du doch gesagt!”
“Nein, FEED mit D am Ende Fee-d-d-d!. Das ist was anderes.”

“Steht hier auch mit D. Also was heißt das denn? Nicht Füße?”
“Nein, tja, was heißt Feed eigentlich. Sowas wie Füttern wohl.”

“Was füttert der neue Mann denn?”
“Also nun mal langsam! Der füttert gar nix.”

“Also da steige ich echt nicht durch.”
“Feed nennt man es, wenn jemand die Geschichten abonniert.”

“Ach so, und du fütterst den dann, der das abonniert?”
“Ähm… Ja, so könnte man es wohl sagen…”

“Den treuen Mann hier fütterst du also auch?”
“Zeig das erst einmal her, ich verstehe nur Bahnhof!”

[Des Rätsels Lösung ist einfach: in der Blogroll von ehrlichtreu.org ist nicht der Link zum Kopfschüttel-Blog, sondern zu dessen Feed hinterlegt. Da das aus meiner Sicht nicht wirklich Sinn macht, ist es sicher nur ein kleiner Fehler.]

“Siehste, hier!”
“Ja, tatsächlich. Das ist sicher ein Fehler. Ich schreibe ihm mal.”

“Soll der denn das Kopfschüttel-Blog nicht füttern?”
“Nein, das verstehst du falsch, er hat ja…”

“Füttern finde ich lustig, lass das doch so!”
“Nein, das geht doch nicht, der Feed muss doch…”

“Also wer füttert denn jetzt wen?”
“Schatz! Das war nur so ein Vergleich, es ist etwas anders…”

“Kann ich das Kopfschüttel-Blog auch füttern?”
“NEIN, weil… Doch, du fütterst es in gewisser Weise schon.”

“In gewisser Weise??”
“Naja, du bist ja die Hauptdarstellerin. Ohne dich auch kein Blog.”

“Und mit Füßen hat das wirklich nichts zu tun?”
“Nein, nein, vergiss die Füße endlich!”

“Und du vergiss nicht, mich ab und zu auch mal zu füttern!”

Kopfschüttel…

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Nun mach mal ne Pause!

3. Oktober 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Nun mach mal ne Pause!Meine Liebste hat ab und zu ihre “5 Minuten”.
In dieser Zeit sollte man nicht versuchen, ihr eine Frage zu stellen, eine ihrer Fragen zu beantworten oder sich selbst fragen, ob es dagegen schon Medikamente gibt…
Dass ich aber auch nie dazu lerne!

“Du, was wird denn die nächste Kopfschüttel-Geschichte?”
“Schatz, das weiß ich doch jetzt noch nicht.”

“Soll ich irgendwas machen?”
“Wie jetzt? Was?”

“Na, ich könnte doch etwas Blödes machen und du schreibst dann darüber im Blog.”
“Schatz, so funktioniert es doch nicht. Das ist ja langweilig!”

“Hast du denn eine Idee, was du jetzt schreiben könntest?”
“Nein. Oder doch: ich könnte darüber schreiben, dass du immer so lange an deinen Mini-Pickeln rumdrückst, bis sie…”

“Das tust du nicht! Außerdem habe ich gar keine Pickel!”
“Na gut, dann eben nicht.”

“Wenn du dazu was schreibst, dann…!”
“Tue ich ja nicht. Wer will darüber schon was lesen…”

“Dann lege ich Eiswürfel in deine Schuhe!”
“BITTE??”

“Und ich verstecke deinen Autoschlüssel!”
“WAS?”

“Und ich vertausche an deinem Computer alle Stecker!”
“Schatz, äh…”

“Und ich gieße deine Lieblingsorchidee mit Maggi!”
“Sag mal, wie kommst du denn…”

“Ich ritze alle deine Schnürsenkel an!”
“Nun mach mal ne Pause!”

“Und ich rufe deine Mama an.”
“MEINE MAMA??”

“Und dann sage ich ihr, wie böse du zu mir bist!”
“Schatz! Was ist denn mit dir los, ich…”

“Und mit deinem Chef spreche ich auch!”
“MIT MEINEM CHEF??”

“Dann sage ich ihm, dass du neidisch auf sein Auto bist!”
“Also hör mal! Außerdem stimmt das nicht!”

“Ich vertausche alle DVD’s in deiner James-Bond-Sammlung!”
“SCHATZ!”

“Ich rufe mit deinem Handy so eine 0900er-Sexnummer an!”
“Du spinnst ja wohl!”

“Morgen kriegst du ein Frühstücksei mit ganz viel Glibber!”
“Wie kommst du bloß so spontan auf diese vielen gemeinen…”

“Spontan? Wieso denn spontan??”

Kopfschüttel…

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Des Kopfschüttlers Albtraum

15. September 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Des Kopfschüttlers AlbtraumMeine Liebste war für ein paar Tage beruflich unterwegs; das kommt öfter mal vor und auch wenn es nie für lange ist, so freuen wir uns dennoch immer sehr, wenn wir uns anschließend wieder in die Arme fallen können.

“Hallo Schatz, da bin ich wieder, freust du dich?”
“Ja Süße, ich hätte es auch nicht länger ausgehalten!”

“Das ist auch gut so. Ich freue mich auch.”
“Wie war denn deine Reise? Alles gut?”

“Jaja, alles OK. – Du Schatz?”
“Ja?”

“Du hast mich doch lieb, oder?”
“Ja natürlich, warum fragst du das so komisch?”

“Nein, erst musst du es mir sagen!”
“Was sagen?”

“Dass du mich lieb hast.”
“Ich habe dich GANZ DOLL lieb, Schatz.”

“Wirklich?”
“Ja, Schatz. Was ist los, hast du was angestellt?”

“ICH? NEIN! ICH DOCH NIE! Wieso fragst du?”
“Naja nur so!”

[Meine Liebste kann Dinge sehr gut in ein anderes Licht rücken. Aber richtig lügen kann sie nicht. Ich spüre Skepsis.]

“Du Schatz, ich war doch jetzt ein paar Tage unterwegs.”
“Ja, ich weiß, und?”

“Was wäre, wenn mir da aus Versehen was passiert wäre?”
“Bitte? Wie jetzt was passiert?”

“Naja, wenn ich einen Fehler gemacht hätte.”
“Das kommt dann wohl auf den Fehler an, oder? Was ist denn?”

[Meine Liebste hat in einem schicken Hotel übernachtet. Normalerweise schreibt sie dann abends immer noch eine liebe SMS. Gestern aber nicht...]

“Ich weiß nicht, wie es passiert ist, aber ich habe wohl für einen kurzen Moment nicht aufgepasst.”
“Schatz, wenn es das ist, was ich befürchte, dann…”

“Was du befürchtest? Heißt das, du hast es schon gesehen?”
“Gesehen? Was denn gesehen??”

[Meine Blicke streifen über ihren weißen Blusenkragen auf der Suche nach Lippenstift. Wobei das ja Blödsinn ist, denn Männer tragen ja selten welchen... Knutschfleck ist aber auch nicht zu sehen.]

“Naja, also…”
“Du warst gestern abend nicht auf deinem Hotelzimmer!”

“Das stimmt, wir waren noch an der Bar und…”
“Wer sind denn bitteschön WIR?”

“Schatz, nun lass mich doch erstmal erklären!”
“Was gibt es denn da zu erklären?? Das glaube ich ja wohl nicht!”

[Gott was für eine Horrorsituation! Alles kann ich ertragen, bloss das nicht. Ich werde sie zum Mond schießen!]

“Es tut mir so leid, so leid, und wir könnten doch probieren…”
“Was denn? Was denn probieren? Vergeben und vergessen?”

“Nein, wir könnten da doch einmal zusammen hinfahren.”
“Ach nee! Der Täter kehrt an den Ort des Verbrechens zurück!?”

“Aber vielleicht hat der die ja noch.”
“WAS? Wer jetzt?”

“Der Juwelier.”
“EIN JUWELIER??”

“Ja, wo du meine Ohrringe gekauft hast. Ich hab doch den einen verloren gestern, und das tut mir so leid! – Schatz? “

“Warum bist du so blass??”

Kopfschüttel…

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Die Freundin des Typen

27. August 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die Freundin des TypenMeine Liebste verfolgt natürlich auch selbst, was im Kopfschüttel-Blog so passiert und jedesmal freut sie sich riesig. Übrigens ist sie der Meinung, “so sei das ja alles immer gar nicht gewesen.” Ich glaube es ja manchmal selbst nicht…

“Du, da haben welche Kommentare zu mir geschrieben.”
“Ja, das stimmt. Lustig, oder?”

“Der eine hat gesagt, seine Freundin würde ihm so ein Blog verbieten.”
“Ist mir aufgefallen.”

“Könnte ich dir das auch verbieten?”
“Ähm…”

“Ich meine, wenn ich auch dagegen wäre?”
“Ja bist du doch aber nicht, oder??”

“Nein. Ich finde das alles sehr lustig.”
“Gut, ich dachte schon…”

“Aber wenn ich will, dann löschst du alles?”
“Schatz, also, da steckt viel Arbeit drin und…”

“Zum Beispiel die Geschichte mit dem Parken.”
“Was ist denn damit??”

“Oder das mit dem Shopping.”
“Ja aber du hast doch gesagt…”

“Oder die Krabbensalat-Geschichte.”
“SCHATZ! Bislang hast du dich doch immer darüber gefreut!”

“Ich will aber nicht für doof gehalten werden!”
“Es ist die Frage, wer von uns beiden mehr bedauert wird…”

“Ach du vielleicht?? Ja, du kommst ja immer gut weg dabei!”
“Ich glaube, die meisten Männer beneiden mich um dich.”

“So? Und wieso?”
“Weil du hübsch und lustig bist und Spaß verstehst.”

“Hm.”
“Und weil du Selbstbewusstsein hast und klug bist.”

“Und warum müsste ich dir das dann eigentlich verbieten?”
“Wer sagt denn das??”

“Die Freundin von dem Typen da. Die lacht doch über mich!”
“Ja aber alle anderen doch auch! Ich meine, nein, also…”

“Na toll! Ich dachte, du machst dieses Blog, weil du mich lieb hast!”
“Aber ich habe dich doch auch lieb!”

“Und warum sollen dann alle über mich lachen??”
“Über UNS, Schatz, über UNS! Das ist doch der Sinn von Humor!”

“Hm.”
“Über sich selbst lachen zu können, ist doch toll. Ich bin stolz auf dich.”

“Sag mal was lustiges jetzt.”
“Wer? Ich?”

“Ja, du. Sag mal irgendeinen Blödsinn.”
“Gut, ähm… Nutella gibt es jetzt auch mit Melonengeschmack und ganzen Früchten.”

“Hä? Das passt nicht. Was anderes.”
“Aber… na gut. Sieben mal sieben gibt sehr feinen Sand.”

“Da kann ich ja keine Blog-Geschichte draus machen!”
“Du??”

“Ich will da auch was schreiben! Damit die Freundin von dem Typen da sieht, dass du auch doof bist!”
“Schatz! Das ist ein Blog über DEINE alltäglichen Verrücktheiten!”

“Eben hast du gesagt, über uns!”
“Ja, schon, aber du lieferst doch die Vorlagen!”

“Du meinst also, ohne mich wäre das gar nicht lustig?”
“Das will ich wohl meinen. Du bist bereits sehr prominent.”

“Und ohne mich wäre das auch für dich ja nicht lustig?”
“So gesehen, ja, das stimmt. Obwohl es ja manchmal auch echt anstrengend…”

“Dann lass mal. Die Freundin von dem Typen ist wahrscheinlich nicht lustig.”
“Kann sein, aber…”

“Du sollst mich lustig finden und lieb haben. Schreib weiter!”

Kopfschüttel…

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Richtig im Regen stehen

20. August 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Richtig im Regen stehenMeine Liebste und ich wollen heute beim Bremer Triathlon als klatschende Zuschauer teilnehmen. Wir haben gedacht, das sei ein guter sportlicher Einstieg und darüber hinaus eine nette Sonntagsbeschäftigung. Das Wetter ist instabil; wir gehen bei Sonnenschein mutig trotzdem los. Wir sind ja nicht aus Zucker…

“Ich habe heute mal keinen Schirm mitgenommen.”
“Ja Schatz, das ist mir aufgefallen. Sonst ja gar nicht deine Art…”

“Ich werde halt nicht gerne nass.”
“Ja, ich weiß: die Haare, die Schuhe, das Makeup…”

“Genau. Aber heute habe ich keine Schminke drauf, meine Haare sind heute egal, meine Schuhe uralt. Also: es kann ruhig regnen. Ich würde mich sogar freuen!”
“Daran werde ich dich gleich erinnern, siehst du die Wolke da?”

“Ist mir egal! Soll es doch regnen! Lalala laalaaa!”

[Kurze Zeit später regnet es wie aus Eimern...]

“Ist egal! Ich bin patschnass, aber egal!” [Sie schlottert...]
“Schatz, wollen wir nicht vielleicht doch wieder zurück und…”

“Hui, ich bin noch nie so nass geworden! Schön!” [Sie zittert...]
“Ähm, ist ja toll, aber…”

“Wow, w- was für ein Re- re- gen!” [Sie bibbert...]
“Schatz! Ich bin beeindruckt aber jetzt lass uns endlich…”

[Ein heftiger Donner grollt über uns hinweg, in der Ferne blitzt es.]

“Oh nein, Gewitter! Bei Gewitter habe ich Angst!”
“Ich dachte, du fühlst dich hier jetzt richtig wohl??”

“Nein, komm jetzt, Schluss, wir gehen!” [Sie reißt mich mit...]
“Schon toll so ein Regen, was? Haha!”

“Blödi! Gewitter sind gefährlich! Ich habe Wasser im Schuh!”
“Keine Sorge, das steht dir ausgezeichnet!”

“Apropos, weißt du was?”
“Nein, Schatz, was denn? Obwohl, ich will es eigentlich gar nicht…”

“Meine nasse Hose ist jetzt viel dunkler, sieht echt gut aus!”

Kopfschüttel…

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Jung geblieben

9. Juli 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Jung gebliebenVor unserem Haus ist ein kleiner Bäcker, sehr praktisch besonders Sonntags. Die Inhaberin kennt uns, ist stets neugierig und immer wenn ich dort bin, fragt sie mich dies und das.

“Du, hast du schon Brötchen geholt?”
“Ja. Ich war eben unten. Die Bäckerin wollte mich wieder ausquetschen.”

“Wieso? Was wollte sie denn von dir?”
“Sie wollte wissen, ob ich das Croissant für dich hole.”

“Ach! Was geht die das denn an?”
” Sie meinte, du seist ja noch so jung.”

“Was? Ich? Wieso was hat sie denn…”
“Sie schätzt, dass du so um die 20 bist.”

“Bin ich doch auch!”
“Schatz, du bist 29!”

“Ja aber ich sehe viel jünger aus!”
“Das mag ja sein, aber…”

“Findest du auch, dass ich aussehe wie 20?”
“Also, ich ähm… nein.”

“Und wie alt sehe ich aus deiner Meinung nach??”
“Du siehst jung aus, ganz bezaubernd, charmant und süß.”

“Und wie alt?”
“Naja da du die ganze Woche immer Business-Klamotten trägst, dadurch etwas älter.”

“Älter als wie?”
“Nein, ich meine du siehst erwachsener aus. Nicht älter.”

“Du meinst also, ich sehe alt aus!”
“Nein, nein, ich würde dich so auf Mitte 20 schätzen vielleicht?”

“Du hast aber gesagt, dass ich älter aussehe, als ich bin. Ich sehe also über 30 aus?”
“Nein, das hast du falsch…, ich meinte…”

“Du bist doof und gemein!”
“Aber ich hab doch gar nicht, ich… Na gut. du siehst aus wie um die 20.”

“Ehrlich?”
“In Business-Klamotten etwas lebenserfahrener, so um die 25 dann? Schatz?”

“Hm. Hauptsache, ich sehe nicht so alt aus wie du!”

Kopfschüttel…

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Fußball WM

2. Juli 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Fußball WMDie WM läuft gerade in vollem Gange.
Deutschland gegen Argentinien im Viertelfinale.
Wir schauen uns das Spiel zusammen an.

“Meinst du, dass die Deutschen gegen Argentinien gewinnen?”
“Na das hoffe ich doch. Ist aber bestimmt schwer.”

“Ich glaube nicht, dass die das schaffen.”
“Naja, aber du musst doch als Fan dran glauben!”

“Guck mal der da, der hat ganz viele Narben.”
“Ja, das, ja. Stimmt.”

“Der neue Torwart, der ist bestimmt nicht so gut wie der erste, sonst wäre er ja nicht zweiter. Das ist gut.”
“Wir müssen erstmal zum argentinischen Tor kommen…”

“Oh Mist, jetzt 1:0 für Argentinien. Schade, dass wir nicht gewonnen haben.”
“Das Spiel läuft doch noch mindestens 40 Minuten!”

“Ja, aber die sind zu gut die Argentinier.”
“Nun warte es dochmal ab. Da ist doch noch alles offen!”

“Es wäre doch echt toll gewesen, wenn wir Weltmeister geworden wären.”
“Oh Mann, das Spiel ist doch noch gar nicht vorbei. Die machen das schon noch!”

“Oh, jetzt haben die doch noch ein Tor geschossen!”
“Ja, Gott sei Dank, jetzt ist wieder alles offen.”

“Die sind schon gut die Deutschen.”
“Ja aber eben hast du doch noch gesagt…”

“Boah, wenn die jetzt wirklich Weltmeister werden…”
“Ja Schatz. Schön Schatz. Du bist ein echter Fan…”

“Warum hoppst der Lehmann denn so im Tor? Macht man das beim Elfmeter so?”
“Ich denke, er will seinen Gegner verwirren.”

“Der Lehmann ist schon super. Aber Olli Kahn könnte das bestimmt auch.”
“Ja, aber Lehmann steht jetzt eben im Tor. Nicht Kahn!”

“Ich weiß, aber den Lehmann kennt man ja gar nicht so. Der Klinsmann ist auch gut. Der freut sich immer so.”
“Ja, das würde ich auch. Früher mochte den niemand. Erst jetzt.”

“Yuppie, Deutschland hat gewonnen! Die sind echt weiter! Super. Wo ist die Zeitung, ich trage das sofort in die Tabelle ein; wie steht es denn jetzt eigentlich?”

Kopfschüttel…

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Die wärmste Stelle

16. Januar 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die wärmste Stelle (photocase.de © Simbär)Meine Liebste und ich sind zu Bett gegangen. Wir diskutieren noch ein paar Vorzüge unserer brandneuen Bettwäsche und der Moment des Einschlummerns steht kurz bevor.

“Ich hab dich lieb, mein Schatz.”
“Ich dich auch, Süße, schlaf schön.”

“Kriege ich noch einen Kuss?”
“Ja.”

[Ich neige mich rüber zu meiner Liebsten und gebe ihr einen Gute-Nacht-Kuss. Dabei umarme ich sie sanft und freue mich auf das langsame Einschlafen an ihrer warmen Seite.]

“Du hast ja ganz kalte Hände!”
“Naja es geht. Sie sind auf jeden Fall nicht wirklich warm.”

“Soll ich dir die mal warm machen?”
“Nein, lass mal. Die werden gleich schon warm.”

“Weißt du, wo die wärmste Stelle am Körper ist?”
“Ja.”

“Und wo?”
“Na du weißt es doch selbst, oder?”

“Ja, aber du nicht.”
“Doch, ich weiß es auch.”

“Und wo dann? Sag doch mal!”
“Meinst du die wärmste Stelle bei dir oder so allgemein?”

“Ist das nicht immer gleich?”
“Kann ich mir nicht vorstellen.”

“Und wo bin ich am wärmsten?”
“Im Zweifelsfall ist es deine Stirn, würde ich sagen.”

“Warum?”
“Manchmal befürchte ich, dass du Dauerfieber hast.”

“Wie meinst du das? Wieso Fieber?”
“Weil du oft so wirres Zeug redest! Das kann nur Fieber sein…”

“Ich habe kein Fieber. Fühl mal.”
“Nein, ich will jetzt nicht fühlen.”

“Warum denn nicht? Nun fühl doch mal!”
“Also gut…”

“Und?”
“Fühlt sich sehr warm an…”

“Das meinst du nur, weil du so kalte Hände hast.”
“Na schön. Kann sein. Also kein Fieber. Gute Nacht.”

“Wie wäre es jetzt mit der wärmsten Stelle? Such doch mal!”
“Wofür jetzt?”

“Na zum Hände wärmen und dieses und jenes…”
“Ja gleich, lass uns erst das Licht aus machen und das andere.”

“Was ist denn das andere??”
“Na du willst dich doch erst immer bequem hinlegen, oder nicht?”

“Und was ist mit meiner wärmsten Stelle?”
“Ja gleich!”

“Also wegen mir musst du das Licht nicht aus machen, Schatz.”
“Wenn wir erst liegen, dann komme ich nicht mehr an den Schalter.”

“Du sollst dir jetzt deine Hände wärmen und nicht rumliegen!”
“Wovon sprichst du denn eigentlich??”

[Meine Liebste räkelt sich unter ihrer Bettdecke und grinst von einem Ohr bis zum anderen.]

“Mir ist ganz schön warm jetzt.”
“So? Das ist gut, dann wärme ich mir gleich die Hände.”

“Und?”
“Was und!”

“Warum machst du es dann jetzt nicht?”
“Ja gleich, wenn du liegst! Dann lege ich meine Hände drauf.”

“DRAUF?? Wo drauf denn??”
“Na auf deinen Kopf!”

“Wieso denn auf meinen Kopf??”
“Der Scheitel des Menschen ist seine wärmste Stelle!”

“Was?”
“Der Scheitel! Die wärmste Stelle! Oder was?”

“Der Scheitel ist doch nicht die wärmste Stelle!”
“Natürlich! Ich dachte, du wüsstest das!”

“Aber ich dachte eigentlich eher an…”
“Woran?”

“Naja, vielleicht nicht die wärmste Stelle…”
“Sondern?”

“Aber die heißeste!”

Kopfschüttel…

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Triff Leitung 4, 9 oder 14

21. Dezember 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Triff Leitung 4, 9 oder 14Meine Liebste und ich zappen durch das abendliche Kabelfernsehen. Es ist schon immer bedenklich, wenn die Programmnummer die 12 übersteigt.
Danach kommen dann gewöhnlich nur noch Nachrichten-, Shopping- oder Langweilersender. Aber…

“Lass, lass, das finde ich interessant!”
“Was! Den Quizsender da? Süße, das ist doch öde!”

“Nein, schau doch, ist gerade ein neues Rätsel!”
“Nenne 6 Tiere mit 3 Buchstaben. Toll…”

“Was meint die denn damit?”
“Was soll sie schon meinen. Tiere mit drei Buchstaben eben.”

“Ähm… Ich kenne kein Tier mit drei, nur mit zwei.”
“Mit zwei?? Also… Da fällt mir gar keins ein.”

“Zum Beispiel Papagei, Henne, Giraffe… Aber mit drei?”
“GIRAFFE? Giraffe hat doch mehr als zwei Buchstaben!”

“Nein, Giraffe hat zweimal ein F.”
“Das meint die Glücksfee da doch gar nicht!”

“Hm. Glücksfee hat auch zwei Buchstaben.”
“Nein, Glücksfee hat… Acht. Nee Neun! Der Hai hat drei.”

“Ach so, die meinen drei Buchstaben insgesamt?”
“Ja.”

“Gut, gut. Hai. Geht auch Ara?”
“Der Papagei? Könnte passen.”

“Also Hai, Ara und… Hilf mir doch Mal!”
“Hm. Das ist schwieriger, als ich dachte…”

“Klar ist das schwierig! 2.000 Euro kann man da gewinnen!”
“Wie bitte?? 2.000 Euro?”

“Ja, wollen wir da mitmachen?”
“Nein, wollen wir nicht!”

“Wieso denn nicht?”
“Liebste! Das kostet 50 Cent pro Anruf und klappt eh nicht!”

“Triff Leitung 4, 9 oder 14 steht da.”
“Na und? Wie willst du das denn kontrollieren?”

“Die sagen dir am Telefon, welche Leitung du getroffen hast.”
“Woher willst du das… Schatz, sag jetzt nicht, dass…”

“Naja, ich habe schon ein paar Mal mitgespielt…”
“Was heißt denn ein paar Mal??”

“Früher.”
“Wie oft?”

“Des Öfteren. So dann und wann.”
“Das wusste ich ja noch gar nicht!”

“Na und? Was ist schon dabei?”
“Hast du denn schon einmal was gewonnen?”

“Nö. Ich habe immer die falsche Leitung getroffen.”
“Ach was! Tatsächlich? Was für ein Pech!”

“Sau.”
“Was?”

“Na Sau ist auch ein Tier mit drei Buchstaben.”
“Ja, richtig. Stimmt, aber…”

“Hai, Sau, Ara.”
“Uhu.”

“Ja! Ja! Uhu ist gut, schon vier! Weiter!”
“Nein, lieber nicht, sonst rufst du da noch an.”

“Ich hab´s! Beo und Bär!”
“Oh nein…”

“Ich rufe jetzt an, ja?”
“Schatz! Das ist doch zwecklos!”

“Die hat gesagt, sie hätte schon elf Gewinner gehabt heute!”
“Ja, und drei Millionen Verlierer.”

“Das hat sie nicht gesagt.”
“Natürlich nicht! Schatz, nicht da anrufen, ja?”

[Meine Liebste greift unbeeindruckt zum Telefon und wählt die Glücksnummer. Kurze Stille.]

“Ich hab die falsche Leitung getroffen, die drei.”
“Aha. Ja. Das wundert mich jetzt nicht…”

“Aber ich war doch schon total nah dran! An Leitung vier.”
“Oh Wunder! Du Schatz, bitte würdest du…”

[Meine Liebste lässt ihre Finger erneut über das Telefon huschen.]

“Mist, Leitung zwölf.”
“Leitung eins.”
“Leitung fünf.”
“Leitung neunzehn.”
“Leitung sieben.”
“Leitung sieben.”
“Leitung elf.”
“Leitung dreiundzwanzig.”

[Während meine Liebste unsere gesamten Ersparnisse vertelefoniert, schaue ich weiter dem Verlauf der Quizsendung zu. Eins muss man der jungen Dame da neben der Spieltafel ja lassen: stundenlang sinnloses Zeug quatschen und Zuschauer immer wieder aufs Neue motivieren kann sie wirklich ausgezeichnet. Ich gebe zu, ich bin von dieser Kunst irgendwie beeindruckt.]

“Hai, Sau, Bär, Ara, Uhu, Beo. Ich probiere es noch einmal.”
“Das können wirklich nur Frauen.”

“Was?”
“Na soviel quatschen.”

“Ich sage doch gar nichts?”
“Du doch nicht! Obwohl du das auch zuweilen kannst…”

“Rede ich dir zuviel?”
“Nein, du TELEFONIERST im Augenblick zuviel!”

“Ich will doch aber nur die 2.000 Euro gewinnen.”
“OK, mach einfach. Zur Not können wir ja dein Auto verkaufen…”

“Was soll ich denn sagen, wenn ich durchkomme?”
“Die sechs Tiere natürlich.”

“Meinen Namen auch?”
“Wenn sie dich fragt, warum nicht?”

“Hinterher sieht das noch jemand!”
“Na und? Du hast doch sechs Tiere, also was kann passieren?”

“Und wenn ich mich aus Versehen verspreche?”
“Das wäre dann Pech.”

“Das kann ich nicht. Und Ara geht bestimmt gar nicht!”
“Schatz… Du hast doch schon 100-mal da angerufen jetzt!”

“Ja, aber jetzt denke ich, dass…”
“Womit habe ich das nur verdient…”

“Kannst du denn nicht für mich da anrufen?”
“BITTE?? ICH??”

“Ja, bitte, bitte!”
“Du spinnst ja wohl! Niemals!”

“Jetzt ruf die Kleine da an und sag ihr die Tiere.”
“Nein verdammt, ich rufe die Quasselkuh nicht an!”

“Super!”
“Was?”

“Kuh hat drei Buchstaben! Nimm, ich hab schon gewählt…”

Kopfschüttel…

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Weißt du, was schlimm ist?

11. Dezember 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Weißt du, was schlimm ist?Meine Liebste und ich freuen uns immer sehr, wenn wir uns abends nach einem gruseligen Arbeitstag wiedersehen. Meistens ist die Liebste vor mir zuhause; dann sitzt sie an ihrem Schreibtisch und springt lachend auf, sobald ich durch die Tür komme. Also: Tür aufschließen, reingehen, Liebste ist da. Ich freue mich auf sie!

“-”
“Schatz, ich bin da!”

“-”
“Süße?”

“-”
“Scha-a-aatz!”

“-”
“Schatz? – SCHAATZ??”

“-”
“Bist du gar nicht da?”

“Hm nam re brr nnn…”
“Wo bist du denn??”

“Hm mhm hier mhhmm…”

[Ich höre sie in der Wohnung irgendwo wimmern, aber ich kann sie nicht sehen. Am Schreibtisch sitzt sie nicht und sonst sind anscheinend alle Zimmer dunkel.]

“Schatz?”

“Rmmh jm ehm ich bin hier.”
“Wo?”

“Im Wohnzimmer.”
“Ach hier!”

[Meine Liebste liegt zusammengekauert auf dem Sofa unter einer braunen Decke, die sie bis zur Nasenspitze hochgezogen hat.]

“Ich bin krank.”
“Huch! Was hast du denn??”

“Ich habe Husten und Schnupfen und Kopfweh und alles.”
“Das tut mir wirklich Leid Süße, kann ich denn etwas für dich tun?”

“Nein.”
“Du hast ja einen ganz heißen Kopf! Fieber?”

“Nö.”
“Ich glaube aber schon!”

“Nee.”
“Hm. Warst du beim Arzt?”

“Weißt du, was schlimm ist?”
“Nein, was denn?”

“Ich habe nichts zum Schnupfen.”
“Was?”

“Für meine Nase.”
“Taschentücher? Haben wir keine mehr?”

“Doch.”
“Aber?”

“Das ist kein Tempo.”
“Ja und?”

“Wir haben nur, ähm, Cien.”
“Cien?”

“Ja Cien, ich will aber Tempos.”
“Ja tut mir Leid, Tempos haben wir wohl jetzt nicht.”

“Mir tut meine Nase schon weh, weil ich keine Tempos habe!”
“Aber du hast die doch neulich selber gekauft, Schatz?”

“Die sind ja auch billiger.”
“Aber warum holst du die denn, wenn du sie gar nicht willst?”

“Normalerweise bist DU ja immer krank.”
“Ach! Und für mich reichen auch die billigen, oder wie?”

“Männernasen sind viel unempfindlicher.”
“Das stimmt ja überhaupt gar nicht!”

“Mecker mich nicht an, ich bin krank!”
“Ja aber… Na gut. Was möchtest du denn jetzt?”

“Ich will Tempos!”
“Ja aber Schatz, wir haben keine!”

“-”
“Schatz.”

“-”
“Schatz?”

“-”
“Warum schmollst du denn jetzt?”

“Weil wir keine…”
“Wir haben keine Tempos, ja, ich weiß!”

“-”
“Och Schatz!”

“Kannst du mir nicht welche…”
“Welche holen? Jetzt noch?? Nee!”

“Aber meine Nase…”
“Die Läden haben schon zu und woher soll ich denn jetzt…”

“Meeee! Hm nam re brr nnn…”
“Moment, warte, mir fällt da was ein…”

[In meiner Notebooktasche müsste ich noch Taschentücher haben. Damit ich auf Reisen immer gewappnet bin, verwahre ich dort Kleinigkeiten, die man immer mal wieder brauchen kann, wenn man unterwegs ist. Labello, Kaugummi, Taschenmesser, Taschentücher... Ich bete, dass es sich um Tempos handelt!]

“Hmm mmm rm grmmm meeeenhhhmmm….”
“Schatz, Schatz, schau! Ich habe Tempos!”

“Wo hast du die denn jetzt her?”
“Hier, ich hatte noch welche in meiner Tasche vom Notebook.”

“Hm.”
“Ja was denn? Nicht gut? Sind Tempos!”

“Nee.”
“WAS??”

“Die sind ja uralt.”
“Na und?”

“Die will ich nicht.”
“Schatz! Du hast Schnupfen, du wolltest Tempos, ich habe Tempos. Nimm!”

“Nee, das ist ja noch blöder jetzt.”
“Was denn??”

“Jetzt hast du Tempos, aber die kann ich nicht nehmen. Bäh!”
“Aber die sind doch völlig in Ordnung!”

“Du kannst ja auch keinen Pulli anziehen, der drei Jahre im Schrank lag.”
“Was?”

“Weil der dann müffelt.”
“Ach und die Tempos hier müffeln?”

“Bestimmt, so alt wie die sind.”
“Das weißt du doch gar nicht! Und wenn schon…”

“Was heißt denn UND WENN SCHON!”
“Na du kannst es sowieso nicht riechen, selbst wenn es so wäre!”

“Das ist total gemein von dir.”
“Och Schätzchen, ich meine es doch nur gut.”

“Meeee! Hm nam re brr nnn…”
“Was?”

“Hmm mmm rm grmmm meeeenhhhmmm….”
“Ich verstehe kein Wort, was?”

“Ich habe auch keine Nasentropfen mehr.”
“Warte, ich glaube ich habe im Schrank noch…”

“Rmmm ehhmllm halleenmmmmm…”
“Bitte? Was? WAS IST DENN JETZT WIEDER??”

“Die hast du schon benutzt, oder? Hm rhm mehm…”

Kopfschüttel…

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Füttern finde ich aber lustig!

19. November 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Füttern finde ich aber lustig!Meine Liebste und ich sitzen an unseren PCs und erledigen dies und das. Ich sitze an Rechnungen und Parkbelegen, meine Liebste surft durch die große weite Welt des Internet auf der Suche nach Unterhaltung. Ich gebe zu, dass ich mich bei solchen lästigen Arbeiten nur ungern stören lasse…

“Du, Schatz?”
“Moment, ich kann jetzt gerade nicht.”

“Ich habe nur eine kleine ganz schnelle Frage.”
“Gleich, gleich, ich rechne gerade… MIST!”

“Was denn?”
“Jetzt habe ich mich vertippt, was willst du denn!?”

“Was heißt Feet auf Deutsch?”
“Füße. Die Füße.”

“Bist du sicher?”
“Ähm… Ja. Und jetzt lass mich mal eben, bitte.”

Und wo sind die Füße im Kopfschüttel-Blog?”
“Hä? Was für Füße denn?”

“Naja Feet heißt doch Füße auf Deutsch, oder?”
“Ja doch, aber es gibt keine Geschichte zu Füßen bei uns.”

“Doch, das mit den kalten Füßen unter der Bettdecke.”
“Ach ja, naja am Rande geht es da um Füße, stimmt.”

“Und die Geschichte findet der Typ hier toll?”
“Welcher Typ??”

“Hier ist ein Blog von dem neuen ehrlichen treuen Mann.”
“Ach so, jetzt verstehe ich, das Ehrlichtreu-Blog?”

“Äh, ja. Und da steht das Kopfschüttel-Blog drin.”
“Richtig, er hat uns verlinkt, hat er mir neulich geschrieben.”

“Verlinkt?”
“Naja empfohlen eben, so wie wir seins.”

“Und wieso dann die Füße?”
“Was für Füße denn??”

“Das steht hier aber!”
“Was? Dass es auf Kopfschüttel eine Füße-Geschichte gibt??”

“Und wenn man klickt, kommen jede Menge wirre Zeichen.”
“Herrgott, du meinst nicht Feet, sondern FEED!”

“Ja, Feet. Füße. Hast du doch gesagt!”
“Nein, FEED mit D am Ende Fee-d-d-d!. Das ist was anderes.”

“Steht hier auch mit D. Also was heißt das denn? Nicht Füße?”
“Nein, tja, was heißt Feed eigentlich. Sowas wie Füttern wohl.”

“Was füttert der neue Mann denn?”
“Also nun mal langsam! Der füttert gar nix.”

“Also da steige ich echt nicht durch.”
“Feed nennt man es, wenn jemand die Geschichten abonniert.”

“Ach so, und du fütterst den dann, der das abonniert?”
“Ähm… Ja, so könnte man es wohl sagen…”

“Den treuen Mann hier fütterst du also auch?”
“Zeig das erst einmal her, ich verstehe nur Bahnhof!”

[Des Rätsels Lösung ist einfach: in der Blogroll von ehrlichtreu.org ist nicht der Link zum Kopfschüttel-Blog, sondern zu dessen Feed hinterlegt. Da das aus meiner Sicht nicht wirklich Sinn macht, ist es sicher nur ein kleiner Fehler.]

“Siehste, hier!”
“Ja, tatsächlich. Das ist sicher ein Fehler. Ich schreibe ihm mal.”

“Soll der denn das Kopfschüttel-Blog nicht füttern?”
“Nein, das verstehst du falsch, er hat ja…”

“Füttern finde ich lustig, lass das doch so!”
“Nein, das geht doch nicht, der Feed muss doch…”

“Also wer füttert denn jetzt wen?”
“Schatz! Das war nur so ein Vergleich, es ist etwas anders…”

“Kann ich das Kopfschüttel-Blog auch füttern?”
“NEIN, weil… Doch, du fütterst es in gewisser Weise schon.”

“In gewisser Weise??”
“Naja, du bist ja die Hauptdarstellerin. Ohne dich auch kein Blog.”

“Und mit Füßen hat das wirklich nichts zu tun?”
“Nein, nein, vergiss die Füße endlich!”

“Und du vergiss nicht, mich ab und zu auch mal zu füttern!”

Kopfschüttel…

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Nun mach mal ne Pause!

3. Oktober 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Nun mach mal ne Pause!Meine Liebste hat ab und zu ihre “5 Minuten”.
In dieser Zeit sollte man nicht versuchen, ihr eine Frage zu stellen, eine ihrer Fragen zu beantworten oder sich selbst fragen, ob es dagegen schon Medikamente gibt…
Dass ich aber auch nie dazu lerne!

“Du, was wird denn die nächste Kopfschüttel-Geschichte?”
“Schatz, das weiß ich doch jetzt noch nicht.”

“Soll ich irgendwas machen?”
“Wie jetzt? Was?”

“Na, ich könnte doch etwas Blödes machen und du schreibst dann darüber im Blog.”
“Schatz, so funktioniert es doch nicht. Das ist ja langweilig!”

“Hast du denn eine Idee, was du jetzt schreiben könntest?”
“Nein. Oder doch: ich könnte darüber schreiben, dass du immer so lange an deinen Mini-Pickeln rumdrückst, bis sie…”

“Das tust du nicht! Außerdem habe ich gar keine Pickel!”
“Na gut, dann eben nicht.”

“Wenn du dazu was schreibst, dann…!”
“Tue ich ja nicht. Wer will darüber schon was lesen…”

“Dann lege ich Eiswürfel in deine Schuhe!”
“BITTE??”

“Und ich verstecke deinen Autoschlüssel!”
“WAS?”

“Und ich vertausche an deinem Computer alle Stecker!”
“Schatz, äh…”

“Und ich gieße deine Lieblingsorchidee mit Maggi!”
“Sag mal, wie kommst du denn…”

“Ich ritze alle deine Schnürsenkel an!”
“Nun mach mal ne Pause!”

“Und ich rufe deine Mama an.”
“MEINE MAMA??”

“Und dann sage ich ihr, wie böse du zu mir bist!”
“Schatz! Was ist denn mit dir los, ich…”

“Und mit deinem Chef spreche ich auch!”
“MIT MEINEM CHEF??”

“Dann sage ich ihm, dass du neidisch auf sein Auto bist!”
“Also hör mal! Außerdem stimmt das nicht!”

“Ich vertausche alle DVD’s in deiner James-Bond-Sammlung!”
“SCHATZ!”

“Ich rufe mit deinem Handy so eine 0900er-Sexnummer an!”
“Du spinnst ja wohl!”

“Morgen kriegst du ein Frühstücksei mit ganz viel Glibber!”
“Wie kommst du bloß so spontan auf diese vielen gemeinen…”

“Spontan? Wieso denn spontan??”

Kopfschüttel…

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Des Kopfschüttlers Albtraum

15. September 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Des Kopfschüttlers AlbtraumMeine Liebste war für ein paar Tage beruflich unterwegs; das kommt öfter mal vor und auch wenn es nie für lange ist, so freuen wir uns dennoch immer sehr, wenn wir uns anschließend wieder in die Arme fallen können.

“Hallo Schatz, da bin ich wieder, freust du dich?”
“Ja Süße, ich hätte es auch nicht länger ausgehalten!”

“Das ist auch gut so. Ich freue mich auch.”
“Wie war denn deine Reise? Alles gut?”

“Jaja, alles OK. – Du Schatz?”
“Ja?”

“Du hast mich doch lieb, oder?”
“Ja natürlich, warum fragst du das so komisch?”

“Nein, erst musst du es mir sagen!”
“Was sagen?”

“Dass du mich lieb hast.”
“Ich habe dich GANZ DOLL lieb, Schatz.”

“Wirklich?”
“Ja, Schatz. Was ist los, hast du was angestellt?”

“ICH? NEIN! ICH DOCH NIE! Wieso fragst du?”
“Naja nur so!”

[Meine Liebste kann Dinge sehr gut in ein anderes Licht rücken. Aber richtig lügen kann sie nicht. Ich spüre Skepsis.]

“Du Schatz, ich war doch jetzt ein paar Tage unterwegs.”
“Ja, ich weiß, und?”

“Was wäre, wenn mir da aus Versehen was passiert wäre?”
“Bitte? Wie jetzt was passiert?”

“Naja, wenn ich einen Fehler gemacht hätte.”
“Das kommt dann wohl auf den Fehler an, oder? Was ist denn?”

[Meine Liebste hat in einem schicken Hotel übernachtet. Normalerweise schreibt sie dann abends immer noch eine liebe SMS. Gestern aber nicht...]

“Ich weiß nicht, wie es passiert ist, aber ich habe wohl für einen kurzen Moment nicht aufgepasst.”
“Schatz, wenn es das ist, was ich befürchte, dann…”

“Was du befürchtest? Heißt das, du hast es schon gesehen?”
“Gesehen? Was denn gesehen??”

[Meine Blicke streifen über ihren weißen Blusenkragen auf der Suche nach Lippenstift. Wobei das ja Blödsinn ist, denn Männer tragen ja selten welchen... Knutschfleck ist aber auch nicht zu sehen.]

“Naja, also…”
“Du warst gestern abend nicht auf deinem Hotelzimmer!”

“Das stimmt, wir waren noch an der Bar und…”
“Wer sind denn bitteschön WIR?”

“Schatz, nun lass mich doch erstmal erklären!”
“Was gibt es denn da zu erklären?? Das glaube ich ja wohl nicht!”

[Gott was für eine Horrorsituation! Alles kann ich ertragen, bloss das nicht. Ich werde sie zum Mond schießen!]

“Es tut mir so leid, so leid, und wir könnten doch probieren…”
“Was denn? Was denn probieren? Vergeben und vergessen?”

“Nein, wir könnten da doch einmal zusammen hinfahren.”
“Ach nee! Der Täter kehrt an den Ort des Verbrechens zurück!?”

“Aber vielleicht hat der die ja noch.”
“WAS? Wer jetzt?”

“Der Juwelier.”
“EIN JUWELIER??”

“Ja, wo du meine Ohrringe gekauft hast. Ich hab doch den einen verloren gestern, und das tut mir so leid! – Schatz? “

“Warum bist du so blass??”

Kopfschüttel…

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Die Freundin des Typen

27. August 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Die Freundin des TypenMeine Liebste verfolgt natürlich auch selbst, was im Kopfschüttel-Blog so passiert und jedesmal freut sie sich riesig. Übrigens ist sie der Meinung, “so sei das ja alles immer gar nicht gewesen.” Ich glaube es ja manchmal selbst nicht…

“Du, da haben welche Kommentare zu mir geschrieben.”
“Ja, das stimmt. Lustig, oder?”

“Der eine hat gesagt, seine Freundin würde ihm so ein Blog verbieten.”
“Ist mir aufgefallen.”

“Könnte ich dir das auch verbieten?”
“Ähm…”

“Ich meine, wenn ich auch dagegen wäre?”
“Ja bist du doch aber nicht, oder??”

“Nein. Ich finde das alles sehr lustig.”
“Gut, ich dachte schon…”

“Aber wenn ich will, dann löschst du alles?”
“Schatz, also, da steckt viel Arbeit drin und…”

“Zum Beispiel die Geschichte mit dem Parken.”
“Was ist denn damit??”

“Oder das mit dem Shopping.”
“Ja aber du hast doch gesagt…”

“Oder die Krabbensalat-Geschichte.”
“SCHATZ! Bislang hast du dich doch immer darüber gefreut!”

“Ich will aber nicht für doof gehalten werden!”
“Es ist die Frage, wer von uns beiden mehr bedauert wird…”

“Ach du vielleicht?? Ja, du kommst ja immer gut weg dabei!”
“Ich glaube, die meisten Männer beneiden mich um dich.”

“So? Und wieso?”
“Weil du hübsch und lustig bist und Spaß verstehst.”

“Hm.”
“Und weil du Selbstbewusstsein hast und klug bist.”

“Und warum müsste ich dir das dann eigentlich verbieten?”
“Wer sagt denn das??”

“Die Freundin von dem Typen da. Die lacht doch über mich!”
“Ja aber alle anderen doch auch! Ich meine, nein, also…”

“Na toll! Ich dachte, du machst dieses Blog, weil du mich lieb hast!”
“Aber ich habe dich doch auch lieb!”

“Und warum sollen dann alle über mich lachen??”
“Über UNS, Schatz, über UNS! Das ist doch der Sinn von Humor!”

“Hm.”
“Über sich selbst lachen zu können, ist doch toll. Ich bin stolz auf dich.”

“Sag mal was lustiges jetzt.”
“Wer? Ich?”

“Ja, du. Sag mal irgendeinen Blödsinn.”
“Gut, ähm… Nutella gibt es jetzt auch mit Melonengeschmack und ganzen Früchten.”

“Hä? Das passt nicht. Was anderes.”
“Aber… na gut. Sieben mal sieben gibt sehr feinen Sand.”

“Da kann ich ja keine Blog-Geschichte draus machen!”
“Du??”

“Ich will da auch was schreiben! Damit die Freundin von dem Typen da sieht, dass du auch doof bist!”
“Schatz! Das ist ein Blog über DEINE alltäglichen Verrücktheiten!”

“Eben hast du gesagt, über uns!”
“Ja, schon, aber du lieferst doch die Vorlagen!”

“Du meinst also, ohne mich wäre das gar nicht lustig?”
“Das will ich wohl meinen. Du bist bereits sehr prominent.”

“Und ohne mich wäre das auch für dich ja nicht lustig?”
“So gesehen, ja, das stimmt. Obwohl es ja manchmal auch echt anstrengend…”

“Dann lass mal. Die Freundin von dem Typen ist wahrscheinlich nicht lustig.”
“Kann sein, aber…”

“Du sollst mich lustig finden und lieb haben. Schreib weiter!”

Kopfschüttel…

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Richtig im Regen stehen

20. August 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Richtig im Regen stehenMeine Liebste und ich wollen heute beim Bremer Triathlon als klatschende Zuschauer teilnehmen. Wir haben gedacht, das sei ein guter sportlicher Einstieg und darüber hinaus eine nette Sonntagsbeschäftigung. Das Wetter ist instabil; wir gehen bei Sonnenschein mutig trotzdem los. Wir sind ja nicht aus Zucker…

“Ich habe heute mal keinen Schirm mitgenommen.”
“Ja Schatz, das ist mir aufgefallen. Sonst ja gar nicht deine Art…”

“Ich werde halt nicht gerne nass.”
“Ja, ich weiß: die Haare, die Schuhe, das Makeup…”

“Genau. Aber heute habe ich keine Schminke drauf, meine Haare sind heute egal, meine Schuhe uralt. Also: es kann ruhig regnen. Ich würde mich sogar freuen!”
“Daran werde ich dich gleich erinnern, siehst du die Wolke da?”

“Ist mir egal! Soll es doch regnen! Lalala laalaaa!”

[Kurze Zeit später regnet es wie aus Eimern...]

“Ist egal! Ich bin patschnass, aber egal!” [Sie schlottert...]
“Schatz, wollen wir nicht vielleicht doch wieder zurück und…”

“Hui, ich bin noch nie so nass geworden! Schön!” [Sie zittert...]
“Ähm, ist ja toll, aber…”

“Wow, w- was für ein Re- re- gen!” [Sie bibbert...]
“Schatz! Ich bin beeindruckt aber jetzt lass uns endlich…”

[Ein heftiger Donner grollt über uns hinweg, in der Ferne blitzt es.]

“Oh nein, Gewitter! Bei Gewitter habe ich Angst!”
“Ich dachte, du fühlst dich hier jetzt richtig wohl??”

“Nein, komm jetzt, Schluss, wir gehen!” [Sie reißt mich mit...]
“Schon toll so ein Regen, was? Haha!”

“Blödi! Gewitter sind gefährlich! Ich habe Wasser im Schuh!”
“Keine Sorge, das steht dir ausgezeichnet!”

“Apropos, weißt du was?”
“Nein, Schatz, was denn? Obwohl, ich will es eigentlich gar nicht…”

“Meine nasse Hose ist jetzt viel dunkler, sieht echt gut aus!”

Kopfschüttel…

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Jung geblieben

9. Juli 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Jung gebliebenVor unserem Haus ist ein kleiner Bäcker, sehr praktisch besonders Sonntags. Die Inhaberin kennt uns, ist stets neugierig und immer wenn ich dort bin, fragt sie mich dies und das.

“Du, hast du schon Brötchen geholt?”
“Ja. Ich war eben unten. Die Bäckerin wollte mich wieder ausquetschen.”

“Wieso? Was wollte sie denn von dir?”
“Sie wollte wissen, ob ich das Croissant für dich hole.”

“Ach! Was geht die das denn an?”
” Sie meinte, du seist ja noch so jung.”

“Was? Ich? Wieso was hat sie denn…”
“Sie schätzt, dass du so um die 20 bist.”

“Bin ich doch auch!”
“Schatz, du bist 29!”

“Ja aber ich sehe viel jünger aus!”
“Das mag ja sein, aber…”

“Findest du auch, dass ich aussehe wie 20?”
“Also, ich ähm… nein.”

“Und wie alt sehe ich aus deiner Meinung nach??”
“Du siehst jung aus, ganz bezaubernd, charmant und süß.”

“Und wie alt?”
“Naja da du die ganze Woche immer Business-Klamotten trägst, dadurch etwas älter.”

“Älter als wie?”
“Nein, ich meine du siehst erwachsener aus. Nicht älter.”

“Du meinst also, ich sehe alt aus!”
“Nein, nein, ich würde dich so auf Mitte 20 schätzen vielleicht?”

“Du hast aber gesagt, dass ich älter aussehe, als ich bin. Ich sehe also über 30 aus?”
“Nein, das hast du falsch…, ich meinte…”

“Du bist doof und gemein!”
“Aber ich hab doch gar nicht, ich… Na gut. du siehst aus wie um die 20.”

“Ehrlich?”
“In Business-Klamotten etwas lebenserfahrener, so um die 25 dann? Schatz?”

“Hm. Hauptsache, ich sehe nicht so alt aus wie du!”

Kopfschüttel…

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Fußball WM

2. Juli 2006, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Fußball WMDie WM läuft gerade in vollem Gange.
Deutschland gegen Argentinien im Viertelfinale.
Wir schauen uns das Spiel zusammen an.

“Meinst du, dass die Deutschen gegen Argentinien gewinnen?”
“Na das hoffe ich doch. Ist aber bestimmt schwer.”

“Ich glaube nicht, dass die das schaffen.”
“Naja, aber du musst doch als Fan dran glauben!”

“Guck mal der da, der hat ganz viele Narben.”
“Ja, das, ja. Stimmt.”

“Der neue Torwart, der ist bestimmt nicht so gut wie der erste, sonst wäre er ja nicht zweiter. Das ist gut.”
“Wir müssen erstmal zum argentinischen Tor kommen…”

“Oh Mist, jetzt 1:0 für Argentinien. Schade, dass wir nicht gewonnen haben.”
“Das Spiel läuft doch noch mindestens 40 Minuten!”

“Ja, aber die sind zu gut die Argentinier.”
“Nun warte es dochmal ab. Da ist doch noch alles offen!”

“Es wäre doch echt toll gewesen, wenn wir Weltmeister geworden wären.”
“Oh Mann, das Spiel ist doch noch gar nicht vorbei. Die machen das schon noch!”

“Oh, jetzt haben die doch noch ein Tor geschossen!”
“Ja, Gott sei Dank, jetzt ist wieder alles offen.”

“Die sind schon gut die Deutschen.”
“Ja aber eben hast du doch noch gesagt…”

“Boah, wenn die jetzt wirklich Weltmeister werden…”
“Ja Schatz. Schön Schatz. Du bist ein echter Fan…”

“Warum hoppst der Lehmann denn so im Tor? Macht man das beim Elfmeter so?”
“Ich denke, er will seinen Gegner verwirren.”

“Der Lehmann ist schon super. Aber Olli Kahn könnte das bestimmt auch.”
“Ja, aber Lehmann steht jetzt eben im Tor. Nicht Kahn!”

“Ich weiß, aber den Lehmann kennt man ja gar nicht so. Der Klinsmann ist auch gut. Der freut sich immer so.”
“Ja, das würde ich auch. Früher mochte den niemand. Erst jetzt.”

“Yuppie, Deutschland hat gewonnen! Die sind echt weiter! Super. Wo ist die Zeitung, ich trage das sofort in die Tabelle ein; wie steht es denn jetzt eigentlich?”

Kopfschüttel…

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