Ruf die Polizei oder so!

Ruf die Polizei oder so! (photocase.de © Padapapada)Meine Liebste befindet sich irgendwo in der Wohnung, während ich auf dem Sofa sitze und im Internet surfe. Sehr spannend, was ich da so alles zu sehen kriege… Plötzlich stürmt meine Liebste ins Wohnzimmer!

„Schatz! Lass sofort alles liegen und komm!“
„Was?? Was ist denn passiert, Süße??“

„Er ist weg!“
„Wer ist weg?“

„Mein Schmuck!“
„Wie bitte??“

„Geklaut!“
„Dein Schmuck??“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

„Alles weg!“
„Das kann doch nicht sein!“

„Wenn ich es doch sage??“
„Den hast du bestimmt nur irgendwo hingelegt.“

„Ich weiß immer, wo ich meine Sachen habe!“
„Hast du schon gesucht?“

„Natürlich!“
„Und was soll ICH da jetzt machen??“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

„Wie kannst du da jetzt nur so ruhig sitzen!?“
„Aber Schatz, ich…“

„Hilf mir doch mal!“
„Soll ich mit suchen?“

„Ja!“
„Und wo?“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

„Jetzt komm endlich! Oder ruf die Polizei oder so!“
„Schatz! Also wo hattest du ihn denn zuletzt…“

„In der Schublade, im Schrank und im Bad.“
„Und das ist jetzt alles weg??“

„Nein. Ist alles noch da.“
„Ähm…“

„Aber meine Lieblingssachen fehlen!“
„Deine…“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

„Da brauche ich einmal deine Hilfe und du tust nichts!“
„Also ich würde ja gerne, aber ich weiß gar nicht, wonach ich…“

„Was soll das heißen, du weißt das nicht!“
„Was sind denn deine Lieblingssachen??“

„Was trage ich denn immer!?“
„Ähm…“

„Du bist so doof!“
„Ähm, die Dings, die…“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

„Du sitzt ja immer noch da!“
„Also gut, dann suche ich jetzt im Arbeitszimmer nach…“

„Nee, du bringst mir da nur alles durcheinander!“
„Und wo…“

„Ich weiß genau, dass meine Kette im Bad auf dem Schrank lag!“
„Denk doch mal nach, was hast du denn…“

„Was glaubst du wohl, was ich die ganze Zeit mache!“
„Entschuldige, ich wollte ja nur…“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

„Ich lasse hier nie wieder jemanden in die Wohnung!“
„Du hast deinen Schmuck bestimmt nur irgendwo hingelegt.“

„Na danke! Ich bin aber nicht so schlampig, wie du!“
„Ach nee! ICH habe noch nie Schmuck verlegt!“

„Du hast ja auch gar keinen!“
„Du ja jetzt auch nicht mehr!“

Blödmann!“
„Schussel!“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste rennt zur Tür wieder herein.]

„Also wenn du mir jetzt nicht hilfst, dann…!“
„Liebste, wo hast du denn noch NICHT nachgesehen?“

„Hm… Im…“

[Liebste rennt zur Tür raus. – Liebste SCHLEICHT zur Tür herein.]

„Jetzt muss ich mich erst einmal hinsetzen…“
„Hast du ihn??“

„Ja, Gott sei Dank…“
„Und wo war er jetzt?“

„In dem Brillenetui, wo deine Sonnenbrille drin war.“
„Ach und wieso brauchtest du das??“

„Das hatte die richtige Größe, ist stabil und ich wollte nur…“
„Und wo ist MEINE SONNENBRILLE jetzt??“

„Aber die brauchst du doch jetzt im Winter gar nicht.“
„WO IST MEINE SONNENBRILLE!!“

„Ja, tja, wo habe ich die… Hilfst du mir?“

Kopfschüttel…

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Ein gewagtes Dekoltee

Ein gewagtes Dekoltee (photocase.de © frau.lueders)Meine Liebste und ich stehen vor unserem großen Kleiderschrank und suchen jeweils ein passendes Outfit für die feierliche Geschäftseröffnung eines Freundes, zu der wir heute nachmittag eingeladen sind. Wir haben uns überlegt, dass es schon etwas eleganter sein sollte, aber auch nicht zu übertrieben. Ganz schön schwierig!

„Ich ziehe meinen schwarzen Blazer drüber.“
„Mach das, Süße.“

„Nimmst du mich denn so mit?“
„Ja, du siehst klasse aus, sehr gut. Alle werden dich bestaunen.“

„Ist das denn nicht ein bisschen zu gewagt?“
„Was jetzt?“

„Na mein Dekoltee?“
„Nein.“

„Was nein?“
„Nein, es ist nicht zu gewagt.“

„Nicht? Schade!“

Kopfschüttel…

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Zwanzig Minuten, Liebste

Zwanzig Minuten, Liebste (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste muss aufstehen; ihr Wecker klingelt nun schon zum vierten mal.
Es ist ziemlich genau 7.21 Uhr und damit nähern wir uns dem Klingelzeitpunkt meines Weckers: 7.30 Uhr. Das ist für gewöhnlich eine sehr angenehme Zeit, finde ich…

„Ich will nicht aufstehen!“
„Du musst aber, Süße.“

„Aber ich will nicht!“
„Steh jetzt auf und lass mich noch zwei Minuten, ja?“

„Wieso zwei Minuten?“
„Dann muss ich auch aufstehen.“

„In genau zwei Minuten?“
„So ungefähr, und jetzt lass mich!“

„Ich bleibe auch noch eine klitzekleine Minute liegen.“
„Schön.“

[Meine Liebste schmeißt sich noch einmal unter ihre Bettdecke und zieht diese bis zur Nasenspitze hoch. Da unter der Decke der Liebsten meistens – für gewöhnliche Menschen – lebensbedrohliche Temperaturen so um die 50-60 Grad herrschen, kann ich schon verstehen, dass sie morgens immer friert, wenn sie sich aus dem Bett schält…]

„Schatz?“
„Ja, Liebste?“

„Was machst du da?“
„Ich stehe auf, was sonst.“

„Wie! Jetzt??“
„Schatz, es ist kurz vor halb, ich muss aufstehen.“

„Aber das geht nicht!“
„Und warum nicht??“

„Ich muss ins Bad!“
„Aber du liegst doch noch da!“

„Nee, ich muss ins Bad jetzt!“
„Ach! Und ich?“

„Wie lange brauchst du denn?“
„Zwanzig Minuten?“

„Das geht nicht!“
„Also hör mal, du wolltest um sieben Uhr aufstehen!“

„Ja, aber das habe ich doch nicht geschafft.“
„Aber ich muss jetzt auch ins Bad!“

„Wieso denn zwanzig Minuten? Brauchst du doch sonst nicht!“
„Ich wollte duschen, darf ich das?“

„Und ich?“
„Dir würde eine Dusche auch nicht schaden…“

„Nein, ich meine, und was mache ich??“
„Keine Ahnung, ich gehe jetzt jedenfalls.“

„Dann komme ich mit.“
„Was heißt das, du kommst mit!“

„Naja, du kannst ja duschen und ich putze schon mal Zähne.“
„Och nee!“

„Was denn??“
„Du weißt ganz genau, dass ich das nicht mag!“

„Ja, aber das verstehe ich sowieso nicht.“
„Was? Dass ich morgens gerne meine Ruhe im Bad haben
will?“

„Ich störe dich doch aber nicht!“
„Wenn du das Badezimmer betrittst, sieht es zwei Minuten später aus wie im
Friseursalon!“

„Das stimmt gar nicht!“
„Wohl stimmt das! Überall liegt dann was rum!“

„Das liegt aber nicht an mir.“
„Sondern?“

„Am Badezimmer.“
„Wie bitte??“

„Das ist einfach viel zu klein!“
„Klar, unser Bad ist zu klein! Sonst noch was??“

„Ich habe viel zu lange Haare.“
„Ähm…“

„Ja, weil ich da immer so viel kämmen muss.“
„Dann schneide sie doch ab!“

„Wieso? Gefallen dir meine Haare nicht?“
„Doch, so meinte ich das nicht…“

„Warum soll ich die denn abschneiden??“
„Sollst du ja gar nicht!“

„Aber du hast doch…“
„Dann brauchst du sie nicht mehr kämmen, hast du doch selbst gesagt!“

„Nee, aber kurze Haare sind doch viel aufwendiger?“
„Aufwendiger? Aber…“

„Natürlich! Die muss man dann doch jeden morgen stylen!“
„Aha, naja…“

„Ich schneide doch nicht meine Haare ab, nur weil…“
„Weil was!“

„…weil du morgens alleine im Bad sein willst!“
„Das ist ja wohl total schwachsinnig!“

„Eben!“
„Nein, ich meinte deine Schlussfolgerung!“

„Du hast gesagt, ich hätte zu lange Haare!“
„Nein! Das hast DU gesagt!“

„Ich wollte doch nur ins Bad!“
„Dafür hattest du ja auch bereits eine halbe Stunde Zeit!“

„Mit kurzen Haaren müsste ich doch noch früher aufstehen!“
„Du hast aber lange Haare, schon vergessen??“

„Und darüber solltest du froh sein.“
„Ich?? Wieso ich denn??“

„Weil du deshalb schon in zwanzig Minuten ins Bad kannst!“

Kopfschüttel…

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Schick und schlunzig

Schick und schlunzigMeine Liebste und ich gehen gleich auf eine Party. Nichts besonderes, aber die Gastgeber sind dafür bekannt, dass sie gewöhnlich echte Feste veranstalten und nichts dem Zufall überlassen. Um den angekündigten Aperitif nicht zu verpassen, wollen wir heute mal pünktlich sein.

„Ich muss mich nur noch anziehen, dann können wir los.“
„Sehr gut Süße, heute bist du gut in der Zeit.“

„Soll ich die schwarze oder die blaue Hose anziehen?“
„Meinst du mit blau die Jeans?“

„Ja?“
„Dann die Jeans.“

„Wieso die denn?“
„Die ist klasse, darum.“

„Sehe ich da nicht fett drin aus?“
„Schatz! Bitte nicht schon wieder!“

„Schwarz macht aber schlanker.“
„Du bist schlank.“

„War ich mal.“
„Bist du jetzt auch noch.“

„Guck mal hier, da quillt alles raus!“
„Hör auf, du spinnst! Dann zieh eben die schwarze Hose an.“

„Also sehe ich in der blauen Jeans fett aus??“
„Nein, ich habe doch gesagt, dass du die blaue anziehen sollst.“

„Ich dachte die schwarze??“
„Die geht auch, die sind beide sehr gut.“

„Hast du aber nicht gesagt!“
„Aber gemeint und jetzt sei nicht so kleinlich!“

„Also was denn jetzt, blau oder schwarz?“
„Blau.“

„Nein!“
„Warum fragst du mich denn dann??“

„Was ziehst du denn eigentlich an?“
„Ich bin doch schon fertig?“

„Was? DAS DA behältst du an?“
„Und?? Stimmt damit was nicht??“

„Die Jeans hast du doch aber dauernd an.“
„Wenn man weiß, was einem steht, dann ist das erlaubt.“

„Und was steht mir?“
„Wahre Schönheit kann nichts entstellen.“

„Sollte das ein Kompliment werden??“
„Ähm…“

„War es aber nicht!“
„Also ich sage Jeans, aber du willst nicht Jeans. Richtig?“

„Richtig.“
„Dann zieh die schwarze Hose an und fertig.“

„Ich wundere mich nur, dass dir die Jeans gefällt…“
„Mir gefällt die, ich weiß gar nicht, was du hast!“

„Eben, und das wundert mich! Die macht mich dick!“
„Du hast doch die Jeans aber auch ständig an!“

„Aber nur, wenn ich zuhause bin oder wenn wir allein sind.“
„Ach, und mir gegenüber ist das dann egal, oder wie??“

„Also doch!“
„Hör auf jetzt und zieh dich an, wir müssen los!“

„Hm, also wenn du auch eine Jeans anziehst, dann passt das ja…“
„Was passt?“

„Wenn ich dann auch eine Jeans an habe.“
„Sage ich ja.“

„Weil, ich schick und du schlunzig, das würde ja nicht passen.“
„Was soll denn das heißen?? Ich bin doch nicht schlunzig!?“

„Deine Jeans ist schon uralt.“
„Ist sie erstens nicht und zweitens ist die super!“

„Willst du nicht Mal was anderes anziehen? Mir zuliebe?“
„Nein, aber was wäre Madame denn angenehm??“

„Deine schwarze Stoffhose, dann könnte ich auch meine…“
„Och nee! Außerdem ist Partnerlook echt out!“

„Bitte!“
„Schatz! Lass mich in Ruhe und entscheide dich jetzt!“

„Gut, ich entscheide mich für deine schwarze Hose.“
„Nein, ich meine für dich!“

„Wenn du deine schwarze anziehst, ziehe ich auch Schwarz an.“
„Himmel! Ich werde noch verrückt!“

„Schreibst du das dann wieder im Kopfschüttel-Blog?“
„Nein, aber ich hoffe, dass das jemand in meiner Grabrede erwähnt!“

„Zieh die schwarze Stoffhose an.“
„Nein, warum denn??“

„Weil Jeans dick macht.“
„Ich bin doch auch dick!“

„Quatsch! Du bist nicht dick!“
„Dann sag, dass ich schlank bin.“

„Wieso?“
„Na sag es!“

„Du bist schlank.“
„Dann kann ich ja auch die Jeans anziehen.“

„Mach doch ein Mal, was ich möchte. Bitte, ja?“
„Gibst du dann Ruhe??“

„Ja, dann bin ich glücklich und ziehe auch schwarz an.“
„Mann, Mann, Mann… Ziehe ich eben schwarz an, ist mir total egal.“

[Ich fühle mich wie früher bei den Bundesjugendspielen, als man beim Kugelstoßen eine absolut peinliche Reichweite erzielt hatte und dafür insbesondere von den weiblichen Zuschauern mitleidig angeschaut wurde. Kugelstoßen. Schwarze Hose anziehen. Liebste umbringen.
Was soll´s, es gibt Wichtigeres im Leben…. Zwei Minuten später stehe ich in meiner schwarzen Hose und anderen Schuhen wieder am gleichen Platz wie zuvor.
Zehn Minuten später kommt meine Liebste zurück.]

„So! Fertig! Tadaa!“
„Ähm… Schatz?“

„Du hast die schwarze Hose an, sehr gut, die steht dir!“
„Schön, die Tagesschau wird darüber berichten, aber…“

„Was guckst du mich so komisch an?“
„WIESO HAST DU JETZT DEINE BLAUE JEANS AN!?“

„Ja, also, die schwarze ging leider nicht.“
„Und warum?? Wo die schwarze doch sooo schlank macht??“

„Die hat aber keine Gürtelschlaufen.“
„Na und??“

„Die ist mir irgendwie zu groß geworden!“

Kopfschüttel…

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