KUSSKUSS!

29. Juli 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste ist heute Morgen schon sehr früh aus dem Haus gegangen, weil sie einen Termin in Hannover hat.
Als ich später in die Küche komme, um mir einen Kaffee zu machen, entdecke ich auf dem Tisch einen kleinen Stapel voller gelber Zettel von unserem Notizblock…

Zettel 1:

Guten Morgen mein Schatz ich hoffe dass
du gut geschlafen hast! KUSSKUSS!
Bin schon weg und sooooo müde! Wäre gern noch
mit dir liegengeblieben. Ich hasse früh aufstehen!
Wollte einen Schokoriegel essen ist aber
wohl noch zu früh, mag nicht.
Daher ist der für dich!
Lieb haben!

Zettel 2:

Habe doch den Schokoriegel gegessen.
Aber für dich ist auch noch einer
übrig! Lieb haben!

Zettel 3:

Habe auch noch den anderen
Schokoriegel gegessen. Böse?
Wir haben leider keine mehr.
Tut mir leid mein Schatz! KUSS!

Zettel 4:

PS: kannst du heute Abend Schokoriegel
mitbringen? Lieb haben! KUSSKUSSKUSS!

Kopfschüttel…

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Grand Prix ist doof XXL

30. Mai 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Samstag, 29. Mai, 16.23 Uhr: meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und beschäftigen uns mit Kleinkram. Während die Liebste an ihren Fingernägeln rumfeilt, lese ich die letzte Seite der Tageszeitung.
Schließlich klappt die Liebste ihr Nagelset zusammen und legt es demonstrativ zur Seite.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was machen wir denn heute noch? Oder heute Abend?”
“Hm, tja…”

“Aha. Das klingt ja sehr vielversprechend.”
“Wieso, worauf hast du denn Lust?”

“Keine Ahnung, ich bin heute so unentschlossen…”
“Wir können ja den Grand Prix gucken.”

“Wie bitte? Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder??”
“Warum denn nicht, ich meine…”

“Schatz, dieses Eurovision-Dings ist doch wohl total langweilig!”
“Naja, schon, aber…”

“Wie heißt die noch, die da mitmacht?”
“Für Deutschland?”

“Ja, die Lütte da, die Kleene?”
“Lena. Sie heißt Lena Meyer-Landrut.”

“Genau, die meine ich. Das wird doch sowieso nichts.”
“Meinst du?”

“Der Grand Prix ist doof, und das Lied ist auch doof!”
“Also ich finde eigentlich, dass…”

“Wir gewinnen doch sowieso nicht, wir gewinnen nie.”
“Aber…”

“Wir gucken NICHT den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 18.54 Uhr:

“Jetzt wissen wir immer noch nicht, was wir machen!”
“Wir könnten ja vielleicht doch den Grand Prix gucken?”

“Nein! Alles, bloß das nicht!”
“Na schön, soll ich dann eben schnell zur Videothek fahren?”

“Auf Video habe ich heute keine Lust.”
“Aha. Und was möchten Madame dann gerne machen?”

“Wieso muss ich das immer entscheiden, was wir machen??”
“Weil du immer alle meine Vorschläge ablehnst, deswegen!”

“Wenn du den Grand Prix vorschlägst, muss ich das ablehnen!”
“Na schön, dann schlag aber auch was anderes vor!”

“Läuft denn nichts im Kino?”
“Doch, Iron Man 2 oder Robin Hood oder…”

“Pff! Da gucke ich ja noch lieber den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 20.18 Uhr:

“Boah, jetzt sitzen wir ja immer noch hier rum!”
“Wer war denn eben müde, du doch!?”

“Du guckst ja auch Fußball, da muss man ja einpennen!”
“Ich kann auch was anderes anmachen, wenn du möchtest?”

“Was läuft denn?”
“Promi-Ausrutscher, Matilda, Glücksbringer und auf dem Ersten…”

“…der Grand Prix, ja doch, ich weiß…”
“Nein, der fängt gleich erst an, jetzt läuft die Vorsendung aus Oslo.”

“Na schön, das ist immer noch besser, als Fußball…”
“Soll ich das Erste anmachen?”

“Mach den blöden Grand Prix an, wenn es sein muss…”
“OK…”

Samstag, 21.19 Uhr:

“Schatz, wann sind wir denn dran eigentlich?”
“Lena ist auf Platz 22, dauert also noch…”

“Also Aserbaidschan fand ich gar nicht so schlecht, oder?”
“Wie bitte?? Aserbaidschan war ja wohl gruselig!”

“Wieso, die Sängerin war doch niedlich??”
“Hallo?? Also bitte!”

“Also die würde ich wählen!”
“Quatsch!”

“Wird das nicht in Dolby Surround übertragen? Mach doch mal!”
“Bitte sehr…”

“Sooo, JETZT hört man endlich mal was! Mach lauter!”
“OK…”

Samstag, 21.57 Uhr:

“Buh, buh!”
“Was ist denn??”

“Hallo?? Der Blödmann aus UK, der kann doch gar nichts!”
“Also mein Geschmack ist das auch nicht, aber…”

“Und dem seine Nase, die Nase! Haha!! Nicht zu fassen!!”
“Jetzt sei doch nicht so gemein!?”

“Mach leiser, das kann man sich ja nicht mit anhören!”
“Mal sehen, was die Türkei abliefert.”

“Türkei?? Die machen da auch mit??”
“Natürlich machen die da mit!”

“Singen die dann in Türkisch??”
“Keine Ahnung, werden wir ja sehen.”

“Das ist ja spannend heute!”
“Was, der Grand Prix??”

“Na klar! Waren doch nur Luschen bisher!”
“Tatsächlich??”

“Naja, bis auf die Opas aus Griechenland! OPAS, verstehste??!”
“Das ist sehr witzig, Süße, wirklich sehr witzig…”

“OPA! OPA! OPA! OLE!”
“Jetzt dreht sie völlig durch…”

“Mach lauter, los! Und mach doch mal mit! OPA!”
“OK…”

Samstag, 22.07 Uhr:

“Boah, die Türken die rocken ja voll die Bude da!!”
“Ähm…”

“We could be the same, datatdatataaa! YEAH!”
“Schatz, könntest du dich bitte wieder hinsetzen??”

“Die spinnen ja total, guck mal, wie die abgehen!”
“Also ich finde ja eher, also…”

“Das ist ja echt der Knaller, der Eurovisions Dings!”
“Heißt das, dass du dich gut amüsierst??”

“Bestens! Los, mach mal lauter!!”
“OK…”

Samstag, 22.34 Uhr:

“LENA! LENA! LENA! LENA!!”
“Liebste, ich dachte, du magst Lena gar nicht??”

“Natürlich mag ich die!”
“Aha, dann war es das Lied, das dir nicht gefiel?”

“Ach was, da in den Grand Prix Song-Contest passt das super!”
“Aha…”

“Mach doch mal lauter jetzt, es geht los!”
“OK…”

Samstag, 22.36 Uhr:

“Like a satellite -  I’m in an orbit all the way around you!”
“-”

“LENA! LENA! LENA! LENA!”
“-”

“Can’t go a minute without your love!!”
“-”

“La la lala, lalalalala laa laaa!”
“-”

“Super, super!”
“-”

“Gib mir die Fernbedienung, ich will lauter machen!”
“OK…”

Samstag, 23.14 Uhr:

“Komm Schatz, mach mit!”
“Och nee, bitte!”

“Der Eurodance, los, mach mit, das macht Spaß!”
“Woher weißt du denn eigentlich, was du da machen musst??”

“Ist doch egal, Hauptsache dabei sein!”
“Aha…”

“Wieso ist das schon wieder so leise?? MACH LAUTER!!”
“OK…”

Samstag, 23.25 Uhr:

“Mann! Schatz, hast du das gesehen??”
“Was?”

“Die haben uns nur drei Punkte gegeben!!”
“Ja, ach so, das habe ich gesehen, ja.”

“Sind die denn verrückt, die Rumänen??”
“Ähm…”

“Wie können die uns nur drei Punkte geben!?”
“IMMERHIN haben sie uns drei Punkte gegeben…”

“Buh! Buh!”
“Liebste, ganz ruhig, das ist nur eine Fernsehsendung…”

“Lass mich!”
“OK…”

Samstag, 23:47:

“Wir gewinnen, wir gewinnen!!”
“Das steht noch nicht fest.”

“Warum verbreitest du denn hier so schlechte Laune jetzt??”
“Ich sage doch nur, dass das Ergebnis noch nicht feststeht!?”

“Aber wir sind auf einem guten Weg! Schau!”
“Ja…”

“LENA! LENA! LENA!!”
“Mann, Liebste, du hast mir voll ins Ohr geschrien!”

“Stell dich nicht so an, wir gewinnen!”
“OK…”

Sonntag, 0.10 Uhr:

“JAAAA, WIR SIND WELTMEISTER!!”
“Weltmeister??”

“WIR HABEN GEWONNEN!!”
“Unglaublich…”

“Ich wusste es, ich wusste es!!”
“Du?? Gar nichts hast du gewusst!”

“Wahnsinn, was für ein Abend!!”
“Ja, das hatte wohl niemand erwartet…”

“Freust du dich denn gar nicht??”
“Doch, aber ich drehe nicht so durch, wie du!”

“Ich mache doch hier nur ein bisschen Party??”
“Ein bisschen geschlossene Anstalt trifft es wohl eher…”

“Pff! Soll ich dir jetzt mal was sagen, Schatz?!”
“Was denn??”

“Nächstes Jahr feiere ich mit jemand anders den Grand Prix!”

Kopfschüttel…

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Ich will doch aber nur…

26. April 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste kommt ins Arbeitszimmer geschlurft, als ich gerade an meinem PC sitze und meine Emails durchschaue.
Noch während sie ein paar Sekunden beobachtend hinter mir steht, rechne ich bereits damit, dass sie wohl irgendwas auf dem Herzen hat.

“Du, Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Störe ich dich gerade?”
“Nein, nicht wirklich. Was ist denn?”

“Habe ich dir heute schon gesagt, dass ich dich lieb habe?”
“Nein, hast du nicht.”

“Ich liebe dich, mein Schatz.”
“Ich dich auch, Liebste.”

“Kann ich etwas für dich tun?”
“Nee, ich brauche nichts, danke.”

“Möchtest du vielleicht was trinken?”
“Nein, danke.”

“Ich könnte dir was holen?”
“Nein, lass mal, das ist nicht nötig, danke.”

“Oder vielleicht ein Eis?”
“Eis? Wir haben doch gar keins, oder??”

“Nee, aber ich könnte dir ja eins von der Tanke holen?”
“Du willst mir ein Eis von der Tanke holen??”

“Das würde ich machen, klar!”
“Liebste!”

“Was ist denn??”
“Was ist hier los!?”

“Was soll denn los sein??”
“Hier stimmt doch was nicht!?”

“Was soll denn nicht stimmen??”
“Das will ich ja eben von dir wissen, also raus damit!”

“Ich verstehe nicht, was du meinst??”
“Du würdest mir NIEMALS ein Eis von der Tankstelle holen!”

“Was soll das denn heißen??”
“Zumindest nicht freiwillig! Also was hast du angestellt?!”

“Nichts! Es ist nichts!”
“Und warum schmeichelst du dich hier dann so auffällig ein??”

“Na hör mal, ich wollte nur mal was für dich tun!”
“Ach hör doch auf!”

“Nein, ehrlich! Weil du mein Schnuckelputz bist!”
“Dein WAS BITTE??”

“Du bist mein süßes Schnuckelputz.”
“Das ist ja schrecklich! Sag so etwas nicht, ja?”

“Schnuckelputz??”
“Schnuckelputz, genau. So kannst du deinen Hamster nennen!”

“Ich habe aber doch gar keinen Hamster??”
“Gott sei Dank…”

“Ich will aber auch keinen, keine Angst…”
“Das ist wirklich mal eine gute Nachricht…”

“Ich hätte ja viel lieber einen…”
“SAG ES NICHT, JA??”

“Aber Schatz, ich…”
“…das hatten wir doch hinreichend besprochen, oder??”

“Jaja… Ich sage es ja nicht.”
“…weil es immer wieder in der gleichen Katastrophe endet und…”

“Ist ja gut, ich sage ja schon gar nichts mehr!”
“Na schön.”

“Was ist jetzt mit dem Eis?”
“Nein, ich möchte keins, danke.”

“Aber ich will was für dich tun jetzt!”
“Warum denn unbedingt, mir geht es wunderbar??”

“Weil ich dich lieb habe, darum!”
“Aber du kannst mich doch nachher auch noch lieb haben??”

“Hä??”
“Mir fällt bestimmt nachher noch was ein, versprochen.”

“Aber das geht nicht.”
“Was geht nicht?”

“Nachher ist es vielleicht schon zu spät.”
“Zu spät?? Aha! Also verschweigst du mir doch was!!”

“Ich verschweige dir doch nichts!?”
“Natürlich! Liebste, vergiss es!”

“Was denn vergessen??”
“HEUTE gehe ich dir NICHT auf den Leim, vergiss es!!”

“Aber ich will dir doch nur…”
“Geh weg!”

“Du schickst mich weg??”
“Ja, genau! Geh in die Küche oder sonst wohin, Hauptsache WEG!”

“Und wenn ich dir keinen Gefallen mehr tun will?”
“Was ist dann?”

“Dann dürfte ich hier bleiben??”
“Hm… Darüber ließe sich reden…”

“Na gut, dann, ähm… Dann tue ich dir keinen Gefallen mehr.”
“Schön. Danke.”

“Aber das ist schon komisch, das muss ich schon sagen…”
“Komisch? Was ist komisch??”

“Andere Männer würden sich bestimmt riesig freuen.”
“Worüber?”

“…wenn ihre Frauen ihnen einen Gefallen tun würden.”
“Wenn das ohne Bedingungen erfolgen würde, dann sicher!”

“Ich habe doch aber gar keine Bedingungen gestellt??”
“NOCH NICHT! Ich kenne dich doch!”

“Na schön, also gut, du hast gewonnen.”
“Wie bitte??”

“Du hast Recht, ich wollte wirklich was von dir.”
“Wusste ich es doch!”

“Es tut mir wirklich leid, entschuldige…”
“Du bist wirklich UNMÖGLICH!!”

“Naja, ich dachte, ich mache es uns etwas leichter.”
“Warum sagst du denn nicht einfach, was du willst??”

“Ich wollte eben die richtige Stimmung dafür schaffen.”
“Die richtige Stimmung, aha… Wofür bitte?”

“Du meinst, ich soll es jetzt sagen?”
“JETZT wäre wohl ein richtig guter Zeitpunkt, ja.”

“Ach nee, lieber nicht…”
“Wieso denn nicht??”

“Ich möchte dir nicht weh tun…”
“Vielleicht sagst du erst einmal, was du eigentlich willst?”

“Ich will aber nicht, dass deine Stimmung dann total hin ist.”
“Na hör mal, jetzt bin ich aber neugierig geworden!”

“Ehrlich?”
“Also: was willst du denn??”

“Und du schimpfst wirklich nicht mit mir?”
“Nein, versprochen.”

“Ehrlich? Es ist nämlich schon ein etwas ausgefallener Wunsch…”
“Ja, ehrlich. Also was willst du denn nun von mir?”

“Ich möchte einen großen Hamster haben.”
“Was?? Du willst einen Hamster?? Einen großen??”

“Ja.”
“Du spinnst ja wohl, du kriegst keinen Hamster!”

“Na schön, dann nehme ich eben doch nur einen kleinen Hund.”
“Was??”

“Ich ahnte ja, dass du mir ne Abfuhr für den Hamster gibst!”

Kopfschüttel…

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Alt und hässlich

29. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind zu Fuß auf dem Weg zu Freunden, die bei uns in der Nachbarschaft wohnen. Hand in Hand laufen wir vorbei an anderen glücklichen Menschen, die uns entgegenkommen.
Kann Liebe nicht schön sein?
Doch, das kann sie.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was ich dich schon länger mal fragen wollte…”
“Ja? Was denn?”

“Wäre ich alt und hässlich, würdest du mich dann auch lieben?”
“Ähm, was soll denn diese Frage jetzt??”

“Das interessiert mich eben!”
“Wenn du alt und hässlich wärst??”

“Ja, wenn ich alt und hässlich wäre.”
“Bist du doch aber nicht?!”

“Das weiß ich, aber wenn ich´s wäre??”
“Wenn, wenn, warum machst du dir über so etwas Gedanken??”

“Darf ich denn nicht denken, was ich will??”
“Doch, natürlich darfst du das.”

“Na also.”
“Aber ich werde doch wohl mal nachfragen dürfen?”

“Du fragst das aber so, als sei das eine total blöde Frage!”
“Naja, ähm…”

“Siehst du, du nimmst mich wieder überhaupt gar nicht ernst!”
“Natürlich nehme ich dich ernst, aber…”

“Nee, nix aber!”
“Darf ich vielleicht bitte mal ausreden??”

“ICH lasse dich IMMER ausreden, DU unterbrichst mich immer!”
“Wann habe ich dich denn mal unterbr…”

“…weil du immer glaubst, alles besser zu wissen, als ich!”
“Das stimmt ja gar nicht, ich hinterfrage nur immer gerne, was d…”

“Dann nenn doch mal was, was ich besser weiß, als du!?”
“Tja, … Du weißt, du weißt… Du kennst dich mit Nagellack gut aus!”

“Mit Nagellack??”
“Ähm, mir fiel gerade nichts Besseres ein, also…”

“Das ist ja wohl wirklich das Allerletzte!”
“Ich gebe zu, das ist, ähm… Aber verkehrt ist es auch nicht!”

“Das bin ich also für dich?? So´ne Nagellack-Trine??”
“Nein, ich wollte, also…”

“Bevor ich nicht mehr mit dir rede, hätte ich noch eine Bitte:”
“Aha, und, ähm…”

“Beantwortest du mir jetzt bitte noch meine Frage??”
“Was? Das mit dem alt und hässlich?”

“Ja.”
“Ja.”

“Was?”
“JA.”

“Was denn Ja jetzt??”
“Ich würde dich auch dann lieben, wenn du alt und hässlich wärst.”

“Ach so. Das trifft sich gut.”
“So? Warum?”

“Weil ich dich auch liebe, obwohl du alt und hässlich bist!”

Kopfschüttel…

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Wünsch dir was

22. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen bei dem schönen Sonntagswetter endlich mal wieder auf unserer Terrasse und genießen den ersten Frühlingstag.
Die Liebste hat sich ihren Stuhl natürlich in die Sonne gezogen und ihren Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken gelegt.
Dabei summt sie so vor sich hin…

“Ist das nicht schön in der Sonne, Schatz?”
“Ja, Süße.”

“Jetzt könnte es bloß noch ein bisschen wärmer sein…”
“Das wird schon noch.”

“Ich könnte hier ewig so sitzen bleiben…”
“Hm…”

“…da kann man so schön bei nachdenken…”
“Nachdenken?”

“Ja.”
“Und woran denkst du so?”

“Willst du das wirklich wissen??”
“Ähm… Wenn ich es mir recht überlege, dann…”

“Also ich dachte mir, was wohl wäre, wenn ich eine Fee wäre.”
“Eine Fee??”

“Ja, wenn ich eine gute Fee wäre.”
“Aha, ähm…”

“Stell dir vor, ich wäre eine gute Fee!”
“Diese Rolle passt jetzt eher weniger zu dir, aber…”

“Wenn ich eine Fee wäre, hättest du jetzt drei Wünsche frei!”
“Ach ja?”

“Ja. Drei Wünsche. Was würdest du dir wünschen?”
“Liebste, ich möchte da jetzt eher nicht weiter drüber…”

“Jetzt sag doch mal! Sag mal drei Wünsche!”
“Nein, lass mich doch einfach hier sitzen ohne so einen Quatsch, ja?”

“OK! Diesen Wunsch erfülle ich dir! Und dein zweiter?”
“Moment, Moment, das war doch kein Wunsch!?”

“Doch! Aber sei nicht traurig, zwei hast du ja noch übrig.”
“Gut! Ich wünsche mir, nichts weiter wünschen zu müssen!”

“Et voila! Auch diesen Wunsch habe ich dir erfüllt!”
“Schön. Danke.”

“Und dein dritter Wunsch?”
“Moment, Moment! Ich muss mir doch nichts mehr wünschen!?”

“Musst du ja auch nicht, das war ja schließlich dein Wunsch.”
“Wieso fragst du mich denn dann jetzt schon wieder??”

“Du MUSST natürlich nicht, aber du KANNST! Und du solltest.”
“Liebste, das ist ja jetzt wohl Haarspalterei!”

“Nur weil ich mich als gute Fee exakt an deine Wünsche halte??”
“Du bist aber keine gute Fee!”

“Wieso? Hast du schon mal eine getroffen??”
“Ähm… Nein.”

“Woher willst du das dann so genau wissen??”
“Weil eine gute Fee ihren Begleiter nicht reinlegen würde!”

“Aber du brauchst doch nur einen Wunsch sagen, sonst nichts!?”
“Also gut; wenn ich noch einen sage, lässt du mich dann in Ruhe?”

“Natürlich! Dann sind deine drei Wünsche ja auch weg.”
“Ich wünsche mir einen Latte Macchiato.”

“Nein, das ist ja ein doofer Wunsch!”
“Wieso? Gute Fee, ich wünsche mir einen Latte Macchiato! Jetzt!”

“Kein Mensch wünscht sich von einer guten Fee einen Kaffee!”
“Wieso denn nicht?? Ich hätte jetzt gerne einen La…”

“Also, was wünschst du dir jetzt von der guten Fee?”
“Lass uns ins Schlafzimmer gehen, da kannst du alle Wünsche erf…”

“Pff! Das vergiss mal, das geht nicht!”
“Wieso?? Das ist doch ein einwandfreier Wunsch, oder nicht??”

“Nein.”
“Und warum nicht?? Bist du jetzt eine Fee oder nicht!?”

“Doch, doch.”
“Und warum kannst du ausgerechnet DIESEN Wunsch nicht erfüllen??”

“Möchtest du, dass ich dir das mal ganz genau erläutere?”
“Ich bitte darum!”

“OK, dann ist das dein dritter Wunsch.”
“Moment, nee, nee, du hast doch, ich wollte jetzt eigentlich…”

“Also pass auf, das kann jetzt etwas dauern, danke aber, dass du mich gefragt hast, wie das eigentlich mit den Feen ist, ich fange mal an, also weißt du, Feen sind ja Wesen aus dem Himmel und damals als, ach wie war das noch, da wo, ach nee, wir müssen noch viel früher anfangen, also weil die ja… … … … … … … …”
“Hörst du noch zu? Gut, und dann kam der, der Dings, na, und als… … … …”
“…das hat mit den Prinzen zu tun und den Geistern natürlich… …”
“…wobei ich jetzt noch das Thema mit den Elfen…”
“… …”

Kopfschüttel…

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Ist heute Valentinstag??

14. Februar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

14. Februar: Da muss nicht mehr viel gesagt werden, natürlich schenkt man(n) heute seiner Liebsten eine Aufmerksamkeit, um ihr zu zeigen: du bist mein Schatz!
Natürlich lasse auch ich mir diese Gelegenheit heute nicht entgehen…

“Guten Morgen mein Schatz!”
“Guten Morgen, Süße. Alles Gute zum Valentinstag.”

“Oh! Ist heute Valentinstag?”
“Pff! Als wenn du das nicht GENAU wüsstest!”

“Ach ja, ich erinnere mich.”
“Natürlich…”

“Eigentlich finde ich Valentinstag ja doof.”
“Ich weiß.”

“Ist doch irgendwie überflüssig, oder?”
“Richtig. Und das sagst du ja auch jedes Jahr erneut.”

“Auch die Schenkerei und so, das ist doch doof.”
“Und auch dieses Statement kommt mir bekannt vor…”

“Ich freue mich auch an anderen Tagen über Aufmerksamkeit!”
“Ja.”

“Schön.”
“Schön.”

“Und, ähm…”
“Ja?”

“Kriege ich heute denn trotzdem was?”
“Ich dachte, du findest das alles doof?”

“Tue ich ja auch!”
“Wieso solltest du dann was von mir kriegen??”

“Weil du diese blöde Tradition ja jedes Jahr mitmachst!”
“Dieses Mal aber nicht, Liebste.”

“So?? Warum denn plötzlich nicht??”
“Weil du mir seit Jahren erzählst, dass das ja total blöd sei.”

“Aber du hörst doch sonst auch nicht auf mich??”
“Wenn es sich um den üblichen Unsinn handelt, dann nicht, stimmt.”

“Und ausgerechnet beim Valentinstag fällt dir das jetzt ein??”
“Ich dachte, dass sei eine gute Gelegenheit, dich zu respektieren.”

“Ja…”
“Freut mich, dass dir das gefällt.”

“Schön, ja, ganz toll… Also du hast wirklich nichts für mich?”
“Nein.”

“Ehrlich nicht?”
“Ehrlich nicht.”
[Ich kreuze meine Finger hinterm Rücken...]

“Das, ähm… Das freut mich. Sehr fortschrittlich…”

[Wenn ihr die Liebste jetzt sehen könntet: wie ein kleines Häufchen Elend steht sie jetzt da mit hängenden Schultern und einem Gesichtsausdruck, der sowohl Entsetzen als auch Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit ausdrückt...]

“Dann, ähm, dann können wir ja jetzt frühstücken, oder?”
“Ja, gern! Ist ja ein ganz normaler Tag heute.”

“Ja…”
“Gehst du dann eben schnell zum Bäcker?”

“Ich?? Ich soll Brötchen holen gehen??”
“Warum nicht?”

“Ich?? ICH soll am Valent… OK, ich gehe…”

[Um den Schmerzen der Liebsten ein Ende zu bereiten, öffne ich die Tür zum Vorratsraum, wo ich einen riesigen Strauß rote Rosen inklusive einer romantischen Postkarte und einem liebevollen Text aufbewahre.
Schnell ist das Papier des Straußes entfernt und schon halte ich mein Valentinsgeschenk der Liebsten unter die Nase.]

“Oh, oh! Ist der etwa für mich??”
“Natürlich ist der für dich! Ich liebe dich.”

“Der ist aber toll, vielen Dank! Und sogar eine Karte!”
“Alles Gute zum Valentinstag, meine Liebste!”

“Du sollst mir doch zum Valentinstag nichts schenken!!”
“Ich weiß.”

“Du bist wirklich unmöglich! Aber ich liebe dich auch.”
“Prima. So, und was kriege ich?”

“Wieso du??”
“Hallo?? Es ist Valentinstag!?”

“Ach ja, stimmt! Hätte ich fast vergessen, warte… Hier:”
“Ähm… Fünf Euro??”

“Ich nehme dann ein Schokocroissant und ein Körnerbrötchen.”

Kopfschüttel…

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In meinem Gesicht

1. Februar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste kommt am späten Abend zur Tür herein, legt im Flur ihre Jacke ab und kommt in die Küche geklackert, wo ich mir gerade einen Orangensaft eingieße.
Im Türrahmen bleibt sie stehen, streckt ihre Arme lang von sich und lächelt von einem Ohr zum anderen! Was ist denn da jetzt wieder los??

“Hallo mein allerliebster Schatzi!”
“Hallo Süße, du scheinst sehr gute Laune zu haben?”

“Jaaaa, das hab ich!”
“Aha, und, ähm…”

“Fällt dir denn gar nichts an mir auf?”

[In einem Film käme jetzt das dramatische Orchester zum Einsatz...
So, wie es Alfred Hitchcock in Psycho verwendet hat, wenn Norman Bates, und die Dusche, und das Messer, und die Schreie...
Liebste bringt die Fragen aller Fragen! Wenn ich jetzt einmal an ihr rauf und runter schaue, werde ich mir sofort was anhören dürfen...
Aber Zögern kann jetzt ebenso tödlich sein, und wieder einmal stehe ich vor der F...]

“Schätzchen, siehst du das denn nicht??”
“Also, ähm, du siehst bezaubernd aus wie immer und…”

“Nein, nein, das meine ich nicht! - Aber trotzdem danke.”
“Ähm, also, ich…”

“Du müsstest es doch in meinem Gesicht sehen können!”
“Ähm…”

“…dass ich dich soooooo lieb habe!”
“Dass du mich lieb hast??”

“Jaaa!! Ich freue mich so, dass ich dich so lieb habe!”
“Ja, das…”

“Sieht man das denn nicht??”
“Doch, ähm…”

“Du bist so doof!”
“Aber eben hast du doch noch gesagt, dass du mich…”

“Ich sage dir, dass ich dich liebe und du sagst ACH, ÄHM!”
“Entschuldige, ich habs eben nicht sofort gesehen, also…”

“Und ich war fest überzeugt, dass man mir das ansieht!”
“Ich liebe dich auch, meine Liebste.”

“So??”
“Ja. Ich liebe dich.”

“Pff! Sieht man dir aber gar nicht an!”

Kopfschüttel…

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Kennst du den Wendler nicht?

24. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen am frühen Sonntagabend im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Während ich mir noch überlege, wo ich die Fernsehzeitung hingelegt habe, zappt die Liebste einmal alle Sender durch.
Und wo bleibt sie schließlich hängen??
Genau…

“Ach ja, das hätte ich fast verpasst!”
“Süße, ähm, ist das nicht dieser, na, dieser…”

“Das ist der Wendler. Der Wendler-Clan. Mit dem Wendler.”
“Danke, ja, das ist mit dem Wendler, richtig?”

“Sagte ich das schon?? Haha! Wendler! Wendler! Haha!”
“Das ist sehr lustig, ja…”

“Kennst du denn den Wendler nicht??”
“Naja, so vom Hörensagen irgendwie…”

“Ich finde den gut.”
“Den Wendler??”

“Seine Musik, der macht tolle Discofox-Sachen!”
“Discofox??”

“Ja, zum Beispiel dieses Ein Stern, der deinen Namen trägt!”
“Ähm… Das kenne ich sogar, aber…”

“Ich finde das super zum Discofox tanzen!”
“Schön, aber ist das nicht von… Von… Nik und dem Ötzi??”

“Tatsächlich?? Das ist gar nicht vom Wendler??”
“Also ich bin kein Schlagerprofi, aber…”

“Egal, aber das Wieder alles im Griff, das ist doch auch witzig!”
“Bitte??”

“Keine Panik, auf der Titanic, dätedätetä…”
“Liebste! Das ist auch nicht vom Wendler!”

“Nicht??”
“Das ist von Jürgen Drews!”

“Woher weißt du das denn??”
“Erstens hört man das und zweitens weiß man das eben!”

“Naja, wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Und? Tut es schon weh??”

“Blödmann! Ich darf ja wohl mal was verwechseln!?”
“Pff! Du weißt ja nicht mal, was der Wendler für Musik macht.”

“Doch!”
“Und??”

“Das Fliegerlied, das mit der Giraffe und dem Tiger!”
“Was??”

“Heut ist so ein schöner Tag, la-la-la-laa-laaaa!”
“Ach das! Das, wo man immer mitmachen muss?? Das Kinderlied??”

“La-la-la-laa-laaaa!!”
“Niemals ist das von dem Wendler!!”

“Und wohl! Der ist nämlich eine Stimmungskanone!”
“Mag ja sein, aber das Fliegerlied ist von, von…”

[Ein kurzes Googeln bringt es schnell an den Tag...]

“Und? Vom Wendler, oder??”
“Das ist von Tim Toupet! Nie gehört, aber von dem ist das wohl…”

“Oh, da lag ich aber ganz schön daneben, was?”
“Ähm, ja… Nicht, dass mich das wundern würde, aber…”

“Aber das war alles, was mir vom Wendler eingefallen ist??”
“Das ist ja das Problem! Die Songs SIND JA GAR NICHT vom Wendler!”

“Na und??”
“Du sagtest, dass du seine Musik magst, und kennst nicht EIN Lied!”

“Naja, diese Schlager hören sich ja auch alle so ähnlich an…”
“Demnach bist du also doch kein ausgemachter Wendler-Fan??”

“Doch!”
“Aber Schatz, du weißt doch gar nicht, was der…”

“Vergiss es, du darfst sowieso nicht umschalten!”
“Wer will denn umschalten??”

“Ach komm, tu doch nicht so! Ich kenne dich!”
“Na gut, du hast mich erwischt, aber jetzt mal ehrlich, das…”

“Sag ich ja. Männer…”
“Aber du kennst nicht ein Lied von dem!”

“Trotzdem macht der gute Musik! So, und jetzt geh spielen.”

Kopfschüttel…

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Glaube mir

14. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich stehen am frühen Abend in der Küche, nachdem wir vor kurzem nach Hause gekommen sind.
Während wir in Gegenwart des offenen Kühlschrankes die komplizierte Frage erörtern, was wir heute essen wollen, reibt sich die Liebste ständig ihr rechtes Bein…

“Mist…”
“Süße, ist was mit deinem Bein nicht in Ordnung?”

“Da kriege ich bestimmt einen blauen Fleck.”
“Warum??”

“Ach weil der blöd ist der Blödie!”
“Wer?? Was??”

“Mein Kollege. Der Stefan.”
“Aha. Stefan.”

“Der ist blöd.”
“Und, ähm… Was hat das mit deinem Bein zu tun??”

“Wir haben da so zu mehreren gestanden und geredet.”
“Schön, und?”

“Naja, und ich habe eben auch was erzählt.”
“Was hast du denn erzählt?”

“Ach, das tut eigentlich nichts zur Sache.”
“Nicht…”

“Nee.”
“Und was hat das jetzt mit deinem Bein zu tun??”

“Ich sagte doch, dass Stefan blöd ist!”
“Ja, das sagtest du, aber…”

“…und da hat der mich voll vors Schienbein getreten!”
“Stefan hat dich getreten??”

“Ja.”
“Einfach so??”

“Nur, weil ich was erzählt habe, nur darum!”
“Aber was hast du denn erzählt??”

“Unwichtig.”
“Ähm… Naja, und danach hat er dich also getreten??”

“Ja! Voll vors Schienbein!”
“Wer weiß, was du da wieder rumgelästert hast…”

“Ach was! Der spinnt doch! Der hat mich getreten!”
“Tja, dann wird er wohl einen guten Grund gehabt haben.”

“Was??”
“Vermute ich…”

[Die Liebste holt mit ihrem rechten Bein aus und tritt mir volles Programm vor mein Schienbein!]

“So!”
“AUA! Liebste, bist du verrückt geworden??”

“Was denn??”
“Das tat weh, warum trittst du mich denn??”

“Glaube mir.”
“Glauben?? Was denn glauben??”

“Ich hatte einen guten Grund!”

Kopfschüttel…

Buchtipp:
Kopfschüttlerin Anja schreibt über die Lieb(st)e!
Details und noch mehr Liebe gibts hier.

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Weihnachtsliebste

21. Dezember 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen am Sonntagabend auf unserem Sofa und überlegen, was wir mit dem jungen Abend noch anfangen. Viel wird das aber nicht mehr, wir sind irgendwie platt…
Es ist immer gefährlich, wenn die Liebste Langeweile hat: zu viel Zeit für neue Ideen!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was gibt es denn morgen als Kopfschüttel-Geschichte?”
“Es gibt morgen keine.”

“Keine??”
“Nein.”

“Soll ich mal was schreiben? Ausnahmsweise??”
“Was? Wie?? Habe ich mich gerade verhört??”

“Ob ich mal was bloggen soll?”
“Akustisch habe ich es verstanden, ja, aber…”

“Ich hätte ja jetzt Zeit und könnte ja was schreiben?”
“Ähm… DU willst eine Kopfschüttel-Geschichte schreiben??”

“Ja.”
“Du??”

“Ja!”
“Kannst du das denn?? Worüber denn??”

“Was muss ich denn dafür machen?”
“Ähm… Tja, einfach was schreiben, also…”

“OK, ich hole mir mein Laptop.”

[Meine Liebste läuft los, um sich ihr Laptop zu holen.
Wenige Minuten später sitzt sie wieder auf dem Sofa und eine leere WORD-Seite füllt den Bildschirm...]

“So, und womit fange ich jetzt an?”
“Ähm… Naja, worüber möchtest du denn schreiben??”

“Was über Weihnachten.”
“Ja, aber… Im Blog stehen doch nur Dialoge von uns??”

“Na und? Kann ich nicht auch was anderes machen??”
“Was denn?? Und außerdem ist das Kopfschüttel-Blog ja ein…”

“Also anfangen würde ich gerne mit der Farbe.”
“Was?? Womit??”

“Ich will eine andere Farbe für die Schrift haben!”
“Aber Süße, das…”

“Geht das etwa nicht??”
“Doch, schon, aber…”

“Eben. Ich will Grün und Rot.”
“Vielleicht schreibst du erst mal was und dann…”

“Und ich will ein paar Bilder haben.”
“Och Liebste! Was denn für Bilder??”

“Einen Hund, einen Weihnachtsmann und einen Tannenbaum!”
“Aber…”

“Das finde ich gut so, so will ich das haben!”
“Aber Liebste, das sind ja nur Viecher!?”

“Na und? Sind dieee nicht nieeedlich??”
“Wolltest du nicht auch einen Tannenbaum??”

“Hab keinen gefunden.”
“Keinen Tannenbaum??”

“Doch, aber keinen, unter dem ein Hundchen sitzt.”
“Aha…”

“Jetzt will ich ein Weihnachtslied!”
“Oh nein…”

“DAS ist doch mal was!”
“Ähm, Liebste, schreibst du auch noch was, oder…”

“Ich schreibe was über unseren Weihnachtsbaum.”
“Über welchen Baum?? Wir haben doch gar keinen??”

“Du hast neulich gesagt, ich sei ein super Weihnachtsbaum!”
“Ach so, das…”

“Nur, weil ich mich in der Lichterkette verheddert hatte!”
“Haha! Ja! Das entschädigte für vieles…”

“Ich fand das aber gar nicht lustig!”
“Naja, hätte noch etwas mehr Lametta sein können, aber sonst…”

“Du bist so doof!”
“Liebste?? Was machst du denn jetzt da??”

“Ich ändere deine Schriftfarbe.”
“Warum??”

“Weil diese Farbe besser für dich geeignet ist.”
“Nein, halt! Das…”

“So. Sehr gut.”
“                     ”

“Na und?? Weiß ist eine sehr schöne Farbe.”
“                                            ”

“Quatsch! Und das bleibt wohl so!”
“                                                                                    ”

“Möchtest du deinen Leserinnen noch was mitteilen?”
“                     ”

“Du solltest lieber netter zu deinen Leserinnen sein!”
“                                                  ”

“Jaja, ich mach ja nur Spaß!”
“              ”

“So, Kopfschüttel-Geschichte fertig. Super!”
“           ”

“Nein, ich habe kein Aspirin hier, wieso??”

“              ”

Frohe Weihnachten! (photocase.de © onesecondupndown)Wir bedanken uns bei allen Gästen ganz herzlich für den Besuch bei uns und die vielen Kommentare, die dieses Blog so sehr bereichern.
Wir wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier im Blog gibt es eine kurze Pause und im neuen Jahr geht´s munter weiter, dann auch wieder mit schwarzer Farbe… ;-)

Frohes Fest und guten Rutsch!

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KUSSKUSS!

29. Juli 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste ist heute Morgen schon sehr früh aus dem Haus gegangen, weil sie einen Termin in Hannover hat.
Als ich später in die Küche komme, um mir einen Kaffee zu machen, entdecke ich auf dem Tisch einen kleinen Stapel voller gelber Zettel von unserem Notizblock…

Zettel 1:

Guten Morgen mein Schatz ich hoffe dass
du gut geschlafen hast! KUSSKUSS!
Bin schon weg und sooooo müde! Wäre gern noch
mit dir liegengeblieben. Ich hasse früh aufstehen!
Wollte einen Schokoriegel essen ist aber
wohl noch zu früh, mag nicht.
Daher ist der für dich!
Lieb haben!

Zettel 2:

Habe doch den Schokoriegel gegessen.
Aber für dich ist auch noch einer
übrig! Lieb haben!

Zettel 3:

Habe auch noch den anderen
Schokoriegel gegessen. Böse?
Wir haben leider keine mehr.
Tut mir leid mein Schatz! KUSS!

Zettel 4:

PS: kannst du heute Abend Schokoriegel
mitbringen? Lieb haben! KUSSKUSSKUSS!

Kopfschüttel…

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Grand Prix ist doof XXL

30. Mai 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Samstag, 29. Mai, 16.23 Uhr: meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und beschäftigen uns mit Kleinkram. Während die Liebste an ihren Fingernägeln rumfeilt, lese ich die letzte Seite der Tageszeitung.
Schließlich klappt die Liebste ihr Nagelset zusammen und legt es demonstrativ zur Seite.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was machen wir denn heute noch? Oder heute Abend?”
“Hm, tja…”

“Aha. Das klingt ja sehr vielversprechend.”
“Wieso, worauf hast du denn Lust?”

“Keine Ahnung, ich bin heute so unentschlossen…”
“Wir können ja den Grand Prix gucken.”

“Wie bitte? Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder??”
“Warum denn nicht, ich meine…”

“Schatz, dieses Eurovision-Dings ist doch wohl total langweilig!”
“Naja, schon, aber…”

“Wie heißt die noch, die da mitmacht?”
“Für Deutschland?”

“Ja, die Lütte da, die Kleene?”
“Lena. Sie heißt Lena Meyer-Landrut.”

“Genau, die meine ich. Das wird doch sowieso nichts.”
“Meinst du?”

“Der Grand Prix ist doof, und das Lied ist auch doof!”
“Also ich finde eigentlich, dass…”

“Wir gewinnen doch sowieso nicht, wir gewinnen nie.”
“Aber…”

“Wir gucken NICHT den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 18.54 Uhr:

“Jetzt wissen wir immer noch nicht, was wir machen!”
“Wir könnten ja vielleicht doch den Grand Prix gucken?”

“Nein! Alles, bloß das nicht!”
“Na schön, soll ich dann eben schnell zur Videothek fahren?”

“Auf Video habe ich heute keine Lust.”
“Aha. Und was möchten Madame dann gerne machen?”

“Wieso muss ich das immer entscheiden, was wir machen??”
“Weil du immer alle meine Vorschläge ablehnst, deswegen!”

“Wenn du den Grand Prix vorschlägst, muss ich das ablehnen!”
“Na schön, dann schlag aber auch was anderes vor!”

“Läuft denn nichts im Kino?”
“Doch, Iron Man 2 oder Robin Hood oder…”

“Pff! Da gucke ich ja noch lieber den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 20.18 Uhr:

“Boah, jetzt sitzen wir ja immer noch hier rum!”
“Wer war denn eben müde, du doch!?”

“Du guckst ja auch Fußball, da muss man ja einpennen!”
“Ich kann auch was anderes anmachen, wenn du möchtest?”

“Was läuft denn?”
“Promi-Ausrutscher, Matilda, Glücksbringer und auf dem Ersten…”

“…der Grand Prix, ja doch, ich weiß…”
“Nein, der fängt gleich erst an, jetzt läuft die Vorsendung aus Oslo.”

“Na schön, das ist immer noch besser, als Fußball…”
“Soll ich das Erste anmachen?”

“Mach den blöden Grand Prix an, wenn es sein muss…”
“OK…”

Samstag, 21.19 Uhr:

“Schatz, wann sind wir denn dran eigentlich?”
“Lena ist auf Platz 22, dauert also noch…”

“Also Aserbaidschan fand ich gar nicht so schlecht, oder?”
“Wie bitte?? Aserbaidschan war ja wohl gruselig!”

“Wieso, die Sängerin war doch niedlich??”
“Hallo?? Also bitte!”

“Also die würde ich wählen!”
“Quatsch!”

“Wird das nicht in Dolby Surround übertragen? Mach doch mal!”
“Bitte sehr…”

“Sooo, JETZT hört man endlich mal was! Mach lauter!”
“OK…”

Samstag, 21.57 Uhr:

“Buh, buh!”
“Was ist denn??”

“Hallo?? Der Blödmann aus UK, der kann doch gar nichts!”
“Also mein Geschmack ist das auch nicht, aber…”

“Und dem seine Nase, die Nase! Haha!! Nicht zu fassen!!”
“Jetzt sei doch nicht so gemein!?”

“Mach leiser, das kann man sich ja nicht mit anhören!”
“Mal sehen, was die Türkei abliefert.”

“Türkei?? Die machen da auch mit??”
“Natürlich machen die da mit!”

“Singen die dann in Türkisch??”
“Keine Ahnung, werden wir ja sehen.”

“Das ist ja spannend heute!”
“Was, der Grand Prix??”

“Na klar! Waren doch nur Luschen bisher!”
“Tatsächlich??”

“Naja, bis auf die Opas aus Griechenland! OPAS, verstehste??!”
“Das ist sehr witzig, Süße, wirklich sehr witzig…”

“OPA! OPA! OPA! OLE!”
“Jetzt dreht sie völlig durch…”

“Mach lauter, los! Und mach doch mal mit! OPA!”
“OK…”

Samstag, 22.07 Uhr:

“Boah, die Türken die rocken ja voll die Bude da!!”
“Ähm…”

“We could be the same, datatdatataaa! YEAH!”
“Schatz, könntest du dich bitte wieder hinsetzen??”

“Die spinnen ja total, guck mal, wie die abgehen!”
“Also ich finde ja eher, also…”

“Das ist ja echt der Knaller, der Eurovisions Dings!”
“Heißt das, dass du dich gut amüsierst??”

“Bestens! Los, mach mal lauter!!”
“OK…”

Samstag, 22.34 Uhr:

“LENA! LENA! LENA! LENA!!”
“Liebste, ich dachte, du magst Lena gar nicht??”

“Natürlich mag ich die!”
“Aha, dann war es das Lied, das dir nicht gefiel?”

“Ach was, da in den Grand Prix Song-Contest passt das super!”
“Aha…”

“Mach doch mal lauter jetzt, es geht los!”
“OK…”

Samstag, 22.36 Uhr:

“Like a satellite -  I’m in an orbit all the way around you!”
“-”

“LENA! LENA! LENA! LENA!”
“-”

“Can’t go a minute without your love!!”
“-”

“La la lala, lalalalala laa laaa!”
“-”

“Super, super!”
“-”

“Gib mir die Fernbedienung, ich will lauter machen!”
“OK…”

Samstag, 23.14 Uhr:

“Komm Schatz, mach mit!”
“Och nee, bitte!”

“Der Eurodance, los, mach mit, das macht Spaß!”
“Woher weißt du denn eigentlich, was du da machen musst??”

“Ist doch egal, Hauptsache dabei sein!”
“Aha…”

“Wieso ist das schon wieder so leise?? MACH LAUTER!!”
“OK…”

Samstag, 23.25 Uhr:

“Mann! Schatz, hast du das gesehen??”
“Was?”

“Die haben uns nur drei Punkte gegeben!!”
“Ja, ach so, das habe ich gesehen, ja.”

“Sind die denn verrückt, die Rumänen??”
“Ähm…”

“Wie können die uns nur drei Punkte geben!?”
“IMMERHIN haben sie uns drei Punkte gegeben…”

“Buh! Buh!”
“Liebste, ganz ruhig, das ist nur eine Fernsehsendung…”

“Lass mich!”
“OK…”

Samstag, 23:47:

“Wir gewinnen, wir gewinnen!!”
“Das steht noch nicht fest.”

“Warum verbreitest du denn hier so schlechte Laune jetzt??”
“Ich sage doch nur, dass das Ergebnis noch nicht feststeht!?”

“Aber wir sind auf einem guten Weg! Schau!”
“Ja…”

“LENA! LENA! LENA!!”
“Mann, Liebste, du hast mir voll ins Ohr geschrien!”

“Stell dich nicht so an, wir gewinnen!”
“OK…”

Sonntag, 0.10 Uhr:

“JAAAA, WIR SIND WELTMEISTER!!”
“Weltmeister??”

“WIR HABEN GEWONNEN!!”
“Unglaublich…”

“Ich wusste es, ich wusste es!!”
“Du?? Gar nichts hast du gewusst!”

“Wahnsinn, was für ein Abend!!”
“Ja, das hatte wohl niemand erwartet…”

“Freust du dich denn gar nicht??”
“Doch, aber ich drehe nicht so durch, wie du!”

“Ich mache doch hier nur ein bisschen Party??”
“Ein bisschen geschlossene Anstalt trifft es wohl eher…”

“Pff! Soll ich dir jetzt mal was sagen, Schatz?!”
“Was denn??”

“Nächstes Jahr feiere ich mit jemand anders den Grand Prix!”

Kopfschüttel…

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Ich will doch aber nur…

26. April 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste kommt ins Arbeitszimmer geschlurft, als ich gerade an meinem PC sitze und meine Emails durchschaue.
Noch während sie ein paar Sekunden beobachtend hinter mir steht, rechne ich bereits damit, dass sie wohl irgendwas auf dem Herzen hat.

“Du, Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Störe ich dich gerade?”
“Nein, nicht wirklich. Was ist denn?”

“Habe ich dir heute schon gesagt, dass ich dich lieb habe?”
“Nein, hast du nicht.”

“Ich liebe dich, mein Schatz.”
“Ich dich auch, Liebste.”

“Kann ich etwas für dich tun?”
“Nee, ich brauche nichts, danke.”

“Möchtest du vielleicht was trinken?”
“Nein, danke.”

“Ich könnte dir was holen?”
“Nein, lass mal, das ist nicht nötig, danke.”

“Oder vielleicht ein Eis?”
“Eis? Wir haben doch gar keins, oder??”

“Nee, aber ich könnte dir ja eins von der Tanke holen?”
“Du willst mir ein Eis von der Tanke holen??”

“Das würde ich machen, klar!”
“Liebste!”

“Was ist denn??”
“Was ist hier los!?”

“Was soll denn los sein??”
“Hier stimmt doch was nicht!?”

“Was soll denn nicht stimmen??”
“Das will ich ja eben von dir wissen, also raus damit!”

“Ich verstehe nicht, was du meinst??”
“Du würdest mir NIEMALS ein Eis von der Tankstelle holen!”

“Was soll das denn heißen??”
“Zumindest nicht freiwillig! Also was hast du angestellt?!”

“Nichts! Es ist nichts!”
“Und warum schmeichelst du dich hier dann so auffällig ein??”

“Na hör mal, ich wollte nur mal was für dich tun!”
“Ach hör doch auf!”

“Nein, ehrlich! Weil du mein Schnuckelputz bist!”
“Dein WAS BITTE??”

“Du bist mein süßes Schnuckelputz.”
“Das ist ja schrecklich! Sag so etwas nicht, ja?”

“Schnuckelputz??”
“Schnuckelputz, genau. So kannst du deinen Hamster nennen!”

“Ich habe aber doch gar keinen Hamster??”
“Gott sei Dank…”

“Ich will aber auch keinen, keine Angst…”
“Das ist wirklich mal eine gute Nachricht…”

“Ich hätte ja viel lieber einen…”
“SAG ES NICHT, JA??”

“Aber Schatz, ich…”
“…das hatten wir doch hinreichend besprochen, oder??”

“Jaja… Ich sage es ja nicht.”
“…weil es immer wieder in der gleichen Katastrophe endet und…”

“Ist ja gut, ich sage ja schon gar nichts mehr!”
“Na schön.”

“Was ist jetzt mit dem Eis?”
“Nein, ich möchte keins, danke.”

“Aber ich will was für dich tun jetzt!”
“Warum denn unbedingt, mir geht es wunderbar??”

“Weil ich dich lieb habe, darum!”
“Aber du kannst mich doch nachher auch noch lieb haben??”

“Hä??”
“Mir fällt bestimmt nachher noch was ein, versprochen.”

“Aber das geht nicht.”
“Was geht nicht?”

“Nachher ist es vielleicht schon zu spät.”
“Zu spät?? Aha! Also verschweigst du mir doch was!!”

“Ich verschweige dir doch nichts!?”
“Natürlich! Liebste, vergiss es!”

“Was denn vergessen??”
“HEUTE gehe ich dir NICHT auf den Leim, vergiss es!!”

“Aber ich will dir doch nur…”
“Geh weg!”

“Du schickst mich weg??”
“Ja, genau! Geh in die Küche oder sonst wohin, Hauptsache WEG!”

“Und wenn ich dir keinen Gefallen mehr tun will?”
“Was ist dann?”

“Dann dürfte ich hier bleiben??”
“Hm… Darüber ließe sich reden…”

“Na gut, dann, ähm… Dann tue ich dir keinen Gefallen mehr.”
“Schön. Danke.”

“Aber das ist schon komisch, das muss ich schon sagen…”
“Komisch? Was ist komisch??”

“Andere Männer würden sich bestimmt riesig freuen.”
“Worüber?”

“…wenn ihre Frauen ihnen einen Gefallen tun würden.”
“Wenn das ohne Bedingungen erfolgen würde, dann sicher!”

“Ich habe doch aber gar keine Bedingungen gestellt??”
“NOCH NICHT! Ich kenne dich doch!”

“Na schön, also gut, du hast gewonnen.”
“Wie bitte??”

“Du hast Recht, ich wollte wirklich was von dir.”
“Wusste ich es doch!”

“Es tut mir wirklich leid, entschuldige…”
“Du bist wirklich UNMÖGLICH!!”

“Naja, ich dachte, ich mache es uns etwas leichter.”
“Warum sagst du denn nicht einfach, was du willst??”

“Ich wollte eben die richtige Stimmung dafür schaffen.”
“Die richtige Stimmung, aha… Wofür bitte?”

“Du meinst, ich soll es jetzt sagen?”
“JETZT wäre wohl ein richtig guter Zeitpunkt, ja.”

“Ach nee, lieber nicht…”
“Wieso denn nicht??”

“Ich möchte dir nicht weh tun…”
“Vielleicht sagst du erst einmal, was du eigentlich willst?”

“Ich will aber nicht, dass deine Stimmung dann total hin ist.”
“Na hör mal, jetzt bin ich aber neugierig geworden!”

“Ehrlich?”
“Also: was willst du denn??”

“Und du schimpfst wirklich nicht mit mir?”
“Nein, versprochen.”

“Ehrlich? Es ist nämlich schon ein etwas ausgefallener Wunsch…”
“Ja, ehrlich. Also was willst du denn nun von mir?”

“Ich möchte einen großen Hamster haben.”
“Was?? Du willst einen Hamster?? Einen großen??”

“Ja.”
“Du spinnst ja wohl, du kriegst keinen Hamster!”

“Na schön, dann nehme ich eben doch nur einen kleinen Hund.”
“Was??”

“Ich ahnte ja, dass du mir ne Abfuhr für den Hamster gibst!”

Kopfschüttel…

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Alt und hässlich

29. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind zu Fuß auf dem Weg zu Freunden, die bei uns in der Nachbarschaft wohnen. Hand in Hand laufen wir vorbei an anderen glücklichen Menschen, die uns entgegenkommen.
Kann Liebe nicht schön sein?
Doch, das kann sie.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was ich dich schon länger mal fragen wollte…”
“Ja? Was denn?”

“Wäre ich alt und hässlich, würdest du mich dann auch lieben?”
“Ähm, was soll denn diese Frage jetzt??”

“Das interessiert mich eben!”
“Wenn du alt und hässlich wärst??”

“Ja, wenn ich alt und hässlich wäre.”
“Bist du doch aber nicht?!”

“Das weiß ich, aber wenn ich´s wäre??”
“Wenn, wenn, warum machst du dir über so etwas Gedanken??”

“Darf ich denn nicht denken, was ich will??”
“Doch, natürlich darfst du das.”

“Na also.”
“Aber ich werde doch wohl mal nachfragen dürfen?”

“Du fragst das aber so, als sei das eine total blöde Frage!”
“Naja, ähm…”

“Siehst du, du nimmst mich wieder überhaupt gar nicht ernst!”
“Natürlich nehme ich dich ernst, aber…”

“Nee, nix aber!”
“Darf ich vielleicht bitte mal ausreden??”

“ICH lasse dich IMMER ausreden, DU unterbrichst mich immer!”
“Wann habe ich dich denn mal unterbr…”

“…weil du immer glaubst, alles besser zu wissen, als ich!”
“Das stimmt ja gar nicht, ich hinterfrage nur immer gerne, was d…”

“Dann nenn doch mal was, was ich besser weiß, als du!?”
“Tja, … Du weißt, du weißt… Du kennst dich mit Nagellack gut aus!”

“Mit Nagellack??”
“Ähm, mir fiel gerade nichts Besseres ein, also…”

“Das ist ja wohl wirklich das Allerletzte!”
“Ich gebe zu, das ist, ähm… Aber verkehrt ist es auch nicht!”

“Das bin ich also für dich?? So´ne Nagellack-Trine??”
“Nein, ich wollte, also…”

“Bevor ich nicht mehr mit dir rede, hätte ich noch eine Bitte:”
“Aha, und, ähm…”

“Beantwortest du mir jetzt bitte noch meine Frage??”
“Was? Das mit dem alt und hässlich?”

“Ja.”
“Ja.”

“Was?”
“JA.”

“Was denn Ja jetzt??”
“Ich würde dich auch dann lieben, wenn du alt und hässlich wärst.”

“Ach so. Das trifft sich gut.”
“So? Warum?”

“Weil ich dich auch liebe, obwohl du alt und hässlich bist!”

Kopfschüttel…

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Wünsch dir was

22. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen bei dem schönen Sonntagswetter endlich mal wieder auf unserer Terrasse und genießen den ersten Frühlingstag.
Die Liebste hat sich ihren Stuhl natürlich in die Sonne gezogen und ihren Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken gelegt.
Dabei summt sie so vor sich hin…

“Ist das nicht schön in der Sonne, Schatz?”
“Ja, Süße.”

“Jetzt könnte es bloß noch ein bisschen wärmer sein…”
“Das wird schon noch.”

“Ich könnte hier ewig so sitzen bleiben…”
“Hm…”

“…da kann man so schön bei nachdenken…”
“Nachdenken?”

“Ja.”
“Und woran denkst du so?”

“Willst du das wirklich wissen??”
“Ähm… Wenn ich es mir recht überlege, dann…”

“Also ich dachte mir, was wohl wäre, wenn ich eine Fee wäre.”
“Eine Fee??”

“Ja, wenn ich eine gute Fee wäre.”
“Aha, ähm…”

“Stell dir vor, ich wäre eine gute Fee!”
“Diese Rolle passt jetzt eher weniger zu dir, aber…”

“Wenn ich eine Fee wäre, hättest du jetzt drei Wünsche frei!”
“Ach ja?”

“Ja. Drei Wünsche. Was würdest du dir wünschen?”
“Liebste, ich möchte da jetzt eher nicht weiter drüber…”

“Jetzt sag doch mal! Sag mal drei Wünsche!”
“Nein, lass mich doch einfach hier sitzen ohne so einen Quatsch, ja?”

“OK! Diesen Wunsch erfülle ich dir! Und dein zweiter?”
“Moment, Moment, das war doch kein Wunsch!?”

“Doch! Aber sei nicht traurig, zwei hast du ja noch übrig.”
“Gut! Ich wünsche mir, nichts weiter wünschen zu müssen!”

“Et voila! Auch diesen Wunsch habe ich dir erfüllt!”
“Schön. Danke.”

“Und dein dritter Wunsch?”
“Moment, Moment! Ich muss mir doch nichts mehr wünschen!?”

“Musst du ja auch nicht, das war ja schließlich dein Wunsch.”
“Wieso fragst du mich denn dann jetzt schon wieder??”

“Du MUSST natürlich nicht, aber du KANNST! Und du solltest.”
“Liebste, das ist ja jetzt wohl Haarspalterei!”

“Nur weil ich mich als gute Fee exakt an deine Wünsche halte??”
“Du bist aber keine gute Fee!”

“Wieso? Hast du schon mal eine getroffen??”
“Ähm… Nein.”

“Woher willst du das dann so genau wissen??”
“Weil eine gute Fee ihren Begleiter nicht reinlegen würde!”

“Aber du brauchst doch nur einen Wunsch sagen, sonst nichts!?”
“Also gut; wenn ich noch einen sage, lässt du mich dann in Ruhe?”

“Natürlich! Dann sind deine drei Wünsche ja auch weg.”
“Ich wünsche mir einen Latte Macchiato.”

“Nein, das ist ja ein doofer Wunsch!”
“Wieso? Gute Fee, ich wünsche mir einen Latte Macchiato! Jetzt!”

“Kein Mensch wünscht sich von einer guten Fee einen Kaffee!”
“Wieso denn nicht?? Ich hätte jetzt gerne einen La…”

“Also, was wünschst du dir jetzt von der guten Fee?”
“Lass uns ins Schlafzimmer gehen, da kannst du alle Wünsche erf…”

“Pff! Das vergiss mal, das geht nicht!”
“Wieso?? Das ist doch ein einwandfreier Wunsch, oder nicht??”

“Nein.”
“Und warum nicht?? Bist du jetzt eine Fee oder nicht!?”

“Doch, doch.”
“Und warum kannst du ausgerechnet DIESEN Wunsch nicht erfüllen??”

“Möchtest du, dass ich dir das mal ganz genau erläutere?”
“Ich bitte darum!”

“OK, dann ist das dein dritter Wunsch.”
“Moment, nee, nee, du hast doch, ich wollte jetzt eigentlich…”

“Also pass auf, das kann jetzt etwas dauern, danke aber, dass du mich gefragt hast, wie das eigentlich mit den Feen ist, ich fange mal an, also weißt du, Feen sind ja Wesen aus dem Himmel und damals als, ach wie war das noch, da wo, ach nee, wir müssen noch viel früher anfangen, also weil die ja… … … … … … … …”
“Hörst du noch zu? Gut, und dann kam der, der Dings, na, und als… … … …”
“…das hat mit den Prinzen zu tun und den Geistern natürlich… …”
“…wobei ich jetzt noch das Thema mit den Elfen…”
“… …”

Kopfschüttel…

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Ist heute Valentinstag??

14. Februar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

14. Februar: Da muss nicht mehr viel gesagt werden, natürlich schenkt man(n) heute seiner Liebsten eine Aufmerksamkeit, um ihr zu zeigen: du bist mein Schatz!
Natürlich lasse auch ich mir diese Gelegenheit heute nicht entgehen…

“Guten Morgen mein Schatz!”
“Guten Morgen, Süße. Alles Gute zum Valentinstag.”

“Oh! Ist heute Valentinstag?”
“Pff! Als wenn du das nicht GENAU wüsstest!”

“Ach ja, ich erinnere mich.”
“Natürlich…”

“Eigentlich finde ich Valentinstag ja doof.”
“Ich weiß.”

“Ist doch irgendwie überflüssig, oder?”
“Richtig. Und das sagst du ja auch jedes Jahr erneut.”

“Auch die Schenkerei und so, das ist doch doof.”
“Und auch dieses Statement kommt mir bekannt vor…”

“Ich freue mich auch an anderen Tagen über Aufmerksamkeit!”
“Ja.”

“Schön.”
“Schön.”

“Und, ähm…”
“Ja?”

“Kriege ich heute denn trotzdem was?”
“Ich dachte, du findest das alles doof?”

“Tue ich ja auch!”
“Wieso solltest du dann was von mir kriegen??”

“Weil du diese blöde Tradition ja jedes Jahr mitmachst!”
“Dieses Mal aber nicht, Liebste.”

“So?? Warum denn plötzlich nicht??”
“Weil du mir seit Jahren erzählst, dass das ja total blöd sei.”

“Aber du hörst doch sonst auch nicht auf mich??”
“Wenn es sich um den üblichen Unsinn handelt, dann nicht, stimmt.”

“Und ausgerechnet beim Valentinstag fällt dir das jetzt ein??”
“Ich dachte, dass sei eine gute Gelegenheit, dich zu respektieren.”

“Ja…”
“Freut mich, dass dir das gefällt.”

“Schön, ja, ganz toll… Also du hast wirklich nichts für mich?”
“Nein.”

“Ehrlich nicht?”
“Ehrlich nicht.”
[Ich kreuze meine Finger hinterm Rücken...]

“Das, ähm… Das freut mich. Sehr fortschrittlich…”

[Wenn ihr die Liebste jetzt sehen könntet: wie ein kleines Häufchen Elend steht sie jetzt da mit hängenden Schultern und einem Gesichtsausdruck, der sowohl Entsetzen als auch Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit ausdrückt...]

“Dann, ähm, dann können wir ja jetzt frühstücken, oder?”
“Ja, gern! Ist ja ein ganz normaler Tag heute.”

“Ja…”
“Gehst du dann eben schnell zum Bäcker?”

“Ich?? Ich soll Brötchen holen gehen??”
“Warum nicht?”

“Ich?? ICH soll am Valent… OK, ich gehe…”

[Um den Schmerzen der Liebsten ein Ende zu bereiten, öffne ich die Tür zum Vorratsraum, wo ich einen riesigen Strauß rote Rosen inklusive einer romantischen Postkarte und einem liebevollen Text aufbewahre.
Schnell ist das Papier des Straußes entfernt und schon halte ich mein Valentinsgeschenk der Liebsten unter die Nase.]

“Oh, oh! Ist der etwa für mich??”
“Natürlich ist der für dich! Ich liebe dich.”

“Der ist aber toll, vielen Dank! Und sogar eine Karte!”
“Alles Gute zum Valentinstag, meine Liebste!”

“Du sollst mir doch zum Valentinstag nichts schenken!!”
“Ich weiß.”

“Du bist wirklich unmöglich! Aber ich liebe dich auch.”
“Prima. So, und was kriege ich?”

“Wieso du??”
“Hallo?? Es ist Valentinstag!?”

“Ach ja, stimmt! Hätte ich fast vergessen, warte… Hier:”
“Ähm… Fünf Euro??”

“Ich nehme dann ein Schokocroissant und ein Körnerbrötchen.”

Kopfschüttel…

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In meinem Gesicht

1. Februar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste kommt am späten Abend zur Tür herein, legt im Flur ihre Jacke ab und kommt in die Küche geklackert, wo ich mir gerade einen Orangensaft eingieße.
Im Türrahmen bleibt sie stehen, streckt ihre Arme lang von sich und lächelt von einem Ohr zum anderen! Was ist denn da jetzt wieder los??

“Hallo mein allerliebster Schatzi!”
“Hallo Süße, du scheinst sehr gute Laune zu haben?”

“Jaaaa, das hab ich!”
“Aha, und, ähm…”

“Fällt dir denn gar nichts an mir auf?”

[In einem Film käme jetzt das dramatische Orchester zum Einsatz...
So, wie es Alfred Hitchcock in Psycho verwendet hat, wenn Norman Bates, und die Dusche, und das Messer, und die Schreie...
Liebste bringt die Fragen aller Fragen! Wenn ich jetzt einmal an ihr rauf und runter schaue, werde ich mir sofort was anhören dürfen...
Aber Zögern kann jetzt ebenso tödlich sein, und wieder einmal stehe ich vor der F...]

“Schätzchen, siehst du das denn nicht??”
“Also, ähm, du siehst bezaubernd aus wie immer und…”

“Nein, nein, das meine ich nicht! - Aber trotzdem danke.”
“Ähm, also, ich…”

“Du müsstest es doch in meinem Gesicht sehen können!”
“Ähm…”

“…dass ich dich soooooo lieb habe!”
“Dass du mich lieb hast??”

“Jaaa!! Ich freue mich so, dass ich dich so lieb habe!”
“Ja, das…”

“Sieht man das denn nicht??”
“Doch, ähm…”

“Du bist so doof!”
“Aber eben hast du doch noch gesagt, dass du mich…”

“Ich sage dir, dass ich dich liebe und du sagst ACH, ÄHM!”
“Entschuldige, ich habs eben nicht sofort gesehen, also…”

“Und ich war fest überzeugt, dass man mir das ansieht!”
“Ich liebe dich auch, meine Liebste.”

“So??”
“Ja. Ich liebe dich.”

“Pff! Sieht man dir aber gar nicht an!”

Kopfschüttel…

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Kennst du den Wendler nicht?

24. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen am frühen Sonntagabend im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Während ich mir noch überlege, wo ich die Fernsehzeitung hingelegt habe, zappt die Liebste einmal alle Sender durch.
Und wo bleibt sie schließlich hängen??
Genau…

“Ach ja, das hätte ich fast verpasst!”
“Süße, ähm, ist das nicht dieser, na, dieser…”

“Das ist der Wendler. Der Wendler-Clan. Mit dem Wendler.”
“Danke, ja, das ist mit dem Wendler, richtig?”

“Sagte ich das schon?? Haha! Wendler! Wendler! Haha!”
“Das ist sehr lustig, ja…”

“Kennst du denn den Wendler nicht??”
“Naja, so vom Hörensagen irgendwie…”

“Ich finde den gut.”
“Den Wendler??”

“Seine Musik, der macht tolle Discofox-Sachen!”
“Discofox??”

“Ja, zum Beispiel dieses Ein Stern, der deinen Namen trägt!”
“Ähm… Das kenne ich sogar, aber…”

“Ich finde das super zum Discofox tanzen!”
“Schön, aber ist das nicht von… Von… Nik und dem Ötzi??”

“Tatsächlich?? Das ist gar nicht vom Wendler??”
“Also ich bin kein Schlagerprofi, aber…”

“Egal, aber das Wieder alles im Griff, das ist doch auch witzig!”
“Bitte??”

“Keine Panik, auf der Titanic, dätedätetä…”
“Liebste! Das ist auch nicht vom Wendler!”

“Nicht??”
“Das ist von Jürgen Drews!”

“Woher weißt du das denn??”
“Erstens hört man das und zweitens weiß man das eben!”

“Naja, wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Und? Tut es schon weh??”

“Blödmann! Ich darf ja wohl mal was verwechseln!?”
“Pff! Du weißt ja nicht mal, was der Wendler für Musik macht.”

“Doch!”
“Und??”

“Das Fliegerlied, das mit der Giraffe und dem Tiger!”
“Was??”

“Heut ist so ein schöner Tag, la-la-la-laa-laaaa!”
“Ach das! Das, wo man immer mitmachen muss?? Das Kinderlied??”

“La-la-la-laa-laaaa!!”
“Niemals ist das von dem Wendler!!”

“Und wohl! Der ist nämlich eine Stimmungskanone!”
“Mag ja sein, aber das Fliegerlied ist von, von…”

[Ein kurzes Googeln bringt es schnell an den Tag...]

“Und? Vom Wendler, oder??”
“Das ist von Tim Toupet! Nie gehört, aber von dem ist das wohl…”

“Oh, da lag ich aber ganz schön daneben, was?”
“Ähm, ja… Nicht, dass mich das wundern würde, aber…”

“Aber das war alles, was mir vom Wendler eingefallen ist??”
“Das ist ja das Problem! Die Songs SIND JA GAR NICHT vom Wendler!”

“Na und??”
“Du sagtest, dass du seine Musik magst, und kennst nicht EIN Lied!”

“Naja, diese Schlager hören sich ja auch alle so ähnlich an…”
“Demnach bist du also doch kein ausgemachter Wendler-Fan??”

“Doch!”
“Aber Schatz, du weißt doch gar nicht, was der…”

“Vergiss es, du darfst sowieso nicht umschalten!”
“Wer will denn umschalten??”

“Ach komm, tu doch nicht so! Ich kenne dich!”
“Na gut, du hast mich erwischt, aber jetzt mal ehrlich, das…”

“Sag ich ja. Männer…”
“Aber du kennst nicht ein Lied von dem!”

“Trotzdem macht der gute Musik! So, und jetzt geh spielen.”

Kopfschüttel…

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Glaube mir

14. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich stehen am frühen Abend in der Küche, nachdem wir vor kurzem nach Hause gekommen sind.
Während wir in Gegenwart des offenen Kühlschrankes die komplizierte Frage erörtern, was wir heute essen wollen, reibt sich die Liebste ständig ihr rechtes Bein…

“Mist…”
“Süße, ist was mit deinem Bein nicht in Ordnung?”

“Da kriege ich bestimmt einen blauen Fleck.”
“Warum??”

“Ach weil der blöd ist der Blödie!”
“Wer?? Was??”

“Mein Kollege. Der Stefan.”
“Aha. Stefan.”

“Der ist blöd.”
“Und, ähm… Was hat das mit deinem Bein zu tun??”

“Wir haben da so zu mehreren gestanden und geredet.”
“Schön, und?”

“Naja, und ich habe eben auch was erzählt.”
“Was hast du denn erzählt?”

“Ach, das tut eigentlich nichts zur Sache.”
“Nicht…”

“Nee.”
“Und was hat das jetzt mit deinem Bein zu tun??”

“Ich sagte doch, dass Stefan blöd ist!”
“Ja, das sagtest du, aber…”

“…und da hat der mich voll vors Schienbein getreten!”
“Stefan hat dich getreten??”

“Ja.”
“Einfach so??”

“Nur, weil ich was erzählt habe, nur darum!”
“Aber was hast du denn erzählt??”

“Unwichtig.”
“Ähm… Naja, und danach hat er dich also getreten??”

“Ja! Voll vors Schienbein!”
“Wer weiß, was du da wieder rumgelästert hast…”

“Ach was! Der spinnt doch! Der hat mich getreten!”
“Tja, dann wird er wohl einen guten Grund gehabt haben.”

“Was??”
“Vermute ich…”

[Die Liebste holt mit ihrem rechten Bein aus und tritt mir volles Programm vor mein Schienbein!]

“So!”
“AUA! Liebste, bist du verrückt geworden??”

“Was denn??”
“Das tat weh, warum trittst du mich denn??”

“Glaube mir.”
“Glauben?? Was denn glauben??”

“Ich hatte einen guten Grund!”

Kopfschüttel…

Buchtipp:
Kopfschüttlerin Anja schreibt über die Lieb(st)e!
Details und noch mehr Liebe gibts hier.

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Weihnachtsliebste

21. Dezember 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen am Sonntagabend auf unserem Sofa und überlegen, was wir mit dem jungen Abend noch anfangen. Viel wird das aber nicht mehr, wir sind irgendwie platt…
Es ist immer gefährlich, wenn die Liebste Langeweile hat: zu viel Zeit für neue Ideen!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was gibt es denn morgen als Kopfschüttel-Geschichte?”
“Es gibt morgen keine.”

“Keine??”
“Nein.”

“Soll ich mal was schreiben? Ausnahmsweise??”
“Was? Wie?? Habe ich mich gerade verhört??”

“Ob ich mal was bloggen soll?”
“Akustisch habe ich es verstanden, ja, aber…”

“Ich hätte ja jetzt Zeit und könnte ja was schreiben?”
“Ähm… DU willst eine Kopfschüttel-Geschichte schreiben??”

“Ja.”
“Du??”

“Ja!”
“Kannst du das denn?? Worüber denn??”

“Was muss ich denn dafür machen?”
“Ähm… Tja, einfach was schreiben, also…”

“OK, ich hole mir mein Laptop.”

[Meine Liebste läuft los, um sich ihr Laptop zu holen.
Wenige Minuten später sitzt sie wieder auf dem Sofa und eine leere WORD-Seite füllt den Bildschirm...]

“So, und womit fange ich jetzt an?”
“Ähm… Naja, worüber möchtest du denn schreiben??”

“Was über Weihnachten.”
“Ja, aber… Im Blog stehen doch nur Dialoge von uns??”

“Na und? Kann ich nicht auch was anderes machen??”
“Was denn?? Und außerdem ist das Kopfschüttel-Blog ja ein…”

“Also anfangen würde ich gerne mit der Farbe.”
“Was?? Womit??”

“Ich will eine andere Farbe für die Schrift haben!”
“Aber Süße, das…”

“Geht das etwa nicht??”
“Doch, schon, aber…”

“Eben. Ich will Grün und Rot.”
“Vielleicht schreibst du erst mal was und dann…”

“Und ich will ein paar Bilder haben.”
“Och Liebste! Was denn für Bilder??”

“Einen Hund, einen Weihnachtsmann und einen Tannenbaum!”
“Aber…”

“Das finde ich gut so, so will ich das haben!”
“Aber Liebste, das sind ja nur Viecher!?”

“Na und? Sind dieee nicht nieeedlich??”
“Wolltest du nicht auch einen Tannenbaum??”

“Hab keinen gefunden.”
“Keinen Tannenbaum??”

“Doch, aber keinen, unter dem ein Hundchen sitzt.”
“Aha…”

“Jetzt will ich ein Weihnachtslied!”
“Oh nein…”

“DAS ist doch mal was!”
“Ähm, Liebste, schreibst du auch noch was, oder…”

“Ich schreibe was über unseren Weihnachtsbaum.”
“Über welchen Baum?? Wir haben doch gar keinen??”

“Du hast neulich gesagt, ich sei ein super Weihnachtsbaum!”
“Ach so, das…”

“Nur, weil ich mich in der Lichterkette verheddert hatte!”
“Haha! Ja! Das entschädigte für vieles…”

“Ich fand das aber gar nicht lustig!”
“Naja, hätte noch etwas mehr Lametta sein können, aber sonst…”

“Du bist so doof!”
“Liebste?? Was machst du denn jetzt da??”

“Ich ändere deine Schriftfarbe.”
“Warum??”

“Weil diese Farbe besser für dich geeignet ist.”
“Nein, halt! Das…”

“So. Sehr gut.”
“                     ”

“Na und?? Weiß ist eine sehr schöne Farbe.”
“                                            ”

“Quatsch! Und das bleibt wohl so!”
“                                                                                    ”

“Möchtest du deinen Leserinnen noch was mitteilen?”
“                     ”

“Du solltest lieber netter zu deinen Leserinnen sein!”
“                                                  ”

“Jaja, ich mach ja nur Spaß!”
“              ”

“So, Kopfschüttel-Geschichte fertig. Super!”
“           ”

“Nein, ich habe kein Aspirin hier, wieso??”

“              ”

Frohe Weihnachten! (photocase.de © onesecondupndown)Wir bedanken uns bei allen Gästen ganz herzlich für den Besuch bei uns und die vielen Kommentare, die dieses Blog so sehr bereichern.
Wir wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier im Blog gibt es eine kurze Pause und im neuen Jahr geht´s munter weiter, dann auch wieder mit schwarzer Farbe… ;-)

Frohes Fest und guten Rutsch!

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