Was fummelst du denn da rum?

Was fummelst du denn da rum?Meine Liebste und ich gönnen uns nach einem stressigen Wochenende mal einen gemütlichen Abend ganz ohne irgendwelche lästigen Pflichten und Aufgaben.
Während ich zu fortgeschrittener Stunde ungefähr sechs Fernsehprogramme gleichzeitig schaue, telefoniert meine Liebste in der Küche mit einer ihrer Freundinnen.

„So, da bin ich wieder!“
„Fein Süße. Und? Was gibt´s Neues bei Andrea?“

„Och nichts, nur das Übliche.“
„Bei der Frau reicht das Übliche gewöhnlich…“

„Hast du gerade was Wichtiges zu tun?“
„Nicht wirklich.“

„Willst du das da weitergucken?“
„Nö. Muss nicht. Wieso?“

„Dann könntest du mich ja mal ausziehen.“
„Ähm… Ausziehen?? Jetzt?“

„Ja, mich und jetzt. Geht das?“
„Schatz, das ist ähm, also ich freue mich ja, aber…“

„Nun mach!“
„Was soll denn das werden? Heute ohne Vorspiel, oder was??“

„Vorspiel? Brauche ich nicht.“
„Aha… Hier im Wohnzimmer?“

„Jetzt zieh mir doch bitte mal die Hose aus!“
„Soll ich vielleicht vorher noch die Vorhänge zu machen?“

„Ach was, es geht ja ganz schnell.“
„Schatz, ich entdecke völlig neue Seiten an dir…“

„Machst du jetzt oder nicht!?“
„Jaja, doch, ich… Moment…“

„Den Gürtel zuerst, die Schnalle nach hinten klappen.“
„Danke, aber ich schaffe das schon…“

„So, und jetzt die Hose.“
„Jetzt sei doch nicht so ungeduldig!“

„Vorsicht mit dem Reißverschluss, der ist kaputt.“
„Ähm… Schatz, soll ich vielleicht den Fernseher aus machen?“

„Quatsch, warum?“
„Ach, nur so… Und jetzt?“

„Ja was schon, die Bluse natürlich.“
„Entschuldigung, wie dumm von mir…“

„Und jetzt noch den BH, ja?“
„Sag mal, soll ich mich vielleicht nicht auch, ich meine…“

„Wenn du willst, warum nicht… Aber erst ich.“
„Aha… Schatz, ich bin etwas verwirrt…“

„Was fummelst du denn da rum??“
„Das ist ein anderer Verschluss als sonst!“

„Blödsinn, der ist nur etwas stramm.“
„Ich hab´s gleich…“

„Na endlich!“
„Geht es jetzt in dem Tempo weiter?“

„Was für ein Tempo?“
„Naja, ich meine…“

„Ich will mich nur ein bisschen beeilen, sonst nichts.“
„WO GEHST DU HIN??“

„Na ins Badezimmer.“
„Ins Badezimmer?? Gerne, nur…“

„Was redest du denn da eigentlich!“
„Ich komme ja schon mit, warte…“

„Nee, im Bad kann ich dich nicht gebrauchen.“
„Wie bitte?? Du willst doch wohl nicht alleine…“

„Mache ich doch immer alleine!“
„Du machst es dir im Bad immer alleine??“

„Natürlich!“
„Ähm, aha… Und Ausziehen kannst du dich nicht alleine, oder was??“

„Nee, sonst ist ja gleich alles wieder hin.“
„Was ist gleich wieder hin!?“

„Na, meine Fingernägel. Die habe ich eben lackiert!“
„DEINE FINGERNÄGEL???“

„Natürlich, was dachtest du denn?? „

Kopfschüttel…

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Ist doch wurscht!

Ist doch wurscht! (photocase.de © Sören)Meine Liebste sitzt erwartungsvoll auf dem Sofa, als ich nach Hause komme.
Sie weiß natürlich schon, was jetzt kommt… Ich war Klamotten einkaufen.
Das kommt selten vor, aber ab und zu kommt man(n) ja nicht drum herum.

„Da bist du ja, das hat ja ewig gedauert!“
„Ja Süße, das hat es. Aber ich habe, was ich wollte.“

„Was hast du denn alles gekauft?“
„Alles mögliche.“

„Und was genau?“
„Dies und das.“

„Mann!“
„Was denn??“

„Los, zeig doch mal!“
„Darf ich erst mal meine Schuhe ausziehen, ja?“

„Na gut, aber dann will ich was sehen!“
„Sind doch nur ein paar Kleinigkeiten, nichts Besonderes, Schatz.“

„Das glaube ich.“
„Was?“

„Das da nichts Besonderes bei ist.“
„Wie bitte? Glaubst du, ich kann nicht alleine einkaufen, oder was??“

„Doch, aber du hättest mich mitnehmen sollen.“
„Schatz, das haben wir doch alles lang und breit besprochen.“

„Haben wir gar nicht! Du hast das so entschieden!“
„Ich habe es, naja sagen wir, mit Nachdruck gewünscht…“

„Ich dürfte nicht mitgehen, hast du gesagt.“
„Naja, oder so…“

„…weil du dann nicht zum einkaufen kämst, hast du gesagt.“
„Richtig.“

„…was ich immer noch nicht verstehe!“
„Weil du dann ständig für dich selber schaust und ich stehe dann da!“

„Das stimmt gar nicht, ich würde mich prima um dich kümmern.“
„Wann warst du das letzte Mal in einer Herrenunterwäsche-Abteilung?“

„Ähm…“
„Eben. Und das ist Krieg.“

„Du hast Unterhosen gekauft?“
„Nein. Es handelt sich um vielmehr um UNDERWEAR for Gentlemen.“

„Also eine Unterhose?“
„Herrgott ja, dann eben eine Unterhose!“

„Die kann man nicht mehr umtauschen, oder?“
„Wieso umtauschen? Du hast sie ja noch gar nicht gesehen!“

„Wollte ich ja auch nur wissen… Zieh mal an.“
„Nö, ich ziehe die jetzt nicht an. Du kannst sie dir anschauen.“

„Ich muss die angezogen sehen, sonst kann ich nichts sagen.“
„Du sollst ja dazu auch gar nichts sagen…“

„Soll das heißen, es interessiert dich nicht, wie ich deine Unterhose finde??“
„Meine UNDERWEAR bitte ja, soviel Zeit muss sein!“

„Also schön, deine Underwear. Ist das eine Pants?“
„Eine was?“

„Na so eine breite, wie eine Shorts, nur eng?“
„Ach so, nein.“

„Ich hätte für dich Pants gekauft.“
„Und genau DESWEGEN habe ich dich nicht mitgenommen!“

„Calvin Klein finde ich gut. Ist das so eine?“
„Nein, es ist Bruno Banani.“

„Schade, weil dann hätte ich mal googeln können.“
„Hä? Was? Wonach denn googeln?“

„Nach David Beckham.“
„Beckham? Spielt der nicht Fußball?“

„Auch, kann sein…“
„Wieso auch?“

„Der trägt Unterhosen von Calvin Klein.“
„Das verstehe ich jetzt nicht, was hat das mit mir zu tun??“

„Na du willst ja deine Banane nicht anziehen!“
„Bruno Banani Schatz, BANANI!“

„Oder Banani, ist doch wurscht.“
„Das ist NICHT wurscht! Wieso jetzt David Beckham bitte?“

„Na der ist doch schick, da kann man doch mal gucken?“
„Wie jetzt! Ich soll eine Unterhose von Calvin Klein kaufen, nur weil der…“

„Warum denn nicht?“
„Das ist mir doch total egal!“

„Du hast Unterhose gesagt.“
„WAS??“

„Es heißt Underwear.“
„Himmel! Schatz, ich habe schwarze UNDERWEAR von Banani in Slipform gekauft, tut mir ECHT leid!“

„Ich habe ja gleich gesagt, dass du mich mitnehmen sollst.“
„Willst du sie dir denn nicht wenigstens erst einmal angucken?“

„Der Beckham hat…“
„Hör mich auf mit David Beckham!“

„Na gut, und wer ist Banani-Model?“
„Keine Ahnung, das ist doch auch wurscht.“

„Eben hast du gesagt, das sei nicht wurscht!“
„Da hast du doch aber von Bananen gesprochen, deshalb…“

„Hat Banani denn was mit Bananen zu tun?“
„Ich gebe es auf…“

„Ich meine, das liegt doch nahe…“
„Hätte ich bloß Calvin Klein gekauft…“

„Du wolltest alleine einkaufen, jetzt musst du das auch anziehen.“
„Danke Schatz… Sehr großzügig.“

„Also schön, was hast du noch eingekauft?“
„Ein Hemd. Einfach nur ein schlichtes Hemd. Von… Von Olymp. „

„Naja, die sind ja bei dir immer schnell durch.“

Kopfschüttel…

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Erschreckend vorhersehbar

Erschreckend vorhersehbar (photocase.de © mägs)Meine Liebste und ich laufen – mal wieder – durch die Bremer Innenstadt. Seit Stunden.
Eigentlich ist es aber wohl eher so, dass ich meiner Liebsten auf der Suche nach einer neuen Handtasche (Sommer-Edition) hinterher renne.
Aber es kann nicht mehr allzu lange dauern, irgendwie habe ich das im Gefühl; die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

„Lass uns noch einmal da hinten schauen, ja?“
„Ja, Süße. Dahinten. Gerne. Natürlich.“

„Nur noch in die Passage und dann entscheide ich mich.“
„Ähm… Du entscheidest dich? Wofür??“

„Na für eine Tasche natürlich.“
„Aber bisher gefiel dir doch keine Einzige?“

„Doch, wohl! Da waren doch schöne Taschen bei?“
„Naja schon, aber du hast doch keine gekauft?“

„Ich habe ja auch noch gar nicht alle gesehen.“
„Alle in Bremen? Oder sollen wir noch Hamburg mit dazu nehmen!?“

„Du willst jetzt noch nach Hamburg?“
„NEIN!“

„Ach so, ich dachte schon. Gute Idee eigentlich.“
„Also wenn wir Madrid auch noch durchkämmen wollen, müssen wir jetzt zum Flughafen.“

„Nee, ich muss jetzt auch hier was finden.“
„Gott sei Dank…“

„Ich muss nämlich schon die ganze Zeit aufs Klo.“
„War ja klar, weiß ich.“

„Wieso? Wieso weißt du das?“
„Weil du immer aufs Klo musst, Schatz.“

„Gar nicht!“
„Doch, das merkt man daran, dass du dann schneller wirst.“

„Schneller? Wobei denn!?“
„Du gehst dann schneller.“

„Gar nicht!“
„Doch! Das kann ich EINDEUTIG spüren! Du wirst schneller!“

„So? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen…“
„Oder wenn dir kalt ist. Dann auch.“

„Was du so alles über mich weißt…“
„Ja. Es ist erschreckend.“

„Was? Was ist erschreckend? ERSCHRECKEND??“
„Wie vorhersehbar du bist.“

„Bin ich gar nicht!“
„Ach nein? Na wenn du dich da mal nicht täuschst…“

„Wieso? Was mache ich denn gleich? Sag mal!“
„Du wirst eine Tasche kaufen.“

„Na toll, dass ist ja keine Kunst. Pff…“
„Schon, aber ich weiß bereits, welche!“

„Und welche?“
„Die, die wir ganz am Anfang gesehen haben, die braune.“

„Die war schick, aber viel zu teuer.“
„Richtig, aber du wirst sie trotzdem kaufen.“

„Werde ich nicht!“
„Doch, wirst du, weil du keine andere mehr findest.“

„Ja toll! Hier findet man ja auch nichts Vernünftiges!“
„Sage ich doch.“

„Soll ich die braune echt kaufen?“
„Du kannst sie auch klauen, aber davon rate ich ab.“

„Die ist schon toll…“
„Mein reden. Ich weiß es schon seit zwei Stunden.“

„Das ist ja wohl meine Entscheidung! Wie willst du das wissen?“
„Ja habe ich recht oder habe ich recht!?“

„Du weißt ja immer alles.“
„Ähm… Schatz?“

„Was ist?“
„Warum gehst du schon wieder schneller?“

„Tue ich doch gar nicht!“
„Und ob! Warum gehst du nicht da im Café Paris aufs Klo?“

„Ich muss gar nicht so nötig.“
„Und warum rennst du denn dann so!?“

„Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich jetzt Hunger…“

Kopfschüttel…

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Wie kann man bloß!

Wie kann man bloß! (photocase.de © goenz)Meine Liebste und ich haben bereits Eintrittskarten für einen Ball zum Tanz in den Mai erstanden. Und damit wir uns auf der Tanzfläche nicht alleine blamieren, haben wir auch gleich zwei Karten für ein Pärchen aus unserem Bekanntenkreis gekauft.

„Und? Was hat er gesagt?“
„Wer hat was gesagt, Süße?“

„Na Stefan.“
„Wozu??“

„Zu den Karten für den Maiball.“
„Ach so, ja, alles gut, er wollte mir schon das Geld geben.“

„Und? Hat er?“
„Nein, ich habe abgelehnt, weil ich ihm die Karten nicht geben konnte.“

„Und warum hast du sie ihm noch nicht gegeben??“
„Weil du sie eingesteckt hattest und mir noch gar nicht gegeben hast!“

„Ach so…“
„Dreimal habe ich dich schon daran erinnert.“

„Tatsächlich? Nee, das stimmt nicht, das war nur ein Mal!“
„Es war dreimal, und zuletzt gestern Morgen.“

„Morgens darfst du mich so was auch nicht fragen.“
„Und warum nicht?“

„Morgens habe ich Stress und keinen Kopf für so was.“
„Du hast keine Zeit, mir zwei Karten aus deinem Portmonee zu geben??“

„Das ist nicht so das Problem.“
„Sondern?“

„Die sind nicht in meinem Portmonee.“
„Naja schön, und wo dann?“

„In meiner Handtasche.“
„Oh entschuldige! Und wo ist da jetzt der Unterschied??“

„Du hättest sie dir ja auch schon längst selber nehmen können.“
„Ich gehe doch nicht einfach an deine Handtasche!“

„Warum denn nicht?“
„Weil ich da nie was finde, das hatten wir doch schon.“

„Was soll denn das heißen? Ich habe da immer Ordnung.“
„Neulich, weißt du noch?“

„Was?“
„Da wollte ich den Autoschlüssel aus deiner Handtasche nehmen.“

„Na das war ja wohl auch total dämlich von dir!“
„Die Tasche war proppevoll und man konnte gar nichts finden!“

„Trotzdem hättest du sie ja nicht gleich ausschütten müssen!“
„Schatz! Es ging um Leben und Tod!“

„Nur, weil du den Wagen schnell wegfahren wolltest.“
„Schatz! Es war DEIN Wagen, den die Politesse aufschreiben wollte!“

„Wie kann man bloß eine Handtasche ausschütten!“
„Du hast mir dann ja auch verboten, noch mal darin zu wühlen.“

„Zwischen Wühlen und Rausnehmen ist ein großer Unterschied!“
„Außerdem will ich gar nicht wissen, was du da alles so drin hast.“

„Wieso? Was soll denn da drin sein?“
„Da sie ständig voll ist, wird es wohl mehr als Handy und Geld sein.“

„Natürlich. Was man eben so braucht. Kaugummi, Labello, …“
„… Und auch Ballkarten.“

„Genau.“
„Und? Gibst du sie mir jetzt?“

„Nein.“
„Nein??“

„Nein.“
„Soll ich sie mir vielleicht selber nehmen? Ohne Wühlen?“

„Ähm, nein, besser nicht.“
„Das verstehe ich jetzt nicht, du hast doch eben gesagt, dass…“

„Jaja, ich weiß, was ich gesagt habe.“
„Also gut, ich fasse zusammen: ich darf nicht, und du willst nicht?“

„Ich will schon, aber ich kann nicht.“
„Ich denke, du hast immer Ordnung in deiner Handtasche?“

„Habe ich ja auch. Ich schütte ja auch nicht deine Jacke aus.“
„Das lässt dir echt keine Ruhe, was?“

„Wie kann man nur…“
„Es tut mir leid, OK? Kannst du mir jetzt die Karten geben? Bitte?“

„Hat das nicht noch Zeit?“
„Warum denn nicht jetzt??“

„Es geht jetzt eben nicht so schnell!“
„Und warum nicht?“

„Kannst du mich nicht nachher noch einmal daran erinnern?“
„Kann ich schon, aber warum geht es denn jetzt nicht??“

„Ich weiß es nicht mehr.“
„Ich habe dich doch aber gerade daran erinnert!“

„Ja, aber ich weiß nicht mehr, welche Handtasche es war…“

Kopfschüttel…

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