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Schmeckt´s?

27. Oktober 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Esstisch im Wohnzimmer und beginnen, das Abendessen zu verspeisen, das die Liebste soeben gezaubert hat.
Putengeschnetzeltes mit Soße, Pilzen und Kartoffeln: das hat sie wirklich sehr lecker hingekriegt!

“Na? Schmeckt´s dir denn?”
“Sehr gut, Süße, sehr lecker!”

“Naja…”
“Naja?? Hey, das ist super!”

“Ich weiß nicht, also ich finde das nicht so dolle…”
“Tatsächlich? Also mir schmeckt´s.”

“Du kannst es ruhig sagen, wenn es dir nicht schmeckt!”
“Aber es schmeckt mir doch!?”

“Das glaube ich nicht.”
“Liebste, das ist SEHR lecker. Hast du gut gemacht.”

“Du hast ja auch nur ganz wenig genommen.”
“Wir haben doch auch gerade erst angefangen??”

“Normalerweise machst du dir den Teller immer voll!”
“Erstens stimmt das gar nicht und zweitens…”

“…zweitens finde ich das doof, dass du es nicht sagst!”
“Was sagen??”

“Dass es dir nicht schmeckt!”
“Es schmeckt mir aber! Entschuldigung, dass es mir schmeckt!!”

“Ehrlich?”
“Ja…”

“Holst du dir denn noch was?”
“Ja, ich hole mir noch was. Gleich zumindest.”

[Eine Viertelstunde später habe ich den dritten Teller leer geputzt.
Ich weiß gar nicht, was die Liebste hat, ich könnte mich da REINLEGEN!
Jetzt reicht es aber auch, ich zerdrücke das letzte Stück Kartoffel in der Soße und dann ist Schluss...]

“Du hast ja alles aufgegessen!?”
“Ja… Jetzt bin ich auch echt voll…”

“Und das, obwohl es dir nicht geschmeckt hat!”
“Schatz! Hör jetzt auf, ICH war wirklich sehr zufrieden!”

“Das sagst du ja bloß, damit ich nicht beleidigt bin.”
“Nein, ich sage es, weil es sehr lecker war, DARUM!”

“Also mein Fall war das echt nicht.”
“Das tut mir natürlich leid, aber mir hat es geschmeckt.”

“Das kann ich gar nicht glauben!”
“Hallo?? Ich habe alles aufgegessen, was willst du denn noch??”

“Das ist ja klar, dass du alles aufgegessen hast.”
“So?? Was soll das denn jetzt heißen??”

“Das hast du nur gemacht, um davon abzulenken, dass es dir nicht geschmeckt hat!”

Kopfschüttel…

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Den da!

19. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich betreten am Abend das Hansa-Haus in Syke, um dort einen oder zwei Cocktails zu trinken.
Zuerst jedoch muss natürlich ein passender Tisch gefunden werden, und es ist schon recht voll hier für diese Uhrzeit…
Aber: wir haben Glück!

“Du Schatz, sollen wir den da nehmen, den Vierer-Tisch?”
“Klar, warum nicht, Süße.”

“Ist der nicht zu groß für uns?”
“Nö. Wir nehmen den einfach.”

“Und wo möchtest du sitzen?”
“Ich setze mich auf die Bank.”

“Und ich?? Wo soll ich sitzen??”
“Na setz dich doch da auf den Hocker!?”

“Nee, ich will auch auf die Bank.”
“OK, Süße…”

“Wobei das ja schon ein bisschen blöd ist so…”
“Wieso?”

“Na weil ich dich ja so gar nicht angucken kann!”
“Ich habe mich kaum verändert in den letzten Minuten.”

“Ich will dich aber ansehen können, wenn ich mit dir rede!”
“Ach? Reden wollen wir auch??”

“Ich setze mich doch auf den Hocker.”
“Schön. Von mir aus… Frauen…”

“So ist´s besser.”
“Ähm, Liebste, jetzt sitzen wir ja versetzt??”

“Na und?”
“Naja, ich meine, das ist ja jetzt auch doof, oder?”

“Dann setz dich doch zu mir rüber?”
“Und warum setzt du dich nicht einfach auf die andere Seite??”

“OK.”
“OK.”

“Mann, warum setzt du dich denn jetzt auch anders??”
“Ich dachte, ich soll tauschen??”

“Nein, ich wollte tauschen!”
“Was soll´s, dann setz dich wieder auf deinen alten Platz.”

“Ich finde es hier aber besser, glaube ich.”
“Liebste, das gibt´s doch gar nicht, klappt das heute noch!?”

“Warum maulst du mich denn jetzt an??”
“Weil du hier schon wieder einen Zirkus aufführst!”

“Wer hat sich denn umgesetzt, du doch!?”
“Ich??”

“Ja, du!”
“Ich setze mich jetzt noch EINMAL um, und dann ist Schluss!”

“Ich mache das aber nochmal ganz anders jetzt.”
“Anders??”

“Wir machen das einfach über Eck.”
“Über Eck??”

“Ich setze mich jetzt einfach hier auf die Ecke.”
“Auch gut. Und warum setzt du dich dann nicht, Süße?”

“Gleich, jetzt drängel doch nicht so!”
“Ich frage mich nur, warum du jetzt da noch stehst!?”

“Ich setze mich ja gleich.”
“Aha. Schön. Und was hindert dich jetzt daran, bitte??”

“Ich muss erst noch auf Klo.”
“Himmel, diese Frau, ich werde noch wahns…”

“Aber halt mir den Hocker frei!”

Kopfschüttel…

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Kapitän Spock

12. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich haben beschlossen, einen Videoabend zu machen. Naja, eigentlich hat die Liebste mehr meinem ewigen Jammern nachgegeben…
Aber egal, wir stehen also in der Videothek vor den vielen Regalen und müssen nun zwei Filme aussuchen.

“Was wollen wir denn jetzt gucken??”
“Ähm, das wollte ich dich auch gerade fragen, Süße.”

“Hm… Also ich gehe mal da bei den Komödien stöbern.”
“Na gut, dann schaue ich mal hier bei den Neuigkeiten.”

“Was?”
“Wie was?”

“Du willst da hingehen?”
“Ja, wieso?”

“Und ich gehe dort hin??”
“Ja nicht??”

“Ich dachte, wir wollten was zusammen aussuchen!”
“Wollen wir ja auch, aber wir fangen ja gerade erst an!?”

“Das finde ich doof, wenn du hier bist und ich da!”
“Na schön, dann komme ich eben erst einmal mit zu den Komödien.”

“Nein, nein, schau du ruhig hier, wenn du unbedingt willst.”
“Nein, es ist kein Problem, ich gehe mit dir mit.”

“Brauchst du aber nicht!”
“Aber du hast mich doch gebeten??”

“Habe ich nicht.”
“Nicht??”

“Nein, ich sagte nur, dass ich das schöner fände.”
“Also gehen wir dann jetzt zusammen zu den Komödien oder nicht!?”

“Na das fängt ja schon ganz toll an!”
“Wieso, was ist denn??”

“Ich wusste, warum es keine gute Idee ist, mit dir in eine…”
“Liebste, wir werden ja wohl EINMAL einen Film aussuchen können!”

“Aber du willst ja immer andere Sachen sehen, als ich!”
“Das weißt du doch noch gar nicht!?”

“Ich sehe doch, was du dir zuhause so anschaust!”
“Was denn??”

“Na zum Beispiel dieses ‘Stirb endlich’ da…”
“STIRB LANGSAM, der Film heißt STIRB LANGSAM.”

“Oder so, von mir aus. Und dann das mit der Nummer.”
“Was für eine Nummer??”

“Na der heißt doch ‘Stirb endlich 4.0′, oder nicht?”
“LANGSAM! Es heißt LANGSAM 4.0.”

“Jaja, aber Vier Punkt Null, was soll denn das??”
“Wie meinst du das??”

“Naja, gibt es auch 3.1, oder 4.5.2 oder so?”
“Nein, gibt es nicht…”

“Eben, da ist doch schon der Titel Schwachsinn!”
“Der Titel ist doch völlig egal, es geht um den Film!”

“Pff! Das ist genauso doof wie Star Wars.”
“Was?? Star Wars?? Was ist denn jetzt damit nicht in Ordnung??”

“Naja, übersetzt heißt das doch Sternenkrieg, oder?”
“So in etwa, Krieg der Sterne vielmehr.”

“Eben, und das hat doch mit der Handlung gar nichts zu tun!”
“Wie bitte?? Natürlich!”

“Quatsch! Es geht nur um das blöde Raumschiff.”
“Oh Gott, Meister Yoda wird sich im Grabe umdrehen…”

“Yoda ist das grüne Ding, oder? Ich kenne nur Kapitän Spock.”
“Spock?? Spock ist Erster Offizier, nicht CAPTAIN!”

“Und wer ist dann der Kapitän da??”
“Das ist CAPTAIN Kirk! Aber was hat das denn mit Star Wars zu tun??”

“Ist das nicht das mit Raumschiff Enterprise?”
“Himmel! Das, was du meinst, ist STAR TREK! Nicht STAR WARS!”

“Hört sich aber ziemlich ähnlich an…”
“Oh Gott, wenn das so weiter geht, muss ich mich gleich hinsetzen…”

“Was denn!? Ich kenne mich da nicht so aus, na und??”
“Schatz, das ist nun wirklich fast schon Allgemeinbildung!”

“Du kennst dich ja bei ‘Anna und die Liebe‘ auch nicht aus.”
“..worauf ich stolz bin. Und vergleichen kann man das auch nicht!”

“Na schön, aber wir gucken heute nichts mit Raumschiffen, ja?”
“Von mir aus…”

“Und auch nichts, wo ein Typ 564 Leute umlegt, ja?”
“Nein.”

“Schön, weil das ist ja auch wieder total unrealistisch.”
“Aha. Und du als bekannte Actionfilm-Kritikerin weißt sowas??”

“Wieso, das weiß ja wohl jeder!”
“Was genau jetzt weiß JEDER?”

“Dass die 40-60 Patronenmagazine dabei haben müssten.”
“Wer?? Was??”

“Naja wenn so ein Magazin 12 Schuss hat, dann müsste…”
“Liebste, können wir das auch später vertiefen, also ich meine…”

“Aber ich möchte, dass wir was ausleihen, was etwas echter ist.”
“Ich weiß zwar immer noch nicht, was du meinst, aber…”

“Das kann ich dir ja zeigen.”
“Na schön, dann bin ich gespannt, was du aussuchst…”

[Meine Liebste schleicht angespornt um die Regale mit den Komödien herum, wobei ich anstelle des Videothekenbetreibers eher "Schnulzenecke" drübergeschrieben hätte.
Nachdem ich meiner Liebsten anfangs noch gefolgt bin, schweifen meine Blicke mittlerweile ab und zu mal ab, hin zu den Playstation-Spielen gegenüber.
Plötzlich tippt mir die Liebste auf die Schulter.]

“Hier, sowas meine ich.”
“Was? Den Film? Was ist das denn?”

“Schau.”
“Ähm… DEN willst du sehen??”

“Ja. Du auch?”
“Ähm…”

“DER ist aus dem Leben, der ist lustig und anspruchsvoll!”
“Aber…”

“Da gibt es keine Bekloppten, die wild um sich ballern.”
“Das nicht, aber…”

“Und komische Außerirdische auch nicht.”
“Naja, das, ähm…”

“Also nehmen wir den mit? Bitte!”
“Aber Schatz, hast du den denn nicht schon 50-mal gesehen??”

“Na und?? Du guckst dir doch Stirb 28.6 auch 1.000-mal an!”
“Schon, aber ich dachte, wir leihen uns mal was Neues aus?”

“Der ist immer aktuell. Zeitlos, sozusagen.”
“Muss das sein, ich meine, seit 20 Jahren müssen Frauen diesen…”

“Pretty Woman ist ein Klassiker! Und es gibt einen, nicht 6.0.”
“Hör jetzt auf mit dieser blöden Nummerierung!!”

“Siehst du, jetzt sagst du es schon selbst!”
“Liebste, können wir eventuell auch was anderes nehmen?”

“Du meinst, etwas, was uns beiden gefällt?”
“Gott sei dank, was bin ich froh, dass du das sagst!”

“OK, dann weiß ich schon, was wir nehmen.”
“Und was?”

“Dirty Dancing, der steht gleich neben Pretty Woman.”

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Was ist da drin?

8. Oktober 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich machen, was man ab und zu leider mal machen muss: wir räumen unsere Abstellkammer auf.
Ich frage mich, warum das immer wieder nötig wird, obwohl doch eigentlich immer klar ist: DIESER Raum darf nicht vollmüllen! Tja…

“Schatz, was ist in der Kiste da?”
“In der da oben auf dem Regal, Süße?”

“Ja; was ist da drin?”
“Da sind die Weihnachts-Keksdosen drin.”

“Wir haben Keksdosen für Weihnachten??”
“Haben wir. Allerdings sind es nicht unsere.”

“Und warum stehen die dann hier??”
“Naja, wir haben sie wohl nie zurück gegeben…”

“Das heißt dann also, dass die auch keiner mehr vermisst?”
“Das würde ich mal annehmen, aber…”

“Gut, dann schmeißen wir die Dinger weg, ja?”
“Das würde ich nicht machen, weil…”

“Hallo?? Die müssen schon seit Jahren da stehen!”
“Tun sie ja auch, aber ich würde die trotzdem nicht…”

“Schatz! Aufräumen heißt auch Wegwerfen!”
“Na das sagt ja genau die Richtige!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Also wenn hier jemand nicht wegwirft, dann du!”

“Wann habe ich denn was nicht weggeworfen??”
“Sollen wir mal einen Test machen?”

“Was denn für ein Test??”
“Ich beweise es dir, ist kein Problem!”

“Kannst du nicht!”
“Doch.”

“Na da bin ich ja jetzt mal gespannt!”
“Gut. Also: DAS hier, DAS schmeißen wir weg.”

“Was! Die Blumenstangen??”
“Ja, die Blumenstangen.”

“Aber die brauchen wir doch!”
“Wofür??”

“Zum Blumen hochbinden!”
“Und wo haben wir Blumen, die hochgebunden werden müssen??”

“Ähm…”
“Eben! Und deswegen kann der alte Kram weg!”

“Auf keinen Fall!”
“Warum nicht??”

“Es könnte ja sein, dass ich das noch mal brauche.”
“Wofür denn??”

“Wenn ich morgen eine Ranke kaufe, zum Beispiel.”
“Bitte?? Seit wann willst du denn eine Ranke kaufen??”

“Könnte doch sein?”
“Du wolltest noch NIE eine rankende Pflanze haben!”

“Das hat sich aber gerade eben geändert.”
“Pff! Das glaube ich dir nicht!”

“Ist aber so.”
“Siehst du, du kannst eben nichts wegwerfen!”

“Ich werfe doch nichts weg, was ich noch brauche!”
“NIEMALS wirst du die blöden Stangen noch brauchen!”

“Die kommen nicht weg, und basta!”
“Siehst du, genau DAS wollte ich beweisen.”

“Ganz toll, das ist aber kein Beweis.”
“Sondern??”

“ICH beweise es dir jetzt.”
“Ach ja?? Und was bitte??”

“Ich werfe jetzt die gammeligen Keksdosen weg.”
“Und gerade DIE wirfst du besser nicht weg.”

“Wieso denn nicht?? Da tue ich eh nichts rein!?”
“Darum geht es auch nicht.”

“Die kommen weg.”
“Das erklärst du dann aber deiner Mutter, nicht ich!”

“Wieso meiner Mutter??”
“Weil ihr diese Dosen eigentlich gehören.”

“MEINER MUTTER??”
“Ja.”

“Warum sagst du mir das denn nicht??”
“Wollte ich ja, aber du lässt mich ja nicht!”

“Natürlich werfen wir die dann NICHT weg!”
“Schön. Also gibst du sie deiner Mutter dann zurück?”

“Nein.”
“Nein??”

“Auf keinen Fall.”
“Warum nicht??”

“Weil sie mich dann fragt, warum ich die so lange hatte.”
“Und??”

“Das ist mir viel zu peinlich.”
“Und warum schmeißen wir sie dann nicht einfach weg??”

“Es kann ja sein, dass sie mich irgendwann danach fragt!”

Kopfschüttel…

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So ein schmaler, hagerer Typ

4. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich schalten am späten Samstagabend noch den Fernseher ein.
Eigentlich wollen wir uns gar nichts Besonderes ansehen, nur mal kurz durchzappen, was so geboten wird. Dabei landen wir bei “Oliver Pocher live!” auf RTL…

“Oh, guck mal, Oliver Pocher.”
“Das sehe ich, Süße.”

“Magst du den?”
“Naja, es geht, also…”

“Der ist erst 31 Jahre alt und schon so berühmt!”
“Also berühmt, ich weiß ja nicht, also…”

“Guck dir mal an, wie viele Leute da im Publikum sitzen!”
“Stimmt… Aber Stadien zu füllen ist ja jetzt auch voll in.”

“Also ich halte das ja alles für ein abgekartetes Spiel.”
“Was? Wen?”

“Na das mit seiner neuen Freundin, die blonde da.”
“Was ist mit der??”

“Die soll doch schwanger sein.”
“Na und??”

“Das kann doch gar nicht sein nach so kurzer Zeit!”
“Ähm… Also wie es funktioniert, kann ich dir erklären…”

“Nein, ich meine, das Kind ist bestimmt nicht von dem Pocher.”
“So?? Von wem denn dann??”

“Weiß ich nicht, aber ich sag ja, das ist alles abgekartet.”
“Verstehe ich nicht, was meinst du denn damit??”

“Na so wie mit der Cindy Crawford damals.”
“Cindy Crawford?? Was war denn mit der??”

“Na die war doch auch mit diesen Dings zusammen.”
“Mit wem??”

“Wie hieß der denn noch…”
“Richard Gere??”

“Nein, mit dem, na…”
“Sie war mit Richard Gere zusammen!”

“Quatsch! Das wüsste ich ja wohl!”
“Hallo?? Sie war mit…”

“…die war doch mit Harry Potter zusammen!”
“Was?? Du willst mich doch verarschen!?”

“War das nicht Harry Potter??”
“Hallo?? Harry Potter ist…”

“Der war Zauberer, das weiß ich noch genau!”
“Liebste! Harry Potter ist eine Romanfigur!”

“Wie heißt denn dieser berühmte Zauberer noch…”
“Reden wir noch von Cindy Crawford??”

“Natürlich! Ihr Mann war so ein schmaler, hagerer Typ.”
“Zauberer??”

“Ja.”
“Du meinst nicht zufällig David Copperfield??”

“Ja! Genau! Den meine ich!”
“Ähm…”

“Das war auch nur so ein PR-Gag!”
“Schatz, David Copperfield war mit Claudia Schiffer zusammen!”

“Schiffer, ach ja, genau! Siehste!”
“Ich brech zusammen…”

“Die waren auch nur wegen der Presse zusammen.”
“Aha, und…”

“…und bei dem Pocher ist es genau dasselbe.”
“Du willst also allen Ernstes behaupten, dass Oliver Pocher…”

“…dass das alles nur ein PR-Rummel ist, genau.”
“Also das glaube ich nicht…”

“Na klar!”
“Das hat die doch gar nicht nötig, die, na, die…”

“Seine neue Freundin?”
“Ja, wie heißt die doch noch gleich…”

“Ich weiß, ich weiß es!”
“Und??”

“Sandy Meyer-Becker!”

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Viel zu grell!

1. Oktober 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste sitzt in der Küche am Tisch, als ich am Abend nach Hause komme.
Da sie jedoch die ganze Zeit – auch während ich sie begrüße – auffällig auf ihre Fingernägel schaut und dabei auch noch die Augenbrauen leicht nach oben zieht, klingelt es natürlich sofort bei mir:
Achtung! Aha! Jetzt bloß nichts falsch machen!

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße! Boah, deine Fingernägel sehen aber wieder toll aus!”

“Oh, ist dir das aufgefallen??”
“Ja, natürlich, sofort!”

“Habe ich vorhin neu gemacht.”
“Das hast du sehr gut gemacht, Liebste.”

“Danke.”
“Gerne.”

[Und?? War ich gut oder was?? Da hat die Liebste frisch lackierte Fingernägel und ich sehe es!
Noch schnell beglückwünscht und schon ist das Leben wieder schön! Denke ich zumindest...]

“Ach, was ich dir übrigens noch sagen wollte…”
“Was denn?”

“Die Lampe im Wohnzimmer ist kaputt.”
“Welche? Die unter der Decke??”

“Nein, die kleine auf dem Tisch.”
“Aha; naja, das ist ja nicht so schlimm.”

“Nicht schlimm?? Das ist eine Katastrophe!”
“Ähm, aber… Die Tischlampe haben wir doch nie an??”

“Zurecht.”
“Ähm…”

“Die ist ja auch viel zu grell, die ist ungemütlich.”
“Ja, ähm, aber…”

“Trotzdem musst du schnell eine neue Birne kaufen.”
“Aha, ja… Dann könnte ich ja auch gleich eine schwächere nehmen.”

“Nein! Es muss wieder genau so eine sein!”
“Eine helle Glühbirne??”

“Ja.”
“Aber…”

“Geht das? Ich meine, kann man solche Birnen noch kaufen?”
“Ja schon, denke ich, aber warum…”

“Sehr gut, kannst du das bitte schnell machen?”
“Aber ich muss noch mal fragen: ich dachte, das sei ungemütlich??”

“Ist es ja auch. Schrecklich. Gefällt mir gar nicht.”
“Aber warum kann ich denn dann keine schwache Birne nehmen??”

“Das hat ja nicht nur was mit dem Licht zu tun.”
“Sondern??”

“Die Lampe ist ohnehin hässlich.”
“Das sagst du nur, weil es MEINE ist und ich mich durchgesetzt habe!”

“Du hast dich nicht durchgesetzt, mir war das bloß nicht wichtig.”
“”Natürlich, natürlich! Wie großzügig von dir!”

“Aber ich gebe zu: ich brauche die helle Lampe eben manchmal.”
“Wofür??”

“Hallo?? Du hast doch eben meine Fingernägel selbst gesehen!?”
“Ach und dafür brauchst du ein starkes Licht in der Lampe??”

“Genau.”
“Und warum gehst du mit deinen Fingernägeln nicht in die Küche??”

“Warum denn in die Küche??”
“Weil es hier superhell ist vielleicht??”

“Wieso hell, was hat das denn damit jetzt zu tun??”
“Ähm… Damit du alles ganz genau sehen kannst??”

“Ach so, nein.”
“Nein??”

“Nein.”
“Und wofür zum Teufel brauchst du dann eine so helle Lampe??”

“Da trockne ich immer den Nagellack drunter!”

Kopfschüttel…

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Schmeckt´s?

27. Oktober 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Esstisch im Wohnzimmer und beginnen, das Abendessen zu verspeisen, das die Liebste soeben gezaubert hat.
Putengeschnetzeltes mit Soße, Pilzen und Kartoffeln: das hat sie wirklich sehr lecker hingekriegt!

“Na? Schmeckt´s dir denn?”
“Sehr gut, Süße, sehr lecker!”

“Naja…”
“Naja?? Hey, das ist super!”

“Ich weiß nicht, also ich finde das nicht so dolle…”
“Tatsächlich? Also mir schmeckt´s.”

“Du kannst es ruhig sagen, wenn es dir nicht schmeckt!”
“Aber es schmeckt mir doch!?”

“Das glaube ich nicht.”
“Liebste, das ist SEHR lecker. Hast du gut gemacht.”

“Du hast ja auch nur ganz wenig genommen.”
“Wir haben doch auch gerade erst angefangen??”

“Normalerweise machst du dir den Teller immer voll!”
“Erstens stimmt das gar nicht und zweitens…”

“…zweitens finde ich das doof, dass du es nicht sagst!”
“Was sagen??”

“Dass es dir nicht schmeckt!”
“Es schmeckt mir aber! Entschuldigung, dass es mir schmeckt!!”

“Ehrlich?”
“Ja…”

“Holst du dir denn noch was?”
“Ja, ich hole mir noch was. Gleich zumindest.”

[Eine Viertelstunde später habe ich den dritten Teller leer geputzt.
Ich weiß gar nicht, was die Liebste hat, ich könnte mich da REINLEGEN!
Jetzt reicht es aber auch, ich zerdrücke das letzte Stück Kartoffel in der Soße und dann ist Schluss...]

“Du hast ja alles aufgegessen!?”
“Ja… Jetzt bin ich auch echt voll…”

“Und das, obwohl es dir nicht geschmeckt hat!”
“Schatz! Hör jetzt auf, ICH war wirklich sehr zufrieden!”

“Das sagst du ja bloß, damit ich nicht beleidigt bin.”
“Nein, ich sage es, weil es sehr lecker war, DARUM!”

“Also mein Fall war das echt nicht.”
“Das tut mir natürlich leid, aber mir hat es geschmeckt.”

“Das kann ich gar nicht glauben!”
“Hallo?? Ich habe alles aufgegessen, was willst du denn noch??”

“Das ist ja klar, dass du alles aufgegessen hast.”
“So?? Was soll das denn jetzt heißen??”

“Das hast du nur gemacht, um davon abzulenken, dass es dir nicht geschmeckt hat!”

Kopfschüttel…

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Den da!

19. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich betreten am Abend das Hansa-Haus in Syke, um dort einen oder zwei Cocktails zu trinken.
Zuerst jedoch muss natürlich ein passender Tisch gefunden werden, und es ist schon recht voll hier für diese Uhrzeit…
Aber: wir haben Glück!

“Du Schatz, sollen wir den da nehmen, den Vierer-Tisch?”
“Klar, warum nicht, Süße.”

“Ist der nicht zu groß für uns?”
“Nö. Wir nehmen den einfach.”

“Und wo möchtest du sitzen?”
“Ich setze mich auf die Bank.”

“Und ich?? Wo soll ich sitzen??”
“Na setz dich doch da auf den Hocker!?”

“Nee, ich will auch auf die Bank.”
“OK, Süße…”

“Wobei das ja schon ein bisschen blöd ist so…”
“Wieso?”

“Na weil ich dich ja so gar nicht angucken kann!”
“Ich habe mich kaum verändert in den letzten Minuten.”

“Ich will dich aber ansehen können, wenn ich mit dir rede!”
“Ach? Reden wollen wir auch??”

“Ich setze mich doch auf den Hocker.”
“Schön. Von mir aus… Frauen…”

“So ist´s besser.”
“Ähm, Liebste, jetzt sitzen wir ja versetzt??”

“Na und?”
“Naja, ich meine, das ist ja jetzt auch doof, oder?”

“Dann setz dich doch zu mir rüber?”
“Und warum setzt du dich nicht einfach auf die andere Seite??”

“OK.”
“OK.”

“Mann, warum setzt du dich denn jetzt auch anders??”
“Ich dachte, ich soll tauschen??”

“Nein, ich wollte tauschen!”
“Was soll´s, dann setz dich wieder auf deinen alten Platz.”

“Ich finde es hier aber besser, glaube ich.”
“Liebste, das gibt´s doch gar nicht, klappt das heute noch!?”

“Warum maulst du mich denn jetzt an??”
“Weil du hier schon wieder einen Zirkus aufführst!”

“Wer hat sich denn umgesetzt, du doch!?”
“Ich??”

“Ja, du!”
“Ich setze mich jetzt noch EINMAL um, und dann ist Schluss!”

“Ich mache das aber nochmal ganz anders jetzt.”
“Anders??”

“Wir machen das einfach über Eck.”
“Über Eck??”

“Ich setze mich jetzt einfach hier auf die Ecke.”
“Auch gut. Und warum setzt du dich dann nicht, Süße?”

“Gleich, jetzt drängel doch nicht so!”
“Ich frage mich nur, warum du jetzt da noch stehst!?”

“Ich setze mich ja gleich.”
“Aha. Schön. Und was hindert dich jetzt daran, bitte??”

“Ich muss erst noch auf Klo.”
“Himmel, diese Frau, ich werde noch wahns…”

“Aber halt mir den Hocker frei!”

Kopfschüttel…

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Kapitän Spock

12. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich haben beschlossen, einen Videoabend zu machen. Naja, eigentlich hat die Liebste mehr meinem ewigen Jammern nachgegeben…
Aber egal, wir stehen also in der Videothek vor den vielen Regalen und müssen nun zwei Filme aussuchen.

“Was wollen wir denn jetzt gucken??”
“Ähm, das wollte ich dich auch gerade fragen, Süße.”

“Hm… Also ich gehe mal da bei den Komödien stöbern.”
“Na gut, dann schaue ich mal hier bei den Neuigkeiten.”

“Was?”
“Wie was?”

“Du willst da hingehen?”
“Ja, wieso?”

“Und ich gehe dort hin??”
“Ja nicht??”

“Ich dachte, wir wollten was zusammen aussuchen!”
“Wollen wir ja auch, aber wir fangen ja gerade erst an!?”

“Das finde ich doof, wenn du hier bist und ich da!”
“Na schön, dann komme ich eben erst einmal mit zu den Komödien.”

“Nein, nein, schau du ruhig hier, wenn du unbedingt willst.”
“Nein, es ist kein Problem, ich gehe mit dir mit.”

“Brauchst du aber nicht!”
“Aber du hast mich doch gebeten??”

“Habe ich nicht.”
“Nicht??”

“Nein, ich sagte nur, dass ich das schöner fände.”
“Also gehen wir dann jetzt zusammen zu den Komödien oder nicht!?”

“Na das fängt ja schon ganz toll an!”
“Wieso, was ist denn??”

“Ich wusste, warum es keine gute Idee ist, mit dir in eine…”
“Liebste, wir werden ja wohl EINMAL einen Film aussuchen können!”

“Aber du willst ja immer andere Sachen sehen, als ich!”
“Das weißt du doch noch gar nicht!?”

“Ich sehe doch, was du dir zuhause so anschaust!”
“Was denn??”

“Na zum Beispiel dieses ‘Stirb endlich’ da…”
“STIRB LANGSAM, der Film heißt STIRB LANGSAM.”

“Oder so, von mir aus. Und dann das mit der Nummer.”
“Was für eine Nummer??”

“Na der heißt doch ‘Stirb endlich 4.0′, oder nicht?”
“LANGSAM! Es heißt LANGSAM 4.0.”

“Jaja, aber Vier Punkt Null, was soll denn das??”
“Wie meinst du das??”

“Naja, gibt es auch 3.1, oder 4.5.2 oder so?”
“Nein, gibt es nicht…”

“Eben, da ist doch schon der Titel Schwachsinn!”
“Der Titel ist doch völlig egal, es geht um den Film!”

“Pff! Das ist genauso doof wie Star Wars.”
“Was?? Star Wars?? Was ist denn jetzt damit nicht in Ordnung??”

“Naja, übersetzt heißt das doch Sternenkrieg, oder?”
“So in etwa, Krieg der Sterne vielmehr.”

“Eben, und das hat doch mit der Handlung gar nichts zu tun!”
“Wie bitte?? Natürlich!”

“Quatsch! Es geht nur um das blöde Raumschiff.”
“Oh Gott, Meister Yoda wird sich im Grabe umdrehen…”

“Yoda ist das grüne Ding, oder? Ich kenne nur Kapitän Spock.”
“Spock?? Spock ist Erster Offizier, nicht CAPTAIN!”

“Und wer ist dann der Kapitän da??”
“Das ist CAPTAIN Kirk! Aber was hat das denn mit Star Wars zu tun??”

“Ist das nicht das mit Raumschiff Enterprise?”
“Himmel! Das, was du meinst, ist STAR TREK! Nicht STAR WARS!”

“Hört sich aber ziemlich ähnlich an…”
“Oh Gott, wenn das so weiter geht, muss ich mich gleich hinsetzen…”

“Was denn!? Ich kenne mich da nicht so aus, na und??”
“Schatz, das ist nun wirklich fast schon Allgemeinbildung!”

“Du kennst dich ja bei ‘Anna und die Liebe‘ auch nicht aus.”
“..worauf ich stolz bin. Und vergleichen kann man das auch nicht!”

“Na schön, aber wir gucken heute nichts mit Raumschiffen, ja?”
“Von mir aus…”

“Und auch nichts, wo ein Typ 564 Leute umlegt, ja?”
“Nein.”

“Schön, weil das ist ja auch wieder total unrealistisch.”
“Aha. Und du als bekannte Actionfilm-Kritikerin weißt sowas??”

“Wieso, das weiß ja wohl jeder!”
“Was genau jetzt weiß JEDER?”

“Dass die 40-60 Patronenmagazine dabei haben müssten.”
“Wer?? Was??”

“Naja wenn so ein Magazin 12 Schuss hat, dann müsste…”
“Liebste, können wir das auch später vertiefen, also ich meine…”

“Aber ich möchte, dass wir was ausleihen, was etwas echter ist.”
“Ich weiß zwar immer noch nicht, was du meinst, aber…”

“Das kann ich dir ja zeigen.”
“Na schön, dann bin ich gespannt, was du aussuchst…”

[Meine Liebste schleicht angespornt um die Regale mit den Komödien herum, wobei ich anstelle des Videothekenbetreibers eher "Schnulzenecke" drübergeschrieben hätte.
Nachdem ich meiner Liebsten anfangs noch gefolgt bin, schweifen meine Blicke mittlerweile ab und zu mal ab, hin zu den Playstation-Spielen gegenüber.
Plötzlich tippt mir die Liebste auf die Schulter.]

“Hier, sowas meine ich.”
“Was? Den Film? Was ist das denn?”

“Schau.”
“Ähm… DEN willst du sehen??”

“Ja. Du auch?”
“Ähm…”

“DER ist aus dem Leben, der ist lustig und anspruchsvoll!”
“Aber…”

“Da gibt es keine Bekloppten, die wild um sich ballern.”
“Das nicht, aber…”

“Und komische Außerirdische auch nicht.”
“Naja, das, ähm…”

“Also nehmen wir den mit? Bitte!”
“Aber Schatz, hast du den denn nicht schon 50-mal gesehen??”

“Na und?? Du guckst dir doch Stirb 28.6 auch 1.000-mal an!”
“Schon, aber ich dachte, wir leihen uns mal was Neues aus?”

“Der ist immer aktuell. Zeitlos, sozusagen.”
“Muss das sein, ich meine, seit 20 Jahren müssen Frauen diesen…”

“Pretty Woman ist ein Klassiker! Und es gibt einen, nicht 6.0.”
“Hör jetzt auf mit dieser blöden Nummerierung!!”

“Siehst du, jetzt sagst du es schon selbst!”
“Liebste, können wir eventuell auch was anderes nehmen?”

“Du meinst, etwas, was uns beiden gefällt?”
“Gott sei dank, was bin ich froh, dass du das sagst!”

“OK, dann weiß ich schon, was wir nehmen.”
“Und was?”

“Dirty Dancing, der steht gleich neben Pretty Woman.”

Kopfschüttel…

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Was ist da drin?

8. Oktober 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich machen, was man ab und zu leider mal machen muss: wir räumen unsere Abstellkammer auf.
Ich frage mich, warum das immer wieder nötig wird, obwohl doch eigentlich immer klar ist: DIESER Raum darf nicht vollmüllen! Tja…

“Schatz, was ist in der Kiste da?”
“In der da oben auf dem Regal, Süße?”

“Ja; was ist da drin?”
“Da sind die Weihnachts-Keksdosen drin.”

“Wir haben Keksdosen für Weihnachten??”
“Haben wir. Allerdings sind es nicht unsere.”

“Und warum stehen die dann hier??”
“Naja, wir haben sie wohl nie zurück gegeben…”

“Das heißt dann also, dass die auch keiner mehr vermisst?”
“Das würde ich mal annehmen, aber…”

“Gut, dann schmeißen wir die Dinger weg, ja?”
“Das würde ich nicht machen, weil…”

“Hallo?? Die müssen schon seit Jahren da stehen!”
“Tun sie ja auch, aber ich würde die trotzdem nicht…”

“Schatz! Aufräumen heißt auch Wegwerfen!”
“Na das sagt ja genau die Richtige!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Also wenn hier jemand nicht wegwirft, dann du!”

“Wann habe ich denn was nicht weggeworfen??”
“Sollen wir mal einen Test machen?”

“Was denn für ein Test??”
“Ich beweise es dir, ist kein Problem!”

“Kannst du nicht!”
“Doch.”

“Na da bin ich ja jetzt mal gespannt!”
“Gut. Also: DAS hier, DAS schmeißen wir weg.”

“Was! Die Blumenstangen??”
“Ja, die Blumenstangen.”

“Aber die brauchen wir doch!”
“Wofür??”

“Zum Blumen hochbinden!”
“Und wo haben wir Blumen, die hochgebunden werden müssen??”

“Ähm…”
“Eben! Und deswegen kann der alte Kram weg!”

“Auf keinen Fall!”
“Warum nicht??”

“Es könnte ja sein, dass ich das noch mal brauche.”
“Wofür denn??”

“Wenn ich morgen eine Ranke kaufe, zum Beispiel.”
“Bitte?? Seit wann willst du denn eine Ranke kaufen??”

“Könnte doch sein?”
“Du wolltest noch NIE eine rankende Pflanze haben!”

“Das hat sich aber gerade eben geändert.”
“Pff! Das glaube ich dir nicht!”

“Ist aber so.”
“Siehst du, du kannst eben nichts wegwerfen!”

“Ich werfe doch nichts weg, was ich noch brauche!”
“NIEMALS wirst du die blöden Stangen noch brauchen!”

“Die kommen nicht weg, und basta!”
“Siehst du, genau DAS wollte ich beweisen.”

“Ganz toll, das ist aber kein Beweis.”
“Sondern??”

“ICH beweise es dir jetzt.”
“Ach ja?? Und was bitte??”

“Ich werfe jetzt die gammeligen Keksdosen weg.”
“Und gerade DIE wirfst du besser nicht weg.”

“Wieso denn nicht?? Da tue ich eh nichts rein!?”
“Darum geht es auch nicht.”

“Die kommen weg.”
“Das erklärst du dann aber deiner Mutter, nicht ich!”

“Wieso meiner Mutter??”
“Weil ihr diese Dosen eigentlich gehören.”

“MEINER MUTTER??”
“Ja.”

“Warum sagst du mir das denn nicht??”
“Wollte ich ja, aber du lässt mich ja nicht!”

“Natürlich werfen wir die dann NICHT weg!”
“Schön. Also gibst du sie deiner Mutter dann zurück?”

“Nein.”
“Nein??”

“Auf keinen Fall.”
“Warum nicht??”

“Weil sie mich dann fragt, warum ich die so lange hatte.”
“Und??”

“Das ist mir viel zu peinlich.”
“Und warum schmeißen wir sie dann nicht einfach weg??”

“Es kann ja sein, dass sie mich irgendwann danach fragt!”

Kopfschüttel…

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So ein schmaler, hagerer Typ

4. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich schalten am späten Samstagabend noch den Fernseher ein.
Eigentlich wollen wir uns gar nichts Besonderes ansehen, nur mal kurz durchzappen, was so geboten wird. Dabei landen wir bei “Oliver Pocher live!” auf RTL…

“Oh, guck mal, Oliver Pocher.”
“Das sehe ich, Süße.”

“Magst du den?”
“Naja, es geht, also…”

“Der ist erst 31 Jahre alt und schon so berühmt!”
“Also berühmt, ich weiß ja nicht, also…”

“Guck dir mal an, wie viele Leute da im Publikum sitzen!”
“Stimmt… Aber Stadien zu füllen ist ja jetzt auch voll in.”

“Also ich halte das ja alles für ein abgekartetes Spiel.”
“Was? Wen?”

“Na das mit seiner neuen Freundin, die blonde da.”
“Was ist mit der??”

“Die soll doch schwanger sein.”
“Na und??”

“Das kann doch gar nicht sein nach so kurzer Zeit!”
“Ähm… Also wie es funktioniert, kann ich dir erklären…”

“Nein, ich meine, das Kind ist bestimmt nicht von dem Pocher.”
“So?? Von wem denn dann??”

“Weiß ich nicht, aber ich sag ja, das ist alles abgekartet.”
“Verstehe ich nicht, was meinst du denn damit??”

“Na so wie mit der Cindy Crawford damals.”
“Cindy Crawford?? Was war denn mit der??”

“Na die war doch auch mit diesen Dings zusammen.”
“Mit wem??”

“Wie hieß der denn noch…”
“Richard Gere??”

“Nein, mit dem, na…”
“Sie war mit Richard Gere zusammen!”

“Quatsch! Das wüsste ich ja wohl!”
“Hallo?? Sie war mit…”

“…die war doch mit Harry Potter zusammen!”
“Was?? Du willst mich doch verarschen!?”

“War das nicht Harry Potter??”
“Hallo?? Harry Potter ist…”

“Der war Zauberer, das weiß ich noch genau!”
“Liebste! Harry Potter ist eine Romanfigur!”

“Wie heißt denn dieser berühmte Zauberer noch…”
“Reden wir noch von Cindy Crawford??”

“Natürlich! Ihr Mann war so ein schmaler, hagerer Typ.”
“Zauberer??”

“Ja.”
“Du meinst nicht zufällig David Copperfield??”

“Ja! Genau! Den meine ich!”
“Ähm…”

“Das war auch nur so ein PR-Gag!”
“Schatz, David Copperfield war mit Claudia Schiffer zusammen!”

“Schiffer, ach ja, genau! Siehste!”
“Ich brech zusammen…”

“Die waren auch nur wegen der Presse zusammen.”
“Aha, und…”

“…und bei dem Pocher ist es genau dasselbe.”
“Du willst also allen Ernstes behaupten, dass Oliver Pocher…”

“…dass das alles nur ein PR-Rummel ist, genau.”
“Also das glaube ich nicht…”

“Na klar!”
“Das hat die doch gar nicht nötig, die, na, die…”

“Seine neue Freundin?”
“Ja, wie heißt die doch noch gleich…”

“Ich weiß, ich weiß es!”
“Und??”

“Sandy Meyer-Becker!”

Kopfschüttel…

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Viel zu grell!

1. Oktober 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste sitzt in der Küche am Tisch, als ich am Abend nach Hause komme.
Da sie jedoch die ganze Zeit – auch während ich sie begrüße – auffällig auf ihre Fingernägel schaut und dabei auch noch die Augenbrauen leicht nach oben zieht, klingelt es natürlich sofort bei mir:
Achtung! Aha! Jetzt bloß nichts falsch machen!

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße! Boah, deine Fingernägel sehen aber wieder toll aus!”

“Oh, ist dir das aufgefallen??”
“Ja, natürlich, sofort!”

“Habe ich vorhin neu gemacht.”
“Das hast du sehr gut gemacht, Liebste.”

“Danke.”
“Gerne.”

[Und?? War ich gut oder was?? Da hat die Liebste frisch lackierte Fingernägel und ich sehe es!
Noch schnell beglückwünscht und schon ist das Leben wieder schön! Denke ich zumindest...]

“Ach, was ich dir übrigens noch sagen wollte…”
“Was denn?”

“Die Lampe im Wohnzimmer ist kaputt.”
“Welche? Die unter der Decke??”

“Nein, die kleine auf dem Tisch.”
“Aha; naja, das ist ja nicht so schlimm.”

“Nicht schlimm?? Das ist eine Katastrophe!”
“Ähm, aber… Die Tischlampe haben wir doch nie an??”

“Zurecht.”
“Ähm…”

“Die ist ja auch viel zu grell, die ist ungemütlich.”
“Ja, ähm, aber…”

“Trotzdem musst du schnell eine neue Birne kaufen.”
“Aha, ja… Dann könnte ich ja auch gleich eine schwächere nehmen.”

“Nein! Es muss wieder genau so eine sein!”
“Eine helle Glühbirne??”

“Ja.”
“Aber…”

“Geht das? Ich meine, kann man solche Birnen noch kaufen?”
“Ja schon, denke ich, aber warum…”

“Sehr gut, kannst du das bitte schnell machen?”
“Aber ich muss noch mal fragen: ich dachte, das sei ungemütlich??”

“Ist es ja auch. Schrecklich. Gefällt mir gar nicht.”
“Aber warum kann ich denn dann keine schwache Birne nehmen??”

“Das hat ja nicht nur was mit dem Licht zu tun.”
“Sondern??”

“Die Lampe ist ohnehin hässlich.”
“Das sagst du nur, weil es MEINE ist und ich mich durchgesetzt habe!”

“Du hast dich nicht durchgesetzt, mir war das bloß nicht wichtig.”
“”Natürlich, natürlich! Wie großzügig von dir!”

“Aber ich gebe zu: ich brauche die helle Lampe eben manchmal.”
“Wofür??”

“Hallo?? Du hast doch eben meine Fingernägel selbst gesehen!?”
“Ach und dafür brauchst du ein starkes Licht in der Lampe??”

“Genau.”
“Und warum gehst du mit deinen Fingernägeln nicht in die Küche??”

“Warum denn in die Küche??”
“Weil es hier superhell ist vielleicht??”

“Wieso hell, was hat das denn damit jetzt zu tun??”
“Ähm… Damit du alles ganz genau sehen kannst??”

“Ach so, nein.”
“Nein??”

“Nein.”
“Und wofür zum Teufel brauchst du dann eine so helle Lampe??”

“Da trockne ich immer den Nagellack drunter!”

Kopfschüttel…

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