Schönheitstipps

7. Dezember 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

SchönheitstippsMeine Liebste und ich wollen zu Bett gehen. Während ich bereits die Decke anwärme, verbringt die Liebste noch etwas Zeit im Badezimmer, da sie vor der erholsamen Nachtruhe noch schnell duschen wollte. Mit Haare waschen, das dauert…

“So, jetzt kann ich auch ins Bett huschen!”
“Das ist schön Süße. Hier, deine Decke ist schon angewärmt.”

“Hui, super! Da freue ich mich jetzt drauf! Aahhhh…”
“Du Schatz?”

“Was denn?”
“Sag mal, habe ich das eben richtig gehört?”

“Wieso? Was?”
“Mir war eben so, als hätte ich deine Haarspraydose gehört.”

“Ja, das kann sein.”
“Aha. Und warum Haarspray, wo du doch jetzt ins Bett gehst?”

“Ja, ähm, also das ist wegen dem Volumen.”
“Volumen?”

“Ja genau.”
“Verstehe, aber warum benutzt du es denn dann jetzt?”

“Damit meine Haare nicht so platt sind, warum denn sonst?”
“Ich dachte, das verwendet man morgens?”

“Schon, aber wenn ich es jetzt nicht benutzt hätte…”
“Dann wären heute Nacht deine Haare ohne Volumen gewesen?”

“Ja, und morgen auch.”
“Hä? Morgen wirkt das dann nicht mehr oder was?”

“Ach Schatz, davon verstehst du einfach nichts.”
“Aber ich finde das unlogisch!”

“Das ist nicht schlimm.”
“Na vielen Dank auch! Sehr entgegenkommend!”

“Freu dich doch, dass ich solche Schönheitstipps kenne.”
“Ich freue mich sehr Schatz.”

“Das klingt nicht sehr überzeugend?”
“Ach du, das ist nicht schlimm…”

“MANN!”
“Was denn??”

“Jetzt sag doch mal!”
“Was genau jetzt?”

“Wieso dir das egal ist, wie ich aussehe.”
“Es ist mir nicht egal, aber ich verstehe Dinge eben gerne.”

“Du willst verstehen, warum ich gut aussehe??”
“Nein, nein, das hast du jetzt völlig…”

“Das ist ja wohl Geschmackssache und ich dachte, dass du…”
“Also noch einmal, ich wollte lediglich wissen, ob…”

“Ob ich gut aussehe? Das wird ja immer besser!”
“Aber du verdrehst ja auch alles!”

“Ja tut mir leid! Entschuldige, dass ich gut aussehen möchte!”
“Das Haarspray am Abend macht also deine Haare schön.”

“Ach und ohne Spray sähe ich doof aus oder wie??”
“Nein, aber genau dieses Geheimnis wollte ich doch wissen!”

“Blödmann! Dann frag doch die Sendung mit der Maus!”

Kopfschüttel…

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Mein Freund Axel

14. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Mein Freund AxelMeine Liebste und ich sitzen gemütlich im Anschluss an einen Theaterbesuch an der Cocktailbar der Lounge und schlürfen exotische Getränke. Natürlich sind wir dem Anlass entsprechend einigermaßen ordentlich gekleidet.

“Voll lecker!”
“Ja? Also ich mag ja dieses süße Zeug nicht so.”

“Ich schon, Swimming-Pool ist mein Lieblings-Cocktail.”
“Jaja… Aber du magst ja auch Marmelade auf Salami…”

“Na und? Was ist damit??”
“Das ist krank!”

“Du musst es ja auch nicht essen.”
“Gott sei Dank sind Geschmäcker verschieden…”

“Magst du mein Outfit heute? Du hast gar nichts gesagt.”
“Ja, Schatz, das mag ich.”

“Was für Schuhe habe ich an?”

[Da ist sie wieder, eine von diesen gefährlichen Fragen, die jedem Manne das Adrenalin in die Venen pumpt! Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Schuhe sie trägt. Also ich weiß, es ist eine braune Bluse und eine schwarze Hose...
Aber was für Schuhe?? Sicher hat sie zu der schwarzen Hose auch schwarze Schuhe an. Das sähe gut aus, und sie sieht immer gut aus. Und ich habe es auf dem Kopfsteinpflaster vorhin laut Klickern gehört. Ja, die schwarzen Dinger müssen es sein! Ich bin gerettet!]

“Und?”
“Natürlich weiß ich, welche Schuhe du trägst!”

“So? Und welche?”
“Ist das hier ein Verhör? Reicht es nicht, dass ich es weiß?”

“Nein. Los, sag schon!”
“Die schwarzen Klickerdinger mit den hohen Absätzen.”

“Welche schwarzen Klickerdinger? Was soll das denn sein??”
“Na die halbhohen Schwarzen mit den Dingens…”

“So etwas besitze ich überhaupt nicht!”
“Ach, nicht…?”

“Nein! Wie kommst du denn darauf??”
“Ich hätte schwören können, dass du die an hast.”

“Doofie! Kannst du dir nicht mal meine Schuhe merken??”
“Doch Schatz, ich dachte, du hättest schwarze Schuhe an.”

“Die sind aber dunkelbraun!”
“So? Zu einer schwarzen Hose??”

“Ja wieso denn nicht bitteschön?”
“Naja, ich meine, passt denn das zusammen?”

“Eben gerade das wüsste ich ja gerne von dir! Vorher!”
“Ähm…”

“Ich will deine Meinung zu meinen Sachen hören.”
“Aber ich sage doch immer was dazu!”

“Pff, wenn ich dich frage, dann schaust du nicht einmal auf und sagst, das sei sehr schön alles.”
“Das stimmt so nicht!”

“Doch, wohl!”
“Ich würde es nicht sagen, wenn ich es nicht gesehen hätte!”

“Selbst wenn: dir gefällt ja immer alles, das kann nicht sein!”
“Bitte??”

“Mein Freund Axel zum Beispiel, der sagt mir immer, wie es wirklich ist.”
“Wieso, was sagt der denn??”

“Wenn ich in einer Hose einen dicken Hintern habe, dann sagt er mir das auch.”
“Und dann??”

“Dann kann ich mir wenigstens was anderes anziehen!”
“Toll, und die Hose trägst du dann doch nie mehr!”

“Natürlich nicht!”
“Aber du hast sie doch gekauft.”

“Das kommt halt vor.”
“Du hast keinen dicken Hintern.”

“Habe ich doch.”
“Das ist Blödsinn! Ich muss wohl mal mit Axel reden…”

“Wieso denn? Wozu? Soll er dir auch sagen, dass du einen dicken Hintern hast?”

Kopfschüttel…

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Es könnte kälter sein

9. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Es könnte kälter seinMeine Liebste sitzt auf dem Sofa und feilt in recht typischer weiblicher Marnier ihre Fingernägel. Ohne dabei aufzusehen, erzählt sie so dies und das, trällert vor sich hin und neigt den Kopf mal nach links, mal nach rechts. Ich schaue ihr dabei zu und antworte gelegentlich.

“Es ist ein bisschen kalt draußen.”
“Ich habe die Heizung schon hochgedreht, gleich wird es wärmer.”

“Nein, ich meine, es könnte ruhig kälter sein.”
“Ähm, was? Wieso? Sonst frierst du doch immer!”

“Schon, aber in diesem Fall ist das anders.”
“In diesem Fall? Was für ein Fall?”

“Also wenn ich zum Beispiel eine Bluse kaufe…”
“Dann ziehst du sie an und frierst, weil es draußen kalt ist.”

“Eben nicht.”
“Nein?”

“Ich ziehe die dann ja gar nicht erst an.”
“Warum nicht?”

“Nein, weil die muss dann ja zu dem richtigen Anlass passen.”
“Verstehe. Und?”

“Und da muss man ja oft warten, bis der Anlass da ist!”
“Schön, und warum muss es jetzt draußen kälter werden??”

“Weil ich einen neuen Wintermantel haben will!”

Kopfschüttel…

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Einkaufen im bösen Internet

23. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Enkaufen im bösen InternetMeine Liebste hat ein äußerst seltenes Hobby: Schuhe. Wäre da nicht die schwierige Beschaffung… Läden suchen, voll und stickig, Personal mau, usw. Nun hat sie das Online-Shopping im Internet entdeckt.


“Du, wie geht das eigentlich so im Internet?”

“Was genau möchtest du denn tun?”

“Ich habe hier prima Flip-Flops gefunden, und nun?”
“Im Internet?? Auf welcher Seite denn?”

“Shop Web Buffi irgendwas www. Sieht schön aus.”
“Ahhh ja. Gut. Und was ist jetzt deine Frage??”

“Kann ich die jetzt da irgendwie bestellen?”
“Ja Schatz. Leg die Schuhe in den Warenkorb und geh zur Kasse.”

“Dein Fachchinesisch! Ich habe das doch noch nie gemacht!”
“Oh, äh… sorry, ich wusste gar nicht, dass…”

“Nee, lass nur. Ich finde das hier schon raus. So, mal schauen…”
“Da unten rechts jetzt klicken…”

“Lass mich doch mal machen! Kann ja nicht so schwierig sein.”
“Gut Schatz, aber wenn du Fragen hast…”

[Meine Liebste vergräbt sich und ich höre es ca. 347-mal klicken.]

“Du? Schatz? Ich habe jetzt 6 Paar Schuhe im Warenkorb.”
“Das freut mich… Kann man da auch Schuhschränke bestellen?”

“Nein, ich meine, ich will ja nur ein 1 Paar! Und jetzt?”
“Schmeiße einfach die Schuhe raus, die du nicht haben willst.”

“Das geht hier aber nicht. Blödes Internet, ich habs gewusst!”
“Ganz ruhig, Moment… Trage da anstelle der 6 eine 1 ein.”

“Ach so, ja, geht. Danke, jetzt komme ich wieder allein klar.”
“Soll ich nicht vielleicht doch…”

“Nein, aber vielen Dank Schatz. Geh, geh…!”

[Es verstreichen bestimmt 10 Minuten ohne einen einzigen Klick...]

“Du? Schatz? Was ist denn SSL?”
“Eine Verschlüsselungstechnik, die gewährleistet, dass deine persönlichen Daten sicher übertragen werden.”

“Aber die haben doch meine Daten noch gar nicht!”
“Nein, noch nicht, aber du wirst sie gleich eingeben müssen und das ist dann eben sicher.”

“Ich möchte doch nur die Schuhe kaufen, sonst nichts!”
“Ja, aber die müssen doch irgendwo hingeliefert werden, oder?”

“Das ist ziemlich kompliziert, finde ich. Also Bestellen klicken.”
“Ich geh dann mal wieder, Schatz…”

“Du kannst mich doch jetzt nicht alleine lassen! Hilf mir mal!”
“Aber du wolltest doch…”

“Jajaja, jetzt komm und sag mir die Anschrift  von deiner Firma.”
“VON MEINER FIRMA??”

“Die wollen da eine Lieferadresse und ich bin ja nie hier.”
“Ach so, naja… Gut, also dann nimm diese Adresse hier…”

“Fein! So und jetzt brauche ich nur noch deine Kreditkarte.”
“BITTE?? M-E-I-N-E KREDITKARTE???”

“Ja ich habe doch keine und das geht hier nur mit Kreditkarte!”
“Ach und da muss ich jetzt noch DEINE Schuhe bezahlen, oder was?”

“Jetzt stell dich nicht so an, das sind nur 4,99 EUR.”
“Soll das heißen, du bestellst jetzt seit einer Stunde Schuhe für 5 Euro??”

“Genau diese gibts woanders aber nicht und es sind 12,89 EUR.”
“Schatz, ich bin deutlich über 30, bitte, bitte, mein Blutdruck…”

“Naja Versandkosten kommen ja noch dazu und…”
“Ist schon gut, hier, nimm meine Kreditkarte… Ich kaufe mir eine neue.”

“Geht denn das??”
“NEIN! NEIN, natürlich nicht! Du kannst ja auch kein Geld kaufen!”

“Ach so, schade. Warum regst du dich denn so auf?”
“Egal. Hast du sonst noch Fragen? SCHATZ??”

“Nö. Alles gut! Hoffentlich passen die Schuhe, die gabs nämlich nur noch in eine Nummer kleiner…”

Kopfschüttel…

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Shopping mit Hindernissen

13. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Shopping mit HindernissenMeine Liebste benötigt für unseren Herbsturlaub noch diverse Kleinigkeiten: einen leichten Sommerrock, Flip-Flops mit Blume drauf (wichtig) und vor allem “irgendwas schönes”. Also fahren wir in eine Fabrikhalle, die nur aus Outlet-Stores besteht. Ganz coole Sache übrigens.

“Wahnsinn, hier sind ja mindestens 10-12 Outlets!”
“Ja, da findest du sicher was.”

“Da hinten ist ja auch Hilfiger, da finden wir bestimmt ein Shirt für dich!”
“Schatz, wir sind wegen dir hier. Ich brauche nichts.”

“Aber vielleicht sowas wie dein weißes mit dem grünen Streifen?”
“Finden wir sowieso nicht. Und ich brauche auch kein zweites, danke.”

“Jaja. Das sagst du immer. Ich darf dir ja auch nichts kaufen.”
“So habe ich das nicht gesagt! Ausgeschlossen sind nur Unterwäsche, Socken, Schuhe und Krawatten.”

“Warum denn?? Da will man dir was mitbringen und darf nicht.”
“Könnten wir uns jetzt erstmal auf dich konzentrieren?”

[Wir betreten Mexx...]

“Wie findest du den Blazer hier? Der ist schön, oder?”
“Ich dachte, du suchst einen Rock?”

“Ja doch, aber den könnte ich gut zu meiner braunen Hose…”
“Nee, finde ich nicht so, also… lass uns da hinten mal hingehen.”

“Und diese Jeans hier? Die hat einen ganz neuen Schnitt!”
“Wollen wir nicht erstmal nach Röcken…”

“Was ist, wird dir schon wieder langweilig?”
“Nein, nein, aber wenn wir uns alles anschauen, sind wir ja morgen noch nicht fertig.”

“Wir haben doch morgen eh nichts vor.”

[Wir betreten Marc O´Polo...]

“Schatz, wo bist du?? Hallo?”
“Jaja, hier bin ich doch. Schau mal, den Rock hier finde ich witzig.”

“Ja, der ist echt ein Witz, da hast du recht.”
“Ah, na gut, also nicht… und der hier?”

“Der ist doch viel zu kurz!”
“Würde dir aber auch stehen. Wieso denn bitte zu kurz?”

“Ich will in den Urlaub und nicht zur Wahl der Miss Mini! Männer…!”
“Aber… Na gut, es muss dir ja gefallen.”

“Ich will aber, dass dir das auch gefällt! Ich ziehe diese Hose mal an.”
“Ja, tu das, obwohl wir ja eigentlich…”

“Sei still und halt mal meine Tasche solange.”
“Ja Schatz…”

[Eine unglaublich lange Weile später...]

“Und?”
“Steht dir finde ich.”

“Typisch. Das sagst du doch nur, weil du weitergehen willst!”
“Wieso? Nein, also sie steht dir, oder ist was damit nicht in Ordnung?”

“Sprich mich heute nicht wieder auf Hosen an, das deprimiert mich!”
“Aber du wolltest doch, na gut…”

[Wir betreten Hilfiger...]

“Ja, das ist gut hier! Schau du doch schonmal nach Hemden.”
“Schatz, ich habe genug Hemden.”

“Ja aber du kannst doch auch mal gucken!”
“Lass mal. Wir müssen was für dich finden, sonst bist du wieder nöckelig.”

“Kann ich doch nichts dafür, dass ich nichts finde! Und du hilfst mir ja nicht.”
“Ich gehe zu den Hemden, Schatz…”

[Nach zwei Stunden haben wir alles durch, inklusive dem Outlet-Zooladen, wo ich meine Liebste nur mit großer Mühe davon abhalten kann, einem "sooo süßen" Kaninchen für 19,80 EUR die Freiheit zu schenken...]

“Hier gibt es gar keinen Zero-Laden. Wo ist denn Zero? Ich brauche Zero. Kein Wunder, dass ich nichts finde!”
“Zero trifft unser bisheriges Ergebnis ziemlich genau, naja… Das ist nicht hier, sondern in Habenhausen. Müssen wir da wirklich noch hin?”

“Es gibt tatsächlich ein Zero-Outlet? Natürlich müssen wir da hin! Wo steht das Auto?”

[Der Zero-Outlet-Store in Bremen ist riesig. Und DIE seelische Geduldsprobe für Männer schlechthin. Immerhin gibt es dort eine Kinderecke mit Fernseher. Es sitzen aber immer nur Männer dort. Heute gibt es "der kleine Eisbär"...]

“Du willst dich doch nicht ernsthaft da auch hinsetzen? Das ist für Kinder!”
“Ja aber es sind keine Kinder da. Schatz, darf ich? Bitte!”

“Nein, ich brauche dich. Du kommst mit mir mit!”
“Warum muss ich denn mit? Schau, da hinten kannst du in aller Ruhe…”

“Weil die hier so komische Preise haben. Das verstehe ich nicht.”
“Schatz, das ist doch einfach: Blau bedeutet 9,90 EUR, Rot 14,90 EUR und Silber 29,90 EUR.”

“Und außerdem musst du mir sagen, ob das dann gut aussieht.”
“Da hörst du doch sowieso nicht drauf!”

“Da gehen wir EINMAL zusammen shoppen! Los, komm jetzt. Dann darfst du zur Belohnung auch in den Saturn-Markt.”

[...die Aussicht auf den Besuch des Saturn-Marktes belebt meine letzten Kraftreserven. Ich werfe den Männern in der Kinderecke einen letzten wehleidigen Blick zu und schlappe meiner Liebsten hinterher. Eine Stunde lang...]

“So, jetzt haben wirs! Ich bin fertig.”
“Und das da ist jetzt die Ausbeute? Ein schwarzes Oberteil, wie du sie schon hunderte zuhause hast??”

“Ja, ich habe da schon welche von, aber erstens ist dieses ein bisschen anders und zweitens kostet es nur 9,90 EUR.”
“Oh Mann, das ist ja ein Wahnsinns-Schnäppchen. Aber gut, können wir dann jetzt? Saturn?”

“Ich wollte aber eigentlich an der Ecke noch ein Eis mitnehmen.”
“Ja, warum nicht. Äh: was heißt jetzt EIGENTLICH?”

“Das schmilzt dann so schnell und bei Saturn darf man kein Eis essen. Lass uns nach Hause fahren.”
“Ich will jetzt aber gerne noch zu Saturn! Du kannst ja im Auto sitzen bleiben. Schatz?”

“Nein, du hast mich begleitet, also gehe ich auch mit dir mit.”
“Also doch kein Eis und lieber zu Saturn?”

“Nein. Wir essen jetzt Eis und Saturn gibts nächste Woche. Shopping mit dir ist echt anstrengend!”

Kopfschüttel…

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Fällt dir nichts auf?

5. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Fällt dir nichts auf?Meine Liebste achtet sehr auf ihr Äußeres. Wie alle Frauen möchte Sie geliebt, beachtet und gelobt werden, und das natürlich auch hören. Des Mannes Kampf um die Gunst ist oftmals schwer und birgt Geheimnisse, die sich auch nach jahrelanger Erfahrung noch nicht gelüftet haben.

“Du, ich gehe jetzt gleich einkaufen.”
“Fein, vergiss bitte nicht, Milch mitzubringen.”

“Kann ich denn so gehen?”
“Was?”

“Na ob ich so gehen kann. So mit dem weißen Top.”
“Ja Schatz, das kannst du. Das steht dir sehr gut.”

“Naja wo ich doch sonst nie weiße Sachen trage.”
“Ach so, ja. Doch, also das weiße steht dir auch.”

“Ich musste das weiße Top anziehen.”
“Wieso? Ach nee, lass mich raten: du hast nichts anzuziehen sonst.”

“Doch. Schwarze und braune Sachen hab ich. Die magst du doch, oder?”
“Ja Schatz. Braun ist deine Farbe.”

“Also gefällt dir Weiß nicht so gut?”
“Doch, auch, jaja. Also warum musstest du jetzt DIESES Top anziehen?”

“Weil ich heute weiße Unterwäsche trage.”
“Ah, warum bin ich da bloß nicht selbst drauf gekommen…”

“Da kann man dann keine schwarzen Oberteile zu anziehen.”
“Naja gut, von mir aus…”

“Fällt dir denn sonst gar nichts an mir auf?”

[ich erstarre in Anbetracht dieser furchteinflößenden Frauenfrage, Adrenalin schießt mir ins Blut und ich lasse verräterisch meine Augen über meine Liebste huschen...]

“Na was nun, fällt dir nichts auf?”
“Ähm, also, bis auf das weiße Top… nein?”

“Hm. Dir fällt also nichts an mir auf.”

[Ich merke, dass es jetzt eng wird! Was zum Teufel ist bloß anders?? Wenn mir nicht gleich was auffällt, wird sie mich wie beim "Schiffe versenken"-Spiel mit nur wenigen Treffern ausradieren...]

“Also nichts?”
“Ähm, Schatz, eigentlich siehst du genauso süß aus, wie jeden Tag…”

“Charmeur! Das zieht nicht! Deine letzte Chance!”

[Mein Leben zieht in sekundenschnelle vor meinem geistigen Auge vorbei. Bisher war alles so schön mit meiner Liebsten und jetzt das! Die Frage aller Fragen und ich habe sie verpatzt. Ich bin erledigt. Gleich kommt der Todesstoß. Und sogar zurecht. Mir ist gar nichts ungewöhnliches oder anderes an ihr aufgefallen! Ich bin ein oberflächlicher und blinder Trottel, der diese Frau gar nicht verdient hat...]

“Also gut, Schatz, ich gebe auf, es tut mir leid. WAS ist denn nun anders an dir?”

“Nichts. Ich wollte nur mal sehen, ob du mich noch so anschaust, wie früher.”

Kopfschüttel…

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Mal wieder zum Friseur

4. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

mal wieder zum FriseurMeine Liebste hat wunderschöne lange dunkle Haare, die mit unterschiedlichen blonden Strähnen durchzogen sind. Das erfordert natürlich – oder leider – eine intensive Pflege. Wir sitzen morgens beim Kaffee in der Küche und unterhalten uns.

“Ich bin schön braun, oder nicht?”
“Doch Schatz, sehr schön braun. Aber du müsstest mal wieder zum Friseur.”

“Was? Wegen der rausgewachsenen Strähnen? Ja, ich müsste wohl…”
“Naja, so langsam vielleicht mal. Noch nichts ernstes.”

“Aber ich trage die Haare doch extra schon immer offen!”
“Ist ja auch OK. Trotzdem sieht man´s.”

“Sehe ich doof aus?”
“Nein, aber du legst doch sonst so viel Wert auf deine Strähnen.”

“Ja, schon. Aber was soll ich denn jetzt machen?”
“Zum Friseur gehen, Schatz??”

“Jetzt gleich??”
“Ja jetzt natürlich nicht! Mach doch einem Termin bei dem Laden nebenan; da warst du doch schon mal.”

“Ja die haben aber letztesmal so dicke Strähnen gemacht.”
“Aha. Reicht es denn denn nicht, nur den Ansatz nachzufärben?”

“Ja aber die machen das dann wieder so dick.”
“Und ein anderer Friseur würde das anders machen?”

“Nein. Sonst sieht man das ja.”
“Ja aber dann kannst du doch auch da hingehen, wo du letztesmal warst!”

“Die haben ja nie Zeit.”
“Im aktuellen Bremer ist ein Artikel mit einem Friseurtest. Vielleicht findest du da was?”

“Ich kann mit meinen Haaren doch nicht zu jedem gehen!”
“Sollst du ja auch nicht, aber…”

“Ich könnte ja am Samstag… ach nein.”
“Was ach nein?”

“Dann muss ich dich ja Samstagmorgen 2 Stunden alleine lassen.”
“Oh jemine! Schatz, das schaffe ich schon, wirklich…”

“Wo soll ich denn jetzt hingehen?”
“Geh doch zu meinem!”

“Danke, aber mir sind meine Haare wichtig.”
“WAS soll denn DAS heißen??”

“Du sagst doch selber, dass du da immer sofort drankommst. Dann kann das ja nix sein da.”
“Oh Herr, gib mir Kraft… Also was denn nun??”

“Kannst du mir Samstag nicht die Haare färben?
So schwierig ist das gar nicht!”

Kopfschüttel…

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Schönheitstipps

7. Dezember 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

SchönheitstippsMeine Liebste und ich wollen zu Bett gehen. Während ich bereits die Decke anwärme, verbringt die Liebste noch etwas Zeit im Badezimmer, da sie vor der erholsamen Nachtruhe noch schnell duschen wollte. Mit Haare waschen, das dauert…

“So, jetzt kann ich auch ins Bett huschen!”
“Das ist schön Süße. Hier, deine Decke ist schon angewärmt.”

“Hui, super! Da freue ich mich jetzt drauf! Aahhhh…”
“Du Schatz?”

“Was denn?”
“Sag mal, habe ich das eben richtig gehört?”

“Wieso? Was?”
“Mir war eben so, als hätte ich deine Haarspraydose gehört.”

“Ja, das kann sein.”
“Aha. Und warum Haarspray, wo du doch jetzt ins Bett gehst?”

“Ja, ähm, also das ist wegen dem Volumen.”
“Volumen?”

“Ja genau.”
“Verstehe, aber warum benutzt du es denn dann jetzt?”

“Damit meine Haare nicht so platt sind, warum denn sonst?”
“Ich dachte, das verwendet man morgens?”

“Schon, aber wenn ich es jetzt nicht benutzt hätte…”
“Dann wären heute Nacht deine Haare ohne Volumen gewesen?”

“Ja, und morgen auch.”
“Hä? Morgen wirkt das dann nicht mehr oder was?”

“Ach Schatz, davon verstehst du einfach nichts.”
“Aber ich finde das unlogisch!”

“Das ist nicht schlimm.”
“Na vielen Dank auch! Sehr entgegenkommend!”

“Freu dich doch, dass ich solche Schönheitstipps kenne.”
“Ich freue mich sehr Schatz.”

“Das klingt nicht sehr überzeugend?”
“Ach du, das ist nicht schlimm…”

“MANN!”
“Was denn??”

“Jetzt sag doch mal!”
“Was genau jetzt?”

“Wieso dir das egal ist, wie ich aussehe.”
“Es ist mir nicht egal, aber ich verstehe Dinge eben gerne.”

“Du willst verstehen, warum ich gut aussehe??”
“Nein, nein, das hast du jetzt völlig…”

“Das ist ja wohl Geschmackssache und ich dachte, dass du…”
“Also noch einmal, ich wollte lediglich wissen, ob…”

“Ob ich gut aussehe? Das wird ja immer besser!”
“Aber du verdrehst ja auch alles!”

“Ja tut mir leid! Entschuldige, dass ich gut aussehen möchte!”
“Das Haarspray am Abend macht also deine Haare schön.”

“Ach und ohne Spray sähe ich doof aus oder wie??”
“Nein, aber genau dieses Geheimnis wollte ich doch wissen!”

“Blödmann! Dann frag doch die Sendung mit der Maus!”

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Mein Freund Axel

14. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Mein Freund AxelMeine Liebste und ich sitzen gemütlich im Anschluss an einen Theaterbesuch an der Cocktailbar der Lounge und schlürfen exotische Getränke. Natürlich sind wir dem Anlass entsprechend einigermaßen ordentlich gekleidet.

“Voll lecker!”
“Ja? Also ich mag ja dieses süße Zeug nicht so.”

“Ich schon, Swimming-Pool ist mein Lieblings-Cocktail.”
“Jaja… Aber du magst ja auch Marmelade auf Salami…”

“Na und? Was ist damit??”
“Das ist krank!”

“Du musst es ja auch nicht essen.”
“Gott sei Dank sind Geschmäcker verschieden…”

“Magst du mein Outfit heute? Du hast gar nichts gesagt.”
“Ja, Schatz, das mag ich.”

“Was für Schuhe habe ich an?”

[Da ist sie wieder, eine von diesen gefährlichen Fragen, die jedem Manne das Adrenalin in die Venen pumpt! Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Schuhe sie trägt. Also ich weiß, es ist eine braune Bluse und eine schwarze Hose...
Aber was für Schuhe?? Sicher hat sie zu der schwarzen Hose auch schwarze Schuhe an. Das sähe gut aus, und sie sieht immer gut aus. Und ich habe es auf dem Kopfsteinpflaster vorhin laut Klickern gehört. Ja, die schwarzen Dinger müssen es sein! Ich bin gerettet!]

“Und?”
“Natürlich weiß ich, welche Schuhe du trägst!”

“So? Und welche?”
“Ist das hier ein Verhör? Reicht es nicht, dass ich es weiß?”

“Nein. Los, sag schon!”
“Die schwarzen Klickerdinger mit den hohen Absätzen.”

“Welche schwarzen Klickerdinger? Was soll das denn sein??”
“Na die halbhohen Schwarzen mit den Dingens…”

“So etwas besitze ich überhaupt nicht!”
“Ach, nicht…?”

“Nein! Wie kommst du denn darauf??”
“Ich hätte schwören können, dass du die an hast.”

“Doofie! Kannst du dir nicht mal meine Schuhe merken??”
“Doch Schatz, ich dachte, du hättest schwarze Schuhe an.”

“Die sind aber dunkelbraun!”
“So? Zu einer schwarzen Hose??”

“Ja wieso denn nicht bitteschön?”
“Naja, ich meine, passt denn das zusammen?”

“Eben gerade das wüsste ich ja gerne von dir! Vorher!”
“Ähm…”

“Ich will deine Meinung zu meinen Sachen hören.”
“Aber ich sage doch immer was dazu!”

“Pff, wenn ich dich frage, dann schaust du nicht einmal auf und sagst, das sei sehr schön alles.”
“Das stimmt so nicht!”

“Doch, wohl!”
“Ich würde es nicht sagen, wenn ich es nicht gesehen hätte!”

“Selbst wenn: dir gefällt ja immer alles, das kann nicht sein!”
“Bitte??”

“Mein Freund Axel zum Beispiel, der sagt mir immer, wie es wirklich ist.”
“Wieso, was sagt der denn??”

“Wenn ich in einer Hose einen dicken Hintern habe, dann sagt er mir das auch.”
“Und dann??”

“Dann kann ich mir wenigstens was anderes anziehen!”
“Toll, und die Hose trägst du dann doch nie mehr!”

“Natürlich nicht!”
“Aber du hast sie doch gekauft.”

“Das kommt halt vor.”
“Du hast keinen dicken Hintern.”

“Habe ich doch.”
“Das ist Blödsinn! Ich muss wohl mal mit Axel reden…”

“Wieso denn? Wozu? Soll er dir auch sagen, dass du einen dicken Hintern hast?”

Kopfschüttel…

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Es könnte kälter sein

9. November 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Es könnte kälter seinMeine Liebste sitzt auf dem Sofa und feilt in recht typischer weiblicher Marnier ihre Fingernägel. Ohne dabei aufzusehen, erzählt sie so dies und das, trällert vor sich hin und neigt den Kopf mal nach links, mal nach rechts. Ich schaue ihr dabei zu und antworte gelegentlich.

“Es ist ein bisschen kalt draußen.”
“Ich habe die Heizung schon hochgedreht, gleich wird es wärmer.”

“Nein, ich meine, es könnte ruhig kälter sein.”
“Ähm, was? Wieso? Sonst frierst du doch immer!”

“Schon, aber in diesem Fall ist das anders.”
“In diesem Fall? Was für ein Fall?”

“Also wenn ich zum Beispiel eine Bluse kaufe…”
“Dann ziehst du sie an und frierst, weil es draußen kalt ist.”

“Eben nicht.”
“Nein?”

“Ich ziehe die dann ja gar nicht erst an.”
“Warum nicht?”

“Nein, weil die muss dann ja zu dem richtigen Anlass passen.”
“Verstehe. Und?”

“Und da muss man ja oft warten, bis der Anlass da ist!”
“Schön, und warum muss es jetzt draußen kälter werden??”

“Weil ich einen neuen Wintermantel haben will!”

Kopfschüttel…

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Einkaufen im bösen Internet

23. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Enkaufen im bösen InternetMeine Liebste hat ein äußerst seltenes Hobby: Schuhe. Wäre da nicht die schwierige Beschaffung… Läden suchen, voll und stickig, Personal mau, usw. Nun hat sie das Online-Shopping im Internet entdeckt.


“Du, wie geht das eigentlich so im Internet?”

“Was genau möchtest du denn tun?”

“Ich habe hier prima Flip-Flops gefunden, und nun?”
“Im Internet?? Auf welcher Seite denn?”

“Shop Web Buffi irgendwas www. Sieht schön aus.”
“Ahhh ja. Gut. Und was ist jetzt deine Frage??”

“Kann ich die jetzt da irgendwie bestellen?”
“Ja Schatz. Leg die Schuhe in den Warenkorb und geh zur Kasse.”

“Dein Fachchinesisch! Ich habe das doch noch nie gemacht!”
“Oh, äh… sorry, ich wusste gar nicht, dass…”

“Nee, lass nur. Ich finde das hier schon raus. So, mal schauen…”
“Da unten rechts jetzt klicken…”

“Lass mich doch mal machen! Kann ja nicht so schwierig sein.”
“Gut Schatz, aber wenn du Fragen hast…”

[Meine Liebste vergräbt sich und ich höre es ca. 347-mal klicken.]

“Du? Schatz? Ich habe jetzt 6 Paar Schuhe im Warenkorb.”
“Das freut mich… Kann man da auch Schuhschränke bestellen?”

“Nein, ich meine, ich will ja nur ein 1 Paar! Und jetzt?”
“Schmeiße einfach die Schuhe raus, die du nicht haben willst.”

“Das geht hier aber nicht. Blödes Internet, ich habs gewusst!”
“Ganz ruhig, Moment… Trage da anstelle der 6 eine 1 ein.”

“Ach so, ja, geht. Danke, jetzt komme ich wieder allein klar.”
“Soll ich nicht vielleicht doch…”

“Nein, aber vielen Dank Schatz. Geh, geh…!”

[Es verstreichen bestimmt 10 Minuten ohne einen einzigen Klick...]

“Du? Schatz? Was ist denn SSL?”
“Eine Verschlüsselungstechnik, die gewährleistet, dass deine persönlichen Daten sicher übertragen werden.”

“Aber die haben doch meine Daten noch gar nicht!”
“Nein, noch nicht, aber du wirst sie gleich eingeben müssen und das ist dann eben sicher.”

“Ich möchte doch nur die Schuhe kaufen, sonst nichts!”
“Ja, aber die müssen doch irgendwo hingeliefert werden, oder?”

“Das ist ziemlich kompliziert, finde ich. Also Bestellen klicken.”
“Ich geh dann mal wieder, Schatz…”

“Du kannst mich doch jetzt nicht alleine lassen! Hilf mir mal!”
“Aber du wolltest doch…”

“Jajaja, jetzt komm und sag mir die Anschrift  von deiner Firma.”
“VON MEINER FIRMA??”

“Die wollen da eine Lieferadresse und ich bin ja nie hier.”
“Ach so, naja… Gut, also dann nimm diese Adresse hier…”

“Fein! So und jetzt brauche ich nur noch deine Kreditkarte.”
“BITTE?? M-E-I-N-E KREDITKARTE???”

“Ja ich habe doch keine und das geht hier nur mit Kreditkarte!”
“Ach und da muss ich jetzt noch DEINE Schuhe bezahlen, oder was?”

“Jetzt stell dich nicht so an, das sind nur 4,99 EUR.”
“Soll das heißen, du bestellst jetzt seit einer Stunde Schuhe für 5 Euro??”

“Genau diese gibts woanders aber nicht und es sind 12,89 EUR.”
“Schatz, ich bin deutlich über 30, bitte, bitte, mein Blutdruck…”

“Naja Versandkosten kommen ja noch dazu und…”
“Ist schon gut, hier, nimm meine Kreditkarte… Ich kaufe mir eine neue.”

“Geht denn das??”
“NEIN! NEIN, natürlich nicht! Du kannst ja auch kein Geld kaufen!”

“Ach so, schade. Warum regst du dich denn so auf?”
“Egal. Hast du sonst noch Fragen? SCHATZ??”

“Nö. Alles gut! Hoffentlich passen die Schuhe, die gabs nämlich nur noch in eine Nummer kleiner…”

Kopfschüttel…

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Shopping mit Hindernissen

13. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Shopping mit HindernissenMeine Liebste benötigt für unseren Herbsturlaub noch diverse Kleinigkeiten: einen leichten Sommerrock, Flip-Flops mit Blume drauf (wichtig) und vor allem “irgendwas schönes”. Also fahren wir in eine Fabrikhalle, die nur aus Outlet-Stores besteht. Ganz coole Sache übrigens.

“Wahnsinn, hier sind ja mindestens 10-12 Outlets!”
“Ja, da findest du sicher was.”

“Da hinten ist ja auch Hilfiger, da finden wir bestimmt ein Shirt für dich!”
“Schatz, wir sind wegen dir hier. Ich brauche nichts.”

“Aber vielleicht sowas wie dein weißes mit dem grünen Streifen?”
“Finden wir sowieso nicht. Und ich brauche auch kein zweites, danke.”

“Jaja. Das sagst du immer. Ich darf dir ja auch nichts kaufen.”
“So habe ich das nicht gesagt! Ausgeschlossen sind nur Unterwäsche, Socken, Schuhe und Krawatten.”

“Warum denn?? Da will man dir was mitbringen und darf nicht.”
“Könnten wir uns jetzt erstmal auf dich konzentrieren?”

[Wir betreten Mexx...]

“Wie findest du den Blazer hier? Der ist schön, oder?”
“Ich dachte, du suchst einen Rock?”

“Ja doch, aber den könnte ich gut zu meiner braunen Hose…”
“Nee, finde ich nicht so, also… lass uns da hinten mal hingehen.”

“Und diese Jeans hier? Die hat einen ganz neuen Schnitt!”
“Wollen wir nicht erstmal nach Röcken…”

“Was ist, wird dir schon wieder langweilig?”
“Nein, nein, aber wenn wir uns alles anschauen, sind wir ja morgen noch nicht fertig.”

“Wir haben doch morgen eh nichts vor.”

[Wir betreten Marc O´Polo...]

“Schatz, wo bist du?? Hallo?”
“Jaja, hier bin ich doch. Schau mal, den Rock hier finde ich witzig.”

“Ja, der ist echt ein Witz, da hast du recht.”
“Ah, na gut, also nicht… und der hier?”

“Der ist doch viel zu kurz!”
“Würde dir aber auch stehen. Wieso denn bitte zu kurz?”

“Ich will in den Urlaub und nicht zur Wahl der Miss Mini! Männer…!”
“Aber… Na gut, es muss dir ja gefallen.”

“Ich will aber, dass dir das auch gefällt! Ich ziehe diese Hose mal an.”
“Ja, tu das, obwohl wir ja eigentlich…”

“Sei still und halt mal meine Tasche solange.”
“Ja Schatz…”

[Eine unglaublich lange Weile später...]

“Und?”
“Steht dir finde ich.”

“Typisch. Das sagst du doch nur, weil du weitergehen willst!”
“Wieso? Nein, also sie steht dir, oder ist was damit nicht in Ordnung?”

“Sprich mich heute nicht wieder auf Hosen an, das deprimiert mich!”
“Aber du wolltest doch, na gut…”

[Wir betreten Hilfiger...]

“Ja, das ist gut hier! Schau du doch schonmal nach Hemden.”
“Schatz, ich habe genug Hemden.”

“Ja aber du kannst doch auch mal gucken!”
“Lass mal. Wir müssen was für dich finden, sonst bist du wieder nöckelig.”

“Kann ich doch nichts dafür, dass ich nichts finde! Und du hilfst mir ja nicht.”
“Ich gehe zu den Hemden, Schatz…”

[Nach zwei Stunden haben wir alles durch, inklusive dem Outlet-Zooladen, wo ich meine Liebste nur mit großer Mühe davon abhalten kann, einem "sooo süßen" Kaninchen für 19,80 EUR die Freiheit zu schenken...]

“Hier gibt es gar keinen Zero-Laden. Wo ist denn Zero? Ich brauche Zero. Kein Wunder, dass ich nichts finde!”
“Zero trifft unser bisheriges Ergebnis ziemlich genau, naja… Das ist nicht hier, sondern in Habenhausen. Müssen wir da wirklich noch hin?”

“Es gibt tatsächlich ein Zero-Outlet? Natürlich müssen wir da hin! Wo steht das Auto?”

[Der Zero-Outlet-Store in Bremen ist riesig. Und DIE seelische Geduldsprobe für Männer schlechthin. Immerhin gibt es dort eine Kinderecke mit Fernseher. Es sitzen aber immer nur Männer dort. Heute gibt es "der kleine Eisbär"...]

“Du willst dich doch nicht ernsthaft da auch hinsetzen? Das ist für Kinder!”
“Ja aber es sind keine Kinder da. Schatz, darf ich? Bitte!”

“Nein, ich brauche dich. Du kommst mit mir mit!”
“Warum muss ich denn mit? Schau, da hinten kannst du in aller Ruhe…”

“Weil die hier so komische Preise haben. Das verstehe ich nicht.”
“Schatz, das ist doch einfach: Blau bedeutet 9,90 EUR, Rot 14,90 EUR und Silber 29,90 EUR.”

“Und außerdem musst du mir sagen, ob das dann gut aussieht.”
“Da hörst du doch sowieso nicht drauf!”

“Da gehen wir EINMAL zusammen shoppen! Los, komm jetzt. Dann darfst du zur Belohnung auch in den Saturn-Markt.”

[...die Aussicht auf den Besuch des Saturn-Marktes belebt meine letzten Kraftreserven. Ich werfe den Männern in der Kinderecke einen letzten wehleidigen Blick zu und schlappe meiner Liebsten hinterher. Eine Stunde lang...]

“So, jetzt haben wirs! Ich bin fertig.”
“Und das da ist jetzt die Ausbeute? Ein schwarzes Oberteil, wie du sie schon hunderte zuhause hast??”

“Ja, ich habe da schon welche von, aber erstens ist dieses ein bisschen anders und zweitens kostet es nur 9,90 EUR.”
“Oh Mann, das ist ja ein Wahnsinns-Schnäppchen. Aber gut, können wir dann jetzt? Saturn?”

“Ich wollte aber eigentlich an der Ecke noch ein Eis mitnehmen.”
“Ja, warum nicht. Äh: was heißt jetzt EIGENTLICH?”

“Das schmilzt dann so schnell und bei Saturn darf man kein Eis essen. Lass uns nach Hause fahren.”
“Ich will jetzt aber gerne noch zu Saturn! Du kannst ja im Auto sitzen bleiben. Schatz?”

“Nein, du hast mich begleitet, also gehe ich auch mit dir mit.”
“Also doch kein Eis und lieber zu Saturn?”

“Nein. Wir essen jetzt Eis und Saturn gibts nächste Woche. Shopping mit dir ist echt anstrengend!”

Kopfschüttel…

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Fällt dir nichts auf?

5. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Fällt dir nichts auf?Meine Liebste achtet sehr auf ihr Äußeres. Wie alle Frauen möchte Sie geliebt, beachtet und gelobt werden, und das natürlich auch hören. Des Mannes Kampf um die Gunst ist oftmals schwer und birgt Geheimnisse, die sich auch nach jahrelanger Erfahrung noch nicht gelüftet haben.

“Du, ich gehe jetzt gleich einkaufen.”
“Fein, vergiss bitte nicht, Milch mitzubringen.”

“Kann ich denn so gehen?”
“Was?”

“Na ob ich so gehen kann. So mit dem weißen Top.”
“Ja Schatz, das kannst du. Das steht dir sehr gut.”

“Naja wo ich doch sonst nie weiße Sachen trage.”
“Ach so, ja. Doch, also das weiße steht dir auch.”

“Ich musste das weiße Top anziehen.”
“Wieso? Ach nee, lass mich raten: du hast nichts anzuziehen sonst.”

“Doch. Schwarze und braune Sachen hab ich. Die magst du doch, oder?”
“Ja Schatz. Braun ist deine Farbe.”

“Also gefällt dir Weiß nicht so gut?”
“Doch, auch, jaja. Also warum musstest du jetzt DIESES Top anziehen?”

“Weil ich heute weiße Unterwäsche trage.”
“Ah, warum bin ich da bloß nicht selbst drauf gekommen…”

“Da kann man dann keine schwarzen Oberteile zu anziehen.”
“Naja gut, von mir aus…”

“Fällt dir denn sonst gar nichts an mir auf?”

[ich erstarre in Anbetracht dieser furchteinflößenden Frauenfrage, Adrenalin schießt mir ins Blut und ich lasse verräterisch meine Augen über meine Liebste huschen...]

“Na was nun, fällt dir nichts auf?”
“Ähm, also, bis auf das weiße Top… nein?”

“Hm. Dir fällt also nichts an mir auf.”

[Ich merke, dass es jetzt eng wird! Was zum Teufel ist bloß anders?? Wenn mir nicht gleich was auffällt, wird sie mich wie beim "Schiffe versenken"-Spiel mit nur wenigen Treffern ausradieren...]

“Also nichts?”
“Ähm, Schatz, eigentlich siehst du genauso süß aus, wie jeden Tag…”

“Charmeur! Das zieht nicht! Deine letzte Chance!”

[Mein Leben zieht in sekundenschnelle vor meinem geistigen Auge vorbei. Bisher war alles so schön mit meiner Liebsten und jetzt das! Die Frage aller Fragen und ich habe sie verpatzt. Ich bin erledigt. Gleich kommt der Todesstoß. Und sogar zurecht. Mir ist gar nichts ungewöhnliches oder anderes an ihr aufgefallen! Ich bin ein oberflächlicher und blinder Trottel, der diese Frau gar nicht verdient hat...]

“Also gut, Schatz, ich gebe auf, es tut mir leid. WAS ist denn nun anders an dir?”

“Nichts. Ich wollte nur mal sehen, ob du mich noch so anschaust, wie früher.”

Kopfschüttel…

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Mal wieder zum Friseur

4. August 2006, aus der Schublade Beauty und Kleidung

mal wieder zum FriseurMeine Liebste hat wunderschöne lange dunkle Haare, die mit unterschiedlichen blonden Strähnen durchzogen sind. Das erfordert natürlich – oder leider – eine intensive Pflege. Wir sitzen morgens beim Kaffee in der Küche und unterhalten uns.

“Ich bin schön braun, oder nicht?”
“Doch Schatz, sehr schön braun. Aber du müsstest mal wieder zum Friseur.”

“Was? Wegen der rausgewachsenen Strähnen? Ja, ich müsste wohl…”
“Naja, so langsam vielleicht mal. Noch nichts ernstes.”

“Aber ich trage die Haare doch extra schon immer offen!”
“Ist ja auch OK. Trotzdem sieht man´s.”

“Sehe ich doof aus?”
“Nein, aber du legst doch sonst so viel Wert auf deine Strähnen.”

“Ja, schon. Aber was soll ich denn jetzt machen?”
“Zum Friseur gehen, Schatz??”

“Jetzt gleich??”
“Ja jetzt natürlich nicht! Mach doch einem Termin bei dem Laden nebenan; da warst du doch schon mal.”

“Ja die haben aber letztesmal so dicke Strähnen gemacht.”
“Aha. Reicht es denn denn nicht, nur den Ansatz nachzufärben?”

“Ja aber die machen das dann wieder so dick.”
“Und ein anderer Friseur würde das anders machen?”

“Nein. Sonst sieht man das ja.”
“Ja aber dann kannst du doch auch da hingehen, wo du letztesmal warst!”

“Die haben ja nie Zeit.”
“Im aktuellen Bremer ist ein Artikel mit einem Friseurtest. Vielleicht findest du da was?”

“Ich kann mit meinen Haaren doch nicht zu jedem gehen!”
“Sollst du ja auch nicht, aber…”

“Ich könnte ja am Samstag… ach nein.”
“Was ach nein?”

“Dann muss ich dich ja Samstagmorgen 2 Stunden alleine lassen.”
“Oh jemine! Schatz, das schaffe ich schon, wirklich…”

“Wo soll ich denn jetzt hingehen?”
“Geh doch zu meinem!”

“Danke, aber mir sind meine Haare wichtig.”
“WAS soll denn DAS heißen??”

“Du sagst doch selber, dass du da immer sofort drankommst. Dann kann das ja nix sein da.”
“Oh Herr, gib mir Kraft… Also was denn nun??”

“Kannst du mir Samstag nicht die Haare färben?
So schwierig ist das gar nicht!”

Kopfschüttel…

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