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Nicht irgendeinen!

14. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Nicht irgendeinen! (photocase.de © Juttaschnecke)Meine Liebste steht vor unserem großen Schlafzimmerspiegel und betrachtet sich von oben bis unten. Dabei neigt sie ihren Kopf mal nach links, mal nach rechts, oder vergräbt ihr Kinn fragend in ihrer rechten Hand.
Ich überlege, ob ich besser schnell wieder gehe…

“Du Schatz?”
“Was ist, Süße?”

“Ich schaue mich hier gerade mal so an.”
“Ähm, ja, das sehe ich…”

“Ich weiß einfach nicht.”
“Ich auch nicht…”

“Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!”
“Musst du denn jetzt unbedingt was sagen?”

“Ja!”
“Aha… Und was?”

“Ich brauche einen Typberater.”
“Du brauchst was??”

“Einen Typberater, der mir mal hilft.”
“Wobei soll der dir helfen??”

“Na was mir so steht und so.”
“Also ich finde, dass dir…”

“Nee, von dir will ich gar nichts hören!”
“So? Das ist ja mal was Neues…”

“Ich brauche aber mal eine Typberatung.”
“Schön. Mach. Habe ich nichts dagegen.”

“Und woher kriege ich so jemanden?”
“Gelbe Seiten vielleicht?”

“Ich brauche aber einen guten, nicht irgendeinen!”
“Zur Not kann ich dir aber auch sagen, was dir steht?”

“Nee! Du auf keinen Fall.”
“Und warum ich nicht? Nicht, dass ich mich drum reißen würde, aber…”

“Ich brauche mal einen Mann, der was von Frauen versteht!”

Kopfschüttel…

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Anders eben!

7. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Anders eben! (photocase.de © skyla80)Meine Liebste und ich sitzen in der Küche und trinken jeder ein Glas Multivitamin-Saft, eisgekühlt und in einem Sektglas.
Das mag sich komisch anhören, ist aber irgendwie eine tolle Sache ab und zu!

“Voll lecker!”
“Ja, Süße.”

“Ich nehme gleich noch einen.”
“Wie du möchtest.”

“Und warum guckst du mich so an?”
“Was? Ich? Wie gucke ich denn?”

“Du guckst mich so komisch an.”
“Ich habe dich ja auch lange nicht gesehen.”

“Was soll das denn heißen, du kennst mich doch??”
“Ich kann dich ja wohl man anschauen!?”

“Ich sehe müde aus, oder?”
“Dafür hast du ja jetzt den Vitamin-Drink.”

“Also sehe ich müde aus?”
“Naja…”

“Und deswegen guckst du mich so komisch an??”
“Ich gucke dich nicht komisch an!”

“Du hast gesagt, ich sähe müde aus.”
“Nein, das hast du gesagt.”

“Aber du hast nicht widersprochen!”
“Aber auch nicht direkt zugestimmt.”

“Ich darf doch wohl auch mal müde sein?!”
“Natürlich darfst du das, ich sage doch gar nichts!?”

“Aber du guckst so komisch.”
“Ich habe dich einfach nur angesehen, sonst nichts!”

“Habe ich irgendwo was im Gesicht hängen?”
“Da hängt nichts, Schatz…”

“Nicht?”
“Nein.”

“Wirklich nicht?”
“Nein!”

“Manchmal bist du echt komisch…”
“Ich werde ja wohl mal meine Liebste anschauen dürfen!”

“Aber nicht so!”
“Sondern??”

“Anders eben.”
“Gut, schaue ich eben ganz woanders hin.”

“Schatz? Was siehst du dir jetzt an?”
“Deine Füße.”

“Nicht meine Füße!”
“Und warum nicht?”

“Meine Füße sind doof!”
“Quatsch!”

“Schau dir was anderes an!”
“Na gut, schön, schaue ich mir was anderes an.”

“Was machst du da jetzt!?”
“Ich schaue mir deine, ähm, naja, an.”

“Männer! Lass das!”
“Ich darf mir ja wohl das Dekolletee meiner Freundin ansehen, oder??”

“Nein!”
“Und wessen sonst??”

“Komm jetzt bloß nicht auf komische Gedanken!”
“Du hast doch damit angefangen!”

“Du bist wirklich unmöglich!”
“Aber ich habe doch gar nichts gemacht!”

“Doch!”
“Ach! Und was??”

“Ich habe extra neue Strähnen.”
“Ja, das weiß ich, na und??”

“Und du glotzt mir nur auf meine Dinger! Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Meine Handcreme

25. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Handcreme (photocase.de © Shuwal)Meine Liebste und ich machen uns startklar für den Tag. Während ich bereits in der Küche sitze und meinen Kaffee trinke, ist meine Liebste noch im Bad mit sich selbst beschäftigt. Plötzlich kommt sie zur Tür herein.

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Wo ist meine Handcreme?”
“Weiß ich nicht.”

“Meine kleine blaue Handcreme?”
“Keine Ahnung!”

“Hast du sie nicht benutzt?”
“Ich?? Nein.”

“Aber sie ist weg.”
“Das tut mir leid.”

“Und wo ist sie jetzt?”
“Woher soll ich das wissen??”

“Die steht immer im Bad auf dem kleinen Schrank.”
“Ja?”

“Ja! Und jetzt ist sie weg.”
“Dann wirst du sie wohl irgendwo anders hingestellt haben.”

“Die steht aber immer da!”
“Jetzt wohl nicht mehr…”

“Weil du sie verschlampt hast!”
“Ich habe deine blöde Handcreme nicht!”

“Es kannst aber nur du gewesen sein!”
“Ich war es aber nicht!”

“Zeig mal deine Hände.”
“Wie bitte??”

“Nun zeig doch mal!”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Was soll denn das!?”

“Ich will nur sehen, ob du dir die Hände eingecremt hast!”
“Du spinnst wohl! Hier, bitte sehr!”

“Hm… Ganz trocken.”
“Na also. Darf ich jetzt weiterleben, Frau Kommissarin?”

“Du könntest dir ruhig auch mal die Hände eincremen.”
“Quatsch!”

“Doch, die sind ja ganz rau.”
“Die sind wie immer, ich habe noch nie Handcreme benutzt!”

“Du wirst ja schließlich auch nicht jünger.”
“Na vielen Dank! Und deshalb soll ich jetzt Handcreme benutzen??”

“Würde dir ganz bestimmt nicht schaden.”
“Gut, dann gib mir welche.”

“Sehr witzig! Meine Handcreme ist ja nicht da!”
“Dann lass mich damit jetzt auch in Ruhe, ja?”

“Und was mache ich jetzt?”
“Womit?”

“Mit meinen Händen? Ich muss die eincremen.”
“Nimm doch Nivea oder eine von deinen anderen tausend Cremes.”

“Für die Hände??”
“Na und? Creme ist doch Creme, oder nicht?”

“Nein, das geht ja nun überhaupt gar nicht!”
“Du wirst ja wohl mal einen Tag ohne Mandelmilch auskommen.”

“Wie kommst du denn jetzt auf Mandelmilch??”
“Ist in deiner Handcreme nicht Mandelmilch?”

“Also doch!”
“Was!”

“Du hast meine Handcreme benutzt!”
“Habe ich nicht!”

“Woher weißt du dann, dass da Mandelmilch drin ist!?”
“DAS HAST DU MIR SELBST ERZÄHLT!”

“Ja? Ach so…”
“Schatz?”

“Ja?”
“DU NERVST MICH!”

“Ich bin auch genervt, hier kann man NICHTS stehen lassen!”
“ICH HABE DEINE DOOFE HANDCREME NICHT!!”

“Und wer sonst??”
“Keine Ahnung, ich jedenfalls nicht!”

“Mist. Tja, dann kaufe ich uns heute welche.”
“Dir. Du kaufst DIR welche.”

“Uns.”
“Nein, dir!”

“Du musst aber auch Handcreme benutzen.”
“Muss ich nicht und werde ich nicht!”

“Doch, das ist gut für deine Hände!”
“Hilfe, womit habe ich das bloß verdient…”

“Ich möchte, dass du auch schön weiche Hände hast.”
“Schatz! Kümmere du dich um deine Hände, ich mich um meine, ja!?”

“Möchtest du die gleiche, wie ich, oder eine andere?”
“Ich möchte gar keine!!”

“Dann benutzt du meine einfach mit, das ist sowieso die beste.”
“Keine Wunder, dass mir immer mehr graue Haare wachsen…”

“Damit meinst du ja wohl jetzt nicht mich!”
“Natürlich nicht…”

“Also einverstanden, und die Creme kommt ins Bad.”
“Schön.”

“Ach ja, und eine Bitte hätte ich noch.”
“Himmel… Was willst du denn nun noch…”

“Nimm jedesmal nur einen klitzekleinen Klecks davon.”
“Aha. Und warum das nun wieder?”

“Ich mag bei Männern keine parfümierten Hände.”

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So eine hat nicht jeder

17. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

So eine hat nicht jeder (photocase.de © kunstfisch)Meine Liebste und ich machen am Sonntag einen kleinen Spaziergang. Wir scheinen genau die Viertelstunde erwischt zu haben, in der es mal nicht regnet. Wir wollen aber auch nur einmal kurz Luft schnappen.
Ich bleibe kurz stehen.

“Schatz? Was machst du da?”
“Ich glaube, meine Uhr ist stehen geblieben, Süße.”

“Deine tolle High-tech Superduper Rennfahrer-Uhr??”
“Meine Uhr. Ja.”

“Ich dachte, die kann nicht kaputt gehen?”
“Sie ist ja auch nicht kaputt.”

“Und wieso geht sie dann nicht mehr?”
“Da ist mir wohl aus Versehen das Stellrad rausgesprungen…”

“Na, dann ist ja gut.”
“Sag mal grade, wie spät es ist.”

“Ähm… So ungefähr viertel nach Vier.”
“Geht das vielleicht auch etwas genauer??”

“Also, ähm… Es müsste so kurz nach…”
“Was ist? Kannst du deine eigene Uhr nicht lesen??”

“Doch, aber das hier ist eigentlich nicht meine Uhr.”
“Aha. Und wem gehört die dann?”

“Naja, sie gehört schon mir.”
“Aber?”

“Aber ich benutze sie nicht als Uhr.”
“Zeig mal her!”

[Die Liebste nimmt ihre Uhr vom linken Arm ab und drückt sie mir in die Hand. Es handelt sich eigentlich eher um einen 3cm breiten und 2cm dicken schwarzen Armreifen, der nicht geschlossen ist und sich zum Anlegen leicht dehnen lässt.
Oben drauf ist so eine Art weißes Mini-Fischauge mit einer kleinen Glaskuppel drauf. Schaut man genau hin, entdeckt man in der Mitte eine Miniatur-Zeigeranzeige, die trotz des Lupeneffektes des Fischauges nicht genau abzulesen ist.
Einfach nur zwei Zeigerchen, keine Zahlen oder Striche...]

“Und? Wie spät ist es?”
“Tja… Kann ich nicht sagen. Was ist denn das für eine Uhr!”

“Ich finde die total schön.”
“Ja, aber man kann doch die Zeit gar nicht ablesen!”

“Na und?”
“Aber dafür trägt man doch eine Uhr, oder nicht?”

“Also ich finde meine Uhr klasse, so eine hat nicht jeder.”
“Kein Wunder, man kann ja auch die Zeit nicht ablesen!”

“Dafür brauche ich sie ja auch gar nicht.”
“Sondern??”

“Ich finde, die steht mir.”
“Sowas kann man auch wirklich nur Frauen verkaufen!”

“Wieso!”
“Kein Mann würde sich so eine Uhr an den Arm machen!”

“Ich mir deine Untertasse auch nicht!”
“Untertasse??”

“Viel zu groß.”
“Quatsch!”

“Deine Uhr hat mehr Zeiger als mein ganzes Auto!”
“Und bei deiner Uhr merkt man erst gar nicht, wenn sie stehen bleibt!”

“Habe ich dir die ungefähre Zeit gesagt oder nicht??”
“Schon, aber ungefähr reicht mir doch jetzt nicht!”

“Warum?”
“Man stellt doch eine Uhr nicht ungefähr!”

“Ich schon, das geht bei der hier auch gar nicht anders.”
“Aber… Das heißt also, du weißt nie genau, wie spät es ist?”

“Wieso?”
“Kein Wunder, dass du ständig zu spät kommst!”

“Natürlich weiß ich immer genau, wie spät es ist!”
“Mit der Uhr da?? Niemals!”

“Trotzdem.”
“Aha! Und warum kannst du es dann ausgerechnet jetzt nicht sagen??”

“Weil ich mein Handy zuhause gelassen habe.”

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Erschreckend

21. Februar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Erschreckend (photocase.de © little-smile)Meine Liebste steht in knapper und eher privater Bekleidung an unserer Balkontür vor unserem kleinen Balkon und schaut hinaus.
Keine Ahnung, was sie da macht, und gewöhnlich stellt sie sich nicht halbnackt vor ein Fenster…
Aber egal, mich stört es nicht!
Eher das Gegenteil…

“Schatz! Das glaubst du nicht!”
“Was denn, Süße?”

“Da gegenüber, da hat eine Omi aus dem Fenster geschaut!”
“Das ist, ähm, das ist ja unglaublich…”

“Und weißt du was?”
“Was?”

“Als sie mich gesehen hat, hat sie die Gardine zugezogen!”
“Warum stehst du da denn auch halbnackt vorm Fenster??”

“Ich bin doch nicht nackt!?”
“Nee, ich sagte ja auch halbnackt.”

“Ich habe doch was an?”
“Ja… Aber nicht viel.”

“Wieso hat die denn die Gardine zugezogen??”
“Vielleicht hat sie sich erschrocken, als sie dich gesehen hat.”

“Erschrocken??”
“Ja.”

“Wieso?? Sehe ich so schlimm aus?”
“Ich meinte eher, dass sie…”

“Was stimmt denn mit mir nicht??”
“Mit dir stimmt alles, aber…”

“Du hast gesagt, dass die sich erschrocken hat!”
“Das war doch nur so eine Vermutung und ich meinte doch…”

“Das heißt, vermutlich hättest du dich auch erschrocken??”
“Ich?? Was habe ich denn jetzt damit zu tun??”

“Ich bin zu dick, stimmt´s?”
“Du bist doof, DAS stimmt!”

“Aha! Also dick und doof!”
“Himmel…!”

“Kein Wunder, dass sich die arme alte Frau erschrocken hat!”
“Schatz! Du bist weder dick noch doof!”

“Du bist auch nicht der Dünnste und doof bist du auch!”
“Was soll das denn jetzt??”

“Stell du dich doch mal in Unterhose hier ans Fenster!”
“Ich?? Warum das denn??”

“Dann werden wir ja sehen, wo überall die Gardinen zugehen!”

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Es geht hier um meine Hose!

7. Februar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Es geht hier um meine Hose! (photocase.de © pakalou)Meine Liebste und ich schlendern durch den gigantischen Zero-Outlet-Store in Bremen-Habenhausen, oder besser: ich schlendere brav hinter meiner Liebsten her…
Vorbei an dutzenden Ständern mit Blusen, Jacken, Hosen für die Dame.

“Guck mal da!”
“Was? Wo? Was ist da, Süße?”

“Na meine Hose! Da!”
“Deine Hose??”

“Da hängt die Hose, die ich an habe, hier!”
“Die da? Aber die ist doch dunkelbraun und deine ist…”

“Na und? Es ist die gleiche Hose in einer anderen Farbe.”
“Ah…”

“Und? Wie findest du die?”
“Die Hose? Die, die du an hast oder…”

“Beide.”
“Sehr gut.”

“Und welche sieht besser aus?”
“Kann ich nicht sagen.”

“Die schwarze oder die braune Hose?”
“Die schwarze. Aber die braune ist auch nicht schlecht…”

“Die passt super, oder?”
“Spitze.”

“Soll ich die braune auch mitnehmen?”
“Warum nicht? Passen wird sie ja wahrscheinlich…”

“Aber dir gefällt die doch nicht in Braun!”
“Doch, die ist auch klasse, nimm mit.”

“Pff! Du willst ja nur, dass wir schnell wieder gehen!”
“Das wäre wünschenswert, ich rechne aber nicht wirklich damit…”

“Das wird auch nichts!”
“Können wir jetzt weitergehen?”

“Nein! Ist die noch in meiner Größe da?”
“Woher soll ich das wissen!?”

“Du könntest ja mal gucken!”
“Was weiß ich, was du für eine Größe hast…”

“36! Ist das so schwer??”
“Also schön, schaue ich nach 36, wie Madame wünscht…”

“Bei der doch aber nicht!”
“Was soll das denn jetzt wieder heißen, bei DER nicht??”

“Die fallen so klein aus, da musst du schon nach 38 gucken.”
“Ach ja, richtig! Ich als Wahrsager hätte das wissen müssen!”

“Das sieht man doch wohl!”
“Weißt du was, guck einfach selber, wie wäre denn das!?”

[Meine Liebste drückt mir ihre Handtasche in die Hand und beginnt, die cirka 638 brauen Hosen durchzublättern und dabei rasch einen Blick auf die kleinen eingenähten Schildchen im Hosenbund zu werfen.
Nachdem sie alle durch hat, beginnt sie rückwärts von neuem...
Mir schwant dabei nichts Gutes...]

“Die ist weg! Das gibt´s doch wohl nicht!”
“Wer ist weg?”

“Da passt mir EINMAL eine Hose und dann ist die weg!”
“Ähm…”

“Hängen die vielleicht noch woanders?”
“Also das glaube ich nicht…”

“Ich schaue mal, du bleibst hier stehen!”
“Wieso muss ich hier stehen bleiben??”

“Vielleicht kommt die ja wieder?”
“Wer? Die Hose??”

“Wenn die gerade jemand anprobiert, kann doch sein?”
“Ich will aber hier jetzt nicht doof stehen bleiben!”

“Du bleibst jetzt hier, kannst du ja wohl mal für mich machen!”
“Aber das ist langweilig!”

“Es geht hier um meine Hose!”
“Aber Schatz, ich…”

“Ich bin ja gleich wieder da!”
“Aber…”

“…und pass auf meine Handtasche auf!”

[...sprach sie und war von da an gefühlte drei Stunden nicht mehr gesehen. Könnte ja tatsächlich sein, dass eine junge Dame mit Größe 38 die Hose zurückbringt, versuchte ich mir einzureden. DAS wäre ein echter Triumph für mich!
Vermutlich bot ich aber den um mich herumlaufenden Damen ein eher klägliches Bild, so unnütz und verloren dastehend, auf den Hosenständer starrend und mit einer baumelnden Frauenhandtasche in der Hand...]

“Du stehst ja immer noch da!”
“Ja, Schatz. Und WO warst DU BITTESCHÖN so lange??”

“In der Umkleide, war voll. Hat jemand die 38er zurückgebracht?”
“Nein, natürlich nicht…”

“Gut!”
“Gut?? Wieso denn gut, ich dachte, dass du…”

[Meine Liebste greift in den Ständer mit den braunen Hosen und zieht eine in Größe 36 raus.]

“Die nehme ich.”
“Aber die ist viel zu klein, hast du doch gesagt??”

“Ich habe doch 36, muss ich irgendwie verwechselt haben…”
“UND DAFÜR STEHE ICH HIER DOOF RUM UND ALTERE VOR MICH HIN??”

“Das kann doch wohl mal passieren!”
“Schatz! Ich kriege gleich einen Anfall!!”

“Hör auf jetzt und lass uns zu den Blusen da hinten gehen.”
“Aber da musst du doch eben schon gewesen sein??”

“Nee, da wollte ich mit dir zusammen hin.”
“Wieso??”

“Weil da so eine Bluse hängt, so ähnlich wie eine von meinen.”
“Ach! Zufällig in einer anderen Farbe und genau deine Größe fehlt??”

“Nee.”
“Nicht?? Und was soll ich dann da??”

“Bei den Blusen? Gar nichts.”
“SONDERN??”

“Du könntest dich da für mich schon mal in der Schlange vor der Umkleidekabine anstellen!”

Kopfschüttel…

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Schnellfönen

13. Januar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Schnellfönen (photocase.de © circleview)Meine Liebste und ich haben eigentlich am heutigen Samstagabend nichts besonderes vor; endlich mal wieder! Gemeinsam überlegen wir, was wir unternehmen könnten.

“Schatz, was hältst du von Kino?”
“Kino? Keine schlechte Idee, Süße!”

“Was läuft denn?”
“Keine Ahnung, wie heißt noch der mit Til Schweiger?”

“Keinohrhasen! Ja, Keinohrhasen, der soll gut sein!”
“Naja, also der Titel, also…”

“Lass uns da reingehen, ja?”
“Na gut, lass uns das machen. Vorstellung um acht Uhr?”

“Schaffe ich nicht.”
“Wieso schaffst du das nicht??”

“Ich muss noch Haare waschen.”
“Och Schatz! Muss denn das unbedingt…”

“Natürlich, schau mich doch mal an!”
“Eigentlich siehst du aus wie immer…”

“Wie immer??”
“Wie immer zum Anbeißen, wollte ich sagen…”

“Das sagst du ja nur, weil du ins Kino willst.”
“Moment! Das war ja wohl deine Idee!”

“Will ich ja auch, aber nicht so.”
“Dann geh halt duschen und beeil dich. Fertig.”

“Duschen auch?? Ich muss auch duschen?”
“Du musst nicht, aber ich dachte, wenn…”

“Ich muss doch nicht schon wieder duschen!”
“Dann eben nicht, dann wasch dir eben nur die Haare.”

“Du sagst das, als hätte ich eine Dusche nötig!”
“Das meinte ich aber nicht, vergiss es.”

“Wenn hier einer duschen sollte, dann ja wohl du.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Wann warst du denn zuletzt?”
“Vorletzte Woche. Aber ohne Seife.”

“Ehrlich??”
“Sag mal, du spinnst ja wohl!”

“Ich frage ja nur…”
“Geh lieber Haare waschen!”

“Ja, ich muss wohl heute meine Haare waschen…”
“Wieso denn?? Sieht doch gut aus!”

“Ja weil, Mittwoch muss ich auf jeden fall.”
“Mittwoch?? Aber das ist ja erst in vier Tagen?”

“Ja, aber am Montag habe ich den Termin, also muss ich…”
“Montag??”

“Also muss ich heute auch, wenn ich nicht morgen noch…”
“Was?”

“Da muss ich morgens, ach nee, geht nicht…”
“Ich verstehe kein Wort…”

“Aber wenn ich morgen mache, dann hält das bis, hm…”
“Heißt das, du planst jetzt schon deine Haare im Voraus??”

“Ja muss ich doch!”
“Aha… Und kannst du jetzt nicht einfach mal eben schnell?”

“Hm, also wenn ich heute schnell, dann morgen lang, und…”
“Kurz? Lang??”

“Wegen dem Schnellfönen. Wenn man nicht duscht.”
“Was??”

“Schnellfönen macht kurzen Halt, Langfönen macht langen Halt.”
“Aha…”

“Mit Duschen und Langfönen kann man auch mal eben ohne.”
“Ähm…”

“Wohingegen man auch ohne mal Langfönen kann. Natürlich.”
“Natürlich.”

“Aber ich könnte heute ohne und schnell, morgen mit und lang.”
“Wieso ist denn das so kompliziert!? Ohne, mit, lang, Hinz und Kunz!”

“Na du mit deinen paar Stoppeln da brauchst das ja auch nicht!”
“Ach! Und für deine Haare muss man studiert haben oder was?”

“Also: heute schnell ohne, dann aber morgen mit Duschen und lang, Montag ohne mit, Mittwoch mit und mit. Dann könnte ich auch Montag schon morgens…”
“Schatz, ich werde wahnsinnig! Was heißt denn das jetzt??”

“Ach, ich mache mir einen Zopf. Lass uns gehen.”

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Ruf die Polizei oder so!

7. Januar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Ruf die Polizei oder so! (photocase.de © Padapapada)Meine Liebste befindet sich irgendwo in der Wohnung, während ich auf dem Sofa sitze und im Internet surfe. Sehr spannend, was ich da so alles zu sehen kriege… Plötzlich stürmt meine Liebste ins Wohnzimmer!

“Schatz! Lass sofort alles liegen und komm!”
“Was?? Was ist denn passiert, Süße??”

“Er ist weg!”
“Wer ist weg?”

“Mein Schmuck!”
“Wie bitte??”

“Geklaut!”
“Dein Schmuck??”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Alles weg!”
“Das kann doch nicht sein!”

“Wenn ich es doch sage??”
“Den hast du bestimmt nur irgendwo hingelegt.”

“Ich weiß immer, wo ich meine Sachen habe!”
“Hast du schon gesucht?”

“Natürlich!”
“Und was soll ICH da jetzt machen??”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Wie kannst du da jetzt nur so ruhig sitzen!?”
“Aber Schatz, ich…”

“Hilf mir doch mal!”
“Soll ich mit suchen?”

“Ja!”
“Und wo?”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Jetzt komm endlich! Oder ruf die Polizei oder so!”
“Schatz! Also wo hattest du ihn denn zuletzt…”

“In der Schublade, im Schrank und im Bad.”
“Und das ist jetzt alles weg??”

“Nein. Ist alles noch da.”
“Ähm…”

“Aber meine Lieblingssachen fehlen!”
“Deine…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Da brauche ich einmal deine Hilfe und du tust nichts!”
“Also ich würde ja gerne, aber ich weiß gar nicht, wonach ich…”

“Was soll das heißen, du weißt das nicht!”
“Was sind denn deine Lieblingssachen??”

“Was trage ich denn immer!?”
“Ähm…”

“Du bist so doof!”
“Ähm, die Dings, die…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Du sitzt ja immer noch da!”
“Also gut, dann suche ich jetzt im Arbeitszimmer nach…”

“Nee, du bringst mir da nur alles durcheinander!”
“Und wo…”

“Ich weiß genau, dass meine Kette im Bad auf dem Schrank lag!”
“Denk doch mal nach, was hast du denn…”

“Was glaubst du wohl, was ich die ganze Zeit mache!”
“Entschuldige, ich wollte ja nur…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Ich lasse hier nie wieder jemanden in die Wohnung!”
“Du hast deinen Schmuck bestimmt nur irgendwo hingelegt.”

“Na danke! Ich bin aber nicht so schlampig, wie du!”
“Ach nee! ICH habe noch nie Schmuck verlegt!”

“Du hast ja auch gar keinen!”
“Du ja jetzt auch nicht mehr!”

Blödmann!”
“Schussel!”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Also wenn du mir jetzt nicht hilfst, dann…!”
“Liebste, wo hast du denn noch NICHT nachgesehen?”

“Hm… Im…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste SCHLEICHT zur Tür herein.]

“Jetzt muss ich mich erst einmal hinsetzen…”
“Hast du ihn??”

“Ja, Gott sei Dank…”
“Und wo war er jetzt?”

“In dem Brillenetui, wo deine Sonnenbrille drin war.”
“Ach und wieso brauchtest du das??”

“Das hatte die richtige Größe, ist stabil und ich wollte nur…”
“Und wo ist MEINE SONNENBRILLE jetzt??”

“Aber die brauchst du doch jetzt im Winter gar nicht.”
“WO IST MEINE SONNENBRILLE!!”

“Ja, tja, wo habe ich die… Hilfst du mir?”

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Ein gewagtes Dekoltee

6. September 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Ein gewagtes Dekoltee (photocase.de © frau.lueders)Meine Liebste und ich stehen vor unserem großen Kleiderschrank und suchen jeweils ein passendes Outfit für die feierliche Geschäftseröffnung eines Freundes, zu der wir heute nachmittag eingeladen sind. Wir haben uns überlegt, dass es schon etwas eleganter sein sollte, aber auch nicht zu übertrieben. Ganz schön schwierig!

“Ich ziehe meinen schwarzen Blazer drüber.”
“Mach das, Süße.”

“Nimmst du mich denn so mit?”
“Ja, du siehst klasse aus, sehr gut. Alle werden dich bestaunen.”

“Ist das denn nicht ein bisschen zu gewagt?”
“Was jetzt?”

“Na mein Dekoltee?”
“Nein.”

“Was nein?”
“Nein, es ist nicht zu gewagt.”

“Nicht? Schade!”

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Zwanzig Minuten, Liebste

3. September 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Zwanzig Minuten, Liebste (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste muss aufstehen; ihr Wecker klingelt nun schon zum vierten mal.
Es ist ziemlich genau 7.21 Uhr und damit nähern wir uns dem Klingelzeitpunkt meines Weckers: 7.30 Uhr. Das ist für gewöhnlich eine sehr angenehme Zeit, finde ich…

“Ich will nicht aufstehen!”
“Du musst aber, Süße.”

“Aber ich will nicht!”
“Steh jetzt auf und lass mich noch zwei Minuten, ja?”

“Wieso zwei Minuten?”
“Dann muss ich auch aufstehen.”

“In genau zwei Minuten?”
“So ungefähr, und jetzt lass mich!”

“Ich bleibe auch noch eine klitzekleine Minute liegen.”
“Schön.”

[Meine Liebste schmeißt sich noch einmal unter ihre Bettdecke und zieht diese bis zur Nasenspitze hoch. Da unter der Decke der Liebsten meistens - für gewöhnliche Menschen - lebensbedrohliche Temperaturen so um die 50-60 Grad herrschen, kann ich schon verstehen, dass sie morgens immer friert, wenn sie sich aus dem Bett schält...]

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Was machst du da?”
“Ich stehe auf, was sonst.”

“Wie! Jetzt??”
“Schatz, es ist kurz vor halb, ich muss aufstehen.”

“Aber das geht nicht!”
“Und warum nicht??”

“Ich muss ins Bad!”
“Aber du liegst doch noch da!”

“Nee, ich muss ins Bad jetzt!”
“Ach! Und ich?”

“Wie lange brauchst du denn?”
“Zwanzig Minuten?”

“Das geht nicht!”
“Also hör mal, du wolltest um sieben Uhr aufstehen!”

“Ja, aber das habe ich doch nicht geschafft.”
“Aber ich muss jetzt auch ins Bad!”

“Wieso denn zwanzig Minuten? Brauchst du doch sonst nicht!”
“Ich wollte duschen, darf ich das?”

“Und ich?”
“Dir würde eine Dusche auch nicht schaden…”

“Nein, ich meine, und was mache ich??”
“Keine Ahnung, ich gehe jetzt jedenfalls.”

“Dann komme ich mit.”
“Was heißt das, du kommst mit!”

“Naja, du kannst ja duschen und ich putze schon mal Zähne.”
“Och nee!”

“Was denn??”
“Du weißt ganz genau, dass ich das nicht mag!”

“Ja, aber das verstehe ich sowieso nicht.”
“Was? Dass ich morgens gerne meine Ruhe im Bad haben
will?”

“Ich störe dich doch aber nicht!”
“Wenn du das Badezimmer betrittst, sieht es zwei Minuten später aus wie im
Friseursalon!”

“Das stimmt gar nicht!”
“Wohl stimmt das! Überall liegt dann was rum!”

“Das liegt aber nicht an mir.”
“Sondern?”

“Am Badezimmer.”
“Wie bitte??”

“Das ist einfach viel zu klein!”
“Klar, unser Bad ist zu klein! Sonst noch was??”

“Ich habe viel zu lange Haare.”
“Ähm…”

“Ja, weil ich da immer so viel kämmen muss.”
“Dann schneide sie doch ab!”

“Wieso? Gefallen dir meine Haare nicht?”
“Doch, so meinte ich das nicht…”

“Warum soll ich die denn abschneiden??”
“Sollst du ja gar nicht!”

“Aber du hast doch…”
“Dann brauchst du sie nicht mehr kämmen, hast du doch selbst gesagt!”

“Nee, aber kurze Haare sind doch viel aufwendiger?”
“Aufwendiger? Aber…”

“Natürlich! Die muss man dann doch jeden morgen stylen!”
“Aha, naja…”

“Ich schneide doch nicht meine Haare ab, nur weil…”
“Weil was!”

“…weil du morgens alleine im Bad sein willst!”
“Das ist ja wohl total schwachsinnig!”

“Eben!”
“Nein, ich meinte deine Schlussfolgerung!”

“Du hast gesagt, ich hätte zu lange Haare!”
“Nein! Das hast DU gesagt!”

“Ich wollte doch nur ins Bad!”
“Dafür hattest du ja auch bereits eine halbe Stunde Zeit!”

“Mit kurzen Haaren müsste ich doch noch früher aufstehen!”
“Du hast aber lange Haare, schon vergessen??”

“Und darüber solltest du froh sein.”
“Ich?? Wieso ich denn??”

“Weil du deshalb schon in zwanzig Minuten ins Bad kannst!”

Kopfschüttel…

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Nicht irgendeinen!

14. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Nicht irgendeinen! (photocase.de © Juttaschnecke)Meine Liebste steht vor unserem großen Schlafzimmerspiegel und betrachtet sich von oben bis unten. Dabei neigt sie ihren Kopf mal nach links, mal nach rechts, oder vergräbt ihr Kinn fragend in ihrer rechten Hand.
Ich überlege, ob ich besser schnell wieder gehe…

“Du Schatz?”
“Was ist, Süße?”

“Ich schaue mich hier gerade mal so an.”
“Ähm, ja, das sehe ich…”

“Ich weiß einfach nicht.”
“Ich auch nicht…”

“Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!”
“Musst du denn jetzt unbedingt was sagen?”

“Ja!”
“Aha… Und was?”

“Ich brauche einen Typberater.”
“Du brauchst was??”

“Einen Typberater, der mir mal hilft.”
“Wobei soll der dir helfen??”

“Na was mir so steht und so.”
“Also ich finde, dass dir…”

“Nee, von dir will ich gar nichts hören!”
“So? Das ist ja mal was Neues…”

“Ich brauche aber mal eine Typberatung.”
“Schön. Mach. Habe ich nichts dagegen.”

“Und woher kriege ich so jemanden?”
“Gelbe Seiten vielleicht?”

“Ich brauche aber einen guten, nicht irgendeinen!”
“Zur Not kann ich dir aber auch sagen, was dir steht?”

“Nee! Du auf keinen Fall.”
“Und warum ich nicht? Nicht, dass ich mich drum reißen würde, aber…”

“Ich brauche mal einen Mann, der was von Frauen versteht!”

Kopfschüttel…

Jetzt verfügbar: Ergebnisse der Umfrage März 2008

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Anders eben!

7. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Anders eben! (photocase.de © skyla80)Meine Liebste und ich sitzen in der Küche und trinken jeder ein Glas Multivitamin-Saft, eisgekühlt und in einem Sektglas.
Das mag sich komisch anhören, ist aber irgendwie eine tolle Sache ab und zu!

“Voll lecker!”
“Ja, Süße.”

“Ich nehme gleich noch einen.”
“Wie du möchtest.”

“Und warum guckst du mich so an?”
“Was? Ich? Wie gucke ich denn?”

“Du guckst mich so komisch an.”
“Ich habe dich ja auch lange nicht gesehen.”

“Was soll das denn heißen, du kennst mich doch??”
“Ich kann dich ja wohl man anschauen!?”

“Ich sehe müde aus, oder?”
“Dafür hast du ja jetzt den Vitamin-Drink.”

“Also sehe ich müde aus?”
“Naja…”

“Und deswegen guckst du mich so komisch an??”
“Ich gucke dich nicht komisch an!”

“Du hast gesagt, ich sähe müde aus.”
“Nein, das hast du gesagt.”

“Aber du hast nicht widersprochen!”
“Aber auch nicht direkt zugestimmt.”

“Ich darf doch wohl auch mal müde sein?!”
“Natürlich darfst du das, ich sage doch gar nichts!?”

“Aber du guckst so komisch.”
“Ich habe dich einfach nur angesehen, sonst nichts!”

“Habe ich irgendwo was im Gesicht hängen?”
“Da hängt nichts, Schatz…”

“Nicht?”
“Nein.”

“Wirklich nicht?”
“Nein!”

“Manchmal bist du echt komisch…”
“Ich werde ja wohl mal meine Liebste anschauen dürfen!”

“Aber nicht so!”
“Sondern??”

“Anders eben.”
“Gut, schaue ich eben ganz woanders hin.”

“Schatz? Was siehst du dir jetzt an?”
“Deine Füße.”

“Nicht meine Füße!”
“Und warum nicht?”

“Meine Füße sind doof!”
“Quatsch!”

“Schau dir was anderes an!”
“Na gut, schön, schaue ich mir was anderes an.”

“Was machst du da jetzt!?”
“Ich schaue mir deine, ähm, naja, an.”

“Männer! Lass das!”
“Ich darf mir ja wohl das Dekolletee meiner Freundin ansehen, oder??”

“Nein!”
“Und wessen sonst??”

“Komm jetzt bloß nicht auf komische Gedanken!”
“Du hast doch damit angefangen!”

“Du bist wirklich unmöglich!”
“Aber ich habe doch gar nichts gemacht!”

“Doch!”
“Ach! Und was??”

“Ich habe extra neue Strähnen.”
“Ja, das weiß ich, na und??”

“Und du glotzt mir nur auf meine Dinger! Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Meine Handcreme

25. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Handcreme (photocase.de © Shuwal)Meine Liebste und ich machen uns startklar für den Tag. Während ich bereits in der Küche sitze und meinen Kaffee trinke, ist meine Liebste noch im Bad mit sich selbst beschäftigt. Plötzlich kommt sie zur Tür herein.

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Wo ist meine Handcreme?”
“Weiß ich nicht.”

“Meine kleine blaue Handcreme?”
“Keine Ahnung!”

“Hast du sie nicht benutzt?”
“Ich?? Nein.”

“Aber sie ist weg.”
“Das tut mir leid.”

“Und wo ist sie jetzt?”
“Woher soll ich das wissen??”

“Die steht immer im Bad auf dem kleinen Schrank.”
“Ja?”

“Ja! Und jetzt ist sie weg.”
“Dann wirst du sie wohl irgendwo anders hingestellt haben.”

“Die steht aber immer da!”
“Jetzt wohl nicht mehr…”

“Weil du sie verschlampt hast!”
“Ich habe deine blöde Handcreme nicht!”

“Es kannst aber nur du gewesen sein!”
“Ich war es aber nicht!”

“Zeig mal deine Hände.”
“Wie bitte??”

“Nun zeig doch mal!”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Was soll denn das!?”

“Ich will nur sehen, ob du dir die Hände eingecremt hast!”
“Du spinnst wohl! Hier, bitte sehr!”

“Hm… Ganz trocken.”
“Na also. Darf ich jetzt weiterleben, Frau Kommissarin?”

“Du könntest dir ruhig auch mal die Hände eincremen.”
“Quatsch!”

“Doch, die sind ja ganz rau.”
“Die sind wie immer, ich habe noch nie Handcreme benutzt!”

“Du wirst ja schließlich auch nicht jünger.”
“Na vielen Dank! Und deshalb soll ich jetzt Handcreme benutzen??”

“Würde dir ganz bestimmt nicht schaden.”
“Gut, dann gib mir welche.”

“Sehr witzig! Meine Handcreme ist ja nicht da!”
“Dann lass mich damit jetzt auch in Ruhe, ja?”

“Und was mache ich jetzt?”
“Womit?”

“Mit meinen Händen? Ich muss die eincremen.”
“Nimm doch Nivea oder eine von deinen anderen tausend Cremes.”

“Für die Hände??”
“Na und? Creme ist doch Creme, oder nicht?”

“Nein, das geht ja nun überhaupt gar nicht!”
“Du wirst ja wohl mal einen Tag ohne Mandelmilch auskommen.”

“Wie kommst du denn jetzt auf Mandelmilch??”
“Ist in deiner Handcreme nicht Mandelmilch?”

“Also doch!”
“Was!”

“Du hast meine Handcreme benutzt!”
“Habe ich nicht!”

“Woher weißt du dann, dass da Mandelmilch drin ist!?”
“DAS HAST DU MIR SELBST ERZÄHLT!”

“Ja? Ach so…”
“Schatz?”

“Ja?”
“DU NERVST MICH!”

“Ich bin auch genervt, hier kann man NICHTS stehen lassen!”
“ICH HABE DEINE DOOFE HANDCREME NICHT!!”

“Und wer sonst??”
“Keine Ahnung, ich jedenfalls nicht!”

“Mist. Tja, dann kaufe ich uns heute welche.”
“Dir. Du kaufst DIR welche.”

“Uns.”
“Nein, dir!”

“Du musst aber auch Handcreme benutzen.”
“Muss ich nicht und werde ich nicht!”

“Doch, das ist gut für deine Hände!”
“Hilfe, womit habe ich das bloß verdient…”

“Ich möchte, dass du auch schön weiche Hände hast.”
“Schatz! Kümmere du dich um deine Hände, ich mich um meine, ja!?”

“Möchtest du die gleiche, wie ich, oder eine andere?”
“Ich möchte gar keine!!”

“Dann benutzt du meine einfach mit, das ist sowieso die beste.”
“Keine Wunder, dass mir immer mehr graue Haare wachsen…”

“Damit meinst du ja wohl jetzt nicht mich!”
“Natürlich nicht…”

“Also einverstanden, und die Creme kommt ins Bad.”
“Schön.”

“Ach ja, und eine Bitte hätte ich noch.”
“Himmel… Was willst du denn nun noch…”

“Nimm jedesmal nur einen klitzekleinen Klecks davon.”
“Aha. Und warum das nun wieder?”

“Ich mag bei Männern keine parfümierten Hände.”

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So eine hat nicht jeder

17. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

So eine hat nicht jeder (photocase.de © kunstfisch)Meine Liebste und ich machen am Sonntag einen kleinen Spaziergang. Wir scheinen genau die Viertelstunde erwischt zu haben, in der es mal nicht regnet. Wir wollen aber auch nur einmal kurz Luft schnappen.
Ich bleibe kurz stehen.

“Schatz? Was machst du da?”
“Ich glaube, meine Uhr ist stehen geblieben, Süße.”

“Deine tolle High-tech Superduper Rennfahrer-Uhr??”
“Meine Uhr. Ja.”

“Ich dachte, die kann nicht kaputt gehen?”
“Sie ist ja auch nicht kaputt.”

“Und wieso geht sie dann nicht mehr?”
“Da ist mir wohl aus Versehen das Stellrad rausgesprungen…”

“Na, dann ist ja gut.”
“Sag mal grade, wie spät es ist.”

“Ähm… So ungefähr viertel nach Vier.”
“Geht das vielleicht auch etwas genauer??”

“Also, ähm… Es müsste so kurz nach…”
“Was ist? Kannst du deine eigene Uhr nicht lesen??”

“Doch, aber das hier ist eigentlich nicht meine Uhr.”
“Aha. Und wem gehört die dann?”

“Naja, sie gehört schon mir.”
“Aber?”

“Aber ich benutze sie nicht als Uhr.”
“Zeig mal her!”

[Die Liebste nimmt ihre Uhr vom linken Arm ab und drückt sie mir in die Hand. Es handelt sich eigentlich eher um einen 3cm breiten und 2cm dicken schwarzen Armreifen, der nicht geschlossen ist und sich zum Anlegen leicht dehnen lässt.
Oben drauf ist so eine Art weißes Mini-Fischauge mit einer kleinen Glaskuppel drauf. Schaut man genau hin, entdeckt man in der Mitte eine Miniatur-Zeigeranzeige, die trotz des Lupeneffektes des Fischauges nicht genau abzulesen ist.
Einfach nur zwei Zeigerchen, keine Zahlen oder Striche...]

“Und? Wie spät ist es?”
“Tja… Kann ich nicht sagen. Was ist denn das für eine Uhr!”

“Ich finde die total schön.”
“Ja, aber man kann doch die Zeit gar nicht ablesen!”

“Na und?”
“Aber dafür trägt man doch eine Uhr, oder nicht?”

“Also ich finde meine Uhr klasse, so eine hat nicht jeder.”
“Kein Wunder, man kann ja auch die Zeit nicht ablesen!”

“Dafür brauche ich sie ja auch gar nicht.”
“Sondern??”

“Ich finde, die steht mir.”
“Sowas kann man auch wirklich nur Frauen verkaufen!”

“Wieso!”
“Kein Mann würde sich so eine Uhr an den Arm machen!”

“Ich mir deine Untertasse auch nicht!”
“Untertasse??”

“Viel zu groß.”
“Quatsch!”

“Deine Uhr hat mehr Zeiger als mein ganzes Auto!”
“Und bei deiner Uhr merkt man erst gar nicht, wenn sie stehen bleibt!”

“Habe ich dir die ungefähre Zeit gesagt oder nicht??”
“Schon, aber ungefähr reicht mir doch jetzt nicht!”

“Warum?”
“Man stellt doch eine Uhr nicht ungefähr!”

“Ich schon, das geht bei der hier auch gar nicht anders.”
“Aber… Das heißt also, du weißt nie genau, wie spät es ist?”

“Wieso?”
“Kein Wunder, dass du ständig zu spät kommst!”

“Natürlich weiß ich immer genau, wie spät es ist!”
“Mit der Uhr da?? Niemals!”

“Trotzdem.”
“Aha! Und warum kannst du es dann ausgerechnet jetzt nicht sagen??”

“Weil ich mein Handy zuhause gelassen habe.”

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Erschreckend

21. Februar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Erschreckend (photocase.de © little-smile)Meine Liebste steht in knapper und eher privater Bekleidung an unserer Balkontür vor unserem kleinen Balkon und schaut hinaus.
Keine Ahnung, was sie da macht, und gewöhnlich stellt sie sich nicht halbnackt vor ein Fenster…
Aber egal, mich stört es nicht!
Eher das Gegenteil…

“Schatz! Das glaubst du nicht!”
“Was denn, Süße?”

“Da gegenüber, da hat eine Omi aus dem Fenster geschaut!”
“Das ist, ähm, das ist ja unglaublich…”

“Und weißt du was?”
“Was?”

“Als sie mich gesehen hat, hat sie die Gardine zugezogen!”
“Warum stehst du da denn auch halbnackt vorm Fenster??”

“Ich bin doch nicht nackt!?”
“Nee, ich sagte ja auch halbnackt.”

“Ich habe doch was an?”
“Ja… Aber nicht viel.”

“Wieso hat die denn die Gardine zugezogen??”
“Vielleicht hat sie sich erschrocken, als sie dich gesehen hat.”

“Erschrocken??”
“Ja.”

“Wieso?? Sehe ich so schlimm aus?”
“Ich meinte eher, dass sie…”

“Was stimmt denn mit mir nicht??”
“Mit dir stimmt alles, aber…”

“Du hast gesagt, dass die sich erschrocken hat!”
“Das war doch nur so eine Vermutung und ich meinte doch…”

“Das heißt, vermutlich hättest du dich auch erschrocken??”
“Ich?? Was habe ich denn jetzt damit zu tun??”

“Ich bin zu dick, stimmt´s?”
“Du bist doof, DAS stimmt!”

“Aha! Also dick und doof!”
“Himmel…!”

“Kein Wunder, dass sich die arme alte Frau erschrocken hat!”
“Schatz! Du bist weder dick noch doof!”

“Du bist auch nicht der Dünnste und doof bist du auch!”
“Was soll das denn jetzt??”

“Stell du dich doch mal in Unterhose hier ans Fenster!”
“Ich?? Warum das denn??”

“Dann werden wir ja sehen, wo überall die Gardinen zugehen!”

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Es geht hier um meine Hose!

7. Februar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Es geht hier um meine Hose! (photocase.de © pakalou)Meine Liebste und ich schlendern durch den gigantischen Zero-Outlet-Store in Bremen-Habenhausen, oder besser: ich schlendere brav hinter meiner Liebsten her…
Vorbei an dutzenden Ständern mit Blusen, Jacken, Hosen für die Dame.

“Guck mal da!”
“Was? Wo? Was ist da, Süße?”

“Na meine Hose! Da!”
“Deine Hose??”

“Da hängt die Hose, die ich an habe, hier!”
“Die da? Aber die ist doch dunkelbraun und deine ist…”

“Na und? Es ist die gleiche Hose in einer anderen Farbe.”
“Ah…”

“Und? Wie findest du die?”
“Die Hose? Die, die du an hast oder…”

“Beide.”
“Sehr gut.”

“Und welche sieht besser aus?”
“Kann ich nicht sagen.”

“Die schwarze oder die braune Hose?”
“Die schwarze. Aber die braune ist auch nicht schlecht…”

“Die passt super, oder?”
“Spitze.”

“Soll ich die braune auch mitnehmen?”
“Warum nicht? Passen wird sie ja wahrscheinlich…”

“Aber dir gefällt die doch nicht in Braun!”
“Doch, die ist auch klasse, nimm mit.”

“Pff! Du willst ja nur, dass wir schnell wieder gehen!”
“Das wäre wünschenswert, ich rechne aber nicht wirklich damit…”

“Das wird auch nichts!”
“Können wir jetzt weitergehen?”

“Nein! Ist die noch in meiner Größe da?”
“Woher soll ich das wissen!?”

“Du könntest ja mal gucken!”
“Was weiß ich, was du für eine Größe hast…”

“36! Ist das so schwer??”
“Also schön, schaue ich nach 36, wie Madame wünscht…”

“Bei der doch aber nicht!”
“Was soll das denn jetzt wieder heißen, bei DER nicht??”

“Die fallen so klein aus, da musst du schon nach 38 gucken.”
“Ach ja, richtig! Ich als Wahrsager hätte das wissen müssen!”

“Das sieht man doch wohl!”
“Weißt du was, guck einfach selber, wie wäre denn das!?”

[Meine Liebste drückt mir ihre Handtasche in die Hand und beginnt, die cirka 638 brauen Hosen durchzublättern und dabei rasch einen Blick auf die kleinen eingenähten Schildchen im Hosenbund zu werfen.
Nachdem sie alle durch hat, beginnt sie rückwärts von neuem...
Mir schwant dabei nichts Gutes...]

“Die ist weg! Das gibt´s doch wohl nicht!”
“Wer ist weg?”

“Da passt mir EINMAL eine Hose und dann ist die weg!”
“Ähm…”

“Hängen die vielleicht noch woanders?”
“Also das glaube ich nicht…”

“Ich schaue mal, du bleibst hier stehen!”
“Wieso muss ich hier stehen bleiben??”

“Vielleicht kommt die ja wieder?”
“Wer? Die Hose??”

“Wenn die gerade jemand anprobiert, kann doch sein?”
“Ich will aber hier jetzt nicht doof stehen bleiben!”

“Du bleibst jetzt hier, kannst du ja wohl mal für mich machen!”
“Aber das ist langweilig!”

“Es geht hier um meine Hose!”
“Aber Schatz, ich…”

“Ich bin ja gleich wieder da!”
“Aber…”

“…und pass auf meine Handtasche auf!”

[...sprach sie und war von da an gefühlte drei Stunden nicht mehr gesehen. Könnte ja tatsächlich sein, dass eine junge Dame mit Größe 38 die Hose zurückbringt, versuchte ich mir einzureden. DAS wäre ein echter Triumph für mich!
Vermutlich bot ich aber den um mich herumlaufenden Damen ein eher klägliches Bild, so unnütz und verloren dastehend, auf den Hosenständer starrend und mit einer baumelnden Frauenhandtasche in der Hand...]

“Du stehst ja immer noch da!”
“Ja, Schatz. Und WO warst DU BITTESCHÖN so lange??”

“In der Umkleide, war voll. Hat jemand die 38er zurückgebracht?”
“Nein, natürlich nicht…”

“Gut!”
“Gut?? Wieso denn gut, ich dachte, dass du…”

[Meine Liebste greift in den Ständer mit den braunen Hosen und zieht eine in Größe 36 raus.]

“Die nehme ich.”
“Aber die ist viel zu klein, hast du doch gesagt??”

“Ich habe doch 36, muss ich irgendwie verwechselt haben…”
“UND DAFÜR STEHE ICH HIER DOOF RUM UND ALTERE VOR MICH HIN??”

“Das kann doch wohl mal passieren!”
“Schatz! Ich kriege gleich einen Anfall!!”

“Hör auf jetzt und lass uns zu den Blusen da hinten gehen.”
“Aber da musst du doch eben schon gewesen sein??”

“Nee, da wollte ich mit dir zusammen hin.”
“Wieso??”

“Weil da so eine Bluse hängt, so ähnlich wie eine von meinen.”
“Ach! Zufällig in einer anderen Farbe und genau deine Größe fehlt??”

“Nee.”
“Nicht?? Und was soll ich dann da??”

“Bei den Blusen? Gar nichts.”
“SONDERN??”

“Du könntest dich da für mich schon mal in der Schlange vor der Umkleidekabine anstellen!”

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Schnellfönen

13. Januar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Schnellfönen (photocase.de © circleview)Meine Liebste und ich haben eigentlich am heutigen Samstagabend nichts besonderes vor; endlich mal wieder! Gemeinsam überlegen wir, was wir unternehmen könnten.

“Schatz, was hältst du von Kino?”
“Kino? Keine schlechte Idee, Süße!”

“Was läuft denn?”
“Keine Ahnung, wie heißt noch der mit Til Schweiger?”

“Keinohrhasen! Ja, Keinohrhasen, der soll gut sein!”
“Naja, also der Titel, also…”

“Lass uns da reingehen, ja?”
“Na gut, lass uns das machen. Vorstellung um acht Uhr?”

“Schaffe ich nicht.”
“Wieso schaffst du das nicht??”

“Ich muss noch Haare waschen.”
“Och Schatz! Muss denn das unbedingt…”

“Natürlich, schau mich doch mal an!”
“Eigentlich siehst du aus wie immer…”

“Wie immer??”
“Wie immer zum Anbeißen, wollte ich sagen…”

“Das sagst du ja nur, weil du ins Kino willst.”
“Moment! Das war ja wohl deine Idee!”

“Will ich ja auch, aber nicht so.”
“Dann geh halt duschen und beeil dich. Fertig.”

“Duschen auch?? Ich muss auch duschen?”
“Du musst nicht, aber ich dachte, wenn…”

“Ich muss doch nicht schon wieder duschen!”
“Dann eben nicht, dann wasch dir eben nur die Haare.”

“Du sagst das, als hätte ich eine Dusche nötig!”
“Das meinte ich aber nicht, vergiss es.”

“Wenn hier einer duschen sollte, dann ja wohl du.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Wann warst du denn zuletzt?”
“Vorletzte Woche. Aber ohne Seife.”

“Ehrlich??”
“Sag mal, du spinnst ja wohl!”

“Ich frage ja nur…”
“Geh lieber Haare waschen!”

“Ja, ich muss wohl heute meine Haare waschen…”
“Wieso denn?? Sieht doch gut aus!”

“Ja weil, Mittwoch muss ich auf jeden fall.”
“Mittwoch?? Aber das ist ja erst in vier Tagen?”

“Ja, aber am Montag habe ich den Termin, also muss ich…”
“Montag??”

“Also muss ich heute auch, wenn ich nicht morgen noch…”
“Was?”

“Da muss ich morgens, ach nee, geht nicht…”
“Ich verstehe kein Wort…”

“Aber wenn ich morgen mache, dann hält das bis, hm…”
“Heißt das, du planst jetzt schon deine Haare im Voraus??”

“Ja muss ich doch!”
“Aha… Und kannst du jetzt nicht einfach mal eben schnell?”

“Hm, also wenn ich heute schnell, dann morgen lang, und…”
“Kurz? Lang??”

“Wegen dem Schnellfönen. Wenn man nicht duscht.”
“Was??”

“Schnellfönen macht kurzen Halt, Langfönen macht langen Halt.”
“Aha…”

“Mit Duschen und Langfönen kann man auch mal eben ohne.”
“Ähm…”

“Wohingegen man auch ohne mal Langfönen kann. Natürlich.”
“Natürlich.”

“Aber ich könnte heute ohne und schnell, morgen mit und lang.”
“Wieso ist denn das so kompliziert!? Ohne, mit, lang, Hinz und Kunz!”

“Na du mit deinen paar Stoppeln da brauchst das ja auch nicht!”
“Ach! Und für deine Haare muss man studiert haben oder was?”

“Also: heute schnell ohne, dann aber morgen mit Duschen und lang, Montag ohne mit, Mittwoch mit und mit. Dann könnte ich auch Montag schon morgens…”
“Schatz, ich werde wahnsinnig! Was heißt denn das jetzt??”

“Ach, ich mache mir einen Zopf. Lass uns gehen.”

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Ruf die Polizei oder so!

7. Januar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Ruf die Polizei oder so! (photocase.de © Padapapada)Meine Liebste befindet sich irgendwo in der Wohnung, während ich auf dem Sofa sitze und im Internet surfe. Sehr spannend, was ich da so alles zu sehen kriege… Plötzlich stürmt meine Liebste ins Wohnzimmer!

“Schatz! Lass sofort alles liegen und komm!”
“Was?? Was ist denn passiert, Süße??”

“Er ist weg!”
“Wer ist weg?”

“Mein Schmuck!”
“Wie bitte??”

“Geklaut!”
“Dein Schmuck??”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Alles weg!”
“Das kann doch nicht sein!”

“Wenn ich es doch sage??”
“Den hast du bestimmt nur irgendwo hingelegt.”

“Ich weiß immer, wo ich meine Sachen habe!”
“Hast du schon gesucht?”

“Natürlich!”
“Und was soll ICH da jetzt machen??”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Wie kannst du da jetzt nur so ruhig sitzen!?”
“Aber Schatz, ich…”

“Hilf mir doch mal!”
“Soll ich mit suchen?”

“Ja!”
“Und wo?”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Jetzt komm endlich! Oder ruf die Polizei oder so!”
“Schatz! Also wo hattest du ihn denn zuletzt…”

“In der Schublade, im Schrank und im Bad.”
“Und das ist jetzt alles weg??”

“Nein. Ist alles noch da.”
“Ähm…”

“Aber meine Lieblingssachen fehlen!”
“Deine…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Da brauche ich einmal deine Hilfe und du tust nichts!”
“Also ich würde ja gerne, aber ich weiß gar nicht, wonach ich…”

“Was soll das heißen, du weißt das nicht!”
“Was sind denn deine Lieblingssachen??”

“Was trage ich denn immer!?”
“Ähm…”

“Du bist so doof!”
“Ähm, die Dings, die…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Du sitzt ja immer noch da!”
“Also gut, dann suche ich jetzt im Arbeitszimmer nach…”

“Nee, du bringst mir da nur alles durcheinander!”
“Und wo…”

“Ich weiß genau, dass meine Kette im Bad auf dem Schrank lag!”
“Denk doch mal nach, was hast du denn…”

“Was glaubst du wohl, was ich die ganze Zeit mache!”
“Entschuldige, ich wollte ja nur…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Ich lasse hier nie wieder jemanden in die Wohnung!”
“Du hast deinen Schmuck bestimmt nur irgendwo hingelegt.”

“Na danke! Ich bin aber nicht so schlampig, wie du!”
“Ach nee! ICH habe noch nie Schmuck verlegt!”

“Du hast ja auch gar keinen!”
“Du ja jetzt auch nicht mehr!”

Blödmann!”
“Schussel!”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

“Also wenn du mir jetzt nicht hilfst, dann…!”
“Liebste, wo hast du denn noch NICHT nachgesehen?”

“Hm… Im…”

[Liebste rennt zur Tür raus. - Liebste SCHLEICHT zur Tür herein.]

“Jetzt muss ich mich erst einmal hinsetzen…”
“Hast du ihn??”

“Ja, Gott sei Dank…”
“Und wo war er jetzt?”

“In dem Brillenetui, wo deine Sonnenbrille drin war.”
“Ach und wieso brauchtest du das??”

“Das hatte die richtige Größe, ist stabil und ich wollte nur…”
“Und wo ist MEINE SONNENBRILLE jetzt??”

“Aber die brauchst du doch jetzt im Winter gar nicht.”
“WO IST MEINE SONNENBRILLE!!”

“Ja, tja, wo habe ich die… Hilfst du mir?”

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Ein gewagtes Dekoltee

6. September 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Ein gewagtes Dekoltee (photocase.de © frau.lueders)Meine Liebste und ich stehen vor unserem großen Kleiderschrank und suchen jeweils ein passendes Outfit für die feierliche Geschäftseröffnung eines Freundes, zu der wir heute nachmittag eingeladen sind. Wir haben uns überlegt, dass es schon etwas eleganter sein sollte, aber auch nicht zu übertrieben. Ganz schön schwierig!

“Ich ziehe meinen schwarzen Blazer drüber.”
“Mach das, Süße.”

“Nimmst du mich denn so mit?”
“Ja, du siehst klasse aus, sehr gut. Alle werden dich bestaunen.”

“Ist das denn nicht ein bisschen zu gewagt?”
“Was jetzt?”

“Na mein Dekoltee?”
“Nein.”

“Was nein?”
“Nein, es ist nicht zu gewagt.”

“Nicht? Schade!”

Kopfschüttel…

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Zwanzig Minuten, Liebste

3. September 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Zwanzig Minuten, Liebste (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste muss aufstehen; ihr Wecker klingelt nun schon zum vierten mal.
Es ist ziemlich genau 7.21 Uhr und damit nähern wir uns dem Klingelzeitpunkt meines Weckers: 7.30 Uhr. Das ist für gewöhnlich eine sehr angenehme Zeit, finde ich…

“Ich will nicht aufstehen!”
“Du musst aber, Süße.”

“Aber ich will nicht!”
“Steh jetzt auf und lass mich noch zwei Minuten, ja?”

“Wieso zwei Minuten?”
“Dann muss ich auch aufstehen.”

“In genau zwei Minuten?”
“So ungefähr, und jetzt lass mich!”

“Ich bleibe auch noch eine klitzekleine Minute liegen.”
“Schön.”

[Meine Liebste schmeißt sich noch einmal unter ihre Bettdecke und zieht diese bis zur Nasenspitze hoch. Da unter der Decke der Liebsten meistens - für gewöhnliche Menschen - lebensbedrohliche Temperaturen so um die 50-60 Grad herrschen, kann ich schon verstehen, dass sie morgens immer friert, wenn sie sich aus dem Bett schält...]

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Was machst du da?”
“Ich stehe auf, was sonst.”

“Wie! Jetzt??”
“Schatz, es ist kurz vor halb, ich muss aufstehen.”

“Aber das geht nicht!”
“Und warum nicht??”

“Ich muss ins Bad!”
“Aber du liegst doch noch da!”

“Nee, ich muss ins Bad jetzt!”
“Ach! Und ich?”

“Wie lange brauchst du denn?”
“Zwanzig Minuten?”

“Das geht nicht!”
“Also hör mal, du wolltest um sieben Uhr aufstehen!”

“Ja, aber das habe ich doch nicht geschafft.”
“Aber ich muss jetzt auch ins Bad!”

“Wieso denn zwanzig Minuten? Brauchst du doch sonst nicht!”
“Ich wollte duschen, darf ich das?”

“Und ich?”
“Dir würde eine Dusche auch nicht schaden…”

“Nein, ich meine, und was mache ich??”
“Keine Ahnung, ich gehe jetzt jedenfalls.”

“Dann komme ich mit.”
“Was heißt das, du kommst mit!”

“Naja, du kannst ja duschen und ich putze schon mal Zähne.”
“Och nee!”

“Was denn??”
“Du weißt ganz genau, dass ich das nicht mag!”

“Ja, aber das verstehe ich sowieso nicht.”
“Was? Dass ich morgens gerne meine Ruhe im Bad haben
will?”

“Ich störe dich doch aber nicht!”
“Wenn du das Badezimmer betrittst, sieht es zwei Minuten später aus wie im
Friseursalon!”

“Das stimmt gar nicht!”
“Wohl stimmt das! Überall liegt dann was rum!”

“Das liegt aber nicht an mir.”
“Sondern?”

“Am Badezimmer.”
“Wie bitte??”

“Das ist einfach viel zu klein!”
“Klar, unser Bad ist zu klein! Sonst noch was??”

“Ich habe viel zu lange Haare.”
“Ähm…”

“Ja, weil ich da immer so viel kämmen muss.”
“Dann schneide sie doch ab!”

“Wieso? Gefallen dir meine Haare nicht?”
“Doch, so meinte ich das nicht…”

“Warum soll ich die denn abschneiden??”
“Sollst du ja gar nicht!”

“Aber du hast doch…”
“Dann brauchst du sie nicht mehr kämmen, hast du doch selbst gesagt!”

“Nee, aber kurze Haare sind doch viel aufwendiger?”
“Aufwendiger? Aber…”

“Natürlich! Die muss man dann doch jeden morgen stylen!”
“Aha, naja…”

“Ich schneide doch nicht meine Haare ab, nur weil…”
“Weil was!”

“…weil du morgens alleine im Bad sein willst!”
“Das ist ja wohl total schwachsinnig!”

“Eben!”
“Nein, ich meinte deine Schlussfolgerung!”

“Du hast gesagt, ich hätte zu lange Haare!”
“Nein! Das hast DU gesagt!”

“Ich wollte doch nur ins Bad!”
“Dafür hattest du ja auch bereits eine halbe Stunde Zeit!”

“Mit kurzen Haaren müsste ich doch noch früher aufstehen!”
“Du hast aber lange Haare, schon vergessen??”

“Und darüber solltest du froh sein.”
“Ich?? Wieso ich denn??”

“Weil du deshalb schon in zwanzig Minuten ins Bad kannst!”

Kopfschüttel…

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