
Seit meine Liebste weiß, dass sie Tante wird, ist sie völlig im Babyfieber. Neulich las sie mir die Namen der neugeborenen Babys aus der Zeitung vor:
„Oh, hör mal, hier ist ein Liam geboren. Das klingt doch schön!“
„Na ja, in Vietnam ist das bestimmt ein super Name…“
„Wieso? Gefällt er dir nicht?“
„Also Schatz, da weiß man ja nicht mal genau ob Junge oder Mädchen.“
„Dann vielleicht der hier: Hannah Arwen.“
„Hannah geht so, aber was soll Arwen? Wurde das Kind bei ‚Herr der Ringe‘ gezeugt?“
„Also, dann den hier: Leon.“
„Im Seat gezeugt.“
„Jesper?“
„Ikea?“
„Hier, da kannst du nicht mäkeln: Johannes.“
„Da fällt mir nur ein – ach, ich sag‘s lieber nicht.“
„Shirley Joli gibt’s hier noch, oder Laurin Elias.“
„Wenn das Kind gern seinen Namen lebenslänglich buchstabieren will…“
„Was gefallen dir denn für Namen?“
„Na ja, auf jeden Fall muss man sie auf Anhieb schreiben und sprechen können. Es wäre auch schön, wenn man am Namen erkennt, ob Junge oder Mädchen, und allzu lang dürfen sie auch nicht sein.“
„Meine Kollegin erzählte neulich von ihrem Neffen, der heißt Tim. Das wäre doch ein schöner Name: Kurz, männlich, keine Schreibfehler.“
„Genau. Und den Bruder nennen sie dann Struppi.“
„Aber hier, hier ist doch tatsächlich ein normaler Name: Udo.“
„Das ist jetzt wieder ein bisschen kurz. Da könnte man denken, bei den Eltern hat’s nicht zu mehr gereicht.“
„Und der hier? Lukas?“
„Das klingt mir zu religiös.“
„Madonna hat ihre Tochter auch Lourdes Maria genannt, das ist zwar sehr religiös, aber schön.“
„Na ja, wenn man selbst schon ‚Madonna‘ heißt…“
„Oder hier: Mohammed.“
„Da sind die Eltern vermutlich Muslime. Sag mal, Schatz, willst Du das alles Susi vorschlagen?“
„Ich kann ihr doch beratend zur Seite stehen, oder nicht?“
„Also ich weiß ja nicht… es ist doch noch Zeit. Und das Geschlecht steht immer noch nicht fest.“
„Kein Problem. Ich geb ihr schonmal eine Liste mit Namen für Jungs und Mädels.“
„Vielleicht will sie das selbst in die Hand nehmen?“
„Das kann sie ja trotzdem machen. Eine große Auswahl hat da noch nie geschadet.“
„Weißt Du, was am besten wäre? Wenn das Kind seinen Namen erst bekäme, wenn es schon einen eigenen Charakter hat. Wie bei den Indianern.“
„Wie bitte? Und dann heißt es ‚Schnuckeliger Fratz, der hin und wieder bockt‘?“
„Quatsch, da müßte man dann mal sehen. Aber das wäre doch viel besser als diese sinnlose Namenssuche.“
„Wieso sinnlos? Selbst wenn man es so machen würde, bräuchte man immer noch einen Namen für die Zeit zwischen Geburt und Indianername. Ich such also weiter!“
Kopfschüttel…



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Also wo sie Recht hat…
Da kann ich Luise nur zustimmen, kam mir sofort in den Kopf.
Sie hat doch Recht. Wie soll man sie denn bis dahin rufen die Kleinen?
Hey, mein Junge (wenn ich dann mal einen haben sollte) wird Liam heissen! Und das nicht erst seit diesem Blogeintrag
Mein Sohn heißt Liam. Ist definitiv männlich. Und feiert in 45 Minuten seinen 1. Geburtstag. Und asiatisch ist der Name nun wirklich nicht, sorry… Der Name entstammt dem Irischen, Kurzform von William und steht für “Beschützer”.
Wir sprechen ihn übrigens Deutsch aus..nicht mit “ä”.
Irgendwann wird man gehänselt nur weil man einen deutschen Namen hat.
Shirley, Jason, Memmet, Brad, Thorsten.. Was Thorsten? Wie schreibt man das nochmal?
Ich halte nicht viel von diesen Ausländischen Namen die man kaum aussprechen kann. Da bin ich ganz beim Kopfschüttler.
Mein Neffe heißt Momme. Besser? *schmunzelt*
Mein Neffe: Tjark Noah…
Die Skandinavischen Namen trumpfen eh auf
‘Schnuckeliger Fratz, der hin und wieder bockt’
oh wie geil, aber allemal besser als ‘das Halbblut Apanatschi’
Wie wohl der eigene ‘Schnuckeliger Fratz, der hin und wieder bockt’ heißen wird – man darf gespannt sein.
Meine Favoriten bei Jungennamen (als ich “benefft” wurde) waren: Popo, Dick und Drogo
Bei Mädchen ist nur eine Kombo wirklich klasse: Marie Johanna!
Salome “Solene” Flora…. wenn keiner nachgibt. Maler Duisburg