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Zwei Kreuze

28. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich verlassen das Gemeindezentrum, nach dem wir dort unsere Stimmen für die Bundestagswahl abgegeben haben.
Irgendwie werde ich ja das Gefühl nicht los, dass eigentlich nur Rentner wählen gehen… Naja, aber das ist eine andere Geschichte.

“Zwei Kreuze war doch richtig, oder??”
“Ja, Süße. Eins links, eins rechts.”

“OK, ich dachte schon, ich hätte mich vertan…”
“Wieso? Was hast du denn gewählt?”

“Was ich gewählt habe??”
“Was du gewählt hast, ja.”

“Das sage ich dir doch nicht!”
“Wie bitte??”

“Man sagt nicht, wen man wählt.”
“Aha, und warum nicht??”

“Weil… Weiß ich jetzt nicht, aber man sagt es eben nicht.”
“Du wirst deinem Freund doch wohl sagen können, wen…”

“Nein.”
“Warum nicht??”

“Was hast du denn gewählt??”
“Sag du zuerst!”

“Siehst du, du willst es mir auch nicht sagen!”
“Doch, aber ich habe dich ja wohl zuerst gefragt!”

“Das hat doch damit überhaupt gar nichts zu tun!?”
“Jetzt sag doch mal, ich sage es auch keinem weiter.”

“Das könntest du ruhig weitererzählen.”
“Was?”

“Wen ich gewählt habe.”
“Schön, und wen hast du gewählt??”

“Jetzt nerv mich nicht, lass uns lieber Eis essen gehen.”
“Ich möchte doch nur deinen politischen Standpunkt wissen!”

“Den weißt du doch!”
“Nein, weiß ich nicht!?”

“Und worüber haben wir neulich noch gesprochen??”
“Worüber denn??”

“Über das mit den Atomkraftwerken.”
“Ach ja, und was soll das jetzt, ich meine…”

“Da habe ich gesagt: Atomkraftwerke sind blöd.”
“Ja… Stimmt, das hast du gesagt.”

“Na dann weißt du doch alles!”
“Ähm… Das heißt, du wählst also die Grünen??”

“DAS habe ich nicht gesagt.”
“Nein, aber das mit den Atomkraftwerken, also…”

“Die Grünen sind ja nicht die Einzigen gegen Atomkraft.”
“Also hast du NICHT die Grünen gewählt?”

“Das ist bloß eine Vermutung von dir.”
“Ja, aber ist meine denn Vermutung richtig??”

“Nein.”
“Aha, also hast du doch die Grünen gewählt!?”

“Vielleicht.”
“Liebste!!”

“Was denn??”
“Sagst du mir nun, wen du gewählt hast, oder nicht?!”

“Na schön, also ich habe nicht die Grünen gewählt.”
“Aha.”

“Reicht das jetzt?”
“Nein!”

“Ich sage es dir sowieso nicht!”
“Und warum nicht??”

“Weil du dich dann über mich lustig machst.”
“Demnach hast du also die Rentnerpartei gewählt??”

“Siehst du, ich wusste es doch! Blödmann!!”
“Entschuldige, aber du provozierst das ja wohl auch!”

“Ich habe eine Partei mit drei Buchstaben gewählt.”
“Aha! Also nicht die Linken, Rentner, Piraten oder Tierschutzpartei??”

“Es gibt eine Tierschutzpartei??”
“Ähm, ja, die gibt es…”

“Und was machen die??”
“Na was macht wohl die TIERSCHUTZPARTEI!?”

“Ach so…”
“Mann, Mann, Mann, also manchmal, da…”

“Na und?? Ich wusste nicht, dass es die gibt!”
“Kannst ja wieder rein gehen und deinen Wahlzettel korrigieren…”

“Geht denn das??”
“NEIN!”

“Ist auch egal, ich bleibe bei meiner Wahl.”
“OK, und was ist es nun? CDU, FDP, SPD, ÖDP?”

“Nee.”
“Sondern??”

“ARD, ZDF, C&A.”
“Was??”

“BRD, DDR und USA; BSE, HIV und DRK.”
“Wer??”

“SOS, 110 – tatütata.”
“Ist das nicht dieses kranke Lied von den Fanta Vier??”

“GBR, GmbH – du kannst mich mal!! So, und jetzt Eis essen.”

Kopfschüttel…

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Das wäre ja Quatsch!

24. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste sitzt zuhause auf dem Sofa, als ich am Abend nach Hause komme.
Das an sich wäre ja noch nichts Ungewöhnliches, allerdings hat sie sich in eine dicke Decke eingemummelt und diese bis zur Nasenspitze nach oben gezogen.
Da stimmt doch was nicht??

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, ähm…”

“Was ist?”
“Ähm, bist du krank?”

“Nee, wieso?”
“Naja, weil du dich in die Decke eingewickelt hast??”

“Nee, mit mir ist alles in Ordnung.”
“Aha.”

“Wieso?”
“Naja, es sind, ähm… 22 Grad hier drin??”

“Ja, ich weiß.”
“Und??”

“Mir ist aber trotzdem kalt.”
“Aha, ja… Und, ähm… Soll ich vielleicht die Heizung anmachen?”

“Nee, das wäre ja Quatsch.”
“Ja, aber ich dachte, dir sei kalt?”

“Ja, aber du kannst doch nicht die Heizung anmachen!”
“Und warum nicht??”

“Es ist doch warm genug hier, 22 Grad reichen doch völlig!”
“Aber Liebste, du hast doch gesagt, dass dir kalt sei??”

“Mir schon, aber hier im Wohnzimmer ist es warm.”
“Aha…”

“Das hört sich schon wieder so an, als sei ich total blöd!”
“Nein, nein, das, ähm… Das…”

“Warum stotterst du denn dann so rum??”
“Naja, ich verstehe eben nicht, warum dir kalt ist!?”

“Es darf mir doch wohl mal kalt sein, oder nicht??”
“Jaja schon, aber…”

“Ich schreibe dir ja auch nicht vor, wann es dir warm sein muss!”
“Entschuldige, ich wollte ja nur mal fragen!”

“Mir ist kalt, obwohl es hier warm ist. Was dagegen??”
“Nein, ich habe nichts dagegen!”

“Dann ist ja gut.”
“Alles klar, alles klar. Vergiss einfach, dass ich gefragt habe.”

“Was hast du gesagt?”
“Sehr gut. So. Und jetzt?”

“Was und jetzt??”
“Wollen wir vielleicht zusammen was essen?”

“Oh ja!”
“Gut, dann lass uns in die Küche gehen.”

“Das geht nicht.”
“So?? Und warum nicht??”

“Weil es in der Küche kalt ist.”
“Ähm…”

“Du weißt doch, dass mir jetzt schon kalt ist!”
“Tja, ähm… Soll ich dann in der Küche die Heizung anmachen??”

Blödmann! Veräppeln kann ich mich auch alleine!!”

Kopfschüttel…

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Liebstes Kausalkette

21. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen während eines Sonntagsausfluges auf einer kleinen Bank am Steinhuder Meer; hier erholen wir uns nach einem langen Spaziergang und lassen die Blicke über das seichte Wasser gleiten.
Während ich meine Beine lang mache, kramt die Liebste in ihrer Handtasche herum.

“Ach Schatz, ich wollte dir noch was erzählen.”
“So? Was denn, Süße?”

“Ich weiß jetzt, was eine Kausalkette ist.”
“Ähm… Was bitte?”

“Eine Kausalkette.”
“Gehört habe ich dich wohl, aber verstanden nicht!?”

“Eine Kausalkette ist…”
“Ursache und Wirkung, ich weiß, danke.”

“…ist eine Kette von zusammenhängenden Ereignissen.”
“Schön, und was soll mir das jetzt sagen??”

“Ich kannte das bisher nur in der Theorie.”
“Aha, und jetzt?”

“Jetzt kenne ich das auch aus der Praxis.”
“Liebste, du sprichst schon wieder in Rätseln!”

“Ich meine, Sachen gibt´s…”
“Jetzt machst du mich aber neugierig, was ist denn!?”

“Gestern habe ich mit Birgit telefoniert.”
“Ja, und?”

“…und da musste ich plötzlich tierisch lachen!”
“”Schön, und?”

“…und dabei ist mir das Telefon runtergefallen.”
“Unser Telefon zuhause??”

“Ja, und dabei sind dann die Batterien raus gekullert.”
“Die Batterien??”

“Ich musste dann mit meinem Handy weitertelefonieren.”
“Wieso?? Ging das Telefon nicht mehr??”

“Weiß ich nicht, habe ich gar nicht ausprobiert.”
“Schatz!”

“Jetzt lass mich doch mal weitererzählen!”
“Aber…”

“Auf jeden Fall habe ich die Batterien dann weiterverwendet.”
“Was?? Wofür??”

“Die habe ich in meinen alten Walkman gesteckt.”
“Du hast einen Walkman??”

“Ja, so einen noch mit Kassetten.”
“Ähm…”

“Und da war tatsächlich noch eine drin!”
“Aha…”

“Da war mein Lieblingslied von Chesney Hawkes drauf!”
“Wer??”

“Na Chesney Hawkes, damals, habe ich dir doch erzählt!”
“Kann sein, allerdings verstehe ich immer noch nicht, was…”

“Und dabei bin ich dann durch die Wohnung getanzt!”
“Liebste, um nochmal auf das Telefon zurückzukommen, ähm…”

“Jetzt lass doch mal das doofe Telefon!”
“Aber…”

“…und dann habe ich leider auf die Fernbedienung getreten.”
“Auf welche Fernbedienung??”

“Vom Fernseher.”
“Aber die liegt doch normalerweise nicht auf dem Boden rum??”

“Nee, aber auf dem Sofa.”
“Soll das heißen, dass du…”

“Ich bin auf dem Soja rumgehopst, ja.”
“Zu Cheesy Hakes??”

“Er heißt Chesney Hawkes, nicht Cheesy!”
“Von mir aus kann der heißen, wie er will!”

“Naja, auf jeden Fall ging dann der Fernseher an.”
“Sag mal, geht das jetzt noch lange so weiter??”

“Nein, nein, bin gleich fertig.”
“Passiert noch irgendwas Schlimmes??”

“Nein, wieso?”
“Ach, nur so…”

“Also der Fernseher ging an und rate mal, was da lief!”
“Ein Bericht über Männer, die von ihren Frauen tyrannisiert werden??”

“Nein.”
“Was denn??”

“So ein Gewinnspiel, wo Tiernamen in Texten versteckt sind.”
“Auf 9Live??”

“Ja, genau!”
“Schatz, würdest du jetzt bitte endlich zum Punkt kommen…”

“Wieso, hast du es eilig?”
“Nein, aber…”

“Jetzt lass mich doch mal erzählen, das ist doch echt witzig!”
“Also Tiernamen im Text versteckt, und dann?”

“Dann habe ich die Ente entdeckt!”
“Aha, du hast also eine Ente entdeckt. Mein Puls geht auf 180.”

“Und dann habe ich da schnell angerufen.”
“Aber das Telefon war doch…”

“Mit meinem Handy, mit meinem Handy habe ich angerufen!”
“Ach so, aha… Hast du etwa was gewonnen??”

“Nee.”
“Schatz! Warum erzählst du mir diesen ganzen Kram??”

“Jetzt warte doch mal ab!”
“Also gut, eine Minute halte ich es noch ohne Tabletten aus…”

“Auf jeden Fall hatte ich eine Glückssträhne.”
“Aber ich dachte, du wärst gar nicht durchgekommen??”

“Nein, aber trotzdem.”
“Aha…”

“Deswegen bin ich dann gleich zum Kiosk gerannt.”
“Zum Kiosk??”

“Ja, um noch schnell Lotto zu spielen, wegen dem Jackpot.”
“Du hast Lotto gespielt?? Willst du etwa sagen, dass du…”

“Dass ich gewonnen habe?”
“Hast du etwa??”

“Nein.”
“Himmel, ich breche zusammen…”

“Aber im Kiosk habe ich auch einen Negerkuss für dich gekauft.”
“Für mich??”

“Ja, so einen großen, die magst du doch?”
“Die mag ich, ja, und wo ist er jetzt??”

“In meiner Handtasche.”
“In deiner Tasche?? In der da??”

“Ja.”
“Und, ähm…”

“Ich habe ihn vergessen gestern.”
“Na schön, das ist ja sehr lieb von dir, aber was…”

“Also das tut mir wirklich sehr leid jetzt…”
“Was! Was tut dir leid??”

“Dass er da immer noch drin ist.”
“Wieso tut dir das leid??”

“Weil ich deinen Autoschlüssel wohl darin versenkt habe…”
“Was??”

“Ich sollte den Schlüssel doch nehmen, hast du gesagt!”
“Du solltest ihn in deine Tasche tun, ja! Und??”

“Naja, es sind 26 Grad und Sonne und da ist dann wohl…”
“Sag jetzt nicht, dass der Negerkuss geschmolzen ist…”

“Doch, in der Tüte. Und dein Schlüssel ist leider unter dem…”
“Schatz, ich werde noch wahnsinnig!!”

“Das ist aber noch nicht das Schlimmste…”
“Hallo?? So ein blöder Autoschlüssel kostet 300 Euro!”

“Den kriegst du schon wieder sauber.”
“Hoffentlich! Wir sind nämlich 70 Kilometer von zuhause weg!”

“Ich helfe dir ja dabei.”
“Na toll! Und überhaupt! Was ist denn noch schlimmer, als das??”

“Das Ende der Kausalkette.”
“Wieso?? War das etwa noch nicht das Ende??”

“Nein.”
“Nicht?? Was kann denn jetzt noch kommen??”

“Das ist eben Ursache und Wirkung, ich kann nichts dafür!”
“Schatz! WAS ist noch!?”

“Der Negerkuss war für einen ganz bestimmten Zweck…”
“Für welchen Zweck denn??”

“Um dich zu beruhigen, wenn ich es dir sage.”
“Mir sagen?? Was willst du mir denn sagen??”

“Dass auf dem Sofa nicht nur die Fernbedienung lag…”
“Nicht?? Und was lag da noch, bitte??”

“Da lag noch eine von deinen geliebten James Bond DVDs…”
“Und??”

“Sorry, aber das kam nur wegen der blöden Kausalkette!”

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Was mit Tieren

17. September 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind im Auto unterwegs nach Bremerhaven, wo wir uns mit Freunden treffen wollen.
Während der Fahrt werden natürlich die neuesten Geschichten ausgetauscht und ab und zu bleibt dann auch mal Raum für Zukunftsplanung…

“Schatz, weißt du, was ich mir schon lange überlege?”
“Nein, Liebste. Was denn?”

“Ich glaube, ich würde gerne mal was Ehrenamtliches machen.”
“Du??”

“Wie meinst du denn das, warum denn nicht ich??”
“Naja, ich meine, du hast doch so schon kaum Zeit übrig.”

“Du weißt ja noch gar nicht, was ich machen will!”
“Ach so, und was willst du machen?”

“Ich weiß nicht.”
“Ähm…”

“Ich habe ein paar Ideen, aber so richtig nicht…”
“Und was sind deine Ideen??”

“Vielleicht was mit Tieren.”
“Mit Tieren??”

“Ja, so Gassi gehen am Tierheim oder so.”
“Aha…”

“Oder im Seniorenbereich was.”
“Im Altenheim??”

“Ja, so den Omis Geschichten vorlesen oder so.”
“Hm…”

“Oder beim Roten Kreuz.”
“Blutspenden abzapfen??”

“Ja, vielleicht.”
“Naja, ich weiß ja nicht… Solange es keine Pfadfindergruppe ist…”

“Hast du etwa was gegen Pfadfinder??”
“Nein, überhaupt nicht, aber DICH sehe ich da nicht, irgendwie…”

“So?? Wo siehst du mich denn??”
“Hm, tja…”

“Was könnte ich denn mal machen?”
“Ja, also… Vielleicht was mit Kindern?”

“Das kommt überhaupt gar nicht in Frage.”
“Ach! Nicht?? Ich dachte, du magst Kinder??”

“Mag ich ja auch.”
“Aber dich um Kinder in Not kümmern willst du nicht??”

“Doch, aber das tue ich ja schon längst.”
“Ach so?? Davon weiß ich ja gar nichts??”

“Da hätte ich auch schon längst einen Orden für verdient.”
“Aha, und wofür jetzt bitte??”

“Ich muss mich um dich kümmern, das reicht fürs Erste.”

Kopfschüttel…

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Rumgefummelt

14. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Sonntagabend im Bett und bereiten uns auf die baldige Nachtruhe vor.
Während ich mich noch eben schnell mit meinem Wecker beschäftige, liegt die Liebste neben mir und schaut mir aufmerksam zu.

“Schatz, stehst du morgen auf, wie immer?”
“Ja, Süße.”

“Warum musst du denn dann den Wecker neu stellen??”
“Ich stelle ihn nicht, ich kontrolliere ihn nur.”

“Bist du denn Freitag zu einer anderen Zeit aufgestanden?”
“Nein, wieso?”

“Wieso kontrollierst du dann den Wecker??”
“Wieso denn nicht??”

“Naja, ich meine, wer soll ihn denn verstellt haben??”
“Ähm…”

“Wenn, dann kannst du das ja nur selber gewesen sein.”
“Ich habe den Wecker nicht verstellt.”

“Sage ich ja, das finde ich nicht nett!”
“Hä? Was?? Was findest du denn jetzt nicht nett??”

“Dass du prüfst, ob einer an deinem Wecker rumgefummelt hat!”
“Aber…”

“…denn das könnte dann ja nur ich gewesen sein!”
“Du??”

“Wer denn sonst! Du glaubst, ich hätte deinen Wecker verstellt!”
“Quatsch!”

“Du kontrollierst mich!”
“Wie bitte?? Nur, weil ich meinen Wecker prüfe??”

“Wenn du dir sicher wärst, bräuchtest du das ja nicht!”
“Liebste, ich schaue doch einfach nur nach, ob…”

“Ich habe deinen Wecker nicht verstellt!”
“Das glaube ich dir ja auch!”

“Jetzt! Jetzt vielleicht, eben aber nicht!”
“Hör mal, ich vertraue dir voll und ganz, es ist anders!”

“So?? Wie ist es denn??”
“Ich vertraue mir selbst nicht, DESWEGEN schaue ich nach!”

“Du vertraust dir selber nicht?? Wer soll das denn glauben??”
“Manchmal vergesse ich Sachen oder bin schusselig oder…”

“Das stimmt allerdings.”
“Schön! Bist du jetzt endlich zufrieden, ja??”

“Nein.”
“Nein?? Warum denn nicht??”

“Weil du mich total verunsichert hast, du Blödmann!”
“Schatz, weder kontrolliere ich dich, noch misstraue ich dir!”

“Jaja, das weiß ich.”
“Aha. Und was ist es dann??”

“Ich muss meinen Wecker jetzt auch kontrollieren…”

Kopfschüttel…

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Du warst doch einverstanden?

10. September 2009, aus der Schublade Familie und Feste

Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer am Tisch und packen Geschenke für einen Doppelgeburtstag ein, zu dem wir in Kürze eingeladen sind.
Während ich mich dem Zuschneiden und Verkleben des Papiers widmen muss, beschäftigt sich meine Liebste mit den filigranen Details des Verschönerns mit Schleifen, Aufklebern und Glitterkrams.

“Schatz, machst du das da auch ordentlich?”
“Natürlich, Süße.”

“Das sieht mir aber nicht so aus!”
“Wieso??”

“Schau mal da, da guckt ja noch was raus!”
“Wo??”

“Na da!”
“Oh…”

“Mann, dann kann ich es ja gleich selber machen!”
“Hör auf zu meckern, das ist gar nicht so leicht hier!”

“Dass Männer nicht mal ein Geschenk schön einpacken können!”
“Kann ich ja, aber dieses hier hat so eine blöde Form!”

“Das hat gar keine blöde Form, das ist sehr schön ist das!”
“Wer verschenkt schon einen Postkartenständer…”

“Der ist super und du weißt genau, dass das zusammen gehört!”
“Ja doch…”

“…weil da die Bilder drauf kommen, die wir gemacht haben.”
“Ja, ja…”

“Da warst du doch mit einverstanden, oder nicht??”
“Doch…”

“Und zusammen mit den zwei Gläsern und dem Sekt und alles…”
“Sehr schön, ja.”

“Bei dir hört sich das an, als wäre das total doof!”
“Nein, also, ähm…”

“Ich erinnere noch einmal an deinen Vorschlag!”
“Brauchst du nicht, danke.”

“Einen großen Sack Möhren, weil das gesund sei. Pff!”
“Das war doch nur ein Witz!?”

“Bei dir weiß man das nie so genau.”
“Ich habe nur gesagt, dass das Ding hier schwer einzupacken ist!”

“Aber nur, weil du dir überhaupt gar keine Mühe gibst!”
“Das knittert überall und reißt ein und…”

“Du musst das da oben umklappen und dann einmal rum!”
“Wo?”

“Himmel! Dann kann ich es ja doch besser selber machen!”
“Dann mach doch!”

“Und was machst du dann?”
“Wie, was soll das heißen, was mache ich dann!?”

“Wir wollten das doch zusammen machen!”
“Aber ich mache es ja wieder mal nicht gut genug für Madame!”

“Es geht nicht um mich, sondern um Bea und Jörg!”
“Jörg wird da nichts auszusetzen haben…”

“Bea aber schon!”
“Gut, dann packe ich Jörgs Geschenk ein und du das für Bea.”

“Das geht ja gar nicht.”
“Wieso nicht??”

“Weil das doch ein Pärchengeschenk für zwei wird!”
“Ich glaube nicht, dass Jörg das überhaupt bemerken wird…”

“Wird er wohl!”
“Wird er nicht.”

“Doch!”
“Nein!”

“Das ist doch offensichtlich, also Bea wird das sofort sehen!”
“Nur, weil du ihr seit Tagen was von Pärchengeschenken erzählst.”

“Ich wollte doch nur die Vorfreude steigern, und die Spannung??”
“Ich glaube, dass du bloß wieder deine Klappe nicht halten konntest.”

“Ich rede nun mal gerne mit meinen Freundinnen!”
“Ich weiß, ja… Arcor freut sich jeden Monat darüber…”

“Fang nicht wieder mit dieser lächerlichen Telefonrechnung an!”
“Ist doch wahr, wieso rufst du ständig auf Handys an??”

“Aber die rufen mich doch auch immer auf meinem Handy an??”
“Ach! Und deswegen musst du das auch machen, oder was??”

“Lass mich doch!”
“Ich lasse dich ja auch, ich sage es ja nur!”

“Am besten wäre es, du sagst einfach mal gar nichts!”
“Gut, sage ich eben nichts mehr!”

“-”
“-”

“Ein Pärchengeschenk ist schön.”
“Schön.”

“Und Bea und Jörg werden sich sehr darüber freuen. So!”
“Freuen.”

“Trotzdem würden die UNS nie ein Pärchengeschenk schenken.”
“Aha? Und warum das??”

“Weil die das wissen.”
“Was wissen die denn??”

“Dass du das gar nicht bemerken würdest!”

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Hin und her

7. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am Sonntagmorgen in der Küche, frühstücken eine Kleinigkeit und geben uns Mühe, wach zu werden.
Bis Tee und Kaffee ihre entsprechende Wirkung entfalten, dauert es wohl noch etwas; daher kann man die Situation als eher “still” bezeichnen…
Die Liebste ist wohl noch sehr verschlafen.

“Schatz, ich werde gar nicht richtig wach…”
“Für deine Verhältnisse bist du ja auch früh auf, Süße.”

“Hä?”
“Naja, es ist gerade mal erst zehn Uhr.”

“Ich bin doch sonntags immer um diese Zeit wach!?”
“Pff, normalerweise dümpelst du doch bis elf Uhr im Bett rum!”

“Ja, aber da schlafe ich dann ja schon lange nicht mehr.”
“Aha; und was machst du dann in dieser Zeit?”

“Das wüsstest du, wenn du mal mit mir liegen bleiben würdest!”
“Nee, also das ist nichts für mich, ich muss dann aufstehen.”

“Ich schlummere dann, drehe mich hin und her, denke nach…”
“Nachdenken??”

“Ja, so über uns und so und alles.”
“Über uns, aha… Und heute nicht?”

“Nein, heute nicht.”
“Und warum heute nicht?”

“Warum fragst du mich das, willst du mich los werden??”
“Nein, nein, aber es interessiert mich eben!”

“Es gab heute nichts, worüber ich hätte nachdenken können.”
“Ist das jetzt gut oder schlecht, deiner Meinung nach?”

“Hm… Darüber muss ich mal nachdenken…”
“Ähm…”

“Ich geh wieder ins Bett!”

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Ich will eben sicher sein

3. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am heutigen Abend im Café del Sol nahe dem Weserpark auf der Sonnenterasse und trinken Cocktails.
Eigentlich wollten wir ja ins Kino gehen, aber wir haben spontan beschlossen, das auf ein anderes Mal zu verschieben und lieber noch ein paar letzte Sonnenstrahlen zu genießen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich glaube, ich muss mal aufs Klo eben schnell.”
“Das ist schön, dann wünsche ich dir viel Spaß…”

“Nein, jetzt mal ehrlich!”
“Ja, und? Geh doch einfach?”

“Passt du dann bitte auf meine Tasche auf so lange?”
“Ja.”

“Nee, jetzt mal wirklich!”
“Ja, ich passe auf deine Tasche auf!”

“Da ist viel Geld im Portmonee und ich möchte nicht, dass…”
“Liebste! Geh einfach aufs Klo, hier kommt nichts weg.”

“Na schön, aber dann nimm meine Tasche bitte.”
“Was??”

“Hier, nimm die in die Hand, ja?”
“Och nee!”

“Doch, hinterher nimmt die einfach einer von der Bank weg!”
“Hallo?? Ich sitze doch hier daneben!”

“Aber wenn der Dieb weg läuft, kommst du ja nicht hinterher.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Naja, ich meine, schnell rennen kannst du doch nicht, oder?”
“Woher willst du denn das wissen??”

“Och, würde ich jetzt mal so annehmen, weil…”
“Sag es nicht!”

“Na schön…”
“Geh jetzt endlich aufs Klo.”

“Nimm aber erst meine Tasche bitte.”
“Weißt du was, nimm sie doch einfach selber mit!?”

“Ich werde dich ja wohl mal um einen Gefallen bitten dürfen?!”
“Klar darfst du das, ich mache es ja auch!”

“Aber nicht richtig.”
“Deine Tasche kommt hier nicht weg! Reicht das nicht??”

“Ich will eben sicher sein, dass sie nicht weg kommt.”
“Dann bleibt dir aber nur, sie selbst mitzunehmen. Basta!”

“Also schön, dann lasse ich sie eben hier bei dir.”
“Dass sowas immer so schwierig sein muss!”

“Wieso, was ist denn hier schwierig??”
“Du könntest schon längst wieder da sein.”

“Geht dem Herren das hier wieder nicht schnell genug??”
“Ich meine nur, dass wir immer alles diskutieren müssen!”

“Weil ich dich EINMAL bitte, auf meine Tasche aufzupassen??”
“Es geht ja nicht um die Tasche, es geht um…”

“Nein, es geht um dich, das habe ich schon verstanden!”
“Um mich?? Um DICH geht es!”

“Wieso um mich denn??”
“Weil DU kein Vertrauen zu mir hast!”

“Habe ich doch, sonst würde ich dir nicht meine Tasche geben!”
“Und warum hat das dann irgendwie so einen faden Beigeschmack??”

“Das kann ich dir sagen, das liegt aber nicht an mir!”
“So?? Und woran dann, bitte??”

“An deinem Cocktail, woran sonst??”

Kopfschüttel…

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Zwei Kreuze

28. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich verlassen das Gemeindezentrum, nach dem wir dort unsere Stimmen für die Bundestagswahl abgegeben haben.
Irgendwie werde ich ja das Gefühl nicht los, dass eigentlich nur Rentner wählen gehen… Naja, aber das ist eine andere Geschichte.

“Zwei Kreuze war doch richtig, oder??”
“Ja, Süße. Eins links, eins rechts.”

“OK, ich dachte schon, ich hätte mich vertan…”
“Wieso? Was hast du denn gewählt?”

“Was ich gewählt habe??”
“Was du gewählt hast, ja.”

“Das sage ich dir doch nicht!”
“Wie bitte??”

“Man sagt nicht, wen man wählt.”
“Aha, und warum nicht??”

“Weil… Weiß ich jetzt nicht, aber man sagt es eben nicht.”
“Du wirst deinem Freund doch wohl sagen können, wen…”

“Nein.”
“Warum nicht??”

“Was hast du denn gewählt??”
“Sag du zuerst!”

“Siehst du, du willst es mir auch nicht sagen!”
“Doch, aber ich habe dich ja wohl zuerst gefragt!”

“Das hat doch damit überhaupt gar nichts zu tun!?”
“Jetzt sag doch mal, ich sage es auch keinem weiter.”

“Das könntest du ruhig weitererzählen.”
“Was?”

“Wen ich gewählt habe.”
“Schön, und wen hast du gewählt??”

“Jetzt nerv mich nicht, lass uns lieber Eis essen gehen.”
“Ich möchte doch nur deinen politischen Standpunkt wissen!”

“Den weißt du doch!”
“Nein, weiß ich nicht!?”

“Und worüber haben wir neulich noch gesprochen??”
“Worüber denn??”

“Über das mit den Atomkraftwerken.”
“Ach ja, und was soll das jetzt, ich meine…”

“Da habe ich gesagt: Atomkraftwerke sind blöd.”
“Ja… Stimmt, das hast du gesagt.”

“Na dann weißt du doch alles!”
“Ähm… Das heißt, du wählst also die Grünen??”

“DAS habe ich nicht gesagt.”
“Nein, aber das mit den Atomkraftwerken, also…”

“Die Grünen sind ja nicht die Einzigen gegen Atomkraft.”
“Also hast du NICHT die Grünen gewählt?”

“Das ist bloß eine Vermutung von dir.”
“Ja, aber ist meine denn Vermutung richtig??”

“Nein.”
“Aha, also hast du doch die Grünen gewählt!?”

“Vielleicht.”
“Liebste!!”

“Was denn??”
“Sagst du mir nun, wen du gewählt hast, oder nicht?!”

“Na schön, also ich habe nicht die Grünen gewählt.”
“Aha.”

“Reicht das jetzt?”
“Nein!”

“Ich sage es dir sowieso nicht!”
“Und warum nicht??”

“Weil du dich dann über mich lustig machst.”
“Demnach hast du also die Rentnerpartei gewählt??”

“Siehst du, ich wusste es doch! Blödmann!!”
“Entschuldige, aber du provozierst das ja wohl auch!”

“Ich habe eine Partei mit drei Buchstaben gewählt.”
“Aha! Also nicht die Linken, Rentner, Piraten oder Tierschutzpartei??”

“Es gibt eine Tierschutzpartei??”
“Ähm, ja, die gibt es…”

“Und was machen die??”
“Na was macht wohl die TIERSCHUTZPARTEI!?”

“Ach so…”
“Mann, Mann, Mann, also manchmal, da…”

“Na und?? Ich wusste nicht, dass es die gibt!”
“Kannst ja wieder rein gehen und deinen Wahlzettel korrigieren…”

“Geht denn das??”
“NEIN!”

“Ist auch egal, ich bleibe bei meiner Wahl.”
“OK, und was ist es nun? CDU, FDP, SPD, ÖDP?”

“Nee.”
“Sondern??”

“ARD, ZDF, C&A.”
“Was??”

“BRD, DDR und USA; BSE, HIV und DRK.”
“Wer??”

“SOS, 110 – tatütata.”
“Ist das nicht dieses kranke Lied von den Fanta Vier??”

“GBR, GmbH – du kannst mich mal!! So, und jetzt Eis essen.”

Kopfschüttel…

72 Kommentare »

Das wäre ja Quatsch!

24. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste sitzt zuhause auf dem Sofa, als ich am Abend nach Hause komme.
Das an sich wäre ja noch nichts Ungewöhnliches, allerdings hat sie sich in eine dicke Decke eingemummelt und diese bis zur Nasenspitze nach oben gezogen.
Da stimmt doch was nicht??

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, ähm…”

“Was ist?”
“Ähm, bist du krank?”

“Nee, wieso?”
“Naja, weil du dich in die Decke eingewickelt hast??”

“Nee, mit mir ist alles in Ordnung.”
“Aha.”

“Wieso?”
“Naja, es sind, ähm… 22 Grad hier drin??”

“Ja, ich weiß.”
“Und??”

“Mir ist aber trotzdem kalt.”
“Aha, ja… Und, ähm… Soll ich vielleicht die Heizung anmachen?”

“Nee, das wäre ja Quatsch.”
“Ja, aber ich dachte, dir sei kalt?”

“Ja, aber du kannst doch nicht die Heizung anmachen!”
“Und warum nicht??”

“Es ist doch warm genug hier, 22 Grad reichen doch völlig!”
“Aber Liebste, du hast doch gesagt, dass dir kalt sei??”

“Mir schon, aber hier im Wohnzimmer ist es warm.”
“Aha…”

“Das hört sich schon wieder so an, als sei ich total blöd!”
“Nein, nein, das, ähm… Das…”

“Warum stotterst du denn dann so rum??”
“Naja, ich verstehe eben nicht, warum dir kalt ist!?”

“Es darf mir doch wohl mal kalt sein, oder nicht??”
“Jaja schon, aber…”

“Ich schreibe dir ja auch nicht vor, wann es dir warm sein muss!”
“Entschuldige, ich wollte ja nur mal fragen!”

“Mir ist kalt, obwohl es hier warm ist. Was dagegen??”
“Nein, ich habe nichts dagegen!”

“Dann ist ja gut.”
“Alles klar, alles klar. Vergiss einfach, dass ich gefragt habe.”

“Was hast du gesagt?”
“Sehr gut. So. Und jetzt?”

“Was und jetzt??”
“Wollen wir vielleicht zusammen was essen?”

“Oh ja!”
“Gut, dann lass uns in die Küche gehen.”

“Das geht nicht.”
“So?? Und warum nicht??”

“Weil es in der Küche kalt ist.”
“Ähm…”

“Du weißt doch, dass mir jetzt schon kalt ist!”
“Tja, ähm… Soll ich dann in der Küche die Heizung anmachen??”

Blödmann! Veräppeln kann ich mich auch alleine!!”

Kopfschüttel…

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Liebstes Kausalkette

21. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen während eines Sonntagsausfluges auf einer kleinen Bank am Steinhuder Meer; hier erholen wir uns nach einem langen Spaziergang und lassen die Blicke über das seichte Wasser gleiten.
Während ich meine Beine lang mache, kramt die Liebste in ihrer Handtasche herum.

“Ach Schatz, ich wollte dir noch was erzählen.”
“So? Was denn, Süße?”

“Ich weiß jetzt, was eine Kausalkette ist.”
“Ähm… Was bitte?”

“Eine Kausalkette.”
“Gehört habe ich dich wohl, aber verstanden nicht!?”

“Eine Kausalkette ist…”
“Ursache und Wirkung, ich weiß, danke.”

“…ist eine Kette von zusammenhängenden Ereignissen.”
“Schön, und was soll mir das jetzt sagen??”

“Ich kannte das bisher nur in der Theorie.”
“Aha, und jetzt?”

“Jetzt kenne ich das auch aus der Praxis.”
“Liebste, du sprichst schon wieder in Rätseln!”

“Ich meine, Sachen gibt´s…”
“Jetzt machst du mich aber neugierig, was ist denn!?”

“Gestern habe ich mit Birgit telefoniert.”
“Ja, und?”

“…und da musste ich plötzlich tierisch lachen!”
“”Schön, und?”

“…und dabei ist mir das Telefon runtergefallen.”
“Unser Telefon zuhause??”

“Ja, und dabei sind dann die Batterien raus gekullert.”
“Die Batterien??”

“Ich musste dann mit meinem Handy weitertelefonieren.”
“Wieso?? Ging das Telefon nicht mehr??”

“Weiß ich nicht, habe ich gar nicht ausprobiert.”
“Schatz!”

“Jetzt lass mich doch mal weitererzählen!”
“Aber…”

“Auf jeden Fall habe ich die Batterien dann weiterverwendet.”
“Was?? Wofür??”

“Die habe ich in meinen alten Walkman gesteckt.”
“Du hast einen Walkman??”

“Ja, so einen noch mit Kassetten.”
“Ähm…”

“Und da war tatsächlich noch eine drin!”
“Aha…”

“Da war mein Lieblingslied von Chesney Hawkes drauf!”
“Wer??”

“Na Chesney Hawkes, damals, habe ich dir doch erzählt!”
“Kann sein, allerdings verstehe ich immer noch nicht, was…”

“Und dabei bin ich dann durch die Wohnung getanzt!”
“Liebste, um nochmal auf das Telefon zurückzukommen, ähm…”

“Jetzt lass doch mal das doofe Telefon!”
“Aber…”

“…und dann habe ich leider auf die Fernbedienung getreten.”
“Auf welche Fernbedienung??”

“Vom Fernseher.”
“Aber die liegt doch normalerweise nicht auf dem Boden rum??”

“Nee, aber auf dem Sofa.”
“Soll das heißen, dass du…”

“Ich bin auf dem Soja rumgehopst, ja.”
“Zu Cheesy Hakes??”

“Er heißt Chesney Hawkes, nicht Cheesy!”
“Von mir aus kann der heißen, wie er will!”

“Naja, auf jeden Fall ging dann der Fernseher an.”
“Sag mal, geht das jetzt noch lange so weiter??”

“Nein, nein, bin gleich fertig.”
“Passiert noch irgendwas Schlimmes??”

“Nein, wieso?”
“Ach, nur so…”

“Also der Fernseher ging an und rate mal, was da lief!”
“Ein Bericht über Männer, die von ihren Frauen tyrannisiert werden??”

“Nein.”
“Was denn??”

“So ein Gewinnspiel, wo Tiernamen in Texten versteckt sind.”
“Auf 9Live??”

“Ja, genau!”
“Schatz, würdest du jetzt bitte endlich zum Punkt kommen…”

“Wieso, hast du es eilig?”
“Nein, aber…”

“Jetzt lass mich doch mal erzählen, das ist doch echt witzig!”
“Also Tiernamen im Text versteckt, und dann?”

“Dann habe ich die Ente entdeckt!”
“Aha, du hast also eine Ente entdeckt. Mein Puls geht auf 180.”

“Und dann habe ich da schnell angerufen.”
“Aber das Telefon war doch…”

“Mit meinem Handy, mit meinem Handy habe ich angerufen!”
“Ach so, aha… Hast du etwa was gewonnen??”

“Nee.”
“Schatz! Warum erzählst du mir diesen ganzen Kram??”

“Jetzt warte doch mal ab!”
“Also gut, eine Minute halte ich es noch ohne Tabletten aus…”

“Auf jeden Fall hatte ich eine Glückssträhne.”
“Aber ich dachte, du wärst gar nicht durchgekommen??”

“Nein, aber trotzdem.”
“Aha…”

“Deswegen bin ich dann gleich zum Kiosk gerannt.”
“Zum Kiosk??”

“Ja, um noch schnell Lotto zu spielen, wegen dem Jackpot.”
“Du hast Lotto gespielt?? Willst du etwa sagen, dass du…”

“Dass ich gewonnen habe?”
“Hast du etwa??”

“Nein.”
“Himmel, ich breche zusammen…”

“Aber im Kiosk habe ich auch einen Negerkuss für dich gekauft.”
“Für mich??”

“Ja, so einen großen, die magst du doch?”
“Die mag ich, ja, und wo ist er jetzt??”

“In meiner Handtasche.”
“In deiner Tasche?? In der da??”

“Ja.”
“Und, ähm…”

“Ich habe ihn vergessen gestern.”
“Na schön, das ist ja sehr lieb von dir, aber was…”

“Also das tut mir wirklich sehr leid jetzt…”
“Was! Was tut dir leid??”

“Dass er da immer noch drin ist.”
“Wieso tut dir das leid??”

“Weil ich deinen Autoschlüssel wohl darin versenkt habe…”
“Was??”

“Ich sollte den Schlüssel doch nehmen, hast du gesagt!”
“Du solltest ihn in deine Tasche tun, ja! Und??”

“Naja, es sind 26 Grad und Sonne und da ist dann wohl…”
“Sag jetzt nicht, dass der Negerkuss geschmolzen ist…”

“Doch, in der Tüte. Und dein Schlüssel ist leider unter dem…”
“Schatz, ich werde noch wahnsinnig!!”

“Das ist aber noch nicht das Schlimmste…”
“Hallo?? So ein blöder Autoschlüssel kostet 300 Euro!”

“Den kriegst du schon wieder sauber.”
“Hoffentlich! Wir sind nämlich 70 Kilometer von zuhause weg!”

“Ich helfe dir ja dabei.”
“Na toll! Und überhaupt! Was ist denn noch schlimmer, als das??”

“Das Ende der Kausalkette.”
“Wieso?? War das etwa noch nicht das Ende??”

“Nein.”
“Nicht?? Was kann denn jetzt noch kommen??”

“Das ist eben Ursache und Wirkung, ich kann nichts dafür!”
“Schatz! WAS ist noch!?”

“Der Negerkuss war für einen ganz bestimmten Zweck…”
“Für welchen Zweck denn??”

“Um dich zu beruhigen, wenn ich es dir sage.”
“Mir sagen?? Was willst du mir denn sagen??”

“Dass auf dem Sofa nicht nur die Fernbedienung lag…”
“Nicht?? Und was lag da noch, bitte??”

“Da lag noch eine von deinen geliebten James Bond DVDs…”
“Und??”

“Sorry, aber das kam nur wegen der blöden Kausalkette!”

Kopfschüttel…

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Was mit Tieren

17. September 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind im Auto unterwegs nach Bremerhaven, wo wir uns mit Freunden treffen wollen.
Während der Fahrt werden natürlich die neuesten Geschichten ausgetauscht und ab und zu bleibt dann auch mal Raum für Zukunftsplanung…

“Schatz, weißt du, was ich mir schon lange überlege?”
“Nein, Liebste. Was denn?”

“Ich glaube, ich würde gerne mal was Ehrenamtliches machen.”
“Du??”

“Wie meinst du denn das, warum denn nicht ich??”
“Naja, ich meine, du hast doch so schon kaum Zeit übrig.”

“Du weißt ja noch gar nicht, was ich machen will!”
“Ach so, und was willst du machen?”

“Ich weiß nicht.”
“Ähm…”

“Ich habe ein paar Ideen, aber so richtig nicht…”
“Und was sind deine Ideen??”

“Vielleicht was mit Tieren.”
“Mit Tieren??”

“Ja, so Gassi gehen am Tierheim oder so.”
“Aha…”

“Oder im Seniorenbereich was.”
“Im Altenheim??”

“Ja, so den Omis Geschichten vorlesen oder so.”
“Hm…”

“Oder beim Roten Kreuz.”
“Blutspenden abzapfen??”

“Ja, vielleicht.”
“Naja, ich weiß ja nicht… Solange es keine Pfadfindergruppe ist…”

“Hast du etwa was gegen Pfadfinder??”
“Nein, überhaupt nicht, aber DICH sehe ich da nicht, irgendwie…”

“So?? Wo siehst du mich denn??”
“Hm, tja…”

“Was könnte ich denn mal machen?”
“Ja, also… Vielleicht was mit Kindern?”

“Das kommt überhaupt gar nicht in Frage.”
“Ach! Nicht?? Ich dachte, du magst Kinder??”

“Mag ich ja auch.”
“Aber dich um Kinder in Not kümmern willst du nicht??”

“Doch, aber das tue ich ja schon längst.”
“Ach so?? Davon weiß ich ja gar nichts??”

“Da hätte ich auch schon längst einen Orden für verdient.”
“Aha, und wofür jetzt bitte??”

“Ich muss mich um dich kümmern, das reicht fürs Erste.”

Kopfschüttel…

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Rumgefummelt

14. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Sonntagabend im Bett und bereiten uns auf die baldige Nachtruhe vor.
Während ich mich noch eben schnell mit meinem Wecker beschäftige, liegt die Liebste neben mir und schaut mir aufmerksam zu.

“Schatz, stehst du morgen auf, wie immer?”
“Ja, Süße.”

“Warum musst du denn dann den Wecker neu stellen??”
“Ich stelle ihn nicht, ich kontrolliere ihn nur.”

“Bist du denn Freitag zu einer anderen Zeit aufgestanden?”
“Nein, wieso?”

“Wieso kontrollierst du dann den Wecker??”
“Wieso denn nicht??”

“Naja, ich meine, wer soll ihn denn verstellt haben??”
“Ähm…”

“Wenn, dann kannst du das ja nur selber gewesen sein.”
“Ich habe den Wecker nicht verstellt.”

“Sage ich ja, das finde ich nicht nett!”
“Hä? Was?? Was findest du denn jetzt nicht nett??”

“Dass du prüfst, ob einer an deinem Wecker rumgefummelt hat!”
“Aber…”

“…denn das könnte dann ja nur ich gewesen sein!”
“Du??”

“Wer denn sonst! Du glaubst, ich hätte deinen Wecker verstellt!”
“Quatsch!”

“Du kontrollierst mich!”
“Wie bitte?? Nur, weil ich meinen Wecker prüfe??”

“Wenn du dir sicher wärst, bräuchtest du das ja nicht!”
“Liebste, ich schaue doch einfach nur nach, ob…”

“Ich habe deinen Wecker nicht verstellt!”
“Das glaube ich dir ja auch!”

“Jetzt! Jetzt vielleicht, eben aber nicht!”
“Hör mal, ich vertraue dir voll und ganz, es ist anders!”

“So?? Wie ist es denn??”
“Ich vertraue mir selbst nicht, DESWEGEN schaue ich nach!”

“Du vertraust dir selber nicht?? Wer soll das denn glauben??”
“Manchmal vergesse ich Sachen oder bin schusselig oder…”

“Das stimmt allerdings.”
“Schön! Bist du jetzt endlich zufrieden, ja??”

“Nein.”
“Nein?? Warum denn nicht??”

“Weil du mich total verunsichert hast, du Blödmann!”
“Schatz, weder kontrolliere ich dich, noch misstraue ich dir!”

“Jaja, das weiß ich.”
“Aha. Und was ist es dann??”

“Ich muss meinen Wecker jetzt auch kontrollieren…”

Kopfschüttel…

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Du warst doch einverstanden?

10. September 2009, aus der Schublade Familie und Feste

Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer am Tisch und packen Geschenke für einen Doppelgeburtstag ein, zu dem wir in Kürze eingeladen sind.
Während ich mich dem Zuschneiden und Verkleben des Papiers widmen muss, beschäftigt sich meine Liebste mit den filigranen Details des Verschönerns mit Schleifen, Aufklebern und Glitterkrams.

“Schatz, machst du das da auch ordentlich?”
“Natürlich, Süße.”

“Das sieht mir aber nicht so aus!”
“Wieso??”

“Schau mal da, da guckt ja noch was raus!”
“Wo??”

“Na da!”
“Oh…”

“Mann, dann kann ich es ja gleich selber machen!”
“Hör auf zu meckern, das ist gar nicht so leicht hier!”

“Dass Männer nicht mal ein Geschenk schön einpacken können!”
“Kann ich ja, aber dieses hier hat so eine blöde Form!”

“Das hat gar keine blöde Form, das ist sehr schön ist das!”
“Wer verschenkt schon einen Postkartenständer…”

“Der ist super und du weißt genau, dass das zusammen gehört!”
“Ja doch…”

“…weil da die Bilder drauf kommen, die wir gemacht haben.”
“Ja, ja…”

“Da warst du doch mit einverstanden, oder nicht??”
“Doch…”

“Und zusammen mit den zwei Gläsern und dem Sekt und alles…”
“Sehr schön, ja.”

“Bei dir hört sich das an, als wäre das total doof!”
“Nein, also, ähm…”

“Ich erinnere noch einmal an deinen Vorschlag!”
“Brauchst du nicht, danke.”

“Einen großen Sack Möhren, weil das gesund sei. Pff!”
“Das war doch nur ein Witz!?”

“Bei dir weiß man das nie so genau.”
“Ich habe nur gesagt, dass das Ding hier schwer einzupacken ist!”

“Aber nur, weil du dir überhaupt gar keine Mühe gibst!”
“Das knittert überall und reißt ein und…”

“Du musst das da oben umklappen und dann einmal rum!”
“Wo?”

“Himmel! Dann kann ich es ja doch besser selber machen!”
“Dann mach doch!”

“Und was machst du dann?”
“Wie, was soll das heißen, was mache ich dann!?”

“Wir wollten das doch zusammen machen!”
“Aber ich mache es ja wieder mal nicht gut genug für Madame!”

“Es geht nicht um mich, sondern um Bea und Jörg!”
“Jörg wird da nichts auszusetzen haben…”

“Bea aber schon!”
“Gut, dann packe ich Jörgs Geschenk ein und du das für Bea.”

“Das geht ja gar nicht.”
“Wieso nicht??”

“Weil das doch ein Pärchengeschenk für zwei wird!”
“Ich glaube nicht, dass Jörg das überhaupt bemerken wird…”

“Wird er wohl!”
“Wird er nicht.”

“Doch!”
“Nein!”

“Das ist doch offensichtlich, also Bea wird das sofort sehen!”
“Nur, weil du ihr seit Tagen was von Pärchengeschenken erzählst.”

“Ich wollte doch nur die Vorfreude steigern, und die Spannung??”
“Ich glaube, dass du bloß wieder deine Klappe nicht halten konntest.”

“Ich rede nun mal gerne mit meinen Freundinnen!”
“Ich weiß, ja… Arcor freut sich jeden Monat darüber…”

“Fang nicht wieder mit dieser lächerlichen Telefonrechnung an!”
“Ist doch wahr, wieso rufst du ständig auf Handys an??”

“Aber die rufen mich doch auch immer auf meinem Handy an??”
“Ach! Und deswegen musst du das auch machen, oder was??”

“Lass mich doch!”
“Ich lasse dich ja auch, ich sage es ja nur!”

“Am besten wäre es, du sagst einfach mal gar nichts!”
“Gut, sage ich eben nichts mehr!”

“-”
“-”

“Ein Pärchengeschenk ist schön.”
“Schön.”

“Und Bea und Jörg werden sich sehr darüber freuen. So!”
“Freuen.”

“Trotzdem würden die UNS nie ein Pärchengeschenk schenken.”
“Aha? Und warum das??”

“Weil die das wissen.”
“Was wissen die denn??”

“Dass du das gar nicht bemerken würdest!”

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Hin und her

7. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am Sonntagmorgen in der Küche, frühstücken eine Kleinigkeit und geben uns Mühe, wach zu werden.
Bis Tee und Kaffee ihre entsprechende Wirkung entfalten, dauert es wohl noch etwas; daher kann man die Situation als eher “still” bezeichnen…
Die Liebste ist wohl noch sehr verschlafen.

“Schatz, ich werde gar nicht richtig wach…”
“Für deine Verhältnisse bist du ja auch früh auf, Süße.”

“Hä?”
“Naja, es ist gerade mal erst zehn Uhr.”

“Ich bin doch sonntags immer um diese Zeit wach!?”
“Pff, normalerweise dümpelst du doch bis elf Uhr im Bett rum!”

“Ja, aber da schlafe ich dann ja schon lange nicht mehr.”
“Aha; und was machst du dann in dieser Zeit?”

“Das wüsstest du, wenn du mal mit mir liegen bleiben würdest!”
“Nee, also das ist nichts für mich, ich muss dann aufstehen.”

“Ich schlummere dann, drehe mich hin und her, denke nach…”
“Nachdenken??”

“Ja, so über uns und so und alles.”
“Über uns, aha… Und heute nicht?”

“Nein, heute nicht.”
“Und warum heute nicht?”

“Warum fragst du mich das, willst du mich los werden??”
“Nein, nein, aber es interessiert mich eben!”

“Es gab heute nichts, worüber ich hätte nachdenken können.”
“Ist das jetzt gut oder schlecht, deiner Meinung nach?”

“Hm… Darüber muss ich mal nachdenken…”
“Ähm…”

“Ich geh wieder ins Bett!”

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Ich will eben sicher sein

3. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am heutigen Abend im Café del Sol nahe dem Weserpark auf der Sonnenterasse und trinken Cocktails.
Eigentlich wollten wir ja ins Kino gehen, aber wir haben spontan beschlossen, das auf ein anderes Mal zu verschieben und lieber noch ein paar letzte Sonnenstrahlen zu genießen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich glaube, ich muss mal aufs Klo eben schnell.”
“Das ist schön, dann wünsche ich dir viel Spaß…”

“Nein, jetzt mal ehrlich!”
“Ja, und? Geh doch einfach?”

“Passt du dann bitte auf meine Tasche auf so lange?”
“Ja.”

“Nee, jetzt mal wirklich!”
“Ja, ich passe auf deine Tasche auf!”

“Da ist viel Geld im Portmonee und ich möchte nicht, dass…”
“Liebste! Geh einfach aufs Klo, hier kommt nichts weg.”

“Na schön, aber dann nimm meine Tasche bitte.”
“Was??”

“Hier, nimm die in die Hand, ja?”
“Och nee!”

“Doch, hinterher nimmt die einfach einer von der Bank weg!”
“Hallo?? Ich sitze doch hier daneben!”

“Aber wenn der Dieb weg läuft, kommst du ja nicht hinterher.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Naja, ich meine, schnell rennen kannst du doch nicht, oder?”
“Woher willst du denn das wissen??”

“Och, würde ich jetzt mal so annehmen, weil…”
“Sag es nicht!”

“Na schön…”
“Geh jetzt endlich aufs Klo.”

“Nimm aber erst meine Tasche bitte.”
“Weißt du was, nimm sie doch einfach selber mit!?”

“Ich werde dich ja wohl mal um einen Gefallen bitten dürfen?!”
“Klar darfst du das, ich mache es ja auch!”

“Aber nicht richtig.”
“Deine Tasche kommt hier nicht weg! Reicht das nicht??”

“Ich will eben sicher sein, dass sie nicht weg kommt.”
“Dann bleibt dir aber nur, sie selbst mitzunehmen. Basta!”

“Also schön, dann lasse ich sie eben hier bei dir.”
“Dass sowas immer so schwierig sein muss!”

“Wieso, was ist denn hier schwierig??”
“Du könntest schon längst wieder da sein.”

“Geht dem Herren das hier wieder nicht schnell genug??”
“Ich meine nur, dass wir immer alles diskutieren müssen!”

“Weil ich dich EINMAL bitte, auf meine Tasche aufzupassen??”
“Es geht ja nicht um die Tasche, es geht um…”

“Nein, es geht um dich, das habe ich schon verstanden!”
“Um mich?? Um DICH geht es!”

“Wieso um mich denn??”
“Weil DU kein Vertrauen zu mir hast!”

“Habe ich doch, sonst würde ich dir nicht meine Tasche geben!”
“Und warum hat das dann irgendwie so einen faden Beigeschmack??”

“Das kann ich dir sagen, das liegt aber nicht an mir!”
“So?? Und woran dann, bitte??”

“An deinem Cocktail, woran sonst??”

Kopfschüttel…

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