Meine Liebste und ich sitzen in der Bodega del Puerto, unserem Lieblingsspanier. Es ist rappelvoll und wir haben gerade noch zwei Plätze an einem Tisch bekommen, an dem bereits ein anderes junges Pärchen sitzt.
Naja, macht ja nichts!

“Schatz, komm mal her.”
“Süße, ich sitze hier doch schon.”

“Nein, ich meine, komm doch mal näher!”
“Verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich will dir was ins Ohr sagen!”
“Ach so…”

[Ich beuge mich über den Tisch meiner Liebsten entgegen.]

“Hast du das gesehen?”
“Was?”

“Na das Armband!”
“Welches Armband??”

“Das, das die Tussi da neben dir am Arm hat!”
“Habe ich nicht gesehen, wieso?”

“Schau doch mal! Aber unauffällig!”
“Wie soll ich denn in dieser Position unauffällig…”

“Du kannst ja wohl mal eben etwas zur Seite schauen, oder!?”
“Na gut, dann…”

“Nein, jetzt nicht!!”
“Aber ich sollte doch…”

“Jetzt hat sie den Arm gerade unterm Tisch!”
“Oh prima! Dann schlüpfe ich eben schnell unter den Tisch.”

“NEIN! Untersteh dich!”
“Wieso? Das fällt weniger auf, als deine Tuschelei hier!”

“Warte, warte…”
“Ich warte…”

“Mann, kann die nicht mal den Arm wieder hoch nehmen?!”
“Vielleicht hat sie bemerkt, dass du auf ihr Armband schielst…”

“Quatsch! Schau dir die doch mal an, die merkt gar nichts.”
“Ach so, aha, und wieso das??”

“Diese aufgetakelte Kuh??”
“Also ich finde sie eigentlich ganz hübsch.”

“Was?? DIE findest du hübsch??”
“Naja, also, ich meine…”

“Die sieht mir doch aber nicht auch nur ansatzweise ähnlich!?”
“Das stimmt.”

“Auf so einen Typ wie die stehst du doch gar nicht!”
“Was ist die denn für ein Typ, bitte?”

“Typ blonde Zicke mit dicken…”
“Reiß dich zusammen!”

“Ist doch wahr, schau, wie die sich nach vorne beugt und so!”
“Hm…”

“Was machst du da??”
“Ich sollte doch gucken!?”

“Hast du der jetzt etwa voll auf die Dinger geglotzt??”
“Ich sollte doch!”

“Aber doch nicht so!”
“Und wie dann??”

“Du solltest dir ihr ARMBAND angucken, nicht ihren Push-Up!”
“Ach, du sag mal, woran erkennt man das denn eigentlich?”

“Was.”
“Na, dass eine Frau einen Push-Up trägt.”

“Blöde Frage.”
“Wieso? Woran erkennst du das bei dem Mädel da zum Beispiel?”

“So dürre, wie die ist, kann die nicht so große Glocken haben.”
“Aha… Verstehe.”

“Verstehst du gar nicht!”
“Also das heißt, sehr schlanke Frauen haben niemals große…”

“Nicht alle!”
“Du zum Beispiel nicht, wolltest du sagen.”

“Genau.”
“Schatz, darf ich mich jetzt wieder zurück beugen?”

“Hast du ihr Armband gesehen??”
“Nein, aber…”

“Jaja, aber alles Wichtige hast du gesehen, schon klar!”
“Nein, ich wollte sagen, dass…”

“Da sitzt du mit mir hier und DIE glotzt du an!”
“Ich wollte nur sagen, dass ich…”

“Sollen wir Plätze tauschen, dann siehste noch viel mehr!!”
“Nein, aber…”

“Was ist denn!!”
“Mein Nacken wird langsam steif, darf ich wieder zurück?”

“Du bleibst jetzt hier, sonst kann ich nicht lästern!”
“Och Schatz, bitte, ich…”

“Das gehört sich nicht, die Hände unterm Tisch zu haben!”
“Ach! Aber was ich hier mache, DAS gehört sich, ja??”

“Was die da wohl unter dem Tisch macht…”
“Vielleicht hat sie ja ihre Hand auf meinem rechten Knie…”

“Träum weiter!”
“Ich lehne mich jetzt wieder zurück, das ist mir echt zu doof!”

[Ich setze mich wieder normal hin und genieße die Entspannung.]

“-”
“-”

“Gesehen?”
“Nein.”

“-”
“-”

“Jetzt gesehen?”
“Nein!”

“-”
“-”

[Die junge Frau neben mir steht plötzlich auf und bittet ihren Begleiter, einen Moment auf ihre Handtasche Acht zu geben. Ich frage mich, wo sie wohl hin will und plötzlich sehe ich an ihrem linken Arm das Armband blitzen und sofort denke ich mir, das kennst du doch irgendwo her!]

“Haste es jetzt gesehen??”
“Ja, habe ich, Liebste. Kommt mir irgendwie bekannt vor.”

“Irgendwie bekannt?? Du bist so doof!”
“Warum??”

“Das ist original MEIN Thomas Sabo-Armband!”
“Ach ja, stimmt!”

“Das gibt´s doch wohl gar nicht!”
“Wieso? Hast du das auch gerade um, oder was?”

“Da sieht man mal wieder, wie DU mich anschaust!”
“Zeig doch mal, aber wo ist denn dein Arm??”

“Unter dem Tisch.”
“Aber…”

“Ich will nicht, dass die Tussi das sieht!”
“Ähm… Kann es nicht sein, dass sie es schon längst gesehen hat??”

“Wieso!”
“Naja, weil ihr ja beide eure Arme unter dem Tisch…”

“Ach nee! Jetzt plötzlich fällt dir was auf! Na toll!”
“Also Moment mal, ich…”

“Das hast DU mir geschenkt!”
“Ja, richtig…”

“Das sei eine einmalig traumhafte Kombination, hast du gesagt!”
“Naja, also…”

“So! Und woher hat DIE das?? Kennst du die etwa??”

Kopfschüttel…

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Finale von: Ich hatte ja Zeit

9. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste und ich stehen immer noch vor dem Altkleidersack, den die Liebste gepackt hat; und zwar ausschließlich mit meinen Sachen! Nachdem sie die unmöglichsten Erklärungen gefunden hat, warum es sich NUR um meine Klamotten handelt, steht der Sack nun da und es muss entschieden werden, was nun passiert…

“Also bringst du den Sack nun runter oder nicht??”
“Süße! Ich bringe den Sack nirgendwo hin!”

“Was soll das heißen??”
“Dass ich meine Sachen nicht wegwerfen will! Ganz einfach!”

“Du weißt ja gar nicht, was da alles in dem Sack drin ist.”
“Na und?? Ich weiß, dass ich nichts wegwerfen will, das reicht.”

“Du weißt ja gar nicht, was du alles im Schrank rumliegen hast.”
“Also wenn hier einer nicht weiß, was in seinem Schrank ist, dann DU!”

“Ich weiß ganz genau, was in meinem Schrank ist!”
“So? Pah! Dann sag mal, wie viele T-Shirts du hast.”

“Das kann ich nicht.”
“Siehste, sage ich doch!”

“Ich kann es nicht sagen, weil ich keine T-Shirts habe.”
“Na schön, dann meine ich wahrscheinlich diese Tops da…”

“Mit Arm oder ohne?”
“Was weiß ich, meinetwegen mit.”

“Mit halbem oder Viertelarm?”
“Ist doch ganz egal, also wie viele!”

“Das ist nicht egal! Wenn du eine Antwort willst, dann…”
“Also schön, gut, dann, ähm… Halber Arm.”

“Mit V-Ausschnitt oder…”
“LIEBSTE!!”

“Was denn??”
“WIE VIELE!”

“Wenn du so ungenau fragst, dann kann ich das nicht sagen!”
“Himmel, diese Frau bringt mich noch um…”

“Ich??”
“Ja, du! Oder siehst du hier vielleicht noch eine andere??”

“Nee.”
“Eben!”

“Und sag mal, willst du jetzt wirklich alles wieder auspacken??”
“Nein, eigentlich will ich, dass DU das machst!”

“Aber ich habe doch schon alles einpacken müssen!”
“Von MÜSSEN kann ja wohl kaum die Rede sein!”

“Ich dachte wirklich, dass du dich freust, aber…”

[Die Liebste steckt ihre Hände in ihre Hosentaschen, zieht die Schultern leicht an und senkt ihren Kopf ein wenig nach unten.
Dabei macht sie einen Schmollmund, murmelt und schluchzt irgendetwas ganz leise vor sich hin und schaut mich dann aufblickend mit ihren großen Kulleraugen an. Ich frage mich, ob sich da wirklich ein Anflug von Reue abzeichnet oder...]

“Es tut mir leid.”
“Wie bitte?”

“Es tut mir wirklich leid, nicht böse sein, ja?”
“Hm…”

“Ich wollte dich doch überraschen und weil ich dachte, dass…”
“Jaja, schon gut…”

“Nein, wirklich! Ich habe es nur gut gemeint!”
“Mag sein, aber das Ergebnis ist leider, also…”

“Naja, aber nicht mehr böse sein, ja?”
“Hm…”

“Es wäre besser gewesen, wir hätten gemeinsam aussortiert.”
“Das hört sich schon deutlich vernünftiger an.”

“Das sehe ich ja auch ein, ich mache es wieder gut, ja?”
“Und wie willst du das wieder gut machen, bitteschön??”

“Also ich wüsste da was, was wir gemeinsam machen könnten…”
“Und was?”

“Etwas, was dir bestimmt gefallen wird…”
“Und das wäre?”

“Boah, ist das warm hier…”

[Die Liebste macht ganz langsam ein paar Schritte auf mich zu, zupft dabei lasziv an ihrem Pullover, streift ihre Schuhe ab und wirft ihre Haare schwungvoll nach hinten.
Ich muss sagen, dass ich mit so einem Verlauf nun wirklich nicht gerechnet hatte und dass ich wieder einmal feststellen muss, dass die Liebste immer wieder für eine aufregende Überraschung gut ist!]

“Warte mal…”
“Na, da bin ich aber jetzt gespannt!”

[Die Liebste gleitet mit ihren Händen an ihrem Pullover hinunter, greift sich die Enden und zieht ihn sich langsam über den Kopf...]

“Und? Gefällt dir das jetzt besser?”
“Sehr gut, sehr gut! Und wie geht´s jetzt weiter?”

“Jetzt tust du das alte Ding von mir auch in den Sack und dann bringst du ihn endlich runter!”

Kopfschüttel…

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Fortsetzung: Ich hatte ja Zeit

5. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste war ein paar Tage alleine zu Hause und bei dieser Gelegenheit hat sie einen ganzen Altkleidersack voll gemacht; das an sich ist lobenswert, aber: aussortiert hat sie nur MEINE Sachen! Als sei das noch nicht Grund genug zum Kopfschütteln, setzt die Liebste noch einen drauf…

“Warum guckst du denn jetzt so komisch??”
“Süße! Wieso sortierst du denn MEINE Sachen aus??”

“Freu dich doch!”
“Worüber?? Dass DU MEINE Sachen wegwerfen willst??”

“Nein, dass ich dir geholfen habe, das war viel Arbeit!”
“Aber du kannst doch nicht einfach Sachen von mir…”

“Ich habe nur Klamotten aussortiert, die du ersetzen wolltest.”
“Ach so?! Und wann bitte haben wir darüber gesprochen??”

“Neulich.”
“Neulich?? Komisch, kann ich mich gar nicht dran erinnern!”

“Als wir über Michael sprachen.”
“Michael?? Michael hat seinen Koffer am Flughafen verloren!”

“Eben.”
“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”

“Du hast gesagt, dass er sich jetzt wohl alles neu kaufen muss.”
“Muss er ja auch.”

“Und dass du das auch gerne mal machen würdest.”
“Bitte?? Das habe ich nicht gesagt!”

“Und ob hast du das gesagt! Du wolltest auch alles neu kaufen!”
“…wenn es die Versicherung bezahlt, ja! DARUM ging es!!”

“Ach so…”
“Ja, ach so! Himmel, also manchmal, da könnte ich dich…”

“Uups, dann habe ich das wohl falsch verstanden.”
“Und selbst wenn! Ich schmeiße meine Sachen gerne selber weg!!”

“Darum geht es dir also? Dass du das selber machen willst??”
“Natürlich! Da lege ich wirklich sehr großen Wert drauf!!”

“OK, das tut mir leid, aber ich weiß da einen Ausweg.”
“Und??”

“Wenn du das machen willst, dann bring den Sack runter!”

Kopfschüttel…

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Ich hatte ja Zeit

2. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste ist am Wochenende zwei Tage allein zuhause gewesen; ich war zur Abwechslung mal solo unterwegs und habe mich mit alten Freunden getroffen.
“Dann kann ich endlich mal in Ruhe machen, wozu ich sonst nicht komme”, hat sie gesagt.
Und wohl auch getan…

“Hallo Schatz, na, habt ihr Spaß gehabt?”
“Ja, Süße. Ich soll dich von allen schön grüßen.”

“Danke.”
“Und? Was hast du so gemacht hier?”

“Och, nicht viel.”
“So?”

“Ach doch, ich habe mich auf nächste Woche vorbereitet.”
“Nächste Woche? Wieso? Was ist denn nächste Woche?”

“Da ist Altkleidersammlung.”
“Wie bitte??”

“Altkleidersammlung! Wo man die alten Sachen in die Säcke…”
“Ich weiß, was eine Altkleidersammlung ist!”

“Warum fragst du denn dann??”
“Ich frage nicht, ich wundere mich!”

“Worüber?”
“Dass DU das Wort Altkleidersammlung überhaupt kennst.”

“Was soll das denn heißen!?”
“Du hast noch NIE was aussortiert!”

“Das stimmt ja gar nicht!”
“Zumindest kann ICH mich nicht daran erinnern.”

“Ich habe sogar schon einen ganzen Sack voll gemacht.”
“Mit Klamotten?”

“Jawohl! Und das sind alles Sachen, die man gut abgeben kann.”
“Aha… Hätte ich nicht gedacht, dass du…”

“Ich hatte ja Zeit am Wochenende.”
“Ja… Und wo hast du den Sack hingestellt?”

“Der steht im Arbeitszimmer, wieso?”
“Ach, ich wollte ihn nur mal sehen.”

“Sehen?? Das ist ein weißer Plastiksack mit roten…”
“Jaja, ich weiß, wie ein Altkleidersack aussieht.”

“Und was gibt es da dann jetzt zu sehen?”
“Ich muss mich davon überzeugen, dass ich das nicht träume…”

“Du bist so doof!”
“Ich sehe schon die Schlagzeilen in der Zeitung morgen…”

“Jaja, mach du dich ruhig über mich lustig!”

[Ich gehe in unser Arbeitszimmer und tatsächlich: da steht ein Altkleidersack, der etwa dreiviertel gefüllt ist. Ich bin wirklich erstaunt!
Die Liebste hat noch nie etwas aussortiert, geschweige denn weggeworfen, sofern es sich nicht um ein verschlissenes oder stark beschädigtes Kleidungsstück gehandelt hat.
Da sie den Sack noch nicht zugebunden hat, werfe ich einen Blick hinein, um mich restlos von diesem Wunder zu überzeugen.]

“Und?”
“Ist das hier eine Jeans??”

“Ja. Die ist uralt, aber wohl noch zu gebrauchen.”
“Du trennst dich von einer Jeans??”

“Warum nicht?”
“Klar, warum nicht… Was ist das denn hier??”

“Das ist ein T-Shirt.”
“Hm, das kommt mir irgendwie so bekannt vor…”

“Das sollte es auch.”
“Ähm, sag mal, ist das nicht eigentlich meins??”

“Ja, aber das hast du doch 10 Jahre nicht mehr an gehabt?”
“Kann sein, aber wieso ist das da jetzt drin??”

“Willst du das alte Ding etwa behalten??”
“Nein, aber… Und das hier?? Das ist ja MEIN alter Pullover!”

“Stimmt. Der ist alt und hässlich.”
“Das ist aber doch mein Malerpullover!”

“Du malst ja gar nicht!”
“Nein, ich meine, so für Renovierungen und so!”

“Echt?”
“Ja, echt! Wieso sind hier auch Sachen von mir drin??”

“Da sind NUR Sachen von dir drin.”
“Was??”

“Meinen Schrank mache ich dann vielleicht beim nächsten Mal.”

Kopfschüttel…

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Ich bin doch gar nicht aufgebrezelt!

15. Dezember 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind am Wochenende auf dem Weg zu einer Geschäftseröffnung; der taufrische Inhaber ist ein Freund von uns und hat uns eingeladen.
Beladen mit einem Präsentkorb und einem Strauß Blumen laufen wir durch die kleine und bunte Einkaufsstraße.

“Schatz, was kommen da denn sonst noch für Leute hin?”
“Keine Ahnung, Süße. Freunde von Frank und Kunden?”

“Hm…”
“Ist doch auch egal, werden wir ja sehen.”

“Ich meine ja nur, ob wir da auch richtig angezogen sind.”
“Sind wir.”

“Vielleicht hätte ich doch die schwarze Hose anziehen sollen…”
“Quatsch.”

“Sieht das denn gut aus, was ich an habe?”
“Perfekt.”

“Perfekt??”
“Perfekt.”

“Perfekt kann ja gar nicht sein!”
“Ähm… Und wieso nicht?”

“Perfekt hieße, dass man das nicht mehr übertreffen kann!”
“Und?”

“Ich bin doch gar nicht so aufgebrezelt!”
“Habe ich doch auch gar nicht gesagt??”

“Perfekt, hast du gesagt!”
“Schatz, ich möchte da jetzt nicht weiter darüber reden!”

“Warum denn nicht??”
“Weil das eh zu nichts führt, das kennt man doch!”

“Ich habe doch nur gefragt, ob dir das gefällt??”
“Jaja! Und am Ende bin ich doch nur wieder der Dumme!”

“Meinst du etwa, dass ich keine Kritik vertragen kann??”
“Nein, das meinte ich nicht.”

“Das stimmt auch nicht! Ich KANN sehr wohl Kritik vertragen!”
“Schön! Das ist ein durchaus positiver Charakterzug.”

“Jetzt ist nicht mein Charakter wichtig, sondern meine Hose!”
“Deine Hose ist perf… Ähm, ist dem Anlass sehr angemessen.”

“Angemessen?? Angemessen hieße, das geht gerade so!”
“Himmel! Schatz!!”

“Bleib stehen!”

[Kaum ausgerufen, bleibt die Liebste abrupt stehen, stemmt ihre Arme in die Hüfte, neigt ihren Kopf etwas nach rechts und macht dabei ein äußerst erregt-fragendes Gesicht. Etwa zwei Meter später komme ich dann auch zum Stehen und drehe mich zu meiner Liebsten um...]

“Kannst du nicht EINMAL sagen, ob ich gut aussehe oder nicht??”
“Aber das habe ich dir doch schon gesagt!?”

“Perfekt und angemessen hast du gesagt!”
“Was soll ich denn stattdessen sagen??”

“Zum Beispiel: die Hose macht dich schlank, aber sie ist zu lang!”
“Oh schön, das reimt sich…”

“Schatz! Ich meine es ernst!”
“Ok, also: Liebste, die Hose macht dich schlank und sie ist zu lang.”

“Und was noch?”
“Wieso was noch??”

“Ja das war es jetzt schon??”
“Ähm… Vielleicht hättest du doch deine Stiefel anziehen sollen…”

“Was?? Was ist denn jetzt mit den Stiefeln??”
“Ich meine ja nur, weil…”

“Aber dann wäre die Hose ja noch länger!”
“Ach so, daran habe ich gar nicht gedacht…”

“Blödmann!”
“Hör jetzt auf, dich aufzuregen, das macht nur Falten auf der Stirn.”

“FALTEN?? SONST NOCH WAS??”
“Nein, ich bin fertig.”

“Du mit deiner ewigen Nörgelei!”
“Aber du hast doch…”

“Du solltest dir lieber mal um DEINE Falten Sorgen machen!”
“Schatz, das war auch nicht so ernst gemeint, ich…”

“Deine Jeans ist zu hell und die Schuhe sind nicht geputzt!”
“Ähm…”

“Und dein Schal ist hundert Jahre alt!”
“Mein Schal??”

“Und Rasieren heißt, nicht die Hälfte zu vergessen!”
“Aber ich…”

“Und über das schreckliche Hemd will ich gar nicht erst reden!”
“So, das dürfte jetzt wohl reichen, oder hast du sonst noch was!?”

“Nee, ansonsten siehst du perfekt aus!”

Kopfschüttel…

Hinweis zum neuen Design: wenn es irgendwie “zerbrochen” aussieht, bitte STRG-F5 drücken oder Cache leeren!

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Fit wie ein Turnschuh!

6. Dezember 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen am Abend zusammen in unserer Küche im Anschluss an den heutigen Arbeitstag.
Wir tauschen unsere Erlebnisse aus und erzählen uns die neuesten Neuigkeiten. Die Liebste hat heute allerdings nur sehr wenig zu berichten…

“Tja, heute war ein ganz stinknormaler Tag, würde ich sagen.”
“Meiner auch, Süße. Meiner auch.”

“Übrigens, ich habe noch mit Simone telefoniert heute Mittag.”
“So? Und was gibt es bei Simone so neues?”

“Nichts, aber wir haben über jüngere Männer diskutiert.”
“Wie bitte??”

“Ja weil ihr neuer Freund doch 2 Jahre jünger ist, als sie.”
“Aha. Und wahrscheinlich noch einen Kopf kleiner, oder was…”

“Woher weißt du das?? Kennst du den??”
“Och, war nur so eine Vermutung…”

“Naja, jedenfalls sagt Simone, jüngere Männer halten jung.”
“Das wundert mich bei Simone nicht…”

“Wieso das denn!! Die ist genauso alt, wie ich!”
“Ja, genau. Ihr seid beide cirka 12 Jahre alt.”

“Ich auch??”
“Du auch!”

“Das stimmt gar nicht!”
“Auf dem Papier nicht, aber sonst schon!”

“Simone sagt, dass ihr Freund auf ältere Frauen steht.”
“Demnach ist er also 10 Jahre alt.”

“Schatz!”
“Was denn!? So ein Quatsch, jüngere Männer halten jung! Pff!”

“Dass du das sagst, wundert mich nicht.”
“Es ist ja auch Blödsinn.”

“Du musst das ja sagen, weil DU ja schon alt bist!”
“Ich bin zwar älter als du, aber dafür jung geblieben!”

“Wo denn??”
“Allein die Tatsache, es mit dir auszuhalten, erfordert das!”

“Aber das belegt doch Simones These!?”
“Was jetzt?”

“Ich bin jünger als du, also halte ich dich jung.”
“Nee! Anders wird ein Schuh draus, du lässt mich schneller altern!”

“Wieso! Was mache ich denn??”
“Das Kopfschüttel-Blog ist ja wohl voll von Gründen für graue Haare!”

“Soll das heißen, die hättest du nicht, wenn ich nicht da wäre??”
“Das ist zumindest sehr wahrscheinlich.”

“Simones Freund hat noch keine grauen Haare.”
“Die kriegt er noch, da wird Simone schon für sorgen…”

“Simone sagt, ihr Freund sei fit wie ein Turnschuh.”
“Blablabla bla…”

“Und der lässt sich auch noch Sachen sagen.”
“Ich werde ihm eine Beileidskarte schicken…”

“Du lässt dir ja nie was von mir sagen!”
“DAS ist auch besser so!”

“Ich will auch einen jüngeren Freund!”
“Wofür denn??”

“Um jung zu bleiben.”
“Dafür gibt es doch zahlreiche Kosmetikprodukte?”

“Sehr witzig!”
“Oder lies mal wieder eine BRAVO?”

“Das könnte ich wirklich mal wieder machen…”
“Dann frag doch bitte Dr. Sommer, ob bei dir noch was zu retten ist.”

“Du bist ein echter Kindskopf, weißt du das?!”
“Aber das wolltest du doch??”

“Aber doch nicht so!”
“Wie denn dann??”

“Ich will einen, der… Der jung ist eben!”
“Schön! Gut! Ich helfe dir gleich gerne beim Koffer runtertragen!”

“Das brauchst du nicht, das mache ich zur Sicherheit selber.”
“Zur Sicherheit wovor?”

“Damit du keinen Hexenschuss davon kriegst!”

Kopfschüttel…

Das war der Kopfschüttel-Nikolaus-Marathon,
und ich hoffe, dass niemand (außer mir natürlich)
gesundheitliche Schäden davongetragen hat!
Euch allen einen wunderschönen Nikolaus-Tag!

Und ihr wisst ja: es hat schon einen guten Grund,
warum Knecht Ruprecht eine Rute hat…

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Möglichst wenig Aufwand

28. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind gleich um 20 Uhr mit Freunden zum Essen verabredet, wir treffen uns im Da Vinci: ein kleines, aber feines Restaurant im Herzen Bremens.
Wir haben unsere zwei Freunde schon etwas länger nicht gesehen und freuen uns auf den bevorstehenden Abend.

“Schatz, wie spät ist es?”
“Es ist kurz vor halb acht, Süße.”

“Schon so spät??”
“Was hast du denn gedacht?”

“Ich dachte, es wäre noch nicht so spät…”
“Und was heißt das jetzt??”

“Das heißt wohl, dass ich mich beeilen muss…”
“Aber du bist doch schon angezogen, oder?”

“Natürlich!”
“Und wo ist dann jetzt das Problem?”

“Dass ich nicht weiß, welche Schuhe ich anziehen soll!”
“Ähm… Die schwarzen?”

“Die mit den hohen Absätzen?”
“Ja.”

“Die sind kaputt.”
“Kaputt??”

“Der eine Absatz ist locker, die kann ich also nicht anziehen.”
“Aha… Dann nimm eins deiner anderen 87 Paar Schuhe.”

“Soll ich vielleicht meine flachen schwarzen Schuhe nehmen?”
“Die, die so aussehen wie Turnschuhe?”

“Die sehen nicht aus wie Turnschuhe!”
“Ich meine doch nur den Schnitt, also, weil die doch…”

“OK, ziehe ich die an. Guter Tipp von dir!”
“Ja… Ein blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn…”

“Ich ziehe mich dann schnell um.”
“Wie bitte?? Aber ich dachte…”

“Na die flachen Schuhe passen doch nicht zu dieser Hose!”
“So? Und warum nicht?”

“Die ist ja viel zu lang, die ist für hohe Schuhe!”
“Aha, und diese Hose hast du jetzt auch in kürzer, ja?”

“Nein.”
“Nein??”

“Quatsch! Ich habe doch nicht die gleiche Hose in kurz UND lang!”
“Natürlich nicht, dumm von mir… Und jetzt?”

“Jetzt ziehe ich meine neue Jeans an.”
“Du hast eine neue Jeans??”

“Ist schon länger her, aber ich hatte sie noch nie an.”
“Fein. Dann können wir ja gleich los, oder?”

“Gleich.”

[Während die Liebste die Hosen wechselt, gehe ich noch einmal schnell ins Wohnzimmer und mache das Licht aus. Als ich ins Schlafzimmer zurückkehre, steht die Liebste zu meinem Erstaunen immer noch in ihrer vorherigen schwarzen und zu langen Hose da...]

“Schatz, das geht nicht!”
“Wir müssen mal langsam, warum bist du noch nicht umgezogen?”

“Ich kann diese neue Jeans nicht anziehen!”
“Und warum nicht?”

“Die habe ich noch gar nicht gewaschen, ist noch der Zettel dran!”
“Na und??”

“Wenn ich die jetzt anziehe, dann färbt die meine Unterwäsche.”
“Seit wann trägst du denn Unterwäsche??”

“Schatz!”
“War ja nur so eine Frage…”

“Bei dieser Jeans muss ich dann andere Unterwäsche anziehen.”
“Aber Schatz, hör mal… Du hast doch noch 17 andere Jeans, oder?”

“Ja. Aber von denen will ich jetzt keine anziehen…”
“Und warum nicht?? Die sind doch schon mal gewaschen worden, oder??”

“Weil ich mich eben jetzt so auf die neue gefreut habe!”
“Ja, dann… Dann zieh dir doch einfach eine andere Unterhose an.”

“Das heißt Slip, Unterhosen sind das, was du an hast!”
“Oh, Entschuldigung! Dann eben einen anderen SLIP!”

“Aber der müsste dann ja Schwarz sein…”
“Na und? Da hast du doch welche, das weiß ich ganz genau!”

“Aber ich habe doch jetzt einen Body an…”
“Oh Himmel, ich breche zusammen…”

“Dann ist mir nicht so kalt am Rücken, deswegen!”
“Lass mich raten: einen schwarzen Body hast du nicht, oder?”

“Nein.”
“Toll. Und jetzt?”

“Weiß ich auch nicht!”
“OK, und wenn du anstatt der Unterwäsche nochmal die Schuhe wechselst?”

“Du meinst, damit ich diese schwarze Hose an lassen kann?”
“Das scheint mir am wenigsten Aufwand zu sein…”

“Bei dir muss immer alles mit möglichst wenig Aufwand sein!”
“Ich meine doch nur, weil…”

“Wenn es um deine doofen Computer geht, DANN hast du Zeit!”
“Ähm…”

“Aber wenn ICH ein Problem habe, DANN ist das unwichtig!”
“Was denn für ein Problem?? Zieh dir andere Schuhe an und fertig!”

“Welche denn??”
“Das weiß ich doch nicht!”

“Weil dich das ja auch gar nicht interessiert, wie ich aussehe!”
“Doch, das interessiert mich schon, aber was…”

“Du könntest ja auch mal sagen, was dir gefällt!”
“Aber du siehst doch immer gut aus, was soll ich denn da noch…”

“Blödmann!”
“Liebste! Du hast im Gästezimmer 3.654 Schuhe, hol dir jetzt zwei!”

“Na schön! Gut! Dann nehme ich eben meine braunen Stiefel.”
“Soll mir recht sein… Dann mach jetzt…”

“Braune Stiefel zu dieser schwarzen Hose mit Schlag??”
“Geht das nicht, oder was?”

“Das ist jetzt ja wohl nicht dein Ernst!”
“Aber DU hast doch die braunen Stiefel vorgeschlagen, oder nicht!?”

“Ja sicher, aber doch nicht zu dieser Hose!”
“Sondern??”

“Die neue Jeans würde super zu diesen Stiefeln passen…”

Kopfschüttel…

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Nicht mal mein eigener Freund!

15. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste kommt zu mir ins Arbeitszimmer gestürmt, als ich gerade in ein Problem vertieft an meinem PC arbeite. Aus den Augenwinkeln sehe ich bereits ihre verschränkten Arme…
Noch bevor die Liebste ein Wort sagt, ist mir bereits klar: ich werde meine Arbeit jetzt wohl unterbrechen müssen…

“Schatz, weißt du, mit wem ich gerade telefoniert habe??”
“Ähm… Nein, Süße…”

“Mit Tanja!”
“Schön, ja… Sag mal, kannst du mir das nicht später erz…”

“Weißt du, was die eben zu mir gesagt hat??”
“Du wirst es mir jetzt sicher gleich erzählen, schätze ich…”

“Ich würde sie nie ausreden lassen, hat sie gesagt!”
“So? Und warum hat sie d…”

“Die spinnt ja wohl!”
“Habt ihr euch denn gestritten oder worü…”

“Wir haben nur über Hosen diskutiert, sonst nichts!”
“Über Hosen??”

“Weil doch der Schlag jetzt wiederkommt, habe ich gesagt.”
“Was für ein Schlag??”

“Na dass die unten am Bein wieder weiter werden jetzt.”
“Und über so etwas streitet ihr am Telef…”

“Und Tanja sagt, ich hätte Tomaten auf den Augen!”
“Sieht man gar nicht…”

“Schatz!”
“Wie kann man sich bloß über sowas streiten, wo doch die Mode sow…”

“Soll das etwas heißen, dass du mir auch nicht glaubst??”
“Also ich würde sagen, dass…”

“Habe ich dir nicht neulich bei Esprit noch eine gezeigt??”
“Ach ja, jetzt erinnere ich mich, dass war doch die Jeans mit d…”

“Ich habe noch gesagt, super, der Schlag kommt wieder!”
“Richtig, aber die war dir doch zu…”

“Habe ich es gesagt, oder nicht!?”
“Doch, doch, das hast du ges…”

“Jetzt behaupte bloß nicht, dass ich das nicht gesagt hätte!”
“Sage ich ja nicht, ich weiß doch, dass…”

“Nicht mal mein eigener Freund hört mir zu!”
“Aber ich höre dir doch zu und ich m…”

“Das kommt davon, weil du immer nur halb bei der Sache bist!”
“Ich?? Also Moment mal, ich h…”

“Du weißt ganz genau, dass ich Hosen mit Schlag mag!”
“-”

“Die stehen mir einfach besser als diese Karotten.”
“-”

“Oder? Oder nicht?”
“-”

“Warum sagst du denn jetzt nichts??”
“Ich wollte dich mal ausreden lassen.”

“Mich wolltest du MAL ausreden lassen??”
“Ja, weil ich komme ja gar nicht dazu, was zu sagen, weil…”

“Aha! Dich lasse ich also auch nicht ausreden, oder was!?”
“Doch, aber im Augenblick scheinst du zieml…”

“Ich erzähle dir, dass Tanja mir was unterstellt und du??”
“Haben wir nicht gerade über Hosen, ich meine, über…”

“Ruf doch Tanja an, dann könnt ihr euch schön ausreden lassen!”
“Um Gottes Willen…”

“Ich lasse ja wohl jeden ausreden, und dich auch, wenn…”
“Aber ich wollte damit doch auch nur sagen, dass du i…”

“Schatz!”
“Was denn??”

“Jetzt lass mich doch mal ausreden!”

Kopfschüttel…

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Kleines Ferkel!

23. Oktober 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam an unserem kleinen Küchentisch und erzählen uns die Ereignisse des heutigen Tages.
Eigentlich ein Tag wie jeder andere, ganz ohne Katastrophen oder Besonderheiten. Hoffentlich bleibt das auch so…

“Sag mal, ist hier eigentlich die Heizung an?”
“Ja, Süße. Die ist an.”

“Mir ist aber kalt.”
“Kein Wunder…”

“Wieso kein Wunder?!”
“Weil du angezogen bist wie im Hochsommer.”

“Ich??”
“Warum ziehst du dir nicht einen ordentlichen Pullover an??”

“Du könntest ja auch einfach mal die Heizung anmachen.”
“Wie ich bereits sagte, die ist schon an.”

“Aber nicht richtig.”
“NICHT RICHTIG??”

“Naja, eben nicht richtig warm.”
“Für jemanden, der angezogen ist, ist sie warm genug!”

“Bin ich etwa nicht angezogen??”
“Doch, aber diese Bluse könnte man auch als halbnackt bezeichnen.”

“Das hättest du wohl gerne, halbnackt!”
“Also Moment mal, ich…”

“Männer!”
“Was heißt das denn jetzt wieder?!”

“Mir ist kalt und du denkst nur über meine Bluse nach!”
“Deine Bluse ist ja auch der Grund, warum dir kalt ist!”

“Also soll ich sie besser ausziehen, deiner Meinung nach?”
“Ja, und…”

“Ich ziehe mich hier nicht aus, vergiss es!”
“Umziehen sollst du dich, UMZIEHEN, nicht AUSZIEHEN!!”

“Geizkragen!”
“Ich?? Warum bin ich denn ein Geizkragen??”

“Weil du auf meine Kosten Heizkosten sparen willst.”
“Schatz, es ist hier nicht kalt, sondern ganz im Gegenteil!”

“Dir ist vielleicht nicht kalt, mir aber schon!”
“Aber doch nur, weil du…”

“Und ein kleines Ferkel bist du auch!”
“Wie bitte??”

“Jawohl! Und ein geiziges noch dazu!”
“Ich bin kein Ferkel!”

“Na schön, dann eben ein Ferkelchen.”
“Das noch viel weniger!”

“Und ob!”
“Warum??”

“Hier nicht heizen, aber trotzdem Striptease haben wollen! Nee!”

Kopfschüttel…

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Eine reine Typfrage

26. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen an der Bremer Schlachte im Café Bar Celona und trinken dort einen Cocktail zusammen. Vielleicht handelt es sich um die letzten abendlichen Sonnenstrahlen in diesem Sommer, daher genießen wir die Zeit.
Und das haben sich wohl auch viele andere so gedacht, denn es ist recht voll um uns herum…

“Schatz? Wollen wir ein bisschen lästern?”
“Lästern?? Worüber denn, Süße?”

“Über die Leute, die hier so rumsitzen.”
“Aha… Und über die willst du jetzt…”

“Schau mal, der da zum Beispiel, da links.”
“Was ist mit dem??”

“Der betrügt bestimmt seine Frau.”
“Was?? Wieso??”

“Na die Tante, mit der er da sitzt, ist doch niemals seine Frau!”
“Und wieso nicht?”

“Die ist viel zu jung und schlank, er ist alt und dick.”
“Tja. So wie bei uns auch.”

“Ich bin doch nicht schlank!”
“Eigentlich wollte ich hören, dass ICH nicht alt und dick bin!”

“Naja, aber immerhin bist du älter als ich.”
“Wäre es dir umgekehrt lieber??”

“Nee.”
“Und so dick wie der Kerl da bin ich auch nicht.”

“Und ich??”
“Du bist auch nicht so dick.”

“Aber auch nicht so schlank wie seine Geliebte da, oder?”
“Schatz, die ist doch ein ganz anderer Typ als du!”

“So? Was für ein Typ bin ich denn??”
“Ähm…”

“Nun sag schon!”
“Also, du bist eher, ähm…”

“Ich bin eher die dicke Variante, oder was??”
“Nein, nein, du bist eher so ein Typ wie… Jeanette Biedermann.”

“Jeanette Biedermann?? Und was ist dann die da??”
“Die ist, ähm… ein bisschen Cameron Diaz.”

“Cameron Diaz ist eine meiner Lieblingsschauspielerinnen!!”
“So?? Ich dachte, das sei Jeanette Biedermann??”

“Die beiden kann man doch gar nicht miteinander vergleichen!”
“Eben! Das sage ich ja!”

“Ich dachte, dass dir Jeanette Biedermann auf die Nerven geht!?”
“In deiner neuen komischen Telenovela, Anna und die Liebe, ja.”

“Ach und sonst nicht??”
“Nö, sonst eigentlich nicht.”

“Also würdest du mich auch gegen Jeanette eintauschen??”
“Wie kommst du denn jetzt wieder darauf!?”

“Na wenn die so ein Typ ist wie ich??”
“Deswegen tausche ich doch nicht gleich!”

“Die würde dich auch gar nicht nehmen!”
“Ach! Und wieso nicht??”

“Weil die bestimmt nicht auf Typ Schweinchen Dick steht!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich sitzen in der Bodega del Puerto, unserem Lieblingsspanier. Es ist rappelvoll und wir haben gerade noch zwei Plätze an einem Tisch bekommen, an dem bereits ein anderes junges Pärchen sitzt.
Naja, macht ja nichts!

“Schatz, komm mal her.”
“Süße, ich sitze hier doch schon.”

“Nein, ich meine, komm doch mal näher!”
“Verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich will dir was ins Ohr sagen!”
“Ach so…”

[Ich beuge mich über den Tisch meiner Liebsten entgegen.]

“Hast du das gesehen?”
“Was?”

“Na das Armband!”
“Welches Armband??”

“Das, das die Tussi da neben dir am Arm hat!”
“Habe ich nicht gesehen, wieso?”

“Schau doch mal! Aber unauffällig!”
“Wie soll ich denn in dieser Position unauffällig…”

“Du kannst ja wohl mal eben etwas zur Seite schauen, oder!?”
“Na gut, dann…”

“Nein, jetzt nicht!!”
“Aber ich sollte doch…”

“Jetzt hat sie den Arm gerade unterm Tisch!”
“Oh prima! Dann schlüpfe ich eben schnell unter den Tisch.”

“NEIN! Untersteh dich!”
“Wieso? Das fällt weniger auf, als deine Tuschelei hier!”

“Warte, warte…”
“Ich warte…”

“Mann, kann die nicht mal den Arm wieder hoch nehmen?!”
“Vielleicht hat sie bemerkt, dass du auf ihr Armband schielst…”

“Quatsch! Schau dir die doch mal an, die merkt gar nichts.”
“Ach so, aha, und wieso das??”

“Diese aufgetakelte Kuh??”
“Also ich finde sie eigentlich ganz hübsch.”

“Was?? DIE findest du hübsch??”
“Naja, also, ich meine…”

“Die sieht mir doch aber nicht auch nur ansatzweise ähnlich!?”
“Das stimmt.”

“Auf so einen Typ wie die stehst du doch gar nicht!”
“Was ist die denn für ein Typ, bitte?”

“Typ blonde Zicke mit dicken…”
“Reiß dich zusammen!”

“Ist doch wahr, schau, wie die sich nach vorne beugt und so!”
“Hm…”

“Was machst du da??”
“Ich sollte doch gucken!?”

“Hast du der jetzt etwa voll auf die Dinger geglotzt??”
“Ich sollte doch!”

“Aber doch nicht so!”
“Und wie dann??”

“Du solltest dir ihr ARMBAND angucken, nicht ihren Push-Up!”
“Ach, du sag mal, woran erkennt man das denn eigentlich?”

“Was.”
“Na, dass eine Frau einen Push-Up trägt.”

“Blöde Frage.”
“Wieso? Woran erkennst du das bei dem Mädel da zum Beispiel?”

“So dürre, wie die ist, kann die nicht so große Glocken haben.”
“Aha… Verstehe.”

“Verstehst du gar nicht!”
“Also das heißt, sehr schlanke Frauen haben niemals große…”

“Nicht alle!”
“Du zum Beispiel nicht, wolltest du sagen.”

“Genau.”
“Schatz, darf ich mich jetzt wieder zurück beugen?”

“Hast du ihr Armband gesehen??”
“Nein, aber…”

“Jaja, aber alles Wichtige hast du gesehen, schon klar!”
“Nein, ich wollte sagen, dass…”

“Da sitzt du mit mir hier und DIE glotzt du an!”
“Ich wollte nur sagen, dass ich…”

“Sollen wir Plätze tauschen, dann siehste noch viel mehr!!”
“Nein, aber…”

“Was ist denn!!”
“Mein Nacken wird langsam steif, darf ich wieder zurück?”

“Du bleibst jetzt hier, sonst kann ich nicht lästern!”
“Och Schatz, bitte, ich…”

“Das gehört sich nicht, die Hände unterm Tisch zu haben!”
“Ach! Aber was ich hier mache, DAS gehört sich, ja??”

“Was die da wohl unter dem Tisch macht…”
“Vielleicht hat sie ja ihre Hand auf meinem rechten Knie…”

“Träum weiter!”
“Ich lehne mich jetzt wieder zurück, das ist mir echt zu doof!”

[Ich setze mich wieder normal hin und genieße die Entspannung.]

“-”
“-”

“Gesehen?”
“Nein.”

“-”
“-”

“Jetzt gesehen?”
“Nein!”

“-”
“-”

[Die junge Frau neben mir steht plötzlich auf und bittet ihren Begleiter, einen Moment auf ihre Handtasche Acht zu geben. Ich frage mich, wo sie wohl hin will und plötzlich sehe ich an ihrem linken Arm das Armband blitzen und sofort denke ich mir, das kennst du doch irgendwo her!]

“Haste es jetzt gesehen??”
“Ja, habe ich, Liebste. Kommt mir irgendwie bekannt vor.”

“Irgendwie bekannt?? Du bist so doof!”
“Warum??”

“Das ist original MEIN Thomas Sabo-Armband!”
“Ach ja, stimmt!”

“Das gibt´s doch wohl gar nicht!”
“Wieso? Hast du das auch gerade um, oder was?”

“Da sieht man mal wieder, wie DU mich anschaust!”
“Zeig doch mal, aber wo ist denn dein Arm??”

“Unter dem Tisch.”
“Aber…”

“Ich will nicht, dass die Tussi das sieht!”
“Ähm… Kann es nicht sein, dass sie es schon längst gesehen hat??”

“Wieso!”
“Naja, weil ihr ja beide eure Arme unter dem Tisch…”

“Ach nee! Jetzt plötzlich fällt dir was auf! Na toll!”
“Also Moment mal, ich…”

“Das hast DU mir geschenkt!”
“Ja, richtig…”

“Das sei eine einmalig traumhafte Kombination, hast du gesagt!”
“Naja, also…”

“So! Und woher hat DIE das?? Kennst du die etwa??”

Kopfschüttel…

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Finale von: Ich hatte ja Zeit

9. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste und ich stehen immer noch vor dem Altkleidersack, den die Liebste gepackt hat; und zwar ausschließlich mit meinen Sachen! Nachdem sie die unmöglichsten Erklärungen gefunden hat, warum es sich NUR um meine Klamotten handelt, steht der Sack nun da und es muss entschieden werden, was nun passiert…

“Also bringst du den Sack nun runter oder nicht??”
“Süße! Ich bringe den Sack nirgendwo hin!”

“Was soll das heißen??”
“Dass ich meine Sachen nicht wegwerfen will! Ganz einfach!”

“Du weißt ja gar nicht, was da alles in dem Sack drin ist.”
“Na und?? Ich weiß, dass ich nichts wegwerfen will, das reicht.”

“Du weißt ja gar nicht, was du alles im Schrank rumliegen hast.”
“Also wenn hier einer nicht weiß, was in seinem Schrank ist, dann DU!”

“Ich weiß ganz genau, was in meinem Schrank ist!”
“So? Pah! Dann sag mal, wie viele T-Shirts du hast.”

“Das kann ich nicht.”
“Siehste, sage ich doch!”

“Ich kann es nicht sagen, weil ich keine T-Shirts habe.”
“Na schön, dann meine ich wahrscheinlich diese Tops da…”

“Mit Arm oder ohne?”
“Was weiß ich, meinetwegen mit.”

“Mit halbem oder Viertelarm?”
“Ist doch ganz egal, also wie viele!”

“Das ist nicht egal! Wenn du eine Antwort willst, dann…”
“Also schön, gut, dann, ähm… Halber Arm.”

“Mit V-Ausschnitt oder…”
“LIEBSTE!!”

“Was denn??”
“WIE VIELE!”

“Wenn du so ungenau fragst, dann kann ich das nicht sagen!”
“Himmel, diese Frau bringt mich noch um…”

“Ich??”
“Ja, du! Oder siehst du hier vielleicht noch eine andere??”

“Nee.”
“Eben!”

“Und sag mal, willst du jetzt wirklich alles wieder auspacken??”
“Nein, eigentlich will ich, dass DU das machst!”

“Aber ich habe doch schon alles einpacken müssen!”
“Von MÜSSEN kann ja wohl kaum die Rede sein!”

“Ich dachte wirklich, dass du dich freust, aber…”

[Die Liebste steckt ihre Hände in ihre Hosentaschen, zieht die Schultern leicht an und senkt ihren Kopf ein wenig nach unten.
Dabei macht sie einen Schmollmund, murmelt und schluchzt irgendetwas ganz leise vor sich hin und schaut mich dann aufblickend mit ihren großen Kulleraugen an. Ich frage mich, ob sich da wirklich ein Anflug von Reue abzeichnet oder...]

“Es tut mir leid.”
“Wie bitte?”

“Es tut mir wirklich leid, nicht böse sein, ja?”
“Hm…”

“Ich wollte dich doch überraschen und weil ich dachte, dass…”
“Jaja, schon gut…”

“Nein, wirklich! Ich habe es nur gut gemeint!”
“Mag sein, aber das Ergebnis ist leider, also…”

“Naja, aber nicht mehr böse sein, ja?”
“Hm…”

“Es wäre besser gewesen, wir hätten gemeinsam aussortiert.”
“Das hört sich schon deutlich vernünftiger an.”

“Das sehe ich ja auch ein, ich mache es wieder gut, ja?”
“Und wie willst du das wieder gut machen, bitteschön??”

“Also ich wüsste da was, was wir gemeinsam machen könnten…”
“Und was?”

“Etwas, was dir bestimmt gefallen wird…”
“Und das wäre?”

“Boah, ist das warm hier…”

[Die Liebste macht ganz langsam ein paar Schritte auf mich zu, zupft dabei lasziv an ihrem Pullover, streift ihre Schuhe ab und wirft ihre Haare schwungvoll nach hinten.
Ich muss sagen, dass ich mit so einem Verlauf nun wirklich nicht gerechnet hatte und dass ich wieder einmal feststellen muss, dass die Liebste immer wieder für eine aufregende Überraschung gut ist!]

“Warte mal…”
“Na, da bin ich aber jetzt gespannt!”

[Die Liebste gleitet mit ihren Händen an ihrem Pullover hinunter, greift sich die Enden und zieht ihn sich langsam über den Kopf...]

“Und? Gefällt dir das jetzt besser?”
“Sehr gut, sehr gut! Und wie geht´s jetzt weiter?”

“Jetzt tust du das alte Ding von mir auch in den Sack und dann bringst du ihn endlich runter!”

Kopfschüttel…

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Fortsetzung: Ich hatte ja Zeit

5. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste war ein paar Tage alleine zu Hause und bei dieser Gelegenheit hat sie einen ganzen Altkleidersack voll gemacht; das an sich ist lobenswert, aber: aussortiert hat sie nur MEINE Sachen! Als sei das noch nicht Grund genug zum Kopfschütteln, setzt die Liebste noch einen drauf…

“Warum guckst du denn jetzt so komisch??”
“Süße! Wieso sortierst du denn MEINE Sachen aus??”

“Freu dich doch!”
“Worüber?? Dass DU MEINE Sachen wegwerfen willst??”

“Nein, dass ich dir geholfen habe, das war viel Arbeit!”
“Aber du kannst doch nicht einfach Sachen von mir…”

“Ich habe nur Klamotten aussortiert, die du ersetzen wolltest.”
“Ach so?! Und wann bitte haben wir darüber gesprochen??”

“Neulich.”
“Neulich?? Komisch, kann ich mich gar nicht dran erinnern!”

“Als wir über Michael sprachen.”
“Michael?? Michael hat seinen Koffer am Flughafen verloren!”

“Eben.”
“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”

“Du hast gesagt, dass er sich jetzt wohl alles neu kaufen muss.”
“Muss er ja auch.”

“Und dass du das auch gerne mal machen würdest.”
“Bitte?? Das habe ich nicht gesagt!”

“Und ob hast du das gesagt! Du wolltest auch alles neu kaufen!”
“…wenn es die Versicherung bezahlt, ja! DARUM ging es!!”

“Ach so…”
“Ja, ach so! Himmel, also manchmal, da könnte ich dich…”

“Uups, dann habe ich das wohl falsch verstanden.”
“Und selbst wenn! Ich schmeiße meine Sachen gerne selber weg!!”

“Darum geht es dir also? Dass du das selber machen willst??”
“Natürlich! Da lege ich wirklich sehr großen Wert drauf!!”

“OK, das tut mir leid, aber ich weiß da einen Ausweg.”
“Und??”

“Wenn du das machen willst, dann bring den Sack runter!”

Kopfschüttel…

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Ich hatte ja Zeit

2. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste ist am Wochenende zwei Tage allein zuhause gewesen; ich war zur Abwechslung mal solo unterwegs und habe mich mit alten Freunden getroffen.
“Dann kann ich endlich mal in Ruhe machen, wozu ich sonst nicht komme”, hat sie gesagt.
Und wohl auch getan…

“Hallo Schatz, na, habt ihr Spaß gehabt?”
“Ja, Süße. Ich soll dich von allen schön grüßen.”

“Danke.”
“Und? Was hast du so gemacht hier?”

“Och, nicht viel.”
“So?”

“Ach doch, ich habe mich auf nächste Woche vorbereitet.”
“Nächste Woche? Wieso? Was ist denn nächste Woche?”

“Da ist Altkleidersammlung.”
“Wie bitte??”

“Altkleidersammlung! Wo man die alten Sachen in die Säcke…”
“Ich weiß, was eine Altkleidersammlung ist!”

“Warum fragst du denn dann??”
“Ich frage nicht, ich wundere mich!”

“Worüber?”
“Dass DU das Wort Altkleidersammlung überhaupt kennst.”

“Was soll das denn heißen!?”
“Du hast noch NIE was aussortiert!”

“Das stimmt ja gar nicht!”
“Zumindest kann ICH mich nicht daran erinnern.”

“Ich habe sogar schon einen ganzen Sack voll gemacht.”
“Mit Klamotten?”

“Jawohl! Und das sind alles Sachen, die man gut abgeben kann.”
“Aha… Hätte ich nicht gedacht, dass du…”

“Ich hatte ja Zeit am Wochenende.”
“Ja… Und wo hast du den Sack hingestellt?”

“Der steht im Arbeitszimmer, wieso?”
“Ach, ich wollte ihn nur mal sehen.”

“Sehen?? Das ist ein weißer Plastiksack mit roten…”
“Jaja, ich weiß, wie ein Altkleidersack aussieht.”

“Und was gibt es da dann jetzt zu sehen?”
“Ich muss mich davon überzeugen, dass ich das nicht träume…”

“Du bist so doof!”
“Ich sehe schon die Schlagzeilen in der Zeitung morgen…”

“Jaja, mach du dich ruhig über mich lustig!”

[Ich gehe in unser Arbeitszimmer und tatsächlich: da steht ein Altkleidersack, der etwa dreiviertel gefüllt ist. Ich bin wirklich erstaunt!
Die Liebste hat noch nie etwas aussortiert, geschweige denn weggeworfen, sofern es sich nicht um ein verschlissenes oder stark beschädigtes Kleidungsstück gehandelt hat.
Da sie den Sack noch nicht zugebunden hat, werfe ich einen Blick hinein, um mich restlos von diesem Wunder zu überzeugen.]

“Und?”
“Ist das hier eine Jeans??”

“Ja. Die ist uralt, aber wohl noch zu gebrauchen.”
“Du trennst dich von einer Jeans??”

“Warum nicht?”
“Klar, warum nicht… Was ist das denn hier??”

“Das ist ein T-Shirt.”
“Hm, das kommt mir irgendwie so bekannt vor…”

“Das sollte es auch.”
“Ähm, sag mal, ist das nicht eigentlich meins??”

“Ja, aber das hast du doch 10 Jahre nicht mehr an gehabt?”
“Kann sein, aber wieso ist das da jetzt drin??”

“Willst du das alte Ding etwa behalten??”
“Nein, aber… Und das hier?? Das ist ja MEIN alter Pullover!”

“Stimmt. Der ist alt und hässlich.”
“Das ist aber doch mein Malerpullover!”

“Du malst ja gar nicht!”
“Nein, ich meine, so für Renovierungen und so!”

“Echt?”
“Ja, echt! Wieso sind hier auch Sachen von mir drin??”

“Da sind NUR Sachen von dir drin.”
“Was??”

“Meinen Schrank mache ich dann vielleicht beim nächsten Mal.”

Kopfschüttel…

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Ich bin doch gar nicht aufgebrezelt!

15. Dezember 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind am Wochenende auf dem Weg zu einer Geschäftseröffnung; der taufrische Inhaber ist ein Freund von uns und hat uns eingeladen.
Beladen mit einem Präsentkorb und einem Strauß Blumen laufen wir durch die kleine und bunte Einkaufsstraße.

“Schatz, was kommen da denn sonst noch für Leute hin?”
“Keine Ahnung, Süße. Freunde von Frank und Kunden?”

“Hm…”
“Ist doch auch egal, werden wir ja sehen.”

“Ich meine ja nur, ob wir da auch richtig angezogen sind.”
“Sind wir.”

“Vielleicht hätte ich doch die schwarze Hose anziehen sollen…”
“Quatsch.”

“Sieht das denn gut aus, was ich an habe?”
“Perfekt.”

“Perfekt??”
“Perfekt.”

“Perfekt kann ja gar nicht sein!”
“Ähm… Und wieso nicht?”

“Perfekt hieße, dass man das nicht mehr übertreffen kann!”
“Und?”

“Ich bin doch gar nicht so aufgebrezelt!”
“Habe ich doch auch gar nicht gesagt??”

“Perfekt, hast du gesagt!”
“Schatz, ich möchte da jetzt nicht weiter darüber reden!”

“Warum denn nicht??”
“Weil das eh zu nichts führt, das kennt man doch!”

“Ich habe doch nur gefragt, ob dir das gefällt??”
“Jaja! Und am Ende bin ich doch nur wieder der Dumme!”

“Meinst du etwa, dass ich keine Kritik vertragen kann??”
“Nein, das meinte ich nicht.”

“Das stimmt auch nicht! Ich KANN sehr wohl Kritik vertragen!”
“Schön! Das ist ein durchaus positiver Charakterzug.”

“Jetzt ist nicht mein Charakter wichtig, sondern meine Hose!”
“Deine Hose ist perf… Ähm, ist dem Anlass sehr angemessen.”

“Angemessen?? Angemessen hieße, das geht gerade so!”
“Himmel! Schatz!!”

“Bleib stehen!”

[Kaum ausgerufen, bleibt die Liebste abrupt stehen, stemmt ihre Arme in die Hüfte, neigt ihren Kopf etwas nach rechts und macht dabei ein äußerst erregt-fragendes Gesicht. Etwa zwei Meter später komme ich dann auch zum Stehen und drehe mich zu meiner Liebsten um...]

“Kannst du nicht EINMAL sagen, ob ich gut aussehe oder nicht??”
“Aber das habe ich dir doch schon gesagt!?”

“Perfekt und angemessen hast du gesagt!”
“Was soll ich denn stattdessen sagen??”

“Zum Beispiel: die Hose macht dich schlank, aber sie ist zu lang!”
“Oh schön, das reimt sich…”

“Schatz! Ich meine es ernst!”
“Ok, also: Liebste, die Hose macht dich schlank und sie ist zu lang.”

“Und was noch?”
“Wieso was noch??”

“Ja das war es jetzt schon??”
“Ähm… Vielleicht hättest du doch deine Stiefel anziehen sollen…”

“Was?? Was ist denn jetzt mit den Stiefeln??”
“Ich meine ja nur, weil…”

“Aber dann wäre die Hose ja noch länger!”
“Ach so, daran habe ich gar nicht gedacht…”

“Blödmann!”
“Hör jetzt auf, dich aufzuregen, das macht nur Falten auf der Stirn.”

“FALTEN?? SONST NOCH WAS??”
“Nein, ich bin fertig.”

“Du mit deiner ewigen Nörgelei!”
“Aber du hast doch…”

“Du solltest dir lieber mal um DEINE Falten Sorgen machen!”
“Schatz, das war auch nicht so ernst gemeint, ich…”

“Deine Jeans ist zu hell und die Schuhe sind nicht geputzt!”
“Ähm…”

“Und dein Schal ist hundert Jahre alt!”
“Mein Schal??”

“Und Rasieren heißt, nicht die Hälfte zu vergessen!”
“Aber ich…”

“Und über das schreckliche Hemd will ich gar nicht erst reden!”
“So, das dürfte jetzt wohl reichen, oder hast du sonst noch was!?”

“Nee, ansonsten siehst du perfekt aus!”

Kopfschüttel…

Hinweis zum neuen Design: wenn es irgendwie “zerbrochen” aussieht, bitte STRG-F5 drücken oder Cache leeren!

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Fit wie ein Turnschuh!

6. Dezember 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen am Abend zusammen in unserer Küche im Anschluss an den heutigen Arbeitstag.
Wir tauschen unsere Erlebnisse aus und erzählen uns die neuesten Neuigkeiten. Die Liebste hat heute allerdings nur sehr wenig zu berichten…

“Tja, heute war ein ganz stinknormaler Tag, würde ich sagen.”
“Meiner auch, Süße. Meiner auch.”

“Übrigens, ich habe noch mit Simone telefoniert heute Mittag.”
“So? Und was gibt es bei Simone so neues?”

“Nichts, aber wir haben über jüngere Männer diskutiert.”
“Wie bitte??”

“Ja weil ihr neuer Freund doch 2 Jahre jünger ist, als sie.”
“Aha. Und wahrscheinlich noch einen Kopf kleiner, oder was…”

“Woher weißt du das?? Kennst du den??”
“Och, war nur so eine Vermutung…”

“Naja, jedenfalls sagt Simone, jüngere Männer halten jung.”
“Das wundert mich bei Simone nicht…”

“Wieso das denn!! Die ist genauso alt, wie ich!”
“Ja, genau. Ihr seid beide cirka 12 Jahre alt.”

“Ich auch??”
“Du auch!”

“Das stimmt gar nicht!”
“Auf dem Papier nicht, aber sonst schon!”

“Simone sagt, dass ihr Freund auf ältere Frauen steht.”
“Demnach ist er also 10 Jahre alt.”

“Schatz!”
“Was denn!? So ein Quatsch, jüngere Männer halten jung! Pff!”

“Dass du das sagst, wundert mich nicht.”
“Es ist ja auch Blödsinn.”

“Du musst das ja sagen, weil DU ja schon alt bist!”
“Ich bin zwar älter als du, aber dafür jung geblieben!”

“Wo denn??”
“Allein die Tatsache, es mit dir auszuhalten, erfordert das!”

“Aber das belegt doch Simones These!?”
“Was jetzt?”

“Ich bin jünger als du, also halte ich dich jung.”
“Nee! Anders wird ein Schuh draus, du lässt mich schneller altern!”

“Wieso! Was mache ich denn??”
“Das Kopfschüttel-Blog ist ja wohl voll von Gründen für graue Haare!”

“Soll das heißen, die hättest du nicht, wenn ich nicht da wäre??”
“Das ist zumindest sehr wahrscheinlich.”

“Simones Freund hat noch keine grauen Haare.”
“Die kriegt er noch, da wird Simone schon für sorgen…”

“Simone sagt, ihr Freund sei fit wie ein Turnschuh.”
“Blablabla bla…”

“Und der lässt sich auch noch Sachen sagen.”
“Ich werde ihm eine Beileidskarte schicken…”

“Du lässt dir ja nie was von mir sagen!”
“DAS ist auch besser so!”

“Ich will auch einen jüngeren Freund!”
“Wofür denn??”

“Um jung zu bleiben.”
“Dafür gibt es doch zahlreiche Kosmetikprodukte?”

“Sehr witzig!”
“Oder lies mal wieder eine BRAVO?”

“Das könnte ich wirklich mal wieder machen…”
“Dann frag doch bitte Dr. Sommer, ob bei dir noch was zu retten ist.”

“Du bist ein echter Kindskopf, weißt du das?!”
“Aber das wolltest du doch??”

“Aber doch nicht so!”
“Wie denn dann??”

“Ich will einen, der… Der jung ist eben!”
“Schön! Gut! Ich helfe dir gleich gerne beim Koffer runtertragen!”

“Das brauchst du nicht, das mache ich zur Sicherheit selber.”
“Zur Sicherheit wovor?”

“Damit du keinen Hexenschuss davon kriegst!”

Kopfschüttel…

Das war der Kopfschüttel-Nikolaus-Marathon,
und ich hoffe, dass niemand (außer mir natürlich)
gesundheitliche Schäden davongetragen hat!
Euch allen einen wunderschönen Nikolaus-Tag!

Und ihr wisst ja: es hat schon einen guten Grund,
warum Knecht Ruprecht eine Rute hat…

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Möglichst wenig Aufwand

28. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind gleich um 20 Uhr mit Freunden zum Essen verabredet, wir treffen uns im Da Vinci: ein kleines, aber feines Restaurant im Herzen Bremens.
Wir haben unsere zwei Freunde schon etwas länger nicht gesehen und freuen uns auf den bevorstehenden Abend.

“Schatz, wie spät ist es?”
“Es ist kurz vor halb acht, Süße.”

“Schon so spät??”
“Was hast du denn gedacht?”

“Ich dachte, es wäre noch nicht so spät…”
“Und was heißt das jetzt??”

“Das heißt wohl, dass ich mich beeilen muss…”
“Aber du bist doch schon angezogen, oder?”

“Natürlich!”
“Und wo ist dann jetzt das Problem?”

“Dass ich nicht weiß, welche Schuhe ich anziehen soll!”
“Ähm… Die schwarzen?”

“Die mit den hohen Absätzen?”
“Ja.”

“Die sind kaputt.”
“Kaputt??”

“Der eine Absatz ist locker, die kann ich also nicht anziehen.”
“Aha… Dann nimm eins deiner anderen 87 Paar Schuhe.”

“Soll ich vielleicht meine flachen schwarzen Schuhe nehmen?”
“Die, die so aussehen wie Turnschuhe?”

“Die sehen nicht aus wie Turnschuhe!”
“Ich meine doch nur den Schnitt, also, weil die doch…”

“OK, ziehe ich die an. Guter Tipp von dir!”
“Ja… Ein blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn…”

“Ich ziehe mich dann schnell um.”
“Wie bitte?? Aber ich dachte…”

“Na die flachen Schuhe passen doch nicht zu dieser Hose!”
“So? Und warum nicht?”

“Die ist ja viel zu lang, die ist für hohe Schuhe!”
“Aha, und diese Hose hast du jetzt auch in kürzer, ja?”

“Nein.”
“Nein??”

“Quatsch! Ich habe doch nicht die gleiche Hose in kurz UND lang!”
“Natürlich nicht, dumm von mir… Und jetzt?”

“Jetzt ziehe ich meine neue Jeans an.”
“Du hast eine neue Jeans??”

“Ist schon länger her, aber ich hatte sie noch nie an.”
“Fein. Dann können wir ja gleich los, oder?”

“Gleich.”

[Während die Liebste die Hosen wechselt, gehe ich noch einmal schnell ins Wohnzimmer und mache das Licht aus. Als ich ins Schlafzimmer zurückkehre, steht die Liebste zu meinem Erstaunen immer noch in ihrer vorherigen schwarzen und zu langen Hose da...]

“Schatz, das geht nicht!”
“Wir müssen mal langsam, warum bist du noch nicht umgezogen?”

“Ich kann diese neue Jeans nicht anziehen!”
“Und warum nicht?”

“Die habe ich noch gar nicht gewaschen, ist noch der Zettel dran!”
“Na und??”

“Wenn ich die jetzt anziehe, dann färbt die meine Unterwäsche.”
“Seit wann trägst du denn Unterwäsche??”

“Schatz!”
“War ja nur so eine Frage…”

“Bei dieser Jeans muss ich dann andere Unterwäsche anziehen.”
“Aber Schatz, hör mal… Du hast doch noch 17 andere Jeans, oder?”

“Ja. Aber von denen will ich jetzt keine anziehen…”
“Und warum nicht?? Die sind doch schon mal gewaschen worden, oder??”

“Weil ich mich eben jetzt so auf die neue gefreut habe!”
“Ja, dann… Dann zieh dir doch einfach eine andere Unterhose an.”

“Das heißt Slip, Unterhosen sind das, was du an hast!”
“Oh, Entschuldigung! Dann eben einen anderen SLIP!”

“Aber der müsste dann ja Schwarz sein…”
“Na und? Da hast du doch welche, das weiß ich ganz genau!”

“Aber ich habe doch jetzt einen Body an…”
“Oh Himmel, ich breche zusammen…”

“Dann ist mir nicht so kalt am Rücken, deswegen!”
“Lass mich raten: einen schwarzen Body hast du nicht, oder?”

“Nein.”
“Toll. Und jetzt?”

“Weiß ich auch nicht!”
“OK, und wenn du anstatt der Unterwäsche nochmal die Schuhe wechselst?”

“Du meinst, damit ich diese schwarze Hose an lassen kann?”
“Das scheint mir am wenigsten Aufwand zu sein…”

“Bei dir muss immer alles mit möglichst wenig Aufwand sein!”
“Ich meine doch nur, weil…”

“Wenn es um deine doofen Computer geht, DANN hast du Zeit!”
“Ähm…”

“Aber wenn ICH ein Problem habe, DANN ist das unwichtig!”
“Was denn für ein Problem?? Zieh dir andere Schuhe an und fertig!”

“Welche denn??”
“Das weiß ich doch nicht!”

“Weil dich das ja auch gar nicht interessiert, wie ich aussehe!”
“Doch, das interessiert mich schon, aber was…”

“Du könntest ja auch mal sagen, was dir gefällt!”
“Aber du siehst doch immer gut aus, was soll ich denn da noch…”

“Blödmann!”
“Liebste! Du hast im Gästezimmer 3.654 Schuhe, hol dir jetzt zwei!”

“Na schön! Gut! Dann nehme ich eben meine braunen Stiefel.”
“Soll mir recht sein… Dann mach jetzt…”

“Braune Stiefel zu dieser schwarzen Hose mit Schlag??”
“Geht das nicht, oder was?”

“Das ist jetzt ja wohl nicht dein Ernst!”
“Aber DU hast doch die braunen Stiefel vorgeschlagen, oder nicht!?”

“Ja sicher, aber doch nicht zu dieser Hose!”
“Sondern??”

“Die neue Jeans würde super zu diesen Stiefeln passen…”

Kopfschüttel…

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Nicht mal mein eigener Freund!

15. November 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste kommt zu mir ins Arbeitszimmer gestürmt, als ich gerade in ein Problem vertieft an meinem PC arbeite. Aus den Augenwinkeln sehe ich bereits ihre verschränkten Arme…
Noch bevor die Liebste ein Wort sagt, ist mir bereits klar: ich werde meine Arbeit jetzt wohl unterbrechen müssen…

“Schatz, weißt du, mit wem ich gerade telefoniert habe??”
“Ähm… Nein, Süße…”

“Mit Tanja!”
“Schön, ja… Sag mal, kannst du mir das nicht später erz…”

“Weißt du, was die eben zu mir gesagt hat??”
“Du wirst es mir jetzt sicher gleich erzählen, schätze ich…”

“Ich würde sie nie ausreden lassen, hat sie gesagt!”
“So? Und warum hat sie d…”

“Die spinnt ja wohl!”
“Habt ihr euch denn gestritten oder worü…”

“Wir haben nur über Hosen diskutiert, sonst nichts!”
“Über Hosen??”

“Weil doch der Schlag jetzt wiederkommt, habe ich gesagt.”
“Was für ein Schlag??”

“Na dass die unten am Bein wieder weiter werden jetzt.”
“Und über so etwas streitet ihr am Telef…”

“Und Tanja sagt, ich hätte Tomaten auf den Augen!”
“Sieht man gar nicht…”

“Schatz!”
“Wie kann man sich bloß über sowas streiten, wo doch die Mode sow…”

“Soll das etwas heißen, dass du mir auch nicht glaubst??”
“Also ich würde sagen, dass…”

“Habe ich dir nicht neulich bei Esprit noch eine gezeigt??”
“Ach ja, jetzt erinnere ich mich, dass war doch die Jeans mit d…”

“Ich habe noch gesagt, super, der Schlag kommt wieder!”
“Richtig, aber die war dir doch zu…”

“Habe ich es gesagt, oder nicht!?”
“Doch, doch, das hast du ges…”

“Jetzt behaupte bloß nicht, dass ich das nicht gesagt hätte!”
“Sage ich ja nicht, ich weiß doch, dass…”

“Nicht mal mein eigener Freund hört mir zu!”
“Aber ich höre dir doch zu und ich m…”

“Das kommt davon, weil du immer nur halb bei der Sache bist!”
“Ich?? Also Moment mal, ich h…”

“Du weißt ganz genau, dass ich Hosen mit Schlag mag!”
“-”

“Die stehen mir einfach besser als diese Karotten.”
“-”

“Oder? Oder nicht?”
“-”

“Warum sagst du denn jetzt nichts??”
“Ich wollte dich mal ausreden lassen.”

“Mich wolltest du MAL ausreden lassen??”
“Ja, weil ich komme ja gar nicht dazu, was zu sagen, weil…”

“Aha! Dich lasse ich also auch nicht ausreden, oder was!?”
“Doch, aber im Augenblick scheinst du zieml…”

“Ich erzähle dir, dass Tanja mir was unterstellt und du??”
“Haben wir nicht gerade über Hosen, ich meine, über…”

“Ruf doch Tanja an, dann könnt ihr euch schön ausreden lassen!”
“Um Gottes Willen…”

“Ich lasse ja wohl jeden ausreden, und dich auch, wenn…”
“Aber ich wollte damit doch auch nur sagen, dass du i…”

“Schatz!”
“Was denn??”

“Jetzt lass mich doch mal ausreden!”

Kopfschüttel…

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Kleines Ferkel!

23. Oktober 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam an unserem kleinen Küchentisch und erzählen uns die Ereignisse des heutigen Tages.
Eigentlich ein Tag wie jeder andere, ganz ohne Katastrophen oder Besonderheiten. Hoffentlich bleibt das auch so…

“Sag mal, ist hier eigentlich die Heizung an?”
“Ja, Süße. Die ist an.”

“Mir ist aber kalt.”
“Kein Wunder…”

“Wieso kein Wunder?!”
“Weil du angezogen bist wie im Hochsommer.”

“Ich??”
“Warum ziehst du dir nicht einen ordentlichen Pullover an??”

“Du könntest ja auch einfach mal die Heizung anmachen.”
“Wie ich bereits sagte, die ist schon an.”

“Aber nicht richtig.”
“NICHT RICHTIG??”

“Naja, eben nicht richtig warm.”
“Für jemanden, der angezogen ist, ist sie warm genug!”

“Bin ich etwa nicht angezogen??”
“Doch, aber diese Bluse könnte man auch als halbnackt bezeichnen.”

“Das hättest du wohl gerne, halbnackt!”
“Also Moment mal, ich…”

“Männer!”
“Was heißt das denn jetzt wieder?!”

“Mir ist kalt und du denkst nur über meine Bluse nach!”
“Deine Bluse ist ja auch der Grund, warum dir kalt ist!”

“Also soll ich sie besser ausziehen, deiner Meinung nach?”
“Ja, und…”

“Ich ziehe mich hier nicht aus, vergiss es!”
“Umziehen sollst du dich, UMZIEHEN, nicht AUSZIEHEN!!”

“Geizkragen!”
“Ich?? Warum bin ich denn ein Geizkragen??”

“Weil du auf meine Kosten Heizkosten sparen willst.”
“Schatz, es ist hier nicht kalt, sondern ganz im Gegenteil!”

“Dir ist vielleicht nicht kalt, mir aber schon!”
“Aber doch nur, weil du…”

“Und ein kleines Ferkel bist du auch!”
“Wie bitte??”

“Jawohl! Und ein geiziges noch dazu!”
“Ich bin kein Ferkel!”

“Na schön, dann eben ein Ferkelchen.”
“Das noch viel weniger!”

“Und ob!”
“Warum??”

“Hier nicht heizen, aber trotzdem Striptease haben wollen! Nee!”

Kopfschüttel…

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Eine reine Typfrage

26. September 2008, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen an der Bremer Schlachte im Café Bar Celona und trinken dort einen Cocktail zusammen. Vielleicht handelt es sich um die letzten abendlichen Sonnenstrahlen in diesem Sommer, daher genießen wir die Zeit.
Und das haben sich wohl auch viele andere so gedacht, denn es ist recht voll um uns herum…

“Schatz? Wollen wir ein bisschen lästern?”
“Lästern?? Worüber denn, Süße?”

“Über die Leute, die hier so rumsitzen.”
“Aha… Und über die willst du jetzt…”

“Schau mal, der da zum Beispiel, da links.”
“Was ist mit dem??”

“Der betrügt bestimmt seine Frau.”
“Was?? Wieso??”

“Na die Tante, mit der er da sitzt, ist doch niemals seine Frau!”
“Und wieso nicht?”

“Die ist viel zu jung und schlank, er ist alt und dick.”
“Tja. So wie bei uns auch.”

“Ich bin doch nicht schlank!”
“Eigentlich wollte ich hören, dass ICH nicht alt und dick bin!”

“Naja, aber immerhin bist du älter als ich.”
“Wäre es dir umgekehrt lieber??”

“Nee.”
“Und so dick wie der Kerl da bin ich auch nicht.”

“Und ich??”
“Du bist auch nicht so dick.”

“Aber auch nicht so schlank wie seine Geliebte da, oder?”
“Schatz, die ist doch ein ganz anderer Typ als du!”

“So? Was für ein Typ bin ich denn??”
“Ähm…”

“Nun sag schon!”
“Also, du bist eher, ähm…”

“Ich bin eher die dicke Variante, oder was??”
“Nein, nein, du bist eher so ein Typ wie… Jeanette Biedermann.”

“Jeanette Biedermann?? Und was ist dann die da??”
“Die ist, ähm… ein bisschen Cameron Diaz.”

“Cameron Diaz ist eine meiner Lieblingsschauspielerinnen!!”
“So?? Ich dachte, das sei Jeanette Biedermann??”

“Die beiden kann man doch gar nicht miteinander vergleichen!”
“Eben! Das sage ich ja!”

“Ich dachte, dass dir Jeanette Biedermann auf die Nerven geht!?”
“In deiner neuen komischen Telenovela, Anna und die Liebe, ja.”

“Ach und sonst nicht??”
“Nö, sonst eigentlich nicht.”

“Also würdest du mich auch gegen Jeanette eintauschen??”
“Wie kommst du denn jetzt wieder darauf!?”

“Na wenn die so ein Typ ist wie ich??”
“Deswegen tausche ich doch nicht gleich!”

“Die würde dich auch gar nicht nehmen!”
“Ach! Und wieso nicht??”

“Weil die bestimmt nicht auf Typ Schweinchen Dick steht!”

Kopfschüttel…

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