Tennisshop

Zufrieden??

25. Oktober 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen an unserem Esstisch: heute habe ich mal für die Liebste gekocht!
OK, ich könnte mit meinem Gericht nicht beim Promi-Dinner punkten, aber trotzdem sind meine Nudeln a la Chef durchaus als “interessant” zu bezeichnen…

“Das hast du toll gemacht, Schatz!”
“Danke, Liebste. Aber du solltest erst mal probieren.”

“Also riechen tut es schon mal super!”
“Naja, also… Ja. Riechen tut es ganz gut.”

“Wenn es auch so schmeckt, dann ist alles supi!”
“Dann guten Appetit.”

“Dir auch, Schatz!”

[Meine Liebste und ich beladen uns unsere Teller und probieren.
Es gibt eine Nudelpfanne mit Paprika, Peperoni, Hackbällchen und ein bisschen Tomatensoße; alles selbst gemacht.
Nach dem ersten Bissen bin ich selbst ganz zufrieden, aber irgendwie: schmeckt das ganze doch ein wenig nach Nichts... Mist, dabei habe ich doch immer wieder zwischendurch probiert!? Da fehlt was...
Mal sehen, was die Liebste gleich sagt.]

“Sehr lecker, sehr lecker!”

“Naja, ich weiß nicht…”

“Wieso, was ist denn?”
“Irgendwie schmeckt das langweilig, oder?”

“Nee, ich find´s super!”

“Aha, tatsächlich??”

“Ja, das hast du fein gemacht.”
“Hm… Also Salz fehlt doch aber auf jeden Fall, oder?”

“Nein, ich mag das so.”
“Echt? Und es ist kaum Soße drin…”

“Du kannst so toll kochen, solltest du viel öfter machen.”
“Quatsch, ich kann nur die normalen Sachen.”

“Hallo?? Also die Hackbällchen hier die sind, die sind…”
“…Scheiße?”

“Auf keinen Fall! Die sind spitze!”
“Sag mal, du würdest es doch sagen, wenn es dir nicht schmeckt?”

“Natürlich, wieso?”
“Keine Ahnung, ich meine, du bist doch sonst so wählerisch…”

“Was willst du denn jetzt von mir hören??”
“Naja, wie es dir schmeckt?”

“Es schmeckt mir, zufrieden??”
“Findest du nicht, dass da was fehlt??”

“Nein.”
“Da ist doch viel zu wenig Salz dran!”

“Genug Salz.”

“Und Tomatensoße ist auch viel zu wenig!?”

“Blödsinn, iss jetzt deine, deine, na, deine…”
“…das ist eine Nudelpfanne, Liebste…”

“Nudelpfanne, genau, iss jetzt deine Nudelpfanne.”
“Hm… Ich hätte wetten können, dass dir das nicht schmeckt…”

“Schön, und kannst du jetzt mal die Klappe halten??”
“Jaja, schon gut…”

“Kochst du nächstes Wochenende auch?”

“Tja… Warum nicht? Das hier war nicht so schwierig…”

“Ach, weißt du, ich koche dann einfach wieder, kein Problem.”

“Was willst du damit denn jetzt sagen, bitte??”

“Nichts, wieso??”

“Es schmeckt dir also doch nicht!”

“Habe ich doch gar nicht gesagt!?”
“Warum sagst du mir denn nicht, wenn es nicht schmeckt!?”

“Es schmeckt doch! Das hast du super hingekriegt!”
“Hm…”

“Wenn es nicht schmecken würde, das wäre echt schlecht.”
“Wieso wäre das schlecht?”

“Weil du dann den ganzen Tag schlechte Laune hättest.”
“Nur weil in der Küche mal was daneben geht??”

“Nein, wenn ich zu dir sagen würde, dass es nicht schmeckt.”
“Ähm…”

“Aber es schmeckt ja. Zum Glück.”
“Liebste, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass…”

“…dass ich dir nicht die Wahrheit sage??”

“Genau!”

“Schatz, glaub mir: mit dem Essen ist alles in Ordnung.”
“Na schön, was soll´s, vielleicht mache ich mich nur verrückt…”

“Ich bin total beeindruckt von dieser, ähm, Nudelpfanne.”
“Schön, ich hole mir jetzt trotzdem noch Salz aus der Küche.”

“Da muss doch aber gar kein Salz mehr dran, das ist perfekt!”
“Schön, wenn es dir schmeckt, aber ich möchte noch Sa…”

“…du, wenn du jetzt in die Küche gehst:”

“Ja, was?”

“…kannst du dann den Ketchup mitbringen, bitte?”

Kopfschüttel…

70 Kommentare »

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

21. Oktober 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich stehen am Abend in der Küche, nachdem wir kurz zuvor zufällig gleichzeitig nach Hause gekommen sind.
Wie immer schauen wir dann die Post durch, die für uns eingetroffen ist. Die Liebste öffnet einen ihrer Briefe und beim Lesen verkrampfen sich ihre Gesichtszüge bereits deutlich…

“Das gibt es ja wohl nicht!”
“Was denn, Süße?”

“Das darf doch wohl nicht wahr sein!”
“Wieso, was ist denn??”

“Hier, das ist meine Kreditkartenabrechnung!!”
“Kann ich mir vorstellen, dass dich das schockt…”

“Was soll das denn jetzt heißen!?”
“Naja, da haben wahrscheinlich 20 Schuhgeschäfte abgebucht…”

“Quatsch!!”
“Habe ich ja auch nur so gedacht…”

“Was du immer denkst, 20 Schuhgeschäfte, pff!”
“Ist ja gut, war ja nur ein Witz…”

“Es war nur eins.”
“Was! Ein Schuhgeschäft?? Aber dafür 20 Paar Schuhe?? Haha!”"

“Es ist jetzt nicht die Zeit für alberne Späße!”
“Nicht?”

“Nein, das hier ist ernst!”
“OK, und was ist so ernst?”

“Hier steht was drauf, was ich nicht gekauft habe!”
“Und was?”

“Blizzard Entertainment, 20 Euro!”
“Blizzard, woher kenne ich noch Blizzard…”

“Egal, woher du die kennst, ICH kenne die nicht!”
“Hm…”

“Wieso buchen die was von meiner Kreditkarte ab??”
“Ist doch klar.”

“Was ist klar!?”
“Wie sonst sollen die denn Geld verdienen?”

“Sehr witzig! Das ist Betrug!”
“Jetzt stell dich doch wegen 20 Euro nicht so an!?”

“Sag mal, willst du mich verarschen, oder was??”
“Ja.”

“Ja??”
“Haha!”

“Schatz, ich finde das überhaupt gar nicht lustig!”
“Also ich schon, irgendwie!”

“Jetzt hilf mir doch mal, was mache ich denn jetzt??”
“Du solltest weniger Schuhe kaufen.”

“SCHATZ!!”
“Aua! Warum schlägst du mich denn jetzt??”

“Weil du es verdient hast!”
“Aber ICH bin doch hier nicht der Kreditkartenbetrüger??”

“Meinst du echt, das war ein Betrüger??”
“Es sieht ganz danach aus, wenn du es nicht warst…”

“Ich war das nicht! Und was soll ich jetzt machen??”
“Ich denke, du solltest das an VISA melden.”

“Und dann??”
“Dann sperren die deine Karte.”

“Das gefällt mir aber nicht!”
“Kann ich verstehen, aber so wird es wohl kommen.”

“Wieso muss das ausgerechnet mir passieren??”
“Oder hast du doch bei Blizzard eingekauft?”

“Quatsch, ich weiß überhaupt nicht, wer das ist.”
“Wie wäre es mal mit googeln?”

“Gute Idee!”

[Die Liebste stürmt mit der Kreditkartenabrechnung in der Hand zu ihrem Notebook.
Nach ein paar Klicks stellt sich heraus, dass Blizzard die kalifornische Spielefirma hinter dem Online-Rollenspiel "World of Warcraft" ist, das seit ungefähr 6 Jahren eine einzigartige Erfolgsgeschichte mit heute mehr als 12 Millionen zahlenden Abonnenten hingelegt hat.
Also ich traue der Liebsten ja so einiges zu, aber:
ein World of Warcraft-Abo??]

“Jetzt bin ich auch nicht schlauer, als vorher!”
“Ich denke, dass da jemand deine Daten missbraucht hat.”

“Mann! Eigentlich müsste dir so etwas passieren, nicht mir!”
“Was?? Warum mir denn??”

“Weil du ständig irgendwas im Internet bestellst, nicht ich.”
“Ach! Und deswegen soll i…”

“…wer weiß, wo du dich da überall rumtreibst…”
“Hallo??”

“Hol mir doch mal deine letzte Kreditkartenabrechnung!”
“Meine?? Da ist alles in Ordnung, keine Sorge!”

“Dann kannst du sie mir ja auch zeigen!”
“Ich habe aber jetzt keine Lust!?”

“Weil du etwas zu verbergen hast, oder??”
“Ich habe nichts zu verbergen!”

“Hört sich aber so an!?”
“Hört es sich NICHT!”

“Hört es sich DOCH!”
“Hört es sich NICHT!”

“Ich denke schon!”
“Und ich denke nicht!”

“Du kaufst da bestimmt Schweinkram im Internet!”
“Wenigstens habe ich kein WoW-Abo, so wie du!”

“WoW? Sagtest du WoW??”
“Ja. Die Abkürzung für World of Warcraft, das Spiel.”

“Ach WoW! Jetzt weiß ich, was das ist!”
“Du kennst World of Warcraft??”

“Das Spiel?”
“Ja?”

“Nein, kenne ich nicht.”
“Ähm…”

“Aber WoW, damit kann ich was anfangen.”
“Aber wieso…”

“Mein Kollege Ralf war das!”
“Ralf?? Ich verstehe nur Bahnhof??”

“Seine Kreditkarte ging nicht, da habe ich ihm meine gegeben!”
“Moment, und er hat dann bei Blizzard im Shop was damit gekauft??”

“Ja, er sagte, das sei irgendwas für WoW. Haha, verrückt!!”
“Also…”

“Und er hat mir die 20 Euro sogar gleich in bar zurückgegeben!”
“Ähm…”

“Dass ich das vergessen habe, so was! Haha!”
“Aha, und DESWEGEN machst du hier jetzt so eine Welle??”

“Da ist mir aber gerade ein Stein vom Herzen gefallen!”
“Schön. Ich habe zwar schon wieder einen Puls von 180, aber egal…”

“Jetzt freu dich doch mal für mich! Doch kein Betrüger!”
“Ich freue mich, Juch he, Juch he…”

“Gott sei Dank…”
“Schön, dann haben wir diese Kuh ja auch vom Eis jetzt, prima.”

“Nee, nee, die Kuh ist noch lange nicht vom Eis.”
“Wieso, ist doch alles in Ordnung mit deiner Kreditkartenabrechnung?”

“Du holst jetzt mal DEINE letzte Kreditkartenabrechnung!”
“Was?? Pff, einen Teufel werde ich tun!”

“Also schwörst du, dass du da keine komischen Sachen kaufst??”
“Ich schwöre!”

“Pff!”
“Wieso? Was ist denn?? Ich habe es doch geschwört??”

“Männer, die was schwören, haben immer was zu verbergen!”

Kopfschüttel…

37 Kommentare »

Vielleicht (XXL-Version)

18. Oktober 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend zusammen im Wohnzimmer, wo wir es uns gemütlich gemacht haben und schauen ein bisschen Fernsehen.
Während die Liebste mit der Fernbedienung auf der Jagd nach einer interessanten Sendung ist (was trotz 30 Sendern mal wieder schwierig ist), beschließe ich, mir noch etwas zum Trinken zu holen.

“Hier läuft heute mal wieder nur Mist!”
“Ja, Süße… Aber du findest schon was.”

“Überall nur Werbung!”

“Ich hole mir was zum Trinken, möchtest du auch was?”

“-”
“Liebste?”

“-”

“Soll ich dir auch was mitbringen?”

“Hm…”
“Ähm, hast du mich verstanden??”

“Ja, ich denke gerade nach, Moment.”
“Du denkst nach??”

“Ja.”
“Aha… Und, ähm… Wie lange dauert das?”

“Ich müsste gleich fertig sein.”

“Schön.”

“-”
“-”

“-”

“Liebste?? Hallo??”

“-”
“Soll ich dir was zum Trinken mitbringen?”

“Vielleicht.”
“Ähm… Vielleicht??”

“Vielleicht.”
“Aber was soll ich denn mit dieser Antwort jetzt??”

“Wieso, du hast mich doch gefragt??”

“Schon, aber ich habe eher ein Ja oder Nein erwartet??”

“Wolltest du denn eine ehrliche Antwort?”
“Naja, was heißt ehrlich, also Ja oder Nein eben!”

“Und wenn ich Ja gesagt hätte?”
“Dann hätte ich dir etwas zum Trinken mitgebracht!”

“Und was?”

“Ähm, das wäre dann wohl meine zweite Frage geworden.”

“Siehste!”
“Also möchtest du jetzt was trinken oder nicht!?”

“Vielleicht.”
“Himmel! Warum sagst du denn schon wieder vielleicht??”

“Na weil es so ist, ich möchte vielleicht was!”

“Und wovon hängt das ab, bitte??”

“Das hängt davon ab, was du mir mitbringst!”
“Was SOLL ich dir denn mitbringen??”

“Haben wir Fanta?”

“Fanta?? Wir haben NIE Fanta!”

“Irgendwie habe ich jetzt Durst auf Fanta…”

“Wir haben aber keine, wie du sicher weißt!”

“Schade…”

“Also was willst du nun!”

“Naja, also so richtig am Verdursten bin ich nicht…”
“Also du möchtest nichts, heißt das?”

“Doch.”
“Aha, also möchtest du doch was?”

“Doch, vielleicht.”
“Weißt du was, das wird mir jetzt echt zu doof hier!”

“Wieso??”
“Ich gehe mir jetzt was holen und fertig!”

“Und mir bringst du nichts mit??”
“Nein, du äußerst dich ja nicht!”

“Aber ich habe doch nicht Nein gesagt??”
“Du hast aber auch nicht Ja gesagt!”

“Was holst du dir denn eigentlich zum Trinken?”
“Ich wollte mir ein Glas Cola holen.”

“Cola Light?”
“Cola Light. MÖCHTEST DU – VIELLEICHT – AUCH EIN GLAS!?”

“Hm…”
“Weißt du was, hol dir einfach später selber was!”

[GRRR! Frauen können einem manchmal so auf die Nerven gehen!
Ich meine, Hallo?? Wir reden doch hier nicht davon, eine Moschee zu bauen, einen Bahnhof abzureißen oder die Welt vor dem Untergang zu retten?? Es geht um ein simples Glas Cola, Wasser, Milch, Wein oder was weiß ich! Aber nein, da kann und muss natürlich auch wieder eine kleine Staatsaffäre draus gemacht werden!
DIESES MAL lasse ich mich aber nicht drauf ein! Ich hole mir jetzt einfach was zum Trinken, setze mich wieder hin und ignoriere konsequent alles, was die Liebste dann noch dazu sagen wird. Schließlich habe ich sie ja mehrfach gefragt, oder??
Ich hole mir also ein großes Glas Cola aus der Küche, setze mich schließlich wieder im Wohnzimmer neben die Liebste und stelle das Glas vor mir auf dem Tisch ab.]

“Du hast mir ja jetzt tatsächlich nichts mitgebracht??”
“Richtig.”

“Du bist böse!”
“Du wolltest ja nichts, und außerdem höre ich dir gar nicht zu.”

“Ich habe NICHT gesagt, dass ich NICHTS möchte!”
“Dumdidel dum, didel dum, bla bla bla, hmm mmh hmmm…”

“Spreche ich jetzt wieder außerirdisch, oder was??”
“Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals anders gewesen wäre.”

“Du Blödmann!”
“DAS allerdings kann ich ausnahmsweise übersetzen…”

“Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort!”
“Ich habe keine Sünde begangen.”

“Doch!”
“Nein, habe ich nicht. Ich hatte dich ja gefragt.”

“Das meine ich ja auch gar nicht!”
“Sondern?”

“Du hast keinen Untersetzer unter dein Glas gelegt!”
“Oh…”

“Die liegen da hinten auf dem Esstisch, wo sie immer liegen!”
“Das habe ich nur vergessen, weil du…”

“…also daran bin ich nun wirklich nicht schuld!”
“Schön, ich gebe zu, das war mein Fehler. Ich hole einen.”

[Untersetzer sind ja auch so ein Frauending...
Aber da wir uns irgendwann mal darauf geeinigt haben, dass wir auf dem Glastisch vor dem Sofa Untersetzer benutzen (obwohl die Diskussion darüber auch eher einseitig war), muss ich also nun noch einmal aufstehen und einen holen.
Aber: DANN ist auch endlich Schluss mit der Diskutiererei!]

“So ist´s brav, Schatz.”
“Ähm… Liebste, was soll denn das??”

“Was soll was!?”
“Mein Glas ist ja leer??”

“Oh, tatsächlich!”
“Du hast meine Cola ausgetrunken!”

“Ich??”
“Wer denn sonst, der Heilige Geist vielleicht??”

“Gut möglich!”
“Sehr witzig!”

“Ich sagte doch, kleine Sünden bestraft der lie…”
“…DU HOLST JETZT EINE NEUE COLA FÜR MICH!!”

“Ich?? Pff! Warum sollte ich??”
“Weil du sie hinter meinem Rücken ausgetrunken hast!”

“Das kannst du nicht beweisen!”
“Ha! Du hast ja den Rest noch am Kinn hängen!!”

“Quatsch! Das ist noch von heute Mittag.”
“Ich habe dich mehrfach gefragt, ob du was trinken willst!”

“Ich habe dir ja auch mehrfach geantwortet!”
“Gott, wo habe ich bloß meine Valiumtabletten…”

“…dann bring mir bitte auch eine mit.”
“Valium?? Wieso du denn, ICH breche doch hier gleich zusammen!?”

“Ich habe es mit dir auch nicht leicht, das glaube mal!”
“Ruhig, Bernd, ruhig, atmen, atmen, atmen…”

“Jetzt tu mal nicht so, als sei eine Cola der Weltuntergang.”
“Liebste, ich hole mir jetzt ein neues Glas Cola…”

“Schön!”
“Und ich frage jetzt noch ein letztes Mal:”

“Ja?”
“MÖCHTEST DU AUCH EIN GLAS TRINKEN!?”

“Nein, ich bin jetzt nicht mehr durstig.”
“Kein Wunder…”

“…aber ich hätte jetzt vielleicht Hunger, du auch?”

Kopfschüttel…

121 Kommentare »

Mag ich

9. Oktober 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich machen am Freitagabend nach getaner Arbeit noch einen kleinen Spaziergang um die Häuser.
Es ist zwar nicht besonders warm, aber ansonsten ist das Wetter fantastisch und wir erleben dazu noch einen wunderbaren Sonnenuntergang auf unserem Weg.

“Hach, so könnte es jeden Tag sein…”
“Ja, das stimmt, Süße.”

“Und schau mal die tollen Farben der Bäume!”

“Ja, jetzt geht der Herbst so richtig los.”

“Ich mag ja den Herbst.”
“Tatsächlich??”

“Ja, wieso?”
“Ich dachte, du magst eher den Sommer?”

“Den Sommer mag ich natürlich auch.”

“Ah…”

“Aber der Frühling ist auch schön!”
“Ähm…”

“Ich mag den Frühling.”
“Also magst du eigentlich alle, willst du damit sagen.”

“Wieso? Über Winter haben wir doch noch gar nicht gesprochen?”
“Das ist richtig, aber ich dachte…”

“Also der Winter ist schon was etwas ganz anderes.”
“Ach ja?”

“Ja.”
“Weil es da besonders kalt ist?”

“Auch deswegen.”
“Und Kälte magst du ja nicht.”

“Das stimmt.”
“Und weil da das Autofahren oft so schwierig ist?”

“Darauf könnte ich auch verzichten, auf das Chaos, ja.”
“Aha, verstehe.”

“Was verstehst du?”
“Den Winter magst du also nicht.”

“Doch, natürlich!”

Kopfschüttel…

45 Kommentare »

Meins oder deins?

4. Oktober 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Für meine Liebste war es mal wieder Zeit für ein neues Handy, und wen wundert´s: es musste natürlich das charmante und Damen-affine Gerät mit dem großen Apfel drauf sein.
So ein iPhone ist schon eine tolle Sache (und das nicht nur für Frauen); allerdings ist es auch nicht gerade ein Schnäppchen…

“Du Schatz, guck mal hier, das ist Tom!”
“Süße, hast du dir schon wieder eine nutzlose App runtergeladen?”

“Nutzlos?? Das ist eine sprechende Katze, guck doch mal!”
“Eine sprechende Katze, aha…”

“Ja, und streicheln kann man die auch, hier, siehste?”
“Ist ja toll…”

“Die ist so süüüüß! Und die quatscht alles nach!”
“Ich dachte, du magst Katzen nicht?”

“Stimmt, aber eine App mit einem Hund gab´s nicht.”
“Zu blöd aber auch…”

“Guck doch mal jetzt, hier, mach doch mal, sag mal was!”
“Lass mich bitte mit dem Blödsinn in Ruhe, ja?”

“Du sollst es doch nur mal ausprobieren?”
“Nachdem du mir schon zirka 1.453 Apps gezeigt hast…”

“…aber diese hier ist etwas ganz Besonderes!”
“Mal was anderes, warum hast du da die Schutzfolie noch drauf?”

“Auf dem iPhone?”
“Ja, da ist doch noch die Folie von der Verpackung drauf?”

“Ja, die ist noch drauf.”
“Mach sie doch ab??”

“Nee.”
“Warum denn nicht?”

“Weil ich das Display schonen will.”
“Aber deswegen kannst du doch trotzdem die Folie abmachen??”

“Nein, ich lasse die drauf.”
“Aber…”

“Ist das meins oder deins??”
“Ähm, deins…”

“Gut.”
“Darf ich noch eine Frage stellen?”

“Was denn?”
“Warum ist das Display so dunkel, warum machst du es nicht heller?”

“Wieso, ich sehe doch alles?”
“Aber das ist doch viel zu dunkel??”

“Vielleicht ein bisschen, aber das soll so bleiben.”
“Aha, und welche Begründung hast du jetzt dafür??”

“Weil ich den Akku schonen will.”
“Aha, den Akku…”

“Ist das meins oder deins??”
“Es ist deins…”

“Eben!”
“Schön, aber Liebste, so ein Handy ist doch, ich meine…”

“Was ist ein Handy?”
“…ein Gebrauchsgegenstand des Alltags, da sollte man doch…”

“Die Folie bleibt drauf! Basta!”
“Stell dir vor, wir hätten überall noch die Verpackung drauf!?”

“Wie meinst du das?”
“Naja, die Folie auf dem Fernseher, auf der Mikrowelle, dem Spiegel…”

“Das kann man nicht vergleichen.”
“Ach nein??”

“Nein, weil man die ja nicht mit sich rumschleppt!”
“Aha, also auf Sachen, die man rumschleppt, muss Schutzfolie sein??”

“Ja.”
“Mich schleppst du doch aber auch dauernd mit dir rum?”

“Ja, und eine Schutzfolie wäre auch bei dir besser gewesen.”
“Hä? Was soll das denn jetzt heißen??”

“Na guck dir doch mal an, wie zerkratzt du jetzt aussiehst!”

Kopfschüttel…

86 Kommentare »

Zufrieden??

25. Oktober 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen an unserem Esstisch: heute habe ich mal für die Liebste gekocht!
OK, ich könnte mit meinem Gericht nicht beim Promi-Dinner punkten, aber trotzdem sind meine Nudeln a la Chef durchaus als “interessant” zu bezeichnen…

“Das hast du toll gemacht, Schatz!”
“Danke, Liebste. Aber du solltest erst mal probieren.”

“Also riechen tut es schon mal super!”
“Naja, also… Ja. Riechen tut es ganz gut.”

“Wenn es auch so schmeckt, dann ist alles supi!”
“Dann guten Appetit.”

“Dir auch, Schatz!”

[Meine Liebste und ich beladen uns unsere Teller und probieren.
Es gibt eine Nudelpfanne mit Paprika, Peperoni, Hackbällchen und ein bisschen Tomatensoße; alles selbst gemacht.
Nach dem ersten Bissen bin ich selbst ganz zufrieden, aber irgendwie: schmeckt das ganze doch ein wenig nach Nichts... Mist, dabei habe ich doch immer wieder zwischendurch probiert!? Da fehlt was...
Mal sehen, was die Liebste gleich sagt.]

“Sehr lecker, sehr lecker!”

“Naja, ich weiß nicht…”

“Wieso, was ist denn?”
“Irgendwie schmeckt das langweilig, oder?”

“Nee, ich find´s super!”

“Aha, tatsächlich??”

“Ja, das hast du fein gemacht.”
“Hm… Also Salz fehlt doch aber auf jeden Fall, oder?”

“Nein, ich mag das so.”
“Echt? Und es ist kaum Soße drin…”

“Du kannst so toll kochen, solltest du viel öfter machen.”
“Quatsch, ich kann nur die normalen Sachen.”

“Hallo?? Also die Hackbällchen hier die sind, die sind…”
“…Scheiße?”

“Auf keinen Fall! Die sind spitze!”
“Sag mal, du würdest es doch sagen, wenn es dir nicht schmeckt?”

“Natürlich, wieso?”
“Keine Ahnung, ich meine, du bist doch sonst so wählerisch…”

“Was willst du denn jetzt von mir hören??”
“Naja, wie es dir schmeckt?”

“Es schmeckt mir, zufrieden??”
“Findest du nicht, dass da was fehlt??”

“Nein.”
“Da ist doch viel zu wenig Salz dran!”

“Genug Salz.”

“Und Tomatensoße ist auch viel zu wenig!?”

“Blödsinn, iss jetzt deine, deine, na, deine…”
“…das ist eine Nudelpfanne, Liebste…”

“Nudelpfanne, genau, iss jetzt deine Nudelpfanne.”
“Hm… Ich hätte wetten können, dass dir das nicht schmeckt…”

“Schön, und kannst du jetzt mal die Klappe halten??”
“Jaja, schon gut…”

“Kochst du nächstes Wochenende auch?”

“Tja… Warum nicht? Das hier war nicht so schwierig…”

“Ach, weißt du, ich koche dann einfach wieder, kein Problem.”

“Was willst du damit denn jetzt sagen, bitte??”

“Nichts, wieso??”

“Es schmeckt dir also doch nicht!”

“Habe ich doch gar nicht gesagt!?”
“Warum sagst du mir denn nicht, wenn es nicht schmeckt!?”

“Es schmeckt doch! Das hast du super hingekriegt!”
“Hm…”

“Wenn es nicht schmecken würde, das wäre echt schlecht.”
“Wieso wäre das schlecht?”

“Weil du dann den ganzen Tag schlechte Laune hättest.”
“Nur weil in der Küche mal was daneben geht??”

“Nein, wenn ich zu dir sagen würde, dass es nicht schmeckt.”
“Ähm…”

“Aber es schmeckt ja. Zum Glück.”
“Liebste, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass…”

“…dass ich dir nicht die Wahrheit sage??”

“Genau!”

“Schatz, glaub mir: mit dem Essen ist alles in Ordnung.”
“Na schön, was soll´s, vielleicht mache ich mich nur verrückt…”

“Ich bin total beeindruckt von dieser, ähm, Nudelpfanne.”
“Schön, ich hole mir jetzt trotzdem noch Salz aus der Küche.”

“Da muss doch aber gar kein Salz mehr dran, das ist perfekt!”
“Schön, wenn es dir schmeckt, aber ich möchte noch Sa…”

“…du, wenn du jetzt in die Küche gehst:”

“Ja, was?”

“…kannst du dann den Ketchup mitbringen, bitte?”

Kopfschüttel…

70 Kommentare »

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

21. Oktober 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich stehen am Abend in der Küche, nachdem wir kurz zuvor zufällig gleichzeitig nach Hause gekommen sind.
Wie immer schauen wir dann die Post durch, die für uns eingetroffen ist. Die Liebste öffnet einen ihrer Briefe und beim Lesen verkrampfen sich ihre Gesichtszüge bereits deutlich…

“Das gibt es ja wohl nicht!”
“Was denn, Süße?”

“Das darf doch wohl nicht wahr sein!”
“Wieso, was ist denn??”

“Hier, das ist meine Kreditkartenabrechnung!!”
“Kann ich mir vorstellen, dass dich das schockt…”

“Was soll das denn jetzt heißen!?”
“Naja, da haben wahrscheinlich 20 Schuhgeschäfte abgebucht…”

“Quatsch!!”
“Habe ich ja auch nur so gedacht…”

“Was du immer denkst, 20 Schuhgeschäfte, pff!”
“Ist ja gut, war ja nur ein Witz…”

“Es war nur eins.”
“Was! Ein Schuhgeschäft?? Aber dafür 20 Paar Schuhe?? Haha!”"

“Es ist jetzt nicht die Zeit für alberne Späße!”
“Nicht?”

“Nein, das hier ist ernst!”
“OK, und was ist so ernst?”

“Hier steht was drauf, was ich nicht gekauft habe!”
“Und was?”

“Blizzard Entertainment, 20 Euro!”
“Blizzard, woher kenne ich noch Blizzard…”

“Egal, woher du die kennst, ICH kenne die nicht!”
“Hm…”

“Wieso buchen die was von meiner Kreditkarte ab??”
“Ist doch klar.”

“Was ist klar!?”
“Wie sonst sollen die denn Geld verdienen?”

“Sehr witzig! Das ist Betrug!”
“Jetzt stell dich doch wegen 20 Euro nicht so an!?”

“Sag mal, willst du mich verarschen, oder was??”
“Ja.”

“Ja??”
“Haha!”

“Schatz, ich finde das überhaupt gar nicht lustig!”
“Also ich schon, irgendwie!”

“Jetzt hilf mir doch mal, was mache ich denn jetzt??”
“Du solltest weniger Schuhe kaufen.”

“SCHATZ!!”
“Aua! Warum schlägst du mich denn jetzt??”

“Weil du es verdient hast!”
“Aber ICH bin doch hier nicht der Kreditkartenbetrüger??”

“Meinst du echt, das war ein Betrüger??”
“Es sieht ganz danach aus, wenn du es nicht warst…”

“Ich war das nicht! Und was soll ich jetzt machen??”
“Ich denke, du solltest das an VISA melden.”

“Und dann??”
“Dann sperren die deine Karte.”

“Das gefällt mir aber nicht!”
“Kann ich verstehen, aber so wird es wohl kommen.”

“Wieso muss das ausgerechnet mir passieren??”
“Oder hast du doch bei Blizzard eingekauft?”

“Quatsch, ich weiß überhaupt nicht, wer das ist.”
“Wie wäre es mal mit googeln?”

“Gute Idee!”

[Die Liebste stürmt mit der Kreditkartenabrechnung in der Hand zu ihrem Notebook.
Nach ein paar Klicks stellt sich heraus, dass Blizzard die kalifornische Spielefirma hinter dem Online-Rollenspiel "World of Warcraft" ist, das seit ungefähr 6 Jahren eine einzigartige Erfolgsgeschichte mit heute mehr als 12 Millionen zahlenden Abonnenten hingelegt hat.
Also ich traue der Liebsten ja so einiges zu, aber:
ein World of Warcraft-Abo??]

“Jetzt bin ich auch nicht schlauer, als vorher!”
“Ich denke, dass da jemand deine Daten missbraucht hat.”

“Mann! Eigentlich müsste dir so etwas passieren, nicht mir!”
“Was?? Warum mir denn??”

“Weil du ständig irgendwas im Internet bestellst, nicht ich.”
“Ach! Und deswegen soll i…”

“…wer weiß, wo du dich da überall rumtreibst…”
“Hallo??”

“Hol mir doch mal deine letzte Kreditkartenabrechnung!”
“Meine?? Da ist alles in Ordnung, keine Sorge!”

“Dann kannst du sie mir ja auch zeigen!”
“Ich habe aber jetzt keine Lust!?”

“Weil du etwas zu verbergen hast, oder??”
“Ich habe nichts zu verbergen!”

“Hört sich aber so an!?”
“Hört es sich NICHT!”

“Hört es sich DOCH!”
“Hört es sich NICHT!”

“Ich denke schon!”
“Und ich denke nicht!”

“Du kaufst da bestimmt Schweinkram im Internet!”
“Wenigstens habe ich kein WoW-Abo, so wie du!”

“WoW? Sagtest du WoW??”
“Ja. Die Abkürzung für World of Warcraft, das Spiel.”

“Ach WoW! Jetzt weiß ich, was das ist!”
“Du kennst World of Warcraft??”

“Das Spiel?”
“Ja?”

“Nein, kenne ich nicht.”
“Ähm…”

“Aber WoW, damit kann ich was anfangen.”
“Aber wieso…”

“Mein Kollege Ralf war das!”
“Ralf?? Ich verstehe nur Bahnhof??”

“Seine Kreditkarte ging nicht, da habe ich ihm meine gegeben!”
“Moment, und er hat dann bei Blizzard im Shop was damit gekauft??”

“Ja, er sagte, das sei irgendwas für WoW. Haha, verrückt!!”
“Also…”

“Und er hat mir die 20 Euro sogar gleich in bar zurückgegeben!”
“Ähm…”

“Dass ich das vergessen habe, so was! Haha!”
“Aha, und DESWEGEN machst du hier jetzt so eine Welle??”

“Da ist mir aber gerade ein Stein vom Herzen gefallen!”
“Schön. Ich habe zwar schon wieder einen Puls von 180, aber egal…”

“Jetzt freu dich doch mal für mich! Doch kein Betrüger!”
“Ich freue mich, Juch he, Juch he…”

“Gott sei Dank…”
“Schön, dann haben wir diese Kuh ja auch vom Eis jetzt, prima.”

“Nee, nee, die Kuh ist noch lange nicht vom Eis.”
“Wieso, ist doch alles in Ordnung mit deiner Kreditkartenabrechnung?”

“Du holst jetzt mal DEINE letzte Kreditkartenabrechnung!”
“Was?? Pff, einen Teufel werde ich tun!”

“Also schwörst du, dass du da keine komischen Sachen kaufst??”
“Ich schwöre!”

“Pff!”
“Wieso? Was ist denn?? Ich habe es doch geschwört??”

“Männer, die was schwören, haben immer was zu verbergen!”

Kopfschüttel…

37 Kommentare »

Vielleicht (XXL-Version)

18. Oktober 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend zusammen im Wohnzimmer, wo wir es uns gemütlich gemacht haben und schauen ein bisschen Fernsehen.
Während die Liebste mit der Fernbedienung auf der Jagd nach einer interessanten Sendung ist (was trotz 30 Sendern mal wieder schwierig ist), beschließe ich, mir noch etwas zum Trinken zu holen.

“Hier läuft heute mal wieder nur Mist!”
“Ja, Süße… Aber du findest schon was.”

“Überall nur Werbung!”

“Ich hole mir was zum Trinken, möchtest du auch was?”

“-”
“Liebste?”

“-”

“Soll ich dir auch was mitbringen?”

“Hm…”
“Ähm, hast du mich verstanden??”

“Ja, ich denke gerade nach, Moment.”
“Du denkst nach??”

“Ja.”
“Aha… Und, ähm… Wie lange dauert das?”

“Ich müsste gleich fertig sein.”

“Schön.”

“-”
“-”

“-”

“Liebste?? Hallo??”

“-”
“Soll ich dir was zum Trinken mitbringen?”

“Vielleicht.”
“Ähm… Vielleicht??”

“Vielleicht.”
“Aber was soll ich denn mit dieser Antwort jetzt??”

“Wieso, du hast mich doch gefragt??”

“Schon, aber ich habe eher ein Ja oder Nein erwartet??”

“Wolltest du denn eine ehrliche Antwort?”
“Naja, was heißt ehrlich, also Ja oder Nein eben!”

“Und wenn ich Ja gesagt hätte?”
“Dann hätte ich dir etwas zum Trinken mitgebracht!”

“Und was?”

“Ähm, das wäre dann wohl meine zweite Frage geworden.”

“Siehste!”
“Also möchtest du jetzt was trinken oder nicht!?”

“Vielleicht.”
“Himmel! Warum sagst du denn schon wieder vielleicht??”

“Na weil es so ist, ich möchte vielleicht was!”

“Und wovon hängt das ab, bitte??”

“Das hängt davon ab, was du mir mitbringst!”
“Was SOLL ich dir denn mitbringen??”

“Haben wir Fanta?”

“Fanta?? Wir haben NIE Fanta!”

“Irgendwie habe ich jetzt Durst auf Fanta…”

“Wir haben aber keine, wie du sicher weißt!”

“Schade…”

“Also was willst du nun!”

“Naja, also so richtig am Verdursten bin ich nicht…”
“Also du möchtest nichts, heißt das?”

“Doch.”
“Aha, also möchtest du doch was?”

“Doch, vielleicht.”
“Weißt du was, das wird mir jetzt echt zu doof hier!”

“Wieso??”
“Ich gehe mir jetzt was holen und fertig!”

“Und mir bringst du nichts mit??”
“Nein, du äußerst dich ja nicht!”

“Aber ich habe doch nicht Nein gesagt??”
“Du hast aber auch nicht Ja gesagt!”

“Was holst du dir denn eigentlich zum Trinken?”
“Ich wollte mir ein Glas Cola holen.”

“Cola Light?”
“Cola Light. MÖCHTEST DU – VIELLEICHT – AUCH EIN GLAS!?”

“Hm…”
“Weißt du was, hol dir einfach später selber was!”

[GRRR! Frauen können einem manchmal so auf die Nerven gehen!
Ich meine, Hallo?? Wir reden doch hier nicht davon, eine Moschee zu bauen, einen Bahnhof abzureißen oder die Welt vor dem Untergang zu retten?? Es geht um ein simples Glas Cola, Wasser, Milch, Wein oder was weiß ich! Aber nein, da kann und muss natürlich auch wieder eine kleine Staatsaffäre draus gemacht werden!
DIESES MAL lasse ich mich aber nicht drauf ein! Ich hole mir jetzt einfach was zum Trinken, setze mich wieder hin und ignoriere konsequent alles, was die Liebste dann noch dazu sagen wird. Schließlich habe ich sie ja mehrfach gefragt, oder??
Ich hole mir also ein großes Glas Cola aus der Küche, setze mich schließlich wieder im Wohnzimmer neben die Liebste und stelle das Glas vor mir auf dem Tisch ab.]

“Du hast mir ja jetzt tatsächlich nichts mitgebracht??”
“Richtig.”

“Du bist böse!”
“Du wolltest ja nichts, und außerdem höre ich dir gar nicht zu.”

“Ich habe NICHT gesagt, dass ich NICHTS möchte!”
“Dumdidel dum, didel dum, bla bla bla, hmm mmh hmmm…”

“Spreche ich jetzt wieder außerirdisch, oder was??”
“Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals anders gewesen wäre.”

“Du Blödmann!”
“DAS allerdings kann ich ausnahmsweise übersetzen…”

“Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort!”
“Ich habe keine Sünde begangen.”

“Doch!”
“Nein, habe ich nicht. Ich hatte dich ja gefragt.”

“Das meine ich ja auch gar nicht!”
“Sondern?”

“Du hast keinen Untersetzer unter dein Glas gelegt!”
“Oh…”

“Die liegen da hinten auf dem Esstisch, wo sie immer liegen!”
“Das habe ich nur vergessen, weil du…”

“…also daran bin ich nun wirklich nicht schuld!”
“Schön, ich gebe zu, das war mein Fehler. Ich hole einen.”

[Untersetzer sind ja auch so ein Frauending...
Aber da wir uns irgendwann mal darauf geeinigt haben, dass wir auf dem Glastisch vor dem Sofa Untersetzer benutzen (obwohl die Diskussion darüber auch eher einseitig war), muss ich also nun noch einmal aufstehen und einen holen.
Aber: DANN ist auch endlich Schluss mit der Diskutiererei!]

“So ist´s brav, Schatz.”
“Ähm… Liebste, was soll denn das??”

“Was soll was!?”
“Mein Glas ist ja leer??”

“Oh, tatsächlich!”
“Du hast meine Cola ausgetrunken!”

“Ich??”
“Wer denn sonst, der Heilige Geist vielleicht??”

“Gut möglich!”
“Sehr witzig!”

“Ich sagte doch, kleine Sünden bestraft der lie…”
“…DU HOLST JETZT EINE NEUE COLA FÜR MICH!!”

“Ich?? Pff! Warum sollte ich??”
“Weil du sie hinter meinem Rücken ausgetrunken hast!”

“Das kannst du nicht beweisen!”
“Ha! Du hast ja den Rest noch am Kinn hängen!!”

“Quatsch! Das ist noch von heute Mittag.”
“Ich habe dich mehrfach gefragt, ob du was trinken willst!”

“Ich habe dir ja auch mehrfach geantwortet!”
“Gott, wo habe ich bloß meine Valiumtabletten…”

“…dann bring mir bitte auch eine mit.”
“Valium?? Wieso du denn, ICH breche doch hier gleich zusammen!?”

“Ich habe es mit dir auch nicht leicht, das glaube mal!”
“Ruhig, Bernd, ruhig, atmen, atmen, atmen…”

“Jetzt tu mal nicht so, als sei eine Cola der Weltuntergang.”
“Liebste, ich hole mir jetzt ein neues Glas Cola…”

“Schön!”
“Und ich frage jetzt noch ein letztes Mal:”

“Ja?”
“MÖCHTEST DU AUCH EIN GLAS TRINKEN!?”

“Nein, ich bin jetzt nicht mehr durstig.”
“Kein Wunder…”

“…aber ich hätte jetzt vielleicht Hunger, du auch?”

Kopfschüttel…

121 Kommentare »

Mag ich

9. Oktober 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich machen am Freitagabend nach getaner Arbeit noch einen kleinen Spaziergang um die Häuser.
Es ist zwar nicht besonders warm, aber ansonsten ist das Wetter fantastisch und wir erleben dazu noch einen wunderbaren Sonnenuntergang auf unserem Weg.

“Hach, so könnte es jeden Tag sein…”
“Ja, das stimmt, Süße.”

“Und schau mal die tollen Farben der Bäume!”

“Ja, jetzt geht der Herbst so richtig los.”

“Ich mag ja den Herbst.”
“Tatsächlich??”

“Ja, wieso?”
“Ich dachte, du magst eher den Sommer?”

“Den Sommer mag ich natürlich auch.”

“Ah…”

“Aber der Frühling ist auch schön!”
“Ähm…”

“Ich mag den Frühling.”
“Also magst du eigentlich alle, willst du damit sagen.”

“Wieso? Über Winter haben wir doch noch gar nicht gesprochen?”
“Das ist richtig, aber ich dachte…”

“Also der Winter ist schon was etwas ganz anderes.”
“Ach ja?”

“Ja.”
“Weil es da besonders kalt ist?”

“Auch deswegen.”
“Und Kälte magst du ja nicht.”

“Das stimmt.”
“Und weil da das Autofahren oft so schwierig ist?”

“Darauf könnte ich auch verzichten, auf das Chaos, ja.”
“Aha, verstehe.”

“Was verstehst du?”
“Den Winter magst du also nicht.”

“Doch, natürlich!”

Kopfschüttel…

45 Kommentare »

Meins oder deins?

4. Oktober 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Für meine Liebste war es mal wieder Zeit für ein neues Handy, und wen wundert´s: es musste natürlich das charmante und Damen-affine Gerät mit dem großen Apfel drauf sein.
So ein iPhone ist schon eine tolle Sache (und das nicht nur für Frauen); allerdings ist es auch nicht gerade ein Schnäppchen…

“Du Schatz, guck mal hier, das ist Tom!”
“Süße, hast du dir schon wieder eine nutzlose App runtergeladen?”

“Nutzlos?? Das ist eine sprechende Katze, guck doch mal!”
“Eine sprechende Katze, aha…”

“Ja, und streicheln kann man die auch, hier, siehste?”
“Ist ja toll…”

“Die ist so süüüüß! Und die quatscht alles nach!”
“Ich dachte, du magst Katzen nicht?”

“Stimmt, aber eine App mit einem Hund gab´s nicht.”
“Zu blöd aber auch…”

“Guck doch mal jetzt, hier, mach doch mal, sag mal was!”
“Lass mich bitte mit dem Blödsinn in Ruhe, ja?”

“Du sollst es doch nur mal ausprobieren?”
“Nachdem du mir schon zirka 1.453 Apps gezeigt hast…”

“…aber diese hier ist etwas ganz Besonderes!”
“Mal was anderes, warum hast du da die Schutzfolie noch drauf?”

“Auf dem iPhone?”
“Ja, da ist doch noch die Folie von der Verpackung drauf?”

“Ja, die ist noch drauf.”
“Mach sie doch ab??”

“Nee.”
“Warum denn nicht?”

“Weil ich das Display schonen will.”
“Aber deswegen kannst du doch trotzdem die Folie abmachen??”

“Nein, ich lasse die drauf.”
“Aber…”

“Ist das meins oder deins??”
“Ähm, deins…”

“Gut.”
“Darf ich noch eine Frage stellen?”

“Was denn?”
“Warum ist das Display so dunkel, warum machst du es nicht heller?”

“Wieso, ich sehe doch alles?”
“Aber das ist doch viel zu dunkel??”

“Vielleicht ein bisschen, aber das soll so bleiben.”
“Aha, und welche Begründung hast du jetzt dafür??”

“Weil ich den Akku schonen will.”
“Aha, den Akku…”

“Ist das meins oder deins??”
“Es ist deins…”

“Eben!”
“Schön, aber Liebste, so ein Handy ist doch, ich meine…”

“Was ist ein Handy?”
“…ein Gebrauchsgegenstand des Alltags, da sollte man doch…”

“Die Folie bleibt drauf! Basta!”
“Stell dir vor, wir hätten überall noch die Verpackung drauf!?”

“Wie meinst du das?”
“Naja, die Folie auf dem Fernseher, auf der Mikrowelle, dem Spiegel…”

“Das kann man nicht vergleichen.”
“Ach nein??”

“Nein, weil man die ja nicht mit sich rumschleppt!”
“Aha, also auf Sachen, die man rumschleppt, muss Schutzfolie sein??”

“Ja.”
“Mich schleppst du doch aber auch dauernd mit dir rum?”

“Ja, und eine Schutzfolie wäre auch bei dir besser gewesen.”
“Hä? Was soll das denn jetzt heißen??”

“Na guck dir doch mal an, wie zerkratzt du jetzt aussiehst!”

Kopfschüttel…

86 Kommentare »

Gefällt Dir dieser Blog?

Kopfschüttel Ratgeber »





Blog der Woche