Tennisshop

Törchen 22

22. Dezember 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche, als ich aus dem Badezimmer komme.
Heute ist unser letzter Arbeitstag des Jahres, und dann können wir die Weihnachtszeit zusammen genießen.
Ich nehme mir einen Kaffee und setze mich zu der Liebsten an den Tisch.

“So, Schatz! Endspurt heute und dann: Urlaub!”
“Ja, Süße. Ich kann ein paar ruhige Tage jetzt auch gebrauchen…”

“Ich auch, ich freue mich schon!”
“Gut, ähm, aber sag mal… Komisch…”

“Wieso, was ist?”
“Guck mal hier, in meinem Adventskalender…”

“Was ist da?”
“Das Törchen 22 ist ja schon auf??”

“Und?”
“Ich meine, heute ist doch der 22igste, oder??”

“Den ganzen Tag lang, Schatz.”
“Aber ich habe das doch noch gar nicht aufgemacht!?”

“Du bist eben ein Schussel.”
“Nee, nee, nee, Moment mal! Hauch mich mal an!”

“Ich?? Wieso soll ich dich anhauchen??”
“Ich will testen, ob du nach Schokolade riechst!”

“Willst du mir etwa unterstellen, ich hätte…”
“…liegt das nicht auf der Hand??”

“Pff! Ich mache mir doch eh nichts aus Schokolade!”
“Pah!”

“Als wenn ich es nötig hätte, deinen Kalender zu plündern!”
“Und? Hast du??”

“Wenn da jetzt ne schöne Halskette drin wäre, aber so…”
“Tut mir leid, Halsketten-Adventskalender gibt es noch nicht.”

“Blöd eigentlich, ist echt ne Marktlücke, finde ich…”
“Lenk jetzt nicht ab, warst du es nun oder nicht!?”

“Was war ich!?”
“Hast du mein Törchen 22 leergefuttert??”

“Ich habe doch meinen eigenen Adventskalender!”
“Das ist keine Antwort auf meine Frage!”

“Lass mich in Ruhe, ja? Für Streit ist es noch viel zu früh!”
“Los, dann küss mich!”

“Wie bitte??”
“Du sollst mich küssen, aber pronto!”

“Pah! Ich küsse dich doch jetzt nicht!”
“So?? Und warum nicht??”

“Ich muss gleich zur Arbeit.”
“Pff! Dir klebt die Schokolade bestimmt noch am Gaumen!”

“Wie kann man sich über ein paar Gramm Schoki so aufregen!?”
“Aha! Also warst du es, du gibst es zu!”

“Ich gebe gar nichts zu.”
“Schön, dann werde ich…”

“Schatz, ich bin wirklich enttäuscht von dir.”
“Wie jetzt! Du von mir??”

“Ja.”
“Wieso??”

“Weil du glaubst, ich hätte deine Schokolade gegessen.”
“Hast du ja auch.”

“Und wenn, wäre das so schlimm, ich meine…”
“Na ja, was heißt schlimm, wirklich SCHLIMM natürlich nicht…”

“Wegen jedem Kleinkram schnauzt du mich sofort an…”
“Das ist jetzt aber ein bisschen hart formuliert, also…”

“…selbst wenn ich Törchen 22 aufgemacht hätte, ich meine…”
“Ähm…”

“…das ist doch kein Grund, mich gleich so fertig zu machen…”

[Die Liebste senkt ganz langsam ihren Kopf ein wenig und lässt - sichtlich enttäuscht - die Mundwinkel hängen. Es ist nicht so, dass sie gleich losheulen müsste, aber irgendwie scheint sie schon ein bisschen damit zu kämpfen, die Fassung und ihren Stolz nicht zu verlieren.
Ich besinne mich ein wenig und stelle fest, dass ich vielleicht wirklich ein bisschen zu laut geworden bin. Selbst wenn sie die Schokolade genommen hätte, ich meine, was soll´s, sie ist einfach so wunderbar erwachsen und zugleich so zauberhaft verspielt... Das mag ich ja so an ihr und anstatt mich wegen eines blöden Stückchens Schokolade aufzuregen, sollte ich sie einfach so nehmen und lieben, wie sie ist: die wunderbarste und liebevollste Frau der Welt.]

“Bist du jetzt wieder böse auf mich?”
“Ähm, nein, ich, ähm…”

“Ehrlich nicht?”
“Nein, Liebste.”

“Glaubst du mir denn, dass ich deine 22 nicht aufgemacht habe?”
“Also, ähm… Glauben, na ja, ach, ist doch auch egal, oder?”

“Du glaubst mir nicht, Schatz?”
“Ich liebe dich, meine Süße.”

“So? Und du bist wirklich nicht böse auf mich?”
“Nein.”

“Und das, obwohl du denkst, ich hätte deine Schoki gefuttert?”
“Ja. Es ist nicht so wichtig, andere Dinge sind wichtiger.”

“Was denn zum Beispiel??”
“Du bist wichtiger. Frohe Weihnachten, meine Liebste.”

“Frohe Weihnachten, mein Schatz, ich liebe dich auch!”
“DAS ist wichtig, alles andere nicht.”

“Weißt du was, ich möchte dir etwas Gutes tun.”
“So? Und was?”

“Du darfst Törchen 22 an meinem Kalender aufmachen.”
“Aber, ähm…”

“Ist schon gut, ich meine, du weißt es doch sowieso…”
“Ähm, was weiß ich sowieso??”

“Dass ich deine Schokolade gegessen hab, tut mir leid.”
“Das macht ja auch nichts, ähm, aber…”

“Aber?”
“Liebste, dein Törchen 22 ist doch schon auf?? Und auch schon leer??”

“Ja, und?”
“Also das heißt, du hast beide Schokoladen gegessen??”

“Ja, ich hatte so einen Heißhunger, und…”

“…und du bietest mir trotzdem an, dein Törchen 22 aufzumachen??”

“Ja, freust du dich nicht?”
“Worüber soll ich mich denn freuen?? Die 22 ist doch leer!?”

“Nicht dieses Jahr, du Dummerchen! Nächstes Jahr!”

Kopfschüttel…

Frohe Weihnachten! (photocase.de © onesecondupndown)Wir bedanken uns bei allen Gästen ganz herzlich für den Besuch bei uns und die vielen Kommentare, die dieses Blog so sehr bereichern.
Wir wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier im Blog gibt es eine kurze Pause und im neuen Jahr geht´s munter – vielleicht auch mit ein paar neuen Erfrischungen – weiter.

Frohes Fest und guten Rutsch!

58 Kommentare »

Wollten wir ja auch nicht!?

20. Dezember 2010, aus der Schublade Familie und Feste

Meine Liebste kommt am letzten Adventssamstag vor Weihnachten von ihrer – wie sie sagt – letzten  Shoppingtour zurück.
Obwohl sie eigentlich nur noch ein paar Kleinigkeiten benötigt hat, sind die Tüten, die sie mitschleppt, alle voll…

“Hallo Schatz, da bin ich wieder!”
“Sehe ich, Süße, das sehe ich.”

“Hilf mir doch mal mit den Tüten hier!”
“Klar, gerne, und…”

“Ich muss nämlich ganz dringend auf Klo!”
“Gut, ähm…”

“…stell einfach irgendwo hin, ich komme gleich!”
“Jawohl…”

[Während ich mit den großen Tüten Richtung Küche schlappe, höre ich, wie der Mantel der Liebsten durch die Wohnung fliegt, Türen knallen und ein Klodeckel "schwungvoll" geöffnet wird. Ich meine, man(n) gewöhnt sich ja mit den Jahren dran, dass Frauen eigentlich immer auf Klo müssen, wenn sie nach Hause kommen; und daran, dass Frauen immer DRINGEND aufs Klo müssen, wenn sie vom Einkaufen wieder da sind... Und auch daran, dass man(n) dabei eigentlich immer nur im Weg steht, egal, wo man sich gerade aufhält...
Ein paar Minuten später kommt die Liebste dann - sichtlich entspannt - auch in die Küche, wo ich auf sie warte.]

“Boah, das war knapp…”
“Ja, ähm… Naja, schön.”

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Hast du in die Tüten reingeguckt??”
“Nein, wieso?”

“Wirklich nicht??”
“Nein, sollte ich denn??”

“Auf keinen Fall sollst du da reingucken!”
“Wieso??”

“Weil da was drin ist, was nicht für deine Augen bestimmt ist.”
“Ähm… Ein Geschenk?”

“Ja, richtig. Habe ich besorgt.”
“Für mich??”

“Ja, für dich.”

“Aber, ähm…”

“Was ist??”
“Liebste, wir wollten uns doch zu Weihnachten nichts schenken??”

“Richtig. Stimmt. Wollten wir nicht.”
“Ja, ähm… Schön, dass wir uns da einig sind…”

“Ich schenke dir ja auch nichts.”
“Nicht?”

“Nein.”
“Aber hast du nicht eben gesagt, du hättest ein Geschenk??”

“Ja, das habe ich gesagt und stimmt ja auch.”
“Ähm… Und das ist für mich, ja?”

“Richtig, wie oft soll ich das denn noch sagen??”

“Ähm… Liebste, ich verstehe mal wieder kein Wort, und…”

“Was und?”
“…und ich habe aufmerksam gefragt, geantwortet UND zugehört!”

“Was ist denn schon wieder, was willst du denn jetzt??”
“Liebste, hast du ein Geschenk für mich gekauft!?”

“Ja!”
“Aber wir wollten uns doch nichts zu Weihnachten schenken!?”

“Wie oft wollen wir das jetzt noch wiederholen??”

“Also schön… WARUM hast du mir ein Geschenk gekauft??”

“Mir war eben danach.”
“Und du wirst es mir schenken??”

“Ja, natürlich! Warum sonst sollte ich dir ein Geschenk kaufen??”
“Oh Gott, ich glaube, ich unterzuckere gerade wieder…”

“Ein bisschen blass bist du schon, ist alles in Ordnung??”
“Nichts ist in Ordnung! Sag mal, findest du das wirklich normal??”

“Was jetzt??”

“Dass du mir ein Geschenk kaufst, obwohl wir doch beide…”

“Wo ist denn jetzt eigentlich genau dein Problem, Schatz??”
“Ich habe zwei, wenn du es genau wissen willst!”

“Und die wären?”
“Erstens: wieso kriege ich ein Weihnachtsgeschenk trotz Abmachung!”

“OK, und zweitens?”
“Zweitens: ich habe jetzt KEIN Weihnachtsgeschenk für dich!”

“Ich glaube, du verstehst da etwas völlig falsch, Schatz.”
“Dann kläre mich doch bitte mal auf, mit EINFACHEN Worten, bitte!”

“Du kriegst kein Weihnachtsgeschenk. Ist das jetzt klar, ja?”
“Ähm… Ja. OK.”

“Und du brauchst daher für mich auch keins, verstanden?”
“Ja, ähm… Verstanden, aber…”

“Kein Aber!”
“Darf ich dann – bevor ich zusammenbreche – noch was fragen?”

“Was denn nun noch!”
“Das Geschenk, das du für mich gekauft hast, ähm, das…”

“Was ist damit?”
“…das kriege ich dann… Zu Ostern oder so?”

“Nein, doch nicht zu Ostern, pff!”
“Dann, ähm… Zu meinem nächsten Geburtstag?”

“Nein, nein, das ist ja noch viel zu lange hin.”

“Und… Wann kriege ich es dann??”

“Am 24.12.”
“Oh Gott, kann ich jetzt nicht endlich aufwachen, bitte!?”

“Aufwachen??”
“Ich habe schon wieder einen dieser nicht endenden Alpträume…”

“Spiele ich da auch mit??”
“LIEBSTE!!!! DU! DU SPIELST DIE HAUPTROLLE UNTER DEN ZOMBIES!!”

“Ich?? Wieso? Ich habe dir doch gerade ein Geschenk gekauft!”
“Jaaaa!!!!!”

“Weil ich dich so lieb habe!”
“Du bringst mich langsam, aber sicher um, so einfach ist das!!”

“Wieso??”
“Weil du mir am 24.12. was schenkst!”

“Darf ich das denn nicht??”

“Nein! Wir wollten uns zu Weihnachten nichts schenken!”

“Das ist ja auch gar kein Weihnachtsgeschenk!”
“Und was dann??”

“Einfach nur so! Ein ganz normales Geschenk eben!”
“Einfach nur so?? Einfach nur so?? Und zufällig am 24.12.??”

“Ganz zufällig, ja!”

“Ich breche zusammen, ruf bitte noch den Notarzt…”

“Ich erwarte übrigens von dir nicht, dass du mir was schenkst.”
“Du meinst, am 24.12.??”

“Ja, wir wollen uns ja zu Weihnachten nichts schenken.”
“Aha…”

“Aber über ein zufälliges Geschenk würde ich mich natürlich schon sehr freuen!”

Kopfschüttel…

71 Kommentare »

Da steht mein Name drauf?

16. Dezember 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste ist mit ihrem Auto am Abend auf dem Rückweg von einer Fortbildung, die sie die letzten Tage besucht hat.
Sie hat noch ein wenig Fahrzeit vor sich und beschließt, mich vom Auto aus anzurufen (mit einer FUNKTIONIERENDEN Freisprecheinrichtung, und das will was heißen)…

“Hallo Schatz, ich bin´s!”
“Hallo Süße, na? Bist du noch unterwegs?”

“Ja. Bin so in eineinhalb Stunden da, denke ich.”
“Heute kann ich dich ja ausgezeichnet verstehen, was ist passiert??”

“Hä? Wie meinst du das??”
“Na deine Freisprecheinrichtung?”

“Ach so! Ja, das funktioniert jetzt wieder.”
“Fein. Und?”

“Was und??”
“Naja, was gibt es Neues?”

“Bei mir nicht viel, und bei dir?”
“Bei mir auch nicht.”

“Bei dir gibt es ja auch nie was Neues…”
“Ach doch, da ist heute ein Paket für dich gekommen!”

“Ein Paket??”
“Ja, ein ziemlich großes.”

“Ich habe aber gar nichts bestellt??”
“Wie auch immer, auf jeden Fall steht hier jetzt eins.”

“Mit meinem Namen drauf??”
“Natürlich.”

“Kann nicht sein.”
“Ist aber so.”

“Kann aber nicht sein!”
“Ist aber so!”

“Du hättest das nicht annehmen sollen!”
“Ich habe es ja auch gar nicht angenommen.”

“Nicht??”
“Nein, das waren unsere Nachbarn.”

“Wieso nehmen die ein Paket an, das ich nicht bestellt habe??”
“Ähm… Woher sollen die das denn wissen, bitte??”

“Von wem kommt das Paket denn eigentlich, steht das da??”
“Ja, ähm, von… Von einer Firma namens [...].”

“Ach so!”
“Also kennst du die? Hast es also doch bestellt?”

“Ja, die kenne ich, aber das kann trotzdem nicht für mich sein!”
“Also hast du nun was bestellt oder nicht!?”

“Ja, ich habe etwas da bestellt.”
“Dann ist doch alles in Ordnung, oder??”

“Nein, dieses Paket kann aber trotzdem nicht für mich sein.”
“Ähm… Und warum nicht??”

“Ich habe nur etwas ganz Kleines bestellt.”
“Schön. Und??”

“Du hast aber gesagt, da sei ein großes Paket angekommen.”
“Richtig, und??”

“Das hätte dann ja nur höchstens ein Päckchen sein dürfen!”
“Kleines Paket, großes Päckchen, wo ist denn da der Unterschied??”

“Du sagtest aber eben GROSSES Paket, nicht kleines!”
“Na schön, dann ist eben ein GROSSES Päckchen angekommen!”

“Es gibt keine großen Päckchen.”
“Gibt es nicht??”

“Nein, denn dann wären es ja Pakete!”
“Himmel, ist das jetzt nicht völlig egal??”

“DU hast dich doch so undeutlich ausgedrückt, nicht ich!”
“Also schön, gut, haben wir das dann jetzt geklärt, ja?”

“Nichts ist geklärt!”
“Nicht??”

“Nein! Also ist es nun ein großes Paket oder nicht??”
“Es ist so zirka 50 mal 30 mal 30, würde ich sagen.”

“Es ist was??”
“50 mal 30 mal 30, vielleicht auch 35.”

“Und was soll ich jetzt mit so ein paar Zahlen??”
“Ähm… Ich schätze, dass es so groß ist??”

“Und was ist jetzt 50??”
“Es ist geschätzte 50 bis 60 Zentimeter breit, was sonst??”

“Und was ist jetzt 30??”
“Die Länge vielleicht??”

“Boah, kannst du mir nicht einfach sagen, wie groß es ist??”
“Soll ich das jetzt noch in Hektolitern ausrechnen, oder was??”

“Nein, damit kann ich ja noch viel weniger anfangen!”
“Und wie soll ich dann also deiner Meinung nach die…”

“…ich will doch nur wissen, wie groß es ist!”
“…und wie soll ich das machen??”

“Na vergleiche es mit irgendwas, ist das so schwer??”
“Es ist ist so groß, wie… Wie…”

“Wie??”
“Wie…”

“Boah Schatz, du stellst meine Geduld echt auf die Probe!”
“Wie…”

“Ja?”
“Jetzt weiß ich was, was du dir vorstellen kannst!”

“Na, da bin ich ja mal gespannt…”
“Das Paket ist so groß wie 3-4 Schuhkartons etwa!”

“Für Schuhe oder für Stiefel??”

Kopfschüttel…

57 Kommentare »

Was willst du denn hören?

13. Dezember 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste ist mit ihrem Auto auf dem Weg zu einer 3-tägigen Fortbildung und hat noch gut 2 Stunden Fahrzeit vor sich.
Das ist mir klar, als ich am Abend nach Hause komme und daher beschließe ich, sie mal anzurufen und zu fragen, wie es ihr so geht und ob sie gut durchkommt.

“Hallo??”
“Hallo Süße, hier ist…”

“Schatz, bist du das??”
“Ja, ich bin´s.”

“Warte mal, ich muss dich lauter machen!”
“-”

“Sag jetzt mal was!”
“Ähm, Eins, Zwei, Drei, Test… Eins, Zwei…”

“Was??”
“TEST, TEST!”

“Ah, jetzt geht´s! Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Weißt du, ich hatte hier nämlich alles verstellt!”
“Aha, und warum?”

“Warum was?”
“Warum hast du, ähm… Ach egal, vergiss es besser…”

“Wieso, was ist denn??”
“Nichts, lass mal, ich frage mich nur, wie man…”

“Was fragst du dich?? Du bist schon wieder so leise!”
“Ich bin nicht leise, deine Freisprecheinrichtung ist leise!”

“Sag noch mal was jetzt, ja?”
“Himmel… Eins, Zwei, Drei, Test…”

“Weiter bitte!”
“Eins, Zwei, Drei, Vier, Test, Test…”

“Schon besser, aber was redest du denn da eigentlich??”
“Ich rede gar nicht, ich zähle.”

“Kannst du nicht mal was Vernünftiges sagen??”
“Ich dachte, du wolltest deine Anlage da richtig einstellen?”

“Welche Anlage denn??”
“Deine Freisprechanlage.”

“Was?? Was hast du gesagt??”
“DEINE FREISPRECHANLAGE!!”

“Was ist damit??”
“Liebste, kannst du mich nun hören oder nicht?!”

“Geht so, sprich ruhig weiter.”
“Ich kann aber nicht weitersprechen!”

“Kannst du nicht??”
“Nein, weil ich ja noch gar nichts gesagt habe!”

“Warum rufst du denn an, wenn du gar nichts sagen willst!?”
“Ich will ja was sagen!”

“Was denn??”
“Ähm…”

“Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Was??”
“ICH BIN NOCH DA!”

“Was wolltest du denn nun sagen??”
“Ich wollte eigentlich nur mal fragen, wie es dir geht!”

“Gut!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz?”
“Ja, ich höre.”

“Du hörst??”
“Vielmehr warte ich darauf, ob du noch was sagst!”

“Wieso, was soll ich denn sagen??”
“Na ja, ich meine, mehr hast du nicht zu sagen??”

“Hä??”
“Ich frage, wie es dir geht, und du sagst: gut!?”

“Was willst du denn hören?? Wie geht es dir denn??”
“Mir??”

“Ja, dir!”
“Mir geht es auch gut.”

“-”
“-”

“OK, ich rufe dann noch mal an, wenn ich da bin, ja?”
“Ja…”

“Dann können wir in Ruhe telefonieren.”
“Wir könnten aber auch jetzt in Ruhe telefonieren, wenn…”

“…wenn was??”
“…wenn deine Freisprecheinrichtung lauter wäre!”

“Meine Freisprecheinrichtung ist völlig in Ordnung!”
“Und warum hörst du mich dann nicht?”

“Was??”
“WARUM HÖRST DU MICH DANN NICHT??”

“Also an der Freisprecheinrichtung liegt das nicht.”
“Und woran dann?? Spreche ich so undeutlich, oder was??”

“Nein, nein, du sprichst ausreichend deutlich.”
“Und was stimmt dann nicht??”

“Ich kriege das Radio irgendwie nicht leiser!”

Kopfschüttel…

60 Kommentare »

Winterklamotten

6. Dezember 2010, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind am Wochenende auf eine Adventsparty eingeladen und sind nun gerade dabei, uns dafür fertig zu machen.
Während ich – wen wundert´s – bereits so gut wie abfahrbereit bin, wühlt die Liebste noch in ihrem Schrank…
 

“Himmel, so ein Mist, blöder, so ein… Verdammt!”
“Liebste? Warum fluchst du hier so?? Was ist??”

“Weil ich einfach nichts finde, was ich anziehen könnte!”
“Ähm… Nichts?”

“Nichts!”
“OK, alles klar, ich lasse dich dann mal wieder alleine und…”

“…du bleibst jetzt hier!”
“Muss ich?”

“Du musst!”

“Aber Liebste, wir wissen doch beide, dass ich dir da keine Hilfe bin…”

“Guck dir das mal an hier!”
“Was jetzt genau?”

“Der Schrank ist?? Na? Was ist der Schrank??”
“Ähm… Was der Schrank ist, soll ich sagen??”

“Ja! Was ist der Schrank?? Schau hier mal genau rein!”
“Ähm… Der Schrank ist… Ziemlich voll?”

“Quatsch! Er ist total leer!”
“Aber, ähm…”

“Ich kriege noch einen Anfall, echt!”

“Aber Süße, da, ähm… Da liegen doch tausend Sachen drin??”

“Wo! Da oben??”
“Ja, ich meine, damit könnte man locker einen ganzen H&M füllen…”

“Ja, im Sommer vielleicht, wir haben aber jetzt Winter!”
“Ach so, dann sind das da also alles Sommersachen??”

“Ja.”
“Und wo sind die Wintersachen?”

“Na da ist ja heute jemand besonders schlau!!”
“Ähm…”

“Das IST ja das Problem, ich habe keine Wintersachen!”

“Aha, und, ähm… Wie hast du das dann letzten Winter gemacht??”

“Ich verstehe die Frage nicht.”
“Ähm… Du verstehst die Frage nicht??”

“Nein, ich verstehe die Frage nicht!”

“Welchen Teil davon hast du denn jetzt nicht verstanden??”

“Wieso, welchen Teil??”
“Naja, das mit dem Winter oder das mit dem letzten Jahr??”

“Schatz, ich suche nur was anzuziehen, verstehst du das nicht??”
“Ja, das verstehe ich schon, aber…”

“Was soll denn dann diese blöde Fragerei!?”

“Aber du hast doch gesagt, du hättest nichts??”

“Habe ich ja auch nicht!”
“Und letztes Jahr??”

“Was denn letztes Jahr??”

“Sag mal, du WILLST mich nicht verstehen, oder??”

“Wieso, was redest du denn auch für einen Schwachsinn!?”

“Liebste! Du sagst doch, du hast mal wieder nichts, richtig??”

“Richtig.”
“Genauer: du hast nichts für den WINTER, richtig??”

“Richtig.”
“Das da sind alles nur Sommerklamotten. Richtig??”

“Richtig.”
“Also: du hast jetzt leider gar keine Winterklamotten.”

“Das sagte ich bereits.”
“OK, und meine folgende Frage ist wirklich ganz simpel und einfach:”

“Nun frag schon…”
“WAS – hast du – LETZTEN – Winter denn dann angezogen??”

“Da hatte ich ja auch schon nichts!”

Kopfschüttel…

69 Kommentare »

Törchen 22

22. Dezember 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche, als ich aus dem Badezimmer komme.
Heute ist unser letzter Arbeitstag des Jahres, und dann können wir die Weihnachtszeit zusammen genießen.
Ich nehme mir einen Kaffee und setze mich zu der Liebsten an den Tisch.

“So, Schatz! Endspurt heute und dann: Urlaub!”
“Ja, Süße. Ich kann ein paar ruhige Tage jetzt auch gebrauchen…”

“Ich auch, ich freue mich schon!”
“Gut, ähm, aber sag mal… Komisch…”

“Wieso, was ist?”
“Guck mal hier, in meinem Adventskalender…”

“Was ist da?”
“Das Törchen 22 ist ja schon auf??”

“Und?”
“Ich meine, heute ist doch der 22igste, oder??”

“Den ganzen Tag lang, Schatz.”
“Aber ich habe das doch noch gar nicht aufgemacht!?”

“Du bist eben ein Schussel.”
“Nee, nee, nee, Moment mal! Hauch mich mal an!”

“Ich?? Wieso soll ich dich anhauchen??”
“Ich will testen, ob du nach Schokolade riechst!”

“Willst du mir etwa unterstellen, ich hätte…”
“…liegt das nicht auf der Hand??”

“Pff! Ich mache mir doch eh nichts aus Schokolade!”
“Pah!”

“Als wenn ich es nötig hätte, deinen Kalender zu plündern!”
“Und? Hast du??”

“Wenn da jetzt ne schöne Halskette drin wäre, aber so…”
“Tut mir leid, Halsketten-Adventskalender gibt es noch nicht.”

“Blöd eigentlich, ist echt ne Marktlücke, finde ich…”
“Lenk jetzt nicht ab, warst du es nun oder nicht!?”

“Was war ich!?”
“Hast du mein Törchen 22 leergefuttert??”

“Ich habe doch meinen eigenen Adventskalender!”
“Das ist keine Antwort auf meine Frage!”

“Lass mich in Ruhe, ja? Für Streit ist es noch viel zu früh!”
“Los, dann küss mich!”

“Wie bitte??”
“Du sollst mich küssen, aber pronto!”

“Pah! Ich küsse dich doch jetzt nicht!”
“So?? Und warum nicht??”

“Ich muss gleich zur Arbeit.”
“Pff! Dir klebt die Schokolade bestimmt noch am Gaumen!”

“Wie kann man sich über ein paar Gramm Schoki so aufregen!?”
“Aha! Also warst du es, du gibst es zu!”

“Ich gebe gar nichts zu.”
“Schön, dann werde ich…”

“Schatz, ich bin wirklich enttäuscht von dir.”
“Wie jetzt! Du von mir??”

“Ja.”
“Wieso??”

“Weil du glaubst, ich hätte deine Schokolade gegessen.”
“Hast du ja auch.”

“Und wenn, wäre das so schlimm, ich meine…”
“Na ja, was heißt schlimm, wirklich SCHLIMM natürlich nicht…”

“Wegen jedem Kleinkram schnauzt du mich sofort an…”
“Das ist jetzt aber ein bisschen hart formuliert, also…”

“…selbst wenn ich Törchen 22 aufgemacht hätte, ich meine…”
“Ähm…”

“…das ist doch kein Grund, mich gleich so fertig zu machen…”

[Die Liebste senkt ganz langsam ihren Kopf ein wenig und lässt - sichtlich enttäuscht - die Mundwinkel hängen. Es ist nicht so, dass sie gleich losheulen müsste, aber irgendwie scheint sie schon ein bisschen damit zu kämpfen, die Fassung und ihren Stolz nicht zu verlieren.
Ich besinne mich ein wenig und stelle fest, dass ich vielleicht wirklich ein bisschen zu laut geworden bin. Selbst wenn sie die Schokolade genommen hätte, ich meine, was soll´s, sie ist einfach so wunderbar erwachsen und zugleich so zauberhaft verspielt... Das mag ich ja so an ihr und anstatt mich wegen eines blöden Stückchens Schokolade aufzuregen, sollte ich sie einfach so nehmen und lieben, wie sie ist: die wunderbarste und liebevollste Frau der Welt.]

“Bist du jetzt wieder böse auf mich?”
“Ähm, nein, ich, ähm…”

“Ehrlich nicht?”
“Nein, Liebste.”

“Glaubst du mir denn, dass ich deine 22 nicht aufgemacht habe?”
“Also, ähm… Glauben, na ja, ach, ist doch auch egal, oder?”

“Du glaubst mir nicht, Schatz?”
“Ich liebe dich, meine Süße.”

“So? Und du bist wirklich nicht böse auf mich?”
“Nein.”

“Und das, obwohl du denkst, ich hätte deine Schoki gefuttert?”
“Ja. Es ist nicht so wichtig, andere Dinge sind wichtiger.”

“Was denn zum Beispiel??”
“Du bist wichtiger. Frohe Weihnachten, meine Liebste.”

“Frohe Weihnachten, mein Schatz, ich liebe dich auch!”
“DAS ist wichtig, alles andere nicht.”

“Weißt du was, ich möchte dir etwas Gutes tun.”
“So? Und was?”

“Du darfst Törchen 22 an meinem Kalender aufmachen.”
“Aber, ähm…”

“Ist schon gut, ich meine, du weißt es doch sowieso…”
“Ähm, was weiß ich sowieso??”

“Dass ich deine Schokolade gegessen hab, tut mir leid.”
“Das macht ja auch nichts, ähm, aber…”

“Aber?”
“Liebste, dein Törchen 22 ist doch schon auf?? Und auch schon leer??”

“Ja, und?”
“Also das heißt, du hast beide Schokoladen gegessen??”

“Ja, ich hatte so einen Heißhunger, und…”

“…und du bietest mir trotzdem an, dein Törchen 22 aufzumachen??”

“Ja, freust du dich nicht?”
“Worüber soll ich mich denn freuen?? Die 22 ist doch leer!?”

“Nicht dieses Jahr, du Dummerchen! Nächstes Jahr!”

Kopfschüttel…

Frohe Weihnachten! (photocase.de © onesecondupndown)Wir bedanken uns bei allen Gästen ganz herzlich für den Besuch bei uns und die vielen Kommentare, die dieses Blog so sehr bereichern.
Wir wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier im Blog gibt es eine kurze Pause und im neuen Jahr geht´s munter – vielleicht auch mit ein paar neuen Erfrischungen – weiter.

Frohes Fest und guten Rutsch!

58 Kommentare »

Wollten wir ja auch nicht!?

20. Dezember 2010, aus der Schublade Familie und Feste

Meine Liebste kommt am letzten Adventssamstag vor Weihnachten von ihrer – wie sie sagt – letzten  Shoppingtour zurück.
Obwohl sie eigentlich nur noch ein paar Kleinigkeiten benötigt hat, sind die Tüten, die sie mitschleppt, alle voll…

“Hallo Schatz, da bin ich wieder!”
“Sehe ich, Süße, das sehe ich.”

“Hilf mir doch mal mit den Tüten hier!”
“Klar, gerne, und…”

“Ich muss nämlich ganz dringend auf Klo!”
“Gut, ähm…”

“…stell einfach irgendwo hin, ich komme gleich!”
“Jawohl…”

[Während ich mit den großen Tüten Richtung Küche schlappe, höre ich, wie der Mantel der Liebsten durch die Wohnung fliegt, Türen knallen und ein Klodeckel "schwungvoll" geöffnet wird. Ich meine, man(n) gewöhnt sich ja mit den Jahren dran, dass Frauen eigentlich immer auf Klo müssen, wenn sie nach Hause kommen; und daran, dass Frauen immer DRINGEND aufs Klo müssen, wenn sie vom Einkaufen wieder da sind... Und auch daran, dass man(n) dabei eigentlich immer nur im Weg steht, egal, wo man sich gerade aufhält...
Ein paar Minuten später kommt die Liebste dann - sichtlich entspannt - auch in die Küche, wo ich auf sie warte.]

“Boah, das war knapp…”
“Ja, ähm… Naja, schön.”

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Hast du in die Tüten reingeguckt??”
“Nein, wieso?”

“Wirklich nicht??”
“Nein, sollte ich denn??”

“Auf keinen Fall sollst du da reingucken!”
“Wieso??”

“Weil da was drin ist, was nicht für deine Augen bestimmt ist.”
“Ähm… Ein Geschenk?”

“Ja, richtig. Habe ich besorgt.”
“Für mich??”

“Ja, für dich.”

“Aber, ähm…”

“Was ist??”
“Liebste, wir wollten uns doch zu Weihnachten nichts schenken??”

“Richtig. Stimmt. Wollten wir nicht.”
“Ja, ähm… Schön, dass wir uns da einig sind…”

“Ich schenke dir ja auch nichts.”
“Nicht?”

“Nein.”
“Aber hast du nicht eben gesagt, du hättest ein Geschenk??”

“Ja, das habe ich gesagt und stimmt ja auch.”
“Ähm… Und das ist für mich, ja?”

“Richtig, wie oft soll ich das denn noch sagen??”

“Ähm… Liebste, ich verstehe mal wieder kein Wort, und…”

“Was und?”
“…und ich habe aufmerksam gefragt, geantwortet UND zugehört!”

“Was ist denn schon wieder, was willst du denn jetzt??”
“Liebste, hast du ein Geschenk für mich gekauft!?”

“Ja!”
“Aber wir wollten uns doch nichts zu Weihnachten schenken!?”

“Wie oft wollen wir das jetzt noch wiederholen??”

“Also schön… WARUM hast du mir ein Geschenk gekauft??”

“Mir war eben danach.”
“Und du wirst es mir schenken??”

“Ja, natürlich! Warum sonst sollte ich dir ein Geschenk kaufen??”
“Oh Gott, ich glaube, ich unterzuckere gerade wieder…”

“Ein bisschen blass bist du schon, ist alles in Ordnung??”
“Nichts ist in Ordnung! Sag mal, findest du das wirklich normal??”

“Was jetzt??”

“Dass du mir ein Geschenk kaufst, obwohl wir doch beide…”

“Wo ist denn jetzt eigentlich genau dein Problem, Schatz??”
“Ich habe zwei, wenn du es genau wissen willst!”

“Und die wären?”
“Erstens: wieso kriege ich ein Weihnachtsgeschenk trotz Abmachung!”

“OK, und zweitens?”
“Zweitens: ich habe jetzt KEIN Weihnachtsgeschenk für dich!”

“Ich glaube, du verstehst da etwas völlig falsch, Schatz.”
“Dann kläre mich doch bitte mal auf, mit EINFACHEN Worten, bitte!”

“Du kriegst kein Weihnachtsgeschenk. Ist das jetzt klar, ja?”
“Ähm… Ja. OK.”

“Und du brauchst daher für mich auch keins, verstanden?”
“Ja, ähm… Verstanden, aber…”

“Kein Aber!”
“Darf ich dann – bevor ich zusammenbreche – noch was fragen?”

“Was denn nun noch!”
“Das Geschenk, das du für mich gekauft hast, ähm, das…”

“Was ist damit?”
“…das kriege ich dann… Zu Ostern oder so?”

“Nein, doch nicht zu Ostern, pff!”
“Dann, ähm… Zu meinem nächsten Geburtstag?”

“Nein, nein, das ist ja noch viel zu lange hin.”

“Und… Wann kriege ich es dann??”

“Am 24.12.”
“Oh Gott, kann ich jetzt nicht endlich aufwachen, bitte!?”

“Aufwachen??”
“Ich habe schon wieder einen dieser nicht endenden Alpträume…”

“Spiele ich da auch mit??”
“LIEBSTE!!!! DU! DU SPIELST DIE HAUPTROLLE UNTER DEN ZOMBIES!!”

“Ich?? Wieso? Ich habe dir doch gerade ein Geschenk gekauft!”
“Jaaaa!!!!!”

“Weil ich dich so lieb habe!”
“Du bringst mich langsam, aber sicher um, so einfach ist das!!”

“Wieso??”
“Weil du mir am 24.12. was schenkst!”

“Darf ich das denn nicht??”

“Nein! Wir wollten uns zu Weihnachten nichts schenken!”

“Das ist ja auch gar kein Weihnachtsgeschenk!”
“Und was dann??”

“Einfach nur so! Ein ganz normales Geschenk eben!”
“Einfach nur so?? Einfach nur so?? Und zufällig am 24.12.??”

“Ganz zufällig, ja!”

“Ich breche zusammen, ruf bitte noch den Notarzt…”

“Ich erwarte übrigens von dir nicht, dass du mir was schenkst.”
“Du meinst, am 24.12.??”

“Ja, wir wollen uns ja zu Weihnachten nichts schenken.”
“Aha…”

“Aber über ein zufälliges Geschenk würde ich mich natürlich schon sehr freuen!”

Kopfschüttel…

71 Kommentare »

Da steht mein Name drauf?

16. Dezember 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste ist mit ihrem Auto am Abend auf dem Rückweg von einer Fortbildung, die sie die letzten Tage besucht hat.
Sie hat noch ein wenig Fahrzeit vor sich und beschließt, mich vom Auto aus anzurufen (mit einer FUNKTIONIERENDEN Freisprecheinrichtung, und das will was heißen)…

“Hallo Schatz, ich bin´s!”
“Hallo Süße, na? Bist du noch unterwegs?”

“Ja. Bin so in eineinhalb Stunden da, denke ich.”
“Heute kann ich dich ja ausgezeichnet verstehen, was ist passiert??”

“Hä? Wie meinst du das??”
“Na deine Freisprecheinrichtung?”

“Ach so! Ja, das funktioniert jetzt wieder.”
“Fein. Und?”

“Was und??”
“Naja, was gibt es Neues?”

“Bei mir nicht viel, und bei dir?”
“Bei mir auch nicht.”

“Bei dir gibt es ja auch nie was Neues…”
“Ach doch, da ist heute ein Paket für dich gekommen!”

“Ein Paket??”
“Ja, ein ziemlich großes.”

“Ich habe aber gar nichts bestellt??”
“Wie auch immer, auf jeden Fall steht hier jetzt eins.”

“Mit meinem Namen drauf??”
“Natürlich.”

“Kann nicht sein.”
“Ist aber so.”

“Kann aber nicht sein!”
“Ist aber so!”

“Du hättest das nicht annehmen sollen!”
“Ich habe es ja auch gar nicht angenommen.”

“Nicht??”
“Nein, das waren unsere Nachbarn.”

“Wieso nehmen die ein Paket an, das ich nicht bestellt habe??”
“Ähm… Woher sollen die das denn wissen, bitte??”

“Von wem kommt das Paket denn eigentlich, steht das da??”
“Ja, ähm, von… Von einer Firma namens [...].”

“Ach so!”
“Also kennst du die? Hast es also doch bestellt?”

“Ja, die kenne ich, aber das kann trotzdem nicht für mich sein!”
“Also hast du nun was bestellt oder nicht!?”

“Ja, ich habe etwas da bestellt.”
“Dann ist doch alles in Ordnung, oder??”

“Nein, dieses Paket kann aber trotzdem nicht für mich sein.”
“Ähm… Und warum nicht??”

“Ich habe nur etwas ganz Kleines bestellt.”
“Schön. Und??”

“Du hast aber gesagt, da sei ein großes Paket angekommen.”
“Richtig, und??”

“Das hätte dann ja nur höchstens ein Päckchen sein dürfen!”
“Kleines Paket, großes Päckchen, wo ist denn da der Unterschied??”

“Du sagtest aber eben GROSSES Paket, nicht kleines!”
“Na schön, dann ist eben ein GROSSES Päckchen angekommen!”

“Es gibt keine großen Päckchen.”
“Gibt es nicht??”

“Nein, denn dann wären es ja Pakete!”
“Himmel, ist das jetzt nicht völlig egal??”

“DU hast dich doch so undeutlich ausgedrückt, nicht ich!”
“Also schön, gut, haben wir das dann jetzt geklärt, ja?”

“Nichts ist geklärt!”
“Nicht??”

“Nein! Also ist es nun ein großes Paket oder nicht??”
“Es ist so zirka 50 mal 30 mal 30, würde ich sagen.”

“Es ist was??”
“50 mal 30 mal 30, vielleicht auch 35.”

“Und was soll ich jetzt mit so ein paar Zahlen??”
“Ähm… Ich schätze, dass es so groß ist??”

“Und was ist jetzt 50??”
“Es ist geschätzte 50 bis 60 Zentimeter breit, was sonst??”

“Und was ist jetzt 30??”
“Die Länge vielleicht??”

“Boah, kannst du mir nicht einfach sagen, wie groß es ist??”
“Soll ich das jetzt noch in Hektolitern ausrechnen, oder was??”

“Nein, damit kann ich ja noch viel weniger anfangen!”
“Und wie soll ich dann also deiner Meinung nach die…”

“…ich will doch nur wissen, wie groß es ist!”
“…und wie soll ich das machen??”

“Na vergleiche es mit irgendwas, ist das so schwer??”
“Es ist ist so groß, wie… Wie…”

“Wie??”
“Wie…”

“Boah Schatz, du stellst meine Geduld echt auf die Probe!”
“Wie…”

“Ja?”
“Jetzt weiß ich was, was du dir vorstellen kannst!”

“Na, da bin ich ja mal gespannt…”
“Das Paket ist so groß wie 3-4 Schuhkartons etwa!”

“Für Schuhe oder für Stiefel??”

Kopfschüttel…

57 Kommentare »

Was willst du denn hören?

13. Dezember 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste ist mit ihrem Auto auf dem Weg zu einer 3-tägigen Fortbildung und hat noch gut 2 Stunden Fahrzeit vor sich.
Das ist mir klar, als ich am Abend nach Hause komme und daher beschließe ich, sie mal anzurufen und zu fragen, wie es ihr so geht und ob sie gut durchkommt.

“Hallo??”
“Hallo Süße, hier ist…”

“Schatz, bist du das??”
“Ja, ich bin´s.”

“Warte mal, ich muss dich lauter machen!”
“-”

“Sag jetzt mal was!”
“Ähm, Eins, Zwei, Drei, Test… Eins, Zwei…”

“Was??”
“TEST, TEST!”

“Ah, jetzt geht´s! Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Weißt du, ich hatte hier nämlich alles verstellt!”
“Aha, und warum?”

“Warum was?”
“Warum hast du, ähm… Ach egal, vergiss es besser…”

“Wieso, was ist denn??”
“Nichts, lass mal, ich frage mich nur, wie man…”

“Was fragst du dich?? Du bist schon wieder so leise!”
“Ich bin nicht leise, deine Freisprecheinrichtung ist leise!”

“Sag noch mal was jetzt, ja?”
“Himmel… Eins, Zwei, Drei, Test…”

“Weiter bitte!”
“Eins, Zwei, Drei, Vier, Test, Test…”

“Schon besser, aber was redest du denn da eigentlich??”
“Ich rede gar nicht, ich zähle.”

“Kannst du nicht mal was Vernünftiges sagen??”
“Ich dachte, du wolltest deine Anlage da richtig einstellen?”

“Welche Anlage denn??”
“Deine Freisprechanlage.”

“Was?? Was hast du gesagt??”
“DEINE FREISPRECHANLAGE!!”

“Was ist damit??”
“Liebste, kannst du mich nun hören oder nicht?!”

“Geht so, sprich ruhig weiter.”
“Ich kann aber nicht weitersprechen!”

“Kannst du nicht??”
“Nein, weil ich ja noch gar nichts gesagt habe!”

“Warum rufst du denn an, wenn du gar nichts sagen willst!?”
“Ich will ja was sagen!”

“Was denn??”
“Ähm…”

“Hallo??”
“Ja, ich bin noch da.”

“Was??”
“ICH BIN NOCH DA!”

“Was wolltest du denn nun sagen??”
“Ich wollte eigentlich nur mal fragen, wie es dir geht!”

“Gut!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz?”
“Ja, ich höre.”

“Du hörst??”
“Vielmehr warte ich darauf, ob du noch was sagst!”

“Wieso, was soll ich denn sagen??”
“Na ja, ich meine, mehr hast du nicht zu sagen??”

“Hä??”
“Ich frage, wie es dir geht, und du sagst: gut!?”

“Was willst du denn hören?? Wie geht es dir denn??”
“Mir??”

“Ja, dir!”
“Mir geht es auch gut.”

“-”
“-”

“OK, ich rufe dann noch mal an, wenn ich da bin, ja?”
“Ja…”

“Dann können wir in Ruhe telefonieren.”
“Wir könnten aber auch jetzt in Ruhe telefonieren, wenn…”

“…wenn was??”
“…wenn deine Freisprecheinrichtung lauter wäre!”

“Meine Freisprecheinrichtung ist völlig in Ordnung!”
“Und warum hörst du mich dann nicht?”

“Was??”
“WARUM HÖRST DU MICH DANN NICHT??”

“Also an der Freisprecheinrichtung liegt das nicht.”
“Und woran dann?? Spreche ich so undeutlich, oder was??”

“Nein, nein, du sprichst ausreichend deutlich.”
“Und was stimmt dann nicht??”

“Ich kriege das Radio irgendwie nicht leiser!”

Kopfschüttel…

60 Kommentare »

Winterklamotten

6. Dezember 2010, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind am Wochenende auf eine Adventsparty eingeladen und sind nun gerade dabei, uns dafür fertig zu machen.
Während ich – wen wundert´s – bereits so gut wie abfahrbereit bin, wühlt die Liebste noch in ihrem Schrank…
 

“Himmel, so ein Mist, blöder, so ein… Verdammt!”
“Liebste? Warum fluchst du hier so?? Was ist??”

“Weil ich einfach nichts finde, was ich anziehen könnte!”
“Ähm… Nichts?”

“Nichts!”
“OK, alles klar, ich lasse dich dann mal wieder alleine und…”

“…du bleibst jetzt hier!”
“Muss ich?”

“Du musst!”

“Aber Liebste, wir wissen doch beide, dass ich dir da keine Hilfe bin…”

“Guck dir das mal an hier!”
“Was jetzt genau?”

“Der Schrank ist?? Na? Was ist der Schrank??”
“Ähm… Was der Schrank ist, soll ich sagen??”

“Ja! Was ist der Schrank?? Schau hier mal genau rein!”
“Ähm… Der Schrank ist… Ziemlich voll?”

“Quatsch! Er ist total leer!”
“Aber, ähm…”

“Ich kriege noch einen Anfall, echt!”

“Aber Süße, da, ähm… Da liegen doch tausend Sachen drin??”

“Wo! Da oben??”
“Ja, ich meine, damit könnte man locker einen ganzen H&M füllen…”

“Ja, im Sommer vielleicht, wir haben aber jetzt Winter!”
“Ach so, dann sind das da also alles Sommersachen??”

“Ja.”
“Und wo sind die Wintersachen?”

“Na da ist ja heute jemand besonders schlau!!”
“Ähm…”

“Das IST ja das Problem, ich habe keine Wintersachen!”

“Aha, und, ähm… Wie hast du das dann letzten Winter gemacht??”

“Ich verstehe die Frage nicht.”
“Ähm… Du verstehst die Frage nicht??”

“Nein, ich verstehe die Frage nicht!”

“Welchen Teil davon hast du denn jetzt nicht verstanden??”

“Wieso, welchen Teil??”
“Naja, das mit dem Winter oder das mit dem letzten Jahr??”

“Schatz, ich suche nur was anzuziehen, verstehst du das nicht??”
“Ja, das verstehe ich schon, aber…”

“Was soll denn dann diese blöde Fragerei!?”

“Aber du hast doch gesagt, du hättest nichts??”

“Habe ich ja auch nicht!”
“Und letztes Jahr??”

“Was denn letztes Jahr??”

“Sag mal, du WILLST mich nicht verstehen, oder??”

“Wieso, was redest du denn auch für einen Schwachsinn!?”

“Liebste! Du sagst doch, du hast mal wieder nichts, richtig??”

“Richtig.”
“Genauer: du hast nichts für den WINTER, richtig??”

“Richtig.”
“Das da sind alles nur Sommerklamotten. Richtig??”

“Richtig.”
“Also: du hast jetzt leider gar keine Winterklamotten.”

“Das sagte ich bereits.”
“OK, und meine folgende Frage ist wirklich ganz simpel und einfach:”

“Nun frag schon…”
“WAS – hast du – LETZTEN – Winter denn dann angezogen??”

“Da hatte ich ja auch schon nichts!”

Kopfschüttel…

69 Kommentare »

Gefällt Dir dieser Blog?

Kopfschüttel Ratgeber »





Blog der Woche