Tennisshop

Todesuhr

4. Oktober 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Vorhin rief mich meine Liebste an den PC. In Erwartung von Problemen wie einer Warnmeldung wegen nicht aktualisiertem Virenprogramm, voller Festplatte oder ähnlichem nahm ich den Platz vor dem Rechner ein. Sie sagte:

„Mach mal!“
„Was denn? Scheint doch alles in Ordnung zu sein…“

„Nein, du sollst mal auf der Seite da den Test machen.“
„Hä was? ‚Todesuhr‘? Was ist denn das für ein Humbug?“

„Ja, da kannst du deinen Todestag errechnen.“
„Will ich doch gar nicht wissen!“

„Das ist doch auch nur halb ernst! Jetzt mach doch mal!“
„Na gut… Das Geburtsdatum, OK. Mein Gewicht?“

„80 kg hast du bestimmt, oder?“
„Was? Höchstens 75 kg! Eher 74. Ich nehm 74.“

„Du willst wohl einen Tag mehr rausholen?“
„Quatsch. Wieso kann man denn die Größe nur in 5-cm-Schritten ändern?“

„Ist doch nicht so wichtig, das ist doch nur Spaß!“
„Na gut. Welches Getränk ich mindestens einmal pro Woche trinke… Wasser.“

„Und Bier?“
„Nein, ich trink manche Woche auch mal kein Bier. Aha, hier sind jetzt mal eindeutige Sachen. Aber das hier ist ja wieder Quatsch: Ob ich bei Rot über die Ampel gehe. Nein.“

„Ich schon!“
„Gehst du auf fremde Leute zu? Ich würde sagen ja.“

„Ach, was sind das denn für Leute?“
„Das weiß ich doch nicht. Ist doch nur Spaß, hast du gesagt.“

„Also das finde ich nicht mehr spaßig, wenn du auf fremde Leute zugehst. Sind sie weiblich?“
„Die Frage war weiter oben, allerdings in anderer Form.“

„Nein, ich meine, ob die fremden Leute weiblich sind.“
„Was weiß  ich. Jetzt lass mich doch mal weitermachen. Wie viele Menschen ich mit ins Paradies nehmen würde… so ein Müll! Na gut, keinen einzigen.“

„WAS? Du würdest ohne mich ins Paradies gehen?“
„Na sonst wär’s ja kein… Also gut, nehm ich ‚Unter 5‘, ist das besser?“

„Da hast du aber Glück gehabt!“
„Wieviele ich durch Gedanken umbringen würde, sag mal, haben die sie noch alle? Keinen!“

„Also bei mir waren es unter 5…“
„Du musst deinen Mitmenschen gegenüber einfach etwas nachsichtiger sein… Wenn ich esse – probiere ich alles.“

„Stimmt. Gibt bestimmt einen Tag Abzug.“
„Egal. Hier, da hol ich ihn wieder rein: Ich bin nie oder sehr selten krank.“

„Aber wenn, dann jammerst du, dass man gleich einen Pfarrer holen möchte!“
„Ach was. Hast du viel Kummer? – Nö.“

„Das freut mich aber!“
„‘Du wirst von einem Auto überfahren, was ist die wahrscheinlichste Ursache?‘ – Das weiß ich doch nicht im Voraus!“

„Jetzt nimm doch irgendwas, es ist doch nur so eine Art Spiel!“
„Gut. Ich lag mitten auf der Straße, das nehm ich.“

„Irgendwie unangenehm.“
„Und hier ja… ja… und nein. Wie oft feiere ich denn? Ich nehme mal täglich. Meinen Feierabend.“

„Ja, das scheint bei dir immer öfter ein richtiger Grund zum Feiern zu sein…“
„Sport – mmh, eher selten. Rauchen nein, gute Ausbildung ja. Extrem-Sportarten auch nicht. So, endlich fertig.“

„Jetzt bin ich aber gespannt, was rauskommt! Ich sterbe 2058.“
„1. Mai 2056! Das ist ja noch eine Weile hin.“

„Das ist aber ein blödes Datum! Am 1. Mai will ich kein Bestattungsinstitut anrufen, da ist doch ein Feiertag! Mach den Test nochmal und gib diesmal das eine Kilo mehr an!“

Kopfschüttel…

122 Kommentare »

Riskante Investition

22. Juli 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Normalerweise kümmert sich meine Liebste ja eher weniger ums Finanzielle, hauptsache, es bleibt am Ende des Geldes nicht zu viel Monat übrig. Doch gestern lernte ich sie von einer ganz neuen Seite kennen.

„Weißt du, was ich gelesen habe?“
„Nein, aber du wirst es mir sicher gleich sagen.“

„Ja. Wir sollten in Immobilien anlegen.“
„Soll ich ein Gartenhaus kaufen?“

„Quatsch. In der Zeitung stand, dass Immobilien zurzeit die sicherste und beliebteste Geldanlage sind.“
„Soso.“

„Und dass sogar reiche Italiener in Berlin Häuser kaufen, weil es wegen der bevorstehenden Wirtschaftskrise besser wäre.“
„Haben die keine Häuser mehr in Bella Italia?“

„Keine Ahnung. Vielleicht ist es in Berlin einfach schöner als in Italien.“
„Ja, weil hier die Müllabfuhr funktioniert und Currywurst mit Pommes leckerer ist als Pizza und Pasta.“

„Na, gegen Pizza und Pasta kannst du jetzt nichts sagen.“
„Sollen wir in Pizza investieren und uns eine bestellen?“

„Ja, ich nehme eine Hawaiipizza. Oder halt, lieber eine Spinat mit Fetakäse …aber du nimmst mich wieder nicht ernst!“
„Doch, ich ruf gleich an und bestelle!“

„Ja, das ist recht. Aber ich meine, du nimmst mich mit dem Investieren nicht ernst.“
„Ach, wir haben nicht genug Geld für Immobilien, das weißt du doch.“

„Aber irgendwas sollten wir machen, für die Zukunft meine ich.“
„Willst du mir einen Bausparvertrag aufschwatzen?“

„Nein, natürlich nicht. Aber es steht doch in jeder Zeitung, dass eine Inflation droht und die Leute jetzt in Sachwerte investieren.“
„Aha.“

„Ja, am beliebtesten sind Immobilien, Gold und alter Whisky.“
„Das nenn ich mal eine gute Geldanlage. Bitte einen guten alten schottischen Single Malt! Ich investiere gleich morgen auf deinen Wunsch hin in Whisky!“

„Ja. Aber bei deiner Begeisterung scheint es mir keine so sichere Investition zu sein…“
„Ach was, mehr Prozente für‘s Geld kriegst du nirgendwo.“

„Aber wenn du den leer trinkst, ist die Geldanlage futsch.“
„Trinkflation sozusagen.“

„Nee, das ist mir nicht sicher genug, dann kann ich das Geld auch gleich bei der Bank lassen.“
„Tja, wenn ich aber doch lieber Whisky besorgen soll, dann sag‘s nur.“

„Wenn Immobilien und Whisky ausscheiden, bleibt eigentlich  nur noch Gold.“
„Aha, daher weht der Wind.“

„Wieso? Ich mache mir nur Gedanken um unsere finanzielle Zukunft.“
„Ja soll ich jetzt etwa Gold kaufen?“

„Oh, das wär was!“
„Aber ich kaufe einen Barren, keinen Ring, keine Kette, keine Ohrstecker.“

„Wieso? Der Goldpreis ist auch bei Ringen, Ketten und Ohrsteckern wertbeständig.“
„Aber mir scheint diese Geldanlage auch nicht sicher. Schließlich hast du an Ostern erst deinen goldenen Ohrstecker verloren.“

„Ja, total ärgerlich. Aber so eine Kette oder ein Ring wäre schon wertbeständig.“
„Ein Barren Gold erfüllt den gleichen Zweck.“

„Nicht den gleichen Zweck wie zum Beispiel, sagen wir mal zwei Ringe aus Gold, für die Zukunft, meine ich…

Kopfschüttel…

25 Kommentare »

Wie damals bei Adam…

19. Juli 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Das Handy der Liebsten hat nach langen Jahren treuer Dienste endgültig den Geist aufgegeben und ein neues Handy muss her. Die Liebste hat genaue Vorstellungen, was sie will. Meine Ideen sind da aber eher anders…

„Schau mal, hier, das will ich mir bestellen!“
„Ein iPhone. Hast du schon mal auf den Preis geschaut?“

„Naja, es ist schon etwas teurer, aber so schön!“
„Etwas teurer ist gut.“

„Meinetwegen etwas sehr teurer. Aber ich hab noch etwas Geburtstagsgeld, und ein neues Handy brauch ich eh.“
„Ja schon, aber warum muss es ein iPhone sein?“

„Weil es total schön aussieht und Kult ist.“
„Was machst du denn damit?“

„Dich anrufen oder dir eine SMS schicken oder mal ein Foto, wenn ich was Tolles sehe.“
„Ja, aber das kann jedes andere Handy auch, für einen Bruchteil des Preises.“

„Ach, jetzt willst du es mir ausreden.“
„Natürlich. Es ist einfach zu teuer und mir würde es leid tun, so viel Geld dafür auszugeben.“

„Aber so ein iPhone hat man doch auch lange und ich würde mich immer freuen, wenn ich es benutze.“
„Apple freut sich auch, wenn wegen eines Bildes von einem angebissenen Apfel auf dem Telefon die Kasse klingelt. Von der Überwachung ganz abgesehen…“

„Wieso? Willst du mich überwachen? Ich sag dir doch immer, wo ich hingehe.“
„Quatsch, ich doch nicht. Apple überwacht dich.“

„Echt? Ich hab keine Geheimnisse.“
„Es ist doch egal, ob du Geheimnisse hast oder nicht, es ist doch nicht in Ordnung, wenn die einfach deine Daten speichern!“

„Es ist dir also egal, ob ich Geheimnisse habe?“
„Nein, mir ist es nicht egal. Ich will schon wissen, wo und mit wem du unterwegs bist.“

„Eben hast du doch gesagt, es ist dir egal und jetzt willst du es doch wissen, dabei sage ich dir doch sowieso immer alles Wichtige.“
„Das ist ja auch richtig so, schließlich sage ich dir auch, was ich mit wem mache.“

„Ja, ich würde auch fragen, wenn du es nicht sagst.“
„Eben. Deshalb sage ich es ja auch. Ich hab schließlich auch keine Geheimnisse.“

„Tja. Welches Telefon soll ich denn nun nehmen?“
„Egal, nur kein zu teures. Schließlich willst du nur telefonieren.“

„Ja, und SMS schicken und Fotos machen.“
„Aber das können doch alle Handys. Nach welchen Kriterien willst du denn gehen?“

„Es muss mir gefallen.“
„Dann nimm wenigstens noch den Preis als Kriterium, und vielleicht wäre es gut, bei der gleichen Marke zu bleiben, dann musst du dich nicht an eine neue Bedienung gewöhnen.“

„Ja, das stimmt. Soll ich hier das in Rosa nehmen?“
„Zeig mal. Ein Nokia, wie gehabt. Immer noch ein stolzer Preis, aber besser als das iPhone.“

„Hmm. Aber wenn mir Rosa in einem halben Jahr nicht mehr gefällt?“
„Dann nimm das Schwarze. Das ist zeitlos.“

„Und langweilig.“
„Oder hier, das gleiche Modell in Weiß.“

„Ja, aber hier das Weiße mit dem Apfel drauf sieht noch besser aus…“

Kopfschüttel…

14 Kommentare »

Rosenstrauß

14. Juni 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Vor kurzem kam ein Riesenrosenstrauß für meine Liebste. Sie schaute nur kurz auf die beiliegende Karte und steckte die dann ein. Sie stellte die Blumen ins Wohnzimmer und ich fragte sie natürlich, wer ihr solche Blumen schickt.

„Ach, kennst du nicht.“
„Was soll denn das?“

„Was soll was?“
„Naja, deine Mutter schickt dir ja kaum rote Rosen!“

„Stimmt. Von meiner Mutter sind die nicht.“
„Also? Jemand kennengelernt?“

„Ich lerne ständig Leute kennen. Du doch auch.“
„Ja, aber ich krieg keine Rosen geschickt.“

„Na, das wäre ja auch komisch. Ein Mann kriegt Rosen geschickt, hab ich noch nie gehört.“
„Eben. Frauen kriegen Rosen geschickt.“

„Eben.“
„Ja. Von wem sind die Rosen?“

„Eifersüchtig?“
„Ja. Sind die protzigen Dinger etwa von dem neuen Kollegen, von dem du neulich erzählt hast?“

„Nein. Und die sind doch nicht protzig. Und Schatz, für Eifersucht gibt es keinen Grund.“
„Da bin ich aber beruhigt. Trotzdem will ich wissen, von wem hier diese Dinger sind.“

„Was heißt Dinger? Das sind total schöne Rosen! Und die duften auch so gut. Hier, schnupper mal.“
„Nein. Ich will jetzt wissen, was das soll!“

„Ich freue mich über die Rosen.“
„Wer schickt dir rote Rosen? Zeig mal die Karte vom Strauß her!“

„Du kannst ja richtig eifersüchtig sein! So kenne ich dich ja gar nicht!“
„Ja. Meine Freundin soll keine roten Rosen von anderen Männern bekommen.“

„Warum? Wenn sie sich über Rosen freut.“
„Ja, aber wenn sie Rosen will, kriegt sie Rosen von mir!“

„Eben nicht! Wann gab’s den letzten Rosenstrauß?“
„Neulich erst.“

„Wann war neulich?“
„Naja, vor einiger Zeit.“

„Vor sehr, sehr langer Zeit.“
„Ja. Stimmt. Ich bin unaufmerksam in letzter Zeit. Tut mir leid. Ich lieb dich doch trotzdem. Ich hatte halt die letzte Zeit viel Ärger und Stress auf Arbeit. Von wem sind denn jetzt die Rosen?“

„Das tut nichts zur Sache. Ich wollte nur mal wieder hören, dass du mich liebst.“
„Aber Schatz! Natürlich liebe ich dich, auch wenn ich es nicht dauernd sage. Wollen wir heute abend schön essen gehen? Ich bestelle einen Tisch beim Italiener.“

„Gern. Das können wir machen.“
„Gut. Könntest du die Rosen dann vielleicht aus dem Wohnzimmer entfernen?“

„Ach, Schatz. Die sind von mir.“
„Wie? Die sind von dir?“

„Naja, ich dachte ich schick mir mal Rosen, wenn von dir keine kommen.“
„Jetzt bin ich platt. Auf was für Ideen du kommst! Du hättest doch einfach was sagen können!“

„Ach, Schatz. Ich geh mich jetzt mal umziehen für den Italiener!“
„Ja, mach das.“

„Hier ist übrigens noch die Karte: ‘Für den neugierigen Schatz als Erinnerung, damit er ab und zu auch mal Blumen bringt.’“

Kopfschüttel…

23 Kommentare »

Gefährliche Lektüre

6. Juni 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Am Wochenende – ohne Termine oder sonstige Verpflichtungen – haben wir es ganz ruhig angehen lassen. Ich habe in der Küche zwei Tassen Kaffee geholt und mich wieder zur Liebsten ins Bett gelegt, die dort in einer Zeitschrift blätterte.

„Oh, mein Kaffee. Dankeschön. Werde ich heute verwöhnt, ist etwa Valentinstag?“
„Nö, nur so. Was liest du denn da?“

„Och, nur so ein Frauenheft, nichts für dich.“
„Zeig doch mal.“

„Hier, interessiert dich aber eh nicht.“
„‚Eltern family‘. Was soll denn das sein?“

„Das Heft hab ich bei Susi mitgenommen, sie hat es ausgelesen. Hier hab ich auch noch ‚Eltern‘, ‚Baby & Co‘ und ‚Leben & erziehen‘.“
„Aha. Aber steht denn da nicht überall das Gleiche drin? Da hätte doch ein Heft gereicht.“

„Nö, da steht überall was anderes drin. Hier zum Beispiel: ‚So wird ihr Kind ein liebenswerter Mensch‘ oder hier: ‚Alles über Hebammen‘ oder hier: ‚So entwickelt sich ihr Kind‘ oder da: ‚Von der Muttermilch zum Familientisch‘ oder…“
„Schon gut, schon gut. Ich glaub es ja. Zeig mal her den Stapel.“

„Außerdem: In deinen Autoheften steht doch auch immer das Gleiche drin.“
„Quatsch. Da werden immer andere Autos getestet und vorgestellt. Aber warum lest ihr denn ‚Leben & erziehen‘, passender wäre doch ‚Brüten und abwarten‘?“

„Susi hat bei ihrer Ärztin so eine Tasche mit Heften, Infos und Pröbchen bekommen und die Hefte hat sie mir weitergereicht. Aber ‚Brüten & abwarten‘ klingt gut, ich werde es Susi mal vorschlagen.“
„Ja, mach das. Und jetzt gib mir mal einen Kuß. Schließlich hab ich dir Kaffee mitgebracht.“

„Ja. Oh, schau mal hier, wie süß das schlafende Baby hier aussieht. Ach, wie niedlich.
„Ja, sehr niedlich. In letzter Zeit schaust du oft nach Babys, fällt mir auf…“

„Ja. Und?“
„Aber dann wäre Schluss mit Kaffee im Bett. Dann würdest du jetzt schon längst aufstehen müssen, Füttern, wickeln, spazierengehen…“

„Ja.“
„Was meinst du mit ‚Ja‘?“

„Ja eben. Dann würden wir halt einen Sonntagsspaziergang machen und mit dem Kinderwagen durch den Park gehen.“
„Du vergisst, dass du unausgeschlafen wärst. Und dass du unausgeschlafen total unausstehlich bist.“

„Ach, die Natur hat es schon so eingerichtet, dass Mütter dann weniger Schlaf brauchen, dass machen die Hormone.“
„Könnte es sein, dass die Hormone grad noch ganz andere Sachen machen?“

„Naja, irgendwann wollten wir ja schon Kinder. Jetzt wäre doch sehr gut. Dann könnte unser Kind immer mit Susis Kind spielen, die wären ja fast gleich alt.“
„Ja, schon. Irgendwann will ich auch Kinder, aber jetzt haben wir‘s doch grad so gemütlich und du wolltest doch beruflich erst noch ein bisschen schauen…“

„Ja, aber schön wär‘s doch. Oder willst du keine Kinder mit mir?“
„Doch schon, wenn Kinder, dann nur mit dir, Schatz. Aber doch nicht gleich!“

„Naja, wenn wir alt und grau sind ist es aber zu spät.“
„Gianna Nannini ist doch jetzt mit 54 Mutter geworden, wir haben also noch jede Menge Zeit.“

„Pah. Das wäre mir viel zu alt. Dann wäre ich zur Schuleinführung schon 60!“
„Siehst du – im Ruhestand hättest du dann genug Zeit, um dich mit den Hausaufgaben zu beschäftigen. Wäre doch prima.“

„Quatsch, du nimmst mich gar nicht ernst.“
„Ach, Schatz, das geht mir jetzt einfach zu schnell. Außerdem kann man das doch gar nicht so planen.“

„Dann warten wir eben noch ein bisschen. Dann kann unser Kind auch von Susis Kind die ganzen Sachen bekommen.“

Kopfschüttel…

9 Kommentare »

Die rosa Hölle

20. Mai 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Das Babythema ließ meine Liebste – Tante in spe – gar nicht mehr los. Es beeinflusst mittlerweile sogar ihr Shoppingverhalten. Neulich kam sie vom Einkaufen heim und hatte was „Klitzekleines“ dabei:

„Schau mal, ist das nicht süß!“
„Hmm… Wer zieht denn freiwillig einen rosa Schneeanzug mit Öhrchen an?“

„Na Susis Baby! Im Winter ist es bestimmt kalt und so eine kleine Maus braucht doch was Warmes.“
„Ja, aber Öhrchen am Schneeanzug sind dem Baby bestimmt auch peinlich.“

„Quatsch. Das ist dem Baby doch völlig egal.“
„Dann hättest du auch was weniger peinliches kaufen können.“

„Der Babyladen hatte Ausverkauf und es gab nur noch zwei Schneeanzüge.“
„Bist du nicht ein bisschen früh dran?“

„Wieso?“
„Der Winter ist noch furchtbar lang hin. Hast du mal mit Susi gesprochen, ob und was sie überhaupt brauchen?“

„Nein, das soll doch eine Überraschung sein.“
„Mag Susi überhaupt rosa Sachen für ihr Kind?“

„Wieso? Alle kleinen Mädchen haben rosa an!“
„Also ich finde, dass man die Kleinen ja nicht von Geburt an auf eine Farbe festlegen sollte. Dann ist ja klar, dass sie später schon so geprägt sind.“

„Hätte ich denn einen blauen Schneeanzug kaufen sollen?“
„Wieso nicht? Dem Baby wird’s ja egal sein.“

„Dann sagt jeder ‚Oh, was für ein niedlicher Junge!‘, dabei ist es doch ein Mädchen.“
„Susi kann’s ja erklären. Aber wäre nicht auch eine neutrale Farbe gegangen? Gelb zum Beispiel?“

„Gelb? Willst du die Kleine zu einem Teletubby machen??“
„Wieso, gelb ist doch eine schöne Farbe.“

„Aber doch nicht für einen Babyschneeanzug!“
„Dann eben grün.“

„Das ist ja noch schlimmer! Da würde es mich nicht wundern, wenn das Kind traumatisiert wird!“
„Also ich wäre auf jeden Fall mit rosa traumatisiert.“

„Jetzt hab ich auf jeden Fall einen rosa Schneeanzug gekauft, und Susi wird sich bestimmt drüber freuen.“
„Vielleicht wird sie später aber auch über die rosa Hölle fluchen, die du ihr da eingebrockt hast. Stell dir mal vor: rosa Püppchenwagen, rosa Fahrrad, rosa Teller, rosa Schuhe…“

„Ach Schatz, du übertreibst. Ich schenk ihr dann auch mal was in anderen Farben.“
„Ja, aber stell dir mal vor, jeder schenkt am Anfang schon was in rosa…“

„Mein Gott, die Kleine wird’s überleben. Wenn sie groß ist, kannst du ihr ja sagen, dass du damals alles versucht hast, um ihr den ersten Schneeanzug in einer anderen Farbe zukommen zu lassen, aber die böse Tante war damals eben stärker.“
„Gut, mach ich. Wird es denn eigentlich überhaupt ein Mädchen?“

„Das weiß Susi noch nicht, dafür ist es doch noch viel zu früh.“

Kopfschüttel…

6 Kommentare »

Gewinner des Gewinnspiels

8. Februar 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Also an dieser Stelle erstmal ein großes “SORRY” an alle, denn es gab hier in letzter Zeit weniger Geschichten, als Ihr es gewohnt seid, aber es geht ab sofort wieder “in alter Frische” weiter und es kommen auch wieder häufiger neue Geschichten. Es ist ja nicht so, dass meine Liebste plötzlich “lieb” ist… ganz im Gegenteil ;-)

Nur komme ich aktuell schlicht nicht dazu, hier so häufig wie sonst etwas zu schreiben.
Aber wie gesagt, ich gelobe Besserung und auch in Sachen Kommentare habe ich mir fest vorgenommen, wieder häufiger zu antworten. :-)

So nun zum Gewinnspiel, das ja am 1. Februar bereits beendet war. Grundsätzlich war ich froh, dass dann letzten Endes doch so viele Leute mitgemacht haben. Die Gewinner möchte ich an dieser Stelle einmal vorstellen. Ich habe bereits alle Gewinner angeschrieben. Ohne ausdrückliche Erlaubnis werde ich hier natürlich keine vollen Namen nennen, aber jeder Gewinnerartikel wird hier verlinkt, damit Ihr auch nachlesen könnt, welche Beiträge gewonnen haben.
Insgesamt gibt es ja 3 Gewinner. Jeder der 3 Beiträge hat seinen eigenen Charme und die Zahlen hier sind keine Rangliste. Alle 3 Beiträge haben gewonnen.

Die Gewinner:



1. Der Artikel der “angehenden Göttin” Anna:
Hier: Der körnerfressende Terrorzwerg

2. Der Artikel von Sarah und Timo
Hier: Männer-Frauen-Gespräch

3. Der Artikel von Paul:
Hier: Shopping

Ich gratuliere herzlich allen Gewinnern. Ihr erhaltet in Kürze alle Euren 50 Euro Amazon Gutschein zum shoppen und glücklich sein ^^. Ich würde natürlich gerne hören, was Ihr alle über die 3 Beiträge denkt, welcher davon der Beste ist und vielleicht hört man hier ja auch mal das ein oder andere Statement von einem der Gewinner.

29 Kommentare »

Untreue

10. Januar 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Abends sitze ich mit meiner Liebsten im Arm gemütlich vor dem Fernseher…alles ist bestens, bis mir meine Liebste auf einmal eine Frage an Kopf wirft…

“Sag mal Schatz… wie findest du eigentlich Jessica Alba? “
“Häh? Jessica Alba? Warum fragst du das?”

“Ich will es halt wissen! Nun stell dich doch bitte nicht immer so an und beantworte einfach mal meine Frage!”
“Das ist doch ganz sicher wieder eine deiner Testfragen. Da kann ich doch nur falsch antworten…”

“Wie kommst du denn da drauf? Nein. Das war eine ganz normale Frage!”
“Hmm…Jessica Alba…hübsches Mädchen. Und hat die nicht auch in “Sin City” mitgespielt?”

“Ja, genau die ist das. Du findest die also hübsch?”
“Ja, hässlich finde ich sie jedenfalls nicht.”

“AHA!”
“Was AHA?”

“Ich wusste es! Du würdest also fremdgehen, wenn du die Gelegenheit dazu hättest! “
“Hab ich das gesagt?”

“Nein, aber GEDACHT hast du es! Sowas muss man nicht aussprechen!”
“Nein, bitte Schatz…ich habe nur gesagt, dass Jessica Alba ein hübsches Mädchen ist und nichts weiter…”

“Aber du würdest mit Ihr schlafen, wenn Sie jetzt hier vor der Tür stehen würde!”
“Was?! *lach*…sicher nicht, wenn Du dann noch hier bist…”

“Du gibst es also zu!!!” Nein, schlimmer noch, Du würdest also hinter meinem Rücken mit IRGENDEINER Frau schlafen und mir noch nichtmal etwas davon sagen!
“Warum denn jetzt mit irgendeiner? Ich dachte wir reden hier von Jessica Alba?”

“WAS? Du würdest mir also echt wegen dieser Alba fremdgehen?! Nur weil du die hübsch findest und dieses Püppchen im Fernsehen ist? “
“Oh oh… in die Falle getappt… ich habs geahnt.”

“Das ist ja wohl die Höhe, dass Du mir das auch noch ins Gesicht sagst!”
“Schatz… nun mal ganz langsam. Ich meine nur, dass Jessica Alba ein hübsches Mädchen ist. Ich habe um Gottes Willen doch niemals gesagt, dass ich mit dieser Frau schlafen würde oder dass ich Dir irgendwie untreu wäre. Du weißt, ich liebe nur dich und es gibt keine andere Frau für mich… Du bist doch viel hübscher als diese Alba!”

“Ach, auf einmal?”
“Ich habe nie gesagt, dass die Alba hübscher ist als du, nur halt, dass ich sie RECHT hübsch finde. Du bist meine erste und einzige Wahl, mein Schatz.”

“…naja, damit hast Du gerade nochmal so die Kurve gekriegt….”
“Und Du?”

“Was meinst Du?”
“Würdest DU mir denn untreu sein, wenn zum Beispiel George Clooney oder Brad Pitt um die Ecke kommen würden…?”

“Na klar! So eine Chance bekommt man nicht alle Tage…”
“WIE BITTE?”

“Nein, war nur Spass…aber ich KÖNNTE theoretisch schon, bzw. du dürftest mir nicht böse sein…. “
Häh? Wieso das denn?

“Na weil du mir ja schon fremdgegangen bist….in deinen GEDANKEN!”
Kopfschüttel….

54 Kommentare »

Eure Geschichten sind gefragt!

2. Januar 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ganz richtig, Ihr habt Euch nicht verlesen. :-) Das neue Jahr hat gerade angefangen und schon möchte ich mal etwas “anderes” zwischen die Beiträge werfen. Schon lange könnt Ihr die Geschichten über mich und meine Liebste lesen und nun möchte ich den Spieß einmal umdrehen und Euch zu Wort kommen lassen. Ich würde sehr gerne mal ein paar lustige Dialoge zwischen Euch und Eurer/Eurem Liebsten lesen, anstatt immer nur selbst “Opfer” allen Hohns zu sein ;-)

Zu diesem Zweck veranstalte ich ein kleines Gewinnspiel, an dem gerne jeder teilnehmen kann, der eine Webseite bzw. ein eigenes Blog hat. Wer teilnehmen möchte, der schreibt einfach eine lustige Geschichte über den Dialog zwischen Euch und Eurem Partner. Dieser kann übrigens auch fiktiv sein, falls die “nackte Realität” nicht so viel hergibt. ^^
Am Ende werden die besten Artikel dann von mir ausgewählt und prämiert.

Eure “Aufwandsentschädigung”:

Für die besten 3 Artikel bedanke ich mich mit einem kleinen Geschenk von jeweils 50 Euro in Form eines Amazon-Gutscheins.
Wenn Ihr mitmachen wollt und einen der Amazon Gutscheine gewinnen wollt, dann erfahrt Ihr alles Nötige hier: Gewinnspiel-Aktion.

33 Kommentare »

Törchen 22

22. Dezember 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche, als ich aus dem Badezimmer komme.
Heute ist unser letzter Arbeitstag des Jahres, und dann können wir die Weihnachtszeit zusammen genießen.
Ich nehme mir einen Kaffee und setze mich zu der Liebsten an den Tisch.

“So, Schatz! Endspurt heute und dann: Urlaub!”
“Ja, Süße. Ich kann ein paar ruhige Tage jetzt auch gebrauchen…”

“Ich auch, ich freue mich schon!”
“Gut, ähm, aber sag mal… Komisch…”

“Wieso, was ist?”
“Guck mal hier, in meinem Adventskalender…”

“Was ist da?”
“Das Törchen 22 ist ja schon auf??”

“Und?”
“Ich meine, heute ist doch der 22igste, oder??”

“Den ganzen Tag lang, Schatz.”
“Aber ich habe das doch noch gar nicht aufgemacht!?”

“Du bist eben ein Schussel.”
“Nee, nee, nee, Moment mal! Hauch mich mal an!”

“Ich?? Wieso soll ich dich anhauchen??”
“Ich will testen, ob du nach Schokolade riechst!”

“Willst du mir etwa unterstellen, ich hätte…”
“…liegt das nicht auf der Hand??”

“Pff! Ich mache mir doch eh nichts aus Schokolade!”
“Pah!”

“Als wenn ich es nötig hätte, deinen Kalender zu plündern!”
“Und? Hast du??”

“Wenn da jetzt ne schöne Halskette drin wäre, aber so…”
“Tut mir leid, Halsketten-Adventskalender gibt es noch nicht.”

“Blöd eigentlich, ist echt ne Marktlücke, finde ich…”
“Lenk jetzt nicht ab, warst du es nun oder nicht!?”

“Was war ich!?”
“Hast du mein Törchen 22 leergefuttert??”

“Ich habe doch meinen eigenen Adventskalender!”
“Das ist keine Antwort auf meine Frage!”

“Lass mich in Ruhe, ja? Für Streit ist es noch viel zu früh!”
“Los, dann küss mich!”

“Wie bitte??”
“Du sollst mich küssen, aber pronto!”

“Pah! Ich küsse dich doch jetzt nicht!”
“So?? Und warum nicht??”

“Ich muss gleich zur Arbeit.”
“Pff! Dir klebt die Schokolade bestimmt noch am Gaumen!”

“Wie kann man sich über ein paar Gramm Schoki so aufregen!?”
“Aha! Also warst du es, du gibst es zu!”

“Ich gebe gar nichts zu.”
“Schön, dann werde ich…”

“Schatz, ich bin wirklich enttäuscht von dir.”
“Wie jetzt! Du von mir??”

“Ja.”
“Wieso??”

“Weil du glaubst, ich hätte deine Schokolade gegessen.”
“Hast du ja auch.”

“Und wenn, wäre das so schlimm, ich meine…”
“Na ja, was heißt schlimm, wirklich SCHLIMM natürlich nicht…”

“Wegen jedem Kleinkram schnauzt du mich sofort an…”
“Das ist jetzt aber ein bisschen hart formuliert, also…”

“…selbst wenn ich Törchen 22 aufgemacht hätte, ich meine…”
“Ähm…”

“…das ist doch kein Grund, mich gleich so fertig zu machen…”

[Die Liebste senkt ganz langsam ihren Kopf ein wenig und lässt - sichtlich enttäuscht - die Mundwinkel hängen. Es ist nicht so, dass sie gleich losheulen müsste, aber irgendwie scheint sie schon ein bisschen damit zu kämpfen, die Fassung und ihren Stolz nicht zu verlieren.
Ich besinne mich ein wenig und stelle fest, dass ich vielleicht wirklich ein bisschen zu laut geworden bin. Selbst wenn sie die Schokolade genommen hätte, ich meine, was soll´s, sie ist einfach so wunderbar erwachsen und zugleich so zauberhaft verspielt... Das mag ich ja so an ihr und anstatt mich wegen eines blöden Stückchens Schokolade aufzuregen, sollte ich sie einfach so nehmen und lieben, wie sie ist: die wunderbarste und liebevollste Frau der Welt.]

“Bist du jetzt wieder böse auf mich?”
“Ähm, nein, ich, ähm…”

“Ehrlich nicht?”
“Nein, Liebste.”

“Glaubst du mir denn, dass ich deine 22 nicht aufgemacht habe?”
“Also, ähm… Glauben, na ja, ach, ist doch auch egal, oder?”

“Du glaubst mir nicht, Schatz?”
“Ich liebe dich, meine Süße.”

“So? Und du bist wirklich nicht böse auf mich?”
“Nein.”

“Und das, obwohl du denkst, ich hätte deine Schoki gefuttert?”
“Ja. Es ist nicht so wichtig, andere Dinge sind wichtiger.”

“Was denn zum Beispiel??”
“Du bist wichtiger. Frohe Weihnachten, meine Liebste.”

“Frohe Weihnachten, mein Schatz, ich liebe dich auch!”
“DAS ist wichtig, alles andere nicht.”

“Weißt du was, ich möchte dir etwas Gutes tun.”
“So? Und was?”

“Du darfst Törchen 22 an meinem Kalender aufmachen.”
“Aber, ähm…”

“Ist schon gut, ich meine, du weißt es doch sowieso…”
“Ähm, was weiß ich sowieso??”

“Dass ich deine Schokolade gegessen hab, tut mir leid.”
“Das macht ja auch nichts, ähm, aber…”

“Aber?”
“Liebste, dein Törchen 22 ist doch schon auf?? Und auch schon leer??”

“Ja, und?”
“Also das heißt, du hast beide Schokoladen gegessen??”

“Ja, ich hatte so einen Heißhunger, und…”

“…und du bietest mir trotzdem an, dein Törchen 22 aufzumachen??”

“Ja, freust du dich nicht?”
“Worüber soll ich mich denn freuen?? Die 22 ist doch leer!?”

“Nicht dieses Jahr, du Dummerchen! Nächstes Jahr!”

Kopfschüttel…

Frohe Weihnachten! (photocase.de © onesecondupndown)Wir bedanken uns bei allen Gästen ganz herzlich für den Besuch bei uns und die vielen Kommentare, die dieses Blog so sehr bereichern.
Wir wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier im Blog gibt es eine kurze Pause und im neuen Jahr geht´s munter – vielleicht auch mit ein paar neuen Erfrischungen – weiter.

Frohes Fest und guten Rutsch!

58 Kommentare »

Todesuhr

4. Oktober 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Vorhin rief mich meine Liebste an den PC. In Erwartung von Problemen wie einer Warnmeldung wegen nicht aktualisiertem Virenprogramm, voller Festplatte oder ähnlichem nahm ich den Platz vor dem Rechner ein. Sie sagte:

„Mach mal!“
„Was denn? Scheint doch alles in Ordnung zu sein…“

„Nein, du sollst mal auf der Seite da den Test machen.“
„Hä was? ‚Todesuhr‘? Was ist denn das für ein Humbug?“

„Ja, da kannst du deinen Todestag errechnen.“
„Will ich doch gar nicht wissen!“

„Das ist doch auch nur halb ernst! Jetzt mach doch mal!“
„Na gut… Das Geburtsdatum, OK. Mein Gewicht?“

„80 kg hast du bestimmt, oder?“
„Was? Höchstens 75 kg! Eher 74. Ich nehm 74.“

„Du willst wohl einen Tag mehr rausholen?“
„Quatsch. Wieso kann man denn die Größe nur in 5-cm-Schritten ändern?“

„Ist doch nicht so wichtig, das ist doch nur Spaß!“
„Na gut. Welches Getränk ich mindestens einmal pro Woche trinke… Wasser.“

„Und Bier?“
„Nein, ich trink manche Woche auch mal kein Bier. Aha, hier sind jetzt mal eindeutige Sachen. Aber das hier ist ja wieder Quatsch: Ob ich bei Rot über die Ampel gehe. Nein.“

„Ich schon!“
„Gehst du auf fremde Leute zu? Ich würde sagen ja.“

„Ach, was sind das denn für Leute?“
„Das weiß ich doch nicht. Ist doch nur Spaß, hast du gesagt.“

„Also das finde ich nicht mehr spaßig, wenn du auf fremde Leute zugehst. Sind sie weiblich?“
„Die Frage war weiter oben, allerdings in anderer Form.“

„Nein, ich meine, ob die fremden Leute weiblich sind.“
„Was weiß  ich. Jetzt lass mich doch mal weitermachen. Wie viele Menschen ich mit ins Paradies nehmen würde… so ein Müll! Na gut, keinen einzigen.“

„WAS? Du würdest ohne mich ins Paradies gehen?“
„Na sonst wär’s ja kein… Also gut, nehm ich ‚Unter 5‘, ist das besser?“

„Da hast du aber Glück gehabt!“
„Wieviele ich durch Gedanken umbringen würde, sag mal, haben die sie noch alle? Keinen!“

„Also bei mir waren es unter 5…“
„Du musst deinen Mitmenschen gegenüber einfach etwas nachsichtiger sein… Wenn ich esse – probiere ich alles.“

„Stimmt. Gibt bestimmt einen Tag Abzug.“
„Egal. Hier, da hol ich ihn wieder rein: Ich bin nie oder sehr selten krank.“

„Aber wenn, dann jammerst du, dass man gleich einen Pfarrer holen möchte!“
„Ach was. Hast du viel Kummer? – Nö.“

„Das freut mich aber!“
„‘Du wirst von einem Auto überfahren, was ist die wahrscheinlichste Ursache?‘ – Das weiß ich doch nicht im Voraus!“

„Jetzt nimm doch irgendwas, es ist doch nur so eine Art Spiel!“
„Gut. Ich lag mitten auf der Straße, das nehm ich.“

„Irgendwie unangenehm.“
„Und hier ja… ja… und nein. Wie oft feiere ich denn? Ich nehme mal täglich. Meinen Feierabend.“

„Ja, das scheint bei dir immer öfter ein richtiger Grund zum Feiern zu sein…“
„Sport – mmh, eher selten. Rauchen nein, gute Ausbildung ja. Extrem-Sportarten auch nicht. So, endlich fertig.“

„Jetzt bin ich aber gespannt, was rauskommt! Ich sterbe 2058.“
„1. Mai 2056! Das ist ja noch eine Weile hin.“

„Das ist aber ein blödes Datum! Am 1. Mai will ich kein Bestattungsinstitut anrufen, da ist doch ein Feiertag! Mach den Test nochmal und gib diesmal das eine Kilo mehr an!“

Kopfschüttel…

122 Kommentare »

Riskante Investition

22. Juli 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Normalerweise kümmert sich meine Liebste ja eher weniger ums Finanzielle, hauptsache, es bleibt am Ende des Geldes nicht zu viel Monat übrig. Doch gestern lernte ich sie von einer ganz neuen Seite kennen.

„Weißt du, was ich gelesen habe?“
„Nein, aber du wirst es mir sicher gleich sagen.“

„Ja. Wir sollten in Immobilien anlegen.“
„Soll ich ein Gartenhaus kaufen?“

„Quatsch. In der Zeitung stand, dass Immobilien zurzeit die sicherste und beliebteste Geldanlage sind.“
„Soso.“

„Und dass sogar reiche Italiener in Berlin Häuser kaufen, weil es wegen der bevorstehenden Wirtschaftskrise besser wäre.“
„Haben die keine Häuser mehr in Bella Italia?“

„Keine Ahnung. Vielleicht ist es in Berlin einfach schöner als in Italien.“
„Ja, weil hier die Müllabfuhr funktioniert und Currywurst mit Pommes leckerer ist als Pizza und Pasta.“

„Na, gegen Pizza und Pasta kannst du jetzt nichts sagen.“
„Sollen wir in Pizza investieren und uns eine bestellen?“

„Ja, ich nehme eine Hawaiipizza. Oder halt, lieber eine Spinat mit Fetakäse …aber du nimmst mich wieder nicht ernst!“
„Doch, ich ruf gleich an und bestelle!“

„Ja, das ist recht. Aber ich meine, du nimmst mich mit dem Investieren nicht ernst.“
„Ach, wir haben nicht genug Geld für Immobilien, das weißt du doch.“

„Aber irgendwas sollten wir machen, für die Zukunft meine ich.“
„Willst du mir einen Bausparvertrag aufschwatzen?“

„Nein, natürlich nicht. Aber es steht doch in jeder Zeitung, dass eine Inflation droht und die Leute jetzt in Sachwerte investieren.“
„Aha.“

„Ja, am beliebtesten sind Immobilien, Gold und alter Whisky.“
„Das nenn ich mal eine gute Geldanlage. Bitte einen guten alten schottischen Single Malt! Ich investiere gleich morgen auf deinen Wunsch hin in Whisky!“

„Ja. Aber bei deiner Begeisterung scheint es mir keine so sichere Investition zu sein…“
„Ach was, mehr Prozente für‘s Geld kriegst du nirgendwo.“

„Aber wenn du den leer trinkst, ist die Geldanlage futsch.“
„Trinkflation sozusagen.“

„Nee, das ist mir nicht sicher genug, dann kann ich das Geld auch gleich bei der Bank lassen.“
„Tja, wenn ich aber doch lieber Whisky besorgen soll, dann sag‘s nur.“

„Wenn Immobilien und Whisky ausscheiden, bleibt eigentlich  nur noch Gold.“
„Aha, daher weht der Wind.“

„Wieso? Ich mache mir nur Gedanken um unsere finanzielle Zukunft.“
„Ja soll ich jetzt etwa Gold kaufen?“

„Oh, das wär was!“
„Aber ich kaufe einen Barren, keinen Ring, keine Kette, keine Ohrstecker.“

„Wieso? Der Goldpreis ist auch bei Ringen, Ketten und Ohrsteckern wertbeständig.“
„Aber mir scheint diese Geldanlage auch nicht sicher. Schließlich hast du an Ostern erst deinen goldenen Ohrstecker verloren.“

„Ja, total ärgerlich. Aber so eine Kette oder ein Ring wäre schon wertbeständig.“
„Ein Barren Gold erfüllt den gleichen Zweck.“

„Nicht den gleichen Zweck wie zum Beispiel, sagen wir mal zwei Ringe aus Gold, für die Zukunft, meine ich…

Kopfschüttel…

25 Kommentare »

Wie damals bei Adam…

19. Juli 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Das Handy der Liebsten hat nach langen Jahren treuer Dienste endgültig den Geist aufgegeben und ein neues Handy muss her. Die Liebste hat genaue Vorstellungen, was sie will. Meine Ideen sind da aber eher anders…

„Schau mal, hier, das will ich mir bestellen!“
„Ein iPhone. Hast du schon mal auf den Preis geschaut?“

„Naja, es ist schon etwas teurer, aber so schön!“
„Etwas teurer ist gut.“

„Meinetwegen etwas sehr teurer. Aber ich hab noch etwas Geburtstagsgeld, und ein neues Handy brauch ich eh.“
„Ja schon, aber warum muss es ein iPhone sein?“

„Weil es total schön aussieht und Kult ist.“
„Was machst du denn damit?“

„Dich anrufen oder dir eine SMS schicken oder mal ein Foto, wenn ich was Tolles sehe.“
„Ja, aber das kann jedes andere Handy auch, für einen Bruchteil des Preises.“

„Ach, jetzt willst du es mir ausreden.“
„Natürlich. Es ist einfach zu teuer und mir würde es leid tun, so viel Geld dafür auszugeben.“

„Aber so ein iPhone hat man doch auch lange und ich würde mich immer freuen, wenn ich es benutze.“
„Apple freut sich auch, wenn wegen eines Bildes von einem angebissenen Apfel auf dem Telefon die Kasse klingelt. Von der Überwachung ganz abgesehen…“

„Wieso? Willst du mich überwachen? Ich sag dir doch immer, wo ich hingehe.“
„Quatsch, ich doch nicht. Apple überwacht dich.“

„Echt? Ich hab keine Geheimnisse.“
„Es ist doch egal, ob du Geheimnisse hast oder nicht, es ist doch nicht in Ordnung, wenn die einfach deine Daten speichern!“

„Es ist dir also egal, ob ich Geheimnisse habe?“
„Nein, mir ist es nicht egal. Ich will schon wissen, wo und mit wem du unterwegs bist.“

„Eben hast du doch gesagt, es ist dir egal und jetzt willst du es doch wissen, dabei sage ich dir doch sowieso immer alles Wichtige.“
„Das ist ja auch richtig so, schließlich sage ich dir auch, was ich mit wem mache.“

„Ja, ich würde auch fragen, wenn du es nicht sagst.“
„Eben. Deshalb sage ich es ja auch. Ich hab schließlich auch keine Geheimnisse.“

„Tja. Welches Telefon soll ich denn nun nehmen?“
„Egal, nur kein zu teures. Schließlich willst du nur telefonieren.“

„Ja, und SMS schicken und Fotos machen.“
„Aber das können doch alle Handys. Nach welchen Kriterien willst du denn gehen?“

„Es muss mir gefallen.“
„Dann nimm wenigstens noch den Preis als Kriterium, und vielleicht wäre es gut, bei der gleichen Marke zu bleiben, dann musst du dich nicht an eine neue Bedienung gewöhnen.“

„Ja, das stimmt. Soll ich hier das in Rosa nehmen?“
„Zeig mal. Ein Nokia, wie gehabt. Immer noch ein stolzer Preis, aber besser als das iPhone.“

„Hmm. Aber wenn mir Rosa in einem halben Jahr nicht mehr gefällt?“
„Dann nimm das Schwarze. Das ist zeitlos.“

„Und langweilig.“
„Oder hier, das gleiche Modell in Weiß.“

„Ja, aber hier das Weiße mit dem Apfel drauf sieht noch besser aus…“

Kopfschüttel…

14 Kommentare »

Rosenstrauß

14. Juni 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Vor kurzem kam ein Riesenrosenstrauß für meine Liebste. Sie schaute nur kurz auf die beiliegende Karte und steckte die dann ein. Sie stellte die Blumen ins Wohnzimmer und ich fragte sie natürlich, wer ihr solche Blumen schickt.

„Ach, kennst du nicht.“
„Was soll denn das?“

„Was soll was?“
„Naja, deine Mutter schickt dir ja kaum rote Rosen!“

„Stimmt. Von meiner Mutter sind die nicht.“
„Also? Jemand kennengelernt?“

„Ich lerne ständig Leute kennen. Du doch auch.“
„Ja, aber ich krieg keine Rosen geschickt.“

„Na, das wäre ja auch komisch. Ein Mann kriegt Rosen geschickt, hab ich noch nie gehört.“
„Eben. Frauen kriegen Rosen geschickt.“

„Eben.“
„Ja. Von wem sind die Rosen?“

„Eifersüchtig?“
„Ja. Sind die protzigen Dinger etwa von dem neuen Kollegen, von dem du neulich erzählt hast?“

„Nein. Und die sind doch nicht protzig. Und Schatz, für Eifersucht gibt es keinen Grund.“
„Da bin ich aber beruhigt. Trotzdem will ich wissen, von wem hier diese Dinger sind.“

„Was heißt Dinger? Das sind total schöne Rosen! Und die duften auch so gut. Hier, schnupper mal.“
„Nein. Ich will jetzt wissen, was das soll!“

„Ich freue mich über die Rosen.“
„Wer schickt dir rote Rosen? Zeig mal die Karte vom Strauß her!“

„Du kannst ja richtig eifersüchtig sein! So kenne ich dich ja gar nicht!“
„Ja. Meine Freundin soll keine roten Rosen von anderen Männern bekommen.“

„Warum? Wenn sie sich über Rosen freut.“
„Ja, aber wenn sie Rosen will, kriegt sie Rosen von mir!“

„Eben nicht! Wann gab’s den letzten Rosenstrauß?“
„Neulich erst.“

„Wann war neulich?“
„Naja, vor einiger Zeit.“

„Vor sehr, sehr langer Zeit.“
„Ja. Stimmt. Ich bin unaufmerksam in letzter Zeit. Tut mir leid. Ich lieb dich doch trotzdem. Ich hatte halt die letzte Zeit viel Ärger und Stress auf Arbeit. Von wem sind denn jetzt die Rosen?“

„Das tut nichts zur Sache. Ich wollte nur mal wieder hören, dass du mich liebst.“
„Aber Schatz! Natürlich liebe ich dich, auch wenn ich es nicht dauernd sage. Wollen wir heute abend schön essen gehen? Ich bestelle einen Tisch beim Italiener.“

„Gern. Das können wir machen.“
„Gut. Könntest du die Rosen dann vielleicht aus dem Wohnzimmer entfernen?“

„Ach, Schatz. Die sind von mir.“
„Wie? Die sind von dir?“

„Naja, ich dachte ich schick mir mal Rosen, wenn von dir keine kommen.“
„Jetzt bin ich platt. Auf was für Ideen du kommst! Du hättest doch einfach was sagen können!“

„Ach, Schatz. Ich geh mich jetzt mal umziehen für den Italiener!“
„Ja, mach das.“

„Hier ist übrigens noch die Karte: ‘Für den neugierigen Schatz als Erinnerung, damit er ab und zu auch mal Blumen bringt.’“

Kopfschüttel…

23 Kommentare »

Gefährliche Lektüre

6. Juni 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Am Wochenende – ohne Termine oder sonstige Verpflichtungen – haben wir es ganz ruhig angehen lassen. Ich habe in der Küche zwei Tassen Kaffee geholt und mich wieder zur Liebsten ins Bett gelegt, die dort in einer Zeitschrift blätterte.

„Oh, mein Kaffee. Dankeschön. Werde ich heute verwöhnt, ist etwa Valentinstag?“
„Nö, nur so. Was liest du denn da?“

„Och, nur so ein Frauenheft, nichts für dich.“
„Zeig doch mal.“

„Hier, interessiert dich aber eh nicht.“
„‚Eltern family‘. Was soll denn das sein?“

„Das Heft hab ich bei Susi mitgenommen, sie hat es ausgelesen. Hier hab ich auch noch ‚Eltern‘, ‚Baby & Co‘ und ‚Leben & erziehen‘.“
„Aha. Aber steht denn da nicht überall das Gleiche drin? Da hätte doch ein Heft gereicht.“

„Nö, da steht überall was anderes drin. Hier zum Beispiel: ‚So wird ihr Kind ein liebenswerter Mensch‘ oder hier: ‚Alles über Hebammen‘ oder hier: ‚So entwickelt sich ihr Kind‘ oder da: ‚Von der Muttermilch zum Familientisch‘ oder…“
„Schon gut, schon gut. Ich glaub es ja. Zeig mal her den Stapel.“

„Außerdem: In deinen Autoheften steht doch auch immer das Gleiche drin.“
„Quatsch. Da werden immer andere Autos getestet und vorgestellt. Aber warum lest ihr denn ‚Leben & erziehen‘, passender wäre doch ‚Brüten und abwarten‘?“

„Susi hat bei ihrer Ärztin so eine Tasche mit Heften, Infos und Pröbchen bekommen und die Hefte hat sie mir weitergereicht. Aber ‚Brüten & abwarten‘ klingt gut, ich werde es Susi mal vorschlagen.“
„Ja, mach das. Und jetzt gib mir mal einen Kuß. Schließlich hab ich dir Kaffee mitgebracht.“

„Ja. Oh, schau mal hier, wie süß das schlafende Baby hier aussieht. Ach, wie niedlich.
„Ja, sehr niedlich. In letzter Zeit schaust du oft nach Babys, fällt mir auf…“

„Ja. Und?“
„Aber dann wäre Schluss mit Kaffee im Bett. Dann würdest du jetzt schon längst aufstehen müssen, Füttern, wickeln, spazierengehen…“

„Ja.“
„Was meinst du mit ‚Ja‘?“

„Ja eben. Dann würden wir halt einen Sonntagsspaziergang machen und mit dem Kinderwagen durch den Park gehen.“
„Du vergisst, dass du unausgeschlafen wärst. Und dass du unausgeschlafen total unausstehlich bist.“

„Ach, die Natur hat es schon so eingerichtet, dass Mütter dann weniger Schlaf brauchen, dass machen die Hormone.“
„Könnte es sein, dass die Hormone grad noch ganz andere Sachen machen?“

„Naja, irgendwann wollten wir ja schon Kinder. Jetzt wäre doch sehr gut. Dann könnte unser Kind immer mit Susis Kind spielen, die wären ja fast gleich alt.“
„Ja, schon. Irgendwann will ich auch Kinder, aber jetzt haben wir‘s doch grad so gemütlich und du wolltest doch beruflich erst noch ein bisschen schauen…“

„Ja, aber schön wär‘s doch. Oder willst du keine Kinder mit mir?“
„Doch schon, wenn Kinder, dann nur mit dir, Schatz. Aber doch nicht gleich!“

„Naja, wenn wir alt und grau sind ist es aber zu spät.“
„Gianna Nannini ist doch jetzt mit 54 Mutter geworden, wir haben also noch jede Menge Zeit.“

„Pah. Das wäre mir viel zu alt. Dann wäre ich zur Schuleinführung schon 60!“
„Siehst du – im Ruhestand hättest du dann genug Zeit, um dich mit den Hausaufgaben zu beschäftigen. Wäre doch prima.“

„Quatsch, du nimmst mich gar nicht ernst.“
„Ach, Schatz, das geht mir jetzt einfach zu schnell. Außerdem kann man das doch gar nicht so planen.“

„Dann warten wir eben noch ein bisschen. Dann kann unser Kind auch von Susis Kind die ganzen Sachen bekommen.“

Kopfschüttel…

9 Kommentare »

Die rosa Hölle

20. Mai 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Das Babythema ließ meine Liebste – Tante in spe – gar nicht mehr los. Es beeinflusst mittlerweile sogar ihr Shoppingverhalten. Neulich kam sie vom Einkaufen heim und hatte was „Klitzekleines“ dabei:

„Schau mal, ist das nicht süß!“
„Hmm… Wer zieht denn freiwillig einen rosa Schneeanzug mit Öhrchen an?“

„Na Susis Baby! Im Winter ist es bestimmt kalt und so eine kleine Maus braucht doch was Warmes.“
„Ja, aber Öhrchen am Schneeanzug sind dem Baby bestimmt auch peinlich.“

„Quatsch. Das ist dem Baby doch völlig egal.“
„Dann hättest du auch was weniger peinliches kaufen können.“

„Der Babyladen hatte Ausverkauf und es gab nur noch zwei Schneeanzüge.“
„Bist du nicht ein bisschen früh dran?“

„Wieso?“
„Der Winter ist noch furchtbar lang hin. Hast du mal mit Susi gesprochen, ob und was sie überhaupt brauchen?“

„Nein, das soll doch eine Überraschung sein.“
„Mag Susi überhaupt rosa Sachen für ihr Kind?“

„Wieso? Alle kleinen Mädchen haben rosa an!“
„Also ich finde, dass man die Kleinen ja nicht von Geburt an auf eine Farbe festlegen sollte. Dann ist ja klar, dass sie später schon so geprägt sind.“

„Hätte ich denn einen blauen Schneeanzug kaufen sollen?“
„Wieso nicht? Dem Baby wird’s ja egal sein.“

„Dann sagt jeder ‚Oh, was für ein niedlicher Junge!‘, dabei ist es doch ein Mädchen.“
„Susi kann’s ja erklären. Aber wäre nicht auch eine neutrale Farbe gegangen? Gelb zum Beispiel?“

„Gelb? Willst du die Kleine zu einem Teletubby machen??“
„Wieso, gelb ist doch eine schöne Farbe.“

„Aber doch nicht für einen Babyschneeanzug!“
„Dann eben grün.“

„Das ist ja noch schlimmer! Da würde es mich nicht wundern, wenn das Kind traumatisiert wird!“
„Also ich wäre auf jeden Fall mit rosa traumatisiert.“

„Jetzt hab ich auf jeden Fall einen rosa Schneeanzug gekauft, und Susi wird sich bestimmt drüber freuen.“
„Vielleicht wird sie später aber auch über die rosa Hölle fluchen, die du ihr da eingebrockt hast. Stell dir mal vor: rosa Püppchenwagen, rosa Fahrrad, rosa Teller, rosa Schuhe…“

„Ach Schatz, du übertreibst. Ich schenk ihr dann auch mal was in anderen Farben.“
„Ja, aber stell dir mal vor, jeder schenkt am Anfang schon was in rosa…“

„Mein Gott, die Kleine wird’s überleben. Wenn sie groß ist, kannst du ihr ja sagen, dass du damals alles versucht hast, um ihr den ersten Schneeanzug in einer anderen Farbe zukommen zu lassen, aber die böse Tante war damals eben stärker.“
„Gut, mach ich. Wird es denn eigentlich überhaupt ein Mädchen?“

„Das weiß Susi noch nicht, dafür ist es doch noch viel zu früh.“

Kopfschüttel…

6 Kommentare »

Gewinner des Gewinnspiels

8. Februar 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Also an dieser Stelle erstmal ein großes “SORRY” an alle, denn es gab hier in letzter Zeit weniger Geschichten, als Ihr es gewohnt seid, aber es geht ab sofort wieder “in alter Frische” weiter und es kommen auch wieder häufiger neue Geschichten. Es ist ja nicht so, dass meine Liebste plötzlich “lieb” ist… ganz im Gegenteil ;-)

Nur komme ich aktuell schlicht nicht dazu, hier so häufig wie sonst etwas zu schreiben.
Aber wie gesagt, ich gelobe Besserung und auch in Sachen Kommentare habe ich mir fest vorgenommen, wieder häufiger zu antworten. :-)

So nun zum Gewinnspiel, das ja am 1. Februar bereits beendet war. Grundsätzlich war ich froh, dass dann letzten Endes doch so viele Leute mitgemacht haben. Die Gewinner möchte ich an dieser Stelle einmal vorstellen. Ich habe bereits alle Gewinner angeschrieben. Ohne ausdrückliche Erlaubnis werde ich hier natürlich keine vollen Namen nennen, aber jeder Gewinnerartikel wird hier verlinkt, damit Ihr auch nachlesen könnt, welche Beiträge gewonnen haben.
Insgesamt gibt es ja 3 Gewinner. Jeder der 3 Beiträge hat seinen eigenen Charme und die Zahlen hier sind keine Rangliste. Alle 3 Beiträge haben gewonnen.

Die Gewinner:



1. Der Artikel der “angehenden Göttin” Anna:
Hier: Der körnerfressende Terrorzwerg

2. Der Artikel von Sarah und Timo
Hier: Männer-Frauen-Gespräch

3. Der Artikel von Paul:
Hier: Shopping

Ich gratuliere herzlich allen Gewinnern. Ihr erhaltet in Kürze alle Euren 50 Euro Amazon Gutschein zum shoppen und glücklich sein ^^. Ich würde natürlich gerne hören, was Ihr alle über die 3 Beiträge denkt, welcher davon der Beste ist und vielleicht hört man hier ja auch mal das ein oder andere Statement von einem der Gewinner.

29 Kommentare »

Untreue

10. Januar 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Abends sitze ich mit meiner Liebsten im Arm gemütlich vor dem Fernseher…alles ist bestens, bis mir meine Liebste auf einmal eine Frage an Kopf wirft…

“Sag mal Schatz… wie findest du eigentlich Jessica Alba? “
“Häh? Jessica Alba? Warum fragst du das?”

“Ich will es halt wissen! Nun stell dich doch bitte nicht immer so an und beantworte einfach mal meine Frage!”
“Das ist doch ganz sicher wieder eine deiner Testfragen. Da kann ich doch nur falsch antworten…”

“Wie kommst du denn da drauf? Nein. Das war eine ganz normale Frage!”
“Hmm…Jessica Alba…hübsches Mädchen. Und hat die nicht auch in “Sin City” mitgespielt?”

“Ja, genau die ist das. Du findest die also hübsch?”
“Ja, hässlich finde ich sie jedenfalls nicht.”

“AHA!”
“Was AHA?”

“Ich wusste es! Du würdest also fremdgehen, wenn du die Gelegenheit dazu hättest! “
“Hab ich das gesagt?”

“Nein, aber GEDACHT hast du es! Sowas muss man nicht aussprechen!”
“Nein, bitte Schatz…ich habe nur gesagt, dass Jessica Alba ein hübsches Mädchen ist und nichts weiter…”

“Aber du würdest mit Ihr schlafen, wenn Sie jetzt hier vor der Tür stehen würde!”
“Was?! *lach*…sicher nicht, wenn Du dann noch hier bist…”

“Du gibst es also zu!!!” Nein, schlimmer noch, Du würdest also hinter meinem Rücken mit IRGENDEINER Frau schlafen und mir noch nichtmal etwas davon sagen!
“Warum denn jetzt mit irgendeiner? Ich dachte wir reden hier von Jessica Alba?”

“WAS? Du würdest mir also echt wegen dieser Alba fremdgehen?! Nur weil du die hübsch findest und dieses Püppchen im Fernsehen ist? “
“Oh oh… in die Falle getappt… ich habs geahnt.”

“Das ist ja wohl die Höhe, dass Du mir das auch noch ins Gesicht sagst!”
“Schatz… nun mal ganz langsam. Ich meine nur, dass Jessica Alba ein hübsches Mädchen ist. Ich habe um Gottes Willen doch niemals gesagt, dass ich mit dieser Frau schlafen würde oder dass ich Dir irgendwie untreu wäre. Du weißt, ich liebe nur dich und es gibt keine andere Frau für mich… Du bist doch viel hübscher als diese Alba!”

“Ach, auf einmal?”
“Ich habe nie gesagt, dass die Alba hübscher ist als du, nur halt, dass ich sie RECHT hübsch finde. Du bist meine erste und einzige Wahl, mein Schatz.”

“…naja, damit hast Du gerade nochmal so die Kurve gekriegt….”
“Und Du?”

“Was meinst Du?”
“Würdest DU mir denn untreu sein, wenn zum Beispiel George Clooney oder Brad Pitt um die Ecke kommen würden…?”

“Na klar! So eine Chance bekommt man nicht alle Tage…”
“WIE BITTE?”

“Nein, war nur Spass…aber ich KÖNNTE theoretisch schon, bzw. du dürftest mir nicht böse sein…. “
Häh? Wieso das denn?

“Na weil du mir ja schon fremdgegangen bist….in deinen GEDANKEN!”
Kopfschüttel….

54 Kommentare »

Eure Geschichten sind gefragt!

2. Januar 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ganz richtig, Ihr habt Euch nicht verlesen. :-) Das neue Jahr hat gerade angefangen und schon möchte ich mal etwas “anderes” zwischen die Beiträge werfen. Schon lange könnt Ihr die Geschichten über mich und meine Liebste lesen und nun möchte ich den Spieß einmal umdrehen und Euch zu Wort kommen lassen. Ich würde sehr gerne mal ein paar lustige Dialoge zwischen Euch und Eurer/Eurem Liebsten lesen, anstatt immer nur selbst “Opfer” allen Hohns zu sein ;-)

Zu diesem Zweck veranstalte ich ein kleines Gewinnspiel, an dem gerne jeder teilnehmen kann, der eine Webseite bzw. ein eigenes Blog hat. Wer teilnehmen möchte, der schreibt einfach eine lustige Geschichte über den Dialog zwischen Euch und Eurem Partner. Dieser kann übrigens auch fiktiv sein, falls die “nackte Realität” nicht so viel hergibt. ^^
Am Ende werden die besten Artikel dann von mir ausgewählt und prämiert.

Eure “Aufwandsentschädigung”:

Für die besten 3 Artikel bedanke ich mich mit einem kleinen Geschenk von jeweils 50 Euro in Form eines Amazon-Gutscheins.
Wenn Ihr mitmachen wollt und einen der Amazon Gutscheine gewinnen wollt, dann erfahrt Ihr alles Nötige hier: Gewinnspiel-Aktion.

33 Kommentare »

Törchen 22

22. Dezember 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche, als ich aus dem Badezimmer komme.
Heute ist unser letzter Arbeitstag des Jahres, und dann können wir die Weihnachtszeit zusammen genießen.
Ich nehme mir einen Kaffee und setze mich zu der Liebsten an den Tisch.

“So, Schatz! Endspurt heute und dann: Urlaub!”
“Ja, Süße. Ich kann ein paar ruhige Tage jetzt auch gebrauchen…”

“Ich auch, ich freue mich schon!”
“Gut, ähm, aber sag mal… Komisch…”

“Wieso, was ist?”
“Guck mal hier, in meinem Adventskalender…”

“Was ist da?”
“Das Törchen 22 ist ja schon auf??”

“Und?”
“Ich meine, heute ist doch der 22igste, oder??”

“Den ganzen Tag lang, Schatz.”
“Aber ich habe das doch noch gar nicht aufgemacht!?”

“Du bist eben ein Schussel.”
“Nee, nee, nee, Moment mal! Hauch mich mal an!”

“Ich?? Wieso soll ich dich anhauchen??”
“Ich will testen, ob du nach Schokolade riechst!”

“Willst du mir etwa unterstellen, ich hätte…”
“…liegt das nicht auf der Hand??”

“Pff! Ich mache mir doch eh nichts aus Schokolade!”
“Pah!”

“Als wenn ich es nötig hätte, deinen Kalender zu plündern!”
“Und? Hast du??”

“Wenn da jetzt ne schöne Halskette drin wäre, aber so…”
“Tut mir leid, Halsketten-Adventskalender gibt es noch nicht.”

“Blöd eigentlich, ist echt ne Marktlücke, finde ich…”
“Lenk jetzt nicht ab, warst du es nun oder nicht!?”

“Was war ich!?”
“Hast du mein Törchen 22 leergefuttert??”

“Ich habe doch meinen eigenen Adventskalender!”
“Das ist keine Antwort auf meine Frage!”

“Lass mich in Ruhe, ja? Für Streit ist es noch viel zu früh!”
“Los, dann küss mich!”

“Wie bitte??”
“Du sollst mich küssen, aber pronto!”

“Pah! Ich küsse dich doch jetzt nicht!”
“So?? Und warum nicht??”

“Ich muss gleich zur Arbeit.”
“Pff! Dir klebt die Schokolade bestimmt noch am Gaumen!”

“Wie kann man sich über ein paar Gramm Schoki so aufregen!?”
“Aha! Also warst du es, du gibst es zu!”

“Ich gebe gar nichts zu.”
“Schön, dann werde ich…”

“Schatz, ich bin wirklich enttäuscht von dir.”
“Wie jetzt! Du von mir??”

“Ja.”
“Wieso??”

“Weil du glaubst, ich hätte deine Schokolade gegessen.”
“Hast du ja auch.”

“Und wenn, wäre das so schlimm, ich meine…”
“Na ja, was heißt schlimm, wirklich SCHLIMM natürlich nicht…”

“Wegen jedem Kleinkram schnauzt du mich sofort an…”
“Das ist jetzt aber ein bisschen hart formuliert, also…”

“…selbst wenn ich Törchen 22 aufgemacht hätte, ich meine…”
“Ähm…”

“…das ist doch kein Grund, mich gleich so fertig zu machen…”

[Die Liebste senkt ganz langsam ihren Kopf ein wenig und lässt - sichtlich enttäuscht - die Mundwinkel hängen. Es ist nicht so, dass sie gleich losheulen müsste, aber irgendwie scheint sie schon ein bisschen damit zu kämpfen, die Fassung und ihren Stolz nicht zu verlieren.
Ich besinne mich ein wenig und stelle fest, dass ich vielleicht wirklich ein bisschen zu laut geworden bin. Selbst wenn sie die Schokolade genommen hätte, ich meine, was soll´s, sie ist einfach so wunderbar erwachsen und zugleich so zauberhaft verspielt... Das mag ich ja so an ihr und anstatt mich wegen eines blöden Stückchens Schokolade aufzuregen, sollte ich sie einfach so nehmen und lieben, wie sie ist: die wunderbarste und liebevollste Frau der Welt.]

“Bist du jetzt wieder böse auf mich?”
“Ähm, nein, ich, ähm…”

“Ehrlich nicht?”
“Nein, Liebste.”

“Glaubst du mir denn, dass ich deine 22 nicht aufgemacht habe?”
“Also, ähm… Glauben, na ja, ach, ist doch auch egal, oder?”

“Du glaubst mir nicht, Schatz?”
“Ich liebe dich, meine Süße.”

“So? Und du bist wirklich nicht böse auf mich?”
“Nein.”

“Und das, obwohl du denkst, ich hätte deine Schoki gefuttert?”
“Ja. Es ist nicht so wichtig, andere Dinge sind wichtiger.”

“Was denn zum Beispiel??”
“Du bist wichtiger. Frohe Weihnachten, meine Liebste.”

“Frohe Weihnachten, mein Schatz, ich liebe dich auch!”
“DAS ist wichtig, alles andere nicht.”

“Weißt du was, ich möchte dir etwas Gutes tun.”
“So? Und was?”

“Du darfst Törchen 22 an meinem Kalender aufmachen.”
“Aber, ähm…”

“Ist schon gut, ich meine, du weißt es doch sowieso…”
“Ähm, was weiß ich sowieso??”

“Dass ich deine Schokolade gegessen hab, tut mir leid.”
“Das macht ja auch nichts, ähm, aber…”

“Aber?”
“Liebste, dein Törchen 22 ist doch schon auf?? Und auch schon leer??”

“Ja, und?”
“Also das heißt, du hast beide Schokoladen gegessen??”

“Ja, ich hatte so einen Heißhunger, und…”

“…und du bietest mir trotzdem an, dein Törchen 22 aufzumachen??”

“Ja, freust du dich nicht?”
“Worüber soll ich mich denn freuen?? Die 22 ist doch leer!?”

“Nicht dieses Jahr, du Dummerchen! Nächstes Jahr!”

Kopfschüttel…

Frohe Weihnachten! (photocase.de © onesecondupndown)Wir bedanken uns bei allen Gästen ganz herzlich für den Besuch bei uns und die vielen Kommentare, die dieses Blog so sehr bereichern.
Wir wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier im Blog gibt es eine kurze Pause und im neuen Jahr geht´s munter – vielleicht auch mit ein paar neuen Erfrischungen – weiter.

Frohes Fest und guten Rutsch!

58 Kommentare »

Gefällt Dir dieser Blog?

Kopfschüttel Ratgeber »





Blog der Woche