Das findest du witzig??

18. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich räumen gemeinsam das Schlafzimmer auf. Ja, das Schlafzimmer.
Es sieht aus wie unter Hempels Sofa, überall liegen Klamotten und Kleinkrams rum. Kaum zu glauben, wie schnell das geht, wenn man was schlüren lässt…
Das passiert halt mal, aber jetzt wird klar Schiff gemacht!

“Ich bin gleich fertig mit meinen Sachen, und du?”
“Ich auch, Süße. Nur noch die Bücher, dann ist wieder Ordnung.”

“Schau doch mal in meinen Kleiderschrank, hier!”
“Sieht aus, wie aus einem IKEA-Katalog. Sehr vorbildlich.”

“Gut, was? Alles hat seinen Platz und ist ordentlich.”
“Ja. Kein Wunder, du nimmst ja auch nie was raus.”

“Was soll das denn heißen??”
“Na du jammerst doch immer rum, dass du nichts anzuziehen hast!”

“Und was hat das mit der Ordnung im Schrank zu tun??”
“Der ist bis oben hin voll und trotzdem hast du ja nie was!”

“Verstehe ich jetzt nicht…”
“…und weil du nie was hast, nimmst du natürlich auch nie was raus.”

“Ach so! Jetzt verstehe ich das.”
“Schön. Schön, dass wir uns ausnahmsweise mal verstehen.”

“Also eigentlich bin ich im Augenblick vollständig ausgestattet.”
“Was? Wie? Habe ich mich da gerade verhört??”

“Ich sagte, dass ich eigentlich alles habe, was ich brauche.”
“Wo ist die Kamera?”

“Welche Kamera??”
“Sitzen hier vielleicht irgendwo Kurt Felix und Paola??”

“Wer ist denn Paola??”
“Das kommt davon, wenn man sich so ne junge Freundin zulegt…”

“Ich verstehe nur Bahnhof, was??”
“Die haben Verstehen Sie Spaß moderiert, eine Sendung aus den 80ern.”

“Ist das nicht das mit der versteckten Kamera??”
“Jawoll! 100 Gummipunkte für die Liebste!”

“Und wieso sollen die hier in unserem Schlafzimmer sein??”
“Wegen der Kamera! Das sagte ich doch!”

“Und was sollen die hier filmen??”
“Mich! Mich! Wen denn sonst??”

“Warum denn dich? Ich dachte, es geht um den Schrank?”
“Herrgott, sag mal, du willst mich doch verarschen, oder??”

“Aber du hast doch mit Kurt Dingsda angefangen!”
“Ja, weil ich es kaum glauben kann, deshalb, das war ja der Witz!”

“Das findest du witzig??”
“Jetzt nicht mehr!”

“Also wegen der versteckten Kamera, ja?”
“Ja. Das meinte ich eigentlich. Es fühlte sich so an.”

“Weil mein Schrank so ordentlich ist?”
“Nein! Weil du gesagt hast, du hättest alles!”

“Ach so…”
“Ja.”

“Ich verstehe den Witz immer noch nicht.”
“Das macht nichts.”

“Du hast doch im Schlafzimmer keine Kamera versteckt, oder?”
“Wenn du so weitermachst, sperre ich dich gleich in den Schrank da!”

“Da ist gar kein Platz mehr für mich.”
“Dich quetschen wir dann noch irgendwo rein, keine Sorge!”

“Wer ist denn wir?”
“Was?”

“Wir?”
“Wer?”

“Du hast gesagt, WIR quetschen!”
“Na und?”

“Ich kann mich doch nicht selber in den Schrank quetschen!”
“Himmel! Ich stürze mich gleich von der Kaisen-Brücke in die Weser!”

“Würde ich nicht machen.”
“So?? Und warum nicht, bitteschön??”

“Ich würde die Erdbeerbrücke nehmen.”
“Aha. Und wieso ausgerechnet die??”

“Der Name ist schöner.”
“Ich brech zusammen…”

“Apropos, wir könnten morgen noch mal ins Zero-Outlet fahren.”
“Wozu? Ich denke, du hast alles, so hat das Elend hier doch begonnen??”

“Ich habe ja auch alles.”
“Was willst du denn dann bei Zero??”

“Also es stimmt, ich habe alles für unter der Woche.”
“Aha, aber??”

“Aber ich habe überhaupt nichts fürs Wochenende!”

Kopfschüttel…

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Wandern mit Stil

14. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich stehen in einem McTrek-Outdoorladen vor einem riesigen Regal mit festen Wanderschuhen.
Eine solche Anschaffung ist notwendig, da die Liebste in Kürze eine Bergwanderung vor sich hat und dafür noch entsprechendes Schuhwerk benötigt.

“Schatz? Welche Schuhe soll ich denn jetzt nehmen?”
“Süße, ich würde den braunen da nehmen, den GTX.”

“Wieso?”
“Weil der alles hat, was du brauchst, und weil er runter gesetzt ist.”

“Der ist aber hässlich!”
“Ist er nicht. Der ist funktional.”

“Die sind hier alle hässlich!”
“Alle??”

“Wieso gibt es nur hässliche Wanderschuhe!”
“Also den GTX finde ich gar nicht so schlecht!”

“Wie bitte?? Freiwillig würde ich so etwas niemals anziehen!”
“Du willst damit ja auch wandern und nicht tanzen.”

“Und teuer sind die auch.”
“Wieso!? Für deine Stiefel hast du doch letzte Woche auch…”

“Stiefel sind ja wohl etwas ganz anderes!”
“Ach so? Da hast du gleich zwei Paar gekauft für ein Schweinegeld!”

“Die sind ja auch schick und kann man immer anziehen.”
“Ja, aber wandern kann man damit leider nicht!”

“Ich musste noch nie so hässliche Schuhe kaufen…”
“Dann lass es und zieh einfach deine Turnschuhe an, fertig.”

“Und wenn ich dann umknicke??”
“Genau DAS ist der Grund, warum wir hier sind!”

“So viel Geld für hässliche Schuhe für 3 Tage Wandern…”
“Aber die kannst du doch auch noch zu anderen Gelegenheiten anziehen?”

“Zum Beispiel?”
“Ähm… Im Winter? Auf dem Weihnachtsmarkt? Im Garten?”

“Sehr witzig! Wir haben ja gar keinen Garten!”
“Vielleicht haben wir ja mal einen??”

“Ach und da soll ich dann mit Wanderschuhen drin rumlaufen??”
“Es war ja nur ein Beispiel!”

“Tolles Beispiel! Du bist mir echt eine große Hilfe!”
“Ich kann ja gehen, wenn dir das nicht passt!”

“Das ist eigentlich eine gute Idee.”
“Wie bitte??”

“Naja das Gehen!”
“OK, dann bin ich weg, wir treffen uns dann am Auto.”

“Du bleibst hier!”
“Ich dachte, ich soll gehen??”

“Wanderschuhe braucht man, um im Wald Gassi zu gehen.”
“Das ginge, ja. Wenn man einen Hund hätte.”

“Eben, wir haben aber keinen.”
“Richtig. “

“Dann will ich einen Hund.”
“Du kriegst keinen Hund!”

“Einen kleinen, der ganz niedlich ist und tapsig!”
“Schön, die bleiben aber nicht lange so!”

“Und wenn er groß ist, gehe ich mit ihm in den Wald.”
“Mit deinen Wanderschuhen??”

“Genau!”
“Hör jetzt mit dem Unsinn auf und kauf endlich die blöden Schuhe!”

“Wieso darf ich keinen Hund haben?? Einen Labrador?”
“Darfst du ja! Kauf dir doch einen! Und einen Wald gleich dazu!”

“Ehrlich??”
“Dann suchst du einfach noch eine passende Wohnung, kündigst deinen Job und pflanzt
noch einen schönen Wald in Bremen an!”

“Ich will doch aber nur einen Hund!”
“Und ich will jetzt diesen Laden endlich verlassen!”

“Soll ich die Schuhe jetzt wirklich kaufen?”
“Von mir aus kannst du sie auch klauen, aber mach jetzt!”

“Brauchst du nicht auch welche?”
“Nein, ich will ja nicht mit zwei Freundinnen wandern gehen…”

“Wenn ich solche Schuhe kaufen muss, dann du auch!”
“Wieso ich?? Warum ich denn jetzt??”

“Wenn ich mal krank bin?”
“Krank??”

“Wer soll denn dann mit dem Hundchen im Wald Gassi gehen??”

Kopfschüttel…

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Hypnotisierte dicke Frauen

27. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste macht sich heute vor dem Fernseher einen netten Frauenabend; auf Sat1 gibt es den Spielfilm “Gefühlte XXS – vollschlank & frisch verliebt” mit Sophie Schütt in der Hauptrolle. Ich glaube, das ist nun wirklich nichts für mich und so beschäftige ich mich derweil mit anderen Dingen…

“Der Film ist sehr lustig, Schatz!”
“So? Dann wünsche ich dir weiterhin viel Spaß, Süße.”

“Dauert nicht mehr lange, ist gleich vorbei…”
“Aha. Das ist wirklich sehr bedauerlich.”

“Verstehe ich gar nicht, dass du den nicht mitschaust…”
“Du deckst meinen täglichen Bedarf an Frauenproblemen völlig, danke.”

“Wer?? Ich??”
“Na wer denn sonst??”

“In dem Film geht´s um eine dicke Frau, die dünn sein will!”
“Auch das noch…”

“Das habe ich doch wohl noch nie gesagt!”
“Wie bitte?? Also da könnte ich Romane drüber…”

“Jajaja, aber zumindest habe ich das noch nie SO gesagt.”
“Aha, natürlich. Und was sagt die in dem Film nun?”

“Die hat sich hypnotisieren lassen und DENKT jetzt, sie sei dünn.”
“Manchmal glaube ich auch, dass mich irgendjemand hypnotisiert hat…”

“…und jetzt hat sie Selbstbewusstsein, fühlt sich sexy und…”
“…und ICH will das alles gar nicht wissen, danke.”

“Aber ihr Verehrer, der liebt sie trotzdem, obwohl sie dick ist.”
“Was für eine überraschende Wendung…”

“Und weißt du, was der zu ihr gesagt hat??”
“Nein, und da bin ich eigentlich auch ganz froh drüber…”

“Der hat gesagt, sie hätte wunderschöne Augen.”
“Sehr ausgefallen.”

“Und sie sagt, das sei das einzige Kompliment, das man einer dicken Frau machen könne!”
“Liebste, du musst mir den Film nun wirklich nicht erzählen, danke.”

“Ich will dir das aber erzählen!”
“Ich weiß…”

“Und was sagen wollte ich dir auch noch!”
“Ich platze vor Neugierde…”

“Du hast auch wunderschöne Augen, Schatz!”

Kopfschüttel…

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Heute schon rasiert?

21. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich liegen abends entspannt in unserem schönen Bett und sind froh, dass der anstrengende Tag vorbei ist.
Manchmal erlebt man ja Tage, die würde man am liebsten wieder streichen.
Egal, es ist 23.30 Uhr und heute passiert nichts mehr.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist dein Rasierer kaputt?”
“Mein Rasierer?? Nein, wieso?”

“Och, nur so.”
“Nur so?? Komm, du hast doch nicht einfach nur so gefragt!”

“Ich darf doch wohl mal fragen??”
“Aber was verbirgt sich denn hinter deiner Frage??”

“Mir ist nur aufgefallen, dass du dich heute nicht rasiert hast.”
“Na und??”

“Und da dachte ich, dein Rasierer sei vielleicht kaputt.”
“Ist er nicht.”

“Dann ist ja alles klar.”
“Schön. Gute Nacht.”

“Du?”
“Ja, was?”

“Und warum hast du dich heute nicht rasiert?”
“Ich hatte heute Morgen einfach keine Lust.”

“Keine Lust??”
“Keine Lust. Richtig.”

“Ach so.”
“Liebste, kannst du mir jetzt bitte mal sagen, was los ist??”

“Was soll denn sein??”
“Das kommt doch öfter vor, dass ich mich nicht rasiere!”

“Das weiß ich.”
“Ja und?? Was ist heute so Besonderes daran??”

“Rasierst du dich denn morgen?”
“Ich denke schon.”

“Aber du weißt es noch nicht genau?”
“Doch, ich rasiere mich morgen früh auf jeden Fall, zufrieden??”

“Ich wollte ja nur mal fragen.”
“Das kenne ich, wenn du NUR mal eben was fragen wolltest!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Dass sich da meistens irgendwas anderes hinter verbirgt!”

“Willst du damit etwa sagen, ich würde drum herum reden??”
“Genau, das will ich!”

“Ich wollte doch nur wissen, warum du dich nicht rasiert hast!”
“Nein! Du wolltest wissen, ob mein Rasierer kaputt ist!”

“Woher soll ich denn wissen, ob dein Rasierer kaputt ist??”
“Ist er ja nicht!”

“Dann hättest du dich ja auch rasieren können.”
“Himmel! WOLLTE ich aber nicht, ist das jetzt schlimm, oder was??”

“Warum regst du dich denn jetzt so auf??”
“Weil ich immer noch nicht weiß, worauf du eigentlich hinaus willst!”

“Also ich finde, du hättest dich ruhig heute rasieren können.”
“Oh Herr, gib mir Kraft für diese Frau…”

“Ich mag das viel lieber, wenn du rasiert bist.”
“Ich auch. Bin ich ja morgen früh wieder.”

“Weil, wenn du rasiert wärst, dann würde ich jetzt… Ach nee.”
“Dann würdest du jetzt was??”

“Naja, dann würde ich jetzt viel lieber mit dir…”
“Ach JETZT verstehe ich! Du meinst Knutschen!”

“Knutschen! Männer…”
“Na los! Dann lass uns knutschen.”

“Nee, du bist ja nicht rasiert.”
“Das war dir früher doch auch egal!”

“Pff! Da hast du dich ja auch noch extra für mich rasiert!”
“Hätte ich damals mit Drei-Tage-Bart zum ersten Date kommen sollen??”

“Nee! Das kratzt ja.”
“Schön, und wie geht´s nun weiter??”

“Kannst du dich nicht eben schnell noch rasieren?”
“Jetzt?? Mitten in der Nacht??”

“Siehst du! Früher hättest du das für mich gemacht!”
“Aber Schatz, ich…”

“Du hast mich gar nicht mehr lieb!”
“Quatsch!”

“Und warum machst du´s dann nicht??”
“Weil, ähm… Mein Rasierer ist doch kaputt.”

“Ich dachte, der sei in Ordnung?”
“Nein, da habe ich mich geirrt, er ist kaputt.”

“Lügst du mich auch nicht an??”
“Wie könnte ich…”

“Blödmann! Ich glaube dir kein Wort!”
“Knutschen wir jetzt?”

“Nein! Jetzt nicht mehr.”
“Und warum nicht??”

“Weil du eine Lösung gefunden hättest, wenn du gewollt hättest.”
“Wie bitte?? Zum Beispiel?”

“Hättest ja auch meinen Ladyshave nehmen können!”
“Niemals!”

“Oder du hättest mich einfach geküsst, ohne lange zu quatschen!”
“Also Moment mal, du hast doch…”

“Und jetzt ist plötzlich der Rasierer schuld, ich wusste es ja!”

Kopfschüttel…

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Für Business und so…

24. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Für Business und so... (photocase.de © sanchez)Meine Liebste hat ein großes Paket vom Heine-Versand bekommen, vollgestopft mit einem riesigen Berg neuer Klamotten.
Was nicht gefiele, könne man ja zurück schicken, sagt sie… Das sei alles ganz easy.
Nun gut, warum auch nicht?

“Also die Blusen behalte ich, die sind super!”
“Ja… Sag mal Süße, seit wann bestellst du denn bei Heine, also…”

“Für Business und so haben die oft ganz gute Sachen!”
“Ah, für Business, verstehe…”

“Aber ganz sicher bin ich mir nicht.”
“Bei Heine?”

“Nee, bei diesem Blazer hier.”
“Was ist damit?”

“Findest du den schick?”
“Nein.”

“Soll ich ihn mal anziehen?”
“Nein!”

“Ich ziehe ihn mal an.”
“Wozu denn??”

“Vielleicht sieht er angezogen ja anders aus?”
“So?? Wie soll das denn gehen??”

“Das weiß man nie vorher so genau.”
“Ja klar! Einfach anziehen und Zack! Geiles Ding!”

“Was gefällt dir denn an dem Blazer nicht??”
“Der ist so zerknittert.”

“Natürlich! Das ist jetzt modern, verstehste?”
“Nee, verstehe ich nicht. Und selbst wenn, das Ding ist Mist.”

[Meine Liebste zieht den Knitter-Blazer über und dreht sich vor unserem Flurspiegel hin- und her, dabei zieht sie mal hier, mal da, macht zu und auf, alles in allem dauert das alles ewig.
Geduldig schaue ich mir das Schauspiel eine Zeit lang mit an.]

“Halt, wo willst du denn hin?”
“Ich wollte in die Küche?”

“Nee, nee, du bleibst jetzt hier, ich bin noch nicht fertig!”
“Was soll ich denn hier noch??”

“Mir sagen, ob mir der Blazer steht.”
“Nein.”

“Du willst mir das nicht sagen?”
“Nein, ich meine, NEIN! Der Blazer steht dir nicht. Wie gesagt.”

“Ich finde den eigentlich ganz gut.”
“Ich nicht, kann ich jetzt gehen?”

“NEIN!”
“Warum denn nicht?? Behalte ihn oder schick ihn zurück, fertig!”

“Ich wollte mal was anderes, glatte Sachen habe ich ja genug!”
“Was soll das Ding denn kosten…”

“100 Euro.”
“Wie bitte!? Zurückschicken!”

“Ist doch nicht dein Geld!”
“Aber ich muss mir hinterher wieder das Gejammer anhören!”

“Was denn für ein Gejammer? Von mir etwa??”
“Ja, von dir!”

“Was soll ich denn sagen?”
“Zum Beispiel: der war sooo teuer, zu was trage ich den denn jetzt?!”

“Stimmt, wozu ziehe ich den denn dann eigentlich an?”
“Oh Mann, ich breche zusammen…”

“Gutes Argument Schatz, gutes Argument…”
“Zurückschicken.”

“Wieso? Ich finde schon was, was ich dazu anziehen kann!”
“Die Farbe ist auch doof, Grau steht dir doch gar nicht!”

“Das ist kein Grau.”
“Sondern??”

“Das ist Silber.”
“Ach so!”

“Soll ich den jetzt behalten?”
“Nein!”

“Aber der sitzt schon gut, muss ich sagen!”
“Schön, aber er steht dir nicht, und dann noch 100 Euro!”

“Du bist echt sowas von konservativ…”
“Wieso ich denn jetzt?? Nur, weil mir der Blazer nicht gefällt??”

“Weil man auch mal was Neues ausprobieren muss!”
“Dann behalte ihn doch!”

“Du hast aber gesagt, ich soll ihn zurückschicken!”
“Freut mich, dass du es wenigstens akustisch verstanden hast!”

“Ja was denn nun?? Eben sagst du noch so, und jetzt wieder so!”
“Schatz, du machst mich noch wahnsinnig!”

“Ich behalte ihn.”
“Von mir aus…”

“Oder doch nicht?”
“Liebste!”

“Sag doch mal was!”
“SCHICK DEN BLAZER ZURÜCK!!”

“Meinst du?”
“Ich glaube, ich muss mich gleich mal hinsetzen, mein Blutdruck…”

“Na also gut, schicke ich ihn eben zurück.”
“Gott sei Dank…”

“Wo gehst du hin?”
“Immer noch in die Küche, das sagte ich bereits.”

“Nein!”
“Wieso nicht!? Blazer haben wir doch jetzt geklärt, oder?”

“Doch.”
“Aber?”

“Ich habe den silbernen Blazer auch noch einmal in Schwarz bestellt, warte, ich schlüpfe mal eben rein!”

Kopfschüttel…

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Nicht irgendeinen!

14. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Nicht irgendeinen! (photocase.de © Juttaschnecke)Meine Liebste steht vor unserem großen Schlafzimmerspiegel und betrachtet sich von oben bis unten. Dabei neigt sie ihren Kopf mal nach links, mal nach rechts, oder vergräbt ihr Kinn fragend in ihrer rechten Hand.
Ich überlege, ob ich besser schnell wieder gehe…

“Du Schatz?”
“Was ist, Süße?”

“Ich schaue mich hier gerade mal so an.”
“Ähm, ja, das sehe ich…”

“Ich weiß einfach nicht.”
“Ich auch nicht…”

“Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!”
“Musst du denn jetzt unbedingt was sagen?”

“Ja!”
“Aha… Und was?”

“Ich brauche einen Typberater.”
“Du brauchst was??”

“Einen Typberater, der mir mal hilft.”
“Wobei soll der dir helfen??”

“Na was mir so steht und so.”
“Also ich finde, dass dir…”

“Nee, von dir will ich gar nichts hören!”
“So? Das ist ja mal was Neues…”

“Ich brauche aber mal eine Typberatung.”
“Schön. Mach. Habe ich nichts dagegen.”

“Und woher kriege ich so jemanden?”
“Gelbe Seiten vielleicht?”

“Ich brauche aber einen guten, nicht irgendeinen!”
“Zur Not kann ich dir aber auch sagen, was dir steht?”

“Nee! Du auf keinen Fall.”
“Und warum ich nicht? Nicht, dass ich mich drum reißen würde, aber…”

“Ich brauche mal einen Mann, der was von Frauen versteht!”

Kopfschüttel…

Jetzt verfügbar: Ergebnisse der Umfrage März 2008

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Anders eben!

7. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Anders eben! (photocase.de © skyla80)Meine Liebste und ich sitzen in der Küche und trinken jeder ein Glas Multivitamin-Saft, eisgekühlt und in einem Sektglas.
Das mag sich komisch anhören, ist aber irgendwie eine tolle Sache ab und zu!

“Voll lecker!”
“Ja, Süße.”

“Ich nehme gleich noch einen.”
“Wie du möchtest.”

“Und warum guckst du mich so an?”
“Was? Ich? Wie gucke ich denn?”

“Du guckst mich so komisch an.”
“Ich habe dich ja auch lange nicht gesehen.”

“Was soll das denn heißen, du kennst mich doch??”
“Ich kann dich ja wohl man anschauen!?”

“Ich sehe müde aus, oder?”
“Dafür hast du ja jetzt den Vitamin-Drink.”

“Also sehe ich müde aus?”
“Naja…”

“Und deswegen guckst du mich so komisch an??”
“Ich gucke dich nicht komisch an!”

“Du hast gesagt, ich sähe müde aus.”
“Nein, das hast du gesagt.”

“Aber du hast nicht widersprochen!”
“Aber auch nicht direkt zugestimmt.”

“Ich darf doch wohl auch mal müde sein?!”
“Natürlich darfst du das, ich sage doch gar nichts!?”

“Aber du guckst so komisch.”
“Ich habe dich einfach nur angesehen, sonst nichts!”

“Habe ich irgendwo was im Gesicht hängen?”
“Da hängt nichts, Schatz…”

“Nicht?”
“Nein.”

“Wirklich nicht?”
“Nein!”

“Manchmal bist du echt komisch…”
“Ich werde ja wohl mal meine Liebste anschauen dürfen!”

“Aber nicht so!”
“Sondern??”

“Anders eben.”
“Gut, schaue ich eben ganz woanders hin.”

“Schatz? Was siehst du dir jetzt an?”
“Deine Füße.”

“Nicht meine Füße!”
“Und warum nicht?”

“Meine Füße sind doof!”
“Quatsch!”

“Schau dir was anderes an!”
“Na gut, schön, schaue ich mir was anderes an.”

“Was machst du da jetzt!?”
“Ich schaue mir deine, ähm, naja, an.”

“Männer! Lass das!”
“Ich darf mir ja wohl das Dekolletee meiner Freundin ansehen, oder??”

“Nein!”
“Und wessen sonst??”

“Komm jetzt bloß nicht auf komische Gedanken!”
“Du hast doch damit angefangen!”

“Du bist wirklich unmöglich!”
“Aber ich habe doch gar nichts gemacht!”

“Doch!”
“Ach! Und was??”

“Ich habe extra neue Strähnen.”
“Ja, das weiß ich, na und??”

“Und du glotzt mir nur auf meine Dinger! Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Meine Handcreme

25. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Handcreme (photocase.de © Shuwal)Meine Liebste und ich machen uns startklar für den Tag. Während ich bereits in der Küche sitze und meinen Kaffee trinke, ist meine Liebste noch im Bad mit sich selbst beschäftigt. Plötzlich kommt sie zur Tür herein.

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Wo ist meine Handcreme?”
“Weiß ich nicht.”

“Meine kleine blaue Handcreme?”
“Keine Ahnung!”

“Hast du sie nicht benutzt?”
“Ich?? Nein.”

“Aber sie ist weg.”
“Das tut mir leid.”

“Und wo ist sie jetzt?”
“Woher soll ich das wissen??”

“Die steht immer im Bad auf dem kleinen Schrank.”
“Ja?”

“Ja! Und jetzt ist sie weg.”
“Dann wirst du sie wohl irgendwo anders hingestellt haben.”

“Die steht aber immer da!”
“Jetzt wohl nicht mehr…”

“Weil du sie verschlampt hast!”
“Ich habe deine blöde Handcreme nicht!”

“Es kannst aber nur du gewesen sein!”
“Ich war es aber nicht!”

“Zeig mal deine Hände.”
“Wie bitte??”

“Nun zeig doch mal!”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Was soll denn das!?”

“Ich will nur sehen, ob du dir die Hände eingecremt hast!”
“Du spinnst wohl! Hier, bitte sehr!”

“Hm… Ganz trocken.”
“Na also. Darf ich jetzt weiterleben, Frau Kommissarin?”

“Du könntest dir ruhig auch mal die Hände eincremen.”
“Quatsch!”

“Doch, die sind ja ganz rau.”
“Die sind wie immer, ich habe noch nie Handcreme benutzt!”

“Du wirst ja schließlich auch nicht jünger.”
“Na vielen Dank! Und deshalb soll ich jetzt Handcreme benutzen??”

“Würde dir ganz bestimmt nicht schaden.”
“Gut, dann gib mir welche.”

“Sehr witzig! Meine Handcreme ist ja nicht da!”
“Dann lass mich damit jetzt auch in Ruhe, ja?”

“Und was mache ich jetzt?”
“Womit?”

“Mit meinen Händen? Ich muss die eincremen.”
“Nimm doch Nivea oder eine von deinen anderen tausend Cremes.”

“Für die Hände??”
“Na und? Creme ist doch Creme, oder nicht?”

“Nein, das geht ja nun überhaupt gar nicht!”
“Du wirst ja wohl mal einen Tag ohne Mandelmilch auskommen.”

“Wie kommst du denn jetzt auf Mandelmilch??”
“Ist in deiner Handcreme nicht Mandelmilch?”

“Also doch!”
“Was!”

“Du hast meine Handcreme benutzt!”
“Habe ich nicht!”

“Woher weißt du dann, dass da Mandelmilch drin ist!?”
“DAS HAST DU MIR SELBST ERZÄHLT!”

“Ja? Ach so…”
“Schatz?”

“Ja?”
“DU NERVST MICH!”

“Ich bin auch genervt, hier kann man NICHTS stehen lassen!”
“ICH HABE DEINE DOOFE HANDCREME NICHT!!”

“Und wer sonst??”
“Keine Ahnung, ich jedenfalls nicht!”

“Mist. Tja, dann kaufe ich uns heute welche.”
“Dir. Du kaufst DIR welche.”

“Uns.”
“Nein, dir!”

“Du musst aber auch Handcreme benutzen.”
“Muss ich nicht und werde ich nicht!”

“Doch, das ist gut für deine Hände!”
“Hilfe, womit habe ich das bloß verdient…”

“Ich möchte, dass du auch schön weiche Hände hast.”
“Schatz! Kümmere du dich um deine Hände, ich mich um meine, ja!?”

“Möchtest du die gleiche, wie ich, oder eine andere?”
“Ich möchte gar keine!!”

“Dann benutzt du meine einfach mit, das ist sowieso die beste.”
“Keine Wunder, dass mir immer mehr graue Haare wachsen…”

“Damit meinst du ja wohl jetzt nicht mich!”
“Natürlich nicht…”

“Also einverstanden, und die Creme kommt ins Bad.”
“Schön.”

“Ach ja, und eine Bitte hätte ich noch.”
“Himmel… Was willst du denn nun noch…”

“Nimm jedesmal nur einen klitzekleinen Klecks davon.”
“Aha. Und warum das nun wieder?”

“Ich mag bei Männern keine parfümierten Hände.”

Kopfschüttel…

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So eine hat nicht jeder

17. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

So eine hat nicht jeder (photocase.de © kunstfisch)Meine Liebste und ich machen am Sonntag einen kleinen Spaziergang. Wir scheinen genau die Viertelstunde erwischt zu haben, in der es mal nicht regnet. Wir wollen aber auch nur einmal kurz Luft schnappen.
Ich bleibe kurz stehen.

“Schatz? Was machst du da?”
“Ich glaube, meine Uhr ist stehen geblieben, Süße.”

“Deine tolle High-tech Superduper Rennfahrer-Uhr??”
“Meine Uhr. Ja.”

“Ich dachte, die kann nicht kaputt gehen?”
“Sie ist ja auch nicht kaputt.”

“Und wieso geht sie dann nicht mehr?”
“Da ist mir wohl aus Versehen das Stellrad rausgesprungen…”

“Na, dann ist ja gut.”
“Sag mal grade, wie spät es ist.”

“Ähm… So ungefähr viertel nach Vier.”
“Geht das vielleicht auch etwas genauer??”

“Also, ähm… Es müsste so kurz nach…”
“Was ist? Kannst du deine eigene Uhr nicht lesen??”

“Doch, aber das hier ist eigentlich nicht meine Uhr.”
“Aha. Und wem gehört die dann?”

“Naja, sie gehört schon mir.”
“Aber?”

“Aber ich benutze sie nicht als Uhr.”
“Zeig mal her!”

[Die Liebste nimmt ihre Uhr vom linken Arm ab und drückt sie mir in die Hand. Es handelt sich eigentlich eher um einen 3cm breiten und 2cm dicken schwarzen Armreifen, der nicht geschlossen ist und sich zum Anlegen leicht dehnen lässt.
Oben drauf ist so eine Art weißes Mini-Fischauge mit einer kleinen Glaskuppel drauf. Schaut man genau hin, entdeckt man in der Mitte eine Miniatur-Zeigeranzeige, die trotz des Lupeneffektes des Fischauges nicht genau abzulesen ist.
Einfach nur zwei Zeigerchen, keine Zahlen oder Striche...]

“Und? Wie spät ist es?”
“Tja… Kann ich nicht sagen. Was ist denn das für eine Uhr!”

“Ich finde die total schön.”
“Ja, aber man kann doch die Zeit gar nicht ablesen!”

“Na und?”
“Aber dafür trägt man doch eine Uhr, oder nicht?”

“Also ich finde meine Uhr klasse, so eine hat nicht jeder.”
“Kein Wunder, man kann ja auch die Zeit nicht ablesen!”

“Dafür brauche ich sie ja auch gar nicht.”
“Sondern??”

“Ich finde, die steht mir.”
“Sowas kann man auch wirklich nur Frauen verkaufen!”

“Wieso!”
“Kein Mann würde sich so eine Uhr an den Arm machen!”

“Ich mir deine Untertasse auch nicht!”
“Untertasse??”

“Viel zu groß.”
“Quatsch!”

“Deine Uhr hat mehr Zeiger als mein ganzes Auto!”
“Und bei deiner Uhr merkt man erst gar nicht, wenn sie stehen bleibt!”

“Habe ich dir die ungefähre Zeit gesagt oder nicht??”
“Schon, aber ungefähr reicht mir doch jetzt nicht!”

“Warum?”
“Man stellt doch eine Uhr nicht ungefähr!”

“Ich schon, das geht bei der hier auch gar nicht anders.”
“Aber… Das heißt also, du weißt nie genau, wie spät es ist?”

“Wieso?”
“Kein Wunder, dass du ständig zu spät kommst!”

“Natürlich weiß ich immer genau, wie spät es ist!”
“Mit der Uhr da?? Niemals!”

“Trotzdem.”
“Aha! Und warum kannst du es dann ausgerechnet jetzt nicht sagen??”

“Weil ich mein Handy zuhause gelassen habe.”

Kopfschüttel…

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Erschreckend

21. Februar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Erschreckend (photocase.de © little-smile)Meine Liebste steht in knapper und eher privater Bekleidung an unserer Balkontür vor unserem kleinen Balkon und schaut hinaus.
Keine Ahnung, was sie da macht, und gewöhnlich stellt sie sich nicht halbnackt vor ein Fenster…
Aber egal, mich stört es nicht!
Eher das Gegenteil…

“Schatz! Das glaubst du nicht!”
“Was denn, Süße?”

“Da gegenüber, da hat eine Omi aus dem Fenster geschaut!”
“Das ist, ähm, das ist ja unglaublich…”

“Und weißt du was?”
“Was?”

“Als sie mich gesehen hat, hat sie die Gardine zugezogen!”
“Warum stehst du da denn auch halbnackt vorm Fenster??”

“Ich bin doch nicht nackt!?”
“Nee, ich sagte ja auch halbnackt.”

“Ich habe doch was an?”
“Ja… Aber nicht viel.”

“Wieso hat die denn die Gardine zugezogen??”
“Vielleicht hat sie sich erschrocken, als sie dich gesehen hat.”

“Erschrocken??”
“Ja.”

“Wieso?? Sehe ich so schlimm aus?”
“Ich meinte eher, dass sie…”

“Was stimmt denn mit mir nicht??”
“Mit dir stimmt alles, aber…”

“Du hast gesagt, dass die sich erschrocken hat!”
“Das war doch nur so eine Vermutung und ich meinte doch…”

“Das heißt, vermutlich hättest du dich auch erschrocken??”
“Ich?? Was habe ich denn jetzt damit zu tun??”

“Ich bin zu dick, stimmt´s?”
“Du bist doof, DAS stimmt!”

“Aha! Also dick und doof!”
“Himmel…!”

“Kein Wunder, dass sich die arme alte Frau erschrocken hat!”
“Schatz! Du bist weder dick noch doof!”

“Du bist auch nicht der Dünnste und doof bist du auch!”
“Was soll das denn jetzt??”

“Stell du dich doch mal in Unterhose hier ans Fenster!”
“Ich?? Warum das denn??”

“Dann werden wir ja sehen, wo überall die Gardinen zugehen!”

Kopfschüttel…

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Das findest du witzig??

18. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich räumen gemeinsam das Schlafzimmer auf. Ja, das Schlafzimmer.
Es sieht aus wie unter Hempels Sofa, überall liegen Klamotten und Kleinkrams rum. Kaum zu glauben, wie schnell das geht, wenn man was schlüren lässt…
Das passiert halt mal, aber jetzt wird klar Schiff gemacht!

“Ich bin gleich fertig mit meinen Sachen, und du?”
“Ich auch, Süße. Nur noch die Bücher, dann ist wieder Ordnung.”

“Schau doch mal in meinen Kleiderschrank, hier!”
“Sieht aus, wie aus einem IKEA-Katalog. Sehr vorbildlich.”

“Gut, was? Alles hat seinen Platz und ist ordentlich.”
“Ja. Kein Wunder, du nimmst ja auch nie was raus.”

“Was soll das denn heißen??”
“Na du jammerst doch immer rum, dass du nichts anzuziehen hast!”

“Und was hat das mit der Ordnung im Schrank zu tun??”
“Der ist bis oben hin voll und trotzdem hast du ja nie was!”

“Verstehe ich jetzt nicht…”
“…und weil du nie was hast, nimmst du natürlich auch nie was raus.”

“Ach so! Jetzt verstehe ich das.”
“Schön. Schön, dass wir uns ausnahmsweise mal verstehen.”

“Also eigentlich bin ich im Augenblick vollständig ausgestattet.”
“Was? Wie? Habe ich mich da gerade verhört??”

“Ich sagte, dass ich eigentlich alles habe, was ich brauche.”
“Wo ist die Kamera?”

“Welche Kamera??”
“Sitzen hier vielleicht irgendwo Kurt Felix und Paola??”

“Wer ist denn Paola??”
“Das kommt davon, wenn man sich so ne junge Freundin zulegt…”

“Ich verstehe nur Bahnhof, was??”
“Die haben Verstehen Sie Spaß moderiert, eine Sendung aus den 80ern.”

“Ist das nicht das mit der versteckten Kamera??”
“Jawoll! 100 Gummipunkte für die Liebste!”

“Und wieso sollen die hier in unserem Schlafzimmer sein??”
“Wegen der Kamera! Das sagte ich doch!”

“Und was sollen die hier filmen??”
“Mich! Mich! Wen denn sonst??”

“Warum denn dich? Ich dachte, es geht um den Schrank?”
“Herrgott, sag mal, du willst mich doch verarschen, oder??”

“Aber du hast doch mit Kurt Dingsda angefangen!”
“Ja, weil ich es kaum glauben kann, deshalb, das war ja der Witz!”

“Das findest du witzig??”
“Jetzt nicht mehr!”

“Also wegen der versteckten Kamera, ja?”
“Ja. Das meinte ich eigentlich. Es fühlte sich so an.”

“Weil mein Schrank so ordentlich ist?”
“Nein! Weil du gesagt hast, du hättest alles!”

“Ach so…”
“Ja.”

“Ich verstehe den Witz immer noch nicht.”
“Das macht nichts.”

“Du hast doch im Schlafzimmer keine Kamera versteckt, oder?”
“Wenn du so weitermachst, sperre ich dich gleich in den Schrank da!”

“Da ist gar kein Platz mehr für mich.”
“Dich quetschen wir dann noch irgendwo rein, keine Sorge!”

“Wer ist denn wir?”
“Was?”

“Wir?”
“Wer?”

“Du hast gesagt, WIR quetschen!”
“Na und?”

“Ich kann mich doch nicht selber in den Schrank quetschen!”
“Himmel! Ich stürze mich gleich von der Kaisen-Brücke in die Weser!”

“Würde ich nicht machen.”
“So?? Und warum nicht, bitteschön??”

“Ich würde die Erdbeerbrücke nehmen.”
“Aha. Und wieso ausgerechnet die??”

“Der Name ist schöner.”
“Ich brech zusammen…”

“Apropos, wir könnten morgen noch mal ins Zero-Outlet fahren.”
“Wozu? Ich denke, du hast alles, so hat das Elend hier doch begonnen??”

“Ich habe ja auch alles.”
“Was willst du denn dann bei Zero??”

“Also es stimmt, ich habe alles für unter der Woche.”
“Aha, aber??”

“Aber ich habe überhaupt nichts fürs Wochenende!”

Kopfschüttel…

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Wandern mit Stil

14. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich stehen in einem McTrek-Outdoorladen vor einem riesigen Regal mit festen Wanderschuhen.
Eine solche Anschaffung ist notwendig, da die Liebste in Kürze eine Bergwanderung vor sich hat und dafür noch entsprechendes Schuhwerk benötigt.

“Schatz? Welche Schuhe soll ich denn jetzt nehmen?”
“Süße, ich würde den braunen da nehmen, den GTX.”

“Wieso?”
“Weil der alles hat, was du brauchst, und weil er runter gesetzt ist.”

“Der ist aber hässlich!”
“Ist er nicht. Der ist funktional.”

“Die sind hier alle hässlich!”
“Alle??”

“Wieso gibt es nur hässliche Wanderschuhe!”
“Also den GTX finde ich gar nicht so schlecht!”

“Wie bitte?? Freiwillig würde ich so etwas niemals anziehen!”
“Du willst damit ja auch wandern und nicht tanzen.”

“Und teuer sind die auch.”
“Wieso!? Für deine Stiefel hast du doch letzte Woche auch…”

“Stiefel sind ja wohl etwas ganz anderes!”
“Ach so? Da hast du gleich zwei Paar gekauft für ein Schweinegeld!”

“Die sind ja auch schick und kann man immer anziehen.”
“Ja, aber wandern kann man damit leider nicht!”

“Ich musste noch nie so hässliche Schuhe kaufen…”
“Dann lass es und zieh einfach deine Turnschuhe an, fertig.”

“Und wenn ich dann umknicke??”
“Genau DAS ist der Grund, warum wir hier sind!”

“So viel Geld für hässliche Schuhe für 3 Tage Wandern…”
“Aber die kannst du doch auch noch zu anderen Gelegenheiten anziehen?”

“Zum Beispiel?”
“Ähm… Im Winter? Auf dem Weihnachtsmarkt? Im Garten?”

“Sehr witzig! Wir haben ja gar keinen Garten!”
“Vielleicht haben wir ja mal einen??”

“Ach und da soll ich dann mit Wanderschuhen drin rumlaufen??”
“Es war ja nur ein Beispiel!”

“Tolles Beispiel! Du bist mir echt eine große Hilfe!”
“Ich kann ja gehen, wenn dir das nicht passt!”

“Das ist eigentlich eine gute Idee.”
“Wie bitte??”

“Naja das Gehen!”
“OK, dann bin ich weg, wir treffen uns dann am Auto.”

“Du bleibst hier!”
“Ich dachte, ich soll gehen??”

“Wanderschuhe braucht man, um im Wald Gassi zu gehen.”
“Das ginge, ja. Wenn man einen Hund hätte.”

“Eben, wir haben aber keinen.”
“Richtig. “

“Dann will ich einen Hund.”
“Du kriegst keinen Hund!”

“Einen kleinen, der ganz niedlich ist und tapsig!”
“Schön, die bleiben aber nicht lange so!”

“Und wenn er groß ist, gehe ich mit ihm in den Wald.”
“Mit deinen Wanderschuhen??”

“Genau!”
“Hör jetzt mit dem Unsinn auf und kauf endlich die blöden Schuhe!”

“Wieso darf ich keinen Hund haben?? Einen Labrador?”
“Darfst du ja! Kauf dir doch einen! Und einen Wald gleich dazu!”

“Ehrlich??”
“Dann suchst du einfach noch eine passende Wohnung, kündigst deinen Job und pflanzt
noch einen schönen Wald in Bremen an!”

“Ich will doch aber nur einen Hund!”
“Und ich will jetzt diesen Laden endlich verlassen!”

“Soll ich die Schuhe jetzt wirklich kaufen?”
“Von mir aus kannst du sie auch klauen, aber mach jetzt!”

“Brauchst du nicht auch welche?”
“Nein, ich will ja nicht mit zwei Freundinnen wandern gehen…”

“Wenn ich solche Schuhe kaufen muss, dann du auch!”
“Wieso ich?? Warum ich denn jetzt??”

“Wenn ich mal krank bin?”
“Krank??”

“Wer soll denn dann mit dem Hundchen im Wald Gassi gehen??”

Kopfschüttel…

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Hypnotisierte dicke Frauen

27. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste macht sich heute vor dem Fernseher einen netten Frauenabend; auf Sat1 gibt es den Spielfilm “Gefühlte XXS – vollschlank & frisch verliebt” mit Sophie Schütt in der Hauptrolle. Ich glaube, das ist nun wirklich nichts für mich und so beschäftige ich mich derweil mit anderen Dingen…

“Der Film ist sehr lustig, Schatz!”
“So? Dann wünsche ich dir weiterhin viel Spaß, Süße.”

“Dauert nicht mehr lange, ist gleich vorbei…”
“Aha. Das ist wirklich sehr bedauerlich.”

“Verstehe ich gar nicht, dass du den nicht mitschaust…”
“Du deckst meinen täglichen Bedarf an Frauenproblemen völlig, danke.”

“Wer?? Ich??”
“Na wer denn sonst??”

“In dem Film geht´s um eine dicke Frau, die dünn sein will!”
“Auch das noch…”

“Das habe ich doch wohl noch nie gesagt!”
“Wie bitte?? Also da könnte ich Romane drüber…”

“Jajaja, aber zumindest habe ich das noch nie SO gesagt.”
“Aha, natürlich. Und was sagt die in dem Film nun?”

“Die hat sich hypnotisieren lassen und DENKT jetzt, sie sei dünn.”
“Manchmal glaube ich auch, dass mich irgendjemand hypnotisiert hat…”

“…und jetzt hat sie Selbstbewusstsein, fühlt sich sexy und…”
“…und ICH will das alles gar nicht wissen, danke.”

“Aber ihr Verehrer, der liebt sie trotzdem, obwohl sie dick ist.”
“Was für eine überraschende Wendung…”

“Und weißt du, was der zu ihr gesagt hat??”
“Nein, und da bin ich eigentlich auch ganz froh drüber…”

“Der hat gesagt, sie hätte wunderschöne Augen.”
“Sehr ausgefallen.”

“Und sie sagt, das sei das einzige Kompliment, das man einer dicken Frau machen könne!”
“Liebste, du musst mir den Film nun wirklich nicht erzählen, danke.”

“Ich will dir das aber erzählen!”
“Ich weiß…”

“Und was sagen wollte ich dir auch noch!”
“Ich platze vor Neugierde…”

“Du hast auch wunderschöne Augen, Schatz!”

Kopfschüttel…

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Heute schon rasiert?

21. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich liegen abends entspannt in unserem schönen Bett und sind froh, dass der anstrengende Tag vorbei ist.
Manchmal erlebt man ja Tage, die würde man am liebsten wieder streichen.
Egal, es ist 23.30 Uhr und heute passiert nichts mehr.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist dein Rasierer kaputt?”
“Mein Rasierer?? Nein, wieso?”

“Och, nur so.”
“Nur so?? Komm, du hast doch nicht einfach nur so gefragt!”

“Ich darf doch wohl mal fragen??”
“Aber was verbirgt sich denn hinter deiner Frage??”

“Mir ist nur aufgefallen, dass du dich heute nicht rasiert hast.”
“Na und??”

“Und da dachte ich, dein Rasierer sei vielleicht kaputt.”
“Ist er nicht.”

“Dann ist ja alles klar.”
“Schön. Gute Nacht.”

“Du?”
“Ja, was?”

“Und warum hast du dich heute nicht rasiert?”
“Ich hatte heute Morgen einfach keine Lust.”

“Keine Lust??”
“Keine Lust. Richtig.”

“Ach so.”
“Liebste, kannst du mir jetzt bitte mal sagen, was los ist??”

“Was soll denn sein??”
“Das kommt doch öfter vor, dass ich mich nicht rasiere!”

“Das weiß ich.”
“Ja und?? Was ist heute so Besonderes daran??”

“Rasierst du dich denn morgen?”
“Ich denke schon.”

“Aber du weißt es noch nicht genau?”
“Doch, ich rasiere mich morgen früh auf jeden Fall, zufrieden??”

“Ich wollte ja nur mal fragen.”
“Das kenne ich, wenn du NUR mal eben was fragen wolltest!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Dass sich da meistens irgendwas anderes hinter verbirgt!”

“Willst du damit etwa sagen, ich würde drum herum reden??”
“Genau, das will ich!”

“Ich wollte doch nur wissen, warum du dich nicht rasiert hast!”
“Nein! Du wolltest wissen, ob mein Rasierer kaputt ist!”

“Woher soll ich denn wissen, ob dein Rasierer kaputt ist??”
“Ist er ja nicht!”

“Dann hättest du dich ja auch rasieren können.”
“Himmel! WOLLTE ich aber nicht, ist das jetzt schlimm, oder was??”

“Warum regst du dich denn jetzt so auf??”
“Weil ich immer noch nicht weiß, worauf du eigentlich hinaus willst!”

“Also ich finde, du hättest dich ruhig heute rasieren können.”
“Oh Herr, gib mir Kraft für diese Frau…”

“Ich mag das viel lieber, wenn du rasiert bist.”
“Ich auch. Bin ich ja morgen früh wieder.”

“Weil, wenn du rasiert wärst, dann würde ich jetzt… Ach nee.”
“Dann würdest du jetzt was??”

“Naja, dann würde ich jetzt viel lieber mit dir…”
“Ach JETZT verstehe ich! Du meinst Knutschen!”

“Knutschen! Männer…”
“Na los! Dann lass uns knutschen.”

“Nee, du bist ja nicht rasiert.”
“Das war dir früher doch auch egal!”

“Pff! Da hast du dich ja auch noch extra für mich rasiert!”
“Hätte ich damals mit Drei-Tage-Bart zum ersten Date kommen sollen??”

“Nee! Das kratzt ja.”
“Schön, und wie geht´s nun weiter??”

“Kannst du dich nicht eben schnell noch rasieren?”
“Jetzt?? Mitten in der Nacht??”

“Siehst du! Früher hättest du das für mich gemacht!”
“Aber Schatz, ich…”

“Du hast mich gar nicht mehr lieb!”
“Quatsch!”

“Und warum machst du´s dann nicht??”
“Weil, ähm… Mein Rasierer ist doch kaputt.”

“Ich dachte, der sei in Ordnung?”
“Nein, da habe ich mich geirrt, er ist kaputt.”

“Lügst du mich auch nicht an??”
“Wie könnte ich…”

“Blödmann! Ich glaube dir kein Wort!”
“Knutschen wir jetzt?”

“Nein! Jetzt nicht mehr.”
“Und warum nicht??”

“Weil du eine Lösung gefunden hättest, wenn du gewollt hättest.”
“Wie bitte?? Zum Beispiel?”

“Hättest ja auch meinen Ladyshave nehmen können!”
“Niemals!”

“Oder du hättest mich einfach geküsst, ohne lange zu quatschen!”
“Also Moment mal, du hast doch…”

“Und jetzt ist plötzlich der Rasierer schuld, ich wusste es ja!”

Kopfschüttel…

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Für Business und so…

24. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Für Business und so... (photocase.de © sanchez)Meine Liebste hat ein großes Paket vom Heine-Versand bekommen, vollgestopft mit einem riesigen Berg neuer Klamotten.
Was nicht gefiele, könne man ja zurück schicken, sagt sie… Das sei alles ganz easy.
Nun gut, warum auch nicht?

“Also die Blusen behalte ich, die sind super!”
“Ja… Sag mal Süße, seit wann bestellst du denn bei Heine, also…”

“Für Business und so haben die oft ganz gute Sachen!”
“Ah, für Business, verstehe…”

“Aber ganz sicher bin ich mir nicht.”
“Bei Heine?”

“Nee, bei diesem Blazer hier.”
“Was ist damit?”

“Findest du den schick?”
“Nein.”

“Soll ich ihn mal anziehen?”
“Nein!”

“Ich ziehe ihn mal an.”
“Wozu denn??”

“Vielleicht sieht er angezogen ja anders aus?”
“So?? Wie soll das denn gehen??”

“Das weiß man nie vorher so genau.”
“Ja klar! Einfach anziehen und Zack! Geiles Ding!”

“Was gefällt dir denn an dem Blazer nicht??”
“Der ist so zerknittert.”

“Natürlich! Das ist jetzt modern, verstehste?”
“Nee, verstehe ich nicht. Und selbst wenn, das Ding ist Mist.”

[Meine Liebste zieht den Knitter-Blazer über und dreht sich vor unserem Flurspiegel hin- und her, dabei zieht sie mal hier, mal da, macht zu und auf, alles in allem dauert das alles ewig.
Geduldig schaue ich mir das Schauspiel eine Zeit lang mit an.]

“Halt, wo willst du denn hin?”
“Ich wollte in die Küche?”

“Nee, nee, du bleibst jetzt hier, ich bin noch nicht fertig!”
“Was soll ich denn hier noch??”

“Mir sagen, ob mir der Blazer steht.”
“Nein.”

“Du willst mir das nicht sagen?”
“Nein, ich meine, NEIN! Der Blazer steht dir nicht. Wie gesagt.”

“Ich finde den eigentlich ganz gut.”
“Ich nicht, kann ich jetzt gehen?”

“NEIN!”
“Warum denn nicht?? Behalte ihn oder schick ihn zurück, fertig!”

“Ich wollte mal was anderes, glatte Sachen habe ich ja genug!”
“Was soll das Ding denn kosten…”

“100 Euro.”
“Wie bitte!? Zurückschicken!”

“Ist doch nicht dein Geld!”
“Aber ich muss mir hinterher wieder das Gejammer anhören!”

“Was denn für ein Gejammer? Von mir etwa??”
“Ja, von dir!”

“Was soll ich denn sagen?”
“Zum Beispiel: der war sooo teuer, zu was trage ich den denn jetzt?!”

“Stimmt, wozu ziehe ich den denn dann eigentlich an?”
“Oh Mann, ich breche zusammen…”

“Gutes Argument Schatz, gutes Argument…”
“Zurückschicken.”

“Wieso? Ich finde schon was, was ich dazu anziehen kann!”
“Die Farbe ist auch doof, Grau steht dir doch gar nicht!”

“Das ist kein Grau.”
“Sondern??”

“Das ist Silber.”
“Ach so!”

“Soll ich den jetzt behalten?”
“Nein!”

“Aber der sitzt schon gut, muss ich sagen!”
“Schön, aber er steht dir nicht, und dann noch 100 Euro!”

“Du bist echt sowas von konservativ…”
“Wieso ich denn jetzt?? Nur, weil mir der Blazer nicht gefällt??”

“Weil man auch mal was Neues ausprobieren muss!”
“Dann behalte ihn doch!”

“Du hast aber gesagt, ich soll ihn zurückschicken!”
“Freut mich, dass du es wenigstens akustisch verstanden hast!”

“Ja was denn nun?? Eben sagst du noch so, und jetzt wieder so!”
“Schatz, du machst mich noch wahnsinnig!”

“Ich behalte ihn.”
“Von mir aus…”

“Oder doch nicht?”
“Liebste!”

“Sag doch mal was!”
“SCHICK DEN BLAZER ZURÜCK!!”

“Meinst du?”
“Ich glaube, ich muss mich gleich mal hinsetzen, mein Blutdruck…”

“Na also gut, schicke ich ihn eben zurück.”
“Gott sei Dank…”

“Wo gehst du hin?”
“Immer noch in die Küche, das sagte ich bereits.”

“Nein!”
“Wieso nicht!? Blazer haben wir doch jetzt geklärt, oder?”

“Doch.”
“Aber?”

“Ich habe den silbernen Blazer auch noch einmal in Schwarz bestellt, warte, ich schlüpfe mal eben rein!”

Kopfschüttel…

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Nicht irgendeinen!

14. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Nicht irgendeinen! (photocase.de © Juttaschnecke)Meine Liebste steht vor unserem großen Schlafzimmerspiegel und betrachtet sich von oben bis unten. Dabei neigt sie ihren Kopf mal nach links, mal nach rechts, oder vergräbt ihr Kinn fragend in ihrer rechten Hand.
Ich überlege, ob ich besser schnell wieder gehe…

“Du Schatz?”
“Was ist, Süße?”

“Ich schaue mich hier gerade mal so an.”
“Ähm, ja, das sehe ich…”

“Ich weiß einfach nicht.”
“Ich auch nicht…”

“Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!”
“Musst du denn jetzt unbedingt was sagen?”

“Ja!”
“Aha… Und was?”

“Ich brauche einen Typberater.”
“Du brauchst was??”

“Einen Typberater, der mir mal hilft.”
“Wobei soll der dir helfen??”

“Na was mir so steht und so.”
“Also ich finde, dass dir…”

“Nee, von dir will ich gar nichts hören!”
“So? Das ist ja mal was Neues…”

“Ich brauche aber mal eine Typberatung.”
“Schön. Mach. Habe ich nichts dagegen.”

“Und woher kriege ich so jemanden?”
“Gelbe Seiten vielleicht?”

“Ich brauche aber einen guten, nicht irgendeinen!”
“Zur Not kann ich dir aber auch sagen, was dir steht?”

“Nee! Du auf keinen Fall.”
“Und warum ich nicht? Nicht, dass ich mich drum reißen würde, aber…”

“Ich brauche mal einen Mann, der was von Frauen versteht!”

Kopfschüttel…

Jetzt verfügbar: Ergebnisse der Umfrage März 2008

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Anders eben!

7. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Anders eben! (photocase.de © skyla80)Meine Liebste und ich sitzen in der Küche und trinken jeder ein Glas Multivitamin-Saft, eisgekühlt und in einem Sektglas.
Das mag sich komisch anhören, ist aber irgendwie eine tolle Sache ab und zu!

“Voll lecker!”
“Ja, Süße.”

“Ich nehme gleich noch einen.”
“Wie du möchtest.”

“Und warum guckst du mich so an?”
“Was? Ich? Wie gucke ich denn?”

“Du guckst mich so komisch an.”
“Ich habe dich ja auch lange nicht gesehen.”

“Was soll das denn heißen, du kennst mich doch??”
“Ich kann dich ja wohl man anschauen!?”

“Ich sehe müde aus, oder?”
“Dafür hast du ja jetzt den Vitamin-Drink.”

“Also sehe ich müde aus?”
“Naja…”

“Und deswegen guckst du mich so komisch an??”
“Ich gucke dich nicht komisch an!”

“Du hast gesagt, ich sähe müde aus.”
“Nein, das hast du gesagt.”

“Aber du hast nicht widersprochen!”
“Aber auch nicht direkt zugestimmt.”

“Ich darf doch wohl auch mal müde sein?!”
“Natürlich darfst du das, ich sage doch gar nichts!?”

“Aber du guckst so komisch.”
“Ich habe dich einfach nur angesehen, sonst nichts!”

“Habe ich irgendwo was im Gesicht hängen?”
“Da hängt nichts, Schatz…”

“Nicht?”
“Nein.”

“Wirklich nicht?”
“Nein!”

“Manchmal bist du echt komisch…”
“Ich werde ja wohl mal meine Liebste anschauen dürfen!”

“Aber nicht so!”
“Sondern??”

“Anders eben.”
“Gut, schaue ich eben ganz woanders hin.”

“Schatz? Was siehst du dir jetzt an?”
“Deine Füße.”

“Nicht meine Füße!”
“Und warum nicht?”

“Meine Füße sind doof!”
“Quatsch!”

“Schau dir was anderes an!”
“Na gut, schön, schaue ich mir was anderes an.”

“Was machst du da jetzt!?”
“Ich schaue mir deine, ähm, naja, an.”

“Männer! Lass das!”
“Ich darf mir ja wohl das Dekolletee meiner Freundin ansehen, oder??”

“Nein!”
“Und wessen sonst??”

“Komm jetzt bloß nicht auf komische Gedanken!”
“Du hast doch damit angefangen!”

“Du bist wirklich unmöglich!”
“Aber ich habe doch gar nichts gemacht!”

“Doch!”
“Ach! Und was??”

“Ich habe extra neue Strähnen.”
“Ja, das weiß ich, na und??”

“Und du glotzt mir nur auf meine Dinger! Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Meine Handcreme

25. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Handcreme (photocase.de © Shuwal)Meine Liebste und ich machen uns startklar für den Tag. Während ich bereits in der Küche sitze und meinen Kaffee trinke, ist meine Liebste noch im Bad mit sich selbst beschäftigt. Plötzlich kommt sie zur Tür herein.

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Wo ist meine Handcreme?”
“Weiß ich nicht.”

“Meine kleine blaue Handcreme?”
“Keine Ahnung!”

“Hast du sie nicht benutzt?”
“Ich?? Nein.”

“Aber sie ist weg.”
“Das tut mir leid.”

“Und wo ist sie jetzt?”
“Woher soll ich das wissen??”

“Die steht immer im Bad auf dem kleinen Schrank.”
“Ja?”

“Ja! Und jetzt ist sie weg.”
“Dann wirst du sie wohl irgendwo anders hingestellt haben.”

“Die steht aber immer da!”
“Jetzt wohl nicht mehr…”

“Weil du sie verschlampt hast!”
“Ich habe deine blöde Handcreme nicht!”

“Es kannst aber nur du gewesen sein!”
“Ich war es aber nicht!”

“Zeig mal deine Hände.”
“Wie bitte??”

“Nun zeig doch mal!”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Was soll denn das!?”

“Ich will nur sehen, ob du dir die Hände eingecremt hast!”
“Du spinnst wohl! Hier, bitte sehr!”

“Hm… Ganz trocken.”
“Na also. Darf ich jetzt weiterleben, Frau Kommissarin?”

“Du könntest dir ruhig auch mal die Hände eincremen.”
“Quatsch!”

“Doch, die sind ja ganz rau.”
“Die sind wie immer, ich habe noch nie Handcreme benutzt!”

“Du wirst ja schließlich auch nicht jünger.”
“Na vielen Dank! Und deshalb soll ich jetzt Handcreme benutzen??”

“Würde dir ganz bestimmt nicht schaden.”
“Gut, dann gib mir welche.”

“Sehr witzig! Meine Handcreme ist ja nicht da!”
“Dann lass mich damit jetzt auch in Ruhe, ja?”

“Und was mache ich jetzt?”
“Womit?”

“Mit meinen Händen? Ich muss die eincremen.”
“Nimm doch Nivea oder eine von deinen anderen tausend Cremes.”

“Für die Hände??”
“Na und? Creme ist doch Creme, oder nicht?”

“Nein, das geht ja nun überhaupt gar nicht!”
“Du wirst ja wohl mal einen Tag ohne Mandelmilch auskommen.”

“Wie kommst du denn jetzt auf Mandelmilch??”
“Ist in deiner Handcreme nicht Mandelmilch?”

“Also doch!”
“Was!”

“Du hast meine Handcreme benutzt!”
“Habe ich nicht!”

“Woher weißt du dann, dass da Mandelmilch drin ist!?”
“DAS HAST DU MIR SELBST ERZÄHLT!”

“Ja? Ach so…”
“Schatz?”

“Ja?”
“DU NERVST MICH!”

“Ich bin auch genervt, hier kann man NICHTS stehen lassen!”
“ICH HABE DEINE DOOFE HANDCREME NICHT!!”

“Und wer sonst??”
“Keine Ahnung, ich jedenfalls nicht!”

“Mist. Tja, dann kaufe ich uns heute welche.”
“Dir. Du kaufst DIR welche.”

“Uns.”
“Nein, dir!”

“Du musst aber auch Handcreme benutzen.”
“Muss ich nicht und werde ich nicht!”

“Doch, das ist gut für deine Hände!”
“Hilfe, womit habe ich das bloß verdient…”

“Ich möchte, dass du auch schön weiche Hände hast.”
“Schatz! Kümmere du dich um deine Hände, ich mich um meine, ja!?”

“Möchtest du die gleiche, wie ich, oder eine andere?”
“Ich möchte gar keine!!”

“Dann benutzt du meine einfach mit, das ist sowieso die beste.”
“Keine Wunder, dass mir immer mehr graue Haare wachsen…”

“Damit meinst du ja wohl jetzt nicht mich!”
“Natürlich nicht…”

“Also einverstanden, und die Creme kommt ins Bad.”
“Schön.”

“Ach ja, und eine Bitte hätte ich noch.”
“Himmel… Was willst du denn nun noch…”

“Nimm jedesmal nur einen klitzekleinen Klecks davon.”
“Aha. Und warum das nun wieder?”

“Ich mag bei Männern keine parfümierten Hände.”

Kopfschüttel…

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So eine hat nicht jeder

17. März 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

So eine hat nicht jeder (photocase.de © kunstfisch)Meine Liebste und ich machen am Sonntag einen kleinen Spaziergang. Wir scheinen genau die Viertelstunde erwischt zu haben, in der es mal nicht regnet. Wir wollen aber auch nur einmal kurz Luft schnappen.
Ich bleibe kurz stehen.

“Schatz? Was machst du da?”
“Ich glaube, meine Uhr ist stehen geblieben, Süße.”

“Deine tolle High-tech Superduper Rennfahrer-Uhr??”
“Meine Uhr. Ja.”

“Ich dachte, die kann nicht kaputt gehen?”
“Sie ist ja auch nicht kaputt.”

“Und wieso geht sie dann nicht mehr?”
“Da ist mir wohl aus Versehen das Stellrad rausgesprungen…”

“Na, dann ist ja gut.”
“Sag mal grade, wie spät es ist.”

“Ähm… So ungefähr viertel nach Vier.”
“Geht das vielleicht auch etwas genauer??”

“Also, ähm… Es müsste so kurz nach…”
“Was ist? Kannst du deine eigene Uhr nicht lesen??”

“Doch, aber das hier ist eigentlich nicht meine Uhr.”
“Aha. Und wem gehört die dann?”

“Naja, sie gehört schon mir.”
“Aber?”

“Aber ich benutze sie nicht als Uhr.”
“Zeig mal her!”

[Die Liebste nimmt ihre Uhr vom linken Arm ab und drückt sie mir in die Hand. Es handelt sich eigentlich eher um einen 3cm breiten und 2cm dicken schwarzen Armreifen, der nicht geschlossen ist und sich zum Anlegen leicht dehnen lässt.
Oben drauf ist so eine Art weißes Mini-Fischauge mit einer kleinen Glaskuppel drauf. Schaut man genau hin, entdeckt man in der Mitte eine Miniatur-Zeigeranzeige, die trotz des Lupeneffektes des Fischauges nicht genau abzulesen ist.
Einfach nur zwei Zeigerchen, keine Zahlen oder Striche...]

“Und? Wie spät ist es?”
“Tja… Kann ich nicht sagen. Was ist denn das für eine Uhr!”

“Ich finde die total schön.”
“Ja, aber man kann doch die Zeit gar nicht ablesen!”

“Na und?”
“Aber dafür trägt man doch eine Uhr, oder nicht?”

“Also ich finde meine Uhr klasse, so eine hat nicht jeder.”
“Kein Wunder, man kann ja auch die Zeit nicht ablesen!”

“Dafür brauche ich sie ja auch gar nicht.”
“Sondern??”

“Ich finde, die steht mir.”
“Sowas kann man auch wirklich nur Frauen verkaufen!”

“Wieso!”
“Kein Mann würde sich so eine Uhr an den Arm machen!”

“Ich mir deine Untertasse auch nicht!”
“Untertasse??”

“Viel zu groß.”
“Quatsch!”

“Deine Uhr hat mehr Zeiger als mein ganzes Auto!”
“Und bei deiner Uhr merkt man erst gar nicht, wenn sie stehen bleibt!”

“Habe ich dir die ungefähre Zeit gesagt oder nicht??”
“Schon, aber ungefähr reicht mir doch jetzt nicht!”

“Warum?”
“Man stellt doch eine Uhr nicht ungefähr!”

“Ich schon, das geht bei der hier auch gar nicht anders.”
“Aber… Das heißt also, du weißt nie genau, wie spät es ist?”

“Wieso?”
“Kein Wunder, dass du ständig zu spät kommst!”

“Natürlich weiß ich immer genau, wie spät es ist!”
“Mit der Uhr da?? Niemals!”

“Trotzdem.”
“Aha! Und warum kannst du es dann ausgerechnet jetzt nicht sagen??”

“Weil ich mein Handy zuhause gelassen habe.”

Kopfschüttel…

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Erschreckend

21. Februar 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Erschreckend (photocase.de © little-smile)Meine Liebste steht in knapper und eher privater Bekleidung an unserer Balkontür vor unserem kleinen Balkon und schaut hinaus.
Keine Ahnung, was sie da macht, und gewöhnlich stellt sie sich nicht halbnackt vor ein Fenster…
Aber egal, mich stört es nicht!
Eher das Gegenteil…

“Schatz! Das glaubst du nicht!”
“Was denn, Süße?”

“Da gegenüber, da hat eine Omi aus dem Fenster geschaut!”
“Das ist, ähm, das ist ja unglaublich…”

“Und weißt du was?”
“Was?”

“Als sie mich gesehen hat, hat sie die Gardine zugezogen!”
“Warum stehst du da denn auch halbnackt vorm Fenster??”

“Ich bin doch nicht nackt!?”
“Nee, ich sagte ja auch halbnackt.”

“Ich habe doch was an?”
“Ja… Aber nicht viel.”

“Wieso hat die denn die Gardine zugezogen??”
“Vielleicht hat sie sich erschrocken, als sie dich gesehen hat.”

“Erschrocken??”
“Ja.”

“Wieso?? Sehe ich so schlimm aus?”
“Ich meinte eher, dass sie…”

“Was stimmt denn mit mir nicht??”
“Mit dir stimmt alles, aber…”

“Du hast gesagt, dass die sich erschrocken hat!”
“Das war doch nur so eine Vermutung und ich meinte doch…”

“Das heißt, vermutlich hättest du dich auch erschrocken??”
“Ich?? Was habe ich denn jetzt damit zu tun??”

“Ich bin zu dick, stimmt´s?”
“Du bist doof, DAS stimmt!”

“Aha! Also dick und doof!”
“Himmel…!”

“Kein Wunder, dass sich die arme alte Frau erschrocken hat!”
“Schatz! Du bist weder dick noch doof!”

“Du bist auch nicht der Dünnste und doof bist du auch!”
“Was soll das denn jetzt??”

“Stell du dich doch mal in Unterhose hier ans Fenster!”
“Ich?? Warum das denn??”

“Dann werden wir ja sehen, wo überall die Gardinen zugehen!”

Kopfschüttel…

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