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Das ist ja gerade das Schlimme

31. Juli 2009, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sitzen im Auto und sind auf dem Weg zu einem großen Einrichtungshaus. Es besteht laut Liebste Bedarf an Accessoires für verschiedene Ecken der Wohnung, alles schon längst überfällig.
Soweit so gut, allerdings stehen Wir im Augenblick auf der A1 im Stau.

“Wieso ist denn jetzt hier so ein blöder Stau??”
“Hier ist IMMER Stau, Süße.”

“Immer??”
“Immer. Wegen der großen Baustelle.”

“Also wenn ich hier lang fahre, ist nie Stau.”
“Ja nee, iss klar…”

“Ich habe hier noch nie im Stau gestanden.”
“Schön, und was willst du mir damit jetzt sagen??”

“Dass das an dir liegen muss.”
“Ach so, ja klar, warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen!”

“Du fährst aber auch immer so komisch…”
“Zurzeit stehe ich.”

“Das merke ich. Fahr doch mal rechts, da geht´s viel schneller!”
“Schatz, hier stehen alle im Stau, egal ob rechte oder linke Spur.”

“Das ist nicht egal.”
“Mal geht es links schneller, mal rechts.”

“Und genau deshalb sollte man mit dir nicht einkaufen gehen.”
“Wie bitte??”

“Weil du dich dann auch immer an der falschen Kasse anstellst.”
“Sag mal, du spinnst ja wohl!”

“Ist doch wahr!”
“Das ist NICHT wahr, das ist lediglich Zufall!”

“Quatsch, Zufall, pff!”
“Mal stehst du an der falschen Kasse, mal ich!?”

“Das stimmt.”
“Eben.”

“Das ist ja gerade das Schlimme.”
“Was??”

“Du oder ich, wir stehen 1-mal pro Monat an der falschen Kasse.”
“Mag sein, schön, und??”

“Deswegen stehst du viel häufiger falsch, als ich.”
“Liebste, könntest du mir bitte diese faszinierende Logik mal…”

“Ist doch ganz einfach!”
“Was auch immer es ist, es ist bestimmt Schwachsinn!”

“Ist es nicht! Immer denkst du, ich würde nur Blödsinn reden!”
“Tust du ja auch!”

“Nur weil du nicht rechnen kannst! DU bist hier der Blödmann!”
“Hallo?? Wenn du und ich jeweils 1-mal falsch stehen, dann…”

“…dann stehst du 5-mal mehr falsch, als ich.”
“Warum??”

“Weil ich 10-mal pro Monat einkaufe und du nur 2-mal.”
“Wie bitte??”

“Ich muss ja immer alles erledigen, du machst ja nichts!”
“Was soll das denn jetzt bitte heißen??”

“Du könntest ruhig auch mal!”
“Aber wir wechseln uns doch immer ab mit Einkaufen gehen??”

“Denkst du…”
“Tun wir nicht??”

“Nein! Ich muss immer noch mal los zwischendurch!”
“Weshalb denn?? Wir haben doch einen Einkaufszettel??”

“Man kann nicht alles aufschreiben, da muss man mitdenken.”
“Wenn wir nicht schon stehen würden, JETZT müsste ich anhalten!!”

“Anhalten? Wieso?”
“UM DICH RAUSZUSCHMEISSEN!”

“Das würde ich an deiner Stelle aber nicht tun…”
“Und wieso nicht??”

“Weil du ohne mich wieder an der falschen Kasse stehen wirst!”

Kopfschüttel…

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Gut, wieso?

29. Juli 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste wirbelt in der Küche herum, als ich am Abend nach Hause komme. Ich kann zwar nicht genau sagen, was sie da macht, aber es sieht sehr nach bevorstehenden Bratkartoffeln aus. Nicht schlecht, nicht schlecht!
Allerdings verrät mir ihr Gemurre dabei, dass sie wohl entweder Stress oder Hunger oder beides hat…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, na, wie geht es dir?”

“Gut, wieso?”
“Ähm… Naja, nur so?”

“Nur so??”
“Ich wollte eben wissen, ob es dir gut geht?”

“Ja, aber du fragst das, als wenn es nicht so wäre!”
“Ich habe doch einfach nur gefragt, ob es dir gut geht??”

“Ja, aber mit so einem Unterton!”
“Du entdeckst einen Unterton in vier kleinen Wörtern??”

“Ich kenne dich eben.”
“Aha. Also heißt das, dass es dir NICHT gut geht??”

“DU hast doch eine Antwort bekommen, oder??”
“Ja schon, aber…”

“Nein, nein, du hast schon recht.”
“Ähm, womit jetzt??”

“Dass es mir nicht gut geht.”
“So?? Warum??”

“Weil ich mir einen Fingernagel abgebrochen habe, darum!”
“Oh… Naja, aber das ist ja kein Weltuntergang, oder??”

“Ach!? Und warum fragst du dann so blöd!?”

Kopfschüttel…

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Hex hex!

26. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste sitzt an ihrem Schreibtisch am Computer, als ich am Abend nach Hause komme. Sie ist voll konzentriert und klebt sozusagen mit ihrer Nase am Bildschirm.
Ich setze mich auf den Stuhl neben ihr und schaue mir meine Liebste eine Zeit lang an…

“Hallo Schatz, du, ich muss hier echt noch arbeiten.”
“Das sehe ich, Süße.”

“Fein.”
“Was machst du denn da genau?”

“Ach, nur den Rest für heute, sonst nichts.”
“Na gut…”

[Ich kann nicht genau sehen, was sie da macht, aber auf dem Monitor sind tausend Tabellen, Zahlen und Felder zu erkennen. Es wird sich wohl um ein Programm ihrer Firma handeln, vielleicht das CRM oder ein Finanzsystem oder so.
Ich weiß, dass Verwaltungskram und Zahlen nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen meiner Liebsten gehören...]

“Du Schatz, ich muss mich hier wirklich konzentrieren jetzt.”
“Jaja, ich will dich ja auch gar nicht stören.”

“Und warum beobachtest du mich dann??”
“Ich sitze doch nur hier??”

“Ja, aber du starrst mich an!”
“Möchtest du, dass ich gehe?”

“Nein, aber du sollst mich nicht beobachten.”
“Ich interessiere mich doch nur dafür, was du so machst?”

“Dann kann ich mich aber nicht konzentrieren!”
“Ist ja schon gut, ich gehe ins Wohnzimmer rüber.”

“Nee, bleib mal lieber hier.”
“Aber du hast doch eben gesagt, dass ich…”

“Ich habe NICHT gesagt, dass du gehen sollst!”
“Sondern??”

“Du sollst mich nur nicht so angucken.”
“Wo soll ich denn hingucken??”

“Keine Ahnung, irgendwo anders hin eben.”
“Aha…”

“Setz dich doch einfach vor deinen eigenen Computer?”
“Nee, ich habe den ganzen Tag schon vorm Bildschirm gesessen.”

“Oder lies die Zeitung da, die magst du doch?”
“Diese c’t habe ich schon gelesen.”

“Dann mach halt irgendwas!”
“Ich werde jetzt in die Küche gehen.”

“Nein, bleib bitte hier!”
“Aber Schatz, ich denke, du musst dich konzentrieren??”

“Muss ich ja auch.”
“Dann kann ich doch auch gehen, oder nicht??”

“Nein, ich glaube, ich brauche dich gleich.”
“Wofür??”

“Ich muss doch was drucken.”
“Dann druck doch!”

“Das funktioniert aber nicht!”
“Was funktioniert nicht!? Der Drucker??”

“Worauf soll man den sonst drucken?? Natürlich der Drucker!”
“Oh, Entschuldigung vielmals!”

“Ich muss unbedingt die Reisekostenabrechnung drucken.”
“Und?”

“Ich habe schon 20-mal Drucken geklickt, aber kommt nichts.”
“Dann lass mich mal eben nachschauen…”

“NEIN!”
“Nicht??”

“Nein, ich will es ja selber hinkriegen!”
“Aha… Und wie lange probierst du das schon??”

“Och… So ne halbe Stunde?”
“Lass mich doch nachsehen, das kann ja nur eine Kleinigkeit sein!”

“Nee, sag mir lieber, was ich machen muss.”
“Ist der Drucker an? Kabel dran?”

“Ja.”
“Eingeschaltet?”

“Natürlich.”
“Und es kam keine Fehlermeldung am Bildschirm?”

“Nein.”
“Ist denn der richtige Drucker eingestellt?”

“Wieso, haben wir mehrere??”
“Nein, aber es könnte ja sein, dass…”

“Also solche Tipps kann ich mir auch selber geben!”
“Ich meine doch nur, ob…”

“Wenn du mich schon unterbrichst, dann aber bitte sinnvoll!”
“ICH unterbreche dich??”

“Ich war ja voll damit beschäftigt, das habe ich doch gesagt!”
“Ich will dir doch aber nur helfen!?”

“Dann mach, dass das doofe Ding druckt!”
“Heiße ich Bibi Blocksberg, oder was??”

“Ich wüsste nicht, dass Bibi Blockberg je was gedruckt hätte.”
“Ach wirklich?? Ich meinte eher, dass ich nicht zaubern kann.”

“Soll das heißen, dass du mir nicht helfen kannst hier?”
“Jedenfalls nicht, indem ich hier nur rumsitze!”

“Eene meene Kartoffelbrei, flux den Drucker herbei! Hex hex!”
“Was wird das jetzt??”

“Du hast doch mit Bibi Blocksberg angefangen!?”
“Boah, ich muss echt mehr Lebertran trinken…”

“Druckt immer noch nicht…”
“DAS nennst du also konzentriertes Arbeiten??”

“Ich glaube, du musst mir doch helfen…”
“Oh! Ich?? Ich darf?? Diese Ehre, mein Gott…”

“Los, dann mach mal.”

[Die Liebste steht von ihrem Stuhl auf und bietet mir diesen mit einer eindeutigen Handgeste zum Platz nehmen an. Obwohl ich ihr in diesem Moment mal wieder den Hals umdrehen könnte, setze ich mich mit leicht verzogenen Mundwinkeln vor ihren Computer und die Liebste stellt sich dicht hinter mich.
Ich klicke auf den Menüpunkt Einstellungen und dann auf Druckerauswahl in dem merkwürdig anmutenden Programm.]

“Hex hex!”
“Schatz, was soll das??”

“Ich dachte, das hilft vielleicht…”
“Das tut es NICHT!”

“Mach da bloß nichts kaputt!”
“Gib mir mal einen Augenblick, ja??”

“Aber nichts verstellen!”
“Hallo?? Ohne was ändern geht es ja wohl nicht!?”

“Und du weißt, was du da tust??”
“Ich denke schon. Ich habe ja noch gar nichts gemacht.”

[In dem Menü entdecke ich ein gutes Dutzend Druckereinträge. Natürlich frage ich mich, woran das wohl liegt, denn an dem Rechner hängt wirklich nur ein einziger Drucker.
Bei genauerem Hinsehen wird mit klar, dass das alles Netzwerkdrucker sind; die Liebste scheint via Internet und VPN noch mit ihrem Firmennetzwerk verbunden zu sein.]

“Und??”
“Sag mal, wie oft hast du schon auf Drucken geklickt?”

“Weiß nicht mehr, so 20-, 30-mal? Wieso?”
“Weil der Drucker wahrscheinlich schon funktioniert hat.”

“Da ist aber nichts rausgekommen??”
“Du hast ja auch auf einen anderen Drucker gedruckt.”

“Auf einen anderen??”
“Kennst du einen Drucker mit dem Namen JJAV06_MH?”

“Ähm… Das ist das Kürzel von meiner Chefin??”
“Dann hat sie jetzt zirka eine Tonne Papier in ihrem Drucker liegen.”

“Heißt das, ich habe von hier aus auf IHREN Drucker gedruckt??”
“Sieht so aus…”

“Das geht??”
“Das geht. Weil du die Verbindung zur Firma nicht getrennt hast.”

“Oh… Das kann sein…”
“Ist ja nicht so schlimm.”

“Doch.”
“Warum? Ist doch nur Papier?”

“Die Reisekostenabrechnung ist nicht das Problem, aber…”
“Aber??”

“Ich hatte das gleiche Problem eben mit einem PDF…”
“PDF?? Was hast du denn da gedruckt??”

“Die Bedienungsanleitung vom Drucker…”

Kopfschüttel…

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Nur für Frauen

22. Juli 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen am Abend in unserem Wohnzimmer am Esstisch und essen einen leckeren Obstsalat, den die Liebste gezaubert hat.
Mit Vanille-Quark drin, da könnte ich mich echt jedes mal reinlegen…
Auch der Liebsten scheint es ausgezeichnet zu schmecken und daher sind unsere Schälchen schnell und vollständig ausgelöffelt.

“Boah, das war lecker.”
“Ja, Süße, das hast du wieder mal sehr gut gemacht.”

“Sollte man viel öfter machen.”
“Also von mir aus gerne!”

“Ja, aber der Quark ist nicht ganz ohne.”
“Ohne was?”

“NICHT ohne, sagte ich.”
“Ohne was nicht also?”

“Der hat ganz schön viele Kalorien.”
“Egal, ist aber lecker und gesund.”

“Ich wollte übrigens eine neue Diät anfangen.”
“Oh nein, nicht schon wieder dieses Thema!”

“Du musst ja nicht mitmachen!?”
“Danke vielmals.”

“Oder besser: du kannst eigentlich gar nicht richtig mitmachen.”
“Ach so? Und warum kann ich das nicht??”

“Weil das nur für Frauen ist.”
“Es gibt eine Diät nur für Frauen??”

“Natürlich!”
“Das glaube ich nicht.”

“Doch, da habe ich neulich was zu gelesen.”
“Was denn?”

“Dass vorgetäuschte Orgasmen mehr Kalorien verbrauchen.”
“Was??”

“Ein vorgetäuschter Orgasmus verbraucht mehr, als ein echter.”
“Quatsch!”

“Doch!”
“Warum denn??”

“Das stand da nicht.”
“Wo stand das denn??”

“Das sage ich dir nicht, sonst lästerst du bloß wieder!”
“Aha. Demnach handelt es sich um eine deiner Frauenzeitschriften.”

Blödmann!”
“Ich wusste es doch!”

“Da wird schon was dran sein!”
“Dass Frauenzeitschriften viel Unsinn schreiben??”

“Nee, dass gespielte Orgasmen mehr Kalorien verbrauchen!”
“Na und wenn schon, was kannst du mit diesem Wissen anfangen??”

“Ganz einfach. Lass uns rüber gehen!”

Kopfschüttel…

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Schneckentreff

20. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind auf dem Sprung, wir wollen zu Freunden fahren, bei denen wir zum Grillen eingeladen sind.
Heute sind wir tatsächlich mal einigermaßen pünktlich, sogar die Liebste ist – für ihre Verhältnisse – rechtzeitig fertig geworden.
Wir sind schon fast an meinem Auto…

“Du fährst doch heute, oder?”
“Ja, Süße.”

“Auch heute Abend?”
“Auch heute Abend.”

“Prima, dann kann ich ja mit Julia ein paar Cocktails trinken.”
“Kannst du, aber jetzt steig erst mal ein.”

[Wir gehen um meinen Wagen herum und ich drücke auf die Fernbedienung, um die Türen zu öffnen.
Ich habe den Griff schon in der Hand, da höre ich einen Aufschrei!]

“Halt, halt, halt, halt!!”
“Was ist??”

“Nicht losfahren, bloß nicht losfahren!!”
“Wieso?? Ist was kaputt?? Platten??”

“Nein, der Reifen ist in Ordnung.”
“Aha, und was dann??”

“Hier sitzt eine Schnecke!”
“Eine Schnecke??”

“Ja, hier auf dem Reifen vorne!”

[Ich lasse den Türgriff los und gehe um die Motorhaube herum zum rechten Vorderrad, und tatsächlich: da sitzt eine kleine Schnecke oben auf der Lauffläche des Reifens.]

“Wie kommt die denn da hin??”
“Sie wird da wohl hin gekrochen sein, was sonst!?”

“Warst du nicht eben noch mit dem Wagen unterwegs??”
“Naja, das ist ja schon eine halbe Stunde her…”

“Ach so, ich dachte schon, die sei während der Fahrt dahin.”
“Während der Fahrt??”

“Na, so wie du fährst??”
“Sehr witzig Liebste, wirklich sehr witzig!”

“Haha!”
“Können wir dann jetzt?”

“Was?”
“Na losfahren?”

“Und die Schnecke??”
“Nimm sie ab und dann los.”

“Ich?? Ich fasse doch die Schnecke nicht an?!”
“Na gut, dann mache ich das.”

“Nein!”
“Ähm, was genau meinst du jetzt mit NEIN??”

“Du rupfst die ja einfach nur ab und dann tut sie sich weh!”
“Ich werde ganz zärtlich sein…”

“Und wo willst du sie dann hinsetzen??”
“Tja, vielleicht da neben den Baum?”

“Nee, auf keinen Fall!”
“Und warum nicht, bitte??”

“Hier sind ja nur Bürgersteig und Straße.”
“Und??”

“Na wenn sie woanders hin will, dann überfährt sie jemand!”
“Aber…”

“Oder es tritt jemand drauf!”
“Soll ich vielleicht noch Warnschilder aufstellen, oder was??”

“Das geht doch gar nicht…”
“Ach… Tatsächlich…”

“Das ist schwierig mit der Schnecke, was?”
“Weniger mit der Schnecke, eher mit dir…”

“Ich bin eben ein Tierfreund.”
“Ja… Wir können sie ja da hinten zum Schneckentreff bringen.”

“Wo ist denn hier ein Schneckentreff??”
“Ich meine deinen Friseur.”

“Hä??”
“Ach, vergiss es… Also was nun?”

“Ich weiß nicht. Aber wir lassen sie nicht hier.”
“Was soll das denn jetzt heißen, du willst doch wohl nicht…”

“Doch, wir nehmen die kleine Schnecke mit.”
“Was??”

“Und dann bringen wir sie auf eine schöne Wiese oder so!”
“Och Schatz!”

“Was denn??”
“Das ist doch Blödsinn!”

“Das können wir ja wohl mal machen, oder??”
“Mit WIR meinst du wohl eher MICH, richtig??”

“Wieso, du hast doch gesagt, dass du fährst!?”

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Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und überlegen, was wir mit dem angebrochenen Abend nun machen.
Natürlich könnten wir das schöne Wetter nutzen, allerdings hat die Liebste eine kleine Erkältung und sie möchte lieber zuhause bleiben.
OK! Da wird sich doch was finden lassen…

“Schatz, was wollen wir denn jetzt machen?”
“Hm, keine Ahnung, Süße, aber uns fällt schon was ein…”

“Wollen wir mal wieder was spielen?”
“Spielen? Ähm, ja… Was denn?”

“Was haben wir denn alles?”
“Tja, also… Mensch ärgere dich nicht?”

“Nee.”
“Warum denn nicht? Das spielen wir doch gern?”

“Ja, aber wir spielen ja immer Mensch ärgere dich nicht.”
“Aha…”

“Das ist doch langweilig, immer dasselbe zu spielen!”
“Aber…”

“Ich möchte jetzt mal was anderes spielen.”
“OK, schön, also wie wäre es mit Monopoly?”

“Nee, bloß nicht Monopoly.”
“Spiel des Lebens?”

“Nee.”
“Vier gewinnt?”

“Doof.”
“Hexentanz?”

“Ist das das, wo man nicht weiß, wer man ist?”
“Genau, sehr lustig.”

“Nee.”
“Aha, auch nicht, tja… Kniffel?”

“Nö.”
“Scotland Yard vielleicht?”

“Das mit dem Spion jagen?”
“Ja.”

“Nee.”
“Och Schatz!”

“Mehr haben wir nicht??”
“Doch, wir hätten noch Trivial Pursuit.”

“Auf keinen Fall.”
“Und wie wäre es mit Scrabble, das haben wir auch noch?”

“Nee.”
“Sag mal, was soll denn das??”

“Was denn??”
“Du wolltest doch mal was anderes spielen!”

“Ja, aber die gefallen mir jetzt alle nicht irgendwie…”
“Wir hätten noch Kartenspiele, zum Beispiel Uno, Mau Mau…”

“Och nee.”
“Warum stellst du dich denn jetzt so an??”

“Ich stelle mich nicht an und außerdem bin ich krank!”
“Gute Besserung!”

Blödmann!”
“Doofmarie!”

“Wir müssen unbedingt mal ein neues Spiel kaufen.”
“Bitte?? Wir haben doch den ganzen Schrank voll??”

“Da ist aber nichts dabei, worauf ich jetzt Lust hätte!”
“Da fällt mir ein, Wer wird Millionär haben wir noch am PC?”

“Vorm PC sitzen?? Bei dem Wetter??”
“Aber wir sind doch sowieso hier drin??”

“Ja, aber nee. Kein Wer wird Millionär. Nee.”
“Himmel! Also dann weiß ich auch nicht…”

“Da hat man so viele Spiele und keins passt…”
“Da hat man EINE FRAU und nie passt was, so muss es heißen!”

“Blödmann!”
“Doofmarie!”

“OK, also ich habe mich entschieden.”
“Entschieden? Wofür??”

“Was wir spielen.”
“Und zwar?”

“Mensch ärgere dich nicht. Und ich darf anfangen!”

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Könnte doch gehen?

13. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam am Frühstückstisch und lassen es uns mit allerlei Leckereien gut gehen. Ab und zu mal in aller Ruhe groß frühstücken: was gibt es Schöneres…
Außerdem bietet das auch immer Raum für Gespräche und Neuigkeiten.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Weißt du, was ich mir mit Kathrin zusammen überlegt habe?”
“Nein. Was?”

“Wie man aus der Wirtschafts- und Ölkrise rauskommt.”
“Ach so. Wirtschafts- und Ölkrise. Wenn´s weiter nichts ist…”

“Das ist gar nicht so schwer.”
“Aha, und DAS hast du dir ausgerechnet mit Kathrin überlegt??”

“Ja.”
“…mit einer Frau, die glaubt, Tofu sei eine griechische Insel??”

“Das hat sie doch gar nicht ernst gemeint!”
“Das glaube ich aber schon!”

“Quatsch!”
“Na wie dem auch sei… Und was ist jetzt das Ergebnis?”

“Von was?”
“Wie ihr mal eben die Welt retten wollt?”

“Ach so! Das ist eigentlich ganz einfach.”
“Ganz einfach also…”

“Wir haben uns überlegt, dass es ja viele Kühe gibt.”
“Kühe??”

“Ja. Wir haben das mal gegoogelt.”
“Was habt ihr gegoogelt?”

“Es gibt allein in Deutschland ungefähr 4 Millionen Kühe.”
“Echt?”

“Ja. Und jede gibt bis zu 40 Liter Milch am Tag.”
“So viel?? Das sind ja…”

“…160 Millionen Liter am Tag, genau.”
“Wow… Das wusste ich gar nicht! Stimmt das??”

“Natürlich stimmt das!”
“Das kommt mir irgendwie Spanisch vor…”

“Aber das stimmt tatsächlich, keine Sorge.”
“Aha. Aber das dürfte ja nicht wirklich neu sein, oder?”

“Nee, aber das verschafft unserem Plan das nötige Potenzial.”
“Was für ein Plan denn??

“Wir stellen um.”
“Ihr stellt um?? Wen??”

“Die Kühe.”
“Auf was??”

“Auf Öl.”
“Auf Öl?? Du meinst, ähm, also, Öl im Sinne von Benzin, ähm…”

“Kathrin meint, das müsste gehen.”
“Ihr wollt also Kühe auf Öl umstellen??”

“Ja, mit irgendeiner Biomasse, Enzyme und Bakterien oder so.”
“Mit Bakterien??”

“Ja, so wie in einer Kläranlage. Haben wir auch gegoogelt.”
“Ähm…”

“Ja, die Bakterien machen die Milch in kleine Stücke…”
“-”

“…und die Enzyme bauen das dann später zu Öl zusammen.”
“Das glaubt mir wieder mal keiner, ehrlich…”

“Wieso? Könnte doch gehen??”
“Ja… Ist wahrscheinlich einfach noch niemand drauf gekommen…”

“Wir wollen natürlich nicht alle Kühe auf Öl umstellen.”
“Natürlich nicht…”

“Weil wir ja auch noch Milch brauchen.”
“Das ist aber sehr nett von euch…”

“Ist doch ein guter Plan, oder??”
“Äh, ja… Sag mal, arbeitet Kathrin nicht in einem Reisebüro??”

“Ja, wieso?”
“Hat die da nicht genug zu tun, oder was??”

“Na und? Mit so einer Lösung könnten wir Millionen verdienen!”
“…wohl eher Millionen verlieren…”

“Stell dir mal vor, wenn man direkt an einer Kuh tanken könnte!!”
“Oh bitte, das ist doch totaler Schwachsinn!!”

“Vielleicht hat das einfach noch nie jemand probiert??”
“OK, schön. Nehmen wir mal an, ihr zwei Grazien versucht das.”

“Dann werden wir berühmt!”
“Jaja, berühmt. Und nehmen wir mal an, es klappt leider nicht.”

“Naja, möglich wäre es ja, dass das doch nicht klappt…”
“Und was macht ihr dann??”

“Dann haben wir natürlich Plan B.”
“Oh nein…”

“Doch!”
“Und was ist dann Plan B? Aus Wein Gold machen, oder was??”

“Nein, es ist viel simpler.”
“So??”

“Dann stellen wir einfach Autos auf Milch um!”

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Niemals müde

9. Juli 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?”
“Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.”

“Mir ist aber kalt.”
“Dann bist du vielleicht einfach nur müde.”

“Ist dir denn nicht kalt??”
“Nein. Mir ist warm.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?”
“Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.”

“Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??”
“War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.”

“Immer sagst du, ich sei müde!”
“Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!”

“Ich bin nicht müde!”
“Schön!”

“Ich bin NIE müde!”
“Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!”

“Was denn??”
“Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!”

“Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.”
“Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?”

“Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!”

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Ganz viel Liebe drin

6. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich treffen uns am Samstagnachmittag zuhause, nachdem die Liebste mit ihrer Freundin Nicole den ganzen Tag über in der Stadt zum Shoppen war.
Ich musste/wollte/durfte nicht mit, insofern ein denkwürdiger Tag, der im Kalender vermerkt werden sollte…

“Hallo Schatz! Ich bin wieder da!”
“Hallo Süße! Habt ihr einen schönen Tag gehabt?”

“Ja. War super.”
“Aha.”

“Ist schon was anderes, mit einer Frau shoppen zu gehen…”
“Das kann ich mir bildhaft vorstellen.”

“Und was hast du so gemacht in der Zwischenzeit?”
“Ähm, also ich habe hier ein bisschen…”

“Das ist schön, Schatz.”
“Ja, so viel also dazu…”

“Willst du sehen, was ich alles mitgebracht habe?”
“Ähm…”

“OK, warte, ich packe eben schnell aus.”
“Habe ich eine Wahl?”

“Nein.”
“Tja…”

[Ich setze mich also auf unser Sofa, während die Liebste mit ihren 27 Tüten im Schlafzimmer verschwindet.
Nach gefühlten 2 Stunden kommt sie neu bekleidet zurück und stellt sich in den Türrahmen, damit ich auch alles gut sehen kann.]

“Und? Was meinst du?”
“Der Rock ist toll, so einen hast du doch gesucht, oder?”

“Ja! Und jetzt habe ich endlich so einen!”
“Fein.”

“Und was noch?”
“Ähm… Die Bluse?”

“Ja, die Bluse.”
“Die ist auch gut.”

“Gut??”
“Sehr gut, sehr schön, passt gut zum Rock.”

“Habe ich auch extra dafür gekauft.”
“Ja. Und die Schuhe sind auch klasse.”

“Welche Schuhe??”
“Ähm, die Schuhe, die du da an hast?”

“Die sind doch gar nicht neu!?”
“Ach so?”

“Die habe ich doch schon ewig!”
“Habe ich aber noch nie gesehen?”

“Ich habe sie ja auch noch nie an gehabt.”
“Ähm…”

“Aber zu dem Rock passen die jetzt endlich!”

[Meine Liebste dreht sich auf dem Absatz um und verschwindet erneut im Schlafzimmer, um das Outfit zu wechseln.
Dann kommt sie wieder und alles geht von vorne los, und zwar insgesamt dreimal.
Während ich mich frage, wie diese Frau vorher ohne diese ganzen Sachen überhaupt leben konnte, zieht die Liebste aus einer kleinen Tüte einen zirka tassengroßen Gegenstand, der in Geschenkpapier verpackt ist.]

“Hier, für dich habe ich auch was mitgebracht.”
“Für mich??”

“Ja, möchtest du es haben? Da ist ganz viel Liebe drin!”
“Was ist da drin?? Liebe??”

“Mach es doch auf!”

[Die Liebste gibt mir das Geschenk und ich prüfe anhand des Gewichtes und der Form zunächst, was da wohl drin sein könnte. Es fühlt sich leicht und weich an; ohne feste Konturen.]

“Und? Noch kannst du raten, was da drin ist!”
“Hm… Ein paar Socken??”

“Socken! Ich schenke dir doch keine Socken!!”
“Da bin ich aber erleichtert; vielleicht eine, ähm… Unterhose?”

“Unterhosen schenke ich dir auch nicht mehr, darf ich ja nicht.”
“Richtig, darfst du nicht.”

“Obwohl ich das gar nicht verstehen kann.”
“Was verstehst du denn daran nicht??”

“Ich könnte dir doch mal wieder einen schicken Slip schenken??”
“Du meinst, so wie den letzten, den du mir gekauft hast??”

“Kann ich doch nicht wissen, dass du keine Strings magst!”
“Männer tragen nun mal keine String-Unterhosen!”

“Manche schon.”
“Ja, aber die bekommen auch viel Geld dafür.”

Blödmann, ich fand die gut!”
“Schön, und was ist hier jetzt drin??”

“Mach auf!”

[Ich öffne vorsichtig die drei Klebestreifen, die das Geschenkpapier zusammen halten. Und zum Vorschein kommt... ]

“Ist der nicht süüüß??”
“Ähm… Das ist ja ein…”

“Ein Schutzengel, genau.”
“Schutzengel?? Für mich sieht es eher aus wie ein Bärchen…”

“Ja, aber das ist ein Schutzengel, ein Schutzbärchen sozusagen.”
“Danke, aber… Was soll ich damit??”

“Ich dachte, dass du dir den ins Auto hängst.”
“Ins Auto??”

“Ja, da ist eine große Schlaufe dran, siehst du?”
“Und DEN soll ich mir jetzt ins Auto hängen??”

“Klar, ich meine, so wie du fährst, brauchst du den!”
“Bei aller Liebe, aber ich hänge mir NICHT so ein Ding an den Spiegel!”

“Warum nicht? Das machen viele?”
“Viele ja, ich: NEIN!”

“Jetzt sei doch nicht so!”
“Liebste, ich hänge mir doch nicht so ein Gedöns ins Auto!”

“Och bitte, das ist in diesem Fall GANZ wichtig!!”
“Wieso gerade in diesem Fall?”

“Weil ich den gleichen habe, hier! Das bringt Glück!”

[Die Liebste zieht aus ihrer Handtasche ein weiteres Bärchen, identisch mit dem, welches ich gerade in der Hand halte.]

“Das Glück funktioniert nur, wenn wir das beide machen!”
“Heißt das, dass du dir das Ding auch in dein Auto hängen willst??”

“Ja!”
“NEIN!”

“Och bitte!”
“Himmel!”

“Ich dachte, du findest das romantisch…”
“Es ist ja auch nett gemeint, aber…”

“Du bist so doof, nie freust du dich über was, was ich mache!”
“Ich freue mich ja, aber…”

“Ich mache das doch nur, weil ich dich so lieb habe.”
“Ähm, also…”

“Alles, was ich mir ausdenke, ist immer verkehrt.”
“Also so kann man das nun auch nicht…”

“Ich kann dir ja schließlich keine Blumen mitbringen, oder??”
“Es tut mir ja leid, aber…”

“Na schön, dann gib her.”
“Und dann? Was dann?”

“Dann schenke ich die Bärchen eben Tanja.”
“Tanja?? Und was soll die dann damit??”

“Die kann den einen dann ja ihrem Freund schenken.”
“Aha…”

“Vielleicht will der das Bärchen ja für sein Auto haben.”
“Tja, also ich befürchte, das wird ähnlich schwierig werden…”

“Ähnlich schwierig wie bei Nicole?”
“Wieso Nicole? Was hat die denn jetzt damit zu tun??”

“Na von Nicole habe ich die Bärchen ja gekriegt!”

Kopfschüttel…

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Der versteckte Witz

3. Juli 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste hält sich seit gefühlten 4 Stunden im Badezimmer auf, während ich bereits im Bett liege und darauf warte, dass sie endlich zu mir kommt.
Frauen brauchen ja immer ein bisschen länger, aber das… Gerade, als mir die Augen zufallen, kommt sie zur Tür hinein.

“Ich will kein Wort hören!”
“Ähm… OK, Süße…”

“Keinen Spruch, keine Witze, kein Gelaber: NICHTS!”
“Ich sage doch gar nichts??”

“Dann ist ja gut.”
“Darf ich denn trotzdem wenigstens fragen, was das ist??”

[Die Liebste hat zirka 10-12 kleine weiße Vierecke im Gesicht kleben; jedes so etwa 2x2 Zentimeter. Auf der Stirn, auf der Nase, am Kinn, auf der Wange...
Sie sieht ein bisschen so aus wie... Ach, ich darf ja nichts sagen...]

“Das ist Creme.”
“Sieht aber eher aus wie Toilettenpapier-Schnipsel??”

“Es ist ja auch Toilettenpapier.”
“Aha.”

“Wie gesagt, ich will NICHTS hören!”
“Ich sage ja auch gar nichts?”

“Aber du wolltest was sagen.”
“Wollte ich nicht!”

“Doch! Ich kenne dich!”
“Nein, wirklich, ich wollte nichts dazu sagen!”

“Also schön, dann lass es raus.”
“Was denn raus lassen??”

“Einen doofen Kommentar, Lästerei oder was dir sonst einfällt.”
“Aber Schatz, ich will doch gar nichts…”

“LÜG MICH NICHT AN!”
“Aber…”

“Da fallen mir selbst ja schon tausend Sprüche zu ein!”
“So?”

“Ja. Und DIR fallen bestimmt zweitausend ein!”
“Aber ich muss doch nicht immer alles kommentieren, oder?”

“Also hast du doch was auf der Zunge!!”
“Nein, es ist alles gut. Komm ins Bett jetzt.”

“Was willst du damit sagen??”
“Was? Womit??”

“Dass ich ins Bett kommen soll!”
“Du sollst eben ins Bett kommen, was sonst!?”

“Ist das irgendein versteckter Witz??”
“Nein! Komm einfach hier ins Bett und leg dich hin.”

“Auf den Rücken?”
“Worauf du möchtest.”

“Siehste, und gleich kommt es dann!!”
“Was denn??”

“Dann sagst du, dass ich wie eine Mumie aussehe oder so!”
“Im Gegensatz zu dir haben Mumien aber…”

“Ich wusste es! Ich wusste es! Sei still!!”
“Aber…”

Blödmann!”
“Mumie!”

“Doppelblödmann!”
“Plakatsäule!”

“Dummbeutel!”
“Flickenteppich!!”

“Hör auf jetzt!!”
“Ich sage doch gar nichts??”

“Ich gehe jetzt.”
“Wohin??”

“Ich mache die Dinger wieder ab!”
“Warum??”

“Weil du dich wie erwartet nur über mich lustig machst!!”

Kopfschüttel…

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Das ist ja gerade das Schlimme

31. Juli 2009, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sitzen im Auto und sind auf dem Weg zu einem großen Einrichtungshaus. Es besteht laut Liebste Bedarf an Accessoires für verschiedene Ecken der Wohnung, alles schon längst überfällig.
Soweit so gut, allerdings stehen Wir im Augenblick auf der A1 im Stau.

“Wieso ist denn jetzt hier so ein blöder Stau??”
“Hier ist IMMER Stau, Süße.”

“Immer??”
“Immer. Wegen der großen Baustelle.”

“Also wenn ich hier lang fahre, ist nie Stau.”
“Ja nee, iss klar…”

“Ich habe hier noch nie im Stau gestanden.”
“Schön, und was willst du mir damit jetzt sagen??”

“Dass das an dir liegen muss.”
“Ach so, ja klar, warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen!”

“Du fährst aber auch immer so komisch…”
“Zurzeit stehe ich.”

“Das merke ich. Fahr doch mal rechts, da geht´s viel schneller!”
“Schatz, hier stehen alle im Stau, egal ob rechte oder linke Spur.”

“Das ist nicht egal.”
“Mal geht es links schneller, mal rechts.”

“Und genau deshalb sollte man mit dir nicht einkaufen gehen.”
“Wie bitte??”

“Weil du dich dann auch immer an der falschen Kasse anstellst.”
“Sag mal, du spinnst ja wohl!”

“Ist doch wahr!”
“Das ist NICHT wahr, das ist lediglich Zufall!”

“Quatsch, Zufall, pff!”
“Mal stehst du an der falschen Kasse, mal ich!?”

“Das stimmt.”
“Eben.”

“Das ist ja gerade das Schlimme.”
“Was??”

“Du oder ich, wir stehen 1-mal pro Monat an der falschen Kasse.”
“Mag sein, schön, und??”

“Deswegen stehst du viel häufiger falsch, als ich.”
“Liebste, könntest du mir bitte diese faszinierende Logik mal…”

“Ist doch ganz einfach!”
“Was auch immer es ist, es ist bestimmt Schwachsinn!”

“Ist es nicht! Immer denkst du, ich würde nur Blödsinn reden!”
“Tust du ja auch!”

“Nur weil du nicht rechnen kannst! DU bist hier der Blödmann!”
“Hallo?? Wenn du und ich jeweils 1-mal falsch stehen, dann…”

“…dann stehst du 5-mal mehr falsch, als ich.”
“Warum??”

“Weil ich 10-mal pro Monat einkaufe und du nur 2-mal.”
“Wie bitte??”

“Ich muss ja immer alles erledigen, du machst ja nichts!”
“Was soll das denn jetzt bitte heißen??”

“Du könntest ruhig auch mal!”
“Aber wir wechseln uns doch immer ab mit Einkaufen gehen??”

“Denkst du…”
“Tun wir nicht??”

“Nein! Ich muss immer noch mal los zwischendurch!”
“Weshalb denn?? Wir haben doch einen Einkaufszettel??”

“Man kann nicht alles aufschreiben, da muss man mitdenken.”
“Wenn wir nicht schon stehen würden, JETZT müsste ich anhalten!!”

“Anhalten? Wieso?”
“UM DICH RAUSZUSCHMEISSEN!”

“Das würde ich an deiner Stelle aber nicht tun…”
“Und wieso nicht??”

“Weil du ohne mich wieder an der falschen Kasse stehen wirst!”

Kopfschüttel…

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Gut, wieso?

29. Juli 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste wirbelt in der Küche herum, als ich am Abend nach Hause komme. Ich kann zwar nicht genau sagen, was sie da macht, aber es sieht sehr nach bevorstehenden Bratkartoffeln aus. Nicht schlecht, nicht schlecht!
Allerdings verrät mir ihr Gemurre dabei, dass sie wohl entweder Stress oder Hunger oder beides hat…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, na, wie geht es dir?”

“Gut, wieso?”
“Ähm… Naja, nur so?”

“Nur so??”
“Ich wollte eben wissen, ob es dir gut geht?”

“Ja, aber du fragst das, als wenn es nicht so wäre!”
“Ich habe doch einfach nur gefragt, ob es dir gut geht??”

“Ja, aber mit so einem Unterton!”
“Du entdeckst einen Unterton in vier kleinen Wörtern??”

“Ich kenne dich eben.”
“Aha. Also heißt das, dass es dir NICHT gut geht??”

“DU hast doch eine Antwort bekommen, oder??”
“Ja schon, aber…”

“Nein, nein, du hast schon recht.”
“Ähm, womit jetzt??”

“Dass es mir nicht gut geht.”
“So?? Warum??”

“Weil ich mir einen Fingernagel abgebrochen habe, darum!”
“Oh… Naja, aber das ist ja kein Weltuntergang, oder??”

“Ach!? Und warum fragst du dann so blöd!?”

Kopfschüttel…

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Hex hex!

26. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste sitzt an ihrem Schreibtisch am Computer, als ich am Abend nach Hause komme. Sie ist voll konzentriert und klebt sozusagen mit ihrer Nase am Bildschirm.
Ich setze mich auf den Stuhl neben ihr und schaue mir meine Liebste eine Zeit lang an…

“Hallo Schatz, du, ich muss hier echt noch arbeiten.”
“Das sehe ich, Süße.”

“Fein.”
“Was machst du denn da genau?”

“Ach, nur den Rest für heute, sonst nichts.”
“Na gut…”

[Ich kann nicht genau sehen, was sie da macht, aber auf dem Monitor sind tausend Tabellen, Zahlen und Felder zu erkennen. Es wird sich wohl um ein Programm ihrer Firma handeln, vielleicht das CRM oder ein Finanzsystem oder so.
Ich weiß, dass Verwaltungskram und Zahlen nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen meiner Liebsten gehören...]

“Du Schatz, ich muss mich hier wirklich konzentrieren jetzt.”
“Jaja, ich will dich ja auch gar nicht stören.”

“Und warum beobachtest du mich dann??”
“Ich sitze doch nur hier??”

“Ja, aber du starrst mich an!”
“Möchtest du, dass ich gehe?”

“Nein, aber du sollst mich nicht beobachten.”
“Ich interessiere mich doch nur dafür, was du so machst?”

“Dann kann ich mich aber nicht konzentrieren!”
“Ist ja schon gut, ich gehe ins Wohnzimmer rüber.”

“Nee, bleib mal lieber hier.”
“Aber du hast doch eben gesagt, dass ich…”

“Ich habe NICHT gesagt, dass du gehen sollst!”
“Sondern??”

“Du sollst mich nur nicht so angucken.”
“Wo soll ich denn hingucken??”

“Keine Ahnung, irgendwo anders hin eben.”
“Aha…”

“Setz dich doch einfach vor deinen eigenen Computer?”
“Nee, ich habe den ganzen Tag schon vorm Bildschirm gesessen.”

“Oder lies die Zeitung da, die magst du doch?”
“Diese c’t habe ich schon gelesen.”

“Dann mach halt irgendwas!”
“Ich werde jetzt in die Küche gehen.”

“Nein, bleib bitte hier!”
“Aber Schatz, ich denke, du musst dich konzentrieren??”

“Muss ich ja auch.”
“Dann kann ich doch auch gehen, oder nicht??”

“Nein, ich glaube, ich brauche dich gleich.”
“Wofür??”

“Ich muss doch was drucken.”
“Dann druck doch!”

“Das funktioniert aber nicht!”
“Was funktioniert nicht!? Der Drucker??”

“Worauf soll man den sonst drucken?? Natürlich der Drucker!”
“Oh, Entschuldigung vielmals!”

“Ich muss unbedingt die Reisekostenabrechnung drucken.”
“Und?”

“Ich habe schon 20-mal Drucken geklickt, aber kommt nichts.”
“Dann lass mich mal eben nachschauen…”

“NEIN!”
“Nicht??”

“Nein, ich will es ja selber hinkriegen!”
“Aha… Und wie lange probierst du das schon??”

“Och… So ne halbe Stunde?”
“Lass mich doch nachsehen, das kann ja nur eine Kleinigkeit sein!”

“Nee, sag mir lieber, was ich machen muss.”
“Ist der Drucker an? Kabel dran?”

“Ja.”
“Eingeschaltet?”

“Natürlich.”
“Und es kam keine Fehlermeldung am Bildschirm?”

“Nein.”
“Ist denn der richtige Drucker eingestellt?”

“Wieso, haben wir mehrere??”
“Nein, aber es könnte ja sein, dass…”

“Also solche Tipps kann ich mir auch selber geben!”
“Ich meine doch nur, ob…”

“Wenn du mich schon unterbrichst, dann aber bitte sinnvoll!”
“ICH unterbreche dich??”

“Ich war ja voll damit beschäftigt, das habe ich doch gesagt!”
“Ich will dir doch aber nur helfen!?”

“Dann mach, dass das doofe Ding druckt!”
“Heiße ich Bibi Blocksberg, oder was??”

“Ich wüsste nicht, dass Bibi Blockberg je was gedruckt hätte.”
“Ach wirklich?? Ich meinte eher, dass ich nicht zaubern kann.”

“Soll das heißen, dass du mir nicht helfen kannst hier?”
“Jedenfalls nicht, indem ich hier nur rumsitze!”

“Eene meene Kartoffelbrei, flux den Drucker herbei! Hex hex!”
“Was wird das jetzt??”

“Du hast doch mit Bibi Blocksberg angefangen!?”
“Boah, ich muss echt mehr Lebertran trinken…”

“Druckt immer noch nicht…”
“DAS nennst du also konzentriertes Arbeiten??”

“Ich glaube, du musst mir doch helfen…”
“Oh! Ich?? Ich darf?? Diese Ehre, mein Gott…”

“Los, dann mach mal.”

[Die Liebste steht von ihrem Stuhl auf und bietet mir diesen mit einer eindeutigen Handgeste zum Platz nehmen an. Obwohl ich ihr in diesem Moment mal wieder den Hals umdrehen könnte, setze ich mich mit leicht verzogenen Mundwinkeln vor ihren Computer und die Liebste stellt sich dicht hinter mich.
Ich klicke auf den Menüpunkt Einstellungen und dann auf Druckerauswahl in dem merkwürdig anmutenden Programm.]

“Hex hex!”
“Schatz, was soll das??”

“Ich dachte, das hilft vielleicht…”
“Das tut es NICHT!”

“Mach da bloß nichts kaputt!”
“Gib mir mal einen Augenblick, ja??”

“Aber nichts verstellen!”
“Hallo?? Ohne was ändern geht es ja wohl nicht!?”

“Und du weißt, was du da tust??”
“Ich denke schon. Ich habe ja noch gar nichts gemacht.”

[In dem Menü entdecke ich ein gutes Dutzend Druckereinträge. Natürlich frage ich mich, woran das wohl liegt, denn an dem Rechner hängt wirklich nur ein einziger Drucker.
Bei genauerem Hinsehen wird mit klar, dass das alles Netzwerkdrucker sind; die Liebste scheint via Internet und VPN noch mit ihrem Firmennetzwerk verbunden zu sein.]

“Und??”
“Sag mal, wie oft hast du schon auf Drucken geklickt?”

“Weiß nicht mehr, so 20-, 30-mal? Wieso?”
“Weil der Drucker wahrscheinlich schon funktioniert hat.”

“Da ist aber nichts rausgekommen??”
“Du hast ja auch auf einen anderen Drucker gedruckt.”

“Auf einen anderen??”
“Kennst du einen Drucker mit dem Namen JJAV06_MH?”

“Ähm… Das ist das Kürzel von meiner Chefin??”
“Dann hat sie jetzt zirka eine Tonne Papier in ihrem Drucker liegen.”

“Heißt das, ich habe von hier aus auf IHREN Drucker gedruckt??”
“Sieht so aus…”

“Das geht??”
“Das geht. Weil du die Verbindung zur Firma nicht getrennt hast.”

“Oh… Das kann sein…”
“Ist ja nicht so schlimm.”

“Doch.”
“Warum? Ist doch nur Papier?”

“Die Reisekostenabrechnung ist nicht das Problem, aber…”
“Aber??”

“Ich hatte das gleiche Problem eben mit einem PDF…”
“PDF?? Was hast du denn da gedruckt??”

“Die Bedienungsanleitung vom Drucker…”

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Nur für Frauen

22. Juli 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich sitzen am Abend in unserem Wohnzimmer am Esstisch und essen einen leckeren Obstsalat, den die Liebste gezaubert hat.
Mit Vanille-Quark drin, da könnte ich mich echt jedes mal reinlegen…
Auch der Liebsten scheint es ausgezeichnet zu schmecken und daher sind unsere Schälchen schnell und vollständig ausgelöffelt.

“Boah, das war lecker.”
“Ja, Süße, das hast du wieder mal sehr gut gemacht.”

“Sollte man viel öfter machen.”
“Also von mir aus gerne!”

“Ja, aber der Quark ist nicht ganz ohne.”
“Ohne was?”

“NICHT ohne, sagte ich.”
“Ohne was nicht also?”

“Der hat ganz schön viele Kalorien.”
“Egal, ist aber lecker und gesund.”

“Ich wollte übrigens eine neue Diät anfangen.”
“Oh nein, nicht schon wieder dieses Thema!”

“Du musst ja nicht mitmachen!?”
“Danke vielmals.”

“Oder besser: du kannst eigentlich gar nicht richtig mitmachen.”
“Ach so? Und warum kann ich das nicht??”

“Weil das nur für Frauen ist.”
“Es gibt eine Diät nur für Frauen??”

“Natürlich!”
“Das glaube ich nicht.”

“Doch, da habe ich neulich was zu gelesen.”
“Was denn?”

“Dass vorgetäuschte Orgasmen mehr Kalorien verbrauchen.”
“Was??”

“Ein vorgetäuschter Orgasmus verbraucht mehr, als ein echter.”
“Quatsch!”

“Doch!”
“Warum denn??”

“Das stand da nicht.”
“Wo stand das denn??”

“Das sage ich dir nicht, sonst lästerst du bloß wieder!”
“Aha. Demnach handelt es sich um eine deiner Frauenzeitschriften.”

Blödmann!”
“Ich wusste es doch!”

“Da wird schon was dran sein!”
“Dass Frauenzeitschriften viel Unsinn schreiben??”

“Nee, dass gespielte Orgasmen mehr Kalorien verbrauchen!”
“Na und wenn schon, was kannst du mit diesem Wissen anfangen??”

“Ganz einfach. Lass uns rüber gehen!”

Kopfschüttel…

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Schneckentreff

20. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind auf dem Sprung, wir wollen zu Freunden fahren, bei denen wir zum Grillen eingeladen sind.
Heute sind wir tatsächlich mal einigermaßen pünktlich, sogar die Liebste ist – für ihre Verhältnisse – rechtzeitig fertig geworden.
Wir sind schon fast an meinem Auto…

“Du fährst doch heute, oder?”
“Ja, Süße.”

“Auch heute Abend?”
“Auch heute Abend.”

“Prima, dann kann ich ja mit Julia ein paar Cocktails trinken.”
“Kannst du, aber jetzt steig erst mal ein.”

[Wir gehen um meinen Wagen herum und ich drücke auf die Fernbedienung, um die Türen zu öffnen.
Ich habe den Griff schon in der Hand, da höre ich einen Aufschrei!]

“Halt, halt, halt, halt!!”
“Was ist??”

“Nicht losfahren, bloß nicht losfahren!!”
“Wieso?? Ist was kaputt?? Platten??”

“Nein, der Reifen ist in Ordnung.”
“Aha, und was dann??”

“Hier sitzt eine Schnecke!”
“Eine Schnecke??”

“Ja, hier auf dem Reifen vorne!”

[Ich lasse den Türgriff los und gehe um die Motorhaube herum zum rechten Vorderrad, und tatsächlich: da sitzt eine kleine Schnecke oben auf der Lauffläche des Reifens.]

“Wie kommt die denn da hin??”
“Sie wird da wohl hin gekrochen sein, was sonst!?”

“Warst du nicht eben noch mit dem Wagen unterwegs??”
“Naja, das ist ja schon eine halbe Stunde her…”

“Ach so, ich dachte schon, die sei während der Fahrt dahin.”
“Während der Fahrt??”

“Na, so wie du fährst??”
“Sehr witzig Liebste, wirklich sehr witzig!”

“Haha!”
“Können wir dann jetzt?”

“Was?”
“Na losfahren?”

“Und die Schnecke??”
“Nimm sie ab und dann los.”

“Ich?? Ich fasse doch die Schnecke nicht an?!”
“Na gut, dann mache ich das.”

“Nein!”
“Ähm, was genau meinst du jetzt mit NEIN??”

“Du rupfst die ja einfach nur ab und dann tut sie sich weh!”
“Ich werde ganz zärtlich sein…”

“Und wo willst du sie dann hinsetzen??”
“Tja, vielleicht da neben den Baum?”

“Nee, auf keinen Fall!”
“Und warum nicht, bitte??”

“Hier sind ja nur Bürgersteig und Straße.”
“Und??”

“Na wenn sie woanders hin will, dann überfährt sie jemand!”
“Aber…”

“Oder es tritt jemand drauf!”
“Soll ich vielleicht noch Warnschilder aufstellen, oder was??”

“Das geht doch gar nicht…”
“Ach… Tatsächlich…”

“Das ist schwierig mit der Schnecke, was?”
“Weniger mit der Schnecke, eher mit dir…”

“Ich bin eben ein Tierfreund.”
“Ja… Wir können sie ja da hinten zum Schneckentreff bringen.”

“Wo ist denn hier ein Schneckentreff??”
“Ich meine deinen Friseur.”

“Hä??”
“Ach, vergiss es… Also was nun?”

“Ich weiß nicht. Aber wir lassen sie nicht hier.”
“Was soll das denn jetzt heißen, du willst doch wohl nicht…”

“Doch, wir nehmen die kleine Schnecke mit.”
“Was??”

“Und dann bringen wir sie auf eine schöne Wiese oder so!”
“Och Schatz!”

“Was denn??”
“Das ist doch Blödsinn!”

“Das können wir ja wohl mal machen, oder??”
“Mit WIR meinst du wohl eher MICH, richtig??”

“Wieso, du hast doch gesagt, dass du fährst!?”

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Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und überlegen, was wir mit dem angebrochenen Abend nun machen.
Natürlich könnten wir das schöne Wetter nutzen, allerdings hat die Liebste eine kleine Erkältung und sie möchte lieber zuhause bleiben.
OK! Da wird sich doch was finden lassen…

“Schatz, was wollen wir denn jetzt machen?”
“Hm, keine Ahnung, Süße, aber uns fällt schon was ein…”

“Wollen wir mal wieder was spielen?”
“Spielen? Ähm, ja… Was denn?”

“Was haben wir denn alles?”
“Tja, also… Mensch ärgere dich nicht?”

“Nee.”
“Warum denn nicht? Das spielen wir doch gern?”

“Ja, aber wir spielen ja immer Mensch ärgere dich nicht.”
“Aha…”

“Das ist doch langweilig, immer dasselbe zu spielen!”
“Aber…”

“Ich möchte jetzt mal was anderes spielen.”
“OK, schön, also wie wäre es mit Monopoly?”

“Nee, bloß nicht Monopoly.”
“Spiel des Lebens?”

“Nee.”
“Vier gewinnt?”

“Doof.”
“Hexentanz?”

“Ist das das, wo man nicht weiß, wer man ist?”
“Genau, sehr lustig.”

“Nee.”
“Aha, auch nicht, tja… Kniffel?”

“Nö.”
“Scotland Yard vielleicht?”

“Das mit dem Spion jagen?”
“Ja.”

“Nee.”
“Och Schatz!”

“Mehr haben wir nicht??”
“Doch, wir hätten noch Trivial Pursuit.”

“Auf keinen Fall.”
“Und wie wäre es mit Scrabble, das haben wir auch noch?”

“Nee.”
“Sag mal, was soll denn das??”

“Was denn??”
“Du wolltest doch mal was anderes spielen!”

“Ja, aber die gefallen mir jetzt alle nicht irgendwie…”
“Wir hätten noch Kartenspiele, zum Beispiel Uno, Mau Mau…”

“Och nee.”
“Warum stellst du dich denn jetzt so an??”

“Ich stelle mich nicht an und außerdem bin ich krank!”
“Gute Besserung!”

Blödmann!”
“Doofmarie!”

“Wir müssen unbedingt mal ein neues Spiel kaufen.”
“Bitte?? Wir haben doch den ganzen Schrank voll??”

“Da ist aber nichts dabei, worauf ich jetzt Lust hätte!”
“Da fällt mir ein, Wer wird Millionär haben wir noch am PC?”

“Vorm PC sitzen?? Bei dem Wetter??”
“Aber wir sind doch sowieso hier drin??”

“Ja, aber nee. Kein Wer wird Millionär. Nee.”
“Himmel! Also dann weiß ich auch nicht…”

“Da hat man so viele Spiele und keins passt…”
“Da hat man EINE FRAU und nie passt was, so muss es heißen!”

“Blödmann!”
“Doofmarie!”

“OK, also ich habe mich entschieden.”
“Entschieden? Wofür??”

“Was wir spielen.”
“Und zwar?”

“Mensch ärgere dich nicht. Und ich darf anfangen!”

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Könnte doch gehen?

13. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam am Frühstückstisch und lassen es uns mit allerlei Leckereien gut gehen. Ab und zu mal in aller Ruhe groß frühstücken: was gibt es Schöneres…
Außerdem bietet das auch immer Raum für Gespräche und Neuigkeiten.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Weißt du, was ich mir mit Kathrin zusammen überlegt habe?”
“Nein. Was?”

“Wie man aus der Wirtschafts- und Ölkrise rauskommt.”
“Ach so. Wirtschafts- und Ölkrise. Wenn´s weiter nichts ist…”

“Das ist gar nicht so schwer.”
“Aha, und DAS hast du dir ausgerechnet mit Kathrin überlegt??”

“Ja.”
“…mit einer Frau, die glaubt, Tofu sei eine griechische Insel??”

“Das hat sie doch gar nicht ernst gemeint!”
“Das glaube ich aber schon!”

“Quatsch!”
“Na wie dem auch sei… Und was ist jetzt das Ergebnis?”

“Von was?”
“Wie ihr mal eben die Welt retten wollt?”

“Ach so! Das ist eigentlich ganz einfach.”
“Ganz einfach also…”

“Wir haben uns überlegt, dass es ja viele Kühe gibt.”
“Kühe??”

“Ja. Wir haben das mal gegoogelt.”
“Was habt ihr gegoogelt?”

“Es gibt allein in Deutschland ungefähr 4 Millionen Kühe.”
“Echt?”

“Ja. Und jede gibt bis zu 40 Liter Milch am Tag.”
“So viel?? Das sind ja…”

“…160 Millionen Liter am Tag, genau.”
“Wow… Das wusste ich gar nicht! Stimmt das??”

“Natürlich stimmt das!”
“Das kommt mir irgendwie Spanisch vor…”

“Aber das stimmt tatsächlich, keine Sorge.”
“Aha. Aber das dürfte ja nicht wirklich neu sein, oder?”

“Nee, aber das verschafft unserem Plan das nötige Potenzial.”
“Was für ein Plan denn??

“Wir stellen um.”
“Ihr stellt um?? Wen??”

“Die Kühe.”
“Auf was??”

“Auf Öl.”
“Auf Öl?? Du meinst, ähm, also, Öl im Sinne von Benzin, ähm…”

“Kathrin meint, das müsste gehen.”
“Ihr wollt also Kühe auf Öl umstellen??”

“Ja, mit irgendeiner Biomasse, Enzyme und Bakterien oder so.”
“Mit Bakterien??”

“Ja, so wie in einer Kläranlage. Haben wir auch gegoogelt.”
“Ähm…”

“Ja, die Bakterien machen die Milch in kleine Stücke…”
“-”

“…und die Enzyme bauen das dann später zu Öl zusammen.”
“Das glaubt mir wieder mal keiner, ehrlich…”

“Wieso? Könnte doch gehen??”
“Ja… Ist wahrscheinlich einfach noch niemand drauf gekommen…”

“Wir wollen natürlich nicht alle Kühe auf Öl umstellen.”
“Natürlich nicht…”

“Weil wir ja auch noch Milch brauchen.”
“Das ist aber sehr nett von euch…”

“Ist doch ein guter Plan, oder??”
“Äh, ja… Sag mal, arbeitet Kathrin nicht in einem Reisebüro??”

“Ja, wieso?”
“Hat die da nicht genug zu tun, oder was??”

“Na und? Mit so einer Lösung könnten wir Millionen verdienen!”
“…wohl eher Millionen verlieren…”

“Stell dir mal vor, wenn man direkt an einer Kuh tanken könnte!!”
“Oh bitte, das ist doch totaler Schwachsinn!!”

“Vielleicht hat das einfach noch nie jemand probiert??”
“OK, schön. Nehmen wir mal an, ihr zwei Grazien versucht das.”

“Dann werden wir berühmt!”
“Jaja, berühmt. Und nehmen wir mal an, es klappt leider nicht.”

“Naja, möglich wäre es ja, dass das doch nicht klappt…”
“Und was macht ihr dann??”

“Dann haben wir natürlich Plan B.”
“Oh nein…”

“Doch!”
“Und was ist dann Plan B? Aus Wein Gold machen, oder was??”

“Nein, es ist viel simpler.”
“So??”

“Dann stellen wir einfach Autos auf Milch um!”

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Niemals müde

9. Juli 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?”
“Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.”

“Mir ist aber kalt.”
“Dann bist du vielleicht einfach nur müde.”

“Ist dir denn nicht kalt??”
“Nein. Mir ist warm.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?”
“Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.”

“Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??”
“War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.”

“Immer sagst du, ich sei müde!”
“Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!”

“Ich bin nicht müde!”
“Schön!”

“Ich bin NIE müde!”
“Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!”

“Was denn??”
“Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!”

“Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.”
“Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?”

“Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!”

Kopfschüttel…

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Ganz viel Liebe drin

6. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich treffen uns am Samstagnachmittag zuhause, nachdem die Liebste mit ihrer Freundin Nicole den ganzen Tag über in der Stadt zum Shoppen war.
Ich musste/wollte/durfte nicht mit, insofern ein denkwürdiger Tag, der im Kalender vermerkt werden sollte…

“Hallo Schatz! Ich bin wieder da!”
“Hallo Süße! Habt ihr einen schönen Tag gehabt?”

“Ja. War super.”
“Aha.”

“Ist schon was anderes, mit einer Frau shoppen zu gehen…”
“Das kann ich mir bildhaft vorstellen.”

“Und was hast du so gemacht in der Zwischenzeit?”
“Ähm, also ich habe hier ein bisschen…”

“Das ist schön, Schatz.”
“Ja, so viel also dazu…”

“Willst du sehen, was ich alles mitgebracht habe?”
“Ähm…”

“OK, warte, ich packe eben schnell aus.”
“Habe ich eine Wahl?”

“Nein.”
“Tja…”

[Ich setze mich also auf unser Sofa, während die Liebste mit ihren 27 Tüten im Schlafzimmer verschwindet.
Nach gefühlten 2 Stunden kommt sie neu bekleidet zurück und stellt sich in den Türrahmen, damit ich auch alles gut sehen kann.]

“Und? Was meinst du?”
“Der Rock ist toll, so einen hast du doch gesucht, oder?”

“Ja! Und jetzt habe ich endlich so einen!”
“Fein.”

“Und was noch?”
“Ähm… Die Bluse?”

“Ja, die Bluse.”
“Die ist auch gut.”

“Gut??”
“Sehr gut, sehr schön, passt gut zum Rock.”

“Habe ich auch extra dafür gekauft.”
“Ja. Und die Schuhe sind auch klasse.”

“Welche Schuhe??”
“Ähm, die Schuhe, die du da an hast?”

“Die sind doch gar nicht neu!?”
“Ach so?”

“Die habe ich doch schon ewig!”
“Habe ich aber noch nie gesehen?”

“Ich habe sie ja auch noch nie an gehabt.”
“Ähm…”

“Aber zu dem Rock passen die jetzt endlich!”

[Meine Liebste dreht sich auf dem Absatz um und verschwindet erneut im Schlafzimmer, um das Outfit zu wechseln.
Dann kommt sie wieder und alles geht von vorne los, und zwar insgesamt dreimal.
Während ich mich frage, wie diese Frau vorher ohne diese ganzen Sachen überhaupt leben konnte, zieht die Liebste aus einer kleinen Tüte einen zirka tassengroßen Gegenstand, der in Geschenkpapier verpackt ist.]

“Hier, für dich habe ich auch was mitgebracht.”
“Für mich??”

“Ja, möchtest du es haben? Da ist ganz viel Liebe drin!”
“Was ist da drin?? Liebe??”

“Mach es doch auf!”

[Die Liebste gibt mir das Geschenk und ich prüfe anhand des Gewichtes und der Form zunächst, was da wohl drin sein könnte. Es fühlt sich leicht und weich an; ohne feste Konturen.]

“Und? Noch kannst du raten, was da drin ist!”
“Hm… Ein paar Socken??”

“Socken! Ich schenke dir doch keine Socken!!”
“Da bin ich aber erleichtert; vielleicht eine, ähm… Unterhose?”

“Unterhosen schenke ich dir auch nicht mehr, darf ich ja nicht.”
“Richtig, darfst du nicht.”

“Obwohl ich das gar nicht verstehen kann.”
“Was verstehst du denn daran nicht??”

“Ich könnte dir doch mal wieder einen schicken Slip schenken??”
“Du meinst, so wie den letzten, den du mir gekauft hast??”

“Kann ich doch nicht wissen, dass du keine Strings magst!”
“Männer tragen nun mal keine String-Unterhosen!”

“Manche schon.”
“Ja, aber die bekommen auch viel Geld dafür.”

Blödmann, ich fand die gut!”
“Schön, und was ist hier jetzt drin??”

“Mach auf!”

[Ich öffne vorsichtig die drei Klebestreifen, die das Geschenkpapier zusammen halten. Und zum Vorschein kommt... ]

“Ist der nicht süüüß??”
“Ähm… Das ist ja ein…”

“Ein Schutzengel, genau.”
“Schutzengel?? Für mich sieht es eher aus wie ein Bärchen…”

“Ja, aber das ist ein Schutzengel, ein Schutzbärchen sozusagen.”
“Danke, aber… Was soll ich damit??”

“Ich dachte, dass du dir den ins Auto hängst.”
“Ins Auto??”

“Ja, da ist eine große Schlaufe dran, siehst du?”
“Und DEN soll ich mir jetzt ins Auto hängen??”

“Klar, ich meine, so wie du fährst, brauchst du den!”
“Bei aller Liebe, aber ich hänge mir NICHT so ein Ding an den Spiegel!”

“Warum nicht? Das machen viele?”
“Viele ja, ich: NEIN!”

“Jetzt sei doch nicht so!”
“Liebste, ich hänge mir doch nicht so ein Gedöns ins Auto!”

“Och bitte, das ist in diesem Fall GANZ wichtig!!”
“Wieso gerade in diesem Fall?”

“Weil ich den gleichen habe, hier! Das bringt Glück!”

[Die Liebste zieht aus ihrer Handtasche ein weiteres Bärchen, identisch mit dem, welches ich gerade in der Hand halte.]

“Das Glück funktioniert nur, wenn wir das beide machen!”
“Heißt das, dass du dir das Ding auch in dein Auto hängen willst??”

“Ja!”
“NEIN!”

“Och bitte!”
“Himmel!”

“Ich dachte, du findest das romantisch…”
“Es ist ja auch nett gemeint, aber…”

“Du bist so doof, nie freust du dich über was, was ich mache!”
“Ich freue mich ja, aber…”

“Ich mache das doch nur, weil ich dich so lieb habe.”
“Ähm, also…”

“Alles, was ich mir ausdenke, ist immer verkehrt.”
“Also so kann man das nun auch nicht…”

“Ich kann dir ja schließlich keine Blumen mitbringen, oder??”
“Es tut mir ja leid, aber…”

“Na schön, dann gib her.”
“Und dann? Was dann?”

“Dann schenke ich die Bärchen eben Tanja.”
“Tanja?? Und was soll die dann damit??”

“Die kann den einen dann ja ihrem Freund schenken.”
“Aha…”

“Vielleicht will der das Bärchen ja für sein Auto haben.”
“Tja, also ich befürchte, das wird ähnlich schwierig werden…”

“Ähnlich schwierig wie bei Nicole?”
“Wieso Nicole? Was hat die denn jetzt damit zu tun??”

“Na von Nicole habe ich die Bärchen ja gekriegt!”

Kopfschüttel…

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Der versteckte Witz

3. Juli 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste hält sich seit gefühlten 4 Stunden im Badezimmer auf, während ich bereits im Bett liege und darauf warte, dass sie endlich zu mir kommt.
Frauen brauchen ja immer ein bisschen länger, aber das… Gerade, als mir die Augen zufallen, kommt sie zur Tür hinein.

“Ich will kein Wort hören!”
“Ähm… OK, Süße…”

“Keinen Spruch, keine Witze, kein Gelaber: NICHTS!”
“Ich sage doch gar nichts??”

“Dann ist ja gut.”
“Darf ich denn trotzdem wenigstens fragen, was das ist??”

[Die Liebste hat zirka 10-12 kleine weiße Vierecke im Gesicht kleben; jedes so etwa 2x2 Zentimeter. Auf der Stirn, auf der Nase, am Kinn, auf der Wange...
Sie sieht ein bisschen so aus wie... Ach, ich darf ja nichts sagen...]

“Das ist Creme.”
“Sieht aber eher aus wie Toilettenpapier-Schnipsel??”

“Es ist ja auch Toilettenpapier.”
“Aha.”

“Wie gesagt, ich will NICHTS hören!”
“Ich sage ja auch gar nichts?”

“Aber du wolltest was sagen.”
“Wollte ich nicht!”

“Doch! Ich kenne dich!”
“Nein, wirklich, ich wollte nichts dazu sagen!”

“Also schön, dann lass es raus.”
“Was denn raus lassen??”

“Einen doofen Kommentar, Lästerei oder was dir sonst einfällt.”
“Aber Schatz, ich will doch gar nichts…”

“LÜG MICH NICHT AN!”
“Aber…”

“Da fallen mir selbst ja schon tausend Sprüche zu ein!”
“So?”

“Ja. Und DIR fallen bestimmt zweitausend ein!”
“Aber ich muss doch nicht immer alles kommentieren, oder?”

“Also hast du doch was auf der Zunge!!”
“Nein, es ist alles gut. Komm ins Bett jetzt.”

“Was willst du damit sagen??”
“Was? Womit??”

“Dass ich ins Bett kommen soll!”
“Du sollst eben ins Bett kommen, was sonst!?”

“Ist das irgendein versteckter Witz??”
“Nein! Komm einfach hier ins Bett und leg dich hin.”

“Auf den Rücken?”
“Worauf du möchtest.”

“Siehste, und gleich kommt es dann!!”
“Was denn??”

“Dann sagst du, dass ich wie eine Mumie aussehe oder so!”
“Im Gegensatz zu dir haben Mumien aber…”

“Ich wusste es! Ich wusste es! Sei still!!”
“Aber…”

Blödmann!”
“Mumie!”

“Doppelblödmann!”
“Plakatsäule!”

“Dummbeutel!”
“Flickenteppich!!”

“Hör auf jetzt!!”
“Ich sage doch gar nichts??”

“Ich gehe jetzt.”
“Wohin??”

“Ich mache die Dinger wieder ab!”
“Warum??”

“Weil du dich wie erwartet nur über mich lustig machst!!”

Kopfschüttel…

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