Grüner wird es nicht…

Grüner wird es nicht... (photocase.de © diesas)Meine Liebste und ich sind in meinem Auto auf dem Weg zu Freunden. Es ist nicht unbedingt weit, aber bei dem Wetter begibt man sich ja nur sehr ungern zu Fuß auf die Straße…
Vor allem, weil meine Liebste gerade eben ihre Haare geföhnt hat. Wir stehen an einer Ampel.

„Schatz?“
„Ja, Liebste?“

„Es ist Grün.“
„Oh, stimmt, Mist…“

„Grüner wird es nicht, verstehste?“
„Verstehe.“

„Grün bedeutet, man darf fahren.“
„Jaaa doch, ich fahre ja schon…“

„Rot bedeutet, stehen bleiben.“
„Danke Schatz. Passiert mir aber auch nur sehr selten…“

„Ich bin ja nicht immer dabei.“
„Willst du damit sagen, dass ich ständig…“

„…dass du unkonzentriert bist, genau!“
„Bin ich nicht!“

„Doch, woran denkst du denn dauernd??“
„An nichts!“

„Man kann nicht an Nichts denken.“
„Aber…“

„Also woran nun.“
„Nichts!“

„Du könntest ja mal zur Abwechslung an mich denken.“
„Wenn ich an einer Ampel stehe??“

„Du verstehst das wieder mal überhaupt nicht!“
„Dann erkläre es mir doch, ja? Bitte sehr.“

„Du denkst immer an tausend Sachen, nur nicht an mich!“
„Und wohl denke ich an dich!“

„So?? Wann denn??“
„Was ist denn das für eine Frage!“

„Wann hast du an mich gedacht?!“
„Ähm… Eben, als ich vor der Ampel stand.“

„Da hast du an mich gedacht??“
„Ja, deshalb habe ich das Grün übersehen…“

„Schau mich mal an!“
„Was??“

„Ich will sehen, ob du nicht flunkerst, schau mich an!“
„Jetzt?? Schatz, ich fahre hier!“

„Nur ganz kurz!“
„Nein!“

„Dann hast du geflunkert!“
„Ich?? Niemals!“

„Doch! Du hast gar nicht an mich gedacht!“
„Und wenn doch?“

„Dann kannst du mich ja auch anschauen!“
„Ich könnte, aber ich will nicht.“

„Warum denn nicht??“
„WEIL ICH FAHRE!“

„Da hinten ist eine Ampel, da musst du dann ja wieder anhalten.“
„Pff! Schaffe ich noch!“

[Ich trete das Pedal meines Autos beherzt durch und husche gerade so eben noch über die Ampel…]

„Das hast du nur gemacht, um mich nicht ansehen zu müssen!“
„Das kannst du aber nicht beweisen.“

„Also stimmt es!“
„Nein.“

„Doch!“
„Nein!“

„Na warte, da ist schon die nächste Ampel!“
„Oh…“

[Tja. Diese Ampel ist leider deutlich Rot… Ich muss wohl anhalten…]

„So! Und jetzt schau mich mal an!“
„Bitte sehr…“

„Sag, dass du eben an mich gedacht hast!“
„Ich habe eben an der Ampel an dich gedacht, Liebste.“

„Pff! Du kannst ja lügen, ohne rot zu werden!“
„Na toll! Nun mache ich schon den Test und dann…“

„Du bist so doof, nun mach schon!“
„Ich habe eben an der Ampel an dich…“

„Nein, nicht das! Du sollst nichts sagen!“
„Sondern??“

„Du sollst fahren, es ist Grün!“

Kopfschüttel…

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Echt altbacken

Echt altbacken (photocase.de © Frank Martin Dietrich)Meine Liebste und ich sitzen in meinem Auto und wir sind auf dem Weg zum Supermarkt, um unseren Kühlschrank mal wieder zur Arbeit anregen zu können.
Natürlich hat die Liebste einen strengen Einkaufszettel angefertigt; was so gar nicht meine Art ist, einkaufen zu gehen…

„Schau Schatz, da! Ein Parkplatz direkt am Eingang!“
„Jaja, habe ich gesehen, Süße. Moment…“

„Lass dir den nicht wegschnappen von der Tante da!“
„Tante? Wo?“

„Da links, siehste, die blinkt schon!“
„Dann lass sie doch, ich meine…“

„Nimm den! Es nieselt und ich will nicht durch den Regen laufen!“
„Jaaa doch…“

„Sehr gut, Schatz, sehr gut!“
„Ist es so recht, ja?“

„Ja!“

[Wir stehen. Die Dame links von uns freut das nicht gerade; ihr böser Blick schlägt haarscharf neben meinem Kopf ein und um unangenehmeren Dingen zu entgehen, tue ich völlig unbeteiligt.
Während ich noch so darüber nachdenke, ob mein „Keinerlei-Schuld-bewusst“-Gesicht wohl funktioniert, wird mein Wagen von einem heftigen Donnerschlag erschüttert, der mir sofort das Blut in den Adern gefrieren lässt!
Die Liebste hat die Autotür zugehauen! Ich steige taub aus…]

„Sag mal, hast du sie noch alle!?“

„Was denn??“
„Die ist jetzt zu, Schatz!“

„Wieso? War das wieder zu doll?“
„Nein! Das war VIEL ZU DOLL!“

„Ach was…“
„Ach was?? Das ist eine Tür und keine Dampfpresse!“

„Ja, aber…“
„Nein, nichts aber! Das wirst du NIE lernen!“

„Was stellst du dich denn jetzt so an?“
„Weil du das immer machst!“

„Dir ist dein Auto doch sonst auch egal?“
„Ist es nicht! Wieso machst du die Tür nicht normal zu??“

„Ach ja, stimmt.“
„Was stimmt?“

„Dir kann dein Auto nicht egal sein.“
„Gut erkannt.“

„Wer kauft sich schon einen Auto-Handstaubsauger, pff!“
„Das hatten wir doch schon, wieso reitest du da immer noch drauf rum??“

„Weil das echt altbacken ist und voll peinlich!“
„Ach nee! Und wer benutzt den jetzt die ganze Zeit??“

„Du meinst doch wohl nicht mich??“
„Doch, dich meine ich! Andauernd benutzt du den!“

„Aber doch nicht für mein Auto!“
„Nee, aber für die Krümel auf dem Wohnzimmerteppich.“

„Aber gekauft hast du ihn doch für dein Auto, oder?“
„Ja, richtig.“

„Und warum benutzt du ihn dann dafür nicht??“
„Ja weil er zu schwach ist, leider, darum!“

„Und wie machst du dein Auto nun sauber?“
„Gar nicht. Ist mir auch egal, was soll´s. Gibt ja noch Tankstellen…“

„Da gibt es noch eine andere Möglichkeit.“
„Aha. Und die wäre?“

„Kauf doch einfach ein neues, wenn das hier zu dreckig wird!“
„Sehr witzig! Danke Schatz! Immer schön, sich mit dir zu unterhalten!“

„Also kaufst du bald ein neues?“
„Klar! Vielleicht eins in Blau? Oder in Schwarz?“

„Schwarz bitte. Oder grau-metallic.“
„Natürlich, selbstverständlich! Ganz wie die Gnädigste es wünschen tut!“

„Sehr gut. Und denk dran.“
„Woran?“

„Nimm auch gleich ordentliche Türen dazu!“

Kopfschüttel…

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Nur blöde Parkplätze

Nur blöde Parkplätze (photocase.de © es.war.einmal..)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg in die Innenstadt, um eventuell eine neue Stehlampe fürs Wohnzimmer zu erwerben. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten fahren wir heute mit dem schicken Kombi der Liebsten; da kriegt man einfach alles rein.

„Fährst du in das Parkhaus da?“
„Ja, das hatte ich vor, Süße.“

„Ich fahre da fast nie rein.“
„Warum nicht?“

„Weil das da so eng ist.“
„Eng? Ach was. Das mache ich schon, keine Sorge.“

[Das Parkhaus am Pressehaus ist tatsächlich ziemlich „platzsparend“. Gleich an der Einfahrt muss man sich entscheiden, ob man ins Ober- oder Untergeschoss fahren möchte. Ich wähle das Untergeschoss und steure den Wagen die enge Kurve hinunter.]

„Pass auf!!“
„Was denn??“

„Du wärst hier rechts fast an die Wand gekommen!“
„Erschreck mich doch nicht so, das passt schon!“

„Man kann hier auch langsam fahren, verstehste?“
„Danke Schatz. Und schon sind wir da.“

„Willst du DA parken?“
„Soll ich nicht?“

„Der ist ganz schön eng, da komme ich doch gar nicht raus.“
„Dann steig doch vorher aus?“

„Nee, hier nicht, park bitte woanders.“
„Warum?“

„Weil da links und rechts zwei uralte Autos stehen.“
„Das ist bedauerlich, aber was hat das mit uns zu tun?“

„Die achten mit ihren alten Karren nicht auf mein Auto.“
„Ähm…“

„Wenn die die Türen öffnen und so. Ruckzuck ist ne Beule drin!“
„OK, ich nehme einen anderen.“

[Ich setze den Wagen zurück und rolle ein paar Meter weiter.]

„Nee, der hier geht auch nicht.“
„Und warum nicht? Hier steht doch ein Mercedes daneben?“

„Da tropft es von der Decke.“
„Was??“

„Da, siehst du das nicht? Es tropft!“
„Na schön, suche ich weiter…“

[Wieder kurbele ich ein wenig und fahre ohne weitere Anstrengungen bis ans Ende der Ebene. Hier gibt es reichlich Parkplätze; das wird der Liebsten wohl gefallen.]

„Willst du jetzt hier parken?“
„Das hatte ich vor. Ist doch alles frei?“

„Jetzt sind wir ja total weit weg vom Eingang?“
„Soll das heißen, hier gefällt es dir auch nicht?“

„Nicht so richtig…“
„Wie wäre es, wenn ich einfach direkt in der Fußgängerzone parke?“

„Geht denn das?“
„NEIN!“

„Warum bist du auch in den Keller gefahren, oben ist es besser!“
„Aber hier ist meistens viel mehr frei, deshalb.“

„Aber nur so blöde Parkplätze, da will ja auch keiner hin.“
„Soll ich nach oben fahren? Wäre der gnädigen Frau das angenehmer?“

„Ich glaube schon.“
„Schatz! Das war eine rein rhetorische Frage!“

„Oben sind bestimmt die Frauenparkplätze.“
„Was willst du damit sagen?“

„Na da hätten wir bestimmt besser parken können.“
„Das sind doch aber Frauenparkplätze!“

„Ja bin ich etwa keine?“
„Ach tatsächlich?? Und ich?“

„Du bist keine, aber ich parke immer auf den Frauenparkplätzen.“
„Kannst du ja auch, aber ich bin doch jetzt dabei?“

„Na und?“
„Frauenparkplätze sind doch für Frauen, die alleine unterwegs sind. Oder?“

„Und für Frauen mit Kindern.“
„Und mit Kindern, mag sein.“

„Na also!“
„Schatz, wir haben aber keine Kinder!“

„Du nicht, ich schon.“
„Ach so? Aha? Und wo hast du die versteckt??“

„Eins sitzt genau neben mir!“

Kopfschüttel…

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Ich rieche nichts

Ich rieche nichts (photocase.de © Annni K.)Meine Liebste und ich sitzen im Auto und sind auf dem Weg zum Einkaufszentrum Dodenhof in Posthausen.
Das ist gut eine halbe Stunde von uns entfernt, aber es lohnt sich gewöhnlich. Die Autobahn ist erstaunlicherweise ziemlich voll…

„Welche Abfahrt war das noch mal?“
„Posthausen, Süße. Posthausen müssen wir runter.“

„Ach ja, stimmt. Das vergesse ich immer.“
„Wo wir ja auch erst 20-mal da waren…“

„Du fährst ja auch immer.“
„Ja, weil du ja nie willst.“

„Hast du mich schon mal gefragt??“
„Schon mehrmals.“

„Tatsächlich??“
„Ja, aber sag mal: warum stinkt das hier denn so!“

„Ich rieche nichts.“
„Wie bitte?? Das stinkt doch hier, kommt das von draußen??“

„Soll ich mal das Fenster aufmachen?“
„Aha! Also warst du das!“

„Was? Ich?? Ich stinke doch nicht!“
„Du hast einen ziehen lassen.“

„Habe ich nicht!“
„Es scheint aber so! Boah…“

„Schatz! Ich war das nicht! Ehrlich!“
„Und wohl! Wer denn sonst, ich jedenfalls nicht!“

„Das kommt von draußen.“
„Nee, nee! Du hast hier gekräutert!“

„Das mache ich doch nie!“
„Jetzt aber schon. Du hast gefurzt. Gib es zu!“

„Ich fu.. Ich pupse nie!“
„Nee, iss klar.“

„Oder hast du mich schon mal pupsen sehen??“
„Sehen nein, gerochen ja.“

„Wann denn??“
„Jetzt tu doch nicht so! Jeder lässt mal was ab.“

„Du vielleicht, ich nicht!“
„Wenigstens zugeben könntest du es ja. Stinkie!“

„Ich bin kein Stinkie! Frauen machen so etwas nicht.“
„Ja wohl machen Frauen das, aber eben nur ganz leise.“

„Leise?“
„Damit es keiner hört. So wie du. Und dann alles abstreiten.“

„Stimmt ja gar nicht!“
„Und dann immer hoffen, dass es keiner merkt.“

„Schatz! Ich war es doch aber nicht!“
„Gut, schön. Wahrscheinlich ist nur die Klimaanlage kaputt.“

„Ist die denn an?“
„Ja. Natürlich.“

„Dann ist die vielleicht wirklich kaputt?“
„Jetzt hör aber auf, das ist ja nicht zum aushalten!“

„Wieso? stinkt es schon wieder?“
„Nein, ich meinte dein ständiges Abstreiten!“

„Wenn du mir doch auch unterstellst, dass… Tue ich aber nicht!“
„Es heißt furzen. Schatz. FURZEN!“

„Wie schreibt man eigentlich furzen? Mit P?“
„Nein, mit F. Mit F wie Frauen. Kann man sich also leicht merken.“

„Das ist ja wohl ein total blöder Vergleich!“
„So?“

„Frauen tun – wenn überhaupt – pupsen. Und nur in Notfällen.“
„Aha. Also nur in Notfällen.“

„Ja genau.“
„Und was war eben der Notfall?“

„Wieso eben?“
„Ich dachte, du seiest vorhin in einer Notlage gewesen?“

„War ich auch.“
„Aha!“

„Aber ich habe nicht gepupst!“
„Sondern??“

„Nichts sondern!“
„Ich geb´s auf…“

„Sag mal, liegt dir die Käsesuppe auch so schwer im Magen??“

Kopfschüttel…

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