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Schnell was nachfragen

27. Januar 2010, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste kommt aufgeregt ins Wohnzimmer gerannt, während ich auf dem Sofa sitze und Zeitung lese.
Noch während ich bei ihrem Anblick spontan denke, dass sie bestimmt wieder irgendetwas angestellt hat, legt die Liebste auch schon los.
Aber mal ehrlich: es muss ja nicht immer gleich was Schlimmes sein…

“Du, Schatz? Ich müsst mal schnell was nachfragen!”
“Was denn, Süße?”

“Die gelbe Zahnbürste ist doch deine, oder??”
“Wieso?”

“Sag doch mal, stimmt doch, oder?”
“Nein. Die BLAUE ist meine. Wie immer, wie du weißt.”

“Und wofür ist dann die gelbe??”
“Die gelbe Zahnbürste ist zum Reinigen für den Abfluss.”

“Aha, und die blaue ist dann also…”
“…für meine Zähne, ja.”

“Oh…”

Kopfschüttel…

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Kennst du den Wendler nicht?

24. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen am frühen Sonntagabend im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Während ich mir noch überlege, wo ich die Fernsehzeitung hingelegt habe, zappt die Liebste einmal alle Sender durch.
Und wo bleibt sie schließlich hängen??
Genau…

“Ach ja, das hätte ich fast verpasst!”
“Süße, ähm, ist das nicht dieser, na, dieser…”

“Das ist der Wendler. Der Wendler-Clan. Mit dem Wendler.”
“Danke, ja, das ist mit dem Wendler, richtig?”

“Sagte ich das schon?? Haha! Wendler! Wendler! Haha!”
“Das ist sehr lustig, ja…”

“Kennst du denn den Wendler nicht??”
“Naja, so vom Hörensagen irgendwie…”

“Ich finde den gut.”
“Den Wendler??”

“Seine Musik, der macht tolle Discofox-Sachen!”
“Discofox??”

“Ja, zum Beispiel dieses Ein Stern, der deinen Namen trägt!”
“Ähm… Das kenne ich sogar, aber…”

“Ich finde das super zum Discofox tanzen!”
“Schön, aber ist das nicht von… Von… Nik und dem Ötzi??”

“Tatsächlich?? Das ist gar nicht vom Wendler??”
“Also ich bin kein Schlagerprofi, aber…”

“Egal, aber das Wieder alles im Griff, das ist doch auch witzig!”
“Bitte??”

“Keine Panik, auf der Titanic, dätedätetä…”
“Liebste! Das ist auch nicht vom Wendler!”

“Nicht??”
“Das ist von Jürgen Drews!”

“Woher weißt du das denn??”
“Erstens hört man das und zweitens weiß man das eben!”

“Naja, wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Und? Tut es schon weh??”

Blödmann! Ich darf ja wohl mal was verwechseln!?”
“Pff! Du weißt ja nicht mal, was der Wendler für Musik macht.”

“Doch!”
“Und??”

“Das Fliegerlied, das mit der Giraffe und dem Tiger!”
“Was??”

“Heut ist so ein schöner Tag, la-la-la-laa-laaaa!”
“Ach das! Das, wo man immer mitmachen muss?? Das Kinderlied??”

“La-la-la-laa-laaaa!!”
“Niemals ist das von dem Wendler!!”

“Und wohl! Der ist nämlich eine Stimmungskanone!”
“Mag ja sein, aber das Fliegerlied ist von, von…”

[Ein kurzes Googeln bringt es schnell an den Tag...]

“Und? Vom Wendler, oder??”
“Das ist von Tim Toupet! Nie gehört, aber von dem ist das wohl…”

“Oh, da lag ich aber ganz schön daneben, was?”
“Ähm, ja… Nicht, dass mich das wundern würde, aber…”

“Aber das war alles, was mir vom Wendler eingefallen ist??”
“Das ist ja das Problem! Die Songs SIND JA GAR NICHT vom Wendler!”

“Na und??”
“Du sagtest, dass du seine Musik magst, und kennst nicht EIN Lied!”

“Naja, diese Schlager hören sich ja auch alle so ähnlich an…”
“Demnach bist du also doch kein ausgemachter Wendler-Fan??”

“Doch!”
“Aber Schatz, du weißt doch gar nicht, was der…”

“Vergiss es, du darfst sowieso nicht umschalten!”
“Wer will denn umschalten??”

“Ach komm, tu doch nicht so! Ich kenne dich!”
“Na gut, du hast mich erwischt, aber jetzt mal ehrlich, das…”

“Sag ich ja. Männer…”
“Aber du kennst nicht ein Lied von dem!”

“Trotzdem macht der gute Musik! So, und jetzt geh spielen.”

Kopfschüttel…

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Es fehlt etwas…

21. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Als ich am Abend nach Hause komme, riecht es nach lecker Essen in der Wohnung; die Liebste scheint etwas gekocht zu haben!
Das ist gut, denn ich habe einen Mordshunger und wenn da jetzt noch ein hübsch gedeckter Tisch im Esszimmer ist…
Großartig!

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, boah, hier riecht das aber lecker!”

“Ich wollte was kochen…”
“Wieso wollte??”

“Hat nicht geklappt.”
“Aber es riecht doch hier nach Essen??”

“Ja, aber das ist nichts geworden.”
“Ähm, heißt das, es gibt nichts??”

“Du kannst was haben, aber schmecken wird das nicht!”
“Was hast du denn gekocht?”

“Lasagne.”
“Ist doch super!?”

“Nein.”
“Warum?? Was ist denn damit? Verbrannt??”

“Nein, es fehlt leider was.”
“Aha, und was?”

“Die Lasagneplatten.”
“Aha… Naja, das ist, ähm…”

“Daher habe ich Makkaroni genommen.”
“Ist doch aber auch gut!?”

“Ja, aber ich hatte auch kein Hackfleisch.”
“Ach so?”

“Daher habe ich das Fleisch durch Scampis ersetzt.”
“Makkaroni mit Scampis?? Lecker!”

“Aber ich wollte doch unbedingt Lasagne mit Tomatensoße!”
“Ich habe noch nie Scampis mit Tomatensoße gegessen, aber…”

“…Tomatensoße hatten wir noch in der Miracoli-Packung.”
“Ähm… Von den Spaghetti das Zeug??”

“Ja.”
“Und??”

“Ich hatte dann das Gefühl, dass das komisch schmeckt.”
“Nunja, also das kann ich mir vorstellen…”

“Vielleicht hätte ich die Paprika nicht mit rein machen sollen…”
“Paprika??”

“Die musste mal langsam weg.”
“Aha…”

“Verstehst du jetzt, was ich meine?”
“Also ich darf mal zusammenfassen, ja?”

“Wenn du meinst…”
“Du hast Makkaroni mit Scampis und Spaghetti-Soße mit Paprika…”

“Ja, und dann überbacken. Macht man ja so mit Lasagne.”
“Ähm, immerhin hattest du demnach Käse?”

“Nee, nicht so richtig.”
“Nicht so richtig?? Aber womit hast du denn dann…”

“Mit dem Käse-Dip von den Tortilla-Chips.”
“Liebste, also, ähm…”

“Ja genau, und so schmeckt das jetzt auch!”
“Naja, ich meine, kreativ kochen ist ja nicht schlecht, aber…”

“Das kann ja auch gar nicht schmecken.”
“Naja, also einen Versuch würde ich vielleicht wagen…”

“Das bringt nichts, das schmeckt überhaupt nicht nach Lasagne.”
“Also mit Scampis, Paprika und Käse-Dip kann das ja auch nicht…”

“Deswegen doch nicht!”
“Weswegen denn??”

“Ich hab die Bechamel-Soße vergessen!”

Kopfschüttel…

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Großes Indianer-Ehrenwort

18. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche beim Tee, als ich verschlafen hereinkomme.
Obwohl ich eigentlich noch gar nicht wirklich aus den Augen schauen kann, bemerke ich jedoch, dass sich das rechte Bein der Liebsten über ihrem Knie hektisch auf und ab bewegt…

“Morgen.”
“Guten Morgen, Süße… Na?”

“Was na?”
“Hast du gut geschlafen?”

“Och. Jaja.”
“Hm, also das hört sich aber nicht so an??”

“Doch, aber sag mal: wer ist eigentlich Bianca?”
“Bianca? Ähm… Eine Kollegin von mir heißt Bianca, wieso?”

“Aha!”
“Wieso, was ist denn??”

“Ist das die, die neu ist??”
“Liebste, darf ich mir erst mal einen Kaffee nehmen, ich…”

“Nein, darfst du nicht nicht nicht!”
“Was ist denn los??”

“Was läuft da zwischen dir und dieser Bianca!”
“Nichts! Was soll denn da laufen??”

“Du kannst mir nichts vormachen!”
“Wovon redest du denn eigentlich??”

“Du hast dich mit der getroffen, habe ich Recht??”
“Ich treffe sie jeden Tag, sie arbeitet ja bei uns!?”

“Ich meine das aber anders, du weißt genau, wovon ich rede!!”

[Die Liebste fängt richtig an, zu kochen! Ich weiß zwar immer noch nicht, was eigentlich los ist, aber ich entscheide mich, ihre Erregung etwas ernster zu nehmen und setze mich an den Küchentisch.]

“So, also?”
“Süße. Jetzt mal von ganz vorne: WAS willst du mir sagen?”

“Bist du mit Bianca in einem Hotel gewesen Ja oder Nein!”
“Nein.”

“Doch!”
“Aber wie kommst du denn auf diesen Gedanken??”

“Habe ich geträumt.”
“Geträumt??”

“Ja. Und ein riesen Whirlpool war da auch im Zimmer!”
“Ähm…”

“Du weißt ganz genau, wie gerne ICH einen Whirlpool hätte!”
“Ja, aber, ähm…”

“…und mit DER sitzt du in einem, das gibt es ja wohl nicht!”
“Also Moment mal, wenn du was träumst, was kann ich daf…”

“Ich träume das ja wohl nicht ohne Grund!”
“Aber ich war nicht mit Bianca in einem Hotel mit Whirlpool!”

“Wo denn??”
“Nirgendwo!”

“Pff! Das glaube ich dir nicht!”
“Liebste, jetzt hör auf mit dem Blödsinn, das war nur ein Traum!”

“Und wieso träume ich dann sowas??”
“Keine Ahnung, vielleicht hast du Schweinegrippe, oder so?”

“Du bist so doof!! Frauen haben gute Antennen für sowas!”
“Ja… Ihr hört auch in einem Parkhaus das Gras wachsen…”

“Ich sage dir, belüg mich nicht!”
“Liebste, es ist alles in bester Ordnung.”

“Hm.”
“Ich liebe dich, darf ich mir jetzt einen Kaffee nehmen?”

“Ja.”
“Danke.”

“Aber erst musst du mir noch zwei Sachen versprechen!”
“Aha, und was?”

“Erstens: du lässt immer schön die Finger von Bianca.”
“Das verspreche ich.”

“Großes Indianer-Ehrenwort??”
“Das ganz große.”

“Und solltest du doch einmal schwach werden, dann…”
“Dann??”

“…dann nimm wenigstens ein Hotel ohne Whirlpool!”

Kopfschüttel…

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Glaube mir

14. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich stehen am frühen Abend in der Küche, nachdem wir vor kurzem nach Hause gekommen sind.
Während wir in Gegenwart des offenen Kühlschrankes die komplizierte Frage erörtern, was wir heute essen wollen, reibt sich die Liebste ständig ihr rechtes Bein…

“Mist…”
“Süße, ist was mit deinem Bein nicht in Ordnung?”

“Da kriege ich bestimmt einen blauen Fleck.”
“Warum??”

“Ach weil der blöd ist der Blödie!”
“Wer?? Was??”

“Mein Kollege. Der Stefan.”
“Aha. Stefan.”

“Der ist blöd.”
“Und, ähm… Was hat das mit deinem Bein zu tun??”

“Wir haben da so zu mehreren gestanden und geredet.”
“Schön, und?”

“Naja, und ich habe eben auch was erzählt.”
“Was hast du denn erzählt?”

“Ach, das tut eigentlich nichts zur Sache.”
“Nicht…”

“Nee.”
“Und was hat das jetzt mit deinem Bein zu tun??”

“Ich sagte doch, dass Stefan blöd ist!”
“Ja, das sagtest du, aber…”

“…und da hat der mich voll vors Schienbein getreten!”
“Stefan hat dich getreten??”

“Ja.”
“Einfach so??”

“Nur, weil ich was erzählt habe, nur darum!”
“Aber was hast du denn erzählt??”

“Unwichtig.”
“Ähm… Naja, und danach hat er dich also getreten??”

“Ja! Voll vors Schienbein!”
“Wer weiß, was du da wieder rumgelästert hast…”

“Ach was! Der spinnt doch! Der hat mich getreten!”
“Tja, dann wird er wohl einen guten Grund gehabt haben.”

“Was??”
“Vermute ich…”

[Die Liebste holt mit ihrem rechten Bein aus und tritt mir volles Programm vor mein Schienbein!]

“So!”
“AUA! Liebste, bist du verrückt geworden??”

“Was denn??”
“Das tat weh, warum trittst du mich denn??”

“Glaube mir.”
“Glauben?? Was denn glauben??”

“Ich hatte einen guten Grund!”

Kopfschüttel…

Buchtipp:
Liebe lassen (von Anja Polaszewski)” src=”http://www.kopfschuettel.de/ads/apliebe.jpg” alt=”" width=”71″ height=”50″ />Kopfschüttlerin Anja schreibt über die Lieb(st)e!
Details und noch mehr Liebe gibts hier.

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Ping Pong

11. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Abend in unserem kuscheligen Bett und machen die Lichter aus.
Dunkelheit, Ruhe, warme Decke… Wunderbar!
Ich denke, dass ich schnell einschlafen werde und mache entspannt die Augen zu.
Die Liebste arrangiert derweil noch ihre Bettdecke.

“Schlaf schön, mein Schatz!”
“Du auch, Süße… Und träum was Schönes.”

“Nacht.”
“Nacht.”

“-”
“-”

“Schatz?”
“-”

“Schaaatz!?”
“…was…”

“Wann stehst du denn morgen auf?”
“Gar nicht.”

“Musst du nicht arbeiten??”
“Doch… Das war leider nur ein Witz…”

“Sehr witzig, wirklich, sehr witzig!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz??”
“Was denn!?”

“Wann stehst du denn nun morgen auf??”
“Um sieben Uhr.”

“Um sieben, aha…”
“-”

“Das geht aber nicht.”
“Wieso geht das nicht?”

“Weil ich um sieben aufstehen wollte!”
“Kannst du ja.”

“Aber dann kann ich ja nicht ins Bad??”
“Ich brauche nur zehn Minuten, kein Problem…”

“Also stehst du um zehn vor sieben auf??”
“Nein, um sieben.”

“Das geht aber nicht!”
“Und warum stehst du dann nicht einfach früher auf??”

“Weil ich todmüde bin.”
“Bin ich auch!?”

“Bist du nicht.”
“Pff! Und ob!”

“Wetten, dass ich müder bin??”
“Und wie willst du das messen, bitte??”

“Wer zuerst einschläft, ist müder!”
“Ähm… Und wie finden wir raus, wer zuerst einschläft??”

“Wir sagen einfach jede Minute was.”
“Och Liebste, das ist doch Blödsinn!”

“Du sagst PING und ich antworte mit PONG.”
“Ähm… Und wenn du nicht mehr antwortest, dann…”

“…dann schlafe ich schon und bin müder, als du.”
“Aha…”

“Also los.”
“PING!”

“-”
“-”

“-”
“PING! PING!”

“-”
“PING PING PING!”

“-”
“Liebste! Du schläfst ja wohl noch nicht!?”

“Ich habe gewonnen. Wusste ich ja.”
“Aber…”

“Und vergiss nicht, deinen Wecker auf halb sieben zu stellen!”

Kopfschüttel…

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Total egal

6. Januar 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste liegt im Wohnzimmer auf dem Sofa unter zwei (!) Decken, als ich am Abend nach Hause komme. Und sie hat sich bis zur Nasenspitze eingegraben!
Spontan befürchte ich, dass die Heizung wohl ausgefallen sein muss…
Aber nein, es fühlt sich SEHR warm an!?

“Hmhmmlho Schhhots!”
“Was? Was hast du gesagt, Süße??”

“Hhmahhhmo Schohtz!”
“Ähm… Soll das Hallo Schatz heißen??”

“Hmhmm…”
“Aha, ja… Hallo Süße…”

“Hmhmmm. Whm whoh dhhnn Thg?”
“Könntest du vielleicht mal die Decke aus dem Mund nehmen??”

“Ach so, ähm, ich fragte, wie dein Tag war.”
“Schön.”

“Das freut mich.”
“Sag mal, dir ist nicht zufällig kalt oder so??”

“Hier drin ist es ja auch saukalt!”
“Ähm…”

“Zwei Decken musste ich mir nehmen, guck mal!”
“Ja, das, ähm, sehe ich…”

“Ich hab die Heizung schon höher gedreht, nutzt aber nichts.”
“Liebste, hier im Wohnzimmer könnte ich locker eine Pizza backen!”

“Wieso, hast du Hunger?”
“Ähm… Ich wollte damit nur sagen, dass…”

“So spät noch Pizza essen ist ungesund!”
“Ich wollte auch eigentlich keine Pizza mehr essen…”

“Aber du hast doch gerade gesagt, dass du…”
“…nein, ich meinte, dass es hier so warm ist, wie…”

“Schon OK, du kannst doch Pizza essen, wenn du willst??”
“Ich will ja gar nicht!”

“Du musst dich doch mir gegenüber nicht rechtfertigen!?”
“Das wäre ja mal wirklich neu…”

“Pff! Iss doch Pizza, ist mir doch total egal!”
“Schatz, nochmal: ich WILL KEINE Pizza!”

“Aber jammer nachher nicht rum, dass du nicht schlafen kannst!”
“Wollen wir zur Abwechslung nicht mal wieder über dich reden??”

“Über mich??”
“Naja, damit wir dieses leidige Pizza-Thema endlich los werden…”

“Oh, das ist aber lieb, dass du dich um mich kümmern willst!”
“Ähm, also eigentlich wollte ich jetzt…”

“Ich nehm dann ein kleines Baguette Hawaii!”

Kopfschüttel…

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Das Übliche

1. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen in einem kleinen italienischen Restaurant in Bremen und studieren die Speisekarte.
Während ich mich vor einer gefühlten Stunde bereits für ein Pizza entschieden habe, rätselt die Liebste immer noch vor sich hin…

“Ich weiß echt nicht, was ich nehmen soll…”
“Süße, wir werden verhungern, wenn du so weiter machst!”

“Jetzt drängel mich nicht, wir haben doch Zeit, oder?”
“Aber der Kellner war schon dreimal da und…”

“Was nimmst du nochmal??”
“Pizza, immer noch…”

“Ach ja. Nee, Pizza will ich nicht.”
“Dann nimm Nudeln mit Lachs, das magst du doch?”

“Ich kann doch nicht schon wieder Nudeln nehmen!?”
“Warum nicht??”

“Weil ich das immer nehme.”
“Eben!”

“Heute möchte ich aber mal was anderes!”
“Und was??”

“Ich weiß nicht, hört sich alles lecker an…”
“Also wenn der Kellner wieder kommt, bestelle ich!”

“Für mich auch?”
“Wohl kaum!”

“Ich glaube, ich hätte Lust auf eine Curry-Suppe.”
“Was?”

“Curry-Suppe. Da ist Curry drin.”
“Oh, tatsächlich?? Vielen Dank, das wusste ich gar nicht!!”

“Aber hier gibt es ja leider keine Curry-Suppe…”
“Das ist ja auch ein italienisches Restaurant, kein indisches!”

“Ich weiß, aber das fängt beides mit ´i´ an! Lustig, oder??”
“Ich werde gleich wahnsinnig fängt auch mit ´i´ an!!”

“Wo du Recht hast, hast du Recht.”
“Liebste, SUCH – DIR – JETZT – WAS – AUS! BITTE!”

“Hmm…”
“Wie wäre es denn mit Spaghetti Aglio?”

“Mit Knoblauch??”
“Knoblauch, ja…”

“Naja, das könnte ich nehmen!”
“Prima, gut; also bestelle ich das für dich, OK?”

“Und für dich auch.”
“Nee. Ich will Pizza. Habe ich ja erst 10-mal erwähnt…”

“Aber alleine esse ich kein Knoblauch!”
“Was??”

“Nur, wenn du auch Knoblauch isst!”
“Schatz, du kannst gerne Knoblauch essen, kein Problem!”

“Aber dann kann ich dich ja nicht mehr küssen!?”
“Ich kann mir ja dabei die Nase zuhalten.”

“Du bist so doof!”
“Nimmst du jetzt die Spaghetti Aglio oder nicht??”

“Nein!”
“Himmel!”

[Der Kellner kehrt mit gezücktem Schreibblock zurück an unseren Tisch und ich sehe seinem Gesicht an, dass er nicht noch einmal kommen wird, wenn wir jetzt nicht bestellen... Ich werfe der Liebsten einen prüfenden Blick zu und stelle fest: da tut sich was...]

“Psst! Schatz! Ich weiß jetzt!”
“OK, und was?”

“Ich nehme das Übliche.”
“Das Übliche??”

“Ja.”
“Was ist denn das Übliche, bitte??”

“Du weißt nicht, was das Übliche ist??”
“Nudeln mit Lachs vielleicht??”

“Genau!”
“OK, das ist Nummer… 37, Tagliatelle al Salmone.”

[Ich bin erleichtert; aber nicht nur ich, auch dem Kellner scheint ein Stein vom Herzen gefallen zu sein. Wahrscheinlich hatte er insgeheim schon überlegt, was er sagt, sofern wir wieder nichts bestellt hätten...
Aber es scheint wohl alles noch einmal gut gegangen zu sein!]

“Hallo? Bestellst du jetzt??”
“Ähm, ja. Also für die Dame die 37 und für mich die 22.”

[Der Kellner bedankt sich, zuckt dann aber mit den Schultern und sagt: "Mi scusi, Signore, aber Lachs ist leider aus, mi dispiace, es tut mir sehr leid..."]

“Kein Lachs für mich??”
“Warum muss mir das immer passieren, das glaubt wieder keiner…”

“Das ist ja blöd, wo ich mich doch gerade entschieden hatte…”
“Liebste, vielleicht doch die Spaghetti mit Knoblauch?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich möchte eine Curry-Suppe mit Kräuter-Baguette.”
“Schatz, ich breche echt gleich zusammen…”

[Der Kellner nickt und sagt: "Zuppa di Curry, Grazie, Signora; con il pane." Dann verschwindet er um die Ecke...]

“Siehst du!”
“Aber… Es gibt doch hier gar keine Curry-Suppe??”

“Offensichtlich doch.”
“Aber…”

“Das nächste Mal übernehme ich die Bestellung.”
“Ähm…”

“…dann dauert das nicht so lange, wie bei dir!”

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27. Januar 2010, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste kommt aufgeregt ins Wohnzimmer gerannt, während ich auf dem Sofa sitze und Zeitung lese.
Noch während ich bei ihrem Anblick spontan denke, dass sie bestimmt wieder irgendetwas angestellt hat, legt die Liebste auch schon los.
Aber mal ehrlich: es muss ja nicht immer gleich was Schlimmes sein…

“Du, Schatz? Ich müsst mal schnell was nachfragen!”
“Was denn, Süße?”

“Die gelbe Zahnbürste ist doch deine, oder??”
“Wieso?”

“Sag doch mal, stimmt doch, oder?”
“Nein. Die BLAUE ist meine. Wie immer, wie du weißt.”

“Und wofür ist dann die gelbe??”
“Die gelbe Zahnbürste ist zum Reinigen für den Abfluss.”

“Aha, und die blaue ist dann also…”
“…für meine Zähne, ja.”

“Oh…”

Kopfschüttel…

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Kennst du den Wendler nicht?

24. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen am frühen Sonntagabend im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Während ich mir noch überlege, wo ich die Fernsehzeitung hingelegt habe, zappt die Liebste einmal alle Sender durch.
Und wo bleibt sie schließlich hängen??
Genau…

“Ach ja, das hätte ich fast verpasst!”
“Süße, ähm, ist das nicht dieser, na, dieser…”

“Das ist der Wendler. Der Wendler-Clan. Mit dem Wendler.”
“Danke, ja, das ist mit dem Wendler, richtig?”

“Sagte ich das schon?? Haha! Wendler! Wendler! Haha!”
“Das ist sehr lustig, ja…”

“Kennst du denn den Wendler nicht??”
“Naja, so vom Hörensagen irgendwie…”

“Ich finde den gut.”
“Den Wendler??”

“Seine Musik, der macht tolle Discofox-Sachen!”
“Discofox??”

“Ja, zum Beispiel dieses Ein Stern, der deinen Namen trägt!”
“Ähm… Das kenne ich sogar, aber…”

“Ich finde das super zum Discofox tanzen!”
“Schön, aber ist das nicht von… Von… Nik und dem Ötzi??”

“Tatsächlich?? Das ist gar nicht vom Wendler??”
“Also ich bin kein Schlagerprofi, aber…”

“Egal, aber das Wieder alles im Griff, das ist doch auch witzig!”
“Bitte??”

“Keine Panik, auf der Titanic, dätedätetä…”
“Liebste! Das ist auch nicht vom Wendler!”

“Nicht??”
“Das ist von Jürgen Drews!”

“Woher weißt du das denn??”
“Erstens hört man das und zweitens weiß man das eben!”

“Naja, wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Und? Tut es schon weh??”

Blödmann! Ich darf ja wohl mal was verwechseln!?”
“Pff! Du weißt ja nicht mal, was der Wendler für Musik macht.”

“Doch!”
“Und??”

“Das Fliegerlied, das mit der Giraffe und dem Tiger!”
“Was??”

“Heut ist so ein schöner Tag, la-la-la-laa-laaaa!”
“Ach das! Das, wo man immer mitmachen muss?? Das Kinderlied??”

“La-la-la-laa-laaaa!!”
“Niemals ist das von dem Wendler!!”

“Und wohl! Der ist nämlich eine Stimmungskanone!”
“Mag ja sein, aber das Fliegerlied ist von, von…”

[Ein kurzes Googeln bringt es schnell an den Tag...]

“Und? Vom Wendler, oder??”
“Das ist von Tim Toupet! Nie gehört, aber von dem ist das wohl…”

“Oh, da lag ich aber ganz schön daneben, was?”
“Ähm, ja… Nicht, dass mich das wundern würde, aber…”

“Aber das war alles, was mir vom Wendler eingefallen ist??”
“Das ist ja das Problem! Die Songs SIND JA GAR NICHT vom Wendler!”

“Na und??”
“Du sagtest, dass du seine Musik magst, und kennst nicht EIN Lied!”

“Naja, diese Schlager hören sich ja auch alle so ähnlich an…”
“Demnach bist du also doch kein ausgemachter Wendler-Fan??”

“Doch!”
“Aber Schatz, du weißt doch gar nicht, was der…”

“Vergiss es, du darfst sowieso nicht umschalten!”
“Wer will denn umschalten??”

“Ach komm, tu doch nicht so! Ich kenne dich!”
“Na gut, du hast mich erwischt, aber jetzt mal ehrlich, das…”

“Sag ich ja. Männer…”
“Aber du kennst nicht ein Lied von dem!”

“Trotzdem macht der gute Musik! So, und jetzt geh spielen.”

Kopfschüttel…

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Es fehlt etwas…

21. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Als ich am Abend nach Hause komme, riecht es nach lecker Essen in der Wohnung; die Liebste scheint etwas gekocht zu haben!
Das ist gut, denn ich habe einen Mordshunger und wenn da jetzt noch ein hübsch gedeckter Tisch im Esszimmer ist…
Großartig!

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, boah, hier riecht das aber lecker!”

“Ich wollte was kochen…”
“Wieso wollte??”

“Hat nicht geklappt.”
“Aber es riecht doch hier nach Essen??”

“Ja, aber das ist nichts geworden.”
“Ähm, heißt das, es gibt nichts??”

“Du kannst was haben, aber schmecken wird das nicht!”
“Was hast du denn gekocht?”

“Lasagne.”
“Ist doch super!?”

“Nein.”
“Warum?? Was ist denn damit? Verbrannt??”

“Nein, es fehlt leider was.”
“Aha, und was?”

“Die Lasagneplatten.”
“Aha… Naja, das ist, ähm…”

“Daher habe ich Makkaroni genommen.”
“Ist doch aber auch gut!?”

“Ja, aber ich hatte auch kein Hackfleisch.”
“Ach so?”

“Daher habe ich das Fleisch durch Scampis ersetzt.”
“Makkaroni mit Scampis?? Lecker!”

“Aber ich wollte doch unbedingt Lasagne mit Tomatensoße!”
“Ich habe noch nie Scampis mit Tomatensoße gegessen, aber…”

“…Tomatensoße hatten wir noch in der Miracoli-Packung.”
“Ähm… Von den Spaghetti das Zeug??”

“Ja.”
“Und??”

“Ich hatte dann das Gefühl, dass das komisch schmeckt.”
“Nunja, also das kann ich mir vorstellen…”

“Vielleicht hätte ich die Paprika nicht mit rein machen sollen…”
“Paprika??”

“Die musste mal langsam weg.”
“Aha…”

“Verstehst du jetzt, was ich meine?”
“Also ich darf mal zusammenfassen, ja?”

“Wenn du meinst…”
“Du hast Makkaroni mit Scampis und Spaghetti-Soße mit Paprika…”

“Ja, und dann überbacken. Macht man ja so mit Lasagne.”
“Ähm, immerhin hattest du demnach Käse?”

“Nee, nicht so richtig.”
“Nicht so richtig?? Aber womit hast du denn dann…”

“Mit dem Käse-Dip von den Tortilla-Chips.”
“Liebste, also, ähm…”

“Ja genau, und so schmeckt das jetzt auch!”
“Naja, ich meine, kreativ kochen ist ja nicht schlecht, aber…”

“Das kann ja auch gar nicht schmecken.”
“Naja, also einen Versuch würde ich vielleicht wagen…”

“Das bringt nichts, das schmeckt überhaupt nicht nach Lasagne.”
“Also mit Scampis, Paprika und Käse-Dip kann das ja auch nicht…”

“Deswegen doch nicht!”
“Weswegen denn??”

“Ich hab die Bechamel-Soße vergessen!”

Kopfschüttel…

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Großes Indianer-Ehrenwort

18. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche beim Tee, als ich verschlafen hereinkomme.
Obwohl ich eigentlich noch gar nicht wirklich aus den Augen schauen kann, bemerke ich jedoch, dass sich das rechte Bein der Liebsten über ihrem Knie hektisch auf und ab bewegt…

“Morgen.”
“Guten Morgen, Süße… Na?”

“Was na?”
“Hast du gut geschlafen?”

“Och. Jaja.”
“Hm, also das hört sich aber nicht so an??”

“Doch, aber sag mal: wer ist eigentlich Bianca?”
“Bianca? Ähm… Eine Kollegin von mir heißt Bianca, wieso?”

“Aha!”
“Wieso, was ist denn??”

“Ist das die, die neu ist??”
“Liebste, darf ich mir erst mal einen Kaffee nehmen, ich…”

“Nein, darfst du nicht nicht nicht!”
“Was ist denn los??”

“Was läuft da zwischen dir und dieser Bianca!”
“Nichts! Was soll denn da laufen??”

“Du kannst mir nichts vormachen!”
“Wovon redest du denn eigentlich??”

“Du hast dich mit der getroffen, habe ich Recht??”
“Ich treffe sie jeden Tag, sie arbeitet ja bei uns!?”

“Ich meine das aber anders, du weißt genau, wovon ich rede!!”

[Die Liebste fängt richtig an, zu kochen! Ich weiß zwar immer noch nicht, was eigentlich los ist, aber ich entscheide mich, ihre Erregung etwas ernster zu nehmen und setze mich an den Küchentisch.]

“So, also?”
“Süße. Jetzt mal von ganz vorne: WAS willst du mir sagen?”

“Bist du mit Bianca in einem Hotel gewesen Ja oder Nein!”
“Nein.”

“Doch!”
“Aber wie kommst du denn auf diesen Gedanken??”

“Habe ich geträumt.”
“Geträumt??”

“Ja. Und ein riesen Whirlpool war da auch im Zimmer!”
“Ähm…”

“Du weißt ganz genau, wie gerne ICH einen Whirlpool hätte!”
“Ja, aber, ähm…”

“…und mit DER sitzt du in einem, das gibt es ja wohl nicht!”
“Also Moment mal, wenn du was träumst, was kann ich daf…”

“Ich träume das ja wohl nicht ohne Grund!”
“Aber ich war nicht mit Bianca in einem Hotel mit Whirlpool!”

“Wo denn??”
“Nirgendwo!”

“Pff! Das glaube ich dir nicht!”
“Liebste, jetzt hör auf mit dem Blödsinn, das war nur ein Traum!”

“Und wieso träume ich dann sowas??”
“Keine Ahnung, vielleicht hast du Schweinegrippe, oder so?”

“Du bist so doof!! Frauen haben gute Antennen für sowas!”
“Ja… Ihr hört auch in einem Parkhaus das Gras wachsen…”

“Ich sage dir, belüg mich nicht!”
“Liebste, es ist alles in bester Ordnung.”

“Hm.”
“Ich liebe dich, darf ich mir jetzt einen Kaffee nehmen?”

“Ja.”
“Danke.”

“Aber erst musst du mir noch zwei Sachen versprechen!”
“Aha, und was?”

“Erstens: du lässt immer schön die Finger von Bianca.”
“Das verspreche ich.”

“Großes Indianer-Ehrenwort??”
“Das ganz große.”

“Und solltest du doch einmal schwach werden, dann…”
“Dann??”

“…dann nimm wenigstens ein Hotel ohne Whirlpool!”

Kopfschüttel…

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Glaube mir

14. Januar 2010, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich stehen am frühen Abend in der Küche, nachdem wir vor kurzem nach Hause gekommen sind.
Während wir in Gegenwart des offenen Kühlschrankes die komplizierte Frage erörtern, was wir heute essen wollen, reibt sich die Liebste ständig ihr rechtes Bein…

“Mist…”
“Süße, ist was mit deinem Bein nicht in Ordnung?”

“Da kriege ich bestimmt einen blauen Fleck.”
“Warum??”

“Ach weil der blöd ist der Blödie!”
“Wer?? Was??”

“Mein Kollege. Der Stefan.”
“Aha. Stefan.”

“Der ist blöd.”
“Und, ähm… Was hat das mit deinem Bein zu tun??”

“Wir haben da so zu mehreren gestanden und geredet.”
“Schön, und?”

“Naja, und ich habe eben auch was erzählt.”
“Was hast du denn erzählt?”

“Ach, das tut eigentlich nichts zur Sache.”
“Nicht…”

“Nee.”
“Und was hat das jetzt mit deinem Bein zu tun??”

“Ich sagte doch, dass Stefan blöd ist!”
“Ja, das sagtest du, aber…”

“…und da hat der mich voll vors Schienbein getreten!”
“Stefan hat dich getreten??”

“Ja.”
“Einfach so??”

“Nur, weil ich was erzählt habe, nur darum!”
“Aber was hast du denn erzählt??”

“Unwichtig.”
“Ähm… Naja, und danach hat er dich also getreten??”

“Ja! Voll vors Schienbein!”
“Wer weiß, was du da wieder rumgelästert hast…”

“Ach was! Der spinnt doch! Der hat mich getreten!”
“Tja, dann wird er wohl einen guten Grund gehabt haben.”

“Was??”
“Vermute ich…”

[Die Liebste holt mit ihrem rechten Bein aus und tritt mir volles Programm vor mein Schienbein!]

“So!”
“AUA! Liebste, bist du verrückt geworden??”

“Was denn??”
“Das tat weh, warum trittst du mich denn??”

“Glaube mir.”
“Glauben?? Was denn glauben??”

“Ich hatte einen guten Grund!”

Kopfschüttel…

Buchtipp:
Liebe lassen (von Anja Polaszewski)” src=”http://www.kopfschuettel.de/ads/apliebe.jpg” alt=”" width=”71″ height=”50″ />Kopfschüttlerin Anja schreibt über die Lieb(st)e!
Details und noch mehr Liebe gibts hier.

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Ping Pong

11. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Abend in unserem kuscheligen Bett und machen die Lichter aus.
Dunkelheit, Ruhe, warme Decke… Wunderbar!
Ich denke, dass ich schnell einschlafen werde und mache entspannt die Augen zu.
Die Liebste arrangiert derweil noch ihre Bettdecke.

“Schlaf schön, mein Schatz!”
“Du auch, Süße… Und träum was Schönes.”

“Nacht.”
“Nacht.”

“-”
“-”

“Schatz?”
“-”

“Schaaatz!?”
“…was…”

“Wann stehst du denn morgen auf?”
“Gar nicht.”

“Musst du nicht arbeiten??”
“Doch… Das war leider nur ein Witz…”

“Sehr witzig, wirklich, sehr witzig!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz??”
“Was denn!?”

“Wann stehst du denn nun morgen auf??”
“Um sieben Uhr.”

“Um sieben, aha…”
“-”

“Das geht aber nicht.”
“Wieso geht das nicht?”

“Weil ich um sieben aufstehen wollte!”
“Kannst du ja.”

“Aber dann kann ich ja nicht ins Bad??”
“Ich brauche nur zehn Minuten, kein Problem…”

“Also stehst du um zehn vor sieben auf??”
“Nein, um sieben.”

“Das geht aber nicht!”
“Und warum stehst du dann nicht einfach früher auf??”

“Weil ich todmüde bin.”
“Bin ich auch!?”

“Bist du nicht.”
“Pff! Und ob!”

“Wetten, dass ich müder bin??”
“Und wie willst du das messen, bitte??”

“Wer zuerst einschläft, ist müder!”
“Ähm… Und wie finden wir raus, wer zuerst einschläft??”

“Wir sagen einfach jede Minute was.”
“Och Liebste, das ist doch Blödsinn!”

“Du sagst PING und ich antworte mit PONG.”
“Ähm… Und wenn du nicht mehr antwortest, dann…”

“…dann schlafe ich schon und bin müder, als du.”
“Aha…”

“Also los.”
“PING!”

“-”
“-”

“-”
“PING! PING!”

“-”
“PING PING PING!”

“-”
“Liebste! Du schläfst ja wohl noch nicht!?”

“Ich habe gewonnen. Wusste ich ja.”
“Aber…”

“Und vergiss nicht, deinen Wecker auf halb sieben zu stellen!”

Kopfschüttel…

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Total egal

6. Januar 2010, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste liegt im Wohnzimmer auf dem Sofa unter zwei (!) Decken, als ich am Abend nach Hause komme. Und sie hat sich bis zur Nasenspitze eingegraben!
Spontan befürchte ich, dass die Heizung wohl ausgefallen sein muss…
Aber nein, es fühlt sich SEHR warm an!?

“Hmhmmlho Schhhots!”
“Was? Was hast du gesagt, Süße??”

“Hhmahhhmo Schohtz!”
“Ähm… Soll das Hallo Schatz heißen??”

“Hmhmm…”
“Aha, ja… Hallo Süße…”

“Hmhmmm. Whm whoh dhhnn Thg?”
“Könntest du vielleicht mal die Decke aus dem Mund nehmen??”

“Ach so, ähm, ich fragte, wie dein Tag war.”
“Schön.”

“Das freut mich.”
“Sag mal, dir ist nicht zufällig kalt oder so??”

“Hier drin ist es ja auch saukalt!”
“Ähm…”

“Zwei Decken musste ich mir nehmen, guck mal!”
“Ja, das, ähm, sehe ich…”

“Ich hab die Heizung schon höher gedreht, nutzt aber nichts.”
“Liebste, hier im Wohnzimmer könnte ich locker eine Pizza backen!”

“Wieso, hast du Hunger?”
“Ähm… Ich wollte damit nur sagen, dass…”

“So spät noch Pizza essen ist ungesund!”
“Ich wollte auch eigentlich keine Pizza mehr essen…”

“Aber du hast doch gerade gesagt, dass du…”
“…nein, ich meinte, dass es hier so warm ist, wie…”

“Schon OK, du kannst doch Pizza essen, wenn du willst??”
“Ich will ja gar nicht!”

“Du musst dich doch mir gegenüber nicht rechtfertigen!?”
“Das wäre ja mal wirklich neu…”

“Pff! Iss doch Pizza, ist mir doch total egal!”
“Schatz, nochmal: ich WILL KEINE Pizza!”

“Aber jammer nachher nicht rum, dass du nicht schlafen kannst!”
“Wollen wir zur Abwechslung nicht mal wieder über dich reden??”

“Über mich??”
“Naja, damit wir dieses leidige Pizza-Thema endlich los werden…”

“Oh, das ist aber lieb, dass du dich um mich kümmern willst!”
“Ähm, also eigentlich wollte ich jetzt…”

“Ich nehm dann ein kleines Baguette Hawaii!”

Kopfschüttel…

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Das Übliche

1. Januar 2010, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen in einem kleinen italienischen Restaurant in Bremen und studieren die Speisekarte.
Während ich mich vor einer gefühlten Stunde bereits für ein Pizza entschieden habe, rätselt die Liebste immer noch vor sich hin…

“Ich weiß echt nicht, was ich nehmen soll…”
“Süße, wir werden verhungern, wenn du so weiter machst!”

“Jetzt drängel mich nicht, wir haben doch Zeit, oder?”
“Aber der Kellner war schon dreimal da und…”

“Was nimmst du nochmal??”
“Pizza, immer noch…”

“Ach ja. Nee, Pizza will ich nicht.”
“Dann nimm Nudeln mit Lachs, das magst du doch?”

“Ich kann doch nicht schon wieder Nudeln nehmen!?”
“Warum nicht??”

“Weil ich das immer nehme.”
“Eben!”

“Heute möchte ich aber mal was anderes!”
“Und was??”

“Ich weiß nicht, hört sich alles lecker an…”
“Also wenn der Kellner wieder kommt, bestelle ich!”

“Für mich auch?”
“Wohl kaum!”

“Ich glaube, ich hätte Lust auf eine Curry-Suppe.”
“Was?”

“Curry-Suppe. Da ist Curry drin.”
“Oh, tatsächlich?? Vielen Dank, das wusste ich gar nicht!!”

“Aber hier gibt es ja leider keine Curry-Suppe…”
“Das ist ja auch ein italienisches Restaurant, kein indisches!”

“Ich weiß, aber das fängt beides mit ´i´ an! Lustig, oder??”
“Ich werde gleich wahnsinnig fängt auch mit ´i´ an!!”

“Wo du Recht hast, hast du Recht.”
“Liebste, SUCH – DIR – JETZT – WAS – AUS! BITTE!”

“Hmm…”
“Wie wäre es denn mit Spaghetti Aglio?”

“Mit Knoblauch??”
“Knoblauch, ja…”

“Naja, das könnte ich nehmen!”
“Prima, gut; also bestelle ich das für dich, OK?”

“Und für dich auch.”
“Nee. Ich will Pizza. Habe ich ja erst 10-mal erwähnt…”

“Aber alleine esse ich kein Knoblauch!”
“Was??”

“Nur, wenn du auch Knoblauch isst!”
“Schatz, du kannst gerne Knoblauch essen, kein Problem!”

“Aber dann kann ich dich ja nicht mehr küssen!?”
“Ich kann mir ja dabei die Nase zuhalten.”

“Du bist so doof!”
“Nimmst du jetzt die Spaghetti Aglio oder nicht??”

“Nein!”
“Himmel!”

[Der Kellner kehrt mit gezücktem Schreibblock zurück an unseren Tisch und ich sehe seinem Gesicht an, dass er nicht noch einmal kommen wird, wenn wir jetzt nicht bestellen... Ich werfe der Liebsten einen prüfenden Blick zu und stelle fest: da tut sich was...]

“Psst! Schatz! Ich weiß jetzt!”
“OK, und was?”

“Ich nehme das Übliche.”
“Das Übliche??”

“Ja.”
“Was ist denn das Übliche, bitte??”

“Du weißt nicht, was das Übliche ist??”
“Nudeln mit Lachs vielleicht??”

“Genau!”
“OK, das ist Nummer… 37, Tagliatelle al Salmone.”

[Ich bin erleichtert; aber nicht nur ich, auch dem Kellner scheint ein Stein vom Herzen gefallen zu sein. Wahrscheinlich hatte er insgeheim schon überlegt, was er sagt, sofern wir wieder nichts bestellt hätten...
Aber es scheint wohl alles noch einmal gut gegangen zu sein!]

“Hallo? Bestellst du jetzt??”
“Ähm, ja. Also für die Dame die 37 und für mich die 22.”

[Der Kellner bedankt sich, zuckt dann aber mit den Schultern und sagt: "Mi scusi, Signore, aber Lachs ist leider aus, mi dispiace, es tut mir sehr leid..."]

“Kein Lachs für mich??”
“Warum muss mir das immer passieren, das glaubt wieder keiner…”

“Das ist ja blöd, wo ich mich doch gerade entschieden hatte…”
“Liebste, vielleicht doch die Spaghetti mit Knoblauch?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich möchte eine Curry-Suppe mit Kräuter-Baguette.”
“Schatz, ich breche echt gleich zusammen…”

[Der Kellner nickt und sagt: "Zuppa di Curry, Grazie, Signora; con il pane." Dann verschwindet er um die Ecke...]

“Siehst du!”
“Aber… Es gibt doch hier gar keine Curry-Suppe??”

“Offensichtlich doch.”
“Aber…”

“Das nächste Mal übernehme ich die Bestellung.”
“Ähm…”

“…dann dauert das nicht so lange, wie bei dir!”

Kopfschüttel…

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