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Alt und hässlich

29. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind zu Fuß auf dem Weg zu Freunden, die bei uns in der Nachbarschaft wohnen. Hand in Hand laufen wir vorbei an anderen glücklichen Menschen, die uns entgegenkommen.
Kann Liebe nicht schön sein?
Doch, das kann sie.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was ich dich schon länger mal fragen wollte…”
“Ja? Was denn?”

“Wäre ich alt und hässlich, würdest du mich dann auch lieben?”
“Ähm, was soll denn diese Frage jetzt??”

“Das interessiert mich eben!”
“Wenn du alt und hässlich wärst??”

“Ja, wenn ich alt und hässlich wäre.”
“Bist du doch aber nicht?!”

“Das weiß ich, aber wenn ich´s wäre??”
“Wenn, wenn, warum machst du dir über so etwas Gedanken??”

“Darf ich denn nicht denken, was ich will??”
“Doch, natürlich darfst du das.”

“Na also.”
“Aber ich werde doch wohl mal nachfragen dürfen?”

“Du fragst das aber so, als sei das eine total blöde Frage!”
“Naja, ähm…”

“Siehst du, du nimmst mich wieder überhaupt gar nicht ernst!”
“Natürlich nehme ich dich ernst, aber…”

“Nee, nix aber!”
“Darf ich vielleicht bitte mal ausreden??”

“ICH lasse dich IMMER ausreden, DU unterbrichst mich immer!”
“Wann habe ich dich denn mal unterbr…”

“…weil du immer glaubst, alles besser zu wissen, als ich!”
“Das stimmt ja gar nicht, ich hinterfrage nur immer gerne, was d…”

“Dann nenn doch mal was, was ich besser weiß, als du!?”
“Tja, … Du weißt, du weißt… Du kennst dich mit Nagellack gut aus!”

“Mit Nagellack??”
“Ähm, mir fiel gerade nichts Besseres ein, also…”

“Das ist ja wohl wirklich das Allerletzte!”
“Ich gebe zu, das ist, ähm… Aber verkehrt ist es auch nicht!”

“Das bin ich also für dich?? So´ne Nagellack-Trine??”
“Nein, ich wollte, also…”

“Bevor ich nicht mehr mit dir rede, hätte ich noch eine Bitte:”
“Aha, und, ähm…”

“Beantwortest du mir jetzt bitte noch meine Frage??”
“Was? Das mit dem alt und hässlich?”

“Ja.”
“Ja.”

“Was?”
“JA.”

“Was denn Ja jetzt??”
“Ich würde dich auch dann lieben, wenn du alt und hässlich wärst.”

“Ach so. Das trifft sich gut.”
“So? Warum?”

“Weil ich dich auch liebe, obwohl du alt und hässlich bist!”

Kopfschüttel…

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Formel 1

25. März 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sehen am Abend in den Nachrichten einen Bericht über das bevorstehende Formel 1 Rennen in Melbourne; ganz zum Schluss des Beitrages gibt Niki Lauda noch seine Einschätzung zu Michael Schumacher ab.
Ist ja schon ein Urgestein, der Lauda; obwohl, so alt ist der eigentlich noch gar nicht…

“Warum stöhnst du denn so, Schatz?”
“Ach, nichts, alles gut, Süße.”

“Nee, jetzt sag doch mal?”
“Naja, ich meine, der Lauda bräuchte mal einen Nachfolger.”

“Nachfolger? Wofür??”
“Na für solche Kommentare eben, wie er sie ständig abgibt.”

“Verstehe ich nicht…”
“Ich meine, es gibt doch auch noch jüngere Kommentatoren.”

“Ja?”
“Ja. Aber die Medien stürzen sich immer nur auf ihn.”

“Macht der Niki Lauda das denn nicht gut?”
“Doch…”

“Warum soll das dann jemand anderes machen??”
“Naja, um auch Jüngeren mal ne Chance zu geben, beispielsweise.”

“Ach so, ja. Und wenn das so wäre, was macht der Lauda dann?”
“Wie! Wie meinst du was, was der dann macht!?”

“Na dann ist der doch arbeitslos, oder??”
“Ähm…”

“Was soll der denn machen, wenn er auf der Straße steht??”
“Liebste, also ich würde mal meinen, dass…”

“…seit wann bist du denn so gehässig??”
“Gehässig?? Ich?? Nur weil ich meine, dass…”

“Du kannst doch dem Mann nicht den Job wegnehmen wollen!”
“Quatsch, will ich doch gar nicht!”

“Der steht dann auf der Straße und wir müssen das bezahlen!”
“Bezahlen?? Was müssen wir denn bezahlen??”

“Na wenn der Hartz 4 kriegt dann??”
“Oh Gott, das glaubt mir wieder keiner…”

“Ist doch aber wahr!”
“Liebste! Der hat – nebenbei – eine eigene Fluglinie!”

“Fluglinie?? Ich dachte, der sei Rennfahrer gewesen??”
“Ja, war er ja auch, aber…”

“Und jetzt ist der Pilot??”
“Nein, er…”

“OK, wenn der Pilot ist, dann ist das ja ungerecht!”
“Niki Lauda ist nicht, ich meine, also er hat damals…”

“Ich meine, wenn der umgeschult hat?”
“Niki Lauda hat doch nicht UMGESCHULT!?”

“Demnächst macht der vielleicht noch seinen Segelschein!”
“Segelschein?? Was soll das denn jetzt??”

“Ja, wieso? Das kann doch sein?”
“Und warum sollte er, bitte??”

“Wenn ihm das Arbeitsamt das bezahlt?”
“WIE BITTE?? WAS??”

“Dann könnte er die Segelregatta am Dümmer kommentieren!”
“Himmel, ich brech zusammen, echt…”

“Das wusste ich ja alles gar nicht, sehr interessant!”
“Ja… Aber das solltest du auch besser schnell wieder verg…”

“Jetzt weiß ich auch endlich was über die Formel 1!”

Kopfschüttel…

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Wünsch dir was

22. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen bei dem schönen Sonntagswetter endlich mal wieder auf unserer Terrasse und genießen den ersten Frühlingstag.
Die Liebste hat sich ihren Stuhl natürlich in die Sonne gezogen und ihren Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken gelegt.
Dabei summt sie so vor sich hin…

“Ist das nicht schön in der Sonne, Schatz?”
“Ja, Süße.”

“Jetzt könnte es bloß noch ein bisschen wärmer sein…”
“Das wird schon noch.”

“Ich könnte hier ewig so sitzen bleiben…”
“Hm…”

“…da kann man so schön bei nachdenken…”
“Nachdenken?”

“Ja.”
“Und woran denkst du so?”

“Willst du das wirklich wissen??”
“Ähm… Wenn ich es mir recht überlege, dann…”

“Also ich dachte mir, was wohl wäre, wenn ich eine Fee wäre.”
“Eine Fee??”

“Ja, wenn ich eine gute Fee wäre.”
“Aha, ähm…”

“Stell dir vor, ich wäre eine gute Fee!”
“Diese Rolle passt jetzt eher weniger zu dir, aber…”

“Wenn ich eine Fee wäre, hättest du jetzt drei Wünsche frei!”
“Ach ja?”

“Ja. Drei Wünsche. Was würdest du dir wünschen?”
“Liebste, ich möchte da jetzt eher nicht weiter drüber…”

“Jetzt sag doch mal! Sag mal drei Wünsche!”
“Nein, lass mich doch einfach hier sitzen ohne so einen Quatsch, ja?”

“OK! Diesen Wunsch erfülle ich dir! Und dein zweiter?”
“Moment, Moment, das war doch kein Wunsch!?”

“Doch! Aber sei nicht traurig, zwei hast du ja noch übrig.”
“Gut! Ich wünsche mir, nichts weiter wünschen zu müssen!”

“Et voila! Auch diesen Wunsch habe ich dir erfüllt!”
“Schön. Danke.”

“Und dein dritter Wunsch?”
“Moment, Moment! Ich muss mir doch nichts mehr wünschen!?”

“Musst du ja auch nicht, das war ja schließlich dein Wunsch.”
“Wieso fragst du mich denn dann jetzt schon wieder??”

“Du MUSST natürlich nicht, aber du KANNST! Und du solltest.”
“Liebste, das ist ja jetzt wohl Haarspalterei!”

“Nur weil ich mich als gute Fee exakt an deine Wünsche halte??”
“Du bist aber keine gute Fee!”

“Wieso? Hast du schon mal eine getroffen??”
“Ähm… Nein.”

“Woher willst du das dann so genau wissen??”
“Weil eine gute Fee ihren Begleiter nicht reinlegen würde!”

“Aber du brauchst doch nur einen Wunsch sagen, sonst nichts!?”
“Also gut; wenn ich noch einen sage, lässt du mich dann in Ruhe?”

“Natürlich! Dann sind deine drei Wünsche ja auch weg.”
“Ich wünsche mir einen Latte Macchiato.”

“Nein, das ist ja ein doofer Wunsch!”
“Wieso? Gute Fee, ich wünsche mir einen Latte Macchiato! Jetzt!”

“Kein Mensch wünscht sich von einer guten Fee einen Kaffee!”
“Wieso denn nicht?? Ich hätte jetzt gerne einen La…”

“Also, was wünschst du dir jetzt von der guten Fee?”
“Lass uns ins Schlafzimmer gehen, da kannst du alle Wünsche erf…”

“Pff! Das vergiss mal, das geht nicht!”
“Wieso?? Das ist doch ein einwandfreier Wunsch, oder nicht??”

“Nein.”
“Und warum nicht?? Bist du jetzt eine Fee oder nicht!?”

“Doch, doch.”
“Und warum kannst du ausgerechnet DIESEN Wunsch nicht erfüllen??”

“Möchtest du, dass ich dir das mal ganz genau erläutere?”
“Ich bitte darum!”

“OK, dann ist das dein dritter Wunsch.”
“Moment, nee, nee, du hast doch, ich wollte jetzt eigentlich…”

“Also pass auf, das kann jetzt etwas dauern, danke aber, dass du mich gefragt hast, wie das eigentlich mit den Feen ist, ich fange mal an, also weißt du, Feen sind ja Wesen aus dem Himmel und damals als, ach wie war das noch, da wo, ach nee, wir müssen noch viel früher anfangen, also weil die ja… … … … … … … …”
“Hörst du noch zu? Gut, und dann kam der, der Dings, na, und als… … … …”
“…das hat mit den Prinzen zu tun und den Geistern natürlich… …”
“…wobei ich jetzt noch das Thema mit den Elfen…”
“… …”

Kopfschüttel…

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Darf ich?

16. März 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sind auf dem Weg in den Bremer Weserpark, um dort ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und anschließend vielleicht noch ins Kino zu gehen, mal sehen.
Wir sitzen im Auto und plaudern über dies und das, während wir über die volle Autobahn schleichen… Manche Paare reden ja gar nicht mehr miteinander, verstehe ich nicht…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wolltest du mir nicht noch was erzählen?”
“Ja? Wollte ich??”

“Ja, du hast vorhin gesagt, du müsstest mir noch was erzählen.”
“Ach ja! Stimmt!”

“Und was?”
“Ich habe heute Morgen in der Zeitung gelesen, dass…”

“Ach, das ist ja witzig!”
“Ähm, ich habe doch noch gar nichts gesagt??”

“Jaja, aber ich meine, ich habe auch was gelesen!”
“Heute?”

“Nein, gestern.”
“Aha, naja, also ich habe gelesen, dass…”

“…das wollte ich dir auch noch erzählen!”
“Schön, also ICH habe heute gelesen, dass…”

“Darf ich zuerst erzählen, ja?”
“Zuerst?? Wieso das denn jetzt??”

“Weil ich das sonst wieder vergesse.”
“Wie bitte??”

“Ich warte ja schließlich schon viel länger, als du!”
“Du wartest länger?? Worauf denn??”

“Dass ich dir das erzählen kann!”
“Du kannst ja gleich auch alles erzählen!?”

“Ich bin aber eigentlich zuerst dran!”
“Fangen wir jetzt schon an, Erzählprioritäten festzulegen??”

“Ich nicht, aber dir scheint das ja wahnsinnig wichtig zu sein.”
“Das ist mir ALLES ANDERE als wichtig, Liebste!”

“Schön, dann kann ich doch erzählen jetzt, oder??”
“Der Klügere gibt nach… Von mir aus… Erzähl.”

“Nee, nee, nee, das hat gar nicht mit klüger sein zu tun!”
“Herrgott, WAS willst du mir erzählen??”

“Ach, da geht der feine Herr jetzt schön drüber weg, was?!”
“Worüber gehe ich denn weg??”

“Du hast gesagt, dass ich die Dümmere bin!”
“Das habe ich NICHT gesagt!”

“Aber gemeint!”
“OK, OK. Ich nehme alles zurück. Geht das?”

“Hm…”
“Liebste, würdest du mir jetzt BITTE erzählen, was du gelesen hast?”

“Na schön.”
“Ich höre aufmerksam zu. Solange ich kann zumindest…”

“Also, ich habe gelesen, dass Menschen schnell alt werden.”
“-”

“-”
“Ähm…”

“-”
“Und?”

“Und? Was denn und??”
“Naja, UND?? Wie geht es weiter??”

“Was soll denn da weitergehen??”
“Menschen werden alt, ja, UND??”

“Nein, nein, nein, gemeint ist: sie werden SCHNELL alt!”
“Ja. Das habe ich verstanden. U-N-D??”

“Ich verstehe dich nicht?”
“Was heißt denn das jetzt??”

“Das heißt, dass ich nicht verstehe, was du nicht verstehst??”
“Nein, nein; ich meinte das von vorher?!”

“Vorher??”
“Himmel, ich kriege gleich einen Herzinfarkt, wenn das so w…!”

“…dann fahr aber bitte vorher rechts ran, ja?”
“SEHR WITZIG!!”

“..du und der Klügere, pff!”
“Was soll das denn jetzt??”

“Konzentrier dich wenigstens ein bisschen auf die Straße, ja?”
“Ja, sich mit dir zu unterhalten ist gefährlicher, als Handy am Steuer!”

“Dass sich Männer im Auto immer so aufregen müssen…”
“Es liegt sicher NICHT am Auto, DAS kann ich dir versichern!”

“Jetzt reg dich wieder ab, es ist doch alles in Ordnung!?”
“Ja, alles in Ordnung, alles in Ordnung, alles…”

“…also Schätzchen, was wolltest du mir denn nun erzählen?”
“Hm…”

“Ja?”
“Ähm… Tja, das habe ich jetzt dann wohl mal vergessen…”

“Macht nichts, das sagte ich ja bereits.”
“Was sagtest du bereits??”

“Dass Männer schnell alt werden!”

Kopfschüttel…

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Eine rein rhetorische Frage

12. März 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am späten Abend auf unserem Sofa im Wohnzimmer und schauen Fernsehen. Eigentlich fallen uns abwechselnd bereits die Augen zu, aber keiner von uns kann sich aufraffen…
Plötzlich schrecken wir auf, als es an der Haustür klingelt!

“Schatz, es hat geklingelt!”
“Ähm, das ist mir auch aufgefallen, Süße.”

“Wer ist denn das jetzt noch um diese Zeit??”
“Keine Ahnung. Das ist mir aber auch egal.”

“Willst du denn gar nicht aufmachen??”
“Nee.”

“Aber da will doch jemand was von uns!?”
“Von mir nicht.”

“Ja von mir ja wohl auch nicht!?”
“Schön, dann hat sich da wohl jemand geirrt.”

“Geh jetzt und schau nach, wer da ist!”
“Warum gehst du denn nicht selber??”

“Hallo?? Ich bin eine Frau, schon vergessen??”
“Nein, du erinnerst mich täglich daran…”

“Wie soll ich denn das jetzt bitte verstehen??”
“Pff! Machen Frauen die Tür neuerdings nicht mehr auf, oder was??”

“Doch, aber nicht um halb zwölf nachts!”
“Du musst ja auch gar nicht aufmachen, verlangt ja keiner!”

“Ich will wissen, wer da ist!”

[Es klingelt erneut...]

“Siehst du! Der ist immer noch da, der Klingeler!”
“Da hat vielleicht jemand dein Auto angefahren oder so…”

“MEIN AUTO??”
“Könnte ja sein.”

“MACH SOFORT AUF! Mit meinem Auto verstehe ich keinen Spaß!”
“Siehste, ist also doch für dich. Geh hin.”

“Pff! Du wolltest mich reinlegen, aber das läuft nicht!”
“Einen Versuch war es wert…”

“Machst du jetzt auf oder nicht??”
“Nein.”

“DOCH!”
“Warum fragst du mich denn dann eigentlich??”

“Das war mehr so eine rhetorische Frage…”
“Ach so! Prima, dann antworte ich philosophisch: NEIN!”

“Es ist aber Licht an, jeder weiß doch, dass wir hier sind!?”
“Wenn es dringend wäre, würde derjenige ja sturmklingeln.”

“Stimmt, da hast du Recht…”
“Eben. Das solltest du viel öfter mal sagen.”

“Was! Dass du ausnahmsweise mal Recht hast??”
“Ohne das ausnahmsweise, ja.”

“Pff! Träum weiter…”

[Es klingelt zweimal kurz hintereinander...]

“Siehst du, das ist Sturmklingeln! Los, geh an die Tür!”
“Na gut, also schön, gehe ich eben hin…”

“Aber sei vorsichtig!”
“Jaja…”

[Ich schlurfe zur Haustür und bin nun selbst gespannt, wer oder was mich da erwartet.
Als ich die Tür öffne und nach draußen blicke, ist da: nichts. Gähnende Leere. Tja, da war ich wohl doch zu langsam.
Ich kehre zurück ins Wohnzimmer, wo die Liebste auf dem Sofa sitzt und hektisch ihre Haare in Ordnung bringt...]

“Und? Was ist??”
“Nichts. Da ist niemand mehr.”

“Niemand??”
“Nein. Habe ich ja gleich gesagt.”

“Komisch…”
“Können wir dann jetzt ins Bett gehen, ja?”

“Nein.”
“Nicht? Wieso nicht??”

“Zieh dich an, du kommst mit.”
“Was?? Wohin??”

“Ich gehe nicht alleine.”
“Wieso, wo willst du denn hin??”

“Gucken, ob mein Auto noch heile ist, was sonst??”

Kopfschüttel…

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Ich verstehe kein Wort

9. März 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste ist noch nicht zuhause, als ich am Abend in die Wohnung komme. Sie ist heute auf einer Weiterbildung in Walsrode gewesen und wahrscheinlich ist es etwas später geworden. Noch während ich meine Jacke aufhänge, klingelt das Telefon; und instinktiv weiß ich schon, wer das jetzt sein wird…

“Hallo Schatz, ich bin´s!”
“Hallo Süße, schön, dass du anrufst.”

“Was? Wie bitte?”
“SCHÖN, DASS DU ANRUFST!”

“Ich verstehe dich nicht, was?”
“Fahr langsamer!”

“Hörst du mich??”
“DU SOLLST LANGSAMER FAHREN!!”

“Langsamer??”
“JA, LANGSAMER! LANGSAMER ALS 380!”

“Ich fahre nicht 380, das geht ja gar nicht!”
“Ach, wirklich??”

“Ich fahre nur 340!”
“Ha-ha, SEHR WITZIG!”

“Ich wollte nur sagen, dass ich jetzt nach Hause komme.”
“Das ist schön, aber du sollst vorsichtig fahren.”

“Ich will doch aber ganz schnell bei dir sein!”
“Das freut mich, aber auf 5 Minuten kommt es nicht an.”

“Was? Was hast du gesagt?”
“AUF 5 MINUTEN KOMMT ES NICHT AN!”

“Ich komme nicht in 5 Minuten an, das schaffe ich nicht!”
“Nein, ich sagte…”

“Jetzt drängel mich doch nicht, schneller kann ich nicht!”
“Du sollst dir ja auch Zeit lassen!”

“Ich soll den Streit lassen??”
“Nein, Herr Gott nochmal, du sollst…”

“Wer streitet denn?? Ich wollte doch nur Bescheid sagen!”
“FAHR DOCH BITTE LANGSAMER, das ist doch total doof so!”

“Ich bin nicht doof!”
“Das habe ich auch nicht gesagt!”

“DU BIST DOOF!”
“Komisch, DAS war jetzt laut und deutlich zu verstehen!”

“Das können wir gerne machen!”
“WAS KÖNNEN WIR MACHEN!?”

“Nachher noch Weggehen, hast du doch eben vorgeschlagen!?”
“Ich sagte VERSTEHEN, nicht WEGGEHEN!”

“Was denn verstehen??”
“Liebste, können wir das jetzt bitte beenden?”

“Das vergiss mal, ich komme schön nach Hause!”
“Was??”

“Ich werde ganz bestimmt nicht wenden!”
“Sag mal, du willst mich doch verarschen, oder!?”

“Du willst mich verarschen??”
“Nein, DU MICH! NICHT ICH DICH!!”

“NICHT ICH DICH??”
“DOCH, DU MICH! HAST DU DAS JETZT VERSTANDEN!?”

“Ich verstehe kein Wort, was meinst du denn??”
“Himmel, ich kriege einen Nervenzusammenbruch, diese Frau, ich…”

“Was? Ich verstehe dich nicht!?”
“Ach, ich sprach auch nur mit mir selbst…”

“Mit wem??”
“BIS GLEICH SCHATZ, AUF WIEDERSEHEN!”

“Willst du schon auflegen??”
“JA! ICH – WILL – AUFLEGEN – JA – AUFLEGEN!”

“Na schön, aber eines muss ich dir schnell noch sagen!”
“Und was?”

“Isabelle versteht dich auch nicht!”
“Wer ist bitte Isabell??”

“Die sitzt hier neben mir, wir fahren zusammen!”
“Ähm, da sitzt noch jemand neben dir??”

“Ja, und sie schüttelt die ganze Zeit mit dem Kopf!”
“Warum sagst du mir das denn nicht!?”

“Kann ich vorher ahnen, dass du dich so aufführst??”

Kopfschüttel…

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Nicht so laut!

1. März 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sind zu Besuch bei Freunden, wo wir friedlich und brav auf dem Sofa sitzen und uns unterhalten.
Auf dem Wohnzimmertisch vor uns stehen vier Gläser und ein paar Süßigkeiten für zwischendurch, wie sich´s gehört.
Eine entspannte Runde in gemütlicher Atmosphäre!

“Du Schatz, psst!”
“Was ist denn, Süße?”

“Die Dinger da, die Dings…”
“Was?”

“Die in dem roten Papier, die Süßigkeiten da…”
“Ja? Was ist damit?”

“Nicht so laut!”
“Ähm… Was – ist – mit – den – roten – Dingern?”

“Schmecken die?”
“Woher soll ich das wissen??”

“Ich dachte, du hättest schon eins gegessen??”
“Nein, habe ich nicht.”

“Ich möchte so eins haben.”
“Ja, und, äh… Warum nimmst du dir keins?”

“Hinterher schmecken die nicht.”
“Tja, hinterher wirst du´s wissen.”

“Kannst du nicht, ich meine…”
“Liebste, sag jetzt nicht, dass ich erst probieren soll!”

“NICHT SO LAUT!!”

[Unsere beiden Freunde Lena und Frank schauen uns leicht verdutzt an und erkundigen sich vorsichtig, ob alles in Ordnung sei... Die Liebste nickt und betont, sie müsse etwas mit mir besprechen, wäre aber nichts Wichtiges und hätte auch gar nichts mit ihnen zu tun, alles sei wunderbar.
Nach einem Moment der Stille - der eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat - beschließen Lena und Frank, zusammen eben schnell in der Küche klar Schiff zu machen und lassen uns allein...]

“Du bist so doof!”
“Ich?? Wieso ich denn??”

“Jetzt sind sie beleidigt und denken wer weiß was!”
“Das ist doch aber nicht meine Schuld!?”

“Schuld, Schuld, ich höre immer nur Schuld!”
“Aber du führst dich doch wieder mal wie eine Verrückte auf!”

“WIEDER MAL??”
“Naja, ähm, also wie ab und zu eben.”

“ICH bin verrückt?? WIEDER??”
“Ja ich vielleicht?? Natürlich du!”

“Ich wollte doch nur so ein rotes Ding essen!”
“Dann iss doch eins!”

“Ich kann das aber nicht aufessen, wenn es nicht schmeckt!”
“Es wird schon schmecken.”

“Und wenn Kaffee drin ist?? Du weißt, ich hasse Kaffee!”

[Lena kommt zurück ins Wohnzimmer und bestätigt der Liebsten zur Sicherheit, dass sie nicht vorgehabt habe, Kaffee für die Liebste zu servieren...
Was die Liebste mit einem freundlichen Lächeln dankend bestätigt.]

“Siehst du, du blamierst mich total vor Lena!”
“Schatz, iss jetzt so ein Ding oder lass es!”

“NICHT SO LAUT!!”
“Ich esse auf jeden Fall keins.”

“Die sehen ja schon sehr lecker aus…”
“Könnte aber Kaffee drin sein…”

“Du bist so doof!”

[Dieses Mal streckt Frank seinen Kopf durch die Tür und fragt, ob er damit gemeint sei...
Während ich mir krampfhaft den nahenden Lachanfall wegdrücke, versichert die Liebste Frank ausdrücklich, dass er nicht doof sei und dass das nur auf andere anwesende Männer zuträfe...]

“Oh Gott, die laden uns ja nie wieder ein!”
“Mich hat schon gewundert, dass wir überhaupt kommen durften…”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Naja, ich meine, wer uns kennt, der weiß ja, dass du…”

“ICH?? I-C-H??”
“Liebste, du bist eben manchmal etwas komisch, das…”

“Das sagt ja der Richtige!”
“Wieso, ich mache doch gar nichts, ich sitze hier nur!”

“Probierst du jetzt so ein rotes Ding für mich oder nicht!?”
“Nein.”

“Och bitte!”
“Nein!”

“Bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Oh Mann, gibst du dann endlich Ruhe??”

“Ja, ja, ja!”
“Na schön…”

[Ich weiß, ich hätte bei Nein bleiben sollen... Aber jeder Mann weiß, dass Frauen manchmal ihren Willen durchsetzen können, ohne auch nur ein einziges Argument zu haben. Keine Ahnung, wie sie das machen, aber die Liebste kann. Ich kann ihr einfach nichts abschlagen, naja, und wenn es nur um eine Praline geht, da muss man ja auch nicht so streng sein...]

“Und? Wonach schmeckt das?”
“Tja, ähm…”

“Nun sag schon? Bestimmt mies, oder?”
“Tja, also… Toll ist das nicht, ähm…”

“Geht gar nicht?”
“Naja… Schmeckt nach, also, hm…”

[Lena und Frank kommen wieder ins Wohnzimmer zurück, bewaffnet mit a) einer Schale M&Ms, b) Salzstangen und c) ein paar geschälten Apfelstückchen... Es ist offensichtlich, dass sie damit der Liebsten ausreichend Alternativen anbieten wollen und die Apfelecken sind eine ziemlich gute Idee!]

“Schatz, psst!”
“Was ist…”

“Schau mal, ist das nicht lieb von Lena, das mit den Äpfeln?”
“Ja…”

“Finde ich ja super, dass sie dir die gemacht hat.”
“Ähm, Moment… MIR??”

“Natürlich DIR!”
“Wieso denn für mich?? Für dich wohl eher!”

“Nein, für dich!”
“Warum??”

“Weil sie gemerkt hat, dass dir die Roten nicht schmecken!”
“Ähm…”

“War ja auch nicht zu überhören dein Gejammer!”

Kopfschüttel…

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Alt und hässlich

29. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind zu Fuß auf dem Weg zu Freunden, die bei uns in der Nachbarschaft wohnen. Hand in Hand laufen wir vorbei an anderen glücklichen Menschen, die uns entgegenkommen.
Kann Liebe nicht schön sein?
Doch, das kann sie.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was ich dich schon länger mal fragen wollte…”
“Ja? Was denn?”

“Wäre ich alt und hässlich, würdest du mich dann auch lieben?”
“Ähm, was soll denn diese Frage jetzt??”

“Das interessiert mich eben!”
“Wenn du alt und hässlich wärst??”

“Ja, wenn ich alt und hässlich wäre.”
“Bist du doch aber nicht?!”

“Das weiß ich, aber wenn ich´s wäre??”
“Wenn, wenn, warum machst du dir über so etwas Gedanken??”

“Darf ich denn nicht denken, was ich will??”
“Doch, natürlich darfst du das.”

“Na also.”
“Aber ich werde doch wohl mal nachfragen dürfen?”

“Du fragst das aber so, als sei das eine total blöde Frage!”
“Naja, ähm…”

“Siehst du, du nimmst mich wieder überhaupt gar nicht ernst!”
“Natürlich nehme ich dich ernst, aber…”

“Nee, nix aber!”
“Darf ich vielleicht bitte mal ausreden??”

“ICH lasse dich IMMER ausreden, DU unterbrichst mich immer!”
“Wann habe ich dich denn mal unterbr…”

“…weil du immer glaubst, alles besser zu wissen, als ich!”
“Das stimmt ja gar nicht, ich hinterfrage nur immer gerne, was d…”

“Dann nenn doch mal was, was ich besser weiß, als du!?”
“Tja, … Du weißt, du weißt… Du kennst dich mit Nagellack gut aus!”

“Mit Nagellack??”
“Ähm, mir fiel gerade nichts Besseres ein, also…”

“Das ist ja wohl wirklich das Allerletzte!”
“Ich gebe zu, das ist, ähm… Aber verkehrt ist es auch nicht!”

“Das bin ich also für dich?? So´ne Nagellack-Trine??”
“Nein, ich wollte, also…”

“Bevor ich nicht mehr mit dir rede, hätte ich noch eine Bitte:”
“Aha, und, ähm…”

“Beantwortest du mir jetzt bitte noch meine Frage??”
“Was? Das mit dem alt und hässlich?”

“Ja.”
“Ja.”

“Was?”
“JA.”

“Was denn Ja jetzt??”
“Ich würde dich auch dann lieben, wenn du alt und hässlich wärst.”

“Ach so. Das trifft sich gut.”
“So? Warum?”

“Weil ich dich auch liebe, obwohl du alt und hässlich bist!”

Kopfschüttel…

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Formel 1

25. März 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sehen am Abend in den Nachrichten einen Bericht über das bevorstehende Formel 1 Rennen in Melbourne; ganz zum Schluss des Beitrages gibt Niki Lauda noch seine Einschätzung zu Michael Schumacher ab.
Ist ja schon ein Urgestein, der Lauda; obwohl, so alt ist der eigentlich noch gar nicht…

“Warum stöhnst du denn so, Schatz?”
“Ach, nichts, alles gut, Süße.”

“Nee, jetzt sag doch mal?”
“Naja, ich meine, der Lauda bräuchte mal einen Nachfolger.”

“Nachfolger? Wofür??”
“Na für solche Kommentare eben, wie er sie ständig abgibt.”

“Verstehe ich nicht…”
“Ich meine, es gibt doch auch noch jüngere Kommentatoren.”

“Ja?”
“Ja. Aber die Medien stürzen sich immer nur auf ihn.”

“Macht der Niki Lauda das denn nicht gut?”
“Doch…”

“Warum soll das dann jemand anderes machen??”
“Naja, um auch Jüngeren mal ne Chance zu geben, beispielsweise.”

“Ach so, ja. Und wenn das so wäre, was macht der Lauda dann?”
“Wie! Wie meinst du was, was der dann macht!?”

“Na dann ist der doch arbeitslos, oder??”
“Ähm…”

“Was soll der denn machen, wenn er auf der Straße steht??”
“Liebste, also ich würde mal meinen, dass…”

“…seit wann bist du denn so gehässig??”
“Gehässig?? Ich?? Nur weil ich meine, dass…”

“Du kannst doch dem Mann nicht den Job wegnehmen wollen!”
“Quatsch, will ich doch gar nicht!”

“Der steht dann auf der Straße und wir müssen das bezahlen!”
“Bezahlen?? Was müssen wir denn bezahlen??”

“Na wenn der Hartz 4 kriegt dann??”
“Oh Gott, das glaubt mir wieder keiner…”

“Ist doch aber wahr!”
“Liebste! Der hat – nebenbei – eine eigene Fluglinie!”

“Fluglinie?? Ich dachte, der sei Rennfahrer gewesen??”
“Ja, war er ja auch, aber…”

“Und jetzt ist der Pilot??”
“Nein, er…”

“OK, wenn der Pilot ist, dann ist das ja ungerecht!”
“Niki Lauda ist nicht, ich meine, also er hat damals…”

“Ich meine, wenn der umgeschult hat?”
“Niki Lauda hat doch nicht UMGESCHULT!?”

“Demnächst macht der vielleicht noch seinen Segelschein!”
“Segelschein?? Was soll das denn jetzt??”

“Ja, wieso? Das kann doch sein?”
“Und warum sollte er, bitte??”

“Wenn ihm das Arbeitsamt das bezahlt?”
“WIE BITTE?? WAS??”

“Dann könnte er die Segelregatta am Dümmer kommentieren!”
“Himmel, ich brech zusammen, echt…”

“Das wusste ich ja alles gar nicht, sehr interessant!”
“Ja… Aber das solltest du auch besser schnell wieder verg…”

“Jetzt weiß ich auch endlich was über die Formel 1!”

Kopfschüttel…

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Wünsch dir was

22. März 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen bei dem schönen Sonntagswetter endlich mal wieder auf unserer Terrasse und genießen den ersten Frühlingstag.
Die Liebste hat sich ihren Stuhl natürlich in die Sonne gezogen und ihren Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken gelegt.
Dabei summt sie so vor sich hin…

“Ist das nicht schön in der Sonne, Schatz?”
“Ja, Süße.”

“Jetzt könnte es bloß noch ein bisschen wärmer sein…”
“Das wird schon noch.”

“Ich könnte hier ewig so sitzen bleiben…”
“Hm…”

“…da kann man so schön bei nachdenken…”
“Nachdenken?”

“Ja.”
“Und woran denkst du so?”

“Willst du das wirklich wissen??”
“Ähm… Wenn ich es mir recht überlege, dann…”

“Also ich dachte mir, was wohl wäre, wenn ich eine Fee wäre.”
“Eine Fee??”

“Ja, wenn ich eine gute Fee wäre.”
“Aha, ähm…”

“Stell dir vor, ich wäre eine gute Fee!”
“Diese Rolle passt jetzt eher weniger zu dir, aber…”

“Wenn ich eine Fee wäre, hättest du jetzt drei Wünsche frei!”
“Ach ja?”

“Ja. Drei Wünsche. Was würdest du dir wünschen?”
“Liebste, ich möchte da jetzt eher nicht weiter drüber…”

“Jetzt sag doch mal! Sag mal drei Wünsche!”
“Nein, lass mich doch einfach hier sitzen ohne so einen Quatsch, ja?”

“OK! Diesen Wunsch erfülle ich dir! Und dein zweiter?”
“Moment, Moment, das war doch kein Wunsch!?”

“Doch! Aber sei nicht traurig, zwei hast du ja noch übrig.”
“Gut! Ich wünsche mir, nichts weiter wünschen zu müssen!”

“Et voila! Auch diesen Wunsch habe ich dir erfüllt!”
“Schön. Danke.”

“Und dein dritter Wunsch?”
“Moment, Moment! Ich muss mir doch nichts mehr wünschen!?”

“Musst du ja auch nicht, das war ja schließlich dein Wunsch.”
“Wieso fragst du mich denn dann jetzt schon wieder??”

“Du MUSST natürlich nicht, aber du KANNST! Und du solltest.”
“Liebste, das ist ja jetzt wohl Haarspalterei!”

“Nur weil ich mich als gute Fee exakt an deine Wünsche halte??”
“Du bist aber keine gute Fee!”

“Wieso? Hast du schon mal eine getroffen??”
“Ähm… Nein.”

“Woher willst du das dann so genau wissen??”
“Weil eine gute Fee ihren Begleiter nicht reinlegen würde!”

“Aber du brauchst doch nur einen Wunsch sagen, sonst nichts!?”
“Also gut; wenn ich noch einen sage, lässt du mich dann in Ruhe?”

“Natürlich! Dann sind deine drei Wünsche ja auch weg.”
“Ich wünsche mir einen Latte Macchiato.”

“Nein, das ist ja ein doofer Wunsch!”
“Wieso? Gute Fee, ich wünsche mir einen Latte Macchiato! Jetzt!”

“Kein Mensch wünscht sich von einer guten Fee einen Kaffee!”
“Wieso denn nicht?? Ich hätte jetzt gerne einen La…”

“Also, was wünschst du dir jetzt von der guten Fee?”
“Lass uns ins Schlafzimmer gehen, da kannst du alle Wünsche erf…”

“Pff! Das vergiss mal, das geht nicht!”
“Wieso?? Das ist doch ein einwandfreier Wunsch, oder nicht??”

“Nein.”
“Und warum nicht?? Bist du jetzt eine Fee oder nicht!?”

“Doch, doch.”
“Und warum kannst du ausgerechnet DIESEN Wunsch nicht erfüllen??”

“Möchtest du, dass ich dir das mal ganz genau erläutere?”
“Ich bitte darum!”

“OK, dann ist das dein dritter Wunsch.”
“Moment, nee, nee, du hast doch, ich wollte jetzt eigentlich…”

“Also pass auf, das kann jetzt etwas dauern, danke aber, dass du mich gefragt hast, wie das eigentlich mit den Feen ist, ich fange mal an, also weißt du, Feen sind ja Wesen aus dem Himmel und damals als, ach wie war das noch, da wo, ach nee, wir müssen noch viel früher anfangen, also weil die ja… … … … … … … …”
“Hörst du noch zu? Gut, und dann kam der, der Dings, na, und als… … … …”
“…das hat mit den Prinzen zu tun und den Geistern natürlich… …”
“…wobei ich jetzt noch das Thema mit den Elfen…”
“… …”

Kopfschüttel…

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Darf ich?

16. März 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sind auf dem Weg in den Bremer Weserpark, um dort ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und anschließend vielleicht noch ins Kino zu gehen, mal sehen.
Wir sitzen im Auto und plaudern über dies und das, während wir über die volle Autobahn schleichen… Manche Paare reden ja gar nicht mehr miteinander, verstehe ich nicht…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wolltest du mir nicht noch was erzählen?”
“Ja? Wollte ich??”

“Ja, du hast vorhin gesagt, du müsstest mir noch was erzählen.”
“Ach ja! Stimmt!”

“Und was?”
“Ich habe heute Morgen in der Zeitung gelesen, dass…”

“Ach, das ist ja witzig!”
“Ähm, ich habe doch noch gar nichts gesagt??”

“Jaja, aber ich meine, ich habe auch was gelesen!”
“Heute?”

“Nein, gestern.”
“Aha, naja, also ich habe gelesen, dass…”

“…das wollte ich dir auch noch erzählen!”
“Schön, also ICH habe heute gelesen, dass…”

“Darf ich zuerst erzählen, ja?”
“Zuerst?? Wieso das denn jetzt??”

“Weil ich das sonst wieder vergesse.”
“Wie bitte??”

“Ich warte ja schließlich schon viel länger, als du!”
“Du wartest länger?? Worauf denn??”

“Dass ich dir das erzählen kann!”
“Du kannst ja gleich auch alles erzählen!?”

“Ich bin aber eigentlich zuerst dran!”
“Fangen wir jetzt schon an, Erzählprioritäten festzulegen??”

“Ich nicht, aber dir scheint das ja wahnsinnig wichtig zu sein.”
“Das ist mir ALLES ANDERE als wichtig, Liebste!”

“Schön, dann kann ich doch erzählen jetzt, oder??”
“Der Klügere gibt nach… Von mir aus… Erzähl.”

“Nee, nee, nee, das hat gar nicht mit klüger sein zu tun!”
“Herrgott, WAS willst du mir erzählen??”

“Ach, da geht der feine Herr jetzt schön drüber weg, was?!”
“Worüber gehe ich denn weg??”

“Du hast gesagt, dass ich die Dümmere bin!”
“Das habe ich NICHT gesagt!”

“Aber gemeint!”
“OK, OK. Ich nehme alles zurück. Geht das?”

“Hm…”
“Liebste, würdest du mir jetzt BITTE erzählen, was du gelesen hast?”

“Na schön.”
“Ich höre aufmerksam zu. Solange ich kann zumindest…”

“Also, ich habe gelesen, dass Menschen schnell alt werden.”
“-”

“-”
“Ähm…”

“-”
“Und?”

“Und? Was denn und??”
“Naja, UND?? Wie geht es weiter??”

“Was soll denn da weitergehen??”
“Menschen werden alt, ja, UND??”

“Nein, nein, nein, gemeint ist: sie werden SCHNELL alt!”
“Ja. Das habe ich verstanden. U-N-D??”

“Ich verstehe dich nicht?”
“Was heißt denn das jetzt??”

“Das heißt, dass ich nicht verstehe, was du nicht verstehst??”
“Nein, nein; ich meinte das von vorher?!”

“Vorher??”
“Himmel, ich kriege gleich einen Herzinfarkt, wenn das so w…!”

“…dann fahr aber bitte vorher rechts ran, ja?”
“SEHR WITZIG!!”

“..du und der Klügere, pff!”
“Was soll das denn jetzt??”

“Konzentrier dich wenigstens ein bisschen auf die Straße, ja?”
“Ja, sich mit dir zu unterhalten ist gefährlicher, als Handy am Steuer!”

“Dass sich Männer im Auto immer so aufregen müssen…”
“Es liegt sicher NICHT am Auto, DAS kann ich dir versichern!”

“Jetzt reg dich wieder ab, es ist doch alles in Ordnung!?”
“Ja, alles in Ordnung, alles in Ordnung, alles…”

“…also Schätzchen, was wolltest du mir denn nun erzählen?”
“Hm…”

“Ja?”
“Ähm… Tja, das habe ich jetzt dann wohl mal vergessen…”

“Macht nichts, das sagte ich ja bereits.”
“Was sagtest du bereits??”

“Dass Männer schnell alt werden!”

Kopfschüttel…

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Eine rein rhetorische Frage

12. März 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am späten Abend auf unserem Sofa im Wohnzimmer und schauen Fernsehen. Eigentlich fallen uns abwechselnd bereits die Augen zu, aber keiner von uns kann sich aufraffen…
Plötzlich schrecken wir auf, als es an der Haustür klingelt!

“Schatz, es hat geklingelt!”
“Ähm, das ist mir auch aufgefallen, Süße.”

“Wer ist denn das jetzt noch um diese Zeit??”
“Keine Ahnung. Das ist mir aber auch egal.”

“Willst du denn gar nicht aufmachen??”
“Nee.”

“Aber da will doch jemand was von uns!?”
“Von mir nicht.”

“Ja von mir ja wohl auch nicht!?”
“Schön, dann hat sich da wohl jemand geirrt.”

“Geh jetzt und schau nach, wer da ist!”
“Warum gehst du denn nicht selber??”

“Hallo?? Ich bin eine Frau, schon vergessen??”
“Nein, du erinnerst mich täglich daran…”

“Wie soll ich denn das jetzt bitte verstehen??”
“Pff! Machen Frauen die Tür neuerdings nicht mehr auf, oder was??”

“Doch, aber nicht um halb zwölf nachts!”
“Du musst ja auch gar nicht aufmachen, verlangt ja keiner!”

“Ich will wissen, wer da ist!”

[Es klingelt erneut...]

“Siehst du! Der ist immer noch da, der Klingeler!”
“Da hat vielleicht jemand dein Auto angefahren oder so…”

“MEIN AUTO??”
“Könnte ja sein.”

“MACH SOFORT AUF! Mit meinem Auto verstehe ich keinen Spaß!”
“Siehste, ist also doch für dich. Geh hin.”

“Pff! Du wolltest mich reinlegen, aber das läuft nicht!”
“Einen Versuch war es wert…”

“Machst du jetzt auf oder nicht??”
“Nein.”

“DOCH!”
“Warum fragst du mich denn dann eigentlich??”

“Das war mehr so eine rhetorische Frage…”
“Ach so! Prima, dann antworte ich philosophisch: NEIN!”

“Es ist aber Licht an, jeder weiß doch, dass wir hier sind!?”
“Wenn es dringend wäre, würde derjenige ja sturmklingeln.”

“Stimmt, da hast du Recht…”
“Eben. Das solltest du viel öfter mal sagen.”

“Was! Dass du ausnahmsweise mal Recht hast??”
“Ohne das ausnahmsweise, ja.”

“Pff! Träum weiter…”

[Es klingelt zweimal kurz hintereinander...]

“Siehst du, das ist Sturmklingeln! Los, geh an die Tür!”
“Na gut, also schön, gehe ich eben hin…”

“Aber sei vorsichtig!”
“Jaja…”

[Ich schlurfe zur Haustür und bin nun selbst gespannt, wer oder was mich da erwartet.
Als ich die Tür öffne und nach draußen blicke, ist da: nichts. Gähnende Leere. Tja, da war ich wohl doch zu langsam.
Ich kehre zurück ins Wohnzimmer, wo die Liebste auf dem Sofa sitzt und hektisch ihre Haare in Ordnung bringt...]

“Und? Was ist??”
“Nichts. Da ist niemand mehr.”

“Niemand??”
“Nein. Habe ich ja gleich gesagt.”

“Komisch…”
“Können wir dann jetzt ins Bett gehen, ja?”

“Nein.”
“Nicht? Wieso nicht??”

“Zieh dich an, du kommst mit.”
“Was?? Wohin??”

“Ich gehe nicht alleine.”
“Wieso, wo willst du denn hin??”

“Gucken, ob mein Auto noch heile ist, was sonst??”

Kopfschüttel…

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Ich verstehe kein Wort

9. März 2010, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste ist noch nicht zuhause, als ich am Abend in die Wohnung komme. Sie ist heute auf einer Weiterbildung in Walsrode gewesen und wahrscheinlich ist es etwas später geworden. Noch während ich meine Jacke aufhänge, klingelt das Telefon; und instinktiv weiß ich schon, wer das jetzt sein wird…

“Hallo Schatz, ich bin´s!”
“Hallo Süße, schön, dass du anrufst.”

“Was? Wie bitte?”
“SCHÖN, DASS DU ANRUFST!”

“Ich verstehe dich nicht, was?”
“Fahr langsamer!”

“Hörst du mich??”
“DU SOLLST LANGSAMER FAHREN!!”

“Langsamer??”
“JA, LANGSAMER! LANGSAMER ALS 380!”

“Ich fahre nicht 380, das geht ja gar nicht!”
“Ach, wirklich??”

“Ich fahre nur 340!”
“Ha-ha, SEHR WITZIG!”

“Ich wollte nur sagen, dass ich jetzt nach Hause komme.”
“Das ist schön, aber du sollst vorsichtig fahren.”

“Ich will doch aber ganz schnell bei dir sein!”
“Das freut mich, aber auf 5 Minuten kommt es nicht an.”

“Was? Was hast du gesagt?”
“AUF 5 MINUTEN KOMMT ES NICHT AN!”

“Ich komme nicht in 5 Minuten an, das schaffe ich nicht!”
“Nein, ich sagte…”

“Jetzt drängel mich doch nicht, schneller kann ich nicht!”
“Du sollst dir ja auch Zeit lassen!”

“Ich soll den Streit lassen??”
“Nein, Herr Gott nochmal, du sollst…”

“Wer streitet denn?? Ich wollte doch nur Bescheid sagen!”
“FAHR DOCH BITTE LANGSAMER, das ist doch total doof so!”

“Ich bin nicht doof!”
“Das habe ich auch nicht gesagt!”

“DU BIST DOOF!”
“Komisch, DAS war jetzt laut und deutlich zu verstehen!”

“Das können wir gerne machen!”
“WAS KÖNNEN WIR MACHEN!?”

“Nachher noch Weggehen, hast du doch eben vorgeschlagen!?”
“Ich sagte VERSTEHEN, nicht WEGGEHEN!”

“Was denn verstehen??”
“Liebste, können wir das jetzt bitte beenden?”

“Das vergiss mal, ich komme schön nach Hause!”
“Was??”

“Ich werde ganz bestimmt nicht wenden!”
“Sag mal, du willst mich doch verarschen, oder!?”

“Du willst mich verarschen??”
“Nein, DU MICH! NICHT ICH DICH!!”

“NICHT ICH DICH??”
“DOCH, DU MICH! HAST DU DAS JETZT VERSTANDEN!?”

“Ich verstehe kein Wort, was meinst du denn??”
“Himmel, ich kriege einen Nervenzusammenbruch, diese Frau, ich…”

“Was? Ich verstehe dich nicht!?”
“Ach, ich sprach auch nur mit mir selbst…”

“Mit wem??”
“BIS GLEICH SCHATZ, AUF WIEDERSEHEN!”

“Willst du schon auflegen??”
“JA! ICH – WILL – AUFLEGEN – JA – AUFLEGEN!”

“Na schön, aber eines muss ich dir schnell noch sagen!”
“Und was?”

“Isabelle versteht dich auch nicht!”
“Wer ist bitte Isabell??”

“Die sitzt hier neben mir, wir fahren zusammen!”
“Ähm, da sitzt noch jemand neben dir??”

“Ja, und sie schüttelt die ganze Zeit mit dem Kopf!”
“Warum sagst du mir das denn nicht!?”

“Kann ich vorher ahnen, dass du dich so aufführst??”

Kopfschüttel…

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Nicht so laut!

1. März 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sind zu Besuch bei Freunden, wo wir friedlich und brav auf dem Sofa sitzen und uns unterhalten.
Auf dem Wohnzimmertisch vor uns stehen vier Gläser und ein paar Süßigkeiten für zwischendurch, wie sich´s gehört.
Eine entspannte Runde in gemütlicher Atmosphäre!

“Du Schatz, psst!”
“Was ist denn, Süße?”

“Die Dinger da, die Dings…”
“Was?”

“Die in dem roten Papier, die Süßigkeiten da…”
“Ja? Was ist damit?”

“Nicht so laut!”
“Ähm… Was – ist – mit – den – roten – Dingern?”

“Schmecken die?”
“Woher soll ich das wissen??”

“Ich dachte, du hättest schon eins gegessen??”
“Nein, habe ich nicht.”

“Ich möchte so eins haben.”
“Ja, und, äh… Warum nimmst du dir keins?”

“Hinterher schmecken die nicht.”
“Tja, hinterher wirst du´s wissen.”

“Kannst du nicht, ich meine…”
“Liebste, sag jetzt nicht, dass ich erst probieren soll!”

“NICHT SO LAUT!!”

[Unsere beiden Freunde Lena und Frank schauen uns leicht verdutzt an und erkundigen sich vorsichtig, ob alles in Ordnung sei... Die Liebste nickt und betont, sie müsse etwas mit mir besprechen, wäre aber nichts Wichtiges und hätte auch gar nichts mit ihnen zu tun, alles sei wunderbar.
Nach einem Moment der Stille - der eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat - beschließen Lena und Frank, zusammen eben schnell in der Küche klar Schiff zu machen und lassen uns allein...]

“Du bist so doof!”
“Ich?? Wieso ich denn??”

“Jetzt sind sie beleidigt und denken wer weiß was!”
“Das ist doch aber nicht meine Schuld!?”

“Schuld, Schuld, ich höre immer nur Schuld!”
“Aber du führst dich doch wieder mal wie eine Verrückte auf!”

“WIEDER MAL??”
“Naja, ähm, also wie ab und zu eben.”

“ICH bin verrückt?? WIEDER??”
“Ja ich vielleicht?? Natürlich du!”

“Ich wollte doch nur so ein rotes Ding essen!”
“Dann iss doch eins!”

“Ich kann das aber nicht aufessen, wenn es nicht schmeckt!”
“Es wird schon schmecken.”

“Und wenn Kaffee drin ist?? Du weißt, ich hasse Kaffee!”

[Lena kommt zurück ins Wohnzimmer und bestätigt der Liebsten zur Sicherheit, dass sie nicht vorgehabt habe, Kaffee für die Liebste zu servieren...
Was die Liebste mit einem freundlichen Lächeln dankend bestätigt.]

“Siehst du, du blamierst mich total vor Lena!”
“Schatz, iss jetzt so ein Ding oder lass es!”

“NICHT SO LAUT!!”
“Ich esse auf jeden Fall keins.”

“Die sehen ja schon sehr lecker aus…”
“Könnte aber Kaffee drin sein…”

“Du bist so doof!”

[Dieses Mal streckt Frank seinen Kopf durch die Tür und fragt, ob er damit gemeint sei...
Während ich mir krampfhaft den nahenden Lachanfall wegdrücke, versichert die Liebste Frank ausdrücklich, dass er nicht doof sei und dass das nur auf andere anwesende Männer zuträfe...]

“Oh Gott, die laden uns ja nie wieder ein!”
“Mich hat schon gewundert, dass wir überhaupt kommen durften…”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Naja, ich meine, wer uns kennt, der weiß ja, dass du…”

“ICH?? I-C-H??”
“Liebste, du bist eben manchmal etwas komisch, das…”

“Das sagt ja der Richtige!”
“Wieso, ich mache doch gar nichts, ich sitze hier nur!”

“Probierst du jetzt so ein rotes Ding für mich oder nicht!?”
“Nein.”

“Och bitte!”
“Nein!”

“Bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Oh Mann, gibst du dann endlich Ruhe??”

“Ja, ja, ja!”
“Na schön…”

[Ich weiß, ich hätte bei Nein bleiben sollen... Aber jeder Mann weiß, dass Frauen manchmal ihren Willen durchsetzen können, ohne auch nur ein einziges Argument zu haben. Keine Ahnung, wie sie das machen, aber die Liebste kann. Ich kann ihr einfach nichts abschlagen, naja, und wenn es nur um eine Praline geht, da muss man ja auch nicht so streng sein...]

“Und? Wonach schmeckt das?”
“Tja, ähm…”

“Nun sag schon? Bestimmt mies, oder?”
“Tja, also… Toll ist das nicht, ähm…”

“Geht gar nicht?”
“Naja… Schmeckt nach, also, hm…”

[Lena und Frank kommen wieder ins Wohnzimmer zurück, bewaffnet mit a) einer Schale M&Ms, b) Salzstangen und c) ein paar geschälten Apfelstückchen... Es ist offensichtlich, dass sie damit der Liebsten ausreichend Alternativen anbieten wollen und die Apfelecken sind eine ziemlich gute Idee!]

“Schatz, psst!”
“Was ist…”

“Schau mal, ist das nicht lieb von Lena, das mit den Äpfeln?”
“Ja…”

“Finde ich ja super, dass sie dir die gemacht hat.”
“Ähm, Moment… MIR??”

“Natürlich DIR!”
“Wieso denn für mich?? Für dich wohl eher!”

“Nein, für dich!”
“Warum??”

“Weil sie gemerkt hat, dass dir die Roten nicht schmecken!”
“Ähm…”

“War ja auch nicht zu überhören dein Gejammer!”

Kopfschüttel…

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