Winterklamotten

Meine Liebste und ich sind am Wochenende auf eine Adventsparty eingeladen und sind nun gerade dabei, uns dafür fertig zu machen.
Während ich – wen wundert´s – bereits so gut wie abfahrbereit bin, wühlt die Liebste noch in ihrem Schrank…
 

„Himmel, so ein Mist, blöder, so ein… Verdammt!“
„Liebste? Warum fluchst du hier so?? Was ist??“

„Weil ich einfach nichts finde, was ich anziehen könnte!“
„Ähm… Nichts?“

„Nichts!“
„OK, alles klar, ich lasse dich dann mal wieder alleine und…“

„…du bleibst jetzt hier!“
„Muss ich?“

„Du musst!“

„Aber Liebste, wir wissen doch beide, dass ich dir da keine Hilfe bin…“

„Guck dir das mal an hier!“
„Was jetzt genau?“

„Der Schrank ist?? Na? Was ist der Schrank??“
„Ähm… Was der Schrank ist, soll ich sagen??“

„Ja! Was ist der Schrank?? Schau hier mal genau rein!“
„Ähm… Der Schrank ist… Ziemlich voll?“

„Quatsch! Er ist total leer!“
„Aber, ähm…“

„Ich kriege noch einen Anfall, echt!“

„Aber Süße, da, ähm… Da liegen doch tausend Sachen drin??“

„Wo! Da oben??“
„Ja, ich meine, damit könnte man locker einen ganzen H&M füllen…“

„Ja, im Sommer vielleicht, wir haben aber jetzt Winter!“
„Ach so, dann sind das da also alles Sommersachen??“

„Ja.“
„Und wo sind die Wintersachen?“

„Na da ist ja heute jemand besonders schlau!!“
„Ähm…“

„Das IST ja das Problem, ich habe keine Wintersachen!“

„Aha, und, ähm… Wie hast du das dann letzten Winter gemacht??“

„Ich verstehe die Frage nicht.“
„Ähm… Du verstehst die Frage nicht??“

„Nein, ich verstehe die Frage nicht!“

„Welchen Teil davon hast du denn jetzt nicht verstanden??“

„Wieso, welchen Teil??“
„Naja, das mit dem Winter oder das mit dem letzten Jahr??“

„Schatz, ich suche nur was anzuziehen, verstehst du das nicht??“
„Ja, das verstehe ich schon, aber…“

„Was soll denn dann diese blöde Fragerei!?“

„Aber du hast doch gesagt, du hättest nichts??“

„Habe ich ja auch nicht!“
„Und letztes Jahr??“

„Was denn letztes Jahr??“

„Sag mal, du WILLST mich nicht verstehen, oder??“

„Wieso, was redest du denn auch für einen Schwachsinn!?“

„Liebste! Du sagst doch, du hast mal wieder nichts, richtig??“

„Richtig.“
„Genauer: du hast nichts für den WINTER, richtig??“

„Richtig.“
„Das da sind alles nur Sommerklamotten. Richtig??“

„Richtig.“
„Also: du hast jetzt leider gar keine Winterklamotten.“

„Das sagte ich bereits.“
„OK, und meine folgende Frage ist wirklich ganz simpel und einfach:“

„Nun frag schon…“
„WAS – hast du – LETZTEN – Winter denn dann angezogen??“

„Da hatte ich ja auch schon nichts!“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Blindfisch!

Meine Liebste sitzt am Abend gemütlich auf dem Sofa, als ich nach Hause komme.
Wie ich aus den Augenwinkeln sehen kann, genießt sie mal wieder eine Folge GZSZ… Es ist mir ein Rätsel, aber ich muss ja nicht alles verstehen, also was soll´s…

„Na, Schatz? Alles klar?“
„Ja, Süße, bin etwas spät, sorry, aber…“

„…du, stör mich jetzt nicht, ja?“

„Ach so, ähm… Ja, dann, ähm, gehe ich mal in die Küche…“

„Nee, Moment, eine Sache ist aber noch wichtig jetzt!“
„So? Was denn?“

„Ist dir gar nichts aufgefallen??“
„Ähm…“

„Na?“
„Was soll mir denn aufgefallen sein??“

„Meine neuen Schuhe zum Beispiel du Blindfisch??“
„Oha, ähm… Neue Schuhe??“

„Neue Schuhe!“
„Aber, Liebste, ähm… Du sitzt doch auf dem Sofa??“

„Und??“
„Naja, ähm… Wie ich sehe, hast du doch gar keine Schuhe an??“

„Und??“
„Ja, also, wie soll ich denn dann bitte s…“

„Trotzdem kannst du doch wissen, dass ich neue Schuhe habe!?“
„Und wie soll ich das wissen, bitte??“

„Die stehen doch vorne im Flur!?“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Bloß ein Gefallen

Meine Liebste und ich haben am Samstagmorgen unsere Wohnung wieder auf Vordermann gebracht. Nachdem die Arbeit erledigt ist, setze ich mich gemütlich auf  unserer Terrasse in den Liegestuhl und lese Zeitung.
Da kommt die Liebste um die Ecke…

„Wie ich sehe, scheinst du fertig zu sein, Schatz?“
„Richtig, Süße. Ich mache jetzt Wochenende.“

„Aha. Ich wollte aber noch eben schnell in die Stadt.“
„In die Stadt??“

„Ja, ich will noch ein paar Klamotten kaufen.“
„Och nee, also da habe ich ja jetzt gar keine Lust zu!“

„Du sollst ja auch gar nicht mit.“
„Ach so?“

„Ich fahre mit Simone, wir treffen uns gleich.“
„Also wenn das so ist, dann wünsche ich euch viel Spaß!“

„Danke. Soll ich dir irgendwas mitbringen?“
„Nein.“

„Nicht?“
„Nee.“

„Brauchst du nicht noch ein paar neue Socken?“
„Nein.“

„Irgendwie hatte ich das noch in Erinnerung…“
„Danke, aber ich brauche nichts.“

„Hast du denn noch genug Socken?“
„Ja.“

„Aber wieso habe ich denn dann diesen Gedanken im Kopf??“

„Tja, das, ähm… Da musst du dich irren.“

„Also ich soll dir nichts mitbringen?“
„Nein.“

„Aber Socken kann man doch nie genug haben?“
„Ich habe genug, Liebste.“

„Wie viele denn??“
„Keine Ahnung, aber auf jeden Fall genug.“

„Hm…“
„Lass mich jetzt weiter Zeitung lesen, ja? Danke.“

„Soll ich mal nachgucken gehen?“

„Was willst du denn nachgucken??“

„Ob du genug Socken hast?“
„Nein, sollst du nicht!“

„Na schön, dann eben nicht.“
„Danke.“

„Wofür bedankst du dich denn dauernd??“
„Ähm… Dafür, dass du mich nicht mehr mit den Socken nervst.“

„Ich will dir doch aber bloß einen Gefallen tun??“
„Das ist ja auch sehr lieb, aber ich brauche nichts.“

„Ich biete dir an, für dich durch die Stadt zu rennen!“
„Ähm…“

„..und du, du tust das einfach so ab!“
„Also Moment mal, ich…“

„Als wäre das selbstverständlich, dass ich für dich einkaufe!“
„Aber Liebste, du SOLLST doch gar nicht für mich einkaufen!?“

„Tue ich auch nicht! Jetzt nicht mehr!“
„Gut, dann haben wir das ja geklärt.“

„SCHATZ!!“

„Was ist denn??“

„Wir haben GAR NICHTS geklärt!“
„Was ist denn noch??“

„Es geht darum, dass du mich ignorierst!“
„Ich dich?? Ich ignoriere dich doch nicht!?“

„Doch! Ich wollte dir nur ein paar Socken mitbringen!“

„Und??“

„Das mache ich nur, weil ich dir einen Gefallen tun will!“
„Ja, aber??“

„Und für dich ist das überhaupt gar nichts wert!“
„Deine Absicht schon, aber ich brauche nun mal keine Socken!?“

„Natürlich brauchst du Socken!“
„Himmelherrgott, dank bring mir eben zwei Paar Socken mit!“

„Ach! Jetzt plötzlich??“
„Ja, jetzt plötzlich.“

„Ich dachte, du brauchst gar keine??“
„Die Situation hat sich eben geändert.“

„Du willst ja jetzt nur Socken, damit ich nicht sauer bin!“

„Wenn die Socken auch diesen Zweck erfüllen, dann ist es gut.“

„Du bist sooo doof!“
„Also bringst du mir nun Socken mit oder nicht!?“

„Natürlich, du brauchst ja auch dringend welche!“
„Schön, dann wünsche ich dir viel Spaß jetzt mit Simone.“

„Moment, Moment; nun mal gaaanz langsam!“
„Was ist denn noch?“

„Ich soll dir Socken mitbringen?“
„Ja.“

„Zwei Paar, deine Üblichen von Hilfinger?“
„Das wäre nett, ja.“

„Wären vier Paar nicht besser??“
„Ähm…“

„Dann könntest du einige von deinen alten Socken entsorgen.“
„Na schön, dann eben vier Paar.“

„Mann, wenn du mich nicht hättest!“
„Ja, dann müsste ich dauernd nackt durch die Gegend rennen…“

„Ha – ha; sehr witzig. Also, ich warte.“
„Worauf wartest du denn??“

„Na, ich brauche mindestens 50 Euro von dir?!“
„50 Euro?? Für ein paar Socken??“

„Nee, für die Socken brauche ich ungefähr 20-30.“
„Und wofür den Rest??“

„Für unsere Unkosten, wir müssen bestimmt ne Pause machen.“
„Aha, und wieso muss ICH euren Kaffeeklatsch bezahlen??“

„Für wen rennen wir denn hier stundenlang durch die Stadt??“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

Meine Liebste sitzt in der Küche, als ich am Abend gut gelaunt nach Hause komme.
Schon bei der Begrüßung fällt mir auf, dass die Liebste etwas außer Atem zu sein scheint; was sie wohl wieder angestellt hat??
Die Erklärung lässt natürlich nicht lange auf sich warten…

„Hallo Schatz!“
„Guten Abend Süße, na? Was ist los?“

„Wieso, was soll denn sein?“
„Du scheinst etwas aus der Puste zu sein.“

„Ja, ich habe das Badezimmer umgeräumt.“
„Du hast was??“

„Ich habe das ganze Badezimmer umgeräumt!“
„Aha. Steht die Badewanne jetzt auf der anderen Seite?“

„Natürlich nicht, das geht ja gar nicht!“
„Ach so…“

„Oder geht das doch?“
„Ähm, nein, nein, das geht nicht.“

„Wäre aber eigentlich eine gute Idee!“
„Liebste, vergiss es einfach ganz schnell wieder, ja??“

„Wieso denn?? Wäre das viel Aufwand?“
„Ich glaube, es gäbe kaum etwas, was mehr Aufwand wäre…“

„Das wäre gut, weil dann wäre in der Ecke mehr Platz.“
„Mehr Platz wofür??“

„Weiß nicht, aber da fällt mir bestimmt was ein.“
„Die Badewanne bleibt bitte, wo sie ist. Basta!“

„Man wird doch wohl mal darüber nachdenken dürfen??“

„Nachdenken ja, machen nein.“

„…ich hätte ja gerne auch eine größere Badewanne, weißt du?“
„Wofür?? Wir benutzen die Badewanne doch sowieso nie!?“

„Du nicht, ich schon!“
„Du?? Wann warst du denn das letzte Mal in der Wanne??“

„Ich war nicht so direkt, meine ich, also nicht richtig drin.“
„Was??“

„Ich meine, ich würde ja baden, wenn die Wanne größer wäre.“
„Sie ist aber nicht größer.“

„Aber wenn sie es wäre, dann würde ich!“
„Ist sie aber nicht!“

„Du hast aber gesagt, es ginge!“
„Das habe ich NICHT gesagt!“

„Doch, das wäre nur etwas mehr Aufwand, hast du gesagt!“
„Etwas?? Dafür müssten wir das gesamte Badezimmer einreißen!“

„Das ganze Badezimmer??“
„Natürlich, da müssten ja neue Leitungen gelegt werden und alles!“

„Auch fürs Waschbecken?“

„Wieso denn jetzt fürs Waschbecken??“

„Bei der Gelegenheit könnten wir gleich ein zweites, ich meine…“
„Ein zweites Waschbecken?? Wofür denn das??“

„Also das ist jetzt das Stichwort für das eigentliche Problem.“
„Was?? Was denn für ein Problem??“

„Naja, das zweite Waschbecken brauchst eigentlich du.“
„Ich?? Für zweimal am Tag Zähne putzen??“

„Nicht so sehr das Waschbecken.“
„Sondern??“

„Sondern die Ablage, die da drüber ist.“
„Wir haben doch eine? Oder nicht??“

„Natürlich habe wir eine!“

„Und??“

„Die linke Hälfte für mich, die rechte für dich.“
„Pff! Du meinst wohl eher vier Fünftel für dich!“

„Ähm, das ist nicht ganz richtig, glaube ich…“

„Ach ja, ich wollte eigentlich acht Neuntel sagen, danke!“

„Nein, es sind jetzt nach dem Umräumen eher zehn Zehntel…“
„Was?? Soll das heißen, ich habe jetzt da gar keinen Platz mehr??“

„Aber es ging wirklich nicht anders, ehrlich!“
„Liebste, das bleibt auf gar keinen Fall so!“

„Aber…“
„Ich will MEINEN popeligen Platz auf der Ablage zurück!“

„Aber Schatz, ich…“
„Jetzt muss ich hier schon um 20 Quadratzentimeter kämpfen!“

„Ich sage doch, dass wir ein zweites Waschbecken brauchen!“
„Reicht nicht auch einfach eine zweite Ablage??“

„Wie sieht das denn aus, so ganz ohne Waschbecken, ts ts…“
„OK! Schön! Reißen wir doch gleich das ganze Haus nieder!“

„Das ganze Haus??“

„Klar! Und wir bauen ein riesen Badezimmer drauf, wie wäre das??“

„Ähm, ist das nicht ein bisschen übertrieben, Schatz?“
„Ach was! Wieso! Ein Badezimmer mit 10 Badewannen!“

„So viele??“
„Ja, und 20 Waschbecken mit 40 Ablagen!!“

„Schatz, geht es dir gut? Warum schwitzt du denn so??“

„Lass uns doch gleich anfangen! Wo ist der große Hammer??“

„Nee, nee, lass mal; ich habe es nicht so gemeint…“
„Nicht?? Du willst mich also doch nicht ins Irrenhaus bringen??“

„Jetzt reg dich mal wieder ab, ich habe doch nur laut gedacht…“
„Oh Gott, ich muss mich erst mal hinsetzen…“

„Wir brauchen kein neues Badezimmer, unseres ist völlig OK.“

„Wirklich?“

„Wirklich.“

„Keine neue Badewanne?“

„Nein.“
„Und auch kein zweites Waschbecken?“

„Nein, nein.“
„Jetzt bin ich echt etwas erleichtert, muss ich sagen…“

„Können wir denn eine zweite Ablage an die Wand machen?“
„Naja, das… Das ginge wohl…“

„Na dann können wir ja wohl auch gleich ne neue Badewanne und ein Waschbecken hinhängen!“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken: