Meine Liebste und ich sitzen zusammen im Auto und sind auf dem Weg zu unserem Einkaufsmarkt; der Kühlschrank ist mal wieder leer und möchte gefüllt werden.
Bei Sonnenschein sind wir losgefahren und keine 5 Minuten später regnet es wie aus Eimern…
“Also ICH steige nicht aus!”
“Liebste, es sind vom Parkplatz doch nur ein paar Meter…”
“Egal, ICH steige jedenfalls nicht aus.”
“…um zu warten, bis es aufhört, zu regnen?”
“Also ich kann nicht aussteigen!”
“Ja, das habe ich jetzt verstanden, danke.”
“Ich habe es ja auch 3-mal gesagt.”
“Danke.”
“Dass ich nicht aussteige, meine ich.”
“Ja.”
“Was heißt denn Ja??”
“Was verstehst du denn an Ja nicht??”
“Willst du das denn gar nicht genauer wissen?”
“Was! Warum du nicht aussteigen willst??”
“Ja.”
“Nein.”
“Nein??”
“Ja.”
“Was meinst du denn jetzt??”
“Ich meine, dass ich es weiß.”
“Was denn??”
“Warum du nicht aussteigen willst.”
“Ach so…”
“Ja. Sehr geistreiche Unterhaltung.”
“Du weißt es ja. Und ich bin echt erstaunt!”
“Worüber jetzt genau??”
“Du hast doch eben gesagt, dass du es schon weißt!?”
“Ach so, ich dachte, wir sprechen über unsere Unterhaltung.”
“Du denkst, dass wir darüber sprechen, was wir sprechen??”
“Ja.”
“Verstehe ich nicht.”
“Weiß ich.”
“Endlich weißt du mal was!”
“Ich weiß schon die ganze Zeit was!”
“Was denn??”
“Himmel! Schatz, diese Unterhaltung nervt!”
“Sagte ich schon, dass ich nicht aussteigen werde?”
“Ja. Mehrmals. Und ausreichend oft.”
“Gut.”
“Fein.”
“Wieso regnet das denn jetzt so dolle!?”
“Muss am Wetter liegen…”
“Du darfst dann aber auch nicht aussteigen!”
“Wie bitte?? Ich steige aus und gehe in den Laden.”
“Und ich??”
“Was und du!?”
“Dann bin ich ja ganz alleine!”
“So ist es.”
“Das geht nicht.”
“Schatz, ich sage es ungern, aber: das ist dein Problem.”
“Warum bist du denn jetzt so böse zu mir??”
“Stimmt nicht, ich habe es ganz sachlich und neutral gesagt.”
“Hast du nicht! Ich bin dir anscheinend völlig egal!”
“Quatsch!”
“Aber dass ich mitkomme, das ist dir egal!”
“Ist es nicht, komm doch mit!?”
“Wenn es so weiter regnet, steige ich nicht aus!”
“Und deshalb darf ich auch nicht aussteigen, oder was??”
“Damit ich nicht alleine hier sitzen muss, genau!”
“Nimm dir einfach den Schirm da und fertig!”
“Da nutzt der Schirm doch gar nichts!”
“Bitte?? Hier nutzt sowieso nichts, habe ich so das Gefühl!”
“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Solange ein Tropfen fällt, steigst du ja sowieso nicht aus!?”
“Doch, aber nur, wenn es nicht ganz so doll gießt!”
“Deine Frisur wird das schon überleben.”
“Frisur? Wieso denn meine Frisur?”
“Ist das nicht der Grund, warum du nicht aussteigen willst??”
“Nee. Natürlich nicht.”
“Ähm, sondern??”
“Weil ich zuhause was vergessen habe.”
“Aha, und was bitte??”
“Meine Schuhe.”
“Deine Schuhe??”
“Und Strümpfe.”
“Du hast auch deine Strümpfe vergessen??”
“Ja.”
“Und, ähm… WAS bitte hast du jetzt an??”
“Meine Flip-Flops.”
“Schatz! Du kannst doch nicht mit Flip-Flops…”
“Eben. ICH steige ganz bestimmt NICHT aus!”
Kopfschüttel…


Meine Liebste und ich sind auf der Suche nach einem neuen Festnetz-Telefon; unser jetziges ist zwar nicht kaputt, aber schon uralt.
Meine Liebste und ich sitzen am herrlichen Mittwochabend bei Freunden im Garten, wir sind zum Grillen eingeladen worden.
Meine Liebste und ich sitzen am Abend an unserem Esstisch im Wohnzimmer und essen gemeinsam Abendbrot; vielmehr: sind wir damit gerade fertig geworden.
Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer mit einem leckeren Glas Wein; irgendwie war uns heute danach und so haben wir ein erlesenes Fläschchen Rotwein aufgemacht.
Meine Liebste und ich gehen bei dem schönen Wetter an der Weser spazieren und teilen dieses Vergnügen offensichtlich mit tausenden anderen Bremern, es ist ziemlich voll auf der Promenade.
Meine Liebste und ich sitzen am Morgen in der Küche und trinken Tee und Kaffee zusammen, bevor wir uns wieder auf einen neuen Arbeitstag stürzen.
Meine Liebste und ich fahren durch Zufall an der großen Open-Air Kartbahn in Bassum vorbei; kurzentschlossen halten wir an, um bei dem schönen Wetter einen Blick auf die Bahn und die Fahrer zu werfen.
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