Meine Liebste und ich sitzen bei dem schönen Sonntagswetter endlich mal wieder auf unserer Terrasse und genießen den ersten Frühlingstag.
Die Liebste hat sich ihren Stuhl natürlich in die Sonne gezogen und ihren Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken gelegt.
Dabei summt sie so vor sich hin…

„Ist das nicht schön in der Sonne, Schatz?“
„Ja, Süße.“

„Jetzt könnte es bloß noch ein bisschen wärmer sein…“
„Das wird schon noch.“

„Ich könnte hier ewig so sitzen bleiben…“
„Hm…“

„…da kann man so schön bei nachdenken…“
„Nachdenken?“

„Ja.“
„Und woran denkst du so?“

„Willst du das wirklich wissen??“
„Ähm… Wenn ich es mir recht überlege, dann…“

„Also ich dachte mir, was wohl wäre, wenn ich eine Fee wäre.“
„Eine Fee??“

„Ja, wenn ich eine gute Fee wäre.“
„Aha, ähm…“

„Stell dir vor, ich wäre eine gute Fee!“
„Diese Rolle passt jetzt eher weniger zu dir, aber…“

„Wenn ich eine Fee wäre, hättest du jetzt drei Wünsche frei!“
„Ach ja?“

„Ja. Drei Wünsche. Was würdest du dir wünschen?“
„Liebste, ich möchte da jetzt eher nicht weiter drüber…“

„Jetzt sag doch mal! Sag mal drei Wünsche!“
„Nein, lass mich doch einfach hier sitzen ohne so einen Quatsch, ja?“

„OK! Diesen Wunsch erfülle ich dir! Und dein zweiter?“
„Moment, Moment, das war doch kein Wunsch!?“

„Doch! Aber sei nicht traurig, zwei hast du ja noch übrig.“
„Gut! Ich wünsche mir, nichts weiter wünschen zu müssen!“

„Et voila! Auch diesen Wunsch habe ich dir erfüllt!“
„Schön. Danke.“

„Und dein dritter Wunsch?“
„Moment, Moment! Ich muss mir doch nichts mehr wünschen!?“

„Musst du ja auch nicht, das war ja schließlich dein Wunsch.“
„Wieso fragst du mich denn dann jetzt schon wieder??“

„Du MUSST natürlich nicht, aber du KANNST! Und du solltest.“
„Liebste, das ist ja jetzt wohl Haarspalterei!“

„Nur weil ich mich als gute Fee exakt an deine Wünsche halte??“
„Du bist aber keine gute Fee!“

„Wieso? Hast du schon mal eine getroffen??“
„Ähm… Nein.“

„Woher willst du das dann so genau wissen??“
„Weil eine gute Fee ihren Begleiter nicht reinlegen würde!“

„Aber du brauchst doch nur einen Wunsch sagen, sonst nichts!?“
„Also gut; wenn ich noch einen sage, lässt du mich dann in Ruhe?“

„Natürlich! Dann sind deine drei Wünsche ja auch weg.“
„Ich wünsche mir einen Latte Macchiato.“

„Nein, das ist ja ein doofer Wunsch!“
„Wieso? Gute Fee, ich wünsche mir einen Latte Macchiato! Jetzt!“

„Kein Mensch wünscht sich von einer guten Fee einen Kaffee!“
„Wieso denn nicht?? Ich hätte jetzt gerne einen La…“

„Also, was wünschst du dir jetzt von der guten Fee?“
„Lass uns ins Schlafzimmer gehen, da kannst du alle Wünsche erf…“

„Pff! Das vergiss mal, das geht nicht!“
„Wieso?? Das ist doch ein einwandfreier Wunsch, oder nicht??“

„Nein.“
„Und warum nicht?? Bist du jetzt eine Fee oder nicht!?“

„Doch, doch.“
„Und warum kannst du ausgerechnet DIESEN Wunsch nicht erfüllen??“

„Möchtest du, dass ich dir das mal ganz genau erläutere?“
„Ich bitte darum!“

„OK, dann ist das dein dritter Wunsch.“
„Moment, nee, nee, du hast doch, ich wollte jetzt eigentlich…“

„Also pass auf, das kann jetzt etwas dauern, danke aber, dass du mich gefragt hast, wie das eigentlich mit den Feen ist, ich fange mal an, also weißt du, Feen sind ja Wesen aus dem Himmel und damals als, ach wie war das noch, da wo, ach nee, wir müssen noch viel früher anfangen, also weil die ja… … … … … … … …“
„Hörst du noch zu? Gut, und dann kam der, der Dings, na, und als… … … …“
„…das hat mit den Prinzen zu tun und den Geistern natürlich… …“
„…wobei ich jetzt noch das Thema mit den Elfen…“
„… …“

Kopfschüttel…