Tennisshop

Grand Prix ist doof XXL

30. Mai 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Samstag, 29. Mai, 16.23 Uhr: meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und beschäftigen uns mit Kleinkram. Während die Liebste an ihren Fingernägeln rumfeilt, lese ich die letzte Seite der Tageszeitung.
Schließlich klappt die Liebste ihr Nagelset zusammen und legt es demonstrativ zur Seite.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was machen wir denn heute noch? Oder heute Abend?”
“Hm, tja…”

“Aha. Das klingt ja sehr vielversprechend.”
“Wieso, worauf hast du denn Lust?”

“Keine Ahnung, ich bin heute so unentschlossen…”
“Wir können ja den Grand Prix gucken.”

“Wie bitte? Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder??”
“Warum denn nicht, ich meine…”

“Schatz, dieses Eurovision-Dings ist doch wohl total langweilig!”
“Naja, schon, aber…”

“Wie heißt die noch, die da mitmacht?”
“Für Deutschland?”

“Ja, die Lütte da, die Kleene?”
“Lena. Sie heißt Lena Meyer-Landrut.”

“Genau, die meine ich. Das wird doch sowieso nichts.”
“Meinst du?”

“Der Grand Prix ist doof, und das Lied ist auch doof!”
“Also ich finde eigentlich, dass…”

“Wir gewinnen doch sowieso nicht, wir gewinnen nie.”
“Aber…”

“Wir gucken NICHT den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 18.54 Uhr:

“Jetzt wissen wir immer noch nicht, was wir machen!”
“Wir könnten ja vielleicht doch den Grand Prix gucken?”

“Nein! Alles, bloß das nicht!”
“Na schön, soll ich dann eben schnell zur Videothek fahren?”

“Auf Video habe ich heute keine Lust.”
“Aha. Und was möchten Madame dann gerne machen?”

“Wieso muss ich das immer entscheiden, was wir machen??”
“Weil du immer alle meine Vorschläge ablehnst, deswegen!”

“Wenn du den Grand Prix vorschlägst, muss ich das ablehnen!”
“Na schön, dann schlag aber auch was anderes vor!”

“Läuft denn nichts im Kino?”
“Doch, Iron Man 2 oder Robin Hood oder…”

“Pff! Da gucke ich ja noch lieber den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 20.18 Uhr:

“Boah, jetzt sitzen wir ja immer noch hier rum!”
“Wer war denn eben müde, du doch!?”

“Du guckst ja auch Fußball, da muss man ja einpennen!”
“Ich kann auch was anderes anmachen, wenn du möchtest?”

“Was läuft denn?”
“Promi-Ausrutscher, Matilda, Glücksbringer und auf dem Ersten…”

“…der Grand Prix, ja doch, ich weiß…”
“Nein, der fängt gleich erst an, jetzt läuft die Vorsendung aus Oslo.”

“Na schön, das ist immer noch besser, als Fußball…”
“Soll ich das Erste anmachen?”

“Mach den blöden Grand Prix an, wenn es sein muss…”
“OK…”

Samstag, 21.19 Uhr:

“Schatz, wann sind wir denn dran eigentlich?”
“Lena ist auf Platz 22, dauert also noch…”

“Also Aserbaidschan fand ich gar nicht so schlecht, oder?”
“Wie bitte?? Aserbaidschan war ja wohl gruselig!”

“Wieso, die Sängerin war doch niedlich??”
“Hallo?? Also bitte!”

“Also die würde ich wählen!”
“Quatsch!”

“Wird das nicht in Dolby Surround übertragen? Mach doch mal!”
“Bitte sehr…”

“Sooo, JETZT hört man endlich mal was! Mach lauter!”
“OK…”

Samstag, 21.57 Uhr:

“Buh, buh!”
“Was ist denn??”

“Hallo?? Der Blödmann aus UK, der kann doch gar nichts!”
“Also mein Geschmack ist das auch nicht, aber…”

“Und dem seine Nase, die Nase! Haha!! Nicht zu fassen!!”
“Jetzt sei doch nicht so gemein!?”

“Mach leiser, das kann man sich ja nicht mit anhören!”
“Mal sehen, was die Türkei abliefert.”

“Türkei?? Die machen da auch mit??”
“Natürlich machen die da mit!”

“Singen die dann in Türkisch??”
“Keine Ahnung, werden wir ja sehen.”

“Das ist ja spannend heute!”
“Was, der Grand Prix??”

“Na klar! Waren doch nur Luschen bisher!”
“Tatsächlich??”

“Naja, bis auf die Opas aus Griechenland! OPAS, verstehste??!”
“Das ist sehr witzig, Süße, wirklich sehr witzig…”

“OPA! OPA! OPA! OLE!”
“Jetzt dreht sie völlig durch…”

“Mach lauter, los! Und mach doch mal mit! OPA!”
“OK…”

Samstag, 22.07 Uhr:

“Boah, die Türken die rocken ja voll die Bude da!!”
“Ähm…”

“We could be the same, datatdatataaa! YEAH!”
“Schatz, könntest du dich bitte wieder hinsetzen??”

“Die spinnen ja total, guck mal, wie die abgehen!”
“Also ich finde ja eher, also…”

“Das ist ja echt der Knaller, der Eurovisions Dings!”
“Heißt das, dass du dich gut amüsierst??”

“Bestens! Los, mach mal lauter!!”
“OK…”

Samstag, 22.34 Uhr:

“LENA! LENA! LENA! LENA!!”
“Liebste, ich dachte, du magst Lena gar nicht??”

“Natürlich mag ich die!”
“Aha, dann war es das Lied, das dir nicht gefiel?”

“Ach was, da in den Grand Prix Song-Contest passt das super!”
“Aha…”

“Mach doch mal lauter jetzt, es geht los!”
“OK…”

Samstag, 22.36 Uhr:

“Like a satellite -  I’m in an orbit all the way around you!”
“-”

“LENA! LENA! LENA! LENA!”
“-”

“Can’t go a minute without your love!!”
“-”

“La la lala, lalalalala laa laaa!”
“-”

“Super, super!”
“-”

“Gib mir die Fernbedienung, ich will lauter machen!”
“OK…”

Samstag, 23.14 Uhr:

“Komm Schatz, mach mit!”
“Och nee, bitte!”

“Der Eurodance, los, mach mit, das macht Spaß!”
“Woher weißt du denn eigentlich, was du da machen musst??”

“Ist doch egal, Hauptsache dabei sein!”
“Aha…”

“Wieso ist das schon wieder so leise?? MACH LAUTER!!”
“OK…”

Samstag, 23.25 Uhr:

“Mann! Schatz, hast du das gesehen??”
“Was?”

“Die haben uns nur drei Punkte gegeben!!”
“Ja, ach so, das habe ich gesehen, ja.”

“Sind die denn verrückt, die Rumänen??”
“Ähm…”

“Wie können die uns nur drei Punkte geben!?”
“IMMERHIN haben sie uns drei Punkte gegeben…”

“Buh! Buh!”
“Liebste, ganz ruhig, das ist nur eine Fernsehsendung…”

“Lass mich!”
“OK…”

Samstag, 23:47:

“Wir gewinnen, wir gewinnen!!”
“Das steht noch nicht fest.”

“Warum verbreitest du denn hier so schlechte Laune jetzt??”
“Ich sage doch nur, dass das Ergebnis noch nicht feststeht!?”

“Aber wir sind auf einem guten Weg! Schau!”
“Ja…”

“LENA! LENA! LENA!!”
“Mann, Liebste, du hast mir voll ins Ohr geschrien!”

“Stell dich nicht so an, wir gewinnen!”
“OK…”

Sonntag, 0.10 Uhr:

“JAAAA, WIR SIND WELTMEISTER!!”
“Weltmeister??”

“WIR HABEN GEWONNEN!!”
“Unglaublich…”

“Ich wusste es, ich wusste es!!”
“Du?? Gar nichts hast du gewusst!”

“Wahnsinn, was für ein Abend!!”
“Ja, das hatte wohl niemand erwartet…”

“Freust du dich denn gar nicht??”
“Doch, aber ich drehe nicht so durch, wie du!”

“Ich mache doch hier nur ein bisschen Party??”
“Ein bisschen geschlossene Anstalt trifft es wohl eher…”

“Pff! Soll ich dir jetzt mal was sagen, Schatz?!”
“Was denn??”

“Nächstes Jahr feiere ich mit jemand anders den Grand Prix!”

Kopfschüttel…

85 Kommentare »

War ja eigentlich ganz einfach

25. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt am Pfingstmontag abends von einer Verabredung nach Hause; sie hatte sich mit zwei Freundinnen im Einkaufszentrum “Waterfront” zum Kaffee trinken und anschließendem Kinobesuch verabredet.
Allerdings zieht die Liebste ein ziemlich langes Gesicht…

“Hallo, ich bin wieder da.”
“Prima, Süße! Und? Wie war´s?”

“Wir hatten einen netten Nachmittag.”
“Aha. Allerdings machst du gar nicht den Eindruck?”

“Ich bin ja auch sauer auf dich.”
“Auf mich?? Warum??”

“Weil ich dich gefragt hatte, wie man zur Waterfront kommt!”
“Und? War doch ganz einfach, oder?”

“Ich bin da abgefahren, wo du gesagt hast!”
“Und??”

“Und dann stand ich plötzlich irgendwo in der Pampa!”
“Wie bitte??”

“B6 und dann die Abfahrt Richtung Walle, hast du gesagt!”
“Das stimmt ja auch!?”

“Das stimmt eben nicht! Da kommt man ganz woanders hin!”
“Du bist bestimmt nur falsch abgebogen oder so…”

“Bin ich nicht! Und wegen dir musste ich Birgit anrufen!”
“Birgit??”

“Damit sie mir sagt, wie ich zur Waterfront komme!”
“Und konnte sie dir helfen?”

“Natürlich, BIRGIT kennt sich ja in Bremen auch aus!”
“Moment mal, soll das heißen, dass ich mich nicht auskenne??”

“Offensichtlich nicht!”
“Hallo?? Wie kann man denn bitte Bremen-Walle nicht finden??”

“Das frage ich mich auch, war ja eigentlich ganz einfach.”
“Also hör mal, einfacher konnte ich es dir doch gar nicht erklären!”

“Quatsch, du wolltest dir bloß keine Mühe geben!”
“B6, dann Walle runter und immer geradeaus, das ist doch…”

“…das ist falsch, denn da kommt man nicht zur Waterfront!”
“Bin ich doch selbst schon tausendmal gefahren!?”

“Kann ja sein, aber du fährst sowieso immer so komisch.”
“Was??”

“Das war mir echt peinlich, Birgit anrufen zu müssen…”
“Du hättest ja auch mich anrufen können??”

“Dich?? Wo du mir das doch eingebrockt hast?? Nee!”
“Und warum hast du kein Navi mitgenommen??”

“Weil du gesagt hast, das sei puppieinfach!”
“Was ja auch stimmt!?”

“Gar nicht! Warte, ich zeige dir das schnell bei Google.”

[Meine Liebste rennt ins Arbeitszimmer, kramt ihr Notebook aus der Tasche und kommt zu mir zurück ins Wohnzimmer.
Nach einer kleinen Ewigkeit startet dann auch endlich Google Maps und die Liebste sucht gefühlte 1.240 Minuten die Straßen, auf denen sie gefahren und hier und da abgebogen ist...]

“Hier, da! Da sollte ich abbiegen!”
“Liebste, das ist nicht die B6, das ist die A27!”

“Na und?”
“Was heißt denn na und?? Da warst du doch gar nicht!?”

“Natürlich war ich auf der A27!”
“Das kann ja gar nicht sein, du warst doch auf der B6??”

“Nein. Ich war auf der A27.”
“Und warum dort??”

“Weil ich vorher aus Versehen auf die A28 gefahren bin.”
“Was?? Das verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich habe halt die Abfahrt verpasst, na und??”
“Aber was wolltest du denn überhaupt auf der A28??”

“Weiß ich auch nicht, auf jeden Fall war ich da plötzlich.”
“Und wie bist du dann von dort auf die A27 gekommen??”

“Naja, ich habe jemanden an einer Tankstelle gefragt.”
“Und der hat dich zur A27 geschickt??”

“Nee, der hat gesagt, ich soll auf die B6.”
“Das stimmt ja auch!?”

“Da war aber keine B6!”
“Naja, zuerst ist es die B75, die wird dann zur B6…”

“Woher soll ich das denn wissen??”
“Hat dich der Tankwart denn da nicht hingeschickt??”

“Doch, aber ich dachte, der spinnt!”
“Oh Mann, Liebste, das ist ja mal wieder so typisch!”

“Was denn?? Hättest du mir das richtig erklärt, dann…”
“Ich habe dir das richtig erklärt!”

“Da kam aber links keine Waterfront, wie du es gesagt hast!”
“Aber Liebste, du bist doch auch total woanders gewesen!?”

“Aber meinem Gefühl nach hätte das passen müssen!”
“Deinem Gefühl nach??”

“Ich wusste ja, dass ich ungefähr da bin, wo du gesagt hast!”
“Himmel, ich brech zusammen…”

“Typisch! Erst mir den falschen Weg sagen und jetzt jammern!”
“Wärst du gefahren, wie ich es dir gesagt habe, dann…”

“…dann wäre ich wahrscheinlich jetzt noch unterwegs!”

Kopfschüttel…

86 Kommentare »

Riech doch mal

21. Mai 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen zusammen im Wohnzimmer und läuten einen lockeren Fernsehabend ein.
Es gibt zwar in der Flimmerkiste nichts Besonderes heute, aber so nebenbei kann man RTL, Pro7 & Co ja laufen lassen; Frauentausch oder Hausbau oder Schuldenberater werden ja täglich geboten.
Die Liebste sitzt ruhig auf dem Sofa, bis sie plötzlich einen halben Sprung unter die Zimmerdecke hinlegt!

“Mann!”
“Was ist denn, Süße?? Ist was passiert??”

“Hier summt die ganze Zeit eine Fliege um mich rum!”
“Eine Fliege??”

“Könnte auch eine Mücke sein, aber eher eine Fliege!”
“Ich sehe nichts…”

“Sie ist aber da, dauernd schwirrt die um mich rum!”
“Tja, die Fliege wird dafür sicher gute Gründe haben…”

“So?? Und was für Gründe gäbe es da deiner Meinung nach??”
“Naja, ähm…”

“Weil ich stinke??”
“Du stinkst??”

“Ich stinke NICHT!”
“Wann hast du denn das letzte Mal geduscht?”

“Heute Morgen!”
“Naja, das ist natürlich, also, na, wenn das mal nicht…”

“Hier, riech doch mal!”

[Die Liebste schmeißt sich auf mich drauf und drückt mir nacheinander sämtliche ihrer Extremitäten auf die Nase...]

“Und? Stinke ich, du Blödmann??”
“Ähm, nein, also ich rieche nichts…”

“Du riechst nichts??”
“Naja, aber ich bin auch keine Fliege, also…”

“Wenn hier einer stinkt, dann ja wohl DU!”
“Ich??”

“Ja, du! Und deswegen schwirrt die Fliege lieber um mich rum!”
“Wie jetzt?? ICH soll stinken, aber die Fliege nimmt lieber DICH??”

“Vielleicht ist das für Fliegen gefährlich, was du so ausdünstest.”
“Ja nee, iss klar!”

“Du hast selber gesagt, dass die Fliege einen guten Grund hat!”
“Das war aber eigentlich nur eine scherzhafte Vermutung!”

“Wenn du Tatsachen willst, dann frag die Fliege doch selbst??”
“Gerne, dann schick sie doch bitte mal zu mir rüber!”

“Du bist so doof! Und du stinkst!”
“Und DU wirst von einer Fliege belästigt, DAS gäbe MIR zu denken!”

“Und was willst du damit jetzt sagen??”
“Eigentlich will ich nur wissen, wie du die Fliege loswerden willst?”

“Das liegt doch wohl auf der Hand, oder?”
“Du holst eine Fliegenklatsche?”

“Nein.”
“Dann fängst du sie mit den Zähnen?”

“Nein! Und außerdem ist das Bäh!”
“Und was willst du stattdessen tun?”

“Ich gar nichts, aber du!”
“Ich?? Vergiss es, ich fange dir die arme Fliege nicht.”

“Nee, aber du gehst jetzt sofort duschen!”

Kopfschüttel…

31 Kommentare »

Das muss heute sein

17. Mai 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste steht schon in der offenen Haustür und warten auf mich, als ich am Abend nach Hause komme.
Das ist gewöhnlich selbst dann nicht der Fall, wenn ich klingele oder mich sonstwie mit einem besonderen Grund angekündigt habe…
Also: was ist da los??

“Hallo Schatz, komm doch rein!”
“Hallo Süße, na? Warum stehst du hier?”

“Ich habe auf dich gewartet.”
“Aha. Und?”

“Was und?”
“Naja, wieso wartest du auf mich hier?”

“Ich habe dein Auto gesehen, als du gekommen bist.”
“Ach so, schön. Ich dachte schon, es sei irgendwas.”

“Was soll denn sein?”
“Naja, du stehst ja sonst nicht in der Tür, wenn ich komme…”

“Heute aber schon, und außerdem bin ich schon fertig.”
“Fertig? Womit??”

“Na wir können sofort los, meine ich.”
“Wir? Wohin denn?? Habe ich da was vergessen??”

“Wir wollten doch neue Kissen kaufen fürs Gästezimmer?”
“Ja, aber doch nicht heute, oder??”

“Warum denn nicht heute??”
“Och Schatz, ich hatte einen echt anstrengenden Tag und…”

“Komm, das dauert doch nicht lange. Geht ganz schnell!”
“Muss das sein? Können wir das nicht am Wochenende machen?”

“Nein, das muss heute sein.”
“Wieso denn heute??”

“Weil wir Besuch kriegen.”
“Was?? Besuch?? Wen denn??”

“Steffi kommt nachher noch.”
“Steffi?? Und was will die hier?? Mitten in der Woche??”

“Wir haben eben was zu bereden, darum.”
“Und da muss sie gleich bei uns übernachten??”

“Dafür hat man doch ein Gästezimmer, oder??”
“Und was ist mit Rainer? Kommt der auch mit?”

“Nee, wohl kaum.”
“Wieso, was ist denn?”

“Deswegen kommt Steffi ja.”
“Weswegen??”

“Wegen Rainer.”
“Wieso, was ist denn mit Rainer??”

“Er hat Steffi ganz mies behandelt, der ist ganz böse!”
“Wie bitte?? Rainer ist eine Seele von Mensch!?”

“Offensichtlich nicht! Auf jeden Fall bleibt Steffi hier.”
“Ähm… Moment mal, soll das heißen, dass…”

“Ich habe ihr gesagt, dass sie bleiben kann, solange sie will.”
“Liebste! Sind wir hier das Hotel der guten Hoffnung, oder was??”

“Ich will ihr aber helfen und du machst mit!”
“Erst werde ich mal Rainer anrufen, und dann sehen wir weiter!”

“Nein, du rufst nicht Rainer an!”
“Wieso denn nicht??”

“Weil der böse war!”
“Ich werde mir doch wohl mal seine Version anhören dürfen??”

“Nee, hinterher schlägst du dich noch auf seine Seite!”
“Hallo?? Du schlägst dich doch auch auf Steffis Seite??”

“Das ist ja wohl auch selbstverständlich!”
“Was hat Rainer denn angeblich wieder gemacht??”

“ANGEBLICH?? Siehst du, es geht schon los! Männer!!”
“Nichts geht los, ich will doch nur wissen, was…”

“Du bist genauso doof, wie Rainer!”
“Aber was ist denn überhaupt passiert und…”

“Ich fahre alleine Kissen kaufen!”
“Warum das denn jetzt plötzlich??”

“Und ich bringe zwei mehr mit!”
“Zwei mehr??”

“Die kannst du dann Rainer geben.”
“Rainer?? Was soll Rainer denn mit zwei blöden Deko-Kissen??”

“Die sind ja auch mehr für dich, du Blödmann.”
“Für mich??”

“Damit du es heute in seinem Gästezimmer gemütlich hast!”

Kopfschüttel…

56 Kommentare »

Weiß ich selber!

14. Mai 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste ist heute früher aufgestanden, als ich; das kommt selten vor und gewöhnlich ist es die Liebste, die sich noch 20-mal umdreht, bevor sie freiwillig aus dem Bett steigt.
Als ich dann auch endlich aus dem Schlafzimmer schlappe, kommt die Liebste gerade aus dem Badezimmer.

“Morgen.”
“Guten Morgen, meine Süße! Na, hast du gut geschlafen?”

“Wieso?”
“Naja, ähm… Ich wollte nur wissen, ob du…”

“Sehe ich so Scheiße aus, oder was??”
“Ähm… Nein, ich habe doch nur gefragt, ob du…”

“Ich weiß selber, dass ich Scheiße aussehe heute!”
“Aber du siehst doch nicht Scheiße aus??”

“So? Ich bin total müde, guck die Ringe unter meinen Augen!”
“Aha… Demnach hast du also nicht so gut geschlafen?”

“Schön, dass dir das jetzt auch aufgefallen ist!”
“Ähm…”

“Ich hasse das, wenn du mir nicht die Wahrheit sagst!”
“Wieso Wahrheit?? Was sage ich denn nicht??”

“Dass ich Scheiße aussehe!”
“Du siehst doch aber gar nicht Scheiße aus??”

“Doch!”
“Ein bisschen müde vielleicht, aber…”

“AHA!”
“…aber nicht…”

“Los! Sag es!”
“Was denn??”

“NUN SAG ES SCHON!”
“Na gut, wenn du das unbedingt hören willst, dann…”

“Ich höre?”
“Du siehst heute Morgen echt Scheiße aus.”

“Was??”
“Ein bisschen zumindest.”

“Pff! Guck dich doch mal an, du Blödmann!”

Kopfschüttel…

48 Kommentare »

Arche Noah

10. Mai 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich haben uns für den Sonntag einen Film aus der Videothek ausgeliehen, und zwar “Evan Allmächtig”.
Wer den Film schon kennt, der weiß: der Abgeordnete Evan trifft zufällig Gott in seinem Vorgarten und wird von ihm gebeten, eine Arche zu bauen. Der Film scheint der Liebsten großen Spaß zu machen…

“Haha, guck mal, die Waschbären da, haha!”
“Ja, das ist schön, Süße…”

“Ach übrigens, was ich dir noch sagen wollte…”
“Was?”

“Das kann ja mit der Arche gar nicht so gewesen sein damals.”
“So? Und wieso nicht?”

“Naja, Noah sollte doch alle Tiere mitnehmen, oder?”
“Von jedem zwei, richtig.”

“Und der hat die Arche doch aus Tannenholz gebaut, richtig??”
“So steht es zumindest in der Bibel, ja.”

“Na also! Das kann ja gar nicht funktioniert haben!”
“Aha, und warum nicht?”

“Dann hätte er ja auch zwei Holzwürmer mitnehmen müssen!”

Kopfschüttel…

67 Kommentare »

Ist das ein Problem?

6. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt heute irgendwie später nach Hause, als sonst. Ab und zu bin ich da ja schon etwas eifersüchtig. Nicht, dass sie mit einem geheimen Verehrer im Hotel Düsseldorf Flughafen war und mir jetzt ihre Reisepläne mit ihrem neuen Freund vor die Stirn knallt…
Sie wirkt etwas gestresst und außerdem hat sie einen Zettel in der Hand, der mir verdächtig nach Rechnung aussieht…
Was war denn da, war da was?

“Hallo Schatz!”
“Guten Abend Süße, na? Alles klar bei dir?”

“Ja, ist nur etwas spät geworden alles.”
“Wieso, was war denn?”

“Ich war noch in der Werkstatt.”
“Warum? War dein Auto kaputt?”

“Naja, war eigentlich nur eine Kleinigkeit.”
“Wieso, was denn?”

“Blinker hinten links war die Birne kaputt.”
“Ah, und die hast du austauschen lassen?”

“Ja.”
“Aber… Das geht doch eigentlich ganz schnell, oder?”

“Richtig, ich war aber trotzdem ganz schön lange da.”
“Wieso? Wie lange warst du denn da??”

“Naja… So gut drei Stunden?”
“Wie bitte??”

“Ja, um vier Uhr so ungefähr bin ich da auf den Hof gefahren.”
“Aber Liebste, jetzt ist es sieben Uhr??”

“Ja, ich weiß, ich wollte eigentlich auch längst hier sein.”
“Ja aber, ähm… Drei Stunden?? Für einen Birnenwechsel??”

“Ich hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verronnen ist…”
“Aha, ja, aber nochmal: drei Stunden??”

“Naja, das kann doch mal vorkommen? Ist das ein Problem?”
“Wenn eine Werkstatt dafür drei Stunden braucht, dann ja!”

“Die Werkstatt ist super, da gehe ich immer sehr gerne hin.”
“Also Moment mal, das kann doch wohl nicht…”

“Die sind alle so nett da und zuvorkommend!”
“Aber…”

“…und Kekse gibt´s da auch immer!”
“Na toll! Kekse! Aber keiner kann einen Blinker wechseln??”

“Wieso, läuft doch wieder??”
“Ja… Und die Rechnung? Was haben die dafür berechnet??”

“Ganz normal?”
“Also nicht drei Stunden Dienstleistung??”

“Nee, warum auch??”
“Aber du hast doch gesagt, dass es drei Stunden gedauert hat!?”

“Ja, aber doch nicht der Blinker!? Pff, du Dummerchen!”
“Ähm, was denn dann??”

“Ich habe zufällig meine alte Freundin Julia dort getroffen!”

Kopfschüttel…

28 Kommentare »

Aber wo?

3. Mai 2010, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind am Wochenende mit Freunden verabredet und wir sind kurz davor, dorthin loszufahren. Während ich bereits in der Tür stehe und mit meinem Schlüssel herumspiele, höre ich die Liebste noch in der Wohnung herumlaufen.
Es kann sich nur nur noch um Stunden handeln…

“Ich komme gleich!”
“Das ist schön, Süße…”

“Bist du schon fertig?”
“Ja, ich warte.”

“Komme gleich!”
“Schön, Schatz.”

“Es ist nur, weil ich sie nicht finde!”
“Wen findest du nicht?”

“Meine Sonnenbrille!”
“Ähm… Liebste, es regnet draußen in Strömen…”

“Ja, jetzt vieleicht, aber wer weiß, wie es gleich wird!”
“Liebste, du brauchst deine Sonnenbrille heute nicht.”

“Ohne meine Sonnenbrille fahre ich nicht!”
“Apropos fahren: liegt die Brille vielleicht noch im Auto?”

“Nee, das kann nicht sein.”
“Und warum nicht?”

“Weil ich sie extra mit raus genommen habe, um…”
“Um??”

“…um sie nicht im Auto zu vergessen.”
“Aha… Sehr gute Idee, Süße…”

“Aber wo habe ich sie jetzt hingelegt??”
“Ist doch egal, du kannst sie morgen suchen, komm jetzt!”

“Nicht ohne Sonnenbrille!”
“Aber du wirst sie heute nicht brauchen, glaube mir!”

“Ohne Brille gehe ich nicht weg!”
“Na schön, dann nimm eben meine.”

“Deine??”
“Meine. Sie liegt im Auto.”

“Hm… Das wäre zur Not eine Alternative…”
“Schön, können wir dann jetzt los?”

“Nein. Ich muss noch was holen, Moment…”
“Was fehlt denn jetzt noch??”

“Hallo?? Wir reden hier schließlich über deine Sonnenbrille!”
“Ja, und was brauchst du jetzt noch??”

“Moment, bin gleich wieder da…”

[Die Liebste dreht auf ihren Absätzen um und rennt erneut durch die ganze Wohnung... Natürlich frage ich mich, was sie jetzt wieder sucht, und ich kämpfe mit mir, ob ich sie nun auch noch danach fragen soll...]

“So ein Mist!”
“Liebste, was ist denn jetzt??”

“Ich finde es nicht!”
“Was denn??”

“Und das nur, weil ich deine blöde Sonnenbrille aufsetzen muss!”
“Oh, entschuldige bitte! Abgesehen davon regnet es draußen!”

“Ohne können wir aber nicht los!”
“Was fehlt denn?? Lippenstift?? Geld?? Handtasche?? Tampons??”

“Quatsch!”
“Sondern??”

“Das Brillenputztuch!”

Kopfschüttel…

35 Kommentare »

Grand Prix ist doof XXL

30. Mai 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Samstag, 29. Mai, 16.23 Uhr: meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und beschäftigen uns mit Kleinkram. Während die Liebste an ihren Fingernägeln rumfeilt, lese ich die letzte Seite der Tageszeitung.
Schließlich klappt die Liebste ihr Nagelset zusammen und legt es demonstrativ zur Seite.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was machen wir denn heute noch? Oder heute Abend?”
“Hm, tja…”

“Aha. Das klingt ja sehr vielversprechend.”
“Wieso, worauf hast du denn Lust?”

“Keine Ahnung, ich bin heute so unentschlossen…”
“Wir können ja den Grand Prix gucken.”

“Wie bitte? Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder??”
“Warum denn nicht, ich meine…”

“Schatz, dieses Eurovision-Dings ist doch wohl total langweilig!”
“Naja, schon, aber…”

“Wie heißt die noch, die da mitmacht?”
“Für Deutschland?”

“Ja, die Lütte da, die Kleene?”
“Lena. Sie heißt Lena Meyer-Landrut.”

“Genau, die meine ich. Das wird doch sowieso nichts.”
“Meinst du?”

“Der Grand Prix ist doof, und das Lied ist auch doof!”
“Also ich finde eigentlich, dass…”

“Wir gewinnen doch sowieso nicht, wir gewinnen nie.”
“Aber…”

“Wir gucken NICHT den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 18.54 Uhr:

“Jetzt wissen wir immer noch nicht, was wir machen!”
“Wir könnten ja vielleicht doch den Grand Prix gucken?”

“Nein! Alles, bloß das nicht!”
“Na schön, soll ich dann eben schnell zur Videothek fahren?”

“Auf Video habe ich heute keine Lust.”
“Aha. Und was möchten Madame dann gerne machen?”

“Wieso muss ich das immer entscheiden, was wir machen??”
“Weil du immer alle meine Vorschläge ablehnst, deswegen!”

“Wenn du den Grand Prix vorschlägst, muss ich das ablehnen!”
“Na schön, dann schlag aber auch was anderes vor!”

“Läuft denn nichts im Kino?”
“Doch, Iron Man 2 oder Robin Hood oder…”

“Pff! Da gucke ich ja noch lieber den Grand Prix!”
“OK…”

Samstag, 20.18 Uhr:

“Boah, jetzt sitzen wir ja immer noch hier rum!”
“Wer war denn eben müde, du doch!?”

“Du guckst ja auch Fußball, da muss man ja einpennen!”
“Ich kann auch was anderes anmachen, wenn du möchtest?”

“Was läuft denn?”
“Promi-Ausrutscher, Matilda, Glücksbringer und auf dem Ersten…”

“…der Grand Prix, ja doch, ich weiß…”
“Nein, der fängt gleich erst an, jetzt läuft die Vorsendung aus Oslo.”

“Na schön, das ist immer noch besser, als Fußball…”
“Soll ich das Erste anmachen?”

“Mach den blöden Grand Prix an, wenn es sein muss…”
“OK…”

Samstag, 21.19 Uhr:

“Schatz, wann sind wir denn dran eigentlich?”
“Lena ist auf Platz 22, dauert also noch…”

“Also Aserbaidschan fand ich gar nicht so schlecht, oder?”
“Wie bitte?? Aserbaidschan war ja wohl gruselig!”

“Wieso, die Sängerin war doch niedlich??”
“Hallo?? Also bitte!”

“Also die würde ich wählen!”
“Quatsch!”

“Wird das nicht in Dolby Surround übertragen? Mach doch mal!”
“Bitte sehr…”

“Sooo, JETZT hört man endlich mal was! Mach lauter!”
“OK…”

Samstag, 21.57 Uhr:

“Buh, buh!”
“Was ist denn??”

“Hallo?? Der Blödmann aus UK, der kann doch gar nichts!”
“Also mein Geschmack ist das auch nicht, aber…”

“Und dem seine Nase, die Nase! Haha!! Nicht zu fassen!!”
“Jetzt sei doch nicht so gemein!?”

“Mach leiser, das kann man sich ja nicht mit anhören!”
“Mal sehen, was die Türkei abliefert.”

“Türkei?? Die machen da auch mit??”
“Natürlich machen die da mit!”

“Singen die dann in Türkisch??”
“Keine Ahnung, werden wir ja sehen.”

“Das ist ja spannend heute!”
“Was, der Grand Prix??”

“Na klar! Waren doch nur Luschen bisher!”
“Tatsächlich??”

“Naja, bis auf die Opas aus Griechenland! OPAS, verstehste??!”
“Das ist sehr witzig, Süße, wirklich sehr witzig…”

“OPA! OPA! OPA! OLE!”
“Jetzt dreht sie völlig durch…”

“Mach lauter, los! Und mach doch mal mit! OPA!”
“OK…”

Samstag, 22.07 Uhr:

“Boah, die Türken die rocken ja voll die Bude da!!”
“Ähm…”

“We could be the same, datatdatataaa! YEAH!”
“Schatz, könntest du dich bitte wieder hinsetzen??”

“Die spinnen ja total, guck mal, wie die abgehen!”
“Also ich finde ja eher, also…”

“Das ist ja echt der Knaller, der Eurovisions Dings!”
“Heißt das, dass du dich gut amüsierst??”

“Bestens! Los, mach mal lauter!!”
“OK…”

Samstag, 22.34 Uhr:

“LENA! LENA! LENA! LENA!!”
“Liebste, ich dachte, du magst Lena gar nicht??”

“Natürlich mag ich die!”
“Aha, dann war es das Lied, das dir nicht gefiel?”

“Ach was, da in den Grand Prix Song-Contest passt das super!”
“Aha…”

“Mach doch mal lauter jetzt, es geht los!”
“OK…”

Samstag, 22.36 Uhr:

“Like a satellite -  I’m in an orbit all the way around you!”
“-”

“LENA! LENA! LENA! LENA!”
“-”

“Can’t go a minute without your love!!”
“-”

“La la lala, lalalalala laa laaa!”
“-”

“Super, super!”
“-”

“Gib mir die Fernbedienung, ich will lauter machen!”
“OK…”

Samstag, 23.14 Uhr:

“Komm Schatz, mach mit!”
“Och nee, bitte!”

“Der Eurodance, los, mach mit, das macht Spaß!”
“Woher weißt du denn eigentlich, was du da machen musst??”

“Ist doch egal, Hauptsache dabei sein!”
“Aha…”

“Wieso ist das schon wieder so leise?? MACH LAUTER!!”
“OK…”

Samstag, 23.25 Uhr:

“Mann! Schatz, hast du das gesehen??”
“Was?”

“Die haben uns nur drei Punkte gegeben!!”
“Ja, ach so, das habe ich gesehen, ja.”

“Sind die denn verrückt, die Rumänen??”
“Ähm…”

“Wie können die uns nur drei Punkte geben!?”
“IMMERHIN haben sie uns drei Punkte gegeben…”

“Buh! Buh!”
“Liebste, ganz ruhig, das ist nur eine Fernsehsendung…”

“Lass mich!”
“OK…”

Samstag, 23:47:

“Wir gewinnen, wir gewinnen!!”
“Das steht noch nicht fest.”

“Warum verbreitest du denn hier so schlechte Laune jetzt??”
“Ich sage doch nur, dass das Ergebnis noch nicht feststeht!?”

“Aber wir sind auf einem guten Weg! Schau!”
“Ja…”

“LENA! LENA! LENA!!”
“Mann, Liebste, du hast mir voll ins Ohr geschrien!”

“Stell dich nicht so an, wir gewinnen!”
“OK…”

Sonntag, 0.10 Uhr:

“JAAAA, WIR SIND WELTMEISTER!!”
“Weltmeister??”

“WIR HABEN GEWONNEN!!”
“Unglaublich…”

“Ich wusste es, ich wusste es!!”
“Du?? Gar nichts hast du gewusst!”

“Wahnsinn, was für ein Abend!!”
“Ja, das hatte wohl niemand erwartet…”

“Freust du dich denn gar nicht??”
“Doch, aber ich drehe nicht so durch, wie du!”

“Ich mache doch hier nur ein bisschen Party??”
“Ein bisschen geschlossene Anstalt trifft es wohl eher…”

“Pff! Soll ich dir jetzt mal was sagen, Schatz?!”
“Was denn??”

“Nächstes Jahr feiere ich mit jemand anders den Grand Prix!”

Kopfschüttel…

85 Kommentare »

War ja eigentlich ganz einfach

25. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt am Pfingstmontag abends von einer Verabredung nach Hause; sie hatte sich mit zwei Freundinnen im Einkaufszentrum “Waterfront” zum Kaffee trinken und anschließendem Kinobesuch verabredet.
Allerdings zieht die Liebste ein ziemlich langes Gesicht…

“Hallo, ich bin wieder da.”
“Prima, Süße! Und? Wie war´s?”

“Wir hatten einen netten Nachmittag.”
“Aha. Allerdings machst du gar nicht den Eindruck?”

“Ich bin ja auch sauer auf dich.”
“Auf mich?? Warum??”

“Weil ich dich gefragt hatte, wie man zur Waterfront kommt!”
“Und? War doch ganz einfach, oder?”

“Ich bin da abgefahren, wo du gesagt hast!”
“Und??”

“Und dann stand ich plötzlich irgendwo in der Pampa!”
“Wie bitte??”

“B6 und dann die Abfahrt Richtung Walle, hast du gesagt!”
“Das stimmt ja auch!?”

“Das stimmt eben nicht! Da kommt man ganz woanders hin!”
“Du bist bestimmt nur falsch abgebogen oder so…”

“Bin ich nicht! Und wegen dir musste ich Birgit anrufen!”
“Birgit??”

“Damit sie mir sagt, wie ich zur Waterfront komme!”
“Und konnte sie dir helfen?”

“Natürlich, BIRGIT kennt sich ja in Bremen auch aus!”
“Moment mal, soll das heißen, dass ich mich nicht auskenne??”

“Offensichtlich nicht!”
“Hallo?? Wie kann man denn bitte Bremen-Walle nicht finden??”

“Das frage ich mich auch, war ja eigentlich ganz einfach.”
“Also hör mal, einfacher konnte ich es dir doch gar nicht erklären!”

“Quatsch, du wolltest dir bloß keine Mühe geben!”
“B6, dann Walle runter und immer geradeaus, das ist doch…”

“…das ist falsch, denn da kommt man nicht zur Waterfront!”
“Bin ich doch selbst schon tausendmal gefahren!?”

“Kann ja sein, aber du fährst sowieso immer so komisch.”
“Was??”

“Das war mir echt peinlich, Birgit anrufen zu müssen…”
“Du hättest ja auch mich anrufen können??”

“Dich?? Wo du mir das doch eingebrockt hast?? Nee!”
“Und warum hast du kein Navi mitgenommen??”

“Weil du gesagt hast, das sei puppieinfach!”
“Was ja auch stimmt!?”

“Gar nicht! Warte, ich zeige dir das schnell bei Google.”

[Meine Liebste rennt ins Arbeitszimmer, kramt ihr Notebook aus der Tasche und kommt zu mir zurück ins Wohnzimmer.
Nach einer kleinen Ewigkeit startet dann auch endlich Google Maps und die Liebste sucht gefühlte 1.240 Minuten die Straßen, auf denen sie gefahren und hier und da abgebogen ist...]

“Hier, da! Da sollte ich abbiegen!”
“Liebste, das ist nicht die B6, das ist die A27!”

“Na und?”
“Was heißt denn na und?? Da warst du doch gar nicht!?”

“Natürlich war ich auf der A27!”
“Das kann ja gar nicht sein, du warst doch auf der B6??”

“Nein. Ich war auf der A27.”
“Und warum dort??”

“Weil ich vorher aus Versehen auf die A28 gefahren bin.”
“Was?? Das verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich habe halt die Abfahrt verpasst, na und??”
“Aber was wolltest du denn überhaupt auf der A28??”

“Weiß ich auch nicht, auf jeden Fall war ich da plötzlich.”
“Und wie bist du dann von dort auf die A27 gekommen??”

“Naja, ich habe jemanden an einer Tankstelle gefragt.”
“Und der hat dich zur A27 geschickt??”

“Nee, der hat gesagt, ich soll auf die B6.”
“Das stimmt ja auch!?”

“Da war aber keine B6!”
“Naja, zuerst ist es die B75, die wird dann zur B6…”

“Woher soll ich das denn wissen??”
“Hat dich der Tankwart denn da nicht hingeschickt??”

“Doch, aber ich dachte, der spinnt!”
“Oh Mann, Liebste, das ist ja mal wieder so typisch!”

“Was denn?? Hättest du mir das richtig erklärt, dann…”
“Ich habe dir das richtig erklärt!”

“Da kam aber links keine Waterfront, wie du es gesagt hast!”
“Aber Liebste, du bist doch auch total woanders gewesen!?”

“Aber meinem Gefühl nach hätte das passen müssen!”
“Deinem Gefühl nach??”

“Ich wusste ja, dass ich ungefähr da bin, wo du gesagt hast!”
“Himmel, ich brech zusammen…”

“Typisch! Erst mir den falschen Weg sagen und jetzt jammern!”
“Wärst du gefahren, wie ich es dir gesagt habe, dann…”

“…dann wäre ich wahrscheinlich jetzt noch unterwegs!”

Kopfschüttel…

86 Kommentare »

Riech doch mal

21. Mai 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen zusammen im Wohnzimmer und läuten einen lockeren Fernsehabend ein.
Es gibt zwar in der Flimmerkiste nichts Besonderes heute, aber so nebenbei kann man RTL, Pro7 & Co ja laufen lassen; Frauentausch oder Hausbau oder Schuldenberater werden ja täglich geboten.
Die Liebste sitzt ruhig auf dem Sofa, bis sie plötzlich einen halben Sprung unter die Zimmerdecke hinlegt!

“Mann!”
“Was ist denn, Süße?? Ist was passiert??”

“Hier summt die ganze Zeit eine Fliege um mich rum!”
“Eine Fliege??”

“Könnte auch eine Mücke sein, aber eher eine Fliege!”
“Ich sehe nichts…”

“Sie ist aber da, dauernd schwirrt die um mich rum!”
“Tja, die Fliege wird dafür sicher gute Gründe haben…”

“So?? Und was für Gründe gäbe es da deiner Meinung nach??”
“Naja, ähm…”

“Weil ich stinke??”
“Du stinkst??”

“Ich stinke NICHT!”
“Wann hast du denn das letzte Mal geduscht?”

“Heute Morgen!”
“Naja, das ist natürlich, also, na, wenn das mal nicht…”

“Hier, riech doch mal!”

[Die Liebste schmeißt sich auf mich drauf und drückt mir nacheinander sämtliche ihrer Extremitäten auf die Nase...]

“Und? Stinke ich, du Blödmann??”
“Ähm, nein, also ich rieche nichts…”

“Du riechst nichts??”
“Naja, aber ich bin auch keine Fliege, also…”

“Wenn hier einer stinkt, dann ja wohl DU!”
“Ich??”

“Ja, du! Und deswegen schwirrt die Fliege lieber um mich rum!”
“Wie jetzt?? ICH soll stinken, aber die Fliege nimmt lieber DICH??”

“Vielleicht ist das für Fliegen gefährlich, was du so ausdünstest.”
“Ja nee, iss klar!”

“Du hast selber gesagt, dass die Fliege einen guten Grund hat!”
“Das war aber eigentlich nur eine scherzhafte Vermutung!”

“Wenn du Tatsachen willst, dann frag die Fliege doch selbst??”
“Gerne, dann schick sie doch bitte mal zu mir rüber!”

“Du bist so doof! Und du stinkst!”
“Und DU wirst von einer Fliege belästigt, DAS gäbe MIR zu denken!”

“Und was willst du damit jetzt sagen??”
“Eigentlich will ich nur wissen, wie du die Fliege loswerden willst?”

“Das liegt doch wohl auf der Hand, oder?”
“Du holst eine Fliegenklatsche?”

“Nein.”
“Dann fängst du sie mit den Zähnen?”

“Nein! Und außerdem ist das Bäh!”
“Und was willst du stattdessen tun?”

“Ich gar nichts, aber du!”
“Ich?? Vergiss es, ich fange dir die arme Fliege nicht.”

“Nee, aber du gehst jetzt sofort duschen!”

Kopfschüttel…

31 Kommentare »

Das muss heute sein

17. Mai 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste steht schon in der offenen Haustür und warten auf mich, als ich am Abend nach Hause komme.
Das ist gewöhnlich selbst dann nicht der Fall, wenn ich klingele oder mich sonstwie mit einem besonderen Grund angekündigt habe…
Also: was ist da los??

“Hallo Schatz, komm doch rein!”
“Hallo Süße, na? Warum stehst du hier?”

“Ich habe auf dich gewartet.”
“Aha. Und?”

“Was und?”
“Naja, wieso wartest du auf mich hier?”

“Ich habe dein Auto gesehen, als du gekommen bist.”
“Ach so, schön. Ich dachte schon, es sei irgendwas.”

“Was soll denn sein?”
“Naja, du stehst ja sonst nicht in der Tür, wenn ich komme…”

“Heute aber schon, und außerdem bin ich schon fertig.”
“Fertig? Womit??”

“Na wir können sofort los, meine ich.”
“Wir? Wohin denn?? Habe ich da was vergessen??”

“Wir wollten doch neue Kissen kaufen fürs Gästezimmer?”
“Ja, aber doch nicht heute, oder??”

“Warum denn nicht heute??”
“Och Schatz, ich hatte einen echt anstrengenden Tag und…”

“Komm, das dauert doch nicht lange. Geht ganz schnell!”
“Muss das sein? Können wir das nicht am Wochenende machen?”

“Nein, das muss heute sein.”
“Wieso denn heute??”

“Weil wir Besuch kriegen.”
“Was?? Besuch?? Wen denn??”

“Steffi kommt nachher noch.”
“Steffi?? Und was will die hier?? Mitten in der Woche??”

“Wir haben eben was zu bereden, darum.”
“Und da muss sie gleich bei uns übernachten??”

“Dafür hat man doch ein Gästezimmer, oder??”
“Und was ist mit Rainer? Kommt der auch mit?”

“Nee, wohl kaum.”
“Wieso, was ist denn?”

“Deswegen kommt Steffi ja.”
“Weswegen??”

“Wegen Rainer.”
“Wieso, was ist denn mit Rainer??”

“Er hat Steffi ganz mies behandelt, der ist ganz böse!”
“Wie bitte?? Rainer ist eine Seele von Mensch!?”

“Offensichtlich nicht! Auf jeden Fall bleibt Steffi hier.”
“Ähm… Moment mal, soll das heißen, dass…”

“Ich habe ihr gesagt, dass sie bleiben kann, solange sie will.”
“Liebste! Sind wir hier das Hotel der guten Hoffnung, oder was??”

“Ich will ihr aber helfen und du machst mit!”
“Erst werde ich mal Rainer anrufen, und dann sehen wir weiter!”

“Nein, du rufst nicht Rainer an!”
“Wieso denn nicht??”

“Weil der böse war!”
“Ich werde mir doch wohl mal seine Version anhören dürfen??”

“Nee, hinterher schlägst du dich noch auf seine Seite!”
“Hallo?? Du schlägst dich doch auch auf Steffis Seite??”

“Das ist ja wohl auch selbstverständlich!”
“Was hat Rainer denn angeblich wieder gemacht??”

“ANGEBLICH?? Siehst du, es geht schon los! Männer!!”
“Nichts geht los, ich will doch nur wissen, was…”

“Du bist genauso doof, wie Rainer!”
“Aber was ist denn überhaupt passiert und…”

“Ich fahre alleine Kissen kaufen!”
“Warum das denn jetzt plötzlich??”

“Und ich bringe zwei mehr mit!”
“Zwei mehr??”

“Die kannst du dann Rainer geben.”
“Rainer?? Was soll Rainer denn mit zwei blöden Deko-Kissen??”

“Die sind ja auch mehr für dich, du Blödmann.”
“Für mich??”

“Damit du es heute in seinem Gästezimmer gemütlich hast!”

Kopfschüttel…

56 Kommentare »

Weiß ich selber!

14. Mai 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste ist heute früher aufgestanden, als ich; das kommt selten vor und gewöhnlich ist es die Liebste, die sich noch 20-mal umdreht, bevor sie freiwillig aus dem Bett steigt.
Als ich dann auch endlich aus dem Schlafzimmer schlappe, kommt die Liebste gerade aus dem Badezimmer.

“Morgen.”
“Guten Morgen, meine Süße! Na, hast du gut geschlafen?”

“Wieso?”
“Naja, ähm… Ich wollte nur wissen, ob du…”

“Sehe ich so Scheiße aus, oder was??”
“Ähm… Nein, ich habe doch nur gefragt, ob du…”

“Ich weiß selber, dass ich Scheiße aussehe heute!”
“Aber du siehst doch nicht Scheiße aus??”

“So? Ich bin total müde, guck die Ringe unter meinen Augen!”
“Aha… Demnach hast du also nicht so gut geschlafen?”

“Schön, dass dir das jetzt auch aufgefallen ist!”
“Ähm…”

“Ich hasse das, wenn du mir nicht die Wahrheit sagst!”
“Wieso Wahrheit?? Was sage ich denn nicht??”

“Dass ich Scheiße aussehe!”
“Du siehst doch aber gar nicht Scheiße aus??”

“Doch!”
“Ein bisschen müde vielleicht, aber…”

“AHA!”
“…aber nicht…”

“Los! Sag es!”
“Was denn??”

“NUN SAG ES SCHON!”
“Na gut, wenn du das unbedingt hören willst, dann…”

“Ich höre?”
“Du siehst heute Morgen echt Scheiße aus.”

“Was??”
“Ein bisschen zumindest.”

“Pff! Guck dich doch mal an, du Blödmann!”

Kopfschüttel…

48 Kommentare »

Arche Noah

10. Mai 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich haben uns für den Sonntag einen Film aus der Videothek ausgeliehen, und zwar “Evan Allmächtig”.
Wer den Film schon kennt, der weiß: der Abgeordnete Evan trifft zufällig Gott in seinem Vorgarten und wird von ihm gebeten, eine Arche zu bauen. Der Film scheint der Liebsten großen Spaß zu machen…

“Haha, guck mal, die Waschbären da, haha!”
“Ja, das ist schön, Süße…”

“Ach übrigens, was ich dir noch sagen wollte…”
“Was?”

“Das kann ja mit der Arche gar nicht so gewesen sein damals.”
“So? Und wieso nicht?”

“Naja, Noah sollte doch alle Tiere mitnehmen, oder?”
“Von jedem zwei, richtig.”

“Und der hat die Arche doch aus Tannenholz gebaut, richtig??”
“So steht es zumindest in der Bibel, ja.”

“Na also! Das kann ja gar nicht funktioniert haben!”
“Aha, und warum nicht?”

“Dann hätte er ja auch zwei Holzwürmer mitnehmen müssen!”

Kopfschüttel…

67 Kommentare »

Ist das ein Problem?

6. Mai 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste kommt heute irgendwie später nach Hause, als sonst. Ab und zu bin ich da ja schon etwas eifersüchtig. Nicht, dass sie mit einem geheimen Verehrer im Hotel Düsseldorf Flughafen war und mir jetzt ihre Reisepläne mit ihrem neuen Freund vor die Stirn knallt…
Sie wirkt etwas gestresst und außerdem hat sie einen Zettel in der Hand, der mir verdächtig nach Rechnung aussieht…
Was war denn da, war da was?

“Hallo Schatz!”
“Guten Abend Süße, na? Alles klar bei dir?”

“Ja, ist nur etwas spät geworden alles.”
“Wieso, was war denn?”

“Ich war noch in der Werkstatt.”
“Warum? War dein Auto kaputt?”

“Naja, war eigentlich nur eine Kleinigkeit.”
“Wieso, was denn?”

“Blinker hinten links war die Birne kaputt.”
“Ah, und die hast du austauschen lassen?”

“Ja.”
“Aber… Das geht doch eigentlich ganz schnell, oder?”

“Richtig, ich war aber trotzdem ganz schön lange da.”
“Wieso? Wie lange warst du denn da??”

“Naja… So gut drei Stunden?”
“Wie bitte??”

“Ja, um vier Uhr so ungefähr bin ich da auf den Hof gefahren.”
“Aber Liebste, jetzt ist es sieben Uhr??”

“Ja, ich weiß, ich wollte eigentlich auch längst hier sein.”
“Ja aber, ähm… Drei Stunden?? Für einen Birnenwechsel??”

“Ich hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verronnen ist…”
“Aha, ja, aber nochmal: drei Stunden??”

“Naja, das kann doch mal vorkommen? Ist das ein Problem?”
“Wenn eine Werkstatt dafür drei Stunden braucht, dann ja!”

“Die Werkstatt ist super, da gehe ich immer sehr gerne hin.”
“Also Moment mal, das kann doch wohl nicht…”

“Die sind alle so nett da und zuvorkommend!”
“Aber…”

“…und Kekse gibt´s da auch immer!”
“Na toll! Kekse! Aber keiner kann einen Blinker wechseln??”

“Wieso, läuft doch wieder??”
“Ja… Und die Rechnung? Was haben die dafür berechnet??”

“Ganz normal?”
“Also nicht drei Stunden Dienstleistung??”

“Nee, warum auch??”
“Aber du hast doch gesagt, dass es drei Stunden gedauert hat!?”

“Ja, aber doch nicht der Blinker!? Pff, du Dummerchen!”
“Ähm, was denn dann??”

“Ich habe zufällig meine alte Freundin Julia dort getroffen!”

Kopfschüttel…

28 Kommentare »

Aber wo?

3. Mai 2010, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sind am Wochenende mit Freunden verabredet und wir sind kurz davor, dorthin loszufahren. Während ich bereits in der Tür stehe und mit meinem Schlüssel herumspiele, höre ich die Liebste noch in der Wohnung herumlaufen.
Es kann sich nur nur noch um Stunden handeln…

“Ich komme gleich!”
“Das ist schön, Süße…”

“Bist du schon fertig?”
“Ja, ich warte.”

“Komme gleich!”
“Schön, Schatz.”

“Es ist nur, weil ich sie nicht finde!”
“Wen findest du nicht?”

“Meine Sonnenbrille!”
“Ähm… Liebste, es regnet draußen in Strömen…”

“Ja, jetzt vieleicht, aber wer weiß, wie es gleich wird!”
“Liebste, du brauchst deine Sonnenbrille heute nicht.”

“Ohne meine Sonnenbrille fahre ich nicht!”
“Apropos fahren: liegt die Brille vielleicht noch im Auto?”

“Nee, das kann nicht sein.”
“Und warum nicht?”

“Weil ich sie extra mit raus genommen habe, um…”
“Um??”

“…um sie nicht im Auto zu vergessen.”
“Aha… Sehr gute Idee, Süße…”

“Aber wo habe ich sie jetzt hingelegt??”
“Ist doch egal, du kannst sie morgen suchen, komm jetzt!”

“Nicht ohne Sonnenbrille!”
“Aber du wirst sie heute nicht brauchen, glaube mir!”

“Ohne Brille gehe ich nicht weg!”
“Na schön, dann nimm eben meine.”

“Deine??”
“Meine. Sie liegt im Auto.”

“Hm… Das wäre zur Not eine Alternative…”
“Schön, können wir dann jetzt los?”

“Nein. Ich muss noch was holen, Moment…”
“Was fehlt denn jetzt noch??”

“Hallo?? Wir reden hier schließlich über deine Sonnenbrille!”
“Ja, und was brauchst du jetzt noch??”

“Moment, bin gleich wieder da…”

[Die Liebste dreht auf ihren Absätzen um und rennt erneut durch die ganze Wohnung... Natürlich frage ich mich, was sie jetzt wieder sucht, und ich kämpfe mit mir, ob ich sie nun auch noch danach fragen soll...]

“So ein Mist!”
“Liebste, was ist denn jetzt??”

“Ich finde es nicht!”
“Was denn??”

“Und das nur, weil ich deine blöde Sonnenbrille aufsetzen muss!”
“Oh, entschuldige bitte! Abgesehen davon regnet es draußen!”

“Ohne können wir aber nicht los!”
“Was fehlt denn?? Lippenstift?? Geld?? Handtasche?? Tampons??”

“Quatsch!”
“Sondern??”

“Das Brillenputztuch!”

Kopfschüttel…

35 Kommentare »

Gefällt Dir dieser Blog?

Kopfschüttel Ratgeber »





Blog der Woche