Tennisshop

Auto verlegt

23. Juli 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Die Liebste hatte eine stressige Woche hinter sich und war gestern abend noch mit ihren Freundinnen aus. Daher ließ ich sie heute ausschlafen, holte Brötchen, deckte den Tisch und schmiss schon mal die Kaffeemaschine an. Als ich grade fertig gefrühstückt hatte, erschien sie etwas verkatert und unausgeschlafen und begrüßte mich leise:

„Ohh, du warst fleißig…“
„Guten Morgen erstmal, Schatz.“

„Ach, was soll an einem Morgen gut sein, der mit Aufstehen anfängt.“
„War wohl etwas später gestern?“

„Hmmja.“
„Wann bist du denn heimgekommen?“

„So gegen halb drei.“
„Das geht ja noch.“

„Ich werde halt auch älter und vertrag das Feiern nicht mehr so.“
„Da musst du durch. Was habt ihr denn eigentlich gefeiert?“

„Petras Beförderung. Und dann noch in Melanies Geburtstag reingefeiert.“
„Na, da hat es sich doch wenigstens gelohnt.“

„Ja. Schön war‘s schon.“
„Na, dann frühstücke in Ruhe, dann können wir ja zusammen die Wochenendeinkäufe machen.“

„Hmm.“
„Ich räum schonmal das Leergut in dein Auto, meins steht zu weit weg. Gib mir mal den Schlüssel.“

„In meiner Handtasche.“
„Ha! Auf Anhieb gefunden! Wo hast du denn geparkt?“

„Auf der Straße. Schau halt.“
„Ja.“
(Nach einer Weile komme ich zurück, weil ich ihr Auto nicht finde.)

„Das muss aber da sein. Vielleicht wurde es gestohlen?“
„Glaub ich nicht. Da stehen viel bessere Autos draußen als deins.“

„Hast du auch in den Nebenstraßen geguckt? Vielleicht war gestern kein Parkplatz frei und ich hab deshalb weiter weg geparkt?“
„Direkt vorm Haus sind mehrere freie Parkplätze…“

„Es muss gestohlen worden sein. Ruf die Polizei!“
„Mal langsam. Überleg nochmal, wo du geparkt haben könntest.“

„Ach, ich bin mit dem Taxi heimgekommen! Jetzt fällt‘s mir wieder ein. Wir haben bei Melanie noch Cocktails getrunken und dann habe ich das Auto selbstverständlich stehengelassen.“
„Das ist recht so. Nur wäre gut, wenn dir einfällt, wo du es stehengelassen hast.“

„Öh… Bestimmt bei Melanie. Wir können ja mit deinem Auto hinfahren und es dann holen.“
„Ja. Aber ruf erstmal Melanie an, ob dein Auto auch bei ihr steht.“

„Ja, mach ich.“
„Gut.“

„Melanie sagt, dass bei ihr kein Auto von mir steht. Und sie sagt, dass wir doch nur mit zwei Autos von Petra zu ihr gefahren sind.“
„Na, dann steht es noch bei Petra.“

„Ja, aber bei Petra gibt’s so wenig Parkplätze. Jetzt fällt‘s mir wieder ein, gib mal meine Handtasche her.“
„Hier, bitte.“

„Ha, hier: die Parkhauskarte. Dort steht mein Auto.“
„Meine Güte, musst du einen Filmriss gehabt haben… aber gut. Immerhin wissen wir jetzt ja schon mal, wo es ist.“

„Ja, jetzt müssen wir nur hinfahren und die sieben Etagen durchsuchen…“

Kopfschüttel…

39 Kommentare »

Teure “Reparatur”

2. Juni 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Heute kam die Liebste mit einem ganz langen Gesicht heim. Es war spät geworden, sie hatte morgens das Auto, welches seit einigen Tagen beim Fahren immer klapperte, noch zur Werkstatt gebracht und konnte es heute abend schon wieder abholen. Ihre Begrüßung war aber etwas einsilbig:

„Hallo.“
„Hallo Schatz, na, wie schaust du denn aus?“

„Ach, frag mich bloß nicht.“
„Oh, sie haben den Fehler im Auto nicht gefunden und jetzt musst du dein geliebtes Auto verschrotten, stimmt‘s?“

„Nein.“
„Oh, dann weiß ich: Sie haben den Fehler gefunden, aber es lohnt nicht mehr, es zu reparieren, also wirtschaftlicher Totalschaden. Stimmt‘s?“

„Nein.“
„Ha, dann hab ich‘s: Sie haben den Fehler gefunden, gleich ein Ersatzteil bestellt, es wird aber frühestens im September geliefert. Stimmt‘s?“

„Nein.“
„Tja, dann weiß ich auch nicht, warum du so grimmig schaust. Ärger auf Arbeit?“

„Nein, kein Ärger auf Arbeit. Die sch… Werkstatt.“
„Haben sie den Fehler doch nicht gefunden?“

„Doch. So schwer war es ja auch nicht, das Klappern während der Fahrt war deutlich zu hören.“
„Ja, und warum bist du mit der Werkstatt nicht zufrieden? Fährt das Auto nicht mehr? Wie bist du denn heimgekommen?“

„Doch, es fährt und klappert nicht mehr. Der Fehler ist behoben.“
„Und warum bist du dann so unzufrieden?“

„Weil sie mir drei Stunden Arbeit für die Fehlersuche berechnet haben.“
„Aber Liebste, das ist doch normal. Mein Arzt bekommt auch das meiste Geld für die Diagnostik.“

„Pah, das kann man ja jetzt nicht vergleichen. Die wollen für die drei Stunden fast 150 Euro.“
„Naja, ich weiß ja jetzt nicht, wie aufwändig die Fehlersuche war und vielleicht ist bei den 150 Euro auch schon die Reparatur und das Material dabei. Zeig doch mal die Rechnung.“

„Die hab ich weggeworfen.“
„Schatz, man wirft doch nicht einfach die Reparaturrechnung weg. Wenn zum Beispiel die eingebauten Teile jetzt gleich kaputtgehen, hast du da doch Garantie drauf. Was war denn jetzt eigentlich kaputt?“

„Ich brauch keine Garantie. Da geht nichts mehr kaputt.“
„Das kannst du doch nicht wissen oder bist du jetzt KFZ-Mechanikerin und reparierst das nächste Mal dein Auto selbst?“

„Ja, diese Reparatur hätte ich auch noch gekonnt und keine drei Stunden gebraucht.“
„Aber du kannst ja nicht mal die Winter- und Sommerreifen wechseln, wie willst du da auf einmal Autos reparieren können?“

„Ich brauch keine Winter- und Sommerreifen zu wechseln, dafür habe ich ja dich.“
„Das stimmt, das ist ja auch kein Problem. Aber was war denn jetzt mit deinem Auto und warum kostet es fast 150 Euro?“

„Naja, 148,50 Euro war die Rechnung und 3,45 Euro hab ich rausbekommen.“
„Wie bekommt man denn bei 148,50 Euro 3,45 Euro raus? Wenn du 150 Euro hingibst, bekommst du doch genau 1,50 Euro raus?“

„Ich hab mit EC-Karte bezahlt, ich hatte gar nicht soviel Geld dabei.“
„Na dann versteh ich jetzt gar nichts mehr. Wieso bekommst du Geld raus und was war denn jetzt überhaupt mit deinem Auto?“

„Na, die 3,45 Euro habe ich neulich im Drive-in bei McDonalds rausbekommen, hatte keine Hand frei und hab das Kleingeld in den Aschenbecher gelegt und da hat es dann geklappert. Und um das rauszukriegen, haben die drei Stunden gebraucht. Aber immerhin hab ich die 3,45 Euro rausgekriegt.“

Kopfschüttel…

10 Kommentare »

Platz im Auto

5. Mai 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Im Auto sitzt jeder etwas anders, eben nicht so wie im Hotel München Airport. Es ist ja auch jeder anders gebaut. Ich zum Beispiel habe gern etwas Beinfreiheit und nicht die Pedale direkt an meinen Füßen kleben, andere wieder wollen da etwas weniger Abstand haben. Meine Liebste will aber nicht nur an den Pedalen, sondern auch am Lenkrad ganz nah dabei sein, weswegen der Sitz im Auto bei wechselnden Fahrern ständig verstellt ist. Neulich wollte sie fahren, und der Sitz war noch auf mich eingestellt. Nach der Fahrt eröffnete sie mir:

„Hast du eigentlich im Auto geschlafen?“
„Nein, wieso?“

„Na, weil der Sitz so weit von allen Bedienelementen weg ist, dass man sich auch hinlegen und schlafen könnte!“
„Von den Bedienelementen, aha. Welche meinst du denn?“

„Mit der Sitzeinstellung von vorhin komm ich ja gar nicht bis zu den Pedalen!“
„Na ja, du musst aber auch zugeben, dass deine Sitzeinstellung extrem weit vorne ist. Du klebst ja quasi am Lenkrad.“

„Nein, ich stell mir das immer nur so ein, dass ich bequem dranreichen kann.“
„Dranreichen schon, aber bewegen kannst du dich doch dann nicht mehr. Von ‚bequem‘ ganz zu schweigen…“

„Doch, so wie ich das mache, ist das gut.“
„Bei einem Unfall hat der Airbag ja gar keinen Platz mehr, um aufzugehen. Und ich komme ja kaum an den Verstellbügel des Sitzes, so weit ist der vorgeschoben.“

„Ja du, du hast auch so lange Beine und riesige Füße, kein Wunder.“
„Wenn der Sitz richtig eingestellt ist, pass ich aber komplett ins Auto. Ohne mich zum Schlangenmenschen zu machen. Aber um noch mehr Platz zu schaffen, könnte man natürlich auch mal den ganzen Müll aus dem Auto räumen…“

„Welchen Müll?“
„Na ja, wenn du mal in der Türe guckst, da sieht’s aus wie nach einer Schokoriegelorgie, die auf einem Bezahlparkplatz stattgefunden hat – lauter Verpackunegen und Parkzettel.“

„Brauchst du für deine Beine auch den Stauraum der Türfächer? Ich muss doch mal genauer zuschauen, wie du fährst…“
„Nein, das nicht, Schatz. Aber der Müll im Auto könnte trotzdem…“

„Der ist doch gar nicht von mir!“
„Von mir ist er auch nicht!“

„Ich esse doch keine Schokoriegel, weißt du, wieviele Kalorien die haben? Höchstens, wenn ich Stress habe!“
„Ab und zu hast du ja auch mal Stress…“

„Ja, aber nicht so viel, dass das Auto deswegen vermüllt wäre.“
„Vielleicht hat sich das ja über längere Zeit angesammelt.“

„Und bei den Parkzetteln sind bestimmt auch welche von dir dabei.“
„Na ja, ist ja auch egal. Das nächste mal nehme ich halt einfach eine Handvoll von dem Zeug mit in den Müll, dann ist bald wieder Ordnung.“

„Und Platz ist dann ja auch wieder.“
„Schatz, ich brauche den Platz ja hinterm Lenkrad, nicht in der Türe.“

„Wieso erzählst du mir dann vom Müll in der Tür?“
„Ich wollte doch nur darauf hinweisen, dass…“

„Also reden wir jetzt vom Müll oder vom Platz? Was ist denn nun dein Problem?“
„Ich hab doch eigentlich gar kein Problem! Du hast doch gesagt, dass der Sitz so weit hinten ist!“

„Na siehst du! Wenn der Sitz so weit hinten ist, kann es ja gar kein Platzproblem für dich geben!“

Kopfschüttel…

3 Kommentare »

Wieder mal zu schnell

13. April 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Wenn man geblitzt wird, ist das natürlich unerfreulich. Und zugegebenermaßen kann das ja schnell mal passieren – kurz nicht aufgepasst, schon hat man ein Foto. Anschließend fährt man eine Weile ganz StVO-konform, bis man wieder normal fährt und es wieder mal blitzt. Da das immer wieder mal vorkommt, lohnt es sich auch nicht, sich drüber zu ärgern. Meine Liebste machte dies trotzdem, als sie heimkam:

„So ein Mist! Schon wieder geblitzt worden!“
„Mist! Wieviel?“

„Keine Ahnung, der Bescheid kommt ja erst noch.“
„Nein, ich meine wieviel zuviel?“

„Puuhh… was weiß ich. Ich weiß ja gar nicht, wieviel da erlaubt war!“
„Also wie schnell bist du denn gefahren?“

„Hmm.. etwa 60 km/h. Schätze ich mal.“
„Dann war’s hoffentlich eine 50er-Zone…“

„Vielleicht waren’s auch nur 50…“
„Dann hätte es ja in einer 50er-Zone nicht geblitzt!“

„Du meinst, ich bin 50 in einer 30er-Zone gefahren?“
„Kann sein. Oder gar 60, so wie du geschätzt hast.“

„Um Himmels willen! 60 in einer 30er-Zone! Da ist ja mein Führerschein weg!“
„Mal doch nicht gleich den Teufel an die Wand, Schatz! Vielleicht waren’s ja nur 60 in einer 50er-Zone, das wäre dann gar nicht so schlimm.“

„Aber wenn es jetzt doch eine 30er-Zone war? Ich weiß es halt nicht mehr! Och Mann, wieso müssen die auch grade heute…“
„Manchmal wird der Bescheid aus irgendwelchen Gründen auch einfach nicht zugestellt.“

„Bei meinem Pech wird das nicht der Fall sein. Was wird das denn kosten, außer Führerscheinentzug?“
„Hmm… etwas mehr als deine neuen Schuhe neulich.“

„Witzbold. Die werde ich bald häufiger brauchen, wenn ich zu Fuß gehen muss.“
„Na warte doch mal ab. Noch hast du ja deinen Führerschein. Und ich kann dich ja auch fahren.“

„Diese blöden Blitzer, die gehören zugehängt oder umgetreten!“
„Na na na! Es war ja nicht der Blitzer schuld, sondern vermutlich du.“

„Jetzt fall du mir auch noch in den Rücken!“
„Ich mein ja nur…“

„Vielleicht ist das Foto auch nicht zu gebrauchen. Unscharf oder so, einfach nichts zu erkennen.“
„Ich weiß ja nicht…“

„Die moderne Technik hat da bestimmt auch so ihre Tücken.“
„Ja, deswegen wird ja schon ein bisschen was abgezogen. Wird aber beim Verhältnis 60 zu 30 wenig bringen. Das ist aber auch ordentlich drüber…“

„Na ja, manchmal fährt man halt so in Gedanken dahin und guckt nicht, und Zack! – schon ist es passiert. Du bist doch auch schon oft geblitzt worden!“
„Ja, aber noch nie mit der doppelten Geschwindigkeit!“

„Es tut mir ja auch leid, aber was soll ich denn jetzt machen?“
„Abwarten, Schatz. Viel mehr kannst du jetzt eh nicht tun.“

„Dann kann ich aber heute nacht nicht schlafen. Ich denke dann die ganze Zeit, ob es eine 30er-Zone war…“
„Irgendwann wird dir das Gegrübel zu blöd, dann schläfst du schon.“

„Du hast leicht reden!“
„Solange du nicht laut im Bett grübelst…“

„Ich hab’s! Wenn ich nicht schlafen kann, fahr ich heute nacht nochmal hin und schaue nach, ob es eine 30er-Zone war oder nicht!“

Kopfschüttel…

5 Kommentare »

Schlagloch

28. März 2011, aus der Schublade Auto und Parken


Dass die Denkwege von Frauen sehr verschlungen sind, habe ich schon öfters gemerkt. Neulich habe ich wieder ein schönes Beispiel dafür bekommen. Es war dermaßen verschlungen, dass ich erst ganz am Schluss begriffen habe, warum sich meine Liebste neuerdings über den Zustand der Straßen aufregt – eigentlich ein frauenuntypisches Gebiet. Als sie nach Hause kam, rief sie aufgebracht:

„Hast du eigentlich schon mal dieses riesige Schlagloch vor unserer Einfahrt bemerkt?“
„Ja, sicher. Was ist damit?“

„Na es ist riesig!“
„-“

„Findest du das nicht skandalös?“
„Nein, höchstens ärgerlich.“

„Wir sind doch hier nicht in Osteuropa, wo alle Straßen so geflickt sind…“
„Das ist dort heute auch nicht mehr so…“

„Ja, aber hier ist es heute so! Wenn man mit ordentlich Geschwindigkeit in dieses Loch reinfährt, riskiert man doch einen Achsbruch!“
„Du hast ja recht, Schatz, aber was willst du machen? Steine reinschütten?“

„Nein, aber man könnte dem Bürgermeister schreiben…“
„Man?“

„Ja, also du oder ich…“
„Ich? Was hab denn ich mit deinem Schlagloch zu tun?“

„Es ist nicht mein Schlagloch, es ist auch deins! Es ist unser aller Schlagloch!“
„Du hörst dich ja an wie eine Wahlkämpferin!“

„Nein, im Ernst, da muss man doch was machen, bevor man sich da einen Schaden holt.“
„Ja, dann schreib doch an den Bürgermeister…“

„Ja, das werde ich machen. Damit das Schlagloch verschwindet.“
„Es wird ihn sicherlich sehr interessieren…“

„Wie meinst du das denn?“
„Na ja, vielleicht gibt es in unserer schönen Stadt noch mehr Schlaglöcher?“

„Na dann soll er sich mal drum kümmern, der Herr Bürgermeister!“
„Ich denke, er wird wichtigeres zu tun haben.“

„Aber irgendjemand muss doch danach schauen? Und dazu muss man ihm das ja erst mal berichten?“
„Ja ja, aber es ist nun mal so, dass sich die Welt nicht um unsere Straße dreht. Oder um dein Schlagloch.“

„Es ist nicht mein Schlagloch!“
„…unser aller Schlagloch…“

„Du nimmst mich nicht ernst!“
„Hauptsache, der Bürgermeister nimmt dich ernst, Schatz!“

„Wenn ich ihm schreibe, würdest du aber schon mitunterschreiben, oder?“
„Na ja…“

„Oder? Du musst dem Schlagloch auch jedesmal ausweichen!“
„Ja, aber das wird doch automatisch repariert, wenn die vom Straßenbauamt mit ihrem Teerwägelchen kommen…“

„Mit ihrem Teerwägelchen! Ha, dass ich nicht lache! Und ihre Schäufelchen haben sie auch dabei, oder? Und süße Mützchen auf, wie die sieben Zwerge…“
„Nein, das war ernst gemeint! Die fahren doch nicht wegen ein paar Schlaglöchern gleich mit schwerem Gerät rum!“

„Na ja, mir egal ob sie dann mit schwerem Gerät oder mit einem Wägelchen kommen. Hauptsache sie kommen, wenn ich da mal schreibe. Also wenn WIR da mal schreiben.“
„Ich.. wir… also was willst du denn dann schreiben?“

„‘Sehr geehrter Herr Bürgermeister, leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir in unserer Straße sehr von Schlaglöchern geplagt werden…‘“
„Ha ha, der wird lachen, wenn er das liest!“

„Wieso? Also weiter: ‚Bitte sorgen sie dafür, dass dieses Problem bald behoben wird, bevor es zu einem Achsbruch kommt.‘ Ist doch gut, oder?“
„Also so kann ich das nicht unterschreiben. Das muss doch seriöser klingen.“

„Dann machen wir halt noch ein bisschen Blabla dazu: ‚…bald behoben wird. Solche Schlaglöcher sind nicht nur für den Autoverkehr gefährlich, weil sie Achsbrüche verursachen können, sondern auch für Fußgänger…‘“
„Jetzt bin ich aber gespannt!“

„‘…wie mich, denn wenn man mit Stöckelschuhen versehentlich in ein solches Loch tritt, sind oftmals die Schuhe ruiniert.‘“
„Daher weht der Wind! Und das soll ich unterschreiben?“

„Ja!“
„Aber ich trage doch gar keine Stöckelschuhe, Schatz!“

„Aber du fährst ein Auto, also bist du auch betroffen. Das ist doch Grund genug, oder? Und überleg mal, was neue Schuhe kosten!“

Kopfschüttel…

12 Kommentare »

Frau am Steuer…

22. Januar 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Frau am SteuerMeine Liebste und ich sind gerade unterwegs ins Kino. Als Liebhaber einiger Kinoneuheiten mussten wir uns einfach mal wieder einen Kinofilm anschauen. Dieses Mal wollten wir uns “Der Auftragslover” angucken. Ein lustiger Film mit Romain Duris, Vanessa Paradis und Julie Ferrier. Für einen Abend mit Eurer Liebsten kann ich den nur empfehlen. Wir fahren also schon ein paar Minuten und sind bereits auf der Autobahn als mein Schatz mich plötzlich fragt…

“Sag mal, warum fährst DU eigtl. immer?”
“Naja, warum nicht. Ich fahr doch sonst auch immer. “

“Ja EBEN! Warum kann ICH denn nicht mal fahren?”
“Kannst du meinetwegen gerne machen. Aber jetzt fahr ich erstmal…”

“Und wenn ich jetzt fahren will?”
“Aber Schatz, wir sind doch schon auf der Autobahn, wie sollen wir das denn jetzt machen? Soll ich jetzt extra auf den Seitenstreifen fahren und halten? ”

“Nein! Darum gehts mir nicht. Ich will halt ab und zu auch mal fahren, nicht immer nur du du du!
Und du sollst das halt verstehen!”

“Ok Schatz, keine Aufregung… also nächstes Mal fährst du uns ins Kino, ok?”

“Wie, jetzt muss ich uns nächstes Mal fahren? Ich will nur mal AB und ZU fahren, halt dann wenn ich Lust dazu habe…”
“*stöhn*… Ok Mausi, also du fährst uns dann beim nächsten Mal, sofern du dann Lust verspürst zu fahren… jetzt zufrieden? ”

“Ja dieses “nächstes Mal” kenne ich. Das waird eh wieder nix. Nach dem Kinofilm hast du bestimmt schon wieder vergessen, dass ich auch mal fahren wollte.”
“Dann erinnerst du mich halt dran oder am besten du setzt dich einfach ans Steuer beim nächsten Mal. Ich hab da nichts gegen, Schatz.”

“Naja… ich könnte heute ja z.B. auch zurückfahren…”
“Ehrlich? Das wäre gar nicht mal so schlecht, dann könnte ich ja auch was trinken, wenn wir nachher noch Essen gehen…. ”

“Das ist mal wieder typisch…”
“Was ist typisch? ”

“Na, dass du bei jeder kleinen Gelegenheit was trinken musst.”
“Aber es bietet sich doch an, wenn du schon unbedingt fahren willst… und alle paar Jubeljahre ein Bierchen wird ja wohl noch erlaubt sein oder???”

[Die Liebste scheint mit ihren Gedanken plötzlich ganz woanders zu sein. Jedenfalls wird das "Bier-Thema" nicht weiter vertieft. Dafür geht es so weiter:]

“Hmm… aber das heißt dann ja, dass ICH gar nichts trinken kann beim Essen… dabei hätte ich heute mal Lust auf ein, zwei Sektchen. “
“DU TRINKST SEKT? Seit wann das denn? ”

“Seit gerade!… Dein Gerede übers Trinken hat mich halt durstig gemacht und jetzt habe ich Lust auf Sekt…”
“Jesses neee…
Also Schatz, wir sind jetzt da, was ist nun? Willst du heute zurückfahren oder nicht? ”

“JAJA gut, du hast gewonnen! “
“*Lach*… WAS hab ich gewonnen? ”

“Na, DU darfst heute zurückfahren!”
Kopfschüttel…

Ein kleiner Hinweis am Rande: Das Gewinnspiel hier auf dem Kopfschüttel-Blog läuft nicht mehr allzu lange. Einige haben auch schon mitgemacht und es sind ein paar wirklich nette Geschichten dabei, aber noch hält sich die Beteiligung in Grenzen. Wer also noch einen der 3 Amazon Gutscheine gewinnen möchte, der hat noch bis zum 01. Februar Zeit mitzumachen :-)

63 Kommentare »

Was willst du denn hören?

13. Dezember 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste ist mit ihrem Auto auf dem Weg zu einer 3-tägigen Fortbildung und hat noch gut 2 Stunden Fahrzeit vor sich.
Das ist mir klar, als ich am Abend nach Hause komme und daher beschließe ich, sie mal anzurufen und zu fragen, wie es ihr so geht und ob sie gut durchkommt.

“Hallo??”
“Hallo Süße, hier ist…”

“Schatz, bist du das??”
“Ja, ich bin´s.”

“Warte mal, ich muss dich lauter machen!”
“-”

“Sag jetzt mal was!”
“Ähm, Eins, Zwei, Drei, Test… Eins, Zwei…”

“Was??”
“TEST, TEST!”

“Ah, jetzt geht´s! Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Weißt du, ich hatte hier nämlich alles verstellt!”
“Aha, und warum?”

“Warum was?”
“Warum hast du, ähm… Ach egal, vergiss es besser…”

“Wieso, was ist denn??”
“Nichts, lass mal, ich frage mich nur, wie man…”

“Was fragst du dich?? Du bist schon wieder so leise!”
“Ich bin nicht leise, deine Freisprecheinrichtung ist leise!”

“Sag noch mal was jetzt, ja?”
“Himmel… Eins, Zwei, Drei, Test…”

“Weiter bitte!”
“Eins, Zwei, Drei, Vier, Test, Test…”

“Schon besser, aber was redest du denn da eigentlich??”
“Ich rede gar nicht, ich zähle.”

“Kannst du nicht mal was Vernünftiges sagen??”
“Ich dachte, du wolltest deine Anlage da richtig einstellen?”

“Welche Anlage denn??”
“Deine Freisprechanlage.”

“Was?? Was hast du gesagt??”
“DEINE FREISPRECHANLAGE!!”

“Was ist damit??”
“Liebste, kannst du mich nun hören oder nicht?!”

“Geht so, sprich ruhig weiter.”
“Ich kann aber nicht weitersprechen!”

“Kannst du nicht??”
“Nein, weil ich ja noch gar nichts gesagt habe!”

“Warum rufst du denn an, wenn du gar nichts sagen willst!?”
“Ich will ja was sagen!”

“Was denn??”
“Ähm…”

“Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Was??”
“ICH BIN NOCH DA!”

“Was wolltest du denn nun sagen??”
“Ich wollte eigentlich nur mal fragen, wie es dir geht!”

“Gut!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz?”
“Ja, ich höre.”

“Du hörst??”
“Vielmehr warte ich darauf, ob du noch was sagst!”

“Wieso, was soll ich denn sagen??”
“Na ja, ich meine, mehr hast du nicht zu sagen??”

“Hä??”
“Ich frage, wie es dir geht, und du sagst: gut!?”

“Was willst du denn hören?? Wie geht es dir denn??”
“Mir??”

“Ja, dir!”
“Mir geht es auch gut.”

“-”
“-”

“OK, ich rufe dann noch mal an, wenn ich da bin, ja?”
“Ja…”

“Dann können wir in Ruhe telefonieren.”
“Wir könnten aber auch jetzt in Ruhe telefonieren, wenn…”

“…wenn was??”
“…wenn deine Freisprecheinrichtung lauter wäre!”

“Meine Freisprecheinrichtung ist völlig in Ordnung!”
“Und warum hörst du mich dann nicht?”

“Was??”
“WARUM HÖRST DU MICH DANN NICHT??”

“Also an der Freisprecheinrichtung liegt das nicht.”
“Und woran dann?? Spreche ich so undeutlich, oder was??”

“Nein, nein, du sprichst ausreichend deutlich.”
“Und was stimmt dann nicht??”

“Ich kriege das Radio irgendwie nicht leiser!”

Kopfschüttel…

60 Kommentare »

Froschmörder

23. September 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sind in meinem Auto unterwegs zu Freunden, die uns zu einem “Mal wieder treffen”-Abend eingeladen haben.

Die Autofahrt dauert zirka eine Dreiviertelstunde und führt uns über Land durch viele kleine Dörfer.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist dir auch so kalt?”
“Nein, dir?”

“Ja.”
“Dann mach es doch wärmer?”

“Nee.”
“Und wieso nicht?”

“Die Heizung steht ja schon auf 23 Grad.”
“Na und??”

“Mehr ist ja peinlich.”
“Ich sage es keinem, versprochen.”

“Pff! Das kenne ich!”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Das ist doch das Erste, was du gleich rausposaunen wirst!”
“Wie bitte?? Was denn??”

“Dass mir sowieso immer kalt sei und Frauen und Laberafasel!”
“Warum sollte ich??”

“Damit du dich wieder über mich lustig machen kannst.”
“Würde ich nie machen!”

“Ach nein?? Und was war letzte Woche??”
“Was war denn letzte Woche??”

“Da sind wir auch Auto gefahren!”
“Und??”

“Da hast du gesagt, ich sei unberechenbar!”
“Du hast mir ja auch ins Lenkrad gegriffen!”

“Was ja auch nötig war!”
“War es nicht! Ich hasse es, wenn man mir…”

“…du hättest den armen Frosch einfach platt gefahren!”
“Das war kein Frosch!”

“Froschmörder!”
“Quatsch! Es gibt zu dieser Jahreszeit keine Frösche!”

“Das war aber einer.”
“Wir wären fast im Graben gelandet!”

“Ich mag Frösche aber.”
“Ja, und du bist auch so ein Frosch, echt…”

“Ich?? Wieso bin ich ein Frosch??”
“Weil du ununterbrochen komisches Zeug am quaken bist!”

“Nur weil ich mich für Frösche einsetze??”
“Nein, weil du die Heizung nicht wärmer drehen willst!”

“Ach ja, mir war ja kalt…”
“War klar, dass du das schon wieder vergessen hast…”

“Ich habe es ja gar nicht vergessen!”
“Dann ist dir jetzt also wieder warm?”

“Nein.”
“Dann mach die Heizung wärmer.”

“Nee.”
“Wieso denn nicht??”

“Ich darf ja hier im Auto nichts!”
“Was??”

“Nicht mal Frösche retten.”
“Schön, dann mache ich eben die Heizung für dich wärmer!”

“Nein!”
“Gut, auch gut, dann frier eben weiter.”

“Ich glaube, mir ist nur kalt, weil ich Hunger habe.”
“Sollen wir anhalten und ein paar Froschschenkel essen?”

“Bäh! Du bist so ekelig!”
“Naja, ich dachte, wo du doch Hunger hast und so und…”

“Ich würde niemals Froschschenkel essen!”
“Gut, haben wir das also auch endlich mal geklärt.”

“Wieso? War dir das nicht klar??”
“Sagen wir, ich hätte es stark vermutet.”

“Da solltest du mich aber besser kennen, du Blödmann!”
“Ich kenne dich ja auch. Du Quakfrosch.”

“Ich bin kein Frosch!”
“Und ich kein Blödmann!”

“Bist du doch!”
“Dann bist du auch ein Frosch!”

“Fahr sofort langsamer!”
“Pff!”

“Du musst hier langsam fahren, bremsen!”
“Wieso? Gibt´s hier einen großen Tümpel mit deinen Freunden drin?”

“Nein, weil…”

[Noch bevor die Liebste ihren Satz beenden kann, blitzt es am rechten Straßenrand in drei Meter Höhe, wo ein so genannter fest installierter Starenkasten steht. Mist!
Ein Blick auf den Tacho verrät, dass ich ungefähr 15 Stundenkilometer drüber gewesen sein muss...
Kein wirklicher Beinbruch also, aber das eigentliche Problem ist, dass die Liebste nun alle Trumpfkarten auf der Hand hat, um mich richtig alt aussehen zu lassen...]

“Das hast du nun davon!”
“Mist… So, komm, bringen wir es also hinter uns.”

“Hinter uns bringen? Was denn?”
“Na fang schon an, mach mich fertig.”

“Ich??”
“Dir juckt es doch schon in den Fingern, also los jetzt.”

“Warum sollte ich dich denn fertig machen wollen??”
“Weil das ist doch ein gefundenes Fressen für dich ist!”

“Blödsinn! Das tut mir total Leid für dich!”
“Tatsächlich?”

“Natürlich, diese blöden Blitzer sind eh nur Geldmacherei.”
“Aha, naja, dann… Danke.”

“Nein, nein, ich habe dir zu danken.”
“Du?? Wofür bedankst du dich denn jetzt bei mir??”

“Mir ist plötzlich ganz warm geworden!”

Kopfschüttel…

43 Kommentare »

War ja eigentlich ganz einfach

25. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt am Pfingstmontag abends von einer Verabredung nach Hause; sie hatte sich mit zwei Freundinnen im Einkaufszentrum “Waterfront” zum Kaffee trinken und anschließendem Kinobesuch verabredet.
Allerdings zieht die Liebste ein ziemlich langes Gesicht…

“Hallo, ich bin wieder da.”
“Prima, Süße! Und? Wie war´s?”

“Wir hatten einen netten Nachmittag.”
“Aha. Allerdings machst du gar nicht den Eindruck?”

“Ich bin ja auch sauer auf dich.”
“Auf mich?? Warum??”

“Weil ich dich gefragt hatte, wie man zur Waterfront kommt!”
“Und? War doch ganz einfach, oder?”

“Ich bin da abgefahren, wo du gesagt hast!”
“Und??”

“Und dann stand ich plötzlich irgendwo in der Pampa!”
“Wie bitte??”

“B6 und dann die Abfahrt Richtung Walle, hast du gesagt!”
“Das stimmt ja auch!?”

“Das stimmt eben nicht! Da kommt man ganz woanders hin!”
“Du bist bestimmt nur falsch abgebogen oder so…”

“Bin ich nicht! Und wegen dir musste ich Birgit anrufen!”
“Birgit??”

“Damit sie mir sagt, wie ich zur Waterfront komme!”
“Und konnte sie dir helfen?”

“Natürlich, BIRGIT kennt sich ja in Bremen auch aus!”
“Moment mal, soll das heißen, dass ich mich nicht auskenne??”

“Offensichtlich nicht!”
“Hallo?? Wie kann man denn bitte Bremen-Walle nicht finden??”

“Das frage ich mich auch, war ja eigentlich ganz einfach.”
“Also hör mal, einfacher konnte ich es dir doch gar nicht erklären!”

“Quatsch, du wolltest dir bloß keine Mühe geben!”
“B6, dann Walle runter und immer geradeaus, das ist doch…”

“…das ist falsch, denn da kommt man nicht zur Waterfront!”
“Bin ich doch selbst schon tausendmal gefahren!?”

“Kann ja sein, aber du fährst sowieso immer so komisch.”
“Was??”

“Das war mir echt peinlich, Birgit anrufen zu müssen…”
“Du hättest ja auch mich anrufen können??”

“Dich?? Wo du mir das doch eingebrockt hast?? Nee!”
“Und warum hast du kein Navi mitgenommen??”

“Weil du gesagt hast, das sei puppieinfach!”
“Was ja auch stimmt!?”

“Gar nicht! Warte, ich zeige dir das schnell bei Google.”

[Meine Liebste rennt ins Arbeitszimmer, kramt ihr Notebook aus der Tasche und kommt zu mir zurück ins Wohnzimmer.
Nach einer kleinen Ewigkeit startet dann auch endlich Google Maps und die Liebste sucht gefühlte 1.240 Minuten die Straßen, auf denen sie gefahren und hier und da abgebogen ist...]

“Hier, da! Da sollte ich abbiegen!”
“Liebste, das ist nicht die B6, das ist die A27!”

“Na und?”
“Was heißt denn na und?? Da warst du doch gar nicht!?”

“Natürlich war ich auf der A27!”
“Das kann ja gar nicht sein, du warst doch auf der B6??”

“Nein. Ich war auf der A27.”
“Und warum dort??”

“Weil ich vorher aus Versehen auf die A28 gefahren bin.”
“Was?? Das verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich habe halt die Abfahrt verpasst, na und??”
“Aber was wolltest du denn überhaupt auf der A28??”

“Weiß ich auch nicht, auf jeden Fall war ich da plötzlich.”
“Und wie bist du dann von dort auf die A27 gekommen??”

“Naja, ich habe jemanden an einer Tankstelle gefragt.”
“Und der hat dich zur A27 geschickt??”

“Nee, der hat gesagt, ich soll auf die B6.”
“Das stimmt ja auch!?”

“Da war aber keine B6!”
“Naja, zuerst ist es die B75, die wird dann zur B6…”

“Woher soll ich das denn wissen??”
“Hat dich der Tankwart denn da nicht hingeschickt??”

“Doch, aber ich dachte, der spinnt!”
“Oh Mann, Liebste, das ist ja mal wieder so typisch!”

“Was denn?? Hättest du mir das richtig erklärt, dann…”
“Ich habe dir das richtig erklärt!”

“Da kam aber links keine Waterfront, wie du es gesagt hast!”
“Aber Liebste, du bist doch auch total woanders gewesen!?”

“Aber meinem Gefühl nach hätte das passen müssen!”
“Deinem Gefühl nach??”

“Ich wusste ja, dass ich ungefähr da bin, wo du gesagt hast!”
“Himmel, ich brech zusammen…”

“Typisch! Erst mir den falschen Weg sagen und jetzt jammern!”
“Wärst du gefahren, wie ich es dir gesagt habe, dann…”

“…dann wäre ich wahrscheinlich jetzt noch unterwegs!”

Kopfschüttel…

86 Kommentare »

Ist das ein Problem?

6. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt heute irgendwie später nach Hause, als sonst. Ab und zu bin ich da ja schon etwas eifersüchtig. Nicht, dass sie mit einem geheimen Verehrer im Hotel Düsseldorf Flughafen war und mir jetzt ihre Reisepläne mit ihrem neuen Freund vor die Stirn knallt…
Sie wirkt etwas gestresst und außerdem hat sie einen Zettel in der Hand, der mir verdächtig nach Rechnung aussieht…
Was war denn da, war da was?

“Hallo Schatz!”
“Guten Abend Süße, na? Alles klar bei dir?”

“Ja, ist nur etwas spät geworden alles.”
“Wieso, was war denn?”

“Ich war noch in der Werkstatt.”
“Warum? War dein Auto kaputt?”

“Naja, war eigentlich nur eine Kleinigkeit.”
“Wieso, was denn?”

“Blinker hinten links war die Birne kaputt.”
“Ah, und die hast du austauschen lassen?”

“Ja.”
“Aber… Das geht doch eigentlich ganz schnell, oder?”

“Richtig, ich war aber trotzdem ganz schön lange da.”
“Wieso? Wie lange warst du denn da??”

“Naja… So gut drei Stunden?”
“Wie bitte??”

“Ja, um vier Uhr so ungefähr bin ich da auf den Hof gefahren.”
“Aber Liebste, jetzt ist es sieben Uhr??”

“Ja, ich weiß, ich wollte eigentlich auch längst hier sein.”
“Ja aber, ähm… Drei Stunden?? Für einen Birnenwechsel??”

“Ich hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verronnen ist…”
“Aha, ja, aber nochmal: drei Stunden??”

“Naja, das kann doch mal vorkommen? Ist das ein Problem?”
“Wenn eine Werkstatt dafür drei Stunden braucht, dann ja!”

“Die Werkstatt ist super, da gehe ich immer sehr gerne hin.”
“Also Moment mal, das kann doch wohl nicht…”

“Die sind alle so nett da und zuvorkommend!”
“Aber…”

“…und Kekse gibt´s da auch immer!”
“Na toll! Kekse! Aber keiner kann einen Blinker wechseln??”

“Wieso, läuft doch wieder??”
“Ja… Und die Rechnung? Was haben die dafür berechnet??”

“Ganz normal?”
“Also nicht drei Stunden Dienstleistung??”

“Nee, warum auch??”
“Aber du hast doch gesagt, dass es drei Stunden gedauert hat!?”

“Ja, aber doch nicht der Blinker!? Pff, du Dummerchen!”
“Ähm, was denn dann??”

“Ich habe zufällig meine alte Freundin Julia dort getroffen!”

Kopfschüttel…

28 Kommentare »

Auto verlegt

23. Juli 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Die Liebste hatte eine stressige Woche hinter sich und war gestern abend noch mit ihren Freundinnen aus. Daher ließ ich sie heute ausschlafen, holte Brötchen, deckte den Tisch und schmiss schon mal die Kaffeemaschine an. Als ich grade fertig gefrühstückt hatte, erschien sie etwas verkatert und unausgeschlafen und begrüßte mich leise:

„Ohh, du warst fleißig…“
„Guten Morgen erstmal, Schatz.“

„Ach, was soll an einem Morgen gut sein, der mit Aufstehen anfängt.“
„War wohl etwas später gestern?“

„Hmmja.“
„Wann bist du denn heimgekommen?“

„So gegen halb drei.“
„Das geht ja noch.“

„Ich werde halt auch älter und vertrag das Feiern nicht mehr so.“
„Da musst du durch. Was habt ihr denn eigentlich gefeiert?“

„Petras Beförderung. Und dann noch in Melanies Geburtstag reingefeiert.“
„Na, da hat es sich doch wenigstens gelohnt.“

„Ja. Schön war‘s schon.“
„Na, dann frühstücke in Ruhe, dann können wir ja zusammen die Wochenendeinkäufe machen.“

„Hmm.“
„Ich räum schonmal das Leergut in dein Auto, meins steht zu weit weg. Gib mir mal den Schlüssel.“

„In meiner Handtasche.“
„Ha! Auf Anhieb gefunden! Wo hast du denn geparkt?“

„Auf der Straße. Schau halt.“
„Ja.“
(Nach einer Weile komme ich zurück, weil ich ihr Auto nicht finde.)

„Das muss aber da sein. Vielleicht wurde es gestohlen?“
„Glaub ich nicht. Da stehen viel bessere Autos draußen als deins.“

„Hast du auch in den Nebenstraßen geguckt? Vielleicht war gestern kein Parkplatz frei und ich hab deshalb weiter weg geparkt?“
„Direkt vorm Haus sind mehrere freie Parkplätze…“

„Es muss gestohlen worden sein. Ruf die Polizei!“
„Mal langsam. Überleg nochmal, wo du geparkt haben könntest.“

„Ach, ich bin mit dem Taxi heimgekommen! Jetzt fällt‘s mir wieder ein. Wir haben bei Melanie noch Cocktails getrunken und dann habe ich das Auto selbstverständlich stehengelassen.“
„Das ist recht so. Nur wäre gut, wenn dir einfällt, wo du es stehengelassen hast.“

„Öh… Bestimmt bei Melanie. Wir können ja mit deinem Auto hinfahren und es dann holen.“
„Ja. Aber ruf erstmal Melanie an, ob dein Auto auch bei ihr steht.“

„Ja, mach ich.“
„Gut.“

„Melanie sagt, dass bei ihr kein Auto von mir steht. Und sie sagt, dass wir doch nur mit zwei Autos von Petra zu ihr gefahren sind.“
„Na, dann steht es noch bei Petra.“

„Ja, aber bei Petra gibt’s so wenig Parkplätze. Jetzt fällt‘s mir wieder ein, gib mal meine Handtasche her.“
„Hier, bitte.“

„Ha, hier: die Parkhauskarte. Dort steht mein Auto.“
„Meine Güte, musst du einen Filmriss gehabt haben… aber gut. Immerhin wissen wir jetzt ja schon mal, wo es ist.“

„Ja, jetzt müssen wir nur hinfahren und die sieben Etagen durchsuchen…“

Kopfschüttel…

39 Kommentare »

Teure “Reparatur”

2. Juni 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Heute kam die Liebste mit einem ganz langen Gesicht heim. Es war spät geworden, sie hatte morgens das Auto, welches seit einigen Tagen beim Fahren immer klapperte, noch zur Werkstatt gebracht und konnte es heute abend schon wieder abholen. Ihre Begrüßung war aber etwas einsilbig:

„Hallo.“
„Hallo Schatz, na, wie schaust du denn aus?“

„Ach, frag mich bloß nicht.“
„Oh, sie haben den Fehler im Auto nicht gefunden und jetzt musst du dein geliebtes Auto verschrotten, stimmt‘s?“

„Nein.“
„Oh, dann weiß ich: Sie haben den Fehler gefunden, aber es lohnt nicht mehr, es zu reparieren, also wirtschaftlicher Totalschaden. Stimmt‘s?“

„Nein.“
„Ha, dann hab ich‘s: Sie haben den Fehler gefunden, gleich ein Ersatzteil bestellt, es wird aber frühestens im September geliefert. Stimmt‘s?“

„Nein.“
„Tja, dann weiß ich auch nicht, warum du so grimmig schaust. Ärger auf Arbeit?“

„Nein, kein Ärger auf Arbeit. Die sch… Werkstatt.“
„Haben sie den Fehler doch nicht gefunden?“

„Doch. So schwer war es ja auch nicht, das Klappern während der Fahrt war deutlich zu hören.“
„Ja, und warum bist du mit der Werkstatt nicht zufrieden? Fährt das Auto nicht mehr? Wie bist du denn heimgekommen?“

„Doch, es fährt und klappert nicht mehr. Der Fehler ist behoben.“
„Und warum bist du dann so unzufrieden?“

„Weil sie mir drei Stunden Arbeit für die Fehlersuche berechnet haben.“
„Aber Liebste, das ist doch normal. Mein Arzt bekommt auch das meiste Geld für die Diagnostik.“

„Pah, das kann man ja jetzt nicht vergleichen. Die wollen für die drei Stunden fast 150 Euro.“
„Naja, ich weiß ja jetzt nicht, wie aufwändig die Fehlersuche war und vielleicht ist bei den 150 Euro auch schon die Reparatur und das Material dabei. Zeig doch mal die Rechnung.“

„Die hab ich weggeworfen.“
„Schatz, man wirft doch nicht einfach die Reparaturrechnung weg. Wenn zum Beispiel die eingebauten Teile jetzt gleich kaputtgehen, hast du da doch Garantie drauf. Was war denn jetzt eigentlich kaputt?“

„Ich brauch keine Garantie. Da geht nichts mehr kaputt.“
„Das kannst du doch nicht wissen oder bist du jetzt KFZ-Mechanikerin und reparierst das nächste Mal dein Auto selbst?“

„Ja, diese Reparatur hätte ich auch noch gekonnt und keine drei Stunden gebraucht.“
„Aber du kannst ja nicht mal die Winter- und Sommerreifen wechseln, wie willst du da auf einmal Autos reparieren können?“

„Ich brauch keine Winter- und Sommerreifen zu wechseln, dafür habe ich ja dich.“
„Das stimmt, das ist ja auch kein Problem. Aber was war denn jetzt mit deinem Auto und warum kostet es fast 150 Euro?“

„Naja, 148,50 Euro war die Rechnung und 3,45 Euro hab ich rausbekommen.“
„Wie bekommt man denn bei 148,50 Euro 3,45 Euro raus? Wenn du 150 Euro hingibst, bekommst du doch genau 1,50 Euro raus?“

„Ich hab mit EC-Karte bezahlt, ich hatte gar nicht soviel Geld dabei.“
„Na dann versteh ich jetzt gar nichts mehr. Wieso bekommst du Geld raus und was war denn jetzt überhaupt mit deinem Auto?“

„Na, die 3,45 Euro habe ich neulich im Drive-in bei McDonalds rausbekommen, hatte keine Hand frei und hab das Kleingeld in den Aschenbecher gelegt und da hat es dann geklappert. Und um das rauszukriegen, haben die drei Stunden gebraucht. Aber immerhin hab ich die 3,45 Euro rausgekriegt.“

Kopfschüttel…

10 Kommentare »

Platz im Auto

5. Mai 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Im Auto sitzt jeder etwas anders, eben nicht so wie im Hotel München Airport. Es ist ja auch jeder anders gebaut. Ich zum Beispiel habe gern etwas Beinfreiheit und nicht die Pedale direkt an meinen Füßen kleben, andere wieder wollen da etwas weniger Abstand haben. Meine Liebste will aber nicht nur an den Pedalen, sondern auch am Lenkrad ganz nah dabei sein, weswegen der Sitz im Auto bei wechselnden Fahrern ständig verstellt ist. Neulich wollte sie fahren, und der Sitz war noch auf mich eingestellt. Nach der Fahrt eröffnete sie mir:

„Hast du eigentlich im Auto geschlafen?“
„Nein, wieso?“

„Na, weil der Sitz so weit von allen Bedienelementen weg ist, dass man sich auch hinlegen und schlafen könnte!“
„Von den Bedienelementen, aha. Welche meinst du denn?“

„Mit der Sitzeinstellung von vorhin komm ich ja gar nicht bis zu den Pedalen!“
„Na ja, du musst aber auch zugeben, dass deine Sitzeinstellung extrem weit vorne ist. Du klebst ja quasi am Lenkrad.“

„Nein, ich stell mir das immer nur so ein, dass ich bequem dranreichen kann.“
„Dranreichen schon, aber bewegen kannst du dich doch dann nicht mehr. Von ‚bequem‘ ganz zu schweigen…“

„Doch, so wie ich das mache, ist das gut.“
„Bei einem Unfall hat der Airbag ja gar keinen Platz mehr, um aufzugehen. Und ich komme ja kaum an den Verstellbügel des Sitzes, so weit ist der vorgeschoben.“

„Ja du, du hast auch so lange Beine und riesige Füße, kein Wunder.“
„Wenn der Sitz richtig eingestellt ist, pass ich aber komplett ins Auto. Ohne mich zum Schlangenmenschen zu machen. Aber um noch mehr Platz zu schaffen, könnte man natürlich auch mal den ganzen Müll aus dem Auto räumen…“

„Welchen Müll?“
„Na ja, wenn du mal in der Türe guckst, da sieht’s aus wie nach einer Schokoriegelorgie, die auf einem Bezahlparkplatz stattgefunden hat – lauter Verpackunegen und Parkzettel.“

„Brauchst du für deine Beine auch den Stauraum der Türfächer? Ich muss doch mal genauer zuschauen, wie du fährst…“
„Nein, das nicht, Schatz. Aber der Müll im Auto könnte trotzdem…“

„Der ist doch gar nicht von mir!“
„Von mir ist er auch nicht!“

„Ich esse doch keine Schokoriegel, weißt du, wieviele Kalorien die haben? Höchstens, wenn ich Stress habe!“
„Ab und zu hast du ja auch mal Stress…“

„Ja, aber nicht so viel, dass das Auto deswegen vermüllt wäre.“
„Vielleicht hat sich das ja über längere Zeit angesammelt.“

„Und bei den Parkzetteln sind bestimmt auch welche von dir dabei.“
„Na ja, ist ja auch egal. Das nächste mal nehme ich halt einfach eine Handvoll von dem Zeug mit in den Müll, dann ist bald wieder Ordnung.“

„Und Platz ist dann ja auch wieder.“
„Schatz, ich brauche den Platz ja hinterm Lenkrad, nicht in der Türe.“

„Wieso erzählst du mir dann vom Müll in der Tür?“
„Ich wollte doch nur darauf hinweisen, dass…“

„Also reden wir jetzt vom Müll oder vom Platz? Was ist denn nun dein Problem?“
„Ich hab doch eigentlich gar kein Problem! Du hast doch gesagt, dass der Sitz so weit hinten ist!“

„Na siehst du! Wenn der Sitz so weit hinten ist, kann es ja gar kein Platzproblem für dich geben!“

Kopfschüttel…

3 Kommentare »

Wieder mal zu schnell

13. April 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Wenn man geblitzt wird, ist das natürlich unerfreulich. Und zugegebenermaßen kann das ja schnell mal passieren – kurz nicht aufgepasst, schon hat man ein Foto. Anschließend fährt man eine Weile ganz StVO-konform, bis man wieder normal fährt und es wieder mal blitzt. Da das immer wieder mal vorkommt, lohnt es sich auch nicht, sich drüber zu ärgern. Meine Liebste machte dies trotzdem, als sie heimkam:

„So ein Mist! Schon wieder geblitzt worden!“
„Mist! Wieviel?“

„Keine Ahnung, der Bescheid kommt ja erst noch.“
„Nein, ich meine wieviel zuviel?“

„Puuhh… was weiß ich. Ich weiß ja gar nicht, wieviel da erlaubt war!“
„Also wie schnell bist du denn gefahren?“

„Hmm.. etwa 60 km/h. Schätze ich mal.“
„Dann war’s hoffentlich eine 50er-Zone…“

„Vielleicht waren’s auch nur 50…“
„Dann hätte es ja in einer 50er-Zone nicht geblitzt!“

„Du meinst, ich bin 50 in einer 30er-Zone gefahren?“
„Kann sein. Oder gar 60, so wie du geschätzt hast.“

„Um Himmels willen! 60 in einer 30er-Zone! Da ist ja mein Führerschein weg!“
„Mal doch nicht gleich den Teufel an die Wand, Schatz! Vielleicht waren’s ja nur 60 in einer 50er-Zone, das wäre dann gar nicht so schlimm.“

„Aber wenn es jetzt doch eine 30er-Zone war? Ich weiß es halt nicht mehr! Och Mann, wieso müssen die auch grade heute…“
„Manchmal wird der Bescheid aus irgendwelchen Gründen auch einfach nicht zugestellt.“

„Bei meinem Pech wird das nicht der Fall sein. Was wird das denn kosten, außer Führerscheinentzug?“
„Hmm… etwas mehr als deine neuen Schuhe neulich.“

„Witzbold. Die werde ich bald häufiger brauchen, wenn ich zu Fuß gehen muss.“
„Na warte doch mal ab. Noch hast du ja deinen Führerschein. Und ich kann dich ja auch fahren.“

„Diese blöden Blitzer, die gehören zugehängt oder umgetreten!“
„Na na na! Es war ja nicht der Blitzer schuld, sondern vermutlich du.“

„Jetzt fall du mir auch noch in den Rücken!“
„Ich mein ja nur…“

„Vielleicht ist das Foto auch nicht zu gebrauchen. Unscharf oder so, einfach nichts zu erkennen.“
„Ich weiß ja nicht…“

„Die moderne Technik hat da bestimmt auch so ihre Tücken.“
„Ja, deswegen wird ja schon ein bisschen was abgezogen. Wird aber beim Verhältnis 60 zu 30 wenig bringen. Das ist aber auch ordentlich drüber…“

„Na ja, manchmal fährt man halt so in Gedanken dahin und guckt nicht, und Zack! – schon ist es passiert. Du bist doch auch schon oft geblitzt worden!“
„Ja, aber noch nie mit der doppelten Geschwindigkeit!“

„Es tut mir ja auch leid, aber was soll ich denn jetzt machen?“
„Abwarten, Schatz. Viel mehr kannst du jetzt eh nicht tun.“

„Dann kann ich aber heute nacht nicht schlafen. Ich denke dann die ganze Zeit, ob es eine 30er-Zone war…“
„Irgendwann wird dir das Gegrübel zu blöd, dann schläfst du schon.“

„Du hast leicht reden!“
„Solange du nicht laut im Bett grübelst…“

„Ich hab’s! Wenn ich nicht schlafen kann, fahr ich heute nacht nochmal hin und schaue nach, ob es eine 30er-Zone war oder nicht!“

Kopfschüttel…

5 Kommentare »

Schlagloch

28. März 2011, aus der Schublade Auto und Parken


Dass die Denkwege von Frauen sehr verschlungen sind, habe ich schon öfters gemerkt. Neulich habe ich wieder ein schönes Beispiel dafür bekommen. Es war dermaßen verschlungen, dass ich erst ganz am Schluss begriffen habe, warum sich meine Liebste neuerdings über den Zustand der Straßen aufregt – eigentlich ein frauenuntypisches Gebiet. Als sie nach Hause kam, rief sie aufgebracht:

„Hast du eigentlich schon mal dieses riesige Schlagloch vor unserer Einfahrt bemerkt?“
„Ja, sicher. Was ist damit?“

„Na es ist riesig!“
„-“

„Findest du das nicht skandalös?“
„Nein, höchstens ärgerlich.“

„Wir sind doch hier nicht in Osteuropa, wo alle Straßen so geflickt sind…“
„Das ist dort heute auch nicht mehr so…“

„Ja, aber hier ist es heute so! Wenn man mit ordentlich Geschwindigkeit in dieses Loch reinfährt, riskiert man doch einen Achsbruch!“
„Du hast ja recht, Schatz, aber was willst du machen? Steine reinschütten?“

„Nein, aber man könnte dem Bürgermeister schreiben…“
„Man?“

„Ja, also du oder ich…“
„Ich? Was hab denn ich mit deinem Schlagloch zu tun?“

„Es ist nicht mein Schlagloch, es ist auch deins! Es ist unser aller Schlagloch!“
„Du hörst dich ja an wie eine Wahlkämpferin!“

„Nein, im Ernst, da muss man doch was machen, bevor man sich da einen Schaden holt.“
„Ja, dann schreib doch an den Bürgermeister…“

„Ja, das werde ich machen. Damit das Schlagloch verschwindet.“
„Es wird ihn sicherlich sehr interessieren…“

„Wie meinst du das denn?“
„Na ja, vielleicht gibt es in unserer schönen Stadt noch mehr Schlaglöcher?“

„Na dann soll er sich mal drum kümmern, der Herr Bürgermeister!“
„Ich denke, er wird wichtigeres zu tun haben.“

„Aber irgendjemand muss doch danach schauen? Und dazu muss man ihm das ja erst mal berichten?“
„Ja ja, aber es ist nun mal so, dass sich die Welt nicht um unsere Straße dreht. Oder um dein Schlagloch.“

„Es ist nicht mein Schlagloch!“
„…unser aller Schlagloch…“

„Du nimmst mich nicht ernst!“
„Hauptsache, der Bürgermeister nimmt dich ernst, Schatz!“

„Wenn ich ihm schreibe, würdest du aber schon mitunterschreiben, oder?“
„Na ja…“

„Oder? Du musst dem Schlagloch auch jedesmal ausweichen!“
„Ja, aber das wird doch automatisch repariert, wenn die vom Straßenbauamt mit ihrem Teerwägelchen kommen…“

„Mit ihrem Teerwägelchen! Ha, dass ich nicht lache! Und ihre Schäufelchen haben sie auch dabei, oder? Und süße Mützchen auf, wie die sieben Zwerge…“
„Nein, das war ernst gemeint! Die fahren doch nicht wegen ein paar Schlaglöchern gleich mit schwerem Gerät rum!“

„Na ja, mir egal ob sie dann mit schwerem Gerät oder mit einem Wägelchen kommen. Hauptsache sie kommen, wenn ich da mal schreibe. Also wenn WIR da mal schreiben.“
„Ich.. wir… also was willst du denn dann schreiben?“

„‘Sehr geehrter Herr Bürgermeister, leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir in unserer Straße sehr von Schlaglöchern geplagt werden…‘“
„Ha ha, der wird lachen, wenn er das liest!“

„Wieso? Also weiter: ‚Bitte sorgen sie dafür, dass dieses Problem bald behoben wird, bevor es zu einem Achsbruch kommt.‘ Ist doch gut, oder?“
„Also so kann ich das nicht unterschreiben. Das muss doch seriöser klingen.“

„Dann machen wir halt noch ein bisschen Blabla dazu: ‚…bald behoben wird. Solche Schlaglöcher sind nicht nur für den Autoverkehr gefährlich, weil sie Achsbrüche verursachen können, sondern auch für Fußgänger…‘“
„Jetzt bin ich aber gespannt!“

„‘…wie mich, denn wenn man mit Stöckelschuhen versehentlich in ein solches Loch tritt, sind oftmals die Schuhe ruiniert.‘“
„Daher weht der Wind! Und das soll ich unterschreiben?“

„Ja!“
„Aber ich trage doch gar keine Stöckelschuhe, Schatz!“

„Aber du fährst ein Auto, also bist du auch betroffen. Das ist doch Grund genug, oder? Und überleg mal, was neue Schuhe kosten!“

Kopfschüttel…

12 Kommentare »

Frau am Steuer…

22. Januar 2011, aus der Schublade Auto und Parken

Frau am SteuerMeine Liebste und ich sind gerade unterwegs ins Kino. Als Liebhaber einiger Kinoneuheiten mussten wir uns einfach mal wieder einen Kinofilm anschauen. Dieses Mal wollten wir uns “Der Auftragslover” angucken. Ein lustiger Film mit Romain Duris, Vanessa Paradis und Julie Ferrier. Für einen Abend mit Eurer Liebsten kann ich den nur empfehlen. Wir fahren also schon ein paar Minuten und sind bereits auf der Autobahn als mein Schatz mich plötzlich fragt…

“Sag mal, warum fährst DU eigtl. immer?”
“Naja, warum nicht. Ich fahr doch sonst auch immer. “

“Ja EBEN! Warum kann ICH denn nicht mal fahren?”
“Kannst du meinetwegen gerne machen. Aber jetzt fahr ich erstmal…”

“Und wenn ich jetzt fahren will?”
“Aber Schatz, wir sind doch schon auf der Autobahn, wie sollen wir das denn jetzt machen? Soll ich jetzt extra auf den Seitenstreifen fahren und halten? ”

“Nein! Darum gehts mir nicht. Ich will halt ab und zu auch mal fahren, nicht immer nur du du du!
Und du sollst das halt verstehen!”

“Ok Schatz, keine Aufregung… also nächstes Mal fährst du uns ins Kino, ok?”

“Wie, jetzt muss ich uns nächstes Mal fahren? Ich will nur mal AB und ZU fahren, halt dann wenn ich Lust dazu habe…”
“*stöhn*… Ok Mausi, also du fährst uns dann beim nächsten Mal, sofern du dann Lust verspürst zu fahren… jetzt zufrieden? ”

“Ja dieses “nächstes Mal” kenne ich. Das waird eh wieder nix. Nach dem Kinofilm hast du bestimmt schon wieder vergessen, dass ich auch mal fahren wollte.”
“Dann erinnerst du mich halt dran oder am besten du setzt dich einfach ans Steuer beim nächsten Mal. Ich hab da nichts gegen, Schatz.”

“Naja… ich könnte heute ja z.B. auch zurückfahren…”
“Ehrlich? Das wäre gar nicht mal so schlecht, dann könnte ich ja auch was trinken, wenn wir nachher noch Essen gehen…. ”

“Das ist mal wieder typisch…”
“Was ist typisch? ”

“Na, dass du bei jeder kleinen Gelegenheit was trinken musst.”
“Aber es bietet sich doch an, wenn du schon unbedingt fahren willst… und alle paar Jubeljahre ein Bierchen wird ja wohl noch erlaubt sein oder???”

[Die Liebste scheint mit ihren Gedanken plötzlich ganz woanders zu sein. Jedenfalls wird das "Bier-Thema" nicht weiter vertieft. Dafür geht es so weiter:]

“Hmm… aber das heißt dann ja, dass ICH gar nichts trinken kann beim Essen… dabei hätte ich heute mal Lust auf ein, zwei Sektchen. “
“DU TRINKST SEKT? Seit wann das denn? ”

“Seit gerade!… Dein Gerede übers Trinken hat mich halt durstig gemacht und jetzt habe ich Lust auf Sekt…”
“Jesses neee…
Also Schatz, wir sind jetzt da, was ist nun? Willst du heute zurückfahren oder nicht? ”

“JAJA gut, du hast gewonnen! “
“*Lach*… WAS hab ich gewonnen? ”

“Na, DU darfst heute zurückfahren!”
Kopfschüttel…

Ein kleiner Hinweis am Rande: Das Gewinnspiel hier auf dem Kopfschüttel-Blog läuft nicht mehr allzu lange. Einige haben auch schon mitgemacht und es sind ein paar wirklich nette Geschichten dabei, aber noch hält sich die Beteiligung in Grenzen. Wer also noch einen der 3 Amazon Gutscheine gewinnen möchte, der hat noch bis zum 01. Februar Zeit mitzumachen :-)

63 Kommentare »

Was willst du denn hören?

13. Dezember 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste ist mit ihrem Auto auf dem Weg zu einer 3-tägigen Fortbildung und hat noch gut 2 Stunden Fahrzeit vor sich.
Das ist mir klar, als ich am Abend nach Hause komme und daher beschließe ich, sie mal anzurufen und zu fragen, wie es ihr so geht und ob sie gut durchkommt.

“Hallo??”
“Hallo Süße, hier ist…”

“Schatz, bist du das??”
“Ja, ich bin´s.”

“Warte mal, ich muss dich lauter machen!”
“-”

“Sag jetzt mal was!”
“Ähm, Eins, Zwei, Drei, Test… Eins, Zwei…”

“Was??”
“TEST, TEST!”

“Ah, jetzt geht´s! Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Weißt du, ich hatte hier nämlich alles verstellt!”
“Aha, und warum?”

“Warum was?”
“Warum hast du, ähm… Ach egal, vergiss es besser…”

“Wieso, was ist denn??”
“Nichts, lass mal, ich frage mich nur, wie man…”

“Was fragst du dich?? Du bist schon wieder so leise!”
“Ich bin nicht leise, deine Freisprecheinrichtung ist leise!”

“Sag noch mal was jetzt, ja?”
“Himmel… Eins, Zwei, Drei, Test…”

“Weiter bitte!”
“Eins, Zwei, Drei, Vier, Test, Test…”

“Schon besser, aber was redest du denn da eigentlich??”
“Ich rede gar nicht, ich zähle.”

“Kannst du nicht mal was Vernünftiges sagen??”
“Ich dachte, du wolltest deine Anlage da richtig einstellen?”

“Welche Anlage denn??”
“Deine Freisprechanlage.”

“Was?? Was hast du gesagt??”
“DEINE FREISPRECHANLAGE!!”

“Was ist damit??”
“Liebste, kannst du mich nun hören oder nicht?!”

“Geht so, sprich ruhig weiter.”
“Ich kann aber nicht weitersprechen!”

“Kannst du nicht??”
“Nein, weil ich ja noch gar nichts gesagt habe!”

“Warum rufst du denn an, wenn du gar nichts sagen willst!?”
“Ich will ja was sagen!”

“Was denn??”
“Ähm…”

“Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Was??”
“ICH BIN NOCH DA!”

“Was wolltest du denn nun sagen??”
“Ich wollte eigentlich nur mal fragen, wie es dir geht!”

“Gut!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz?”
“Ja, ich höre.”

“Du hörst??”
“Vielmehr warte ich darauf, ob du noch was sagst!”

“Wieso, was soll ich denn sagen??”
“Na ja, ich meine, mehr hast du nicht zu sagen??”

“Hä??”
“Ich frage, wie es dir geht, und du sagst: gut!?”

“Was willst du denn hören?? Wie geht es dir denn??”
“Mir??”

“Ja, dir!”
“Mir geht es auch gut.”

“-”
“-”

“OK, ich rufe dann noch mal an, wenn ich da bin, ja?”
“Ja…”

“Dann können wir in Ruhe telefonieren.”
“Wir könnten aber auch jetzt in Ruhe telefonieren, wenn…”

“…wenn was??”
“…wenn deine Freisprecheinrichtung lauter wäre!”

“Meine Freisprecheinrichtung ist völlig in Ordnung!”
“Und warum hörst du mich dann nicht?”

“Was??”
“WARUM HÖRST DU MICH DANN NICHT??”

“Also an der Freisprecheinrichtung liegt das nicht.”
“Und woran dann?? Spreche ich so undeutlich, oder was??”

“Nein, nein, du sprichst ausreichend deutlich.”
“Und was stimmt dann nicht??”

“Ich kriege das Radio irgendwie nicht leiser!”

Kopfschüttel…

60 Kommentare »

Froschmörder

23. September 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sind in meinem Auto unterwegs zu Freunden, die uns zu einem “Mal wieder treffen”-Abend eingeladen haben.

Die Autofahrt dauert zirka eine Dreiviertelstunde und führt uns über Land durch viele kleine Dörfer.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist dir auch so kalt?”
“Nein, dir?”

“Ja.”
“Dann mach es doch wärmer?”

“Nee.”
“Und wieso nicht?”

“Die Heizung steht ja schon auf 23 Grad.”
“Na und??”

“Mehr ist ja peinlich.”
“Ich sage es keinem, versprochen.”

“Pff! Das kenne ich!”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Das ist doch das Erste, was du gleich rausposaunen wirst!”
“Wie bitte?? Was denn??”

“Dass mir sowieso immer kalt sei und Frauen und Laberafasel!”
“Warum sollte ich??”

“Damit du dich wieder über mich lustig machen kannst.”
“Würde ich nie machen!”

“Ach nein?? Und was war letzte Woche??”
“Was war denn letzte Woche??”

“Da sind wir auch Auto gefahren!”
“Und??”

“Da hast du gesagt, ich sei unberechenbar!”
“Du hast mir ja auch ins Lenkrad gegriffen!”

“Was ja auch nötig war!”
“War es nicht! Ich hasse es, wenn man mir…”

“…du hättest den armen Frosch einfach platt gefahren!”
“Das war kein Frosch!”

“Froschmörder!”
“Quatsch! Es gibt zu dieser Jahreszeit keine Frösche!”

“Das war aber einer.”
“Wir wären fast im Graben gelandet!”

“Ich mag Frösche aber.”
“Ja, und du bist auch so ein Frosch, echt…”

“Ich?? Wieso bin ich ein Frosch??”
“Weil du ununterbrochen komisches Zeug am quaken bist!”

“Nur weil ich mich für Frösche einsetze??”
“Nein, weil du die Heizung nicht wärmer drehen willst!”

“Ach ja, mir war ja kalt…”
“War klar, dass du das schon wieder vergessen hast…”

“Ich habe es ja gar nicht vergessen!”
“Dann ist dir jetzt also wieder warm?”

“Nein.”
“Dann mach die Heizung wärmer.”

“Nee.”
“Wieso denn nicht??”

“Ich darf ja hier im Auto nichts!”
“Was??”

“Nicht mal Frösche retten.”
“Schön, dann mache ich eben die Heizung für dich wärmer!”

“Nein!”
“Gut, auch gut, dann frier eben weiter.”

“Ich glaube, mir ist nur kalt, weil ich Hunger habe.”
“Sollen wir anhalten und ein paar Froschschenkel essen?”

“Bäh! Du bist so ekelig!”
“Naja, ich dachte, wo du doch Hunger hast und so und…”

“Ich würde niemals Froschschenkel essen!”
“Gut, haben wir das also auch endlich mal geklärt.”

“Wieso? War dir das nicht klar??”
“Sagen wir, ich hätte es stark vermutet.”

“Da solltest du mich aber besser kennen, du Blödmann!”
“Ich kenne dich ja auch. Du Quakfrosch.”

“Ich bin kein Frosch!”
“Und ich kein Blödmann!”

“Bist du doch!”
“Dann bist du auch ein Frosch!”

“Fahr sofort langsamer!”
“Pff!”

“Du musst hier langsam fahren, bremsen!”
“Wieso? Gibt´s hier einen großen Tümpel mit deinen Freunden drin?”

“Nein, weil…”

[Noch bevor die Liebste ihren Satz beenden kann, blitzt es am rechten Straßenrand in drei Meter Höhe, wo ein so genannter fest installierter Starenkasten steht. Mist!
Ein Blick auf den Tacho verrät, dass ich ungefähr 15 Stundenkilometer drüber gewesen sein muss...
Kein wirklicher Beinbruch also, aber das eigentliche Problem ist, dass die Liebste nun alle Trumpfkarten auf der Hand hat, um mich richtig alt aussehen zu lassen...]

“Das hast du nun davon!”
“Mist… So, komm, bringen wir es also hinter uns.”

“Hinter uns bringen? Was denn?”
“Na fang schon an, mach mich fertig.”

“Ich??”
“Dir juckt es doch schon in den Fingern, also los jetzt.”

“Warum sollte ich dich denn fertig machen wollen??”
“Weil das ist doch ein gefundenes Fressen für dich ist!”

“Blödsinn! Das tut mir total Leid für dich!”
“Tatsächlich?”

“Natürlich, diese blöden Blitzer sind eh nur Geldmacherei.”
“Aha, naja, dann… Danke.”

“Nein, nein, ich habe dir zu danken.”
“Du?? Wofür bedankst du dich denn jetzt bei mir??”

“Mir ist plötzlich ganz warm geworden!”

Kopfschüttel…

43 Kommentare »

War ja eigentlich ganz einfach

25. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt am Pfingstmontag abends von einer Verabredung nach Hause; sie hatte sich mit zwei Freundinnen im Einkaufszentrum “Waterfront” zum Kaffee trinken und anschließendem Kinobesuch verabredet.
Allerdings zieht die Liebste ein ziemlich langes Gesicht…

“Hallo, ich bin wieder da.”
“Prima, Süße! Und? Wie war´s?”

“Wir hatten einen netten Nachmittag.”
“Aha. Allerdings machst du gar nicht den Eindruck?”

“Ich bin ja auch sauer auf dich.”
“Auf mich?? Warum??”

“Weil ich dich gefragt hatte, wie man zur Waterfront kommt!”
“Und? War doch ganz einfach, oder?”

“Ich bin da abgefahren, wo du gesagt hast!”
“Und??”

“Und dann stand ich plötzlich irgendwo in der Pampa!”
“Wie bitte??”

“B6 und dann die Abfahrt Richtung Walle, hast du gesagt!”
“Das stimmt ja auch!?”

“Das stimmt eben nicht! Da kommt man ganz woanders hin!”
“Du bist bestimmt nur falsch abgebogen oder so…”

“Bin ich nicht! Und wegen dir musste ich Birgit anrufen!”
“Birgit??”

“Damit sie mir sagt, wie ich zur Waterfront komme!”
“Und konnte sie dir helfen?”

“Natürlich, BIRGIT kennt sich ja in Bremen auch aus!”
“Moment mal, soll das heißen, dass ich mich nicht auskenne??”

“Offensichtlich nicht!”
“Hallo?? Wie kann man denn bitte Bremen-Walle nicht finden??”

“Das frage ich mich auch, war ja eigentlich ganz einfach.”
“Also hör mal, einfacher konnte ich es dir doch gar nicht erklären!”

“Quatsch, du wolltest dir bloß keine Mühe geben!”
“B6, dann Walle runter und immer geradeaus, das ist doch…”

“…das ist falsch, denn da kommt man nicht zur Waterfront!”
“Bin ich doch selbst schon tausendmal gefahren!?”

“Kann ja sein, aber du fährst sowieso immer so komisch.”
“Was??”

“Das war mir echt peinlich, Birgit anrufen zu müssen…”
“Du hättest ja auch mich anrufen können??”

“Dich?? Wo du mir das doch eingebrockt hast?? Nee!”
“Und warum hast du kein Navi mitgenommen??”

“Weil du gesagt hast, das sei puppieinfach!”
“Was ja auch stimmt!?”

“Gar nicht! Warte, ich zeige dir das schnell bei Google.”

[Meine Liebste rennt ins Arbeitszimmer, kramt ihr Notebook aus der Tasche und kommt zu mir zurück ins Wohnzimmer.
Nach einer kleinen Ewigkeit startet dann auch endlich Google Maps und die Liebste sucht gefühlte 1.240 Minuten die Straßen, auf denen sie gefahren und hier und da abgebogen ist...]

“Hier, da! Da sollte ich abbiegen!”
“Liebste, das ist nicht die B6, das ist die A27!”

“Na und?”
“Was heißt denn na und?? Da warst du doch gar nicht!?”

“Natürlich war ich auf der A27!”
“Das kann ja gar nicht sein, du warst doch auf der B6??”

“Nein. Ich war auf der A27.”
“Und warum dort??”

“Weil ich vorher aus Versehen auf die A28 gefahren bin.”
“Was?? Das verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich habe halt die Abfahrt verpasst, na und??”
“Aber was wolltest du denn überhaupt auf der A28??”

“Weiß ich auch nicht, auf jeden Fall war ich da plötzlich.”
“Und wie bist du dann von dort auf die A27 gekommen??”

“Naja, ich habe jemanden an einer Tankstelle gefragt.”
“Und der hat dich zur A27 geschickt??”

“Nee, der hat gesagt, ich soll auf die B6.”
“Das stimmt ja auch!?”

“Da war aber keine B6!”
“Naja, zuerst ist es die B75, die wird dann zur B6…”

“Woher soll ich das denn wissen??”
“Hat dich der Tankwart denn da nicht hingeschickt??”

“Doch, aber ich dachte, der spinnt!”
“Oh Mann, Liebste, das ist ja mal wieder so typisch!”

“Was denn?? Hättest du mir das richtig erklärt, dann…”
“Ich habe dir das richtig erklärt!”

“Da kam aber links keine Waterfront, wie du es gesagt hast!”
“Aber Liebste, du bist doch auch total woanders gewesen!?”

“Aber meinem Gefühl nach hätte das passen müssen!”
“Deinem Gefühl nach??”

“Ich wusste ja, dass ich ungefähr da bin, wo du gesagt hast!”
“Himmel, ich brech zusammen…”

“Typisch! Erst mir den falschen Weg sagen und jetzt jammern!”
“Wärst du gefahren, wie ich es dir gesagt habe, dann…”

“…dann wäre ich wahrscheinlich jetzt noch unterwegs!”

Kopfschüttel…

86 Kommentare »

Ist das ein Problem?

6. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt heute irgendwie später nach Hause, als sonst. Ab und zu bin ich da ja schon etwas eifersüchtig. Nicht, dass sie mit einem geheimen Verehrer im Hotel Düsseldorf Flughafen war und mir jetzt ihre Reisepläne mit ihrem neuen Freund vor die Stirn knallt…
Sie wirkt etwas gestresst und außerdem hat sie einen Zettel in der Hand, der mir verdächtig nach Rechnung aussieht…
Was war denn da, war da was?

“Hallo Schatz!”
“Guten Abend Süße, na? Alles klar bei dir?”

“Ja, ist nur etwas spät geworden alles.”
“Wieso, was war denn?”

“Ich war noch in der Werkstatt.”
“Warum? War dein Auto kaputt?”

“Naja, war eigentlich nur eine Kleinigkeit.”
“Wieso, was denn?”

“Blinker hinten links war die Birne kaputt.”
“Ah, und die hast du austauschen lassen?”

“Ja.”
“Aber… Das geht doch eigentlich ganz schnell, oder?”

“Richtig, ich war aber trotzdem ganz schön lange da.”
“Wieso? Wie lange warst du denn da??”

“Naja… So gut drei Stunden?”
“Wie bitte??”

“Ja, um vier Uhr so ungefähr bin ich da auf den Hof gefahren.”
“Aber Liebste, jetzt ist es sieben Uhr??”

“Ja, ich weiß, ich wollte eigentlich auch längst hier sein.”
“Ja aber, ähm… Drei Stunden?? Für einen Birnenwechsel??”

“Ich hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verronnen ist…”
“Aha, ja, aber nochmal: drei Stunden??”

“Naja, das kann doch mal vorkommen? Ist das ein Problem?”
“Wenn eine Werkstatt dafür drei Stunden braucht, dann ja!”

“Die Werkstatt ist super, da gehe ich immer sehr gerne hin.”
“Also Moment mal, das kann doch wohl nicht…”

“Die sind alle so nett da und zuvorkommend!”
“Aber…”

“…und Kekse gibt´s da auch immer!”
“Na toll! Kekse! Aber keiner kann einen Blinker wechseln??”

“Wieso, läuft doch wieder??”
“Ja… Und die Rechnung? Was haben die dafür berechnet??”

“Ganz normal?”
“Also nicht drei Stunden Dienstleistung??”

“Nee, warum auch??”
“Aber du hast doch gesagt, dass es drei Stunden gedauert hat!?”

“Ja, aber doch nicht der Blinker!? Pff, du Dummerchen!”
“Ähm, was denn dann??”

“Ich habe zufällig meine alte Freundin Julia dort getroffen!”

Kopfschüttel…

28 Kommentare »

Gefällt Dir dieser Blog?

Kopfschüttel Ratgeber »





Blog der Woche