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Schick und schlunzig

13. August 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Schick und schlunzigMeine Liebste und ich gehen gleich auf eine Party. Nichts besonderes, aber die Gastgeber sind dafür bekannt, dass sie gewöhnlich echte Feste veranstalten und nichts dem Zufall überlassen. Um den angekündigten Aperitif nicht zu verpassen, wollen wir heute mal pünktlich sein.

“Ich muss mich nur noch anziehen, dann können wir los.”
“Sehr gut Süße, heute bist du gut in der Zeit.”

“Soll ich die schwarze oder die blaue Hose anziehen?”
“Meinst du mit blau die Jeans?”

“Ja?”
“Dann die Jeans.”

“Wieso die denn?”
“Die ist klasse, darum.”

“Sehe ich da nicht fett drin aus?”
“Schatz! Bitte nicht schon wieder!”

“Schwarz macht aber schlanker.”
“Du bist schlank.”

“War ich mal.”
“Bist du jetzt auch noch.”

“Guck mal hier, da quillt alles raus!”
“Hör auf, du spinnst! Dann zieh eben die schwarze Hose an.”

“Also sehe ich in der blauen Jeans fett aus??”
“Nein, ich habe doch gesagt, dass du die blaue anziehen sollst.”

“Ich dachte die schwarze??”
“Die geht auch, die sind beide sehr gut.”

“Hast du aber nicht gesagt!”
“Aber gemeint und jetzt sei nicht so kleinlich!”

“Also was denn jetzt, blau oder schwarz?”
“Blau.”

“Nein!”
“Warum fragst du mich denn dann??”

“Was ziehst du denn eigentlich an?”
“Ich bin doch schon fertig?”

“Was? DAS DA behältst du an?”
“Und?? Stimmt damit was nicht??”

“Die Jeans hast du doch aber dauernd an.”
“Wenn man weiß, was einem steht, dann ist das erlaubt.”

“Und was steht mir?”
“Wahre Schönheit kann nichts entstellen.”

“Sollte das ein Kompliment werden??”
“Ähm…”

“War es aber nicht!”
“Also ich sage Jeans, aber du willst nicht Jeans. Richtig?”

“Richtig.”
“Dann zieh die schwarze Hose an und fertig.”

“Ich wundere mich nur, dass dir die Jeans gefällt…”
“Mir gefällt die, ich weiß gar nicht, was du hast!”

“Eben, und das wundert mich! Die macht mich dick!”
“Du hast doch die Jeans aber auch ständig an!”

“Aber nur, wenn ich zuhause bin oder wenn wir allein sind.”
“Ach, und mir gegenüber ist das dann egal, oder wie??”

“Also doch!”
“Hör auf jetzt und zieh dich an, wir müssen los!”

“Hm, also wenn du auch eine Jeans anziehst, dann passt das ja…”
“Was passt?”

“Wenn ich dann auch eine Jeans an habe.”
“Sage ich ja.”

“Weil, ich schick und du schlunzig, das würde ja nicht passen.”
“Was soll denn das heißen?? Ich bin doch nicht schlunzig!?”

“Deine Jeans ist schon uralt.”
“Ist sie erstens nicht und zweitens ist die super!”

“Willst du nicht Mal was anderes anziehen? Mir zuliebe?”
“Nein, aber was wäre Madame denn angenehm??”

“Deine schwarze Stoffhose, dann könnte ich auch meine…”
“Och nee! Außerdem ist Partnerlook echt out!”

“Bitte!”
“Schatz! Lass mich in Ruhe und entscheide dich jetzt!”

“Gut, ich entscheide mich für deine schwarze Hose.”
“Nein, ich meine für dich!”

“Wenn du deine schwarze anziehst, ziehe ich auch Schwarz an.”
“Himmel! Ich werde noch verrückt!”

“Schreibst du das dann wieder im Kopfschüttel-Blog?”
“Nein, aber ich hoffe, dass das jemand in meiner Grabrede erwähnt!”

“Zieh die schwarze Stoffhose an.”
“Nein, warum denn??”

“Weil Jeans dick macht.”
“Ich bin doch auch dick!”

“Quatsch! Du bist nicht dick!”
“Dann sag, dass ich schlank bin.”

“Wieso?”
“Na sag es!”

“Du bist schlank.”
“Dann kann ich ja auch die Jeans anziehen.”

“Mach doch ein Mal, was ich möchte. Bitte, ja?”
“Gibst du dann Ruhe??”

“Ja, dann bin ich glücklich und ziehe auch schwarz an.”
“Mann, Mann, Mann… Ziehe ich eben schwarz an, ist mir total egal.”

[Ich fühle mich wie früher bei den Bundesjugendspielen, als man beim Kugelstoßen eine absolut peinliche Reichweite erzielt hatte und dafür insbesondere von den weiblichen Zuschauern mitleidig angeschaut wurde. Kugelstoßen. Schwarze Hose anziehen. Liebste umbringen.
Was soll´s, es gibt Wichtigeres im Leben.... Zwei Minuten später stehe ich in meiner schwarzen Hose und anderen Schuhen wieder am gleichen Platz wie zuvor.
Zehn Minuten später kommt meine Liebste zurück.]

“So! Fertig! Tadaa!”
“Ähm… Schatz?”

“Du hast die schwarze Hose an, sehr gut, die steht dir!”
“Schön, die Tagesschau wird darüber berichten, aber…”

“Was guckst du mich so komisch an?”
“WIESO HAST DU JETZT DEINE BLAUE JEANS AN!?”

“Ja, also, die schwarze ging leider nicht.”
“Und warum?? Wo die schwarze doch sooo schlank macht??”

“Die hat aber keine Gürtelschlaufen.”
“Na und??”

“Die ist mir irgendwie zu groß geworden!”

Kopfschüttel…

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Was fummelst du denn da rum?

24. Juli 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Was fummelst du denn da rum?Meine Liebste und ich gönnen uns nach einem stressigen Wochenende mal einen gemütlichen Abend ganz ohne irgendwelche lästigen Pflichten und Aufgaben.
Während ich zu fortgeschrittener Stunde ungefähr sechs Fernsehprogramme gleichzeitig schaue, telefoniert meine Liebste in der Küche mit einer ihrer Freundinnen.

“So, da bin ich wieder!”
“Fein Süße. Und? Was gibt´s Neues bei Andrea?”

“Och nichts, nur das Übliche.”
“Bei der Frau reicht das Übliche gewöhnlich…”

“Hast du gerade was Wichtiges zu tun?”
“Nicht wirklich.”

“Willst du das da weitergucken?”
“Nö. Muss nicht. Wieso?”

“Dann könntest du mich ja mal ausziehen.”
“Ähm… Ausziehen?? Jetzt?”

“Ja, mich und jetzt. Geht das?”
“Schatz, das ist ähm, also ich freue mich ja, aber…”

“Nun mach!”
“Was soll denn das werden? Heute ohne Vorspiel, oder was??”

“Vorspiel? Brauche ich nicht.”
“Aha… Hier im Wohnzimmer?”

“Jetzt zieh mir doch bitte mal die Hose aus!”
“Soll ich vielleicht vorher noch die Vorhänge zu machen?”

“Ach was, es geht ja ganz schnell.”
“Schatz, ich entdecke völlig neue Seiten an dir…”

“Machst du jetzt oder nicht!?”
“Jaja, doch, ich… Moment…”

“Den Gürtel zuerst, die Schnalle nach hinten klappen.”
“Danke, aber ich schaffe das schon…”

“So, und jetzt die Hose.”
“Jetzt sei doch nicht so ungeduldig!”

“Vorsicht mit dem Reißverschluss, der ist kaputt.”
“Ähm… Schatz, soll ich vielleicht den Fernseher aus machen?”

“Quatsch, warum?”
“Ach, nur so… Und jetzt?”

“Ja was schon, die Bluse natürlich.”
“Entschuldigung, wie dumm von mir…”

“Und jetzt noch den BH, ja?”
“Sag mal, soll ich mich vielleicht nicht auch, ich meine…”

“Wenn du willst, warum nicht… Aber erst ich.”
“Aha… Schatz, ich bin etwas verwirrt…”

“Was fummelst du denn da rum??”
“Das ist ein anderer Verschluss als sonst!”

“Blödsinn, der ist nur etwas stramm.”
“Ich hab´s gleich…”

“Na endlich!”
“Geht es jetzt in dem Tempo weiter?”

“Was für ein Tempo?”
“Naja, ich meine…”

“Ich will mich nur ein bisschen beeilen, sonst nichts.”
“WO GEHST DU HIN??”

“Na ins Badezimmer.”
“Ins Badezimmer?? Gerne, nur…”

“Was redest du denn da eigentlich!”
“Ich komme ja schon mit, warte…”

“Nee, im Bad kann ich dich nicht gebrauchen.”
“Wie bitte?? Du willst doch wohl nicht alleine…”

“Mache ich doch immer alleine!”
“Du machst es dir im Bad immer alleine??”

“Natürlich!”
“Ähm, aha… Und Ausziehen kannst du dich nicht alleine, oder was??”

“Nee, sonst ist ja gleich alles wieder hin.”
“Was ist gleich wieder hin!?”

“Na, meine Fingernägel. Die habe ich eben lackiert!”
“DEINE FINGERNÄGEL???”

“Natürlich, was dachtest du denn?? “

Kopfschüttel…

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Ist doch wurscht!

7. Juni 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Ist doch wurscht! (photocase.de © Sören)Meine Liebste sitzt erwartungsvoll auf dem Sofa, als ich nach Hause komme.
Sie weiß natürlich schon, was jetzt kommt… Ich war Klamotten einkaufen.
Das kommt selten vor, aber ab und zu kommt man(n) ja nicht drum herum.

“Da bist du ja, das hat ja ewig gedauert!”
“Ja Süße, das hat es. Aber ich habe, was ich wollte.”

“Was hast du denn alles gekauft?”
“Alles mögliche.”

“Und was genau?”
“Dies und das.”

“Mann!”
“Was denn??”

“Los, zeig doch mal!”
“Darf ich erst mal meine Schuhe ausziehen, ja?”

“Na gut, aber dann will ich was sehen!”
“Sind doch nur ein paar Kleinigkeiten, nichts Besonderes, Schatz.”

“Das glaube ich.”
“Was?”

“Das da nichts Besonderes bei ist.”
“Wie bitte? Glaubst du, ich kann nicht alleine einkaufen, oder was??”

“Doch, aber du hättest mich mitnehmen sollen.”
“Schatz, das haben wir doch alles lang und breit besprochen.”

“Haben wir gar nicht! Du hast das so entschieden!”
“Ich habe es, naja sagen wir, mit Nachdruck gewünscht…”

“Ich dürfte nicht mitgehen, hast du gesagt.”
“Naja, oder so…”

“…weil du dann nicht zum einkaufen kämst, hast du gesagt.”
“Richtig.”

“…was ich immer noch nicht verstehe!”
“Weil du dann ständig für dich selber schaust und ich stehe dann da!”

“Das stimmt gar nicht, ich würde mich prima um dich kümmern.”
“Wann warst du das letzte Mal in einer Herrenunterwäsche-Abteilung?”

“Ähm…”
“Eben. Und das ist Krieg.”

“Du hast Unterhosen gekauft?”
“Nein. Es handelt sich um vielmehr um UNDERWEAR for Gentlemen.”

“Also eine Unterhose?”
“Herrgott ja, dann eben eine Unterhose!”

“Die kann man nicht mehr umtauschen, oder?”
“Wieso umtauschen? Du hast sie ja noch gar nicht gesehen!”

“Wollte ich ja auch nur wissen… Zieh mal an.”
“Nö, ich ziehe die jetzt nicht an. Du kannst sie dir anschauen.”

“Ich muss die angezogen sehen, sonst kann ich nichts sagen.”
“Du sollst ja dazu auch gar nichts sagen…”

“Soll das heißen, es interessiert dich nicht, wie ich deine Unterhose finde??”
“Meine UNDERWEAR bitte ja, soviel Zeit muss sein!”

“Also schön, deine Underwear. Ist das eine Pants?”
“Eine was?”

“Na so eine breite, wie eine Shorts, nur eng?”
“Ach so, nein.”

“Ich hätte für dich Pants gekauft.”
“Und genau DESWEGEN habe ich dich nicht mitgenommen!”

“Calvin Klein finde ich gut. Ist das so eine?”
“Nein, es ist Bruno Banani.”

“Schade, weil dann hätte ich mal googeln können.”
“Hä? Was? Wonach denn googeln?”

“Nach David Beckham.”
“Beckham? Spielt der nicht Fußball?”

“Auch, kann sein…”
“Wieso auch?”

“Der trägt Unterhosen von Calvin Klein.”
“Das verstehe ich jetzt nicht, was hat das mit mir zu tun??”

“Na du willst ja deine Banane nicht anziehen!”
“Bruno Banani Schatz, BANANI!”

“Oder Banani, ist doch wurscht.”
“Das ist NICHT wurscht! Wieso jetzt David Beckham bitte?”

“Na der ist doch schick, da kann man doch mal gucken?”
“Wie jetzt! Ich soll eine Unterhose von Calvin Klein kaufen, nur weil der…”

“Warum denn nicht?”
“Das ist mir doch total egal!”

“Du hast Unterhose gesagt.”
“WAS??”

“Es heißt Underwear.”
“Himmel! Schatz, ich habe schwarze UNDERWEAR von Banani in Slipform gekauft, tut mir ECHT leid!”

“Ich habe ja gleich gesagt, dass du mich mitnehmen sollst.”
“Willst du sie dir denn nicht wenigstens erst einmal angucken?”

“Der Beckham hat…”
“Hör mich auf mit David Beckham!”

“Na gut, und wer ist Banani-Model?”
“Keine Ahnung, das ist doch auch wurscht.”

“Eben hast du gesagt, das sei nicht wurscht!”
“Da hast du doch aber von Bananen gesprochen, deshalb…”

“Hat Banani denn was mit Bananen zu tun?”
“Ich gebe es auf…”

“Ich meine, das liegt doch nahe…”
“Hätte ich bloß Calvin Klein gekauft…”

“Du wolltest alleine einkaufen, jetzt musst du das auch anziehen.”
“Danke Schatz… Sehr großzügig.”

“Also schön, was hast du noch eingekauft?”
“Ein Hemd. Einfach nur ein schlichtes Hemd. Von… Von Olymp. “

“Naja, die sind ja bei dir immer schnell durch.”

Kopfschüttel…

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Erschreckend vorhersehbar

16. April 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Erschreckend vorhersehbar (photocase.de © mägs)Meine Liebste und ich laufen – mal wieder – durch die Bremer Innenstadt. Seit Stunden.
Eigentlich ist es aber wohl eher so, dass ich meiner Liebsten auf der Suche nach einer neuen Handtasche (Sommer-Edition) hinterher renne.
Aber es kann nicht mehr allzu lange dauern, irgendwie habe ich das im Gefühl; die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

“Lass uns noch einmal da hinten schauen, ja?”
“Ja, Süße. Dahinten. Gerne. Natürlich.”

“Nur noch in die Passage und dann entscheide ich mich.”
“Ähm… Du entscheidest dich? Wofür??”

“Na für eine Tasche natürlich.”
“Aber bisher gefiel dir doch keine Einzige?”

“Doch, wohl! Da waren doch schöne Taschen bei?”
“Naja schon, aber du hast doch keine gekauft?”

“Ich habe ja auch noch gar nicht alle gesehen.”
“Alle in Bremen? Oder sollen wir noch Hamburg mit dazu nehmen!?”

“Du willst jetzt noch nach Hamburg?”
“NEIN!”

“Ach so, ich dachte schon. Gute Idee eigentlich.”
“Also wenn wir Madrid auch noch durchkämmen wollen, müssen wir jetzt zum Flughafen.”

“Nee, ich muss jetzt auch hier was finden.”
“Gott sei Dank…”

“Ich muss nämlich schon die ganze Zeit aufs Klo.”
“War ja klar, weiß ich.”

“Wieso? Wieso weißt du das?”
“Weil du immer aufs Klo musst, Schatz.”

“Gar nicht!”
“Doch, das merkt man daran, dass du dann schneller wirst.”

“Schneller? Wobei denn!?”
“Du gehst dann schneller.”

“Gar nicht!”
“Doch! Das kann ich EINDEUTIG spüren! Du wirst schneller!”

“So? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen…”
“Oder wenn dir kalt ist. Dann auch.”

“Was du so alles über mich weißt…”
“Ja. Es ist erschreckend.”

“Was? Was ist erschreckend? ERSCHRECKEND??”
“Wie vorhersehbar du bist.”

“Bin ich gar nicht!”
“Ach nein? Na wenn du dich da mal nicht täuschst…”

“Wieso? Was mache ich denn gleich? Sag mal!”
“Du wirst eine Tasche kaufen.”

“Na toll, dass ist ja keine Kunst. Pff…”
“Schon, aber ich weiß bereits, welche!”

“Und welche?”
“Die, die wir ganz am Anfang gesehen haben, die braune.”

“Die war schick, aber viel zu teuer.”
“Richtig, aber du wirst sie trotzdem kaufen.”

“Werde ich nicht!”
“Doch, wirst du, weil du keine andere mehr findest.”

“Ja toll! Hier findet man ja auch nichts Vernünftiges!”
“Sage ich doch.”

“Soll ich die braune echt kaufen?”
“Du kannst sie auch klauen, aber davon rate ich ab.”

“Die ist schon toll…”
“Mein reden. Ich weiß es schon seit zwei Stunden.”

“Das ist ja wohl meine Entscheidung! Wie willst du das wissen?”
“Ja habe ich recht oder habe ich recht!?”

“Du weißt ja immer alles.”
“Ähm… Schatz?”

“Was ist?”
“Warum gehst du schon wieder schneller?”

“Tue ich doch gar nicht!”
“Und ob! Warum gehst du nicht da im Café Paris aufs Klo?”

“Ich muss gar nicht so nötig.”
“Und warum rennst du denn dann so!?”

“Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich jetzt Hunger…”

Kopfschüttel…

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Wie kann man bloß!

3. März 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Wie kann man bloß! (photocase.de © goenz)Meine Liebste und ich haben bereits Eintrittskarten für einen Ball zum Tanz in den Mai erstanden. Und damit wir uns auf der Tanzfläche nicht alleine blamieren, haben wir auch gleich zwei Karten für ein Pärchen aus unserem Bekanntenkreis gekauft.

“Und? Was hat er gesagt?”
“Wer hat was gesagt, Süße?”

“Na Stefan.”
“Wozu??”

“Zu den Karten für den Maiball.”
“Ach so, ja, alles gut, er wollte mir schon das Geld geben.”

“Und? Hat er?”
“Nein, ich habe abgelehnt, weil ich ihm die Karten nicht geben konnte.”

“Und warum hast du sie ihm noch nicht gegeben??”
“Weil du sie eingesteckt hattest und mir noch gar nicht gegeben hast!”

“Ach so…”
“Dreimal habe ich dich schon daran erinnert.”

“Tatsächlich? Nee, das stimmt nicht, das war nur ein Mal!”
“Es war dreimal, und zuletzt gestern Morgen.”

“Morgens darfst du mich so was auch nicht fragen.”
“Und warum nicht?”

“Morgens habe ich Stress und keinen Kopf für so was.”
“Du hast keine Zeit, mir zwei Karten aus deinem Portmonee zu geben??”

“Das ist nicht so das Problem.”
“Sondern?”

“Die sind nicht in meinem Portmonee.”
“Naja schön, und wo dann?”

“In meiner Handtasche.”
“Oh entschuldige! Und wo ist da jetzt der Unterschied??”

“Du hättest sie dir ja auch schon längst selber nehmen können.”
“Ich gehe doch nicht einfach an deine Handtasche!”

“Warum denn nicht?”
“Weil ich da nie was finde, das hatten wir doch schon.”

“Was soll denn das heißen? Ich habe da immer Ordnung.”
“Neulich, weißt du noch?”

“Was?”
“Da wollte ich den Autoschlüssel aus deiner Handtasche nehmen.”

“Na das war ja wohl auch total dämlich von dir!”
“Die Tasche war proppevoll und man konnte gar nichts finden!”

“Trotzdem hättest du sie ja nicht gleich ausschütten müssen!”
“Schatz! Es ging um Leben und Tod!”

“Nur, weil du den Wagen schnell wegfahren wolltest.”
“Schatz! Es war DEIN Wagen, den die Politesse aufschreiben wollte!”

“Wie kann man bloß eine Handtasche ausschütten!”
“Du hast mir dann ja auch verboten, noch mal darin zu wühlen.”

“Zwischen Wühlen und Rausnehmen ist ein großer Unterschied!”
“Außerdem will ich gar nicht wissen, was du da alles so drin hast.”

“Wieso? Was soll denn da drin sein?”
“Da sie ständig voll ist, wird es wohl mehr als Handy und Geld sein.”

“Natürlich. Was man eben so braucht. Kaugummi, Labello, …”
“… Und auch Ballkarten.”

“Genau.”
“Und? Gibst du sie mir jetzt?”

“Nein.”
“Nein??”

“Nein.”
“Soll ich sie mir vielleicht selber nehmen? Ohne Wühlen?”

“Ähm, nein, besser nicht.”
“Das verstehe ich jetzt nicht, du hast doch eben gesagt, dass…”

“Jaja, ich weiß, was ich gesagt habe.”
“Also gut, ich fasse zusammen: ich darf nicht, und du willst nicht?”

“Ich will schon, aber ich kann nicht.”
“Ich denke, du hast immer Ordnung in deiner Handtasche?”

“Habe ich ja auch. Ich schütte ja auch nicht deine Jacke aus.”
“Das lässt dir echt keine Ruhe, was?”

“Wie kann man nur…”
“Es tut mir leid, OK? Kannst du mir jetzt die Karten geben? Bitte?”

“Hat das nicht noch Zeit?”
“Warum denn nicht jetzt??”

“Es geht jetzt eben nicht so schnell!”
“Und warum nicht?”

“Kannst du mich nicht nachher noch einmal daran erinnern?”
“Kann ich schon, aber warum geht es denn jetzt nicht??”

“Ich weiß es nicht mehr.”
“Ich habe dich doch aber gerade daran erinnert!”

“Ja, aber ich weiß nicht mehr, welche Handtasche es war…”

Kopfschüttel…

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Schönheitstipps

7. Dezember 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

SchönheitstippsMeine Liebste und ich wollen zu Bett gehen. Während ich bereits die Decke anwärme, verbringt die Liebste noch etwas Zeit im Badezimmer, da sie vor der erholsamen Nachtruhe noch schnell duschen wollte. Mit Haare waschen, das dauert…

“So, jetzt kann ich auch ins Bett huschen!”
“Das ist schön Süße. Hier, deine Decke ist schon angewärmt.”

“Hui, super! Da freue ich mich jetzt drauf! Aahhhh…”
“Du Schatz?”

“Was denn?”
“Sag mal, habe ich das eben richtig gehört?”

“Wieso? Was?”
“Mir war eben so, als hätte ich deine Haarspraydose gehört.”

“Ja, das kann sein.”
“Aha. Und warum Haarspray, wo du doch jetzt ins Bett gehst?”

“Ja, ähm, also das ist wegen dem Volumen.”
“Volumen?”

“Ja genau.”
“Verstehe, aber warum benutzt du es denn dann jetzt?”

“Damit meine Haare nicht so platt sind, warum denn sonst?”
“Ich dachte, das verwendet man morgens?”

“Schon, aber wenn ich es jetzt nicht benutzt hätte…”
“Dann wären heute Nacht deine Haare ohne Volumen gewesen?”

“Ja, und morgen auch.”
“Hä? Morgen wirkt das dann nicht mehr oder was?”

“Ach Schatz, davon verstehst du einfach nichts.”
“Aber ich finde das unlogisch!”

“Das ist nicht schlimm.”
“Na vielen Dank auch! Sehr entgegenkommend!”

“Freu dich doch, dass ich solche Schönheitstipps kenne.”
“Ich freue mich sehr Schatz.”

“Das klingt nicht sehr überzeugend?”
“Ach du, das ist nicht schlimm…”

“MANN!”
“Was denn??”

“Jetzt sag doch mal!”
“Was genau jetzt?”

“Wieso dir das egal ist, wie ich aussehe.”
“Es ist mir nicht egal, aber ich verstehe Dinge eben gerne.”

“Du willst verstehen, warum ich gut aussehe??”
“Nein, nein, das hast du jetzt völlig…”

“Das ist ja wohl Geschmackssache und ich dachte, dass du…”
“Also noch einmal, ich wollte lediglich wissen, ob…”

“Ob ich gut aussehe? Das wird ja immer besser!”
“Aber du verdrehst ja auch alles!”

“Ja tut mir leid! Entschuldige, dass ich gut aussehen möchte!”
“Das Haarspray am Abend macht also deine Haare schön.”

“Ach und ohne Spray sähe ich doof aus oder wie??”
“Nein, aber genau dieses Geheimnis wollte ich doch wissen!”

Blödmann! Dann frag doch die Sendung mit der Maus!”

Kopfschüttel…

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Mein Freund Axel

14. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Mein Freund AxelMeine Liebste und ich sitzen gemütlich im Anschluss an einen Theaterbesuch an der Cocktailbar der Lounge und schlürfen exotische Getränke. Natürlich sind wir dem Anlass entsprechend einigermaßen ordentlich gekleidet.

“Voll lecker!”
“Ja? Also ich mag ja dieses süße Zeug nicht so.”

“Ich schon, Swimming-Pool ist mein Lieblings-Cocktail.”
“Jaja… Aber du magst ja auch Marmelade auf Salami…”

“Na und? Was ist damit??”
“Das ist krank!”

“Du musst es ja auch nicht essen.”
“Gott sei Dank sind Geschmäcker verschieden…”

“Magst du mein Outfit heute? Du hast gar nichts gesagt.”
“Ja, Schatz, das mag ich.”

“Was für Schuhe habe ich an?”

[Da ist sie wieder, eine von diesen gefährlichen Fragen, die jedem Manne das Adrenalin in die Venen pumpt! Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Schuhe sie trägt. Also ich weiß, es ist eine braune Bluse und eine schwarze Hose...
Aber was für Schuhe?? Sicher hat sie zu der schwarzen Hose auch schwarze Schuhe an. Das sähe gut aus, und sie sieht immer gut aus. Und ich habe es auf dem Kopfsteinpflaster vorhin laut Klickern gehört. Ja, die schwarzen Dinger müssen es sein! Ich bin gerettet!]

“Und?”
“Natürlich weiß ich, welche Schuhe du trägst!”

“So? Und welche?”
“Ist das hier ein Verhör? Reicht es nicht, dass ich es weiß?”

“Nein. Los, sag schon!”
“Die schwarzen Klickerdinger mit den hohen Absätzen.”

“Welche schwarzen Klickerdinger? Was soll das denn sein??”
“Na die halbhohen Schwarzen mit den Dingens…”

“So etwas besitze ich überhaupt nicht!”
“Ach, nicht…?”

“Nein! Wie kommst du denn darauf??”
“Ich hätte schwören können, dass du die an hast.”

“Doofie! Kannst du dir nicht mal meine Schuhe merken??”
“Doch Schatz, ich dachte, du hättest schwarze Schuhe an.”

“Die sind aber dunkelbraun!”
“So? Zu einer schwarzen Hose??”

“Ja wieso denn nicht bitteschön?”
“Naja, ich meine, passt denn das zusammen?”

“Eben gerade das wüsste ich ja gerne von dir! Vorher!”
“Ähm…”

“Ich will deine Meinung zu meinen Sachen hören.”
“Aber ich sage doch immer was dazu!”

“Pff, wenn ich dich frage, dann schaust du nicht einmal auf und sagst, das sei sehr schön alles.”
“Das stimmt so nicht!”

“Doch, wohl!”
“Ich würde es nicht sagen, wenn ich es nicht gesehen hätte!”

“Selbst wenn: dir gefällt ja immer alles, das kann nicht sein!”
“Bitte??”

“Mein Freund Axel zum Beispiel, der sagt mir immer, wie es wirklich ist.”
“Wieso, was sagt der denn??”

“Wenn ich in einer Hose einen dicken Hintern habe, dann sagt er mir das auch.”
“Und dann??”

“Dann kann ich mir wenigstens was anderes anziehen!”
“Toll, und die Hose trägst du dann doch nie mehr!”

“Natürlich nicht!”
“Aber du hast sie doch gekauft.”

“Das kommt halt vor.”
“Du hast keinen dicken Hintern.”

“Habe ich doch.”
“Das ist Blödsinn! Ich muss wohl mal mit Axel reden…”

“Wieso denn? Wozu? Soll er dir auch sagen, dass du einen dicken Hintern hast?”

Kopfschüttel…

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Es könnte kälter sein

9. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Es könnte kälter seinMeine Liebste sitzt auf dem Sofa und feilt in recht typischer weiblicher Marnier ihre Fingernägel. Ohne dabei aufzusehen, erzählt sie so dies und das, trällert vor sich hin und neigt den Kopf mal nach links, mal nach rechts. Ich schaue ihr dabei zu und antworte gelegentlich.

“Es ist ein bisschen kalt draußen.”
“Ich habe die Heizung schon hochgedreht, gleich wird es wärmer.”

“Nein, ich meine, es könnte ruhig kälter sein.”
“Ähm, was? Wieso? Sonst frierst du doch immer!”

“Schon, aber in diesem Fall ist das anders.”
“In diesem Fall? Was für ein Fall?”

“Also wenn ich zum Beispiel eine Bluse kaufe…”
“Dann ziehst du sie an und frierst, weil es draußen kalt ist.”

“Eben nicht.”
“Nein?”

“Ich ziehe die dann ja gar nicht erst an.”
“Warum nicht?”

“Nein, weil die muss dann ja zu dem richtigen Anlass passen.”
“Verstehe. Und?”

“Und da muss man ja oft warten, bis der Anlass da ist!”
“Schön, und warum muss es jetzt draußen kälter werden??”

“Weil ich einen neuen Wintermantel haben will!”

Kopfschüttel…

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Einkaufen im bösen Internet

23. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Enkaufen im bösen InternetMeine Liebste hat ein äußerst seltenes Hobby: Schuhe. Wäre da nicht die schwierige Beschaffung… Läden suchen, voll und stickig, Personal mau, usw. Nun hat sie das Online-Shopping im Internet entdeckt.


“Du, wie geht das eigentlich so im Internet?”

“Was genau möchtest du denn tun?”

“Ich habe hier prima Flip-Flops gefunden, und nun?”
“Im Internet?? Auf welcher Seite denn?”

“Shop Web Buffi irgendwas www. Sieht schön aus.”
“Ahhh ja. Gut. Und was ist jetzt deine Frage??”

“Kann ich die jetzt da irgendwie bestellen?”
“Ja Schatz. Leg die Schuhe in den Warenkorb und geh zur Kasse.”

“Dein Fachchinesisch! Ich habe das doch noch nie gemacht!”
“Oh, äh… sorry, ich wusste gar nicht, dass…”

“Nee, lass nur. Ich finde das hier schon raus. So, mal schauen…”
“Da unten rechts jetzt klicken…”

“Lass mich doch mal machen! Kann ja nicht so schwierig sein.”
“Gut Schatz, aber wenn du Fragen hast…”

[Meine Liebste vergräbt sich und ich höre es ca. 347-mal klicken.]

“Du? Schatz? Ich habe jetzt 6 Paar Schuhe im Warenkorb.”
“Das freut mich… Kann man da auch Schuhschränke bestellen?”

“Nein, ich meine, ich will ja nur ein 1 Paar! Und jetzt?”
“Schmeiße einfach die Schuhe raus, die du nicht haben willst.”

“Das geht hier aber nicht. Blödes Internet, ich habs gewusst!”
“Ganz ruhig, Moment… Trage da anstelle der 6 eine 1 ein.”

“Ach so, ja, geht. Danke, jetzt komme ich wieder allein klar.”
“Soll ich nicht vielleicht doch…”

“Nein, aber vielen Dank Schatz. Geh, geh…!”

[Es verstreichen bestimmt 10 Minuten ohne einen einzigen Klick...]

“Du? Schatz? Was ist denn SSL?”
“Eine Verschlüsselungstechnik, die gewährleistet, dass deine persönlichen Daten sicher übertragen werden.”

“Aber die haben doch meine Daten noch gar nicht!”
“Nein, noch nicht, aber du wirst sie gleich eingeben müssen und das ist dann eben sicher.”

“Ich möchte doch nur die Schuhe kaufen, sonst nichts!”
“Ja, aber die müssen doch irgendwo hingeliefert werden, oder?”

“Das ist ziemlich kompliziert, finde ich. Also Bestellen klicken.”
“Ich geh dann mal wieder, Schatz…”

“Du kannst mich doch jetzt nicht alleine lassen! Hilf mir mal!”
“Aber du wolltest doch…”

“Jajaja, jetzt komm und sag mir die Anschrift  von deiner Firma.”
“VON MEINER FIRMA??”

“Die wollen da eine Lieferadresse und ich bin ja nie hier.”
“Ach so, naja… Gut, also dann nimm diese Adresse hier…”

“Fein! So und jetzt brauche ich nur noch deine Kreditkarte.”
“BITTE?? M-E-I-N-E KREDITKARTE???”

“Ja ich habe doch keine und das geht hier nur mit Kreditkarte!”
“Ach und da muss ich jetzt noch DEINE Schuhe bezahlen, oder was?”

“Jetzt stell dich nicht so an, das sind nur 4,99 EUR.”
“Soll das heißen, du bestellst jetzt seit einer Stunde Schuhe für 5 Euro??”

“Genau diese gibts woanders aber nicht und es sind 12,89 EUR.”
“Schatz, ich bin deutlich über 30, bitte, bitte, mein Blutdruck…”

“Naja Versandkosten kommen ja noch dazu und…”
“Ist schon gut, hier, nimm meine Kreditkarte… Ich kaufe mir eine neue.”

“Geht denn das??”
“NEIN! NEIN, natürlich nicht! Du kannst ja auch kein Geld kaufen!”

“Ach so, schade. Warum regst du dich denn so auf?”
“Egal. Hast du sonst noch Fragen? SCHATZ??”

“Nö. Alles gut! Hoffentlich passen die Schuhe, die gabs nämlich nur noch in eine Nummer kleiner…”

Kopfschüttel…

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Shopping mit Hindernissen

13. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Shopping mit HindernissenMeine Liebste benötigt für unseren Herbsturlaub noch diverse Kleinigkeiten: einen leichten Sommerrock, Flip-Flops mit Blume drauf (wichtig) und vor allem “irgendwas schönes”. Also fahren wir in eine Fabrikhalle, die nur aus Outlet-Stores besteht. Ganz coole Sache übrigens.

“Wahnsinn, hier sind ja mindestens 10-12 Outlets!”
“Ja, da findest du sicher was.”

“Da hinten ist ja auch Hilfiger, da finden wir bestimmt ein Shirt für dich!”
“Schatz, wir sind wegen dir hier. Ich brauche nichts.”

“Aber vielleicht sowas wie dein weißes mit dem grünen Streifen?”
“Finden wir sowieso nicht. Und ich brauche auch kein zweites, danke.”

“Jaja. Das sagst du immer. Ich darf dir ja auch nichts kaufen.”
“So habe ich das nicht gesagt! Ausgeschlossen sind nur Unterwäsche, Socken, Schuhe und Krawatten.”

“Warum denn?? Da will man dir was mitbringen und darf nicht.”
“Könnten wir uns jetzt erstmal auf dich konzentrieren?”

[Wir betreten Mexx...]

“Wie findest du den Blazer hier? Der ist schön, oder?”
“Ich dachte, du suchst einen Rock?”

“Ja doch, aber den könnte ich gut zu meiner braunen Hose…”
“Nee, finde ich nicht so, also… lass uns da hinten mal hingehen.”

“Und diese Jeans hier? Die hat einen ganz neuen Schnitt!”
“Wollen wir nicht erstmal nach Röcken…”

“Was ist, wird dir schon wieder langweilig?”
“Nein, nein, aber wenn wir uns alles anschauen, sind wir ja morgen noch nicht fertig.”

“Wir haben doch morgen eh nichts vor.”

[Wir betreten Marc O´Polo...]

“Schatz, wo bist du?? Hallo?”
“Jaja, hier bin ich doch. Schau mal, den Rock hier finde ich witzig.”

“Ja, der ist echt ein Witz, da hast du recht.”
“Ah, na gut, also nicht… und der hier?”

“Der ist doch viel zu kurz!”
“Würde dir aber auch stehen. Wieso denn bitte zu kurz?”

“Ich will in den Urlaub und nicht zur Wahl der Miss Mini! Männer…!”
“Aber… Na gut, es muss dir ja gefallen.”

“Ich will aber, dass dir das auch gefällt! Ich ziehe diese Hose mal an.”
“Ja, tu das, obwohl wir ja eigentlich…”

“Sei still und halt mal meine Tasche solange.”
“Ja Schatz…”

[Eine unglaublich lange Weile später...]

“Und?”
“Steht dir finde ich.”

“Typisch. Das sagst du doch nur, weil du weitergehen willst!”
“Wieso? Nein, also sie steht dir, oder ist was damit nicht in Ordnung?”

“Sprich mich heute nicht wieder auf Hosen an, das deprimiert mich!”
“Aber du wolltest doch, na gut…”

[Wir betreten Hilfiger...]

“Ja, das ist gut hier! Schau du doch schonmal nach Hemden.”
“Schatz, ich habe genug Hemden.”

“Ja aber du kannst doch auch mal gucken!”
“Lass mal. Wir müssen was für dich finden, sonst bist du wieder nöckelig.”

“Kann ich doch nichts dafür, dass ich nichts finde! Und du hilfst mir ja nicht.”
“Ich gehe zu den Hemden, Schatz…”

[Nach zwei Stunden haben wir alles durch, inklusive dem Outlet-Zooladen, wo ich meine Liebste nur mit großer Mühe davon abhalten kann, einem "sooo süßen" Kaninchen für 19,80 EUR die Freiheit zu schenken...]

“Hier gibt es gar keinen Zero-Laden. Wo ist denn Zero? Ich brauche Zero. Kein Wunder, dass ich nichts finde!”
“Zero trifft unser bisheriges Ergebnis ziemlich genau, naja… Das ist nicht hier, sondern in Habenhausen. Müssen wir da wirklich noch hin?”

“Es gibt tatsächlich ein Zero-Outlet? Natürlich müssen wir da hin! Wo steht das Auto?”

[Der Zero-Outlet-Store in Bremen ist riesig. Und DIE seelische Geduldsprobe für Männer schlechthin. Immerhin gibt es dort eine Kinderecke mit Fernseher. Es sitzen aber immer nur Männer dort. Heute gibt es "der kleine Eisbär"...]

“Du willst dich doch nicht ernsthaft da auch hinsetzen? Das ist für Kinder!”
“Ja aber es sind keine Kinder da. Schatz, darf ich? Bitte!”

“Nein, ich brauche dich. Du kommst mit mir mit!”
“Warum muss ich denn mit? Schau, da hinten kannst du in aller Ruhe…”

“Weil die hier so komische Preise haben. Das verstehe ich nicht.”
“Schatz, das ist doch einfach: Blau bedeutet 9,90 EUR, Rot 14,90 EUR und Silber 29,90 EUR.”

“Und außerdem musst du mir sagen, ob das dann gut aussieht.”
“Da hörst du doch sowieso nicht drauf!”

“Da gehen wir EINMAL zusammen shoppen! Los, komm jetzt. Dann darfst du zur Belohnung auch in den Saturn-Markt.”

[...die Aussicht auf den Besuch des Saturn-Marktes belebt meine letzten Kraftreserven. Ich werfe den Männern in der Kinderecke einen letzten wehleidigen Blick zu und schlappe meiner Liebsten hinterher. Eine Stunde lang...]

“So, jetzt haben wirs! Ich bin fertig.”
“Und das da ist jetzt die Ausbeute? Ein schwarzes Oberteil, wie du sie schon hunderte zuhause hast??”

“Ja, ich habe da schon welche von, aber erstens ist dieses ein bisschen anders und zweitens kostet es nur 9,90 EUR.”
“Oh Mann, das ist ja ein Wahnsinns-Schnäppchen. Aber gut, können wir dann jetzt? Saturn?”

“Ich wollte aber eigentlich an der Ecke noch ein Eis mitnehmen.”
“Ja, warum nicht. Äh: was heißt jetzt EIGENTLICH?”

“Das schmilzt dann so schnell und bei Saturn darf man kein Eis essen. Lass uns nach Hause fahren.”
“Ich will jetzt aber gerne noch zu Saturn! Du kannst ja im Auto sitzen bleiben. Schatz?”

“Nein, du hast mich begleitet, also gehe ich auch mit dir mit.”
“Also doch kein Eis und lieber zu Saturn?”

“Nein. Wir essen jetzt Eis und Saturn gibts nächste Woche. Shopping mit dir ist echt anstrengend!”

Kopfschüttel…

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Schick und schlunzig

13. August 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Schick und schlunzigMeine Liebste und ich gehen gleich auf eine Party. Nichts besonderes, aber die Gastgeber sind dafür bekannt, dass sie gewöhnlich echte Feste veranstalten und nichts dem Zufall überlassen. Um den angekündigten Aperitif nicht zu verpassen, wollen wir heute mal pünktlich sein.

“Ich muss mich nur noch anziehen, dann können wir los.”
“Sehr gut Süße, heute bist du gut in der Zeit.”

“Soll ich die schwarze oder die blaue Hose anziehen?”
“Meinst du mit blau die Jeans?”

“Ja?”
“Dann die Jeans.”

“Wieso die denn?”
“Die ist klasse, darum.”

“Sehe ich da nicht fett drin aus?”
“Schatz! Bitte nicht schon wieder!”

“Schwarz macht aber schlanker.”
“Du bist schlank.”

“War ich mal.”
“Bist du jetzt auch noch.”

“Guck mal hier, da quillt alles raus!”
“Hör auf, du spinnst! Dann zieh eben die schwarze Hose an.”

“Also sehe ich in der blauen Jeans fett aus??”
“Nein, ich habe doch gesagt, dass du die blaue anziehen sollst.”

“Ich dachte die schwarze??”
“Die geht auch, die sind beide sehr gut.”

“Hast du aber nicht gesagt!”
“Aber gemeint und jetzt sei nicht so kleinlich!”

“Also was denn jetzt, blau oder schwarz?”
“Blau.”

“Nein!”
“Warum fragst du mich denn dann??”

“Was ziehst du denn eigentlich an?”
“Ich bin doch schon fertig?”

“Was? DAS DA behältst du an?”
“Und?? Stimmt damit was nicht??”

“Die Jeans hast du doch aber dauernd an.”
“Wenn man weiß, was einem steht, dann ist das erlaubt.”

“Und was steht mir?”
“Wahre Schönheit kann nichts entstellen.”

“Sollte das ein Kompliment werden??”
“Ähm…”

“War es aber nicht!”
“Also ich sage Jeans, aber du willst nicht Jeans. Richtig?”

“Richtig.”
“Dann zieh die schwarze Hose an und fertig.”

“Ich wundere mich nur, dass dir die Jeans gefällt…”
“Mir gefällt die, ich weiß gar nicht, was du hast!”

“Eben, und das wundert mich! Die macht mich dick!”
“Du hast doch die Jeans aber auch ständig an!”

“Aber nur, wenn ich zuhause bin oder wenn wir allein sind.”
“Ach, und mir gegenüber ist das dann egal, oder wie??”

“Also doch!”
“Hör auf jetzt und zieh dich an, wir müssen los!”

“Hm, also wenn du auch eine Jeans anziehst, dann passt das ja…”
“Was passt?”

“Wenn ich dann auch eine Jeans an habe.”
“Sage ich ja.”

“Weil, ich schick und du schlunzig, das würde ja nicht passen.”
“Was soll denn das heißen?? Ich bin doch nicht schlunzig!?”

“Deine Jeans ist schon uralt.”
“Ist sie erstens nicht und zweitens ist die super!”

“Willst du nicht Mal was anderes anziehen? Mir zuliebe?”
“Nein, aber was wäre Madame denn angenehm??”

“Deine schwarze Stoffhose, dann könnte ich auch meine…”
“Och nee! Außerdem ist Partnerlook echt out!”

“Bitte!”
“Schatz! Lass mich in Ruhe und entscheide dich jetzt!”

“Gut, ich entscheide mich für deine schwarze Hose.”
“Nein, ich meine für dich!”

“Wenn du deine schwarze anziehst, ziehe ich auch Schwarz an.”
“Himmel! Ich werde noch verrückt!”

“Schreibst du das dann wieder im Kopfschüttel-Blog?”
“Nein, aber ich hoffe, dass das jemand in meiner Grabrede erwähnt!”

“Zieh die schwarze Stoffhose an.”
“Nein, warum denn??”

“Weil Jeans dick macht.”
“Ich bin doch auch dick!”

“Quatsch! Du bist nicht dick!”
“Dann sag, dass ich schlank bin.”

“Wieso?”
“Na sag es!”

“Du bist schlank.”
“Dann kann ich ja auch die Jeans anziehen.”

“Mach doch ein Mal, was ich möchte. Bitte, ja?”
“Gibst du dann Ruhe??”

“Ja, dann bin ich glücklich und ziehe auch schwarz an.”
“Mann, Mann, Mann… Ziehe ich eben schwarz an, ist mir total egal.”

[Ich fühle mich wie früher bei den Bundesjugendspielen, als man beim Kugelstoßen eine absolut peinliche Reichweite erzielt hatte und dafür insbesondere von den weiblichen Zuschauern mitleidig angeschaut wurde. Kugelstoßen. Schwarze Hose anziehen. Liebste umbringen.
Was soll´s, es gibt Wichtigeres im Leben.... Zwei Minuten später stehe ich in meiner schwarzen Hose und anderen Schuhen wieder am gleichen Platz wie zuvor.
Zehn Minuten später kommt meine Liebste zurück.]

“So! Fertig! Tadaa!”
“Ähm… Schatz?”

“Du hast die schwarze Hose an, sehr gut, die steht dir!”
“Schön, die Tagesschau wird darüber berichten, aber…”

“Was guckst du mich so komisch an?”
“WIESO HAST DU JETZT DEINE BLAUE JEANS AN!?”

“Ja, also, die schwarze ging leider nicht.”
“Und warum?? Wo die schwarze doch sooo schlank macht??”

“Die hat aber keine Gürtelschlaufen.”
“Na und??”

“Die ist mir irgendwie zu groß geworden!”

Kopfschüttel…

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Was fummelst du denn da rum?

24. Juli 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Was fummelst du denn da rum?Meine Liebste und ich gönnen uns nach einem stressigen Wochenende mal einen gemütlichen Abend ganz ohne irgendwelche lästigen Pflichten und Aufgaben.
Während ich zu fortgeschrittener Stunde ungefähr sechs Fernsehprogramme gleichzeitig schaue, telefoniert meine Liebste in der Küche mit einer ihrer Freundinnen.

“So, da bin ich wieder!”
“Fein Süße. Und? Was gibt´s Neues bei Andrea?”

“Och nichts, nur das Übliche.”
“Bei der Frau reicht das Übliche gewöhnlich…”

“Hast du gerade was Wichtiges zu tun?”
“Nicht wirklich.”

“Willst du das da weitergucken?”
“Nö. Muss nicht. Wieso?”

“Dann könntest du mich ja mal ausziehen.”
“Ähm… Ausziehen?? Jetzt?”

“Ja, mich und jetzt. Geht das?”
“Schatz, das ist ähm, also ich freue mich ja, aber…”

“Nun mach!”
“Was soll denn das werden? Heute ohne Vorspiel, oder was??”

“Vorspiel? Brauche ich nicht.”
“Aha… Hier im Wohnzimmer?”

“Jetzt zieh mir doch bitte mal die Hose aus!”
“Soll ich vielleicht vorher noch die Vorhänge zu machen?”

“Ach was, es geht ja ganz schnell.”
“Schatz, ich entdecke völlig neue Seiten an dir…”

“Machst du jetzt oder nicht!?”
“Jaja, doch, ich… Moment…”

“Den Gürtel zuerst, die Schnalle nach hinten klappen.”
“Danke, aber ich schaffe das schon…”

“So, und jetzt die Hose.”
“Jetzt sei doch nicht so ungeduldig!”

“Vorsicht mit dem Reißverschluss, der ist kaputt.”
“Ähm… Schatz, soll ich vielleicht den Fernseher aus machen?”

“Quatsch, warum?”
“Ach, nur so… Und jetzt?”

“Ja was schon, die Bluse natürlich.”
“Entschuldigung, wie dumm von mir…”

“Und jetzt noch den BH, ja?”
“Sag mal, soll ich mich vielleicht nicht auch, ich meine…”

“Wenn du willst, warum nicht… Aber erst ich.”
“Aha… Schatz, ich bin etwas verwirrt…”

“Was fummelst du denn da rum??”
“Das ist ein anderer Verschluss als sonst!”

“Blödsinn, der ist nur etwas stramm.”
“Ich hab´s gleich…”

“Na endlich!”
“Geht es jetzt in dem Tempo weiter?”

“Was für ein Tempo?”
“Naja, ich meine…”

“Ich will mich nur ein bisschen beeilen, sonst nichts.”
“WO GEHST DU HIN??”

“Na ins Badezimmer.”
“Ins Badezimmer?? Gerne, nur…”

“Was redest du denn da eigentlich!”
“Ich komme ja schon mit, warte…”

“Nee, im Bad kann ich dich nicht gebrauchen.”
“Wie bitte?? Du willst doch wohl nicht alleine…”

“Mache ich doch immer alleine!”
“Du machst es dir im Bad immer alleine??”

“Natürlich!”
“Ähm, aha… Und Ausziehen kannst du dich nicht alleine, oder was??”

“Nee, sonst ist ja gleich alles wieder hin.”
“Was ist gleich wieder hin!?”

“Na, meine Fingernägel. Die habe ich eben lackiert!”
“DEINE FINGERNÄGEL???”

“Natürlich, was dachtest du denn?? “

Kopfschüttel…

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Ist doch wurscht!

7. Juni 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Ist doch wurscht! (photocase.de © Sören)Meine Liebste sitzt erwartungsvoll auf dem Sofa, als ich nach Hause komme.
Sie weiß natürlich schon, was jetzt kommt… Ich war Klamotten einkaufen.
Das kommt selten vor, aber ab und zu kommt man(n) ja nicht drum herum.

“Da bist du ja, das hat ja ewig gedauert!”
“Ja Süße, das hat es. Aber ich habe, was ich wollte.”

“Was hast du denn alles gekauft?”
“Alles mögliche.”

“Und was genau?”
“Dies und das.”

“Mann!”
“Was denn??”

“Los, zeig doch mal!”
“Darf ich erst mal meine Schuhe ausziehen, ja?”

“Na gut, aber dann will ich was sehen!”
“Sind doch nur ein paar Kleinigkeiten, nichts Besonderes, Schatz.”

“Das glaube ich.”
“Was?”

“Das da nichts Besonderes bei ist.”
“Wie bitte? Glaubst du, ich kann nicht alleine einkaufen, oder was??”

“Doch, aber du hättest mich mitnehmen sollen.”
“Schatz, das haben wir doch alles lang und breit besprochen.”

“Haben wir gar nicht! Du hast das so entschieden!”
“Ich habe es, naja sagen wir, mit Nachdruck gewünscht…”

“Ich dürfte nicht mitgehen, hast du gesagt.”
“Naja, oder so…”

“…weil du dann nicht zum einkaufen kämst, hast du gesagt.”
“Richtig.”

“…was ich immer noch nicht verstehe!”
“Weil du dann ständig für dich selber schaust und ich stehe dann da!”

“Das stimmt gar nicht, ich würde mich prima um dich kümmern.”
“Wann warst du das letzte Mal in einer Herrenunterwäsche-Abteilung?”

“Ähm…”
“Eben. Und das ist Krieg.”

“Du hast Unterhosen gekauft?”
“Nein. Es handelt sich um vielmehr um UNDERWEAR for Gentlemen.”

“Also eine Unterhose?”
“Herrgott ja, dann eben eine Unterhose!”

“Die kann man nicht mehr umtauschen, oder?”
“Wieso umtauschen? Du hast sie ja noch gar nicht gesehen!”

“Wollte ich ja auch nur wissen… Zieh mal an.”
“Nö, ich ziehe die jetzt nicht an. Du kannst sie dir anschauen.”

“Ich muss die angezogen sehen, sonst kann ich nichts sagen.”
“Du sollst ja dazu auch gar nichts sagen…”

“Soll das heißen, es interessiert dich nicht, wie ich deine Unterhose finde??”
“Meine UNDERWEAR bitte ja, soviel Zeit muss sein!”

“Also schön, deine Underwear. Ist das eine Pants?”
“Eine was?”

“Na so eine breite, wie eine Shorts, nur eng?”
“Ach so, nein.”

“Ich hätte für dich Pants gekauft.”
“Und genau DESWEGEN habe ich dich nicht mitgenommen!”

“Calvin Klein finde ich gut. Ist das so eine?”
“Nein, es ist Bruno Banani.”

“Schade, weil dann hätte ich mal googeln können.”
“Hä? Was? Wonach denn googeln?”

“Nach David Beckham.”
“Beckham? Spielt der nicht Fußball?”

“Auch, kann sein…”
“Wieso auch?”

“Der trägt Unterhosen von Calvin Klein.”
“Das verstehe ich jetzt nicht, was hat das mit mir zu tun??”

“Na du willst ja deine Banane nicht anziehen!”
“Bruno Banani Schatz, BANANI!”

“Oder Banani, ist doch wurscht.”
“Das ist NICHT wurscht! Wieso jetzt David Beckham bitte?”

“Na der ist doch schick, da kann man doch mal gucken?”
“Wie jetzt! Ich soll eine Unterhose von Calvin Klein kaufen, nur weil der…”

“Warum denn nicht?”
“Das ist mir doch total egal!”

“Du hast Unterhose gesagt.”
“WAS??”

“Es heißt Underwear.”
“Himmel! Schatz, ich habe schwarze UNDERWEAR von Banani in Slipform gekauft, tut mir ECHT leid!”

“Ich habe ja gleich gesagt, dass du mich mitnehmen sollst.”
“Willst du sie dir denn nicht wenigstens erst einmal angucken?”

“Der Beckham hat…”
“Hör mich auf mit David Beckham!”

“Na gut, und wer ist Banani-Model?”
“Keine Ahnung, das ist doch auch wurscht.”

“Eben hast du gesagt, das sei nicht wurscht!”
“Da hast du doch aber von Bananen gesprochen, deshalb…”

“Hat Banani denn was mit Bananen zu tun?”
“Ich gebe es auf…”

“Ich meine, das liegt doch nahe…”
“Hätte ich bloß Calvin Klein gekauft…”

“Du wolltest alleine einkaufen, jetzt musst du das auch anziehen.”
“Danke Schatz… Sehr großzügig.”

“Also schön, was hast du noch eingekauft?”
“Ein Hemd. Einfach nur ein schlichtes Hemd. Von… Von Olymp. “

“Naja, die sind ja bei dir immer schnell durch.”

Kopfschüttel…

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Erschreckend vorhersehbar

16. April 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Erschreckend vorhersehbar (photocase.de © mägs)Meine Liebste und ich laufen – mal wieder – durch die Bremer Innenstadt. Seit Stunden.
Eigentlich ist es aber wohl eher so, dass ich meiner Liebsten auf der Suche nach einer neuen Handtasche (Sommer-Edition) hinterher renne.
Aber es kann nicht mehr allzu lange dauern, irgendwie habe ich das im Gefühl; die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

“Lass uns noch einmal da hinten schauen, ja?”
“Ja, Süße. Dahinten. Gerne. Natürlich.”

“Nur noch in die Passage und dann entscheide ich mich.”
“Ähm… Du entscheidest dich? Wofür??”

“Na für eine Tasche natürlich.”
“Aber bisher gefiel dir doch keine Einzige?”

“Doch, wohl! Da waren doch schöne Taschen bei?”
“Naja schon, aber du hast doch keine gekauft?”

“Ich habe ja auch noch gar nicht alle gesehen.”
“Alle in Bremen? Oder sollen wir noch Hamburg mit dazu nehmen!?”

“Du willst jetzt noch nach Hamburg?”
“NEIN!”

“Ach so, ich dachte schon. Gute Idee eigentlich.”
“Also wenn wir Madrid auch noch durchkämmen wollen, müssen wir jetzt zum Flughafen.”

“Nee, ich muss jetzt auch hier was finden.”
“Gott sei Dank…”

“Ich muss nämlich schon die ganze Zeit aufs Klo.”
“War ja klar, weiß ich.”

“Wieso? Wieso weißt du das?”
“Weil du immer aufs Klo musst, Schatz.”

“Gar nicht!”
“Doch, das merkt man daran, dass du dann schneller wirst.”

“Schneller? Wobei denn!?”
“Du gehst dann schneller.”

“Gar nicht!”
“Doch! Das kann ich EINDEUTIG spüren! Du wirst schneller!”

“So? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen…”
“Oder wenn dir kalt ist. Dann auch.”

“Was du so alles über mich weißt…”
“Ja. Es ist erschreckend.”

“Was? Was ist erschreckend? ERSCHRECKEND??”
“Wie vorhersehbar du bist.”

“Bin ich gar nicht!”
“Ach nein? Na wenn du dich da mal nicht täuschst…”

“Wieso? Was mache ich denn gleich? Sag mal!”
“Du wirst eine Tasche kaufen.”

“Na toll, dass ist ja keine Kunst. Pff…”
“Schon, aber ich weiß bereits, welche!”

“Und welche?”
“Die, die wir ganz am Anfang gesehen haben, die braune.”

“Die war schick, aber viel zu teuer.”
“Richtig, aber du wirst sie trotzdem kaufen.”

“Werde ich nicht!”
“Doch, wirst du, weil du keine andere mehr findest.”

“Ja toll! Hier findet man ja auch nichts Vernünftiges!”
“Sage ich doch.”

“Soll ich die braune echt kaufen?”
“Du kannst sie auch klauen, aber davon rate ich ab.”

“Die ist schon toll…”
“Mein reden. Ich weiß es schon seit zwei Stunden.”

“Das ist ja wohl meine Entscheidung! Wie willst du das wissen?”
“Ja habe ich recht oder habe ich recht!?”

“Du weißt ja immer alles.”
“Ähm… Schatz?”

“Was ist?”
“Warum gehst du schon wieder schneller?”

“Tue ich doch gar nicht!”
“Und ob! Warum gehst du nicht da im Café Paris aufs Klo?”

“Ich muss gar nicht so nötig.”
“Und warum rennst du denn dann so!?”

“Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich jetzt Hunger…”

Kopfschüttel…

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Wie kann man bloß!

3. März 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Wie kann man bloß! (photocase.de © goenz)Meine Liebste und ich haben bereits Eintrittskarten für einen Ball zum Tanz in den Mai erstanden. Und damit wir uns auf der Tanzfläche nicht alleine blamieren, haben wir auch gleich zwei Karten für ein Pärchen aus unserem Bekanntenkreis gekauft.

“Und? Was hat er gesagt?”
“Wer hat was gesagt, Süße?”

“Na Stefan.”
“Wozu??”

“Zu den Karten für den Maiball.”
“Ach so, ja, alles gut, er wollte mir schon das Geld geben.”

“Und? Hat er?”
“Nein, ich habe abgelehnt, weil ich ihm die Karten nicht geben konnte.”

“Und warum hast du sie ihm noch nicht gegeben??”
“Weil du sie eingesteckt hattest und mir noch gar nicht gegeben hast!”

“Ach so…”
“Dreimal habe ich dich schon daran erinnert.”

“Tatsächlich? Nee, das stimmt nicht, das war nur ein Mal!”
“Es war dreimal, und zuletzt gestern Morgen.”

“Morgens darfst du mich so was auch nicht fragen.”
“Und warum nicht?”

“Morgens habe ich Stress und keinen Kopf für so was.”
“Du hast keine Zeit, mir zwei Karten aus deinem Portmonee zu geben??”

“Das ist nicht so das Problem.”
“Sondern?”

“Die sind nicht in meinem Portmonee.”
“Naja schön, und wo dann?”

“In meiner Handtasche.”
“Oh entschuldige! Und wo ist da jetzt der Unterschied??”

“Du hättest sie dir ja auch schon längst selber nehmen können.”
“Ich gehe doch nicht einfach an deine Handtasche!”

“Warum denn nicht?”
“Weil ich da nie was finde, das hatten wir doch schon.”

“Was soll denn das heißen? Ich habe da immer Ordnung.”
“Neulich, weißt du noch?”

“Was?”
“Da wollte ich den Autoschlüssel aus deiner Handtasche nehmen.”

“Na das war ja wohl auch total dämlich von dir!”
“Die Tasche war proppevoll und man konnte gar nichts finden!”

“Trotzdem hättest du sie ja nicht gleich ausschütten müssen!”
“Schatz! Es ging um Leben und Tod!”

“Nur, weil du den Wagen schnell wegfahren wolltest.”
“Schatz! Es war DEIN Wagen, den die Politesse aufschreiben wollte!”

“Wie kann man bloß eine Handtasche ausschütten!”
“Du hast mir dann ja auch verboten, noch mal darin zu wühlen.”

“Zwischen Wühlen und Rausnehmen ist ein großer Unterschied!”
“Außerdem will ich gar nicht wissen, was du da alles so drin hast.”

“Wieso? Was soll denn da drin sein?”
“Da sie ständig voll ist, wird es wohl mehr als Handy und Geld sein.”

“Natürlich. Was man eben so braucht. Kaugummi, Labello, …”
“… Und auch Ballkarten.”

“Genau.”
“Und? Gibst du sie mir jetzt?”

“Nein.”
“Nein??”

“Nein.”
“Soll ich sie mir vielleicht selber nehmen? Ohne Wühlen?”

“Ähm, nein, besser nicht.”
“Das verstehe ich jetzt nicht, du hast doch eben gesagt, dass…”

“Jaja, ich weiß, was ich gesagt habe.”
“Also gut, ich fasse zusammen: ich darf nicht, und du willst nicht?”

“Ich will schon, aber ich kann nicht.”
“Ich denke, du hast immer Ordnung in deiner Handtasche?”

“Habe ich ja auch. Ich schütte ja auch nicht deine Jacke aus.”
“Das lässt dir echt keine Ruhe, was?”

“Wie kann man nur…”
“Es tut mir leid, OK? Kannst du mir jetzt die Karten geben? Bitte?”

“Hat das nicht noch Zeit?”
“Warum denn nicht jetzt??”

“Es geht jetzt eben nicht so schnell!”
“Und warum nicht?”

“Kannst du mich nicht nachher noch einmal daran erinnern?”
“Kann ich schon, aber warum geht es denn jetzt nicht??”

“Ich weiß es nicht mehr.”
“Ich habe dich doch aber gerade daran erinnert!”

“Ja, aber ich weiß nicht mehr, welche Handtasche es war…”

Kopfschüttel…

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Schönheitstipps

7. Dezember 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

SchönheitstippsMeine Liebste und ich wollen zu Bett gehen. Während ich bereits die Decke anwärme, verbringt die Liebste noch etwas Zeit im Badezimmer, da sie vor der erholsamen Nachtruhe noch schnell duschen wollte. Mit Haare waschen, das dauert…

“So, jetzt kann ich auch ins Bett huschen!”
“Das ist schön Süße. Hier, deine Decke ist schon angewärmt.”

“Hui, super! Da freue ich mich jetzt drauf! Aahhhh…”
“Du Schatz?”

“Was denn?”
“Sag mal, habe ich das eben richtig gehört?”

“Wieso? Was?”
“Mir war eben so, als hätte ich deine Haarspraydose gehört.”

“Ja, das kann sein.”
“Aha. Und warum Haarspray, wo du doch jetzt ins Bett gehst?”

“Ja, ähm, also das ist wegen dem Volumen.”
“Volumen?”

“Ja genau.”
“Verstehe, aber warum benutzt du es denn dann jetzt?”

“Damit meine Haare nicht so platt sind, warum denn sonst?”
“Ich dachte, das verwendet man morgens?”

“Schon, aber wenn ich es jetzt nicht benutzt hätte…”
“Dann wären heute Nacht deine Haare ohne Volumen gewesen?”

“Ja, und morgen auch.”
“Hä? Morgen wirkt das dann nicht mehr oder was?”

“Ach Schatz, davon verstehst du einfach nichts.”
“Aber ich finde das unlogisch!”

“Das ist nicht schlimm.”
“Na vielen Dank auch! Sehr entgegenkommend!”

“Freu dich doch, dass ich solche Schönheitstipps kenne.”
“Ich freue mich sehr Schatz.”

“Das klingt nicht sehr überzeugend?”
“Ach du, das ist nicht schlimm…”

“MANN!”
“Was denn??”

“Jetzt sag doch mal!”
“Was genau jetzt?”

“Wieso dir das egal ist, wie ich aussehe.”
“Es ist mir nicht egal, aber ich verstehe Dinge eben gerne.”

“Du willst verstehen, warum ich gut aussehe??”
“Nein, nein, das hast du jetzt völlig…”

“Das ist ja wohl Geschmackssache und ich dachte, dass du…”
“Also noch einmal, ich wollte lediglich wissen, ob…”

“Ob ich gut aussehe? Das wird ja immer besser!”
“Aber du verdrehst ja auch alles!”

“Ja tut mir leid! Entschuldige, dass ich gut aussehen möchte!”
“Das Haarspray am Abend macht also deine Haare schön.”

“Ach und ohne Spray sähe ich doof aus oder wie??”
“Nein, aber genau dieses Geheimnis wollte ich doch wissen!”

Blödmann! Dann frag doch die Sendung mit der Maus!”

Kopfschüttel…

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Mein Freund Axel

14. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Mein Freund AxelMeine Liebste und ich sitzen gemütlich im Anschluss an einen Theaterbesuch an der Cocktailbar der Lounge und schlürfen exotische Getränke. Natürlich sind wir dem Anlass entsprechend einigermaßen ordentlich gekleidet.

“Voll lecker!”
“Ja? Also ich mag ja dieses süße Zeug nicht so.”

“Ich schon, Swimming-Pool ist mein Lieblings-Cocktail.”
“Jaja… Aber du magst ja auch Marmelade auf Salami…”

“Na und? Was ist damit??”
“Das ist krank!”

“Du musst es ja auch nicht essen.”
“Gott sei Dank sind Geschmäcker verschieden…”

“Magst du mein Outfit heute? Du hast gar nichts gesagt.”
“Ja, Schatz, das mag ich.”

“Was für Schuhe habe ich an?”

[Da ist sie wieder, eine von diesen gefährlichen Fragen, die jedem Manne das Adrenalin in die Venen pumpt! Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Schuhe sie trägt. Also ich weiß, es ist eine braune Bluse und eine schwarze Hose...
Aber was für Schuhe?? Sicher hat sie zu der schwarzen Hose auch schwarze Schuhe an. Das sähe gut aus, und sie sieht immer gut aus. Und ich habe es auf dem Kopfsteinpflaster vorhin laut Klickern gehört. Ja, die schwarzen Dinger müssen es sein! Ich bin gerettet!]

“Und?”
“Natürlich weiß ich, welche Schuhe du trägst!”

“So? Und welche?”
“Ist das hier ein Verhör? Reicht es nicht, dass ich es weiß?”

“Nein. Los, sag schon!”
“Die schwarzen Klickerdinger mit den hohen Absätzen.”

“Welche schwarzen Klickerdinger? Was soll das denn sein??”
“Na die halbhohen Schwarzen mit den Dingens…”

“So etwas besitze ich überhaupt nicht!”
“Ach, nicht…?”

“Nein! Wie kommst du denn darauf??”
“Ich hätte schwören können, dass du die an hast.”

“Doofie! Kannst du dir nicht mal meine Schuhe merken??”
“Doch Schatz, ich dachte, du hättest schwarze Schuhe an.”

“Die sind aber dunkelbraun!”
“So? Zu einer schwarzen Hose??”

“Ja wieso denn nicht bitteschön?”
“Naja, ich meine, passt denn das zusammen?”

“Eben gerade das wüsste ich ja gerne von dir! Vorher!”
“Ähm…”

“Ich will deine Meinung zu meinen Sachen hören.”
“Aber ich sage doch immer was dazu!”

“Pff, wenn ich dich frage, dann schaust du nicht einmal auf und sagst, das sei sehr schön alles.”
“Das stimmt so nicht!”

“Doch, wohl!”
“Ich würde es nicht sagen, wenn ich es nicht gesehen hätte!”

“Selbst wenn: dir gefällt ja immer alles, das kann nicht sein!”
“Bitte??”

“Mein Freund Axel zum Beispiel, der sagt mir immer, wie es wirklich ist.”
“Wieso, was sagt der denn??”

“Wenn ich in einer Hose einen dicken Hintern habe, dann sagt er mir das auch.”
“Und dann??”

“Dann kann ich mir wenigstens was anderes anziehen!”
“Toll, und die Hose trägst du dann doch nie mehr!”

“Natürlich nicht!”
“Aber du hast sie doch gekauft.”

“Das kommt halt vor.”
“Du hast keinen dicken Hintern.”

“Habe ich doch.”
“Das ist Blödsinn! Ich muss wohl mal mit Axel reden…”

“Wieso denn? Wozu? Soll er dir auch sagen, dass du einen dicken Hintern hast?”

Kopfschüttel…

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Es könnte kälter sein

9. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Es könnte kälter seinMeine Liebste sitzt auf dem Sofa und feilt in recht typischer weiblicher Marnier ihre Fingernägel. Ohne dabei aufzusehen, erzählt sie so dies und das, trällert vor sich hin und neigt den Kopf mal nach links, mal nach rechts. Ich schaue ihr dabei zu und antworte gelegentlich.

“Es ist ein bisschen kalt draußen.”
“Ich habe die Heizung schon hochgedreht, gleich wird es wärmer.”

“Nein, ich meine, es könnte ruhig kälter sein.”
“Ähm, was? Wieso? Sonst frierst du doch immer!”

“Schon, aber in diesem Fall ist das anders.”
“In diesem Fall? Was für ein Fall?”

“Also wenn ich zum Beispiel eine Bluse kaufe…”
“Dann ziehst du sie an und frierst, weil es draußen kalt ist.”

“Eben nicht.”
“Nein?”

“Ich ziehe die dann ja gar nicht erst an.”
“Warum nicht?”

“Nein, weil die muss dann ja zu dem richtigen Anlass passen.”
“Verstehe. Und?”

“Und da muss man ja oft warten, bis der Anlass da ist!”
“Schön, und warum muss es jetzt draußen kälter werden??”

“Weil ich einen neuen Wintermantel haben will!”

Kopfschüttel…

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Einkaufen im bösen Internet

23. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Enkaufen im bösen InternetMeine Liebste hat ein äußerst seltenes Hobby: Schuhe. Wäre da nicht die schwierige Beschaffung… Läden suchen, voll und stickig, Personal mau, usw. Nun hat sie das Online-Shopping im Internet entdeckt.


“Du, wie geht das eigentlich so im Internet?”

“Was genau möchtest du denn tun?”

“Ich habe hier prima Flip-Flops gefunden, und nun?”
“Im Internet?? Auf welcher Seite denn?”

“Shop Web Buffi irgendwas www. Sieht schön aus.”
“Ahhh ja. Gut. Und was ist jetzt deine Frage??”

“Kann ich die jetzt da irgendwie bestellen?”
“Ja Schatz. Leg die Schuhe in den Warenkorb und geh zur Kasse.”

“Dein Fachchinesisch! Ich habe das doch noch nie gemacht!”
“Oh, äh… sorry, ich wusste gar nicht, dass…”

“Nee, lass nur. Ich finde das hier schon raus. So, mal schauen…”
“Da unten rechts jetzt klicken…”

“Lass mich doch mal machen! Kann ja nicht so schwierig sein.”
“Gut Schatz, aber wenn du Fragen hast…”

[Meine Liebste vergräbt sich und ich höre es ca. 347-mal klicken.]

“Du? Schatz? Ich habe jetzt 6 Paar Schuhe im Warenkorb.”
“Das freut mich… Kann man da auch Schuhschränke bestellen?”

“Nein, ich meine, ich will ja nur ein 1 Paar! Und jetzt?”
“Schmeiße einfach die Schuhe raus, die du nicht haben willst.”

“Das geht hier aber nicht. Blödes Internet, ich habs gewusst!”
“Ganz ruhig, Moment… Trage da anstelle der 6 eine 1 ein.”

“Ach so, ja, geht. Danke, jetzt komme ich wieder allein klar.”
“Soll ich nicht vielleicht doch…”

“Nein, aber vielen Dank Schatz. Geh, geh…!”

[Es verstreichen bestimmt 10 Minuten ohne einen einzigen Klick...]

“Du? Schatz? Was ist denn SSL?”
“Eine Verschlüsselungstechnik, die gewährleistet, dass deine persönlichen Daten sicher übertragen werden.”

“Aber die haben doch meine Daten noch gar nicht!”
“Nein, noch nicht, aber du wirst sie gleich eingeben müssen und das ist dann eben sicher.”

“Ich möchte doch nur die Schuhe kaufen, sonst nichts!”
“Ja, aber die müssen doch irgendwo hingeliefert werden, oder?”

“Das ist ziemlich kompliziert, finde ich. Also Bestellen klicken.”
“Ich geh dann mal wieder, Schatz…”

“Du kannst mich doch jetzt nicht alleine lassen! Hilf mir mal!”
“Aber du wolltest doch…”

“Jajaja, jetzt komm und sag mir die Anschrift  von deiner Firma.”
“VON MEINER FIRMA??”

“Die wollen da eine Lieferadresse und ich bin ja nie hier.”
“Ach so, naja… Gut, also dann nimm diese Adresse hier…”

“Fein! So und jetzt brauche ich nur noch deine Kreditkarte.”
“BITTE?? M-E-I-N-E KREDITKARTE???”

“Ja ich habe doch keine und das geht hier nur mit Kreditkarte!”
“Ach und da muss ich jetzt noch DEINE Schuhe bezahlen, oder was?”

“Jetzt stell dich nicht so an, das sind nur 4,99 EUR.”
“Soll das heißen, du bestellst jetzt seit einer Stunde Schuhe für 5 Euro??”

“Genau diese gibts woanders aber nicht und es sind 12,89 EUR.”
“Schatz, ich bin deutlich über 30, bitte, bitte, mein Blutdruck…”

“Naja Versandkosten kommen ja noch dazu und…”
“Ist schon gut, hier, nimm meine Kreditkarte… Ich kaufe mir eine neue.”

“Geht denn das??”
“NEIN! NEIN, natürlich nicht! Du kannst ja auch kein Geld kaufen!”

“Ach so, schade. Warum regst du dich denn so auf?”
“Egal. Hast du sonst noch Fragen? SCHATZ??”

“Nö. Alles gut! Hoffentlich passen die Schuhe, die gabs nämlich nur noch in eine Nummer kleiner…”

Kopfschüttel…

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Shopping mit Hindernissen

13. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Shopping mit HindernissenMeine Liebste benötigt für unseren Herbsturlaub noch diverse Kleinigkeiten: einen leichten Sommerrock, Flip-Flops mit Blume drauf (wichtig) und vor allem “irgendwas schönes”. Also fahren wir in eine Fabrikhalle, die nur aus Outlet-Stores besteht. Ganz coole Sache übrigens.

“Wahnsinn, hier sind ja mindestens 10-12 Outlets!”
“Ja, da findest du sicher was.”

“Da hinten ist ja auch Hilfiger, da finden wir bestimmt ein Shirt für dich!”
“Schatz, wir sind wegen dir hier. Ich brauche nichts.”

“Aber vielleicht sowas wie dein weißes mit dem grünen Streifen?”
“Finden wir sowieso nicht. Und ich brauche auch kein zweites, danke.”

“Jaja. Das sagst du immer. Ich darf dir ja auch nichts kaufen.”
“So habe ich das nicht gesagt! Ausgeschlossen sind nur Unterwäsche, Socken, Schuhe und Krawatten.”

“Warum denn?? Da will man dir was mitbringen und darf nicht.”
“Könnten wir uns jetzt erstmal auf dich konzentrieren?”

[Wir betreten Mexx...]

“Wie findest du den Blazer hier? Der ist schön, oder?”
“Ich dachte, du suchst einen Rock?”

“Ja doch, aber den könnte ich gut zu meiner braunen Hose…”
“Nee, finde ich nicht so, also… lass uns da hinten mal hingehen.”

“Und diese Jeans hier? Die hat einen ganz neuen Schnitt!”
“Wollen wir nicht erstmal nach Röcken…”

“Was ist, wird dir schon wieder langweilig?”
“Nein, nein, aber wenn wir uns alles anschauen, sind wir ja morgen noch nicht fertig.”

“Wir haben doch morgen eh nichts vor.”

[Wir betreten Marc O´Polo...]

“Schatz, wo bist du?? Hallo?”
“Jaja, hier bin ich doch. Schau mal, den Rock hier finde ich witzig.”

“Ja, der ist echt ein Witz, da hast du recht.”
“Ah, na gut, also nicht… und der hier?”

“Der ist doch viel zu kurz!”
“Würde dir aber auch stehen. Wieso denn bitte zu kurz?”

“Ich will in den Urlaub und nicht zur Wahl der Miss Mini! Männer…!”
“Aber… Na gut, es muss dir ja gefallen.”

“Ich will aber, dass dir das auch gefällt! Ich ziehe diese Hose mal an.”
“Ja, tu das, obwohl wir ja eigentlich…”

“Sei still und halt mal meine Tasche solange.”
“Ja Schatz…”

[Eine unglaublich lange Weile später...]

“Und?”
“Steht dir finde ich.”

“Typisch. Das sagst du doch nur, weil du weitergehen willst!”
“Wieso? Nein, also sie steht dir, oder ist was damit nicht in Ordnung?”

“Sprich mich heute nicht wieder auf Hosen an, das deprimiert mich!”
“Aber du wolltest doch, na gut…”

[Wir betreten Hilfiger...]

“Ja, das ist gut hier! Schau du doch schonmal nach Hemden.”
“Schatz, ich habe genug Hemden.”

“Ja aber du kannst doch auch mal gucken!”
“Lass mal. Wir müssen was für dich finden, sonst bist du wieder nöckelig.”

“Kann ich doch nichts dafür, dass ich nichts finde! Und du hilfst mir ja nicht.”
“Ich gehe zu den Hemden, Schatz…”

[Nach zwei Stunden haben wir alles durch, inklusive dem Outlet-Zooladen, wo ich meine Liebste nur mit großer Mühe davon abhalten kann, einem "sooo süßen" Kaninchen für 19,80 EUR die Freiheit zu schenken...]

“Hier gibt es gar keinen Zero-Laden. Wo ist denn Zero? Ich brauche Zero. Kein Wunder, dass ich nichts finde!”
“Zero trifft unser bisheriges Ergebnis ziemlich genau, naja… Das ist nicht hier, sondern in Habenhausen. Müssen wir da wirklich noch hin?”

“Es gibt tatsächlich ein Zero-Outlet? Natürlich müssen wir da hin! Wo steht das Auto?”

[Der Zero-Outlet-Store in Bremen ist riesig. Und DIE seelische Geduldsprobe für Männer schlechthin. Immerhin gibt es dort eine Kinderecke mit Fernseher. Es sitzen aber immer nur Männer dort. Heute gibt es "der kleine Eisbär"...]

“Du willst dich doch nicht ernsthaft da auch hinsetzen? Das ist für Kinder!”
“Ja aber es sind keine Kinder da. Schatz, darf ich? Bitte!”

“Nein, ich brauche dich. Du kommst mit mir mit!”
“Warum muss ich denn mit? Schau, da hinten kannst du in aller Ruhe…”

“Weil die hier so komische Preise haben. Das verstehe ich nicht.”
“Schatz, das ist doch einfach: Blau bedeutet 9,90 EUR, Rot 14,90 EUR und Silber 29,90 EUR.”

“Und außerdem musst du mir sagen, ob das dann gut aussieht.”
“Da hörst du doch sowieso nicht drauf!”

“Da gehen wir EINMAL zusammen shoppen! Los, komm jetzt. Dann darfst du zur Belohnung auch in den Saturn-Markt.”

[...die Aussicht auf den Besuch des Saturn-Marktes belebt meine letzten Kraftreserven. Ich werfe den Männern in der Kinderecke einen letzten wehleidigen Blick zu und schlappe meiner Liebsten hinterher. Eine Stunde lang...]

“So, jetzt haben wirs! Ich bin fertig.”
“Und das da ist jetzt die Ausbeute? Ein schwarzes Oberteil, wie du sie schon hunderte zuhause hast??”

“Ja, ich habe da schon welche von, aber erstens ist dieses ein bisschen anders und zweitens kostet es nur 9,90 EUR.”
“Oh Mann, das ist ja ein Wahnsinns-Schnäppchen. Aber gut, können wir dann jetzt? Saturn?”

“Ich wollte aber eigentlich an der Ecke noch ein Eis mitnehmen.”
“Ja, warum nicht. Äh: was heißt jetzt EIGENTLICH?”

“Das schmilzt dann so schnell und bei Saturn darf man kein Eis essen. Lass uns nach Hause fahren.”
“Ich will jetzt aber gerne noch zu Saturn! Du kannst ja im Auto sitzen bleiben. Schatz?”

“Nein, du hast mich begleitet, also gehe ich auch mit dir mit.”
“Also doch kein Eis und lieber zu Saturn?”

“Nein. Wir essen jetzt Eis und Saturn gibts nächste Woche. Shopping mit dir ist echt anstrengend!”

Kopfschüttel…

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