Das findest du witzig??

Meine Liebste und ich räumen gemeinsam das Schlafzimmer auf. Ja, das Schlafzimmer.
Es sieht aus wie unter Hempels Sofa, überall liegen Klamotten und Kleinkrams rum. Kaum zu glauben, wie schnell das geht, wenn man was schlüren lässt…
Das passiert halt mal, aber jetzt wird klar Schiff gemacht!

„Ich bin gleich fertig mit meinen Sachen, und du?“
„Ich auch, Süße. Nur noch die Bücher, dann ist wieder Ordnung.“

„Schau doch mal in meinen Kleiderschrank, hier!“
„Sieht aus, wie aus einem IKEA-Katalog. Sehr vorbildlich.“

„Gut, was? Alles hat seinen Platz und ist ordentlich.“
„Ja. Kein Wunder, du nimmst ja auch nie was raus.“

„Was soll das denn heißen??“
„Na du jammerst doch immer rum, dass du nichts anzuziehen hast!“

„Und was hat das mit der Ordnung im Schrank zu tun??“
„Der ist bis oben hin voll und trotzdem hast du ja nie was!“

„Verstehe ich jetzt nicht…“
„…und weil du nie was hast, nimmst du natürlich auch nie was raus.“

„Ach so! Jetzt verstehe ich das.“
„Schön. Schön, dass wir uns ausnahmsweise mal verstehen.“

„Also eigentlich bin ich im Augenblick vollständig ausgestattet.“
„Was? Wie? Habe ich mich da gerade verhört??“

„Ich sagte, dass ich eigentlich alles habe, was ich brauche.“
„Wo ist die Kamera?“

„Welche Kamera??“
„Sitzen hier vielleicht irgendwo Kurt Felix und Paola??“

„Wer ist denn Paola??“
„Das kommt davon, wenn man sich so ne junge Freundin zulegt…“

„Ich verstehe nur Bahnhof, was??“
„Die haben Verstehen Sie Spaß moderiert, eine Sendung aus den 80ern.“

„Ist das nicht das mit der versteckten Kamera??“
„Jawoll! 100 Gummipunkte für die Liebste!“

„Und wieso sollen die hier in unserem Schlafzimmer sein??“
„Wegen der Kamera! Das sagte ich doch!“

„Und was sollen die hier filmen??“
„Mich! Mich! Wen denn sonst??“

„Warum denn dich? Ich dachte, es geht um den Schrank?“
„Herrgott, sag mal, du willst mich doch verarschen, oder??“

„Aber du hast doch mit Kurt Dingsda angefangen!“
„Ja, weil ich es kaum glauben kann, deshalb, das war ja der Witz!“

„Das findest du witzig??“
„Jetzt nicht mehr!“

„Also wegen der versteckten Kamera, ja?“
„Ja. Das meinte ich eigentlich. Es fühlte sich so an.“

„Weil mein Schrank so ordentlich ist?“
„Nein! Weil du gesagt hast, du hättest alles!“

„Ach so…“
„Ja.“

„Ich verstehe den Witz immer noch nicht.“
„Das macht nichts.“

„Du hast doch im Schlafzimmer keine Kamera versteckt, oder?“
„Wenn du so weitermachst, sperre ich dich gleich in den Schrank da!“

„Da ist gar kein Platz mehr für mich.“
„Dich quetschen wir dann noch irgendwo rein, keine Sorge!“

„Wer ist denn wir?“
„Was?“

„Wir?“
„Wer?“

„Du hast gesagt, WIR quetschen!“
„Na und?“

„Ich kann mich doch nicht selber in den Schrank quetschen!“
„Himmel! Ich stürze mich gleich von der Kaisen-Brücke in die Weser!“

„Würde ich nicht machen.“
„So?? Und warum nicht, bitteschön??“

„Ich würde die Erdbeerbrücke nehmen.“
„Aha. Und wieso ausgerechnet die??“

„Der Name ist schöner.“
„Ich brech zusammen…“

„Apropos, wir könnten morgen noch mal ins Zero-Outlet fahren.“
„Wozu? Ich denke, du hast alles, so hat das Elend hier doch begonnen??“

„Ich habe ja auch alles.“
„Was willst du denn dann bei Zero??“

„Also es stimmt, ich habe alles für unter der Woche.“
„Aha, aber??“

„Aber ich habe überhaupt nichts fürs Wochenende!“

Kopfschüttel…

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Wandern mit Stil

Meine Liebste und ich stehen in einem McTrek-Outdoorladen vor einem riesigen Regal mit festen Wanderschuhen.
Eine solche Anschaffung ist notwendig, da die Liebste in Kürze eine Bergwanderung vor sich hat und dafür noch entsprechendes Schuhwerk benötigt.

„Schatz? Welche Schuhe soll ich denn jetzt nehmen?“
„Süße, ich würde den braunen da nehmen, den GTX.“

„Wieso?“
„Weil der alles hat, was du brauchst, und weil er runter gesetzt ist.“

„Der ist aber hässlich!“
„Ist er nicht. Der ist funktional.“

„Die sind hier alle hässlich!“
„Alle??“

„Wieso gibt es nur hässliche Wanderschuhe!“
„Also den GTX finde ich gar nicht so schlecht!“

„Wie bitte?? Freiwillig würde ich so etwas niemals anziehen!“
„Du willst damit ja auch wandern und nicht tanzen.“

„Und teuer sind die auch.“
„Wieso!? Für deine Stiefel hast du doch letzte Woche auch…“

„Stiefel sind ja wohl etwas ganz anderes!“
„Ach so? Da hast du gleich zwei Paar gekauft für ein Schweinegeld!“

„Die sind ja auch schick und kann man immer anziehen.“
„Ja, aber wandern kann man damit leider nicht!“

„Ich musste noch nie so hässliche Schuhe kaufen…“
„Dann lass es und zieh einfach deine Turnschuhe an, fertig.“

„Und wenn ich dann umknicke??“
„Genau DAS ist der Grund, warum wir hier sind!“

„So viel Geld für hässliche Schuhe für 3 Tage Wandern…“
„Aber die kannst du doch auch noch zu anderen Gelegenheiten anziehen?“

„Zum Beispiel?“
„Ähm… Im Winter? Auf dem Weihnachtsmarkt? Im Garten?“

„Sehr witzig! Wir haben ja gar keinen Garten!“
„Vielleicht haben wir ja mal einen??“

„Ach und da soll ich dann mit Wanderschuhen drin rumlaufen??“
„Es war ja nur ein Beispiel!“

„Tolles Beispiel! Du bist mir echt eine große Hilfe!“
„Ich kann ja gehen, wenn dir das nicht passt!“

„Das ist eigentlich eine gute Idee.“
„Wie bitte??“

„Naja das Gehen!“
„OK, dann bin ich weg, wir treffen uns dann am Auto.“

„Du bleibst hier!“
„Ich dachte, ich soll gehen??“

„Wanderschuhe braucht man, um im Wald Gassi zu gehen.“
„Das ginge, ja. Wenn man einen Hund hätte.“

„Eben, wir haben aber keinen.“
„Richtig. „

„Dann will ich einen Hund.“
„Du kriegst keinen Hund!“

„Einen kleinen, der ganz niedlich ist und tapsig!“
„Schön, die bleiben aber nicht lange so!“

„Und wenn er groß ist, gehe ich mit ihm in den Wald.“
„Mit deinen Wanderschuhen??“

„Genau!“
„Hör jetzt mit dem Unsinn auf und kauf endlich die blöden Schuhe!“

„Wieso darf ich keinen Hund haben?? Einen Labrador?“
„Darfst du ja! Kauf dir doch einen! Und einen Wald gleich dazu!“

„Ehrlich??“
„Dann suchst du einfach noch eine passende Wohnung, kündigst deinen Job und pflanzt
noch einen schönen Wald in Bremen an!“

„Ich will doch aber nur einen Hund!“
„Und ich will jetzt diesen Laden endlich verlassen!“

„Soll ich die Schuhe jetzt wirklich kaufen?“
„Von mir aus kannst du sie auch klauen, aber mach jetzt!“

„Brauchst du nicht auch welche?“
„Nein, ich will ja nicht mit zwei Freundinnen wandern gehen…“

„Wenn ich solche Schuhe kaufen muss, dann du auch!“
„Wieso ich?? Warum ich denn jetzt??“

„Wenn ich mal krank bin?“
„Krank??“

„Wer soll denn dann mit dem Hundchen im Wald Gassi gehen??“

Kopfschüttel…

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Hypnotisierte dicke Frauen

Meine Liebste macht sich heute vor dem Fernseher einen netten Frauenabend; auf Sat1 gibt es den Spielfilm „Gefühlte XXS – vollschlank & frisch verliebt“ mit Sophie Schütt in der Hauptrolle. Ich glaube, das ist nun wirklich nichts für mich und so beschäftige ich mich derweil mit anderen Dingen…

„Der Film ist sehr lustig, Schatz!“
„So? Dann wünsche ich dir weiterhin viel Spaß, Süße.“

„Dauert nicht mehr lange, ist gleich vorbei…“
„Aha. Das ist wirklich sehr bedauerlich.“

„Verstehe ich gar nicht, dass du den nicht mitschaust…“
„Du deckst meinen täglichen Bedarf an Frauenproblemen völlig, danke.“

„Wer?? Ich??“
„Na wer denn sonst??“

„In dem Film geht´s um eine dicke Frau, die dünn sein will!“
„Auch das noch…“

„Das habe ich doch wohl noch nie gesagt!“
„Wie bitte?? Also da könnte ich Romane drüber…“

„Jajaja, aber zumindest habe ich das noch nie SO gesagt.“
„Aha, natürlich. Und was sagt die in dem Film nun?“

„Die hat sich hypnotisieren lassen und DENKT jetzt, sie sei dünn.“
„Manchmal glaube ich auch, dass mich irgendjemand hypnotisiert hat…“

„…und jetzt hat sie Selbstbewusstsein, fühlt sich sexy und…“
„…und ICH will das alles gar nicht wissen, danke.“

„Aber ihr Verehrer, der liebt sie trotzdem, obwohl sie dick ist.“
„Was für eine überraschende Wendung…“

„Und weißt du, was der zu ihr gesagt hat??“
„Nein, und da bin ich eigentlich auch ganz froh drüber…“

„Der hat gesagt, sie hätte wunderschöne Augen.“
„Sehr ausgefallen.“

„Und sie sagt, das sei das einzige Kompliment, das man einer dicken Frau machen könne!“
„Liebste, du musst mir den Film nun wirklich nicht erzählen, danke.“

„Ich will dir das aber erzählen!“
„Ich weiß…“

„Und was sagen wollte ich dir auch noch!“
„Ich platze vor Neugierde…“

„Du hast auch wunderschöne Augen, Schatz!“

Kopfschüttel…

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Heute schon rasiert?

Meine Liebste und ich liegen abends entspannt in unserem schönen Bett und sind froh, dass der anstrengende Tag vorbei ist.
Manchmal erlebt man ja Tage, die würde man am liebsten wieder streichen.
Egal, es ist 23.30 Uhr und heute passiert nichts mehr.

„Schatz?“
„Ja, Süße?“

„Ist dein Rasierer kaputt?“
„Mein Rasierer?? Nein, wieso?“

„Och, nur so.“
„Nur so?? Komm, du hast doch nicht einfach nur so gefragt!“

„Ich darf doch wohl mal fragen??“
„Aber was verbirgt sich denn hinter deiner Frage??“

„Mir ist nur aufgefallen, dass du dich heute nicht rasiert hast.“
„Na und??“

„Und da dachte ich, dein Rasierer sei vielleicht kaputt.“
„Ist er nicht.“

„Dann ist ja alles klar.“
„Schön. Gute Nacht.“

„Du?“
„Ja, was?“

„Und warum hast du dich heute nicht rasiert?“
„Ich hatte heute Morgen einfach keine Lust.“

„Keine Lust??“
„Keine Lust. Richtig.“

„Ach so.“
„Liebste, kannst du mir jetzt bitte mal sagen, was los ist??“

„Was soll denn sein??“
„Das kommt doch öfter vor, dass ich mich nicht rasiere!“

„Das weiß ich.“
„Ja und?? Was ist heute so Besonderes daran??“

„Rasierst du dich denn morgen?“
„Ich denke schon.“

„Aber du weißt es noch nicht genau?“
„Doch, ich rasiere mich morgen früh auf jeden Fall, zufrieden??“

„Ich wollte ja nur mal fragen.“
„Das kenne ich, wenn du NUR mal eben was fragen wolltest!“

„Was soll das denn jetzt heißen??“
„Dass sich da meistens irgendwas anderes hinter verbirgt!“

„Willst du damit etwa sagen, ich würde drum herum reden??“
„Genau, das will ich!“

„Ich wollte doch nur wissen, warum du dich nicht rasiert hast!“
„Nein! Du wolltest wissen, ob mein Rasierer kaputt ist!“

„Woher soll ich denn wissen, ob dein Rasierer kaputt ist??“
„Ist er ja nicht!“

„Dann hättest du dich ja auch rasieren können.“
„Himmel! WOLLTE ich aber nicht, ist das jetzt schlimm, oder was??“

„Warum regst du dich denn jetzt so auf??“
„Weil ich immer noch nicht weiß, worauf du eigentlich hinaus willst!“

„Also ich finde, du hättest dich ruhig heute rasieren können.“
„Oh Herr, gib mir Kraft für diese Frau…“

„Ich mag das viel lieber, wenn du rasiert bist.“
„Ich auch. Bin ich ja morgen früh wieder.“

„Weil, wenn du rasiert wärst, dann würde ich jetzt… Ach nee.“
„Dann würdest du jetzt was??“

„Naja, dann würde ich jetzt viel lieber mit dir…“
„Ach JETZT verstehe ich! Du meinst Knutschen!“

„Knutschen! Männer…“
„Na los! Dann lass uns knutschen.“

„Nee, du bist ja nicht rasiert.“
„Das war dir früher doch auch egal!“

„Pff! Da hast du dich ja auch noch extra für mich rasiert!“
„Hätte ich damals mit Drei-Tage-Bart zum ersten Date kommen sollen??“

„Nee! Das kratzt ja.“
„Schön, und wie geht´s nun weiter??“

„Kannst du dich nicht eben schnell noch rasieren?“
„Jetzt?? Mitten in der Nacht??“

„Siehst du! Früher hättest du das für mich gemacht!“
„Aber Schatz, ich…“

„Du hast mich gar nicht mehr lieb!“
„Quatsch!“

„Und warum machst du´s dann nicht??“
„Weil, ähm… Mein Rasierer ist doch kaputt.“

„Ich dachte, der sei in Ordnung?“
„Nein, da habe ich mich geirrt, er ist kaputt.“

„Lügst du mich auch nicht an??“
„Wie könnte ich…“

Blödmann! Ich glaube dir kein Wort!“
„Knutschen wir jetzt?“

„Nein! Jetzt nicht mehr.“
„Und warum nicht??“

„Weil du eine Lösung gefunden hättest, wenn du gewollt hättest.“
„Wie bitte?? Zum Beispiel?“

„Hättest ja auch meinen Ladyshave nehmen können!“
„Niemals!“

„Oder du hättest mich einfach geküsst, ohne lange zu quatschen!“
„Also Moment mal, du hast doch…“

„Und jetzt ist plötzlich der Rasierer schuld, ich wusste es ja!“

Kopfschüttel…

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