Tennisshop

Fit wie ein Turnschuh!

6. Dezember 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen am Abend zusammen in unserer Küche im Anschluss an den heutigen Arbeitstag.
Wir tauschen unsere Erlebnisse aus und erzählen uns die neuesten Neuigkeiten. Die Liebste hat heute allerdings nur sehr wenig zu berichten…

“Tja, heute war ein ganz stinknormaler Tag, würde ich sagen.”
“Meiner auch, Süße. Meiner auch.”

“Übrigens, ich habe noch mit Simone telefoniert heute Mittag.”
“So? Und was gibt es bei Simone so neues?”

“Nichts, aber wir haben über jüngere Männer diskutiert.”
“Wie bitte??”

“Ja weil ihr neuer Freund doch 2 Jahre jünger ist, als sie.”
“Aha. Und wahrscheinlich noch einen Kopf kleiner, oder was…”

“Woher weißt du das?? Kennst du den??”
“Och, war nur so eine Vermutung…”

“Naja, jedenfalls sagt Simone, jüngere Männer halten jung.”
“Das wundert mich bei Simone nicht…”

“Wieso das denn!! Die ist genauso alt, wie ich!”
“Ja, genau. Ihr seid beide cirka 12 Jahre alt.”

“Ich auch??”
“Du auch!”

“Das stimmt gar nicht!”
“Auf dem Papier nicht, aber sonst schon!”

“Simone sagt, dass ihr Freund auf ältere Frauen steht.”
“Demnach ist er also 10 Jahre alt.”

“Schatz!”
“Was denn!? So ein Quatsch, jüngere Männer halten jung! Pff!”

“Dass du das sagst, wundert mich nicht.”
“Es ist ja auch Blödsinn.”

“Du musst das ja sagen, weil DU ja schon alt bist!”
“Ich bin zwar älter als du, aber dafür jung geblieben!”

“Wo denn??”
“Allein die Tatsache, es mit dir auszuhalten, erfordert das!”

“Aber das belegt doch Simones These!?”
“Was jetzt?”

“Ich bin jünger als du, also halte ich dich jung.”
“Nee! Anders wird ein Schuh draus, du lässt mich schneller altern!”

“Wieso! Was mache ich denn??”
“Das Kopfschüttel-Blog ist ja wohl voll von Gründen für graue Haare!”

“Soll das heißen, die hättest du nicht, wenn ich nicht da wäre??”
“Das ist zumindest sehr wahrscheinlich.”

“Simones Freund hat noch keine grauen Haare.”
“Die kriegt er noch, da wird Simone schon für sorgen…”

“Simone sagt, ihr Freund sei fit wie ein Turnschuh.”
“Blablabla bla…”

“Und der lässt sich auch noch Sachen sagen.”
“Ich werde ihm eine Beileidskarte schicken…”

“Du lässt dir ja nie was von mir sagen!”
“DAS ist auch besser so!”

“Ich will auch einen jüngeren Freund!”
“Wofür denn??”

“Um jung zu bleiben.”
“Dafür gibt es doch zahlreiche Kosmetikprodukte?”

“Sehr witzig!”
“Oder lies mal wieder eine BRAVO?”

“Das könnte ich wirklich mal wieder machen…”
“Dann frag doch bitte Dr. Sommer, ob bei dir noch was zu retten ist.”

“Du bist ein echter Kindskopf, weißt du das?!”
“Aber das wolltest du doch??”

“Aber doch nicht so!”
“Wie denn dann??”

“Ich will einen, der… Der jung ist eben!”
“Schön! Gut! Ich helfe dir gleich gerne beim Koffer runtertragen!”

“Das brauchst du nicht, das mache ich zur Sicherheit selber.”
“Zur Sicherheit wovor?”

“Damit du keinen Hexenschuss davon kriegst!”

Kopfschüttel…

Das war der Kopfschüttel-Nikolaus-Marathon,
und ich hoffe, dass niemand (außer mir natürlich)
gesundheitliche Schäden davongetragen hat!
Euch allen einen wunderschönen Nikolaus-Tag!

Und ihr wisst ja: es hat schon einen guten Grund,
warum Knecht Ruprecht eine Rute hat…

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Möglichst wenig Aufwand

28. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind gleich um 20 Uhr mit Freunden zum Essen verabredet, wir treffen uns im Da Vinci: ein kleines, aber feines Restaurant im Herzen Bremens.
Wir haben unsere zwei Freunde schon etwas länger nicht gesehen und freuen uns auf den bevorstehenden Abend.

“Schatz, wie spät ist es?”
“Es ist kurz vor halb acht, Süße.”

“Schon so spät??”
“Was hast du denn gedacht?”

“Ich dachte, es wäre noch nicht so spät…”
“Und was heißt das jetzt??”

“Das heißt wohl, dass ich mich beeilen muss…”
“Aber du bist doch schon angezogen, oder?”

“Natürlich!”
“Und wo ist dann jetzt das Problem?”

“Dass ich nicht weiß, welche Schuhe ich anziehen soll!”
“Ähm… Die schwarzen?”

“Die mit den hohen Absätzen?”
“Ja.”

“Die sind kaputt.”
“Kaputt??”

“Der eine Absatz ist locker, die kann ich also nicht anziehen.”
“Aha… Dann nimm eins deiner anderen 87 Paar Schuhe.”

“Soll ich vielleicht meine flachen schwarzen Schuhe nehmen?”
“Die, die so aussehen wie Turnschuhe?”

“Die sehen nicht aus wie Turnschuhe!”
“Ich meine doch nur den Schnitt, also, weil die doch…”

“OK, ziehe ich die an. Guter Tipp von dir!”
“Ja… Ein blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn…”

“Ich ziehe mich dann schnell um.”
“Wie bitte?? Aber ich dachte…”

“Na die flachen Schuhe passen doch nicht zu dieser Hose!”
“So? Und warum nicht?”

“Die ist ja viel zu lang, die ist für hohe Schuhe!”
“Aha, und diese Hose hast du jetzt auch in kürzer, ja?”

“Nein.”
“Nein??”

“Quatsch! Ich habe doch nicht die gleiche Hose in kurz UND lang!”
“Natürlich nicht, dumm von mir… Und jetzt?”

“Jetzt ziehe ich meine neue Jeans an.”
“Du hast eine neue Jeans??”

“Ist schon länger her, aber ich hatte sie noch nie an.”
“Fein. Dann können wir ja gleich los, oder?”

“Gleich.”

[Während die Liebste die Hosen wechselt, gehe ich noch einmal schnell ins Wohnzimmer und mache das Licht aus. Als ich ins Schlafzimmer zurückkehre, steht die Liebste zu meinem Erstaunen immer noch in ihrer vorherigen schwarzen und zu langen Hose da...]

“Schatz, das geht nicht!”
“Wir müssen mal langsam, warum bist du noch nicht umgezogen?”

“Ich kann diese neue Jeans nicht anziehen!”
“Und warum nicht?”

“Die habe ich noch gar nicht gewaschen, ist noch der Zettel dran!”
“Na und??”

“Wenn ich die jetzt anziehe, dann färbt die meine Unterwäsche.”
“Seit wann trägst du denn Unterwäsche??”

“Schatz!”
“War ja nur so eine Frage…”

“Bei dieser Jeans muss ich dann andere Unterwäsche anziehen.”
“Aber Schatz, hör mal… Du hast doch noch 17 andere Jeans, oder?”

“Ja. Aber von denen will ich jetzt keine anziehen…”
“Und warum nicht?? Die sind doch schon mal gewaschen worden, oder??”

“Weil ich mich eben jetzt so auf die neue gefreut habe!”
“Ja, dann… Dann zieh dir doch einfach eine andere Unterhose an.”

“Das heißt Slip, Unterhosen sind das, was du an hast!”
“Oh, Entschuldigung! Dann eben einen anderen SLIP!”

“Aber der müsste dann ja Schwarz sein…”
“Na und? Da hast du doch welche, das weiß ich ganz genau!”

“Aber ich habe doch jetzt einen Body an…”
“Oh Himmel, ich breche zusammen…”

“Dann ist mir nicht so kalt am Rücken, deswegen!”
“Lass mich raten: einen schwarzen Body hast du nicht, oder?”

“Nein.”
“Toll. Und jetzt?”

“Weiß ich auch nicht!”
“OK, und wenn du anstatt der Unterwäsche nochmal die Schuhe wechselst?”

“Du meinst, damit ich diese schwarze Hose an lassen kann?”
“Das scheint mir am wenigsten Aufwand zu sein…”

“Bei dir muss immer alles mit möglichst wenig Aufwand sein!”
“Ich meine doch nur, weil…”

“Wenn es um deine doofen Computer geht, DANN hast du Zeit!”
“Ähm…”

“Aber wenn ICH ein Problem habe, DANN ist das unwichtig!”
“Was denn für ein Problem?? Zieh dir andere Schuhe an und fertig!”

“Welche denn??”
“Das weiß ich doch nicht!”

“Weil dich das ja auch gar nicht interessiert, wie ich aussehe!”
“Doch, das interessiert mich schon, aber was…”

“Du könntest ja auch mal sagen, was dir gefällt!”
“Aber du siehst doch immer gut aus, was soll ich denn da noch…”

Blödmann!”
“Liebste! Du hast im Gästezimmer 3.654 Schuhe, hol dir jetzt zwei!”

“Na schön! Gut! Dann nehme ich eben meine braunen Stiefel.”
“Soll mir recht sein… Dann mach jetzt…”

“Braune Stiefel zu dieser schwarzen Hose mit Schlag??”
“Geht das nicht, oder was?”

“Das ist jetzt ja wohl nicht dein Ernst!”
“Aber DU hast doch die braunen Stiefel vorgeschlagen, oder nicht!?”

“Ja sicher, aber doch nicht zu dieser Hose!”
“Sondern??”

“Die neue Jeans würde super zu diesen Stiefeln passen…”

Kopfschüttel…

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Nicht mal mein eigener Freund!

15. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste kommt zu mir ins Arbeitszimmer gestürmt, als ich gerade in ein Problem vertieft an meinem PC arbeite. Aus den Augenwinkeln sehe ich bereits ihre verschränkten Arme…
Noch bevor die Liebste ein Wort sagt, ist mir bereits klar: ich werde meine Arbeit jetzt wohl unterbrechen müssen…

“Schatz, weißt du, mit wem ich gerade telefoniert habe??”
“Ähm… Nein, Süße…”

“Mit Tanja!”
“Schön, ja… Sag mal, kannst du mir das nicht später erz…”

“Weißt du, was die eben zu mir gesagt hat??”
“Du wirst es mir jetzt sicher gleich erzählen, schätze ich…”

“Ich würde sie nie ausreden lassen, hat sie gesagt!”
“So? Und warum hat sie d…”

“Die spinnt ja wohl!”
“Habt ihr euch denn gestritten oder worü…”

“Wir haben nur über Hosen diskutiert, sonst nichts!”
“Über Hosen??”

“Weil doch der Schlag jetzt wiederkommt, habe ich gesagt.”
“Was für ein Schlag??”

“Na dass die unten am Bein wieder weiter werden jetzt.”
“Und über so etwas streitet ihr am Telef…”

“Und Tanja sagt, ich hätte Tomaten auf den Augen!”
“Sieht man gar nicht…”

“Schatz!”
“Wie kann man sich bloß über sowas streiten, wo doch die Mode sow…”

“Soll das etwas heißen, dass du mir auch nicht glaubst??”
“Also ich würde sagen, dass…”

“Habe ich dir nicht neulich bei Esprit noch eine gezeigt??”
“Ach ja, jetzt erinnere ich mich, dass war doch die Jeans mit d…”

“Ich habe noch gesagt, super, der Schlag kommt wieder!”
“Richtig, aber die war dir doch zu…”

“Habe ich es gesagt, oder nicht!?”
“Doch, doch, das hast du ges…”

“Jetzt behaupte bloß nicht, dass ich das nicht gesagt hätte!”
“Sage ich ja nicht, ich weiß doch, dass…”

“Nicht mal mein eigener Freund hört mir zu!”
“Aber ich höre dir doch zu und ich m…”

“Das kommt davon, weil du immer nur halb bei der Sache bist!”
“Ich?? Also Moment mal, ich h…”

“Du weißt ganz genau, dass ich Hosen mit Schlag mag!”
“-”

“Die stehen mir einfach besser als diese Karotten.”
“-”

“Oder? Oder nicht?”
“-”

“Warum sagst du denn jetzt nichts??”
“Ich wollte dich mal ausreden lassen.”

“Mich wolltest du MAL ausreden lassen??”
“Ja, weil ich komme ja gar nicht dazu, was zu sagen, weil…”

“Aha! Dich lasse ich also auch nicht ausreden, oder was!?”
“Doch, aber im Augenblick scheinst du zieml…”

“Ich erzähle dir, dass Tanja mir was unterstellt und du??”
“Haben wir nicht gerade über Hosen, ich meine, über…”

“Ruf doch Tanja an, dann könnt ihr euch schön ausreden lassen!”
“Um Gottes Willen…”

“Ich lasse ja wohl jeden ausreden, und dich auch, wenn…”
“Aber ich wollte damit doch auch nur sagen, dass du i…”

“Schatz!”
“Was denn??”

“Jetzt lass mich doch mal ausreden!”

Kopfschüttel…

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Kleines Ferkel!

23. Oktober 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam an unserem kleinen Küchentisch und erzählen uns die Ereignisse des heutigen Tages.
Eigentlich ein Tag wie jeder andere, ganz ohne Katastrophen oder Besonderheiten. Hoffentlich bleibt das auch so…

“Sag mal, ist hier eigentlich die Heizung an?”
“Ja, Süße. Die ist an.”

“Mir ist aber kalt.”
“Kein Wunder…”

“Wieso kein Wunder?!”
“Weil du angezogen bist wie im Hochsommer.”

“Ich??”
“Warum ziehst du dir nicht einen ordentlichen Pullover an??”

“Du könntest ja auch einfach mal die Heizung anmachen.”
“Wie ich bereits sagte, die ist schon an.”

“Aber nicht richtig.”
“NICHT RICHTIG??”

“Naja, eben nicht richtig warm.”
“Für jemanden, der angezogen ist, ist sie warm genug!”

“Bin ich etwa nicht angezogen??”
“Doch, aber diese Bluse könnte man auch als halbnackt bezeichnen.”

“Das hättest du wohl gerne, halbnackt!”
“Also Moment mal, ich…”

“Männer!”
“Was heißt das denn jetzt wieder?!”

“Mir ist kalt und du denkst nur über meine Bluse nach!”
“Deine Bluse ist ja auch der Grund, warum dir kalt ist!”

“Also soll ich sie besser ausziehen, deiner Meinung nach?”
“Ja, und…”

“Ich ziehe mich hier nicht aus, vergiss es!”
“Umziehen sollst du dich, UMZIEHEN, nicht AUSZIEHEN!!”

“Geizkragen!”
“Ich?? Warum bin ich denn ein Geizkragen??”

“Weil du auf meine Kosten Heizkosten sparen willst.”
“Schatz, es ist hier nicht kalt, sondern ganz im Gegenteil!”

“Dir ist vielleicht nicht kalt, mir aber schon!”
“Aber doch nur, weil du…”

“Und ein kleines Ferkel bist du auch!”
“Wie bitte??”

“Jawohl! Und ein geiziges noch dazu!”
“Ich bin kein Ferkel!”

“Na schön, dann eben ein Ferkelchen.”
“Das noch viel weniger!”

“Und ob!”
“Warum??”

“Hier nicht heizen, aber trotzdem Striptease haben wollen! Nee!”

Kopfschüttel…

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Eine reine Typfrage

26. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen an der Bremer Schlachte im Café Bar Celona und trinken dort einen Cocktail zusammen. Vielleicht handelt es sich um die letzten abendlichen Sonnenstrahlen in diesem Sommer, daher genießen wir die Zeit.
Und das haben sich wohl auch viele andere so gedacht, denn es ist recht voll um uns herum…

“Schatz? Wollen wir ein bisschen lästern?”
“Lästern?? Worüber denn, Süße?”

“Über die Leute, die hier so rumsitzen.”
“Aha… Und über die willst du jetzt…”

“Schau mal, der da zum Beispiel, da links.”
“Was ist mit dem??”

“Der betrügt bestimmt seine Frau.”
“Was?? Wieso??”

“Na die Tante, mit der er da sitzt, ist doch niemals seine Frau!”
“Und wieso nicht?”

“Die ist viel zu jung und schlank, er ist alt und dick.”
“Tja. So wie bei uns auch.”

“Ich bin doch nicht schlank!”
“Eigentlich wollte ich hören, dass ICH nicht alt und dick bin!”

“Naja, aber immerhin bist du älter als ich.”
“Wäre es dir umgekehrt lieber??”

“Nee.”
“Und so dick wie der Kerl da bin ich auch nicht.”

“Und ich??”
“Du bist auch nicht so dick.”

“Aber auch nicht so schlank wie seine Geliebte da, oder?”
“Schatz, die ist doch ein ganz anderer Typ als du!”

“So? Was für ein Typ bin ich denn??”
“Ähm…”

“Nun sag schon!”
“Also, du bist eher, ähm…”

“Ich bin eher die dicke Variante, oder was??”
“Nein, nein, du bist eher so ein Typ wie… Jeanette Biedermann.”

“Jeanette Biedermann?? Und was ist dann die da??”
“Die ist, ähm… ein bisschen Cameron Diaz.”

“Cameron Diaz ist eine meiner Lieblingsschauspielerinnen!!”
“So?? Ich dachte, das sei Jeanette Biedermann??”

“Die beiden kann man doch gar nicht miteinander vergleichen!”
“Eben! Das sage ich ja!”

“Ich dachte, dass dir Jeanette Biedermann auf die Nerven geht!?”
“In deiner neuen komischen Telenovela, Anna und die Liebe, ja.”

“Ach und sonst nicht??”
“Nö, sonst eigentlich nicht.”

“Also würdest du mich auch gegen Jeanette eintauschen??”
“Wie kommst du denn jetzt wieder darauf!?”

“Na wenn die so ein Typ ist wie ich??”
“Deswegen tausche ich doch nicht gleich!”

“Die würde dich auch gar nicht nehmen!”
“Ach! Und wieso nicht??”

“Weil die bestimmt nicht auf Typ Schweinchen Dick steht!”

Kopfschüttel…

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Das findest du witzig??

18. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich räumen gemeinsam das Schlafzimmer auf. Ja, das Schlafzimmer.
Es sieht aus wie unter Hempels Sofa, überall liegen Klamotten und Kleinkrams rum. Kaum zu glauben, wie schnell das geht, wenn man was schlüren lässt…
Das passiert halt mal, aber jetzt wird klar Schiff gemacht!

“Ich bin gleich fertig mit meinen Sachen, und du?”
“Ich auch, Süße. Nur noch die Bücher, dann ist wieder Ordnung.”

“Schau doch mal in meinen Kleiderschrank, hier!”
“Sieht aus, wie aus einem IKEA-Katalog. Sehr vorbildlich.”

“Gut, was? Alles hat seinen Platz und ist ordentlich.”
“Ja. Kein Wunder, du nimmst ja auch nie was raus.”

“Was soll das denn heißen??”
“Na du jammerst doch immer rum, dass du nichts anzuziehen hast!”

“Und was hat das mit der Ordnung im Schrank zu tun??”
“Der ist bis oben hin voll und trotzdem hast du ja nie was!”

“Verstehe ich jetzt nicht…”
“…und weil du nie was hast, nimmst du natürlich auch nie was raus.”

“Ach so! Jetzt verstehe ich das.”
“Schön. Schön, dass wir uns ausnahmsweise mal verstehen.”

“Also eigentlich bin ich im Augenblick vollständig ausgestattet.”
“Was? Wie? Habe ich mich da gerade verhört??”

“Ich sagte, dass ich eigentlich alles habe, was ich brauche.”
“Wo ist die Kamera?”

“Welche Kamera??”
“Sitzen hier vielleicht irgendwo Kurt Felix und Paola??”

“Wer ist denn Paola??”
“Das kommt davon, wenn man sich so ne junge Freundin zulegt…”

“Ich verstehe nur Bahnhof, was??”
“Die haben Verstehen Sie Spaß moderiert, eine Sendung aus den 80ern.”

“Ist das nicht das mit der versteckten Kamera??”
“Jawoll! 100 Gummipunkte für die Liebste!”

“Und wieso sollen die hier in unserem Schlafzimmer sein??”
“Wegen der Kamera! Das sagte ich doch!”

“Und was sollen die hier filmen??”
“Mich! Mich! Wen denn sonst??”

“Warum denn dich? Ich dachte, es geht um den Schrank?”
“Herrgott, sag mal, du willst mich doch verarschen, oder??”

“Aber du hast doch mit Kurt Dingsda angefangen!”
“Ja, weil ich es kaum glauben kann, deshalb, das war ja der Witz!”

“Das findest du witzig??”
“Jetzt nicht mehr!”

“Also wegen der versteckten Kamera, ja?”
“Ja. Das meinte ich eigentlich. Es fühlte sich so an.”

“Weil mein Schrank so ordentlich ist?”
“Nein! Weil du gesagt hast, du hättest alles!”

“Ach so…”
“Ja.”

“Ich verstehe den Witz immer noch nicht.”
“Das macht nichts.”

“Du hast doch im Schlafzimmer keine Kamera versteckt, oder?”
“Wenn du so weitermachst, sperre ich dich gleich in den Schrank da!”

“Da ist gar kein Platz mehr für mich.”
“Dich quetschen wir dann noch irgendwo rein, keine Sorge!”

“Wer ist denn wir?”
“Was?”

“Wir?”
“Wer?”

“Du hast gesagt, WIR quetschen!”
“Na und?”

“Ich kann mich doch nicht selber in den Schrank quetschen!”
“Himmel! Ich stürze mich gleich von der Kaisen-Brücke in die Weser!”

“Würde ich nicht machen.”
“So?? Und warum nicht, bitteschön??”

“Ich würde die Erdbeerbrücke nehmen.”
“Aha. Und wieso ausgerechnet die??”

“Der Name ist schöner.”
“Ich brech zusammen…”

“Apropos, wir könnten morgen noch mal ins Zero-Outlet fahren.”
“Wozu? Ich denke, du hast alles, so hat das Elend hier doch begonnen??”

“Ich habe ja auch alles.”
“Was willst du denn dann bei Zero??”

“Also es stimmt, ich habe alles für unter der Woche.”
“Aha, aber??”

“Aber ich habe überhaupt nichts fürs Wochenende!”

Kopfschüttel…

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Wandern mit Stil

14. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich stehen in einem McTrek-Outdoorladen vor einem riesigen Regal mit festen Wanderschuhen.
Eine solche Anschaffung ist notwendig, da die Liebste in Kürze eine Bergwanderung vor sich hat und dafür noch entsprechendes Schuhwerk benötigt.

“Schatz? Welche Schuhe soll ich denn jetzt nehmen?”
“Süße, ich würde den braunen da nehmen, den GTX.”

“Wieso?”
“Weil der alles hat, was du brauchst, und weil er runter gesetzt ist.”

“Der ist aber hässlich!”
“Ist er nicht. Der ist funktional.”

“Die sind hier alle hässlich!”
“Alle??”

“Wieso gibt es nur hässliche Wanderschuhe!”
“Also den GTX finde ich gar nicht so schlecht!”

“Wie bitte?? Freiwillig würde ich so etwas niemals anziehen!”
“Du willst damit ja auch wandern und nicht tanzen.”

“Und teuer sind die auch.”
“Wieso!? Für deine Stiefel hast du doch letzte Woche auch…”

“Stiefel sind ja wohl etwas ganz anderes!”
“Ach so? Da hast du gleich zwei Paar gekauft für ein Schweinegeld!”

“Die sind ja auch schick und kann man immer anziehen.”
“Ja, aber wandern kann man damit leider nicht!”

“Ich musste noch nie so hässliche Schuhe kaufen…”
“Dann lass es und zieh einfach deine Turnschuhe an, fertig.”

“Und wenn ich dann umknicke??”
“Genau DAS ist der Grund, warum wir hier sind!”

“So viel Geld für hässliche Schuhe für 3 Tage Wandern…”
“Aber die kannst du doch auch noch zu anderen Gelegenheiten anziehen?”

“Zum Beispiel?”
“Ähm… Im Winter? Auf dem Weihnachtsmarkt? Im Garten?”

“Sehr witzig! Wir haben ja gar keinen Garten!”
“Vielleicht haben wir ja mal einen??”

“Ach und da soll ich dann mit Wanderschuhen drin rumlaufen??”
“Es war ja nur ein Beispiel!”

“Tolles Beispiel! Du bist mir echt eine große Hilfe!”
“Ich kann ja gehen, wenn dir das nicht passt!”

“Das ist eigentlich eine gute Idee.”
“Wie bitte??”

“Naja das Gehen!”
“OK, dann bin ich weg, wir treffen uns dann am Auto.”

“Du bleibst hier!”
“Ich dachte, ich soll gehen??”

“Wanderschuhe braucht man, um im Wald Gassi zu gehen.”
“Das ginge, ja. Wenn man einen Hund hätte.”

“Eben, wir haben aber keinen.”
“Richtig. “

“Dann will ich einen Hund.”
“Du kriegst keinen Hund!”

“Einen kleinen, der ganz niedlich ist und tapsig!”
“Schön, die bleiben aber nicht lange so!”

“Und wenn er groß ist, gehe ich mit ihm in den Wald.”
“Mit deinen Wanderschuhen??”

“Genau!”
“Hör jetzt mit dem Unsinn auf und kauf endlich die blöden Schuhe!”

“Wieso darf ich keinen Hund haben?? Einen Labrador?”
“Darfst du ja! Kauf dir doch einen! Und einen Wald gleich dazu!”

“Ehrlich??”
“Dann suchst du einfach noch eine passende Wohnung, kündigst deinen Job und pflanzt
noch einen schönen Wald in Bremen an!”

“Ich will doch aber nur einen Hund!”
“Und ich will jetzt diesen Laden endlich verlassen!”

“Soll ich die Schuhe jetzt wirklich kaufen?”
“Von mir aus kannst du sie auch klauen, aber mach jetzt!”

“Brauchst du nicht auch welche?”
“Nein, ich will ja nicht mit zwei Freundinnen wandern gehen…”

“Wenn ich solche Schuhe kaufen muss, dann du auch!”
“Wieso ich?? Warum ich denn jetzt??”

“Wenn ich mal krank bin?”
“Krank??”

“Wer soll denn dann mit dem Hundchen im Wald Gassi gehen??”

Kopfschüttel…

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Hypnotisierte dicke Frauen

27. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste macht sich heute vor dem Fernseher einen netten Frauenabend; auf Sat1 gibt es den Spielfilm “Gefühlte XXS – vollschlank & frisch verliebt” mit Sophie Schütt in der Hauptrolle. Ich glaube, das ist nun wirklich nichts für mich und so beschäftige ich mich derweil mit anderen Dingen…

“Der Film ist sehr lustig, Schatz!”
“So? Dann wünsche ich dir weiterhin viel Spaß, Süße.”

“Dauert nicht mehr lange, ist gleich vorbei…”
“Aha. Das ist wirklich sehr bedauerlich.”

“Verstehe ich gar nicht, dass du den nicht mitschaust…”
“Du deckst meinen täglichen Bedarf an Frauenproblemen völlig, danke.”

“Wer?? Ich??”
“Na wer denn sonst??”

“In dem Film geht´s um eine dicke Frau, die dünn sein will!”
“Auch das noch…”

“Das habe ich doch wohl noch nie gesagt!”
“Wie bitte?? Also da könnte ich Romane drüber…”

“Jajaja, aber zumindest habe ich das noch nie SO gesagt.”
“Aha, natürlich. Und was sagt die in dem Film nun?”

“Die hat sich hypnotisieren lassen und DENKT jetzt, sie sei dünn.”
“Manchmal glaube ich auch, dass mich irgendjemand hypnotisiert hat…”

“…und jetzt hat sie Selbstbewusstsein, fühlt sich sexy und…”
“…und ICH will das alles gar nicht wissen, danke.”

“Aber ihr Verehrer, der liebt sie trotzdem, obwohl sie dick ist.”
“Was für eine überraschende Wendung…”

“Und weißt du, was der zu ihr gesagt hat??”
“Nein, und da bin ich eigentlich auch ganz froh drüber…”

“Der hat gesagt, sie hätte wunderschöne Augen.”
“Sehr ausgefallen.”

“Und sie sagt, das sei das einzige Kompliment, das man einer dicken Frau machen könne!”
“Liebste, du musst mir den Film nun wirklich nicht erzählen, danke.”

“Ich will dir das aber erzählen!”
“Ich weiß…”

“Und was sagen wollte ich dir auch noch!”
“Ich platze vor Neugierde…”

“Du hast auch wunderschöne Augen, Schatz!”

Kopfschüttel…

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Heute schon rasiert?

21. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich liegen abends entspannt in unserem schönen Bett und sind froh, dass der anstrengende Tag vorbei ist.
Manchmal erlebt man ja Tage, die würde man am liebsten wieder streichen.
Egal, es ist 23.30 Uhr und heute passiert nichts mehr.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist dein Rasierer kaputt?”
“Mein Rasierer?? Nein, wieso?”

“Och, nur so.”
“Nur so?? Komm, du hast doch nicht einfach nur so gefragt!”

“Ich darf doch wohl mal fragen??”
“Aber was verbirgt sich denn hinter deiner Frage??”

“Mir ist nur aufgefallen, dass du dich heute nicht rasiert hast.”
“Na und??”

“Und da dachte ich, dein Rasierer sei vielleicht kaputt.”
“Ist er nicht.”

“Dann ist ja alles klar.”
“Schön. Gute Nacht.”

“Du?”
“Ja, was?”

“Und warum hast du dich heute nicht rasiert?”
“Ich hatte heute Morgen einfach keine Lust.”

“Keine Lust??”
“Keine Lust. Richtig.”

“Ach so.”
“Liebste, kannst du mir jetzt bitte mal sagen, was los ist??”

“Was soll denn sein??”
“Das kommt doch öfter vor, dass ich mich nicht rasiere!”

“Das weiß ich.”
“Ja und?? Was ist heute so Besonderes daran??”

“Rasierst du dich denn morgen?”
“Ich denke schon.”

“Aber du weißt es noch nicht genau?”
“Doch, ich rasiere mich morgen früh auf jeden Fall, zufrieden??”

“Ich wollte ja nur mal fragen.”
“Das kenne ich, wenn du NUR mal eben was fragen wolltest!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Dass sich da meistens irgendwas anderes hinter verbirgt!”

“Willst du damit etwa sagen, ich würde drum herum reden??”
“Genau, das will ich!”

“Ich wollte doch nur wissen, warum du dich nicht rasiert hast!”
“Nein! Du wolltest wissen, ob mein Rasierer kaputt ist!”

“Woher soll ich denn wissen, ob dein Rasierer kaputt ist??”
“Ist er ja nicht!”

“Dann hättest du dich ja auch rasieren können.”
“Himmel! WOLLTE ich aber nicht, ist das jetzt schlimm, oder was??”

“Warum regst du dich denn jetzt so auf??”
“Weil ich immer noch nicht weiß, worauf du eigentlich hinaus willst!”

“Also ich finde, du hättest dich ruhig heute rasieren können.”
“Oh Herr, gib mir Kraft für diese Frau…”

“Ich mag das viel lieber, wenn du rasiert bist.”
“Ich auch. Bin ich ja morgen früh wieder.”

“Weil, wenn du rasiert wärst, dann würde ich jetzt… Ach nee.”
“Dann würdest du jetzt was??”

“Naja, dann würde ich jetzt viel lieber mit dir…”
“Ach JETZT verstehe ich! Du meinst Knutschen!”

“Knutschen! Männer…”
“Na los! Dann lass uns knutschen.”

“Nee, du bist ja nicht rasiert.”
“Das war dir früher doch auch egal!”

“Pff! Da hast du dich ja auch noch extra für mich rasiert!”
“Hätte ich damals mit Drei-Tage-Bart zum ersten Date kommen sollen??”

“Nee! Das kratzt ja.”
“Schön, und wie geht´s nun weiter??”

“Kannst du dich nicht eben schnell noch rasieren?”
“Jetzt?? Mitten in der Nacht??”

“Siehst du! Früher hättest du das für mich gemacht!”
“Aber Schatz, ich…”

“Du hast mich gar nicht mehr lieb!”
“Quatsch!”

“Und warum machst du´s dann nicht??”
“Weil, ähm… Mein Rasierer ist doch kaputt.”

“Ich dachte, der sei in Ordnung?”
“Nein, da habe ich mich geirrt, er ist kaputt.”

“Lügst du mich auch nicht an??”
“Wie könnte ich…”

Blödmann! Ich glaube dir kein Wort!”
“Knutschen wir jetzt?”

“Nein! Jetzt nicht mehr.”
“Und warum nicht??”

“Weil du eine Lösung gefunden hättest, wenn du gewollt hättest.”
“Wie bitte?? Zum Beispiel?”

“Hättest ja auch meinen Ladyshave nehmen können!”
“Niemals!”

“Oder du hättest mich einfach geküsst, ohne lange zu quatschen!”
“Also Moment mal, du hast doch…”

“Und jetzt ist plötzlich der Rasierer schuld, ich wusste es ja!”

Kopfschüttel…

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Für Business und so…

24. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Für Business und so... (photocase.de © sanchez)Meine Liebste hat ein großes Paket vom Heine-Versand bekommen, vollgestopft mit einem riesigen Berg neuer Klamotten.
Was nicht gefiele, könne man ja zurück schicken, sagt sie… Das sei alles ganz easy.
Nun gut, warum auch nicht?

“Also die Blusen behalte ich, die sind super!”
“Ja… Sag mal Süße, seit wann bestellst du denn bei Heine, also…”

“Für Business und so haben die oft ganz gute Sachen!”
“Ah, für Business, verstehe…”

“Aber ganz sicher bin ich mir nicht.”
“Bei Heine?”

“Nee, bei diesem Blazer hier.”
“Was ist damit?”

“Findest du den schick?”
“Nein.”

“Soll ich ihn mal anziehen?”
“Nein!”

“Ich ziehe ihn mal an.”
“Wozu denn??”

“Vielleicht sieht er angezogen ja anders aus?”
“So?? Wie soll das denn gehen??”

“Das weiß man nie vorher so genau.”
“Ja klar! Einfach anziehen und Zack! Geiles Ding!”

“Was gefällt dir denn an dem Blazer nicht??”
“Der ist so zerknittert.”

“Natürlich! Das ist jetzt modern, verstehste?”
“Nee, verstehe ich nicht. Und selbst wenn, das Ding ist Mist.”

[Meine Liebste zieht den Knitter-Blazer über und dreht sich vor unserem Flurspiegel hin- und her, dabei zieht sie mal hier, mal da, macht zu und auf, alles in allem dauert das alles ewig.
Geduldig schaue ich mir das Schauspiel eine Zeit lang mit an.]

“Halt, wo willst du denn hin?”
“Ich wollte in die Küche?”

“Nee, nee, du bleibst jetzt hier, ich bin noch nicht fertig!”
“Was soll ich denn hier noch??”

“Mir sagen, ob mir der Blazer steht.”
“Nein.”

“Du willst mir das nicht sagen?”
“Nein, ich meine, NEIN! Der Blazer steht dir nicht. Wie gesagt.”

“Ich finde den eigentlich ganz gut.”
“Ich nicht, kann ich jetzt gehen?”

“NEIN!”
“Warum denn nicht?? Behalte ihn oder schick ihn zurück, fertig!”

“Ich wollte mal was anderes, glatte Sachen habe ich ja genug!”
“Was soll das Ding denn kosten…”

“100 Euro.”
“Wie bitte!? Zurückschicken!”

“Ist doch nicht dein Geld!”
“Aber ich muss mir hinterher wieder das Gejammer anhören!”

“Was denn für ein Gejammer? Von mir etwa??”
“Ja, von dir!”

“Was soll ich denn sagen?”
“Zum Beispiel: der war sooo teuer, zu was trage ich den denn jetzt?!”

“Stimmt, wozu ziehe ich den denn dann eigentlich an?”
“Oh Mann, ich breche zusammen…”

“Gutes Argument Schatz, gutes Argument…”
“Zurückschicken.”

“Wieso? Ich finde schon was, was ich dazu anziehen kann!”
“Die Farbe ist auch doof, Grau steht dir doch gar nicht!”

“Das ist kein Grau.”
“Sondern??”

“Das ist Silber.”
“Ach so!”

“Soll ich den jetzt behalten?”
“Nein!”

“Aber der sitzt schon gut, muss ich sagen!”
“Schön, aber er steht dir nicht, und dann noch 100 Euro!”

“Du bist echt sowas von konservativ…”
“Wieso ich denn jetzt?? Nur, weil mir der Blazer nicht gefällt??”

“Weil man auch mal was Neues ausprobieren muss!”
“Dann behalte ihn doch!”

“Du hast aber gesagt, ich soll ihn zurückschicken!”
“Freut mich, dass du es wenigstens akustisch verstanden hast!”

“Ja was denn nun?? Eben sagst du noch so, und jetzt wieder so!”
“Schatz, du machst mich noch wahnsinnig!”

“Ich behalte ihn.”
“Von mir aus…”

“Oder doch nicht?”
“Liebste!”

“Sag doch mal was!”
“SCHICK DEN BLAZER ZURÜCK!!”

“Meinst du?”
“Ich glaube, ich muss mich gleich mal hinsetzen, mein Blutdruck…”

“Na also gut, schicke ich ihn eben zurück.”
“Gott sei Dank…”

“Wo gehst du hin?”
“Immer noch in die Küche, das sagte ich bereits.”

“Nein!”
“Wieso nicht!? Blazer haben wir doch jetzt geklärt, oder?”

“Doch.”
“Aber?”

“Ich habe den silbernen Blazer auch noch einmal in Schwarz bestellt, warte, ich schlüpfe mal eben rein!”

Kopfschüttel…

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Fit wie ein Turnschuh!

6. Dezember 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen am Abend zusammen in unserer Küche im Anschluss an den heutigen Arbeitstag.
Wir tauschen unsere Erlebnisse aus und erzählen uns die neuesten Neuigkeiten. Die Liebste hat heute allerdings nur sehr wenig zu berichten…

“Tja, heute war ein ganz stinknormaler Tag, würde ich sagen.”
“Meiner auch, Süße. Meiner auch.”

“Übrigens, ich habe noch mit Simone telefoniert heute Mittag.”
“So? Und was gibt es bei Simone so neues?”

“Nichts, aber wir haben über jüngere Männer diskutiert.”
“Wie bitte??”

“Ja weil ihr neuer Freund doch 2 Jahre jünger ist, als sie.”
“Aha. Und wahrscheinlich noch einen Kopf kleiner, oder was…”

“Woher weißt du das?? Kennst du den??”
“Och, war nur so eine Vermutung…”

“Naja, jedenfalls sagt Simone, jüngere Männer halten jung.”
“Das wundert mich bei Simone nicht…”

“Wieso das denn!! Die ist genauso alt, wie ich!”
“Ja, genau. Ihr seid beide cirka 12 Jahre alt.”

“Ich auch??”
“Du auch!”

“Das stimmt gar nicht!”
“Auf dem Papier nicht, aber sonst schon!”

“Simone sagt, dass ihr Freund auf ältere Frauen steht.”
“Demnach ist er also 10 Jahre alt.”

“Schatz!”
“Was denn!? So ein Quatsch, jüngere Männer halten jung! Pff!”

“Dass du das sagst, wundert mich nicht.”
“Es ist ja auch Blödsinn.”

“Du musst das ja sagen, weil DU ja schon alt bist!”
“Ich bin zwar älter als du, aber dafür jung geblieben!”

“Wo denn??”
“Allein die Tatsache, es mit dir auszuhalten, erfordert das!”

“Aber das belegt doch Simones These!?”
“Was jetzt?”

“Ich bin jünger als du, also halte ich dich jung.”
“Nee! Anders wird ein Schuh draus, du lässt mich schneller altern!”

“Wieso! Was mache ich denn??”
“Das Kopfschüttel-Blog ist ja wohl voll von Gründen für graue Haare!”

“Soll das heißen, die hättest du nicht, wenn ich nicht da wäre??”
“Das ist zumindest sehr wahrscheinlich.”

“Simones Freund hat noch keine grauen Haare.”
“Die kriegt er noch, da wird Simone schon für sorgen…”

“Simone sagt, ihr Freund sei fit wie ein Turnschuh.”
“Blablabla bla…”

“Und der lässt sich auch noch Sachen sagen.”
“Ich werde ihm eine Beileidskarte schicken…”

“Du lässt dir ja nie was von mir sagen!”
“DAS ist auch besser so!”

“Ich will auch einen jüngeren Freund!”
“Wofür denn??”

“Um jung zu bleiben.”
“Dafür gibt es doch zahlreiche Kosmetikprodukte?”

“Sehr witzig!”
“Oder lies mal wieder eine BRAVO?”

“Das könnte ich wirklich mal wieder machen…”
“Dann frag doch bitte Dr. Sommer, ob bei dir noch was zu retten ist.”

“Du bist ein echter Kindskopf, weißt du das?!”
“Aber das wolltest du doch??”

“Aber doch nicht so!”
“Wie denn dann??”

“Ich will einen, der… Der jung ist eben!”
“Schön! Gut! Ich helfe dir gleich gerne beim Koffer runtertragen!”

“Das brauchst du nicht, das mache ich zur Sicherheit selber.”
“Zur Sicherheit wovor?”

“Damit du keinen Hexenschuss davon kriegst!”

Kopfschüttel…

Das war der Kopfschüttel-Nikolaus-Marathon,
und ich hoffe, dass niemand (außer mir natürlich)
gesundheitliche Schäden davongetragen hat!
Euch allen einen wunderschönen Nikolaus-Tag!

Und ihr wisst ja: es hat schon einen guten Grund,
warum Knecht Ruprecht eine Rute hat…

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Möglichst wenig Aufwand

28. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind gleich um 20 Uhr mit Freunden zum Essen verabredet, wir treffen uns im Da Vinci: ein kleines, aber feines Restaurant im Herzen Bremens.
Wir haben unsere zwei Freunde schon etwas länger nicht gesehen und freuen uns auf den bevorstehenden Abend.

“Schatz, wie spät ist es?”
“Es ist kurz vor halb acht, Süße.”

“Schon so spät??”
“Was hast du denn gedacht?”

“Ich dachte, es wäre noch nicht so spät…”
“Und was heißt das jetzt??”

“Das heißt wohl, dass ich mich beeilen muss…”
“Aber du bist doch schon angezogen, oder?”

“Natürlich!”
“Und wo ist dann jetzt das Problem?”

“Dass ich nicht weiß, welche Schuhe ich anziehen soll!”
“Ähm… Die schwarzen?”

“Die mit den hohen Absätzen?”
“Ja.”

“Die sind kaputt.”
“Kaputt??”

“Der eine Absatz ist locker, die kann ich also nicht anziehen.”
“Aha… Dann nimm eins deiner anderen 87 Paar Schuhe.”

“Soll ich vielleicht meine flachen schwarzen Schuhe nehmen?”
“Die, die so aussehen wie Turnschuhe?”

“Die sehen nicht aus wie Turnschuhe!”
“Ich meine doch nur den Schnitt, also, weil die doch…”

“OK, ziehe ich die an. Guter Tipp von dir!”
“Ja… Ein blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn…”

“Ich ziehe mich dann schnell um.”
“Wie bitte?? Aber ich dachte…”

“Na die flachen Schuhe passen doch nicht zu dieser Hose!”
“So? Und warum nicht?”

“Die ist ja viel zu lang, die ist für hohe Schuhe!”
“Aha, und diese Hose hast du jetzt auch in kürzer, ja?”

“Nein.”
“Nein??”

“Quatsch! Ich habe doch nicht die gleiche Hose in kurz UND lang!”
“Natürlich nicht, dumm von mir… Und jetzt?”

“Jetzt ziehe ich meine neue Jeans an.”
“Du hast eine neue Jeans??”

“Ist schon länger her, aber ich hatte sie noch nie an.”
“Fein. Dann können wir ja gleich los, oder?”

“Gleich.”

[Während die Liebste die Hosen wechselt, gehe ich noch einmal schnell ins Wohnzimmer und mache das Licht aus. Als ich ins Schlafzimmer zurückkehre, steht die Liebste zu meinem Erstaunen immer noch in ihrer vorherigen schwarzen und zu langen Hose da...]

“Schatz, das geht nicht!”
“Wir müssen mal langsam, warum bist du noch nicht umgezogen?”

“Ich kann diese neue Jeans nicht anziehen!”
“Und warum nicht?”

“Die habe ich noch gar nicht gewaschen, ist noch der Zettel dran!”
“Na und??”

“Wenn ich die jetzt anziehe, dann färbt die meine Unterwäsche.”
“Seit wann trägst du denn Unterwäsche??”

“Schatz!”
“War ja nur so eine Frage…”

“Bei dieser Jeans muss ich dann andere Unterwäsche anziehen.”
“Aber Schatz, hör mal… Du hast doch noch 17 andere Jeans, oder?”

“Ja. Aber von denen will ich jetzt keine anziehen…”
“Und warum nicht?? Die sind doch schon mal gewaschen worden, oder??”

“Weil ich mich eben jetzt so auf die neue gefreut habe!”
“Ja, dann… Dann zieh dir doch einfach eine andere Unterhose an.”

“Das heißt Slip, Unterhosen sind das, was du an hast!”
“Oh, Entschuldigung! Dann eben einen anderen SLIP!”

“Aber der müsste dann ja Schwarz sein…”
“Na und? Da hast du doch welche, das weiß ich ganz genau!”

“Aber ich habe doch jetzt einen Body an…”
“Oh Himmel, ich breche zusammen…”

“Dann ist mir nicht so kalt am Rücken, deswegen!”
“Lass mich raten: einen schwarzen Body hast du nicht, oder?”

“Nein.”
“Toll. Und jetzt?”

“Weiß ich auch nicht!”
“OK, und wenn du anstatt der Unterwäsche nochmal die Schuhe wechselst?”

“Du meinst, damit ich diese schwarze Hose an lassen kann?”
“Das scheint mir am wenigsten Aufwand zu sein…”

“Bei dir muss immer alles mit möglichst wenig Aufwand sein!”
“Ich meine doch nur, weil…”

“Wenn es um deine doofen Computer geht, DANN hast du Zeit!”
“Ähm…”

“Aber wenn ICH ein Problem habe, DANN ist das unwichtig!”
“Was denn für ein Problem?? Zieh dir andere Schuhe an und fertig!”

“Welche denn??”
“Das weiß ich doch nicht!”

“Weil dich das ja auch gar nicht interessiert, wie ich aussehe!”
“Doch, das interessiert mich schon, aber was…”

“Du könntest ja auch mal sagen, was dir gefällt!”
“Aber du siehst doch immer gut aus, was soll ich denn da noch…”

Blödmann!”
“Liebste! Du hast im Gästezimmer 3.654 Schuhe, hol dir jetzt zwei!”

“Na schön! Gut! Dann nehme ich eben meine braunen Stiefel.”
“Soll mir recht sein… Dann mach jetzt…”

“Braune Stiefel zu dieser schwarzen Hose mit Schlag??”
“Geht das nicht, oder was?”

“Das ist jetzt ja wohl nicht dein Ernst!”
“Aber DU hast doch die braunen Stiefel vorgeschlagen, oder nicht!?”

“Ja sicher, aber doch nicht zu dieser Hose!”
“Sondern??”

“Die neue Jeans würde super zu diesen Stiefeln passen…”

Kopfschüttel…

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Nicht mal mein eigener Freund!

15. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste kommt zu mir ins Arbeitszimmer gestürmt, als ich gerade in ein Problem vertieft an meinem PC arbeite. Aus den Augenwinkeln sehe ich bereits ihre verschränkten Arme…
Noch bevor die Liebste ein Wort sagt, ist mir bereits klar: ich werde meine Arbeit jetzt wohl unterbrechen müssen…

“Schatz, weißt du, mit wem ich gerade telefoniert habe??”
“Ähm… Nein, Süße…”

“Mit Tanja!”
“Schön, ja… Sag mal, kannst du mir das nicht später erz…”

“Weißt du, was die eben zu mir gesagt hat??”
“Du wirst es mir jetzt sicher gleich erzählen, schätze ich…”

“Ich würde sie nie ausreden lassen, hat sie gesagt!”
“So? Und warum hat sie d…”

“Die spinnt ja wohl!”
“Habt ihr euch denn gestritten oder worü…”

“Wir haben nur über Hosen diskutiert, sonst nichts!”
“Über Hosen??”

“Weil doch der Schlag jetzt wiederkommt, habe ich gesagt.”
“Was für ein Schlag??”

“Na dass die unten am Bein wieder weiter werden jetzt.”
“Und über so etwas streitet ihr am Telef…”

“Und Tanja sagt, ich hätte Tomaten auf den Augen!”
“Sieht man gar nicht…”

“Schatz!”
“Wie kann man sich bloß über sowas streiten, wo doch die Mode sow…”

“Soll das etwas heißen, dass du mir auch nicht glaubst??”
“Also ich würde sagen, dass…”

“Habe ich dir nicht neulich bei Esprit noch eine gezeigt??”
“Ach ja, jetzt erinnere ich mich, dass war doch die Jeans mit d…”

“Ich habe noch gesagt, super, der Schlag kommt wieder!”
“Richtig, aber die war dir doch zu…”

“Habe ich es gesagt, oder nicht!?”
“Doch, doch, das hast du ges…”

“Jetzt behaupte bloß nicht, dass ich das nicht gesagt hätte!”
“Sage ich ja nicht, ich weiß doch, dass…”

“Nicht mal mein eigener Freund hört mir zu!”
“Aber ich höre dir doch zu und ich m…”

“Das kommt davon, weil du immer nur halb bei der Sache bist!”
“Ich?? Also Moment mal, ich h…”

“Du weißt ganz genau, dass ich Hosen mit Schlag mag!”
“-”

“Die stehen mir einfach besser als diese Karotten.”
“-”

“Oder? Oder nicht?”
“-”

“Warum sagst du denn jetzt nichts??”
“Ich wollte dich mal ausreden lassen.”

“Mich wolltest du MAL ausreden lassen??”
“Ja, weil ich komme ja gar nicht dazu, was zu sagen, weil…”

“Aha! Dich lasse ich also auch nicht ausreden, oder was!?”
“Doch, aber im Augenblick scheinst du zieml…”

“Ich erzähle dir, dass Tanja mir was unterstellt und du??”
“Haben wir nicht gerade über Hosen, ich meine, über…”

“Ruf doch Tanja an, dann könnt ihr euch schön ausreden lassen!”
“Um Gottes Willen…”

“Ich lasse ja wohl jeden ausreden, und dich auch, wenn…”
“Aber ich wollte damit doch auch nur sagen, dass du i…”

“Schatz!”
“Was denn??”

“Jetzt lass mich doch mal ausreden!”

Kopfschüttel…

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Kleines Ferkel!

23. Oktober 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam an unserem kleinen Küchentisch und erzählen uns die Ereignisse des heutigen Tages.
Eigentlich ein Tag wie jeder andere, ganz ohne Katastrophen oder Besonderheiten. Hoffentlich bleibt das auch so…

“Sag mal, ist hier eigentlich die Heizung an?”
“Ja, Süße. Die ist an.”

“Mir ist aber kalt.”
“Kein Wunder…”

“Wieso kein Wunder?!”
“Weil du angezogen bist wie im Hochsommer.”

“Ich??”
“Warum ziehst du dir nicht einen ordentlichen Pullover an??”

“Du könntest ja auch einfach mal die Heizung anmachen.”
“Wie ich bereits sagte, die ist schon an.”

“Aber nicht richtig.”
“NICHT RICHTIG??”

“Naja, eben nicht richtig warm.”
“Für jemanden, der angezogen ist, ist sie warm genug!”

“Bin ich etwa nicht angezogen??”
“Doch, aber diese Bluse könnte man auch als halbnackt bezeichnen.”

“Das hättest du wohl gerne, halbnackt!”
“Also Moment mal, ich…”

“Männer!”
“Was heißt das denn jetzt wieder?!”

“Mir ist kalt und du denkst nur über meine Bluse nach!”
“Deine Bluse ist ja auch der Grund, warum dir kalt ist!”

“Also soll ich sie besser ausziehen, deiner Meinung nach?”
“Ja, und…”

“Ich ziehe mich hier nicht aus, vergiss es!”
“Umziehen sollst du dich, UMZIEHEN, nicht AUSZIEHEN!!”

“Geizkragen!”
“Ich?? Warum bin ich denn ein Geizkragen??”

“Weil du auf meine Kosten Heizkosten sparen willst.”
“Schatz, es ist hier nicht kalt, sondern ganz im Gegenteil!”

“Dir ist vielleicht nicht kalt, mir aber schon!”
“Aber doch nur, weil du…”

“Und ein kleines Ferkel bist du auch!”
“Wie bitte??”

“Jawohl! Und ein geiziges noch dazu!”
“Ich bin kein Ferkel!”

“Na schön, dann eben ein Ferkelchen.”
“Das noch viel weniger!”

“Und ob!”
“Warum??”

“Hier nicht heizen, aber trotzdem Striptease haben wollen! Nee!”

Kopfschüttel…

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Eine reine Typfrage

26. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen an der Bremer Schlachte im Café Bar Celona und trinken dort einen Cocktail zusammen. Vielleicht handelt es sich um die letzten abendlichen Sonnenstrahlen in diesem Sommer, daher genießen wir die Zeit.
Und das haben sich wohl auch viele andere so gedacht, denn es ist recht voll um uns herum…

“Schatz? Wollen wir ein bisschen lästern?”
“Lästern?? Worüber denn, Süße?”

“Über die Leute, die hier so rumsitzen.”
“Aha… Und über die willst du jetzt…”

“Schau mal, der da zum Beispiel, da links.”
“Was ist mit dem??”

“Der betrügt bestimmt seine Frau.”
“Was?? Wieso??”

“Na die Tante, mit der er da sitzt, ist doch niemals seine Frau!”
“Und wieso nicht?”

“Die ist viel zu jung und schlank, er ist alt und dick.”
“Tja. So wie bei uns auch.”

“Ich bin doch nicht schlank!”
“Eigentlich wollte ich hören, dass ICH nicht alt und dick bin!”

“Naja, aber immerhin bist du älter als ich.”
“Wäre es dir umgekehrt lieber??”

“Nee.”
“Und so dick wie der Kerl da bin ich auch nicht.”

“Und ich??”
“Du bist auch nicht so dick.”

“Aber auch nicht so schlank wie seine Geliebte da, oder?”
“Schatz, die ist doch ein ganz anderer Typ als du!”

“So? Was für ein Typ bin ich denn??”
“Ähm…”

“Nun sag schon!”
“Also, du bist eher, ähm…”

“Ich bin eher die dicke Variante, oder was??”
“Nein, nein, du bist eher so ein Typ wie… Jeanette Biedermann.”

“Jeanette Biedermann?? Und was ist dann die da??”
“Die ist, ähm… ein bisschen Cameron Diaz.”

“Cameron Diaz ist eine meiner Lieblingsschauspielerinnen!!”
“So?? Ich dachte, das sei Jeanette Biedermann??”

“Die beiden kann man doch gar nicht miteinander vergleichen!”
“Eben! Das sage ich ja!”

“Ich dachte, dass dir Jeanette Biedermann auf die Nerven geht!?”
“In deiner neuen komischen Telenovela, Anna und die Liebe, ja.”

“Ach und sonst nicht??”
“Nö, sonst eigentlich nicht.”

“Also würdest du mich auch gegen Jeanette eintauschen??”
“Wie kommst du denn jetzt wieder darauf!?”

“Na wenn die so ein Typ ist wie ich??”
“Deswegen tausche ich doch nicht gleich!”

“Die würde dich auch gar nicht nehmen!”
“Ach! Und wieso nicht??”

“Weil die bestimmt nicht auf Typ Schweinchen Dick steht!”

Kopfschüttel…

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Das findest du witzig??

18. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich räumen gemeinsam das Schlafzimmer auf. Ja, das Schlafzimmer.
Es sieht aus wie unter Hempels Sofa, überall liegen Klamotten und Kleinkrams rum. Kaum zu glauben, wie schnell das geht, wenn man was schlüren lässt…
Das passiert halt mal, aber jetzt wird klar Schiff gemacht!

“Ich bin gleich fertig mit meinen Sachen, und du?”
“Ich auch, Süße. Nur noch die Bücher, dann ist wieder Ordnung.”

“Schau doch mal in meinen Kleiderschrank, hier!”
“Sieht aus, wie aus einem IKEA-Katalog. Sehr vorbildlich.”

“Gut, was? Alles hat seinen Platz und ist ordentlich.”
“Ja. Kein Wunder, du nimmst ja auch nie was raus.”

“Was soll das denn heißen??”
“Na du jammerst doch immer rum, dass du nichts anzuziehen hast!”

“Und was hat das mit der Ordnung im Schrank zu tun??”
“Der ist bis oben hin voll und trotzdem hast du ja nie was!”

“Verstehe ich jetzt nicht…”
“…und weil du nie was hast, nimmst du natürlich auch nie was raus.”

“Ach so! Jetzt verstehe ich das.”
“Schön. Schön, dass wir uns ausnahmsweise mal verstehen.”

“Also eigentlich bin ich im Augenblick vollständig ausgestattet.”
“Was? Wie? Habe ich mich da gerade verhört??”

“Ich sagte, dass ich eigentlich alles habe, was ich brauche.”
“Wo ist die Kamera?”

“Welche Kamera??”
“Sitzen hier vielleicht irgendwo Kurt Felix und Paola??”

“Wer ist denn Paola??”
“Das kommt davon, wenn man sich so ne junge Freundin zulegt…”

“Ich verstehe nur Bahnhof, was??”
“Die haben Verstehen Sie Spaß moderiert, eine Sendung aus den 80ern.”

“Ist das nicht das mit der versteckten Kamera??”
“Jawoll! 100 Gummipunkte für die Liebste!”

“Und wieso sollen die hier in unserem Schlafzimmer sein??”
“Wegen der Kamera! Das sagte ich doch!”

“Und was sollen die hier filmen??”
“Mich! Mich! Wen denn sonst??”

“Warum denn dich? Ich dachte, es geht um den Schrank?”
“Herrgott, sag mal, du willst mich doch verarschen, oder??”

“Aber du hast doch mit Kurt Dingsda angefangen!”
“Ja, weil ich es kaum glauben kann, deshalb, das war ja der Witz!”

“Das findest du witzig??”
“Jetzt nicht mehr!”

“Also wegen der versteckten Kamera, ja?”
“Ja. Das meinte ich eigentlich. Es fühlte sich so an.”

“Weil mein Schrank so ordentlich ist?”
“Nein! Weil du gesagt hast, du hättest alles!”

“Ach so…”
“Ja.”

“Ich verstehe den Witz immer noch nicht.”
“Das macht nichts.”

“Du hast doch im Schlafzimmer keine Kamera versteckt, oder?”
“Wenn du so weitermachst, sperre ich dich gleich in den Schrank da!”

“Da ist gar kein Platz mehr für mich.”
“Dich quetschen wir dann noch irgendwo rein, keine Sorge!”

“Wer ist denn wir?”
“Was?”

“Wir?”
“Wer?”

“Du hast gesagt, WIR quetschen!”
“Na und?”

“Ich kann mich doch nicht selber in den Schrank quetschen!”
“Himmel! Ich stürze mich gleich von der Kaisen-Brücke in die Weser!”

“Würde ich nicht machen.”
“So?? Und warum nicht, bitteschön??”

“Ich würde die Erdbeerbrücke nehmen.”
“Aha. Und wieso ausgerechnet die??”

“Der Name ist schöner.”
“Ich brech zusammen…”

“Apropos, wir könnten morgen noch mal ins Zero-Outlet fahren.”
“Wozu? Ich denke, du hast alles, so hat das Elend hier doch begonnen??”

“Ich habe ja auch alles.”
“Was willst du denn dann bei Zero??”

“Also es stimmt, ich habe alles für unter der Woche.”
“Aha, aber??”

“Aber ich habe überhaupt nichts fürs Wochenende!”

Kopfschüttel…

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Wandern mit Stil

14. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich stehen in einem McTrek-Outdoorladen vor einem riesigen Regal mit festen Wanderschuhen.
Eine solche Anschaffung ist notwendig, da die Liebste in Kürze eine Bergwanderung vor sich hat und dafür noch entsprechendes Schuhwerk benötigt.

“Schatz? Welche Schuhe soll ich denn jetzt nehmen?”
“Süße, ich würde den braunen da nehmen, den GTX.”

“Wieso?”
“Weil der alles hat, was du brauchst, und weil er runter gesetzt ist.”

“Der ist aber hässlich!”
“Ist er nicht. Der ist funktional.”

“Die sind hier alle hässlich!”
“Alle??”

“Wieso gibt es nur hässliche Wanderschuhe!”
“Also den GTX finde ich gar nicht so schlecht!”

“Wie bitte?? Freiwillig würde ich so etwas niemals anziehen!”
“Du willst damit ja auch wandern und nicht tanzen.”

“Und teuer sind die auch.”
“Wieso!? Für deine Stiefel hast du doch letzte Woche auch…”

“Stiefel sind ja wohl etwas ganz anderes!”
“Ach so? Da hast du gleich zwei Paar gekauft für ein Schweinegeld!”

“Die sind ja auch schick und kann man immer anziehen.”
“Ja, aber wandern kann man damit leider nicht!”

“Ich musste noch nie so hässliche Schuhe kaufen…”
“Dann lass es und zieh einfach deine Turnschuhe an, fertig.”

“Und wenn ich dann umknicke??”
“Genau DAS ist der Grund, warum wir hier sind!”

“So viel Geld für hässliche Schuhe für 3 Tage Wandern…”
“Aber die kannst du doch auch noch zu anderen Gelegenheiten anziehen?”

“Zum Beispiel?”
“Ähm… Im Winter? Auf dem Weihnachtsmarkt? Im Garten?”

“Sehr witzig! Wir haben ja gar keinen Garten!”
“Vielleicht haben wir ja mal einen??”

“Ach und da soll ich dann mit Wanderschuhen drin rumlaufen??”
“Es war ja nur ein Beispiel!”

“Tolles Beispiel! Du bist mir echt eine große Hilfe!”
“Ich kann ja gehen, wenn dir das nicht passt!”

“Das ist eigentlich eine gute Idee.”
“Wie bitte??”

“Naja das Gehen!”
“OK, dann bin ich weg, wir treffen uns dann am Auto.”

“Du bleibst hier!”
“Ich dachte, ich soll gehen??”

“Wanderschuhe braucht man, um im Wald Gassi zu gehen.”
“Das ginge, ja. Wenn man einen Hund hätte.”

“Eben, wir haben aber keinen.”
“Richtig. “

“Dann will ich einen Hund.”
“Du kriegst keinen Hund!”

“Einen kleinen, der ganz niedlich ist und tapsig!”
“Schön, die bleiben aber nicht lange so!”

“Und wenn er groß ist, gehe ich mit ihm in den Wald.”
“Mit deinen Wanderschuhen??”

“Genau!”
“Hör jetzt mit dem Unsinn auf und kauf endlich die blöden Schuhe!”

“Wieso darf ich keinen Hund haben?? Einen Labrador?”
“Darfst du ja! Kauf dir doch einen! Und einen Wald gleich dazu!”

“Ehrlich??”
“Dann suchst du einfach noch eine passende Wohnung, kündigst deinen Job und pflanzt
noch einen schönen Wald in Bremen an!”

“Ich will doch aber nur einen Hund!”
“Und ich will jetzt diesen Laden endlich verlassen!”

“Soll ich die Schuhe jetzt wirklich kaufen?”
“Von mir aus kannst du sie auch klauen, aber mach jetzt!”

“Brauchst du nicht auch welche?”
“Nein, ich will ja nicht mit zwei Freundinnen wandern gehen…”

“Wenn ich solche Schuhe kaufen muss, dann du auch!”
“Wieso ich?? Warum ich denn jetzt??”

“Wenn ich mal krank bin?”
“Krank??”

“Wer soll denn dann mit dem Hundchen im Wald Gassi gehen??”

Kopfschüttel…

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Hypnotisierte dicke Frauen

27. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste macht sich heute vor dem Fernseher einen netten Frauenabend; auf Sat1 gibt es den Spielfilm “Gefühlte XXS – vollschlank & frisch verliebt” mit Sophie Schütt in der Hauptrolle. Ich glaube, das ist nun wirklich nichts für mich und so beschäftige ich mich derweil mit anderen Dingen…

“Der Film ist sehr lustig, Schatz!”
“So? Dann wünsche ich dir weiterhin viel Spaß, Süße.”

“Dauert nicht mehr lange, ist gleich vorbei…”
“Aha. Das ist wirklich sehr bedauerlich.”

“Verstehe ich gar nicht, dass du den nicht mitschaust…”
“Du deckst meinen täglichen Bedarf an Frauenproblemen völlig, danke.”

“Wer?? Ich??”
“Na wer denn sonst??”

“In dem Film geht´s um eine dicke Frau, die dünn sein will!”
“Auch das noch…”

“Das habe ich doch wohl noch nie gesagt!”
“Wie bitte?? Also da könnte ich Romane drüber…”

“Jajaja, aber zumindest habe ich das noch nie SO gesagt.”
“Aha, natürlich. Und was sagt die in dem Film nun?”

“Die hat sich hypnotisieren lassen und DENKT jetzt, sie sei dünn.”
“Manchmal glaube ich auch, dass mich irgendjemand hypnotisiert hat…”

“…und jetzt hat sie Selbstbewusstsein, fühlt sich sexy und…”
“…und ICH will das alles gar nicht wissen, danke.”

“Aber ihr Verehrer, der liebt sie trotzdem, obwohl sie dick ist.”
“Was für eine überraschende Wendung…”

“Und weißt du, was der zu ihr gesagt hat??”
“Nein, und da bin ich eigentlich auch ganz froh drüber…”

“Der hat gesagt, sie hätte wunderschöne Augen.”
“Sehr ausgefallen.”

“Und sie sagt, das sei das einzige Kompliment, das man einer dicken Frau machen könne!”
“Liebste, du musst mir den Film nun wirklich nicht erzählen, danke.”

“Ich will dir das aber erzählen!”
“Ich weiß…”

“Und was sagen wollte ich dir auch noch!”
“Ich platze vor Neugierde…”

“Du hast auch wunderschöne Augen, Schatz!”

Kopfschüttel…

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Heute schon rasiert?

21. August 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich liegen abends entspannt in unserem schönen Bett und sind froh, dass der anstrengende Tag vorbei ist.
Manchmal erlebt man ja Tage, die würde man am liebsten wieder streichen.
Egal, es ist 23.30 Uhr und heute passiert nichts mehr.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist dein Rasierer kaputt?”
“Mein Rasierer?? Nein, wieso?”

“Och, nur so.”
“Nur so?? Komm, du hast doch nicht einfach nur so gefragt!”

“Ich darf doch wohl mal fragen??”
“Aber was verbirgt sich denn hinter deiner Frage??”

“Mir ist nur aufgefallen, dass du dich heute nicht rasiert hast.”
“Na und??”

“Und da dachte ich, dein Rasierer sei vielleicht kaputt.”
“Ist er nicht.”

“Dann ist ja alles klar.”
“Schön. Gute Nacht.”

“Du?”
“Ja, was?”

“Und warum hast du dich heute nicht rasiert?”
“Ich hatte heute Morgen einfach keine Lust.”

“Keine Lust??”
“Keine Lust. Richtig.”

“Ach so.”
“Liebste, kannst du mir jetzt bitte mal sagen, was los ist??”

“Was soll denn sein??”
“Das kommt doch öfter vor, dass ich mich nicht rasiere!”

“Das weiß ich.”
“Ja und?? Was ist heute so Besonderes daran??”

“Rasierst du dich denn morgen?”
“Ich denke schon.”

“Aber du weißt es noch nicht genau?”
“Doch, ich rasiere mich morgen früh auf jeden Fall, zufrieden??”

“Ich wollte ja nur mal fragen.”
“Das kenne ich, wenn du NUR mal eben was fragen wolltest!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Dass sich da meistens irgendwas anderes hinter verbirgt!”

“Willst du damit etwa sagen, ich würde drum herum reden??”
“Genau, das will ich!”

“Ich wollte doch nur wissen, warum du dich nicht rasiert hast!”
“Nein! Du wolltest wissen, ob mein Rasierer kaputt ist!”

“Woher soll ich denn wissen, ob dein Rasierer kaputt ist??”
“Ist er ja nicht!”

“Dann hättest du dich ja auch rasieren können.”
“Himmel! WOLLTE ich aber nicht, ist das jetzt schlimm, oder was??”

“Warum regst du dich denn jetzt so auf??”
“Weil ich immer noch nicht weiß, worauf du eigentlich hinaus willst!”

“Also ich finde, du hättest dich ruhig heute rasieren können.”
“Oh Herr, gib mir Kraft für diese Frau…”

“Ich mag das viel lieber, wenn du rasiert bist.”
“Ich auch. Bin ich ja morgen früh wieder.”

“Weil, wenn du rasiert wärst, dann würde ich jetzt… Ach nee.”
“Dann würdest du jetzt was??”

“Naja, dann würde ich jetzt viel lieber mit dir…”
“Ach JETZT verstehe ich! Du meinst Knutschen!”

“Knutschen! Männer…”
“Na los! Dann lass uns knutschen.”

“Nee, du bist ja nicht rasiert.”
“Das war dir früher doch auch egal!”

“Pff! Da hast du dich ja auch noch extra für mich rasiert!”
“Hätte ich damals mit Drei-Tage-Bart zum ersten Date kommen sollen??”

“Nee! Das kratzt ja.”
“Schön, und wie geht´s nun weiter??”

“Kannst du dich nicht eben schnell noch rasieren?”
“Jetzt?? Mitten in der Nacht??”

“Siehst du! Früher hättest du das für mich gemacht!”
“Aber Schatz, ich…”

“Du hast mich gar nicht mehr lieb!”
“Quatsch!”

“Und warum machst du´s dann nicht??”
“Weil, ähm… Mein Rasierer ist doch kaputt.”

“Ich dachte, der sei in Ordnung?”
“Nein, da habe ich mich geirrt, er ist kaputt.”

“Lügst du mich auch nicht an??”
“Wie könnte ich…”

Blödmann! Ich glaube dir kein Wort!”
“Knutschen wir jetzt?”

“Nein! Jetzt nicht mehr.”
“Und warum nicht??”

“Weil du eine Lösung gefunden hättest, wenn du gewollt hättest.”
“Wie bitte?? Zum Beispiel?”

“Hättest ja auch meinen Ladyshave nehmen können!”
“Niemals!”

“Oder du hättest mich einfach geküsst, ohne lange zu quatschen!”
“Also Moment mal, du hast doch…”

“Und jetzt ist plötzlich der Rasierer schuld, ich wusste es ja!”

Kopfschüttel…

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Für Business und so…

24. April 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Für Business und so... (photocase.de © sanchez)Meine Liebste hat ein großes Paket vom Heine-Versand bekommen, vollgestopft mit einem riesigen Berg neuer Klamotten.
Was nicht gefiele, könne man ja zurück schicken, sagt sie… Das sei alles ganz easy.
Nun gut, warum auch nicht?

“Also die Blusen behalte ich, die sind super!”
“Ja… Sag mal Süße, seit wann bestellst du denn bei Heine, also…”

“Für Business und so haben die oft ganz gute Sachen!”
“Ah, für Business, verstehe…”

“Aber ganz sicher bin ich mir nicht.”
“Bei Heine?”

“Nee, bei diesem Blazer hier.”
“Was ist damit?”

“Findest du den schick?”
“Nein.”

“Soll ich ihn mal anziehen?”
“Nein!”

“Ich ziehe ihn mal an.”
“Wozu denn??”

“Vielleicht sieht er angezogen ja anders aus?”
“So?? Wie soll das denn gehen??”

“Das weiß man nie vorher so genau.”
“Ja klar! Einfach anziehen und Zack! Geiles Ding!”

“Was gefällt dir denn an dem Blazer nicht??”
“Der ist so zerknittert.”

“Natürlich! Das ist jetzt modern, verstehste?”
“Nee, verstehe ich nicht. Und selbst wenn, das Ding ist Mist.”

[Meine Liebste zieht den Knitter-Blazer über und dreht sich vor unserem Flurspiegel hin- und her, dabei zieht sie mal hier, mal da, macht zu und auf, alles in allem dauert das alles ewig.
Geduldig schaue ich mir das Schauspiel eine Zeit lang mit an.]

“Halt, wo willst du denn hin?”
“Ich wollte in die Küche?”

“Nee, nee, du bleibst jetzt hier, ich bin noch nicht fertig!”
“Was soll ich denn hier noch??”

“Mir sagen, ob mir der Blazer steht.”
“Nein.”

“Du willst mir das nicht sagen?”
“Nein, ich meine, NEIN! Der Blazer steht dir nicht. Wie gesagt.”

“Ich finde den eigentlich ganz gut.”
“Ich nicht, kann ich jetzt gehen?”

“NEIN!”
“Warum denn nicht?? Behalte ihn oder schick ihn zurück, fertig!”

“Ich wollte mal was anderes, glatte Sachen habe ich ja genug!”
“Was soll das Ding denn kosten…”

“100 Euro.”
“Wie bitte!? Zurückschicken!”

“Ist doch nicht dein Geld!”
“Aber ich muss mir hinterher wieder das Gejammer anhören!”

“Was denn für ein Gejammer? Von mir etwa??”
“Ja, von dir!”

“Was soll ich denn sagen?”
“Zum Beispiel: der war sooo teuer, zu was trage ich den denn jetzt?!”

“Stimmt, wozu ziehe ich den denn dann eigentlich an?”
“Oh Mann, ich breche zusammen…”

“Gutes Argument Schatz, gutes Argument…”
“Zurückschicken.”

“Wieso? Ich finde schon was, was ich dazu anziehen kann!”
“Die Farbe ist auch doof, Grau steht dir doch gar nicht!”

“Das ist kein Grau.”
“Sondern??”

“Das ist Silber.”
“Ach so!”

“Soll ich den jetzt behalten?”
“Nein!”

“Aber der sitzt schon gut, muss ich sagen!”
“Schön, aber er steht dir nicht, und dann noch 100 Euro!”

“Du bist echt sowas von konservativ…”
“Wieso ich denn jetzt?? Nur, weil mir der Blazer nicht gefällt??”

“Weil man auch mal was Neues ausprobieren muss!”
“Dann behalte ihn doch!”

“Du hast aber gesagt, ich soll ihn zurückschicken!”
“Freut mich, dass du es wenigstens akustisch verstanden hast!”

“Ja was denn nun?? Eben sagst du noch so, und jetzt wieder so!”
“Schatz, du machst mich noch wahnsinnig!”

“Ich behalte ihn.”
“Von mir aus…”

“Oder doch nicht?”
“Liebste!”

“Sag doch mal was!”
“SCHICK DEN BLAZER ZURÜCK!!”

“Meinst du?”
“Ich glaube, ich muss mich gleich mal hinsetzen, mein Blutdruck…”

“Na also gut, schicke ich ihn eben zurück.”
“Gott sei Dank…”

“Wo gehst du hin?”
“Immer noch in die Küche, das sagte ich bereits.”

“Nein!”
“Wieso nicht!? Blazer haben wir doch jetzt geklärt, oder?”

“Doch.”
“Aber?”

“Ich habe den silbernen Blazer auch noch einmal in Schwarz bestellt, warte, ich schlüpfe mal eben rein!”

Kopfschüttel…

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