Shopping mit Hindernissen

Shopping mit HindernissenMeine Liebste benötigt für unseren Herbsturlaub noch diverse Kleinigkeiten: einen leichten Sommerrock, Flip-Flops mit Blume drauf (wichtig) und vor allem „irgendwas schönes“. Also fahren wir in eine Fabrikhalle, die nur aus Outlet-Stores besteht. Ganz coole Sache übrigens.

„Wahnsinn, hier sind ja mindestens 10-12 Outlets!“
„Ja, da findest du sicher was.“

„Da hinten ist ja auch Hilfiger, da finden wir bestimmt ein Shirt für dich!“
„Schatz, wir sind wegen dir hier. Ich brauche nichts.“

„Aber vielleicht sowas wie dein weißes mit dem grünen Streifen?“
„Finden wir sowieso nicht. Und ich brauche auch kein zweites, danke.“

„Jaja. Das sagst du immer. Ich darf dir ja auch nichts kaufen.“
„So habe ich das nicht gesagt! Ausgeschlossen sind nur Unterwäsche, Socken, Schuhe und Krawatten.“

„Warum denn?? Da will man dir was mitbringen und darf nicht.“
„Könnten wir uns jetzt erstmal auf dich konzentrieren?“

[Wir betreten Mexx…]

„Wie findest du den Blazer hier? Der ist schön, oder?“
„Ich dachte, du suchst einen Rock?“

„Ja doch, aber den könnte ich gut zu meiner braunen Hose…“
„Nee, finde ich nicht so, also… lass uns da hinten mal hingehen.“

„Und diese Jeans hier? Die hat einen ganz neuen Schnitt!“
„Wollen wir nicht erstmal nach Röcken…“

„Was ist, wird dir schon wieder langweilig?“
„Nein, nein, aber wenn wir uns alles anschauen, sind wir ja morgen noch nicht fertig.“

„Wir haben doch morgen eh nichts vor.“

[Wir betreten Marc O´Polo…]

„Schatz, wo bist du?? Hallo?“
„Jaja, hier bin ich doch. Schau mal, den Rock hier finde ich witzig.“

„Ja, der ist echt ein Witz, da hast du recht.“
„Ah, na gut, also nicht… und der hier?“

„Der ist doch viel zu kurz!“
„Würde dir aber auch stehen. Wieso denn bitte zu kurz?“

„Ich will in den Urlaub und nicht zur Wahl der Miss Mini! Männer…!“
„Aber… Na gut, es muss dir ja gefallen.“

„Ich will aber, dass dir das auch gefällt! Ich ziehe diese Hose mal an.“
„Ja, tu das, obwohl wir ja eigentlich…“

„Sei still und halt mal meine Tasche solange.“
„Ja Schatz…“

[Eine unglaublich lange Weile später…]

„Und?“
„Steht dir finde ich.“

„Typisch. Das sagst du doch nur, weil du weitergehen willst!“
„Wieso? Nein, also sie steht dir, oder ist was damit nicht in Ordnung?“

„Sprich mich heute nicht wieder auf Hosen an, das deprimiert mich!“
„Aber du wolltest doch, na gut…“

[Wir betreten Hilfiger…]

„Ja, das ist gut hier! Schau du doch schonmal nach Hemden.“
„Schatz, ich habe genug Hemden.“

„Ja aber du kannst doch auch mal gucken!“
„Lass mal. Wir müssen was für dich finden, sonst bist du wieder nöckelig.“

„Kann ich doch nichts dafür, dass ich nichts finde! Und du hilfst mir ja nicht.“
„Ich gehe zu den Hemden, Schatz…“

[Nach zwei Stunden haben wir alles durch, inklusive dem Outlet-Zooladen, wo ich meine Liebste nur mit großer Mühe davon abhalten kann, einem „sooo süßen“ Kaninchen für 19,80 EUR die Freiheit zu schenken…]

„Hier gibt es gar keinen Zero-Laden. Wo ist denn Zero? Ich brauche Zero. Kein Wunder, dass ich nichts finde!“
„Zero trifft unser bisheriges Ergebnis ziemlich genau, naja… Das ist nicht hier, sondern in Habenhausen. Müssen wir da wirklich noch hin?“

„Es gibt tatsächlich ein Zero-Outlet? Natürlich müssen wir da hin! Wo steht das Auto?“

[Der Zero-Outlet-Store in Bremen ist riesig. Und DIE seelische Geduldsprobe für Männer schlechthin. Immerhin gibt es dort eine Kinderecke mit Fernseher. Es sitzen aber immer nur Männer dort. Heute gibt es „der kleine Eisbär“…]

„Du willst dich doch nicht ernsthaft da auch hinsetzen? Das ist für Kinder!“
„Ja aber es sind keine Kinder da. Schatz, darf ich? Bitte!“

„Nein, ich brauche dich. Du kommst mit mir mit!“
„Warum muss ich denn mit? Schau, da hinten kannst du in aller Ruhe…“

„Weil die hier so komische Preise haben. Das verstehe ich nicht.“
„Schatz, das ist doch einfach: Blau bedeutet 9,90 EUR, Rot 14,90 EUR und Silber 29,90 EUR.“

„Und außerdem musst du mir sagen, ob das dann gut aussieht.“
„Da hörst du doch sowieso nicht drauf!“

„Da gehen wir EINMAL zusammen shoppen! Los, komm jetzt. Dann darfst du zur Belohnung auch in den Saturn-Markt.“

[…die Aussicht auf den Besuch des Saturn-Marktes belebt meine letzten Kraftreserven. Ich werfe den Männern in der Kinderecke einen letzten wehleidigen Blick zu und schlappe meiner Liebsten hinterher. Eine Stunde lang…]

„So, jetzt haben wirs! Ich bin fertig.“
„Und das da ist jetzt die Ausbeute? Ein schwarzes Oberteil, wie du sie schon hunderte zuhause hast??“

„Ja, ich habe da schon welche von, aber erstens ist dieses ein bisschen anders und zweitens kostet es nur 9,90 EUR.“
„Oh Mann, das ist ja ein Wahnsinns-Schnäppchen. Aber gut, können wir dann jetzt? Saturn?“

„Ich wollte aber eigentlich an der Ecke noch ein Eis mitnehmen.“
„Ja, warum nicht. Äh: was heißt jetzt EIGENTLICH?“

„Das schmilzt dann so schnell und bei Saturn darf man kein Eis essen. Lass uns nach Hause fahren.“
„Ich will jetzt aber gerne noch zu Saturn! Du kannst ja im Auto sitzen bleiben. Schatz?“

„Nein, du hast mich begleitet, also gehe ich auch mit dir mit.“
„Also doch kein Eis und lieber zu Saturn?“

„Nein. Wir essen jetzt Eis und Saturn gibts nächste Woche. Shopping mit dir ist echt anstrengend!“

Kopfschüttel…

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Fällt dir nichts auf?

Fällt dir nichts auf?Meine Liebste achtet sehr auf ihr Äußeres. Wie alle Frauen möchte Sie geliebt, beachtet und gelobt werden, und das natürlich auch hören. Des Mannes Kampf um die Gunst ist oftmals schwer und birgt Geheimnisse, die sich auch nach jahrelanger Erfahrung noch nicht gelüftet haben.

„Du, ich gehe jetzt gleich einkaufen.“
„Fein, vergiss bitte nicht, Milch mitzubringen.“

„Kann ich denn so gehen?“
„Was?“

„Na ob ich so gehen kann. So mit dem weißen Top.“
„Ja Schatz, das kannst du. Das steht dir sehr gut.“

„Naja wo ich doch sonst nie weiße Sachen trage.“
„Ach so, ja. Doch, also das weiße steht dir auch.“

„Ich musste das weiße Top anziehen.“
„Wieso? Ach nee, lass mich raten: du hast nichts anzuziehen sonst.“

„Doch. Schwarze und braune Sachen hab ich. Die magst du doch, oder?“
„Ja Schatz. Braun ist deine Farbe.“

„Also gefällt dir Weiß nicht so gut?“
„Doch, auch, jaja. Also warum musstest du jetzt DIESES Top anziehen?“

„Weil ich heute weiße Unterwäsche trage.“
„Ah, warum bin ich da bloß nicht selbst drauf gekommen…“

„Da kann man dann keine schwarzen Oberteile zu anziehen.“
„Naja gut, von mir aus…“

„Fällt dir denn sonst gar nichts an mir auf?“

[ich erstarre in Anbetracht dieser furchteinflößenden Frauenfrage, Adrenalin schießt mir ins Blut und ich lasse verräterisch meine Augen über meine Liebste huschen…]

„Na was nun, fällt dir nichts auf?“
„Ähm, also, bis auf das weiße Top… nein?“

„Hm. Dir fällt also nichts an mir auf.“

[Ich merke, dass es jetzt eng wird! Was zum Teufel ist bloß anders?? Wenn mir nicht gleich was auffällt, wird sie mich wie beim „Schiffe versenken“-Spiel mit nur wenigen Treffern ausradieren…]

„Also nichts?“
„Ähm, Schatz, eigentlich siehst du genauso süß aus, wie jeden Tag…“

„Charmeur! Das zieht nicht! Deine letzte Chance!“

[Mein Leben zieht in sekundenschnelle vor meinem geistigen Auge vorbei. Bisher war alles so schön mit meiner Liebsten und jetzt das! Die Frage aller Fragen und ich habe sie verpatzt. Ich bin erledigt. Gleich kommt der Todesstoß. Und sogar zurecht. Mir ist gar nichts ungewöhnliches oder anderes an ihr aufgefallen! Ich bin ein oberflächlicher und blinder Trottel, der diese Frau gar nicht verdient hat…]

„Also gut, Schatz, ich gebe auf, es tut mir leid. WAS ist denn nun anders an dir?“

„Nichts. Ich wollte nur mal sehen, ob du mich noch so anschaust, wie früher.“

Kopfschüttel…

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Mal wieder zum Friseur

mal wieder zum FriseurMeine Liebste hat wunderschöne lange dunkle Haare, die mit unterschiedlichen blonden Strähnen durchzogen sind. Das erfordert natürlich – oder leider – eine intensive Pflege. Wir sitzen morgens beim Kaffee in der Küche und unterhalten uns.

„Ich bin schön braun, oder nicht?“
„Doch Schatz, sehr schön braun. Aber du müsstest mal wieder zum Friseur.“

„Was? Wegen der rausgewachsenen Strähnen? Ja, ich müsste wohl…“
„Naja, so langsam vielleicht mal. Noch nichts ernstes.“

„Aber ich trage die Haare doch extra schon immer offen!“
„Ist ja auch OK. Trotzdem sieht man´s.“

„Sehe ich doof aus?“
„Nein, aber du legst doch sonst so viel Wert auf deine Strähnen.“

„Ja, schon. Aber was soll ich denn jetzt machen?“
„Zum Friseur gehen, Schatz??“

„Jetzt gleich??“
„Ja jetzt natürlich nicht! Mach doch einem Termin bei dem Laden nebenan; da warst du doch schon mal.“

„Ja die haben aber letztesmal so dicke Strähnen gemacht.“
„Aha. Reicht es denn denn nicht, nur den Ansatz nachzufärben?“

„Ja aber die machen das dann wieder so dick.“
„Und ein anderer Friseur würde das anders machen?“

„Nein. Sonst sieht man das ja.“
„Ja aber dann kannst du doch auch da hingehen, wo du letztesmal warst!“

„Die haben ja nie Zeit.“
„Im aktuellen Bremer ist ein Artikel mit einem Friseurtest. Vielleicht findest du da was?“

„Ich kann mit meinen Haaren doch nicht zu jedem gehen!“
„Sollst du ja auch nicht, aber…“

„Ich könnte ja am Samstag… ach nein.“
„Was ach nein?“

„Dann muss ich dich ja Samstagmorgen 2 Stunden alleine lassen.“
„Oh jemine! Schatz, das schaffe ich schon, wirklich…“

„Wo soll ich denn jetzt hingehen?“
„Geh doch zu meinem!“

„Danke, aber mir sind meine Haare wichtig.“
„WAS soll denn DAS heißen??“

„Du sagst doch selber, dass du da immer sofort drankommst. Dann kann das ja nix sein da.“
„Oh Herr, gib mir Kraft… Also was denn nun??“

„Kannst du mir Samstag nicht die Haare färben?
So schwierig ist das gar nicht!“

Kopfschüttel…

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