KatzeIch habe nichts gegen Tiere. Und ich hänge an diesen Satz nicht „wenn sie auf dem Grill liegen“ an. Tiere sind geduldige und gelehrige Begleiter von uns Menschen, seit ewigen Zeiten schon. Es gibt aber Tierarten, die mag ich nicht. Katzen beispielsweise. Meine Liebste dafür um so mehr. Beim Frühstück entspann sich folgender Dialog – ich war noch nicht ganz wach und erkannte nicht, wie vermint dieses Thema ist. Sie sagt also:

„DuuuUUU….Was würdest Du eigtl. dazu sagen, dass wir uns mal ein Haustier anschaffen?“
„Ein Haustier?“

„Ja, so ein kleines, niedliches.“
„Die werden mal groß und fett. Alle.“

(eingeschnappt) „Ach, sind wir heute mit dem falschen Fuß aufgestanden?“
[Ich lege die Zeitung weg, denn die Tonlage meiner Liebsten verkündete drohendes Unheil.]
„Hmm. An was für ein Haustier hast du denn gedacht?“

„Ein süßes Kätzchen, schwarz oder…“
„Nur eine tote Katze ist eine gute Katze.“ entfährt es mir, was ich sogleich fürchterlich bereue.

„Oh, ich wußte nicht, dass ich mit einem Tierhasser am Frühstückstisch sitze.“
„Äh… das ist nur so ein Spruch… aus dem Wilden Westen… Mein Gott, man wird doch mal einen Spaß machen dürfen!“

„Spaß? Du nennst eine tote Katze einen Spaß? Auf diese Art Humor kann ich verzichten!“
„Na ja, lassen wir das. Meinetwegen holen wir uns halt eine Katze.“

„Moment. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Haushalt hier für eine Katze geeignet wäre!“
„Wieso denn nicht?“

„Weil DU hier wohnst!“
„Soll ich etwa ausziehen wegen dem Vieh… der Katze, meine ich?“

„Nein, aber deine Einstellung Katzen gegenüber ändern.“
„Wie denn?“

„Na, du könntest ihnen gegenüber von vornherein aufgeschlossen sein.“
„Aha.“

„Und du musst sie auch hin und wieder streicheln und mit ihr schmusen!“

„Ach…“

„Und ihren Willen respektieren. Katzen sind sehr eigensinnig.“
„Das ist ja schön… Ist das schon alles, Liebling?“

„Das Katzenklo muss natürlich hin und wieder gesäubert werden.“

„Natürlich.“

„Und ab und zu musst du beim Einkauf eben Katzenstreu mitbringen. Das ist ja kein zusätzlicher Aufwand.“
„Bestimmt nicht. Aber das war dann alles, oder?“

„Am Anfang musst du die Katze halt noch erziehen…“
„Eine Katze erziehen? Ich? Wie soll das denn gehen?“

„Siehst du, Schatzi, da hab ich mir auch schon Gedanken drüber gemacht und dir das Buch „Katzenhaltung, Katzenpflege“ gekauft! Damit wird das ein Kinderspiel.“
[An dieser Stelle des Gesprächs dämmert mir so langsam, dass ich bei diesem Thema kein Mitspracherecht habe.]
„Ich will aber gar nicht…“

„Und hier sind ein paar Spielsachen für den kleinen Racker, damit ihm nicht langweilig wird.“
[Widerstand zwecklos, ich gebe auf.]
„Brauchen wir nun also nur noch die Katze… Wo holen wir die?“

„Von der Terrasse draußen, Liebling! Sie sitzt dort im Körbchen und wartet auf uns. Ich wusste, dass du dich freuen würdest!“

Kopfschüttel…