Meine Liebste und ich sitzen am Sonntagmorgen in der Küche, frühstücken eine Kleinigkeit und geben uns Mühe, wach zu werden.
Bis Tee und Kaffee ihre entsprechende Wirkung entfalten, dauert es wohl noch etwas; daher kann man die Situation als eher „still“ bezeichnen…
Die Liebste ist wohl noch sehr verschlafen.

„Schatz, ich werde gar nicht richtig wach…“
„Für deine Verhältnisse bist du ja auch früh auf, Süße.“

„Hä?“
„Naja, es ist gerade mal erst zehn Uhr.“

„Ich bin doch sonntags immer um diese Zeit wach!?“
„Pff, normalerweise dümpelst du doch bis elf Uhr im Bett rum!“

„Ja, aber da schlafe ich dann ja schon lange nicht mehr.“
„Aha; und was machst du dann in dieser Zeit?“

„Das wüsstest du, wenn du mal mit mir liegen bleiben würdest!“
„Nee, also das ist nichts für mich, ich muss dann aufstehen.“

„Ich schlummere dann, drehe mich hin und her, denke nach…“
„Nachdenken??“

„Ja, so über uns und so und alles.“
„Über uns, aha… Und heute nicht?“

„Nein, heute nicht.“
„Und warum heute nicht?“

„Warum fragst du mich das, willst du mich los werden??“
„Nein, nein, aber es interessiert mich eben!“

„Es gab heute nichts, worüber ich hätte nachdenken können.“
„Ist das jetzt gut oder schlecht, deiner Meinung nach?“

„Hm… Darüber muss ich mal nachdenken…“
„Ähm…“

„Ich geh wieder ins Bett!“

Kopfschüttel…