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Ich kann nicht!

27. April 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste sitzt auf dem Sofa, als ich am Abend von der Arbeit heim komme; und auf den ersten Blick ist mir klar: da stimmt irgendetwas nicht!
Um einer später ausufernden Diskussion zu entgehen, frage ich lieber gleich mal nach…

“Hallo.”
“Hallo Süße! Na? Was machst du denn für ein Gesicht heute?”

“Ich bin beleidigt.”
“Beleidigt? Warum? Was ist passiert?”

“Ich will nicht darüber reden.”
“Warum denn nicht?”

“Weil das meine Sache ist, deswegen.”
“Na gut, kann ich denn sonst irgendetwas für dich tun?”

“Nein. Lass mich.”
“Bitte sehr. Dann gehe ich duschen.”

“Du könntest ja ruhig mal hier sitzen bleiben jetzt!”
“Aber ich wollte doch nur eben schnell duschen gehen??”

“Du siehst doch, dass es mir nicht gut geht!”
“Ja schon, aber du willst ja nicht drüber reden!?”

“Du bist so unsensibel!”
“Was ist denn los, sag mal?!”

“Ich möchte jetzt nicht darüber reden, geht das?!”
“Natürlich, aber…”

“Ich kann doch wohl auch mal schlecht drauf sein, oder??”
“Selbstverständlich, ich wollte dich nur…”

“ICH! ICH! ICH!”
“Was??”

“Du redest NUR von dir!”
“Das stimmt doch gar nicht!”

“Ich höre aber nur ICH ICH ICH!”
“DU sagst ja auch nichts!”

“Jetzt hör auf, mich zu drängeln!”
“Ich drängele dich doch nicht, ich mache mir nur Sorgen!”

“Siehste, schon wieder redest du nur von dir!”
“Vielleicht ist es am besten, ich sage jetzt gar nichts mehr.”

“Gut.”
“Schön.”

“-”
“-”

“Kannst du dir denn nicht denken, was los ist?”
“Nein. Kann ich nicht.”

“Wie kann man nur so blind sein!”
“Aber ich, ähm, DU könntest es mir ja auch einfach sagen?”

“Ich will aber nicht!”
“Und was soll ich dann jetzt bitte machen??”

“…auf den Kopf stellen und lachen!”
“Was??”

“Das hat mein Vater immer gesagt.”
“Aha, verstehe…”

“Verstehst du gar nicht!”
“Mann, hast du heute eine Laune…”

“Das ist auch kein Wunder.”
“Ist was mit deinem Auto? Führerschein weg oder so?”

“Nein.”
“Bist du krank?”

“Nein.”
“Job verloren?”

“Nein!”
“Was denn dann??”

“Boah, geht mir diese Fragerei auf den Geist!!”
“Ach ja, ich wollte ja nichts mehr sagen.”

“-”
“-”

“Wo gehst du hin?”
“Ich gehe jetzt duschen.”

“Bleib hier!”
“Warum?? Du willst dich ja eh nicht mit mir unterhalten??”

“Ich kann nicht.”
“Du kannst nicht??”

“Ich gehe nie wieder vor die Tür!”
“Warum das denn nicht??”

Blödmann!”
“Liebste! Du sagst jetzt sofort, was los ist!!”

“NEIN!”
“DOCH!!”

“Das sieht man doch wohl!!”
“Ich sehe aber nichts!”

“Weil du doof bist, deswegen!”
“Jetzt reicht es aber langsam, ja!?”"

“Da über dem Sessel, da liegt meine Lieblingsjeans!”
“Na und?? Das ist deine Jeans, ja.”

“Und sie ist kaputt! Gerissen!”
“OK, gerissen, und??”

“Was heißt denn UND!?”
“Ist das schon alles? Eine 10 Jahre alte kaputte Jeans??”

“Das ist nicht IRGENDEINE Jeans, das ist DIE Jeans!!”
“Ich kauf dir eine neue!?”

“So eine kriege ich NIE wieder!”
“Und deswegen machst du jetzt hier so einen Aufstand??”

“Nein.”
“NEIN??”

“Das mit der Jeans könnte ich ja noch verkraften, zur Not…”
“Aber??”

“Ja glaubst du, die reißt von ganz alleine??”
“Soll das heißen, dass du…”

“Sag es nicht, sag es nicht!!”
“Ähm…”

“Ich will kein Wort hören!!”
“OK, schön, also dann weiß ich ja jetzt, was los ist.”

“So?? Und was bitte??”
“Ich soll es ja nicht sagen!?”

“Sag es doch!”
“Du bist dicker geworden?”

“DICKER?? Hast du gerade DICKER gesagt??”
“Naja, man könnte vielleicht auch sagen…”

“Du bist so doof! Ich wusste, warum ich nicht mit dir reden will!”
“Man sieht doch aber gar nicht, dass du…”

“Sei still!”
“OK.”

“Ich bin nicht dicker geworden!”
“Sondern??”

“Ich bin mit der Hose an deinem Schreibtisch hängen geblieben!”
“Oh, und davon ist sie zerrissen?”

“JA!”
“Entschuldige, dass konnte ich ja nicht…”

“Hau bloß ab!”
“Dann musst du aber ganz schön hängen geblieben sein, oder?”

“Ja. Und es ist alles runtergefallen dabei!”
“Ähm, von MEINEM Schreibtisch??”

“Ja.”
“Was ist denn da runter gefallen??”

“Die Fernseher-Fernbedienung.”
“Was?? Was hatte die denn da zu suchen??”

“Ich habe sie da hingelegt, als ich zum Telefon bin!”
“Hä?? Verstehe ich jetzt nicht??”

“Dabei bin ich ja eben hängen geblieben!”
“Aha, und jetzt?? Ich meine, hat sie es überlebt??”

“Die Hose nicht, das weißt du doch!”
“Ich meine die Fernbedienung!?”

“Nein.”
“NEIN??”

“Ist das nicht eine Katastrophe??”
“Allerdings!! DAS ist eine Katastrophe!!”

“Sage ich ja!”
“Die ist uralt, so eine kriege ich bestimmt nicht nach!”

“Ja, aber das ist ja nicht das eigentliche Problem.”
“Wie bitte?? Sondern??”

“Ich muss jetzt immer aufstehen, um umzuschalten!”

Kopfschüttel…

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Teilnehmer unbekannt

23. April 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren, bevor die Lichter ausgemacht werden. Das war ein guter Tag!
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man(n) denkt…

“Heute war irgendwie ein komischer Tag…”
“So? Warum denn, Süße?”

“Weil heute nichts geklappt hat, wie ich das wollte.”
“Was wolltest du denn?”

“Ich wollte zum Beispiel heute mein Auto waschen lassen.”
“Und??”

“Es hat dann aber angefangen, zu regnen.”
“Oh, das ist natürlich ärgerlich.”

“Und ich wollte Blumen kaufen, aber der Laden war schon zu.”
“Das tut mir leid, das kenne ich auch.”

“Und ich wollte dich anrufen, aber du bist nicht dran gegangen.”
“Du wolltest mich anrufen??”

“Ja. Aber du wolltest ja nicht mit mir sprechen.”
“Komisch, ich habe gar nicht gesehen, dass du angerufen hast??”

“Das musst du ja wohl gesehen haben!”
“Habe ich nicht, da war nichts, ehrlich!”

“Ich habe es 3-mal versucht und nur den neuen Spruch gehört.”
“Was für einen neuen Spruch??”

“Na auf deinem Anrufbeantworter.”
“Da ist nach wie vor der selbe Spruch drauf, wie immer!?”

“Nee, da ist nur diese blöde Standardansage der Mailbox.”
“Quatsch!”

“Und jedes mal habe ich dir eine Nachricht hinterlassen!”
“Wer weiß, wo du angerufen hast!”

“Deine Nummer ist doch aber in meinem Telefonbuch!?”
“Trotzdem hast du nicht bei mir angerufen!”

“Das kann ja gar nicht sein.”
“Ist aber so!”

[Meine Liebste schlägt die Bettdecke zur Seite, steht auf und holt aus dem Flur ihr Handy. Noch während sie zurück ins Bett kommt, tippt sie bereits auf der Tastatur rum.]

“Hier, siehste? Das ist ja wohl deine Nummer!”
“Das ist NICHT meine Nummer!!”

“Das ist nicht deine Nummer??”
“Nein! Du wirst ja wohl meine Handynummer kennen!!”

“Und wieso steht die dann hier unter deinem Namen??”
“Das frage ich mich auch! Und wem sie gehört, ist auch interessant!”

“Hm… Vielleicht habe ich da eine Nummer falsch zugeordnet?”
“Zeig mal her…”

[Eine genauere Betrachtung meines Telefonbucheintrages hat zum Ergebnis, dass sowohl meine richtige Handynummer als auch die unbekannte unter meinem Namen gespeichert sind. Sehr merkwürdig!]

“Wie ist diese Nummer denn nun da rein gekommen??”
“Das ist DEIN Handy, das musst du doch wohl wissen!”

“Ich weiß es aber nicht!?”
“Wem gehört denn diese Nummer nun??”

“Ich rufe jetzt einfach noch einmal da an…”
“Tu das.”

[Die Liebste wählt die Nummer und es klingelt; aber es geht auf der anderen Seite anscheinend niemand dran.]

“Nimmt keiner ab, Anrufbeantworter mit Nummernansage.”
“Toll.”

“Ich wüsste ja jetzt schon gerne, wer sich dahinter verbirgt!?”
“Und ich wüsste ganz gern, was du denn eigentlich von mir wolltest.”

“Von dir?”
“Na, als du mich angerufen und die falsche Nummer gewählt hast.”

“Ach so! Ja.”
“Ja, schön. Und was?”

“Ich wollte sagen, dass dein Chef hier bei uns angerufen hat.”
“Bei uns?? Über Festnetz? Hast du mit ihm gesprochen??”

“Ja, es war wohl dringend.”
“Was wollte er denn??”

“Dass du ihn anrufst. Du warst wohl via Handy nicht erreichbar.”
“Ach so, und das wolltest du mir sagen??”

“Genau!”
“Und warum erzählst du mir das erst JETZT??”"

“Wieso!? Ich habe doch alles auf deinen AB gesprochen!”
“Auf MEINEN dummerweise aber nicht!”

“Kann ich ja nicht wissen!”
“Und kann es sein, dass du dabei die Nummer von meinem Chef…”

“Ach ja!! DIE habe ich unter deinem Namen abgespeichert!”
“Ich brech zusammen…”

“Ich hatte nämlich seinen Namen nicht richtig verstanden!”
“Ähm, was GENAU hast du ihm denn da auf den AB gesprochen, also…”

“Oh, ähm, also wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Was soll das heißen!?”

“Ihr versteht euch doch sonst hoffentlich noch ganz gut, oder??”

Kopfschüttel…

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Nicht ganz dasselbe

20. April 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich räumen mal wieder die Wohnung etwas auf, muss ja ab und zu sein…
Während ich das Vergnügen des Staubsaugens zugewiesen bekommen habe, beschäftigt sich meine Liebste mit dem Badezimmer; worüber ich zunächst eigentlich auch ganz glücklich gewesen bin…

“Ich habe mal ein bisschen ausgemistet im Badezimmer.”
“So? Was musste denn da ausgemistet werden, Süße?”

“Ich habe mal meine ganzen Shampoos und Fläschchen sortiert.”
“Deine? Habe ich das richtig verstanden??”

“Ja, meine. Wieso?”
“Das heißt, dass du FREIWILLIG DEINE Sachen aufgeräumt hast??”

“Wieso sagst du das denn so vorwurfsvoll!?”
“Ich dachte, deine Shampoos, Cremes und Döschen sind dir heilig!?”

“Heilig nicht, aber du sollst da nichts machen, habe ich gesagt.”
“Ich brauche ja auch keine Glanz- und Glättungskuren.”

“Das mag ja sein, aber ich brauche die.”
“Nun gut, und davon hast du jetzt also einige weggeworfen?”

“Weggeworfen?? Nee.”
“Sondern?”

“Ich habe sortiert. Das sagte ich doch.”
“Ähm, es sind also alle noch da?”

“Natürlich! Was glaubst du denn!?”
“Aber hast du nicht eben gesagt, dass du…”

“Ich habe ausgemistet und sortiert, DAS sagte ich.”
“Ja, aber… Ist das denn nicht dasselbe, ich meine…”

“Das ist überhaupt nicht dasselbe!”
“Ah… Tja, ähm, mein Fehler…”

“Du gibst einen Fehler zu?? Das wäre aber auch das erste Mal!”
“Sehr witzig! Ich dachte eben, du MEINST dasselbe.”

“Nein.”
“Na schön, also wenn das nicht dasselbe ist, dann, ähm…”

“Ja? Was?”
“Also was hast du denn dann jetzt sortiert und was ausgemistet?”

“Meine kleinen Fläschchen und Tuben und so habe ich sortiert.”
“Ah, und?”

“Was und?”
“Und was hast du ausgemistet??”

“Dieses eklige klebrige Badeöl für wohltuende Entspannung.”
“Ach so.”

“Ja. Und noch ein paar andere Sachen, die da drum rum waren.”
“Ähm, sind das nicht die Sachen, die auf der Badewanne standen??”

“Ja, wieso?”
“Aber das sind ja MEINE!?”

“Das steht da aber schon ewig rum und nie benutzt du das!”
“Aber wenn ich mal ein Entspannungsbad nehmen will??”

“Willst du ja nie!”
“Kann ich nicht 10 Quadratzentimeter im Bad für mich haben??”

“Kannst du ja!”
“Und warum musst du dann diese Sachen unbedingt entsorgen??”

“Ich habe sie ja gar nicht entsorgt, wie kommst du darauf!?”
“Aber du hast doch gesagt, dass…”

“Nochmal, ich sagte AUSMISTEN! Nicht WEGWERFEN!”
“Für mich ist auch das aber fast dasselbe!”

“FAST DASSELBE heißt aber eben nun mal nicht DASSELBE!”
“Himmel! Was ist denn nun mit dem Entspannungsbadezeug??”

“Ich wusste nicht so recht, wohin damit…”
“Schön, ganz toll! Und wo ist es jetzt??”

“Ich habe das dahin gestellt, wo auch die anderen Sachen sind.”
“Was für andere Sachen??”

“Na die du aussortiert hast.”
“Ich habe noch nie was im Bad aussortiert!?”

“Nee, im Bad nicht, aber an deinem PC.”
“Was??”

“Du hast doch extra eine Kiste auf den Schrank gestellt??
“Was!? Die mit den Grafikkarten, Kabeln und Festplatten und so??”

“Ja! So Steckkarten und Kabel waren da drin, stimmt!”
“Und in diese Kiste hast du…”

“Ja, da war ja noch Platz und ich dachte…”
“Das glaube ich ja jetzt nicht…”

“Sollte das denn nicht da rein?”
“NEIN!! DAS SOLL DA NICHT REIN!!”

“Brauchst du denn die Sachen aus der Kiste überhaupt noch?”
“Natürlich!! Da kann ich einen ganzen PC draus zusammenbauen!”

“Oh, das ist ja blöd jetzt…”
“Ich weiß schon wieder gar nicht, was ich dazu sagen soll!!”

“Dann wird dir die andere Neuigkeit sicher auch nicht gefallen…”
“Was denn für einen andere Neuigkeit??”

“Ich wollte an dem Öl mal riechen, wie das so ist eben…”
“Na und??”

“Da habe ich den Verschluss wohl nicht richtig zugemacht…”

Kopfschüttel…

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Die muss mir helfen!

16. April 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich kommen am Abend ins Wohnzimmer und setzen uns; endlich ist der Tag vorbei! Sofort greift sich die Liebste die Fernsehzeitung und schaut nach, was heute geboten wird.
Dabei ist das eigentlich ganz überflüssig…

“Oh, heute Abend kommt eine neue Folge Super Nanny!”
“Das ist schön, Süße.”

“Das gucke ich!”
“Nee, das geht nicht.”

“Und wieso nicht??”
“Weil heute Fußball kommt.”

“Bitte?? Seit wann guckst du denn Fußball??”
“Seit wann guckst du denn Super Nanny??”

“Immer schon!”
“Aber wir haben doch gar keine Kinder!?”

“Na und?? Vielleicht haben wir ja mal welche.”
“Ach und da lernst du jetzt also schon mal auf Vorrat, quasi??”

“Nicht so direkt, aber schaden kann das für uns nicht.”
“Aber bei der Nanny sind doch immer nur Katastrophen-Eltern!”

“Eben.”
“Was heißt denn jetzt eben??”

“Naja, es liegt eben immer alles an den Eltern.”
“Richtig, na und??”

“Die Nanny kümmert sich ja hauptsächlich um die Erwachsenen.”
“Ach und du willst sagen, um uns müsste die sich dann auch…”

“Nur um mich müsste die sich kümmern.”
“Ähm… Nur um dich?? Um mich nicht??”

“Nee. Die muss MIR helfen. “
“Das verstehe ich jetzt wieder mal nicht, wieso nur dir??”

“Weil ich dich einfach nicht in den Griff bekomme!!”
“Bitte?? Du schraubst doch schon seit Jahren an mir rum!!”

“Aber es nutzt ja nichts!”
“Was soll das denn heißen?? Ich mache doch gar nichts!?”

“Wolltest du nicht Fußball gucken, obwohl die Nanny kommt?”
“Ja, das wollte ich! Äh, das WERDE ich, wollte ich sagen!”

“Eben! Unbelehrbarer geht es ja wohl nicht!”

Kopfschüttel…

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Niemals!

14. April 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich machen kurz vor Ostern noch ein paar kleine Besorgungen, was man halt ab und zu so braucht.
In einer kleinen Bremer Shopping-Passage kommen wir an einem aus Funk und Fernsehen weitläufig bekannten Schuhgeschäft mit kleinen Preisen vorbei…

“Ich habe hier neulich ganz tolle Schuhe gesehen.”
“So? Warum hast du sie dir nicht mitgenommen, Süße?”

“HIER??”
“Ähm…”

“Ich kaufe doch hier keine Schuhe!”
“Und warum nicht?”

“Hinterher sieht das noch jemand.”
“Was sieht jemand??”

“Na dass ich hier Schuhe kaufe!”
“Na und? Ich habe hier auch schon eingekauft.”

“Wirklich??”
“Schatz! Billig muss doch nicht gleich schlecht sein, oder?”

“Es geht ja auch gar nicht um die Schuhe.”
“Aber hier werden doch nur Schuhe verkauft??”

“Ja. Natürlich, ich bin ja nicht doof!”
“Und worum geht es dann, bitte?”

“Ich hätte die Schuhe schon ganz gerne…”
“Dann kauf sie dir doch!”

“Nee, wir müssen ja noch weiter.”
“Dann holen wir sie eben nachher.”

“Nein.”
“Aber das verstehe ich jetzt nicht!?”

“Wieso denn nicht??”
“Also dir gefallen die Schuhe.”

“Ja.”
“Und sie sind auch nicht teuer?”

“Nein.”
“Und deine Größe ist auch noch da?”

“Ich denke schon.”
“WARUM KAUFST DU SIE DANN NICHT??”

“Na wegen der Tüte.”
“Tüte??”

“Ich laufe doch nicht mit einer Tüte von denen rum!”
“Das ist jetzt nicht dein ernst, oder??”

“Doch, das ist mir peinlich.”
“Schatz! Wen interessiert denn bitte die Tüte??”

“Was denn!? Du wolltest neulich die ALDI-Tüte auch nicht!”
“Ich wollte damit ja auch Kuchen für meine Kollegen transportieren!”

“Das ist genau das gleiche.”
“Das ist etwas völlig anderes, der Kuchen war ja nicht von ALDI!”

“Natürlich, bei dir ist das wieder etwas ganz anderes!”
“Ich wollte eben keine Lästerei.”

“Und das will ich eben auch nicht!”
“Aber dich kennt doch hier niemand!”

“Klar, und genau dann begegnet man einem Bekannten! Nee!”
“Also mir ist es sowieso egal, dann eben keine Schuhe.”

“Hast du nicht neulich gesagt, dein Parfum sei alle??”
“Nein, ich sagte, es sei BALD alle.”

“Dann kauf dir doch jetzt ein neues?”
“Nee, jetzt brauche ich es ja noch nicht.”

“Du kaufst das jetzt!”
“Nein! Warum denn unbedingt jetzt??”

“Da hinten ist Douglas.”
“Na und??”

“Und an der Kasse nimmst du dann eine extra große Tüte.”
“Wie bitte??”

“Und DANN können wir die Schuhe holen!”

Kopfschüttel…

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Dann wäre ich ja nicht hier

9. April 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste steht am Abend in der Küche am Herd und kocht eine Suppe für uns.
Währenddessen sitze ich am Küchentisch und stöbere in den neuesten Postwurfsendungen, die sich trotz “bitte keine Werbung”-Schild an unserem Briefkasten doch immer wieder auf wundersame Weise zu uns verirren.
Natürlich bleibt es nicht lange still, und ich meine nicht die Dunstabzugshaube…

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was würdest du eigentlich machen, wenn ich weit weg wäre?”
“Hä? Was?”

“Na wenn ich nicht hier wäre, was würdest du dann machen!”
“Tja, dann würde ich mir jetzt wohl eine Pizza bestellen…”

“Nein, ich meine doch nicht JETZT hier, ich meine so woanders!”
“Liebste, wie immer gebe ich mir Mühe, dir zu folgen, aber…”

“Also ich meine, wenn ich in München wohnen würde.”
“Warum denn in München??”

“Ist doch ein Beispiel! Und du würdest hier in Bremen wohnen.”
“Ja, und was wäre dann?”

“Dann wäre ich ja nicht hier.”
“Richtig. Dann würdest du jetzt in München Suppe kochen.”

“Eben!”
“Und was genau war jetzt bitte deine Frage??”

“Was du dann machen würdest!”
“Naja, ich würde…”

“Sag jetzt nicht schon wieder, dass du Pizza bestellen würdest!”
“Öhm…”

“Wir hätten dann ja eine Fernbeziehung.”
“Ah, so langsam verstehe ich, was du meinst.”

“Ob das wohl klappen würde, so in einer Fernbeziehung?”
“Hm…”

“Dann könnten wir uns nur am Wochenende sehen.”
“Ja, und selbst das würde wohl nicht immer klappen…”

“Und jeden Tag müssten wir alleine ins Bett gehen.”
“Das müssten wir, ja.”

“Und abends zusammen essen könnten wir auch nicht.”
“Wohl kaum.”

“Und richtig reden könnten wir dann ja auch nicht!”
“Stimmt.”

“Könntest du das??”
“Tja, also wenn ich so darüber nachdenke, dann…”

“Was soll das denn heißen?!”
“Naja, also ich meine…”

“Ach so! DIR würde das natürlich gefallen, oder was!?”
“Nein, natürlich nicht.”

“Und wohl würde dir das gefallen!”
“Habe ich doch gar nicht gesagt!?”

“Aber gedacht hast du das! Du bist so doof!”
“Woher willst du denn wissen, was ICH gedacht habe??”

“Das weiß ich eben.”
“Pff! Ich habe etwas ganz anderes gedacht!”

“So?? Was denn?”
“Ich dachte, dass…”

“…dass du unmöglich auf mich verzichten könntest??”
“Ähm, so etwas in der Art, ja.”

“Schleimer! Das stimmt ja gar nicht!”
“Und woher willst du DAS nun wieder wissen??”

“Frauen wissen sowas.”
“Ach so, ja, na klar! Wie konnte ich das bloß vergessen!”

“Was wäre denn nun, wenn ich in München wohnen würde!!”
“Tut mir leid, aber ich habe die Frage immer noch nicht verstanden!”

“Ob du dich mit mir auf eine Fernbeziehung eingelassen hättest!”
“Ach so! Ja.”

“Ja?”
“Ja.”

“Und mehr hast du dazu nicht zu sagen??”
“Was soll ich denn dazu sagen??”

“Ob das auf Dauer funktionieren würde zum Beispiel!”
“Nein.”

“Nein?”
“Nein.”

“Und wieso nicht??”
“Weil man sich dann nicht gemeinsam weiterentwickeln könnte.”

“Aha, und wo genau entwickeln wir uns weiter??”
“Ähm…”

“Siehste, wir entwickeln uns nämlich auch nicht weiter!”
“Aber…”

“…obwohl wir ja zusammen wohnen seit Jahren! Blödmann!”
“Aber das kann man doch so pauschal gar nicht…”

“Obwohl, doch, eine Sache gibt es da, fällt mir gerade ein.”
“Na, da bin ich aber jetzt mal gespannt!”

“Weil wir uns so gut kennen, wissen wir immer schon im Voraus, was der andere als nächstes sagen will.”
“DAS wäre schön, das wage ich aber mal schwer zu bezweifeln!”

“Probier´s doch mal!”
“Was jetzt??”

“Rate doch mal, was ich als nächstes sagen werde!”
“Ähm… Dass ich doof bin und dich gar nicht lieb habe?”

“Siehste, geht doch! Dafür lohnt es sich, zusammen zu wohnen!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich sind begeistert von dem tollen Frühlingswetter, das sich draußen breit gemacht hat! Sonne, Wärme, alles wird Grün…
Außerdem ist Sonntag, wir haben nichts vor, die Welt steht uns offen…
Da muss man einfach raus und was unternehmen!

“Was wollen wir denn unternehmen, Schatz?”
“Wollen wir zum Werdersee, Süße?”

“Oh ja!”
“Gut, dann fahren wir einmal drum herum und…”

“Ich will auch ein Eis haben!”
“Gibt´s da ja auch.”

“Gut, das machen wir! Waren wir lange nicht, am Werdersee!”
“Prima. Also ich würde gerne mit Inlinern fahren.”

“Mit Inlinern??”
“Ja, ist das ein Problem für dich?”

“Nee.”
“Gut.”

“Und ich fahre dann mit dem Fahrrad, oder was?”
“Würde ich doch vorschlagen, oder?”

“Gut.”
“Gut. Dann los.”

“Aber sag mal, wo sind denn eigentlich MEINE Inliner??”
“Ähm…”

“Ich weiß gar nicht, wo ich…”
“Ähm, Süße, du hast doch gar keine Inline-Skates!?”

“Ach ja…”
“Ich dachte, du könntest Inlinern nicht leiden??”

“Stimmt, ja… Kann ich gar nicht leiden.”
“Und gesundheitlich ist ansonsten alles in Ordnung, ja??”

“Jaja, ich hab das nur verwechselt.”
“Verwechselt?? Was hast du denn da verwechselt??”

“Ich musste an meine Schnorchelsachen denken, deswegen.”
“Schnorcheln?? Wieso denn schnorcheln??”

“Ich will ja gar nicht schnorcheln.”
“Aber…”

“Ich weiß bloß nicht, wo meine Schnorchelausrüstung ist.”
“Und was hat das jetzt mit dem Werdersee zu tun??”

“Da kann man doch gar nicht schnorcheln, oder?”
“Ähm, nein…”

“Dann brauche ich doch meine Taucherbrille auch gar nicht.”
“Natürlich nicht! Worüber reden wir denn jetzt eigentlich??”

“Du wolltest doch wissen, was mit meinen Tauchersachen ist!”
“Ich?? Ich wollte was ganz anderes wissen!”

“Was denn??”
“Ob, ob… Ob… Keine Ahnung, was wollte ich wissen?”

“Du weißt nicht mehr, was du wissen wolltest??”
“Wie sind wir denn auf Tauchen gekommen??”

“Weil…”
“Ach ja, jetzt weiß ich es wieder! Inlinern!”

“Nee, nicht Inlinern.”
“Sondern??”

“Schnorcheln.”
“Aber ich habe doch nichts zum Schnorcheln gefragt!?”

“Du redest doch die ganze Zeit von nichts anderem!”
“Ich??”

“Wo sind eigentlich DEINE Schnorchelsachen?”
“Warum willst du das denn JETZT wissen??”

“Weil meine Sachen vielleicht auch da sind, wo deine sind!”
“Aber wir wollen doch jetzt gar nicht schnorcheln!”

“Na und??”
“Wieso musst du denn dann jetzt unbedingt wissen, wo…”

“Weil ich dann einfach entspannter wäre, deswegen.”
“Ich brauche gleich auch unbedingt Entspannung!”

“Also weißt du nun, wo die Tauchersachen sind oder nicht!?”
“Ich weiß es, ja! In der Schublade im Schlafzimmerschrank!”

“Echt?”
“Ja!!!”

“Da gehören die eigentlich gar nicht hin.”
“Himmel! Ich werde gleich wahnsinnig!”

“Hast du die da rein gelegt??”
“Kann sein, was weiß ich, aber da sind sie auf jeden Fall!”

“Wäre mir das aufgefallen, wären die längst woanders.”
“Ich brech zusammen…”

[Meine Liebste schlurft ins Schlafzimmer und macht die unterste Schublade unseres Kleiderschrankes auf. Und siehe da: die Schublade ist fast leer, zumindest sind keine Schnorchelausrüstungen drin!]

“Hier sind ja gar keine Schnorchelsachen!”
“Hm… Also da waren sie auf jeden Fall drin nach unserem Urlaub!”

“Ach, jetzt weiß ich wieder, haha!”
“Ich weiß gar nicht, ob ich jetzt wissen will, was du wieder weißt…”

“Ich habe die Sachen ja doch schon weggeräumt! In den Keller!”
“Es ist nicht zu fassen…”

“Dass ich sowas vergesse, merkwürdig…”
“Merkwürdig ist gar kein Ausdruck…”

“Schön, dann können wir jetzt los. Hast du deine Inliner?”
“Noch nicht, die sind im Schuhschrank.”

“Nee.”
“Was heißt nee??”

“Die Dinger müssen ja wohl nicht im Schuhschrank stehen!”
“Und wieso nicht??”

“Der ist eh schon so klein!”
“Soll das heißen, dass du meine Inliner auch weggeräumt hast??”

“Wahrscheinlich.”
“Schön, und wohin??”

“Das sage ich dir nicht.”
“Wie bitte??”

“Du wolltest ja von meinen Tauchersachen auch nichts wissen!”
“Die Tauchersachen brauchen wir doch jetzt auch gar nicht!!”

“Einen Tipp gebe ich dir aber trotzdem.”
“Oh, das ist aber SEHR nett!”

“Finde meine Schnorchelsachen, dann haste auch deine Inliner!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste kommt ins Arbeitszimmer geschlendert, als ich gerade an meinem PC sitze.
Wie so oft bleibt sie zunächst in der Mitte des Raumes stehen, beäugt skeptisch, was ich da wohl mache und kommt schließlich ein paar Schritte näher, um mir über die Schulter zu schauen.

“Was schreibst du da, Schatz?”
“Ich schreibe eine neue Kopfschüttel-Geschichte, Süße.”

“Über mich??”
“Natürlich über dich, über wen denn sonst!?”

“Ich habe doch gar nichts gemacht!”
“So?? Und was war gestern??”

“Was war denn da? Das mit dem Kaffee??”
“Genau, das mit dem Kaffee!”

“Schmeckt denn Kaffee aus der Mikrowelle nicht??”
“Schatz, der Kaffee war mehr als 10 Stunden alt!”

“Wenn du den auch morgens einfach stehen lässt??”
“Das ist aber kein Grund, ihn abends einfach aufzuwärmen!”

“Ich trinke doch keinen Kaffee, das weißt du doch!”
“Ich wärme ja deinen Tee auch nicht auf!”

“Ich finde, das ist keine Kopfschüttel-Geschichte.”
“Ist es doch.”

“Nein, da denken bloß wieder alle, dass ich doof bin!”
“Was sich die Leute denken, kann ich nicht beeinflussen.”

“Ich bin aber gar nicht doof!”
“Das sagt ja auch keiner.”

“Schreib was anderes.”
“Nein, ich schreibe jetzt das mit dem Kaffee.”

“Ich will das aber nicht!”
“Das tut mir sehr leid für dich.”

“Ich sage es nicht noch einmal!”

WQwrfgh HHGLUJZFOLDLuzgööp e edtzukijkikikkkzhjj

“Nimm deine Finger von der Tastatur weg!”

eafrg egt sregh srgh sgt sg srhg s sgt atfgeadfgthjuz

“Hör auf, du machst das kaputt!”

ede e eeee e eee e e e ee ee e e e

“Schatz!”

“Dann hör du auf, da zu schreiben!”
“Du spinnst wohl, ich schreibe weiter!”

“Ich warne dich!”
“Geh weg!”

“Ist das da die Löschen-Taste, die große da??”
“Untersteh dich, lass bl

 “So sieht´s schon viel besser aus!”
“Hör auf! Ich schreibe doch nur auf, was passiert ist!”

“Und wenn ich auf den Schalter da am Monitor drücke??”
“Dann kannst du was erleben!”

 

“Haha!”
“Gh woandrs spiln, ich wrd dis Gschicht schribn!”

“Du hast dich abr vrtippt da.”
“Wo!”

“Da, da fhlt ja was!”
“Stimmt, da fhln Buchstabn, was ist das dnn!!”

“Din Computr ist kaputt. Das gschiht dir rcht!”
“Dn hast du kaputt gmacht!”

“Hab ich nicht, klin Sündn wrdn bn sofort bstraft!”
“Ich hab dir schon tausnd mal gsagt, pack minn Computr nicht an!”

“Das ist doch eine Funkmaus, oder?”
“Wieso willst du das wissen!”

“Weil ich die prima mitnehmen kann!”

[Die Liebste greift sich meine Maus und - ich kann es kaum glauben - schmeißt sie sofort hinter das kleine Sofa, das in unserem Arbeitszimmer steht!]

“So! Aus die Maus!!”
“Bist du jetzt total verrückt geworden??”

ASWFRGH SDFaghrzej eafg e efgghrzejjeDF HZERJEZ

“iCH WILL DIESE BLÖDE gESCHICHTE NICHT1″
“wENN DU NOCH einmal AUF DER tASTATUR RUMHÄMMERST; DANN:::”

“wAS DANN; WAS DANN1″
“dAnN kitzelE Ich Dich von ObEN Bis untEn dUrch!”

“ich Bin ja gAr nicht kitzelig!”
“das WärE ja Mal waS ganz nEues!”

“Du Könntest ja auch mal was schönEs ÜbeR mich sChreibeN!”
“So?? wAs DenN??”

“dasS iCH lEtzTE WocHe EiNeN kuchen fÜr diCh gebacken habE.”
“aBer DeR IsT DoCh niChts GewordeN, hast dU geSAgt??”

“na uNd?? TroTZdem wOllte icH dir abeR einen kuchen baCKen!”
“das wirD Die nächSte kopfsChüttel-geschichte!”

ws FGAWDFGH erfge wrtgwtrejzzujjzjjjkjrkuzkujj

Blödmann!”
“Geh und hol meine Maus wieder!”

“Ist das da eine Funktastatur?”
“Ja, aber die bleibt HIER!”

“Guck mal da draußen!”
“Wo?”

“Na da!”
“Was denn?? Ich sehe da aber n

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Ich kann nicht!

27. April 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste sitzt auf dem Sofa, als ich am Abend von der Arbeit heim komme; und auf den ersten Blick ist mir klar: da stimmt irgendetwas nicht!
Um einer später ausufernden Diskussion zu entgehen, frage ich lieber gleich mal nach…

“Hallo.”
“Hallo Süße! Na? Was machst du denn für ein Gesicht heute?”

“Ich bin beleidigt.”
“Beleidigt? Warum? Was ist passiert?”

“Ich will nicht darüber reden.”
“Warum denn nicht?”

“Weil das meine Sache ist, deswegen.”
“Na gut, kann ich denn sonst irgendetwas für dich tun?”

“Nein. Lass mich.”
“Bitte sehr. Dann gehe ich duschen.”

“Du könntest ja ruhig mal hier sitzen bleiben jetzt!”
“Aber ich wollte doch nur eben schnell duschen gehen??”

“Du siehst doch, dass es mir nicht gut geht!”
“Ja schon, aber du willst ja nicht drüber reden!?”

“Du bist so unsensibel!”
“Was ist denn los, sag mal?!”

“Ich möchte jetzt nicht darüber reden, geht das?!”
“Natürlich, aber…”

“Ich kann doch wohl auch mal schlecht drauf sein, oder??”
“Selbstverständlich, ich wollte dich nur…”

“ICH! ICH! ICH!”
“Was??”

“Du redest NUR von dir!”
“Das stimmt doch gar nicht!”

“Ich höre aber nur ICH ICH ICH!”
“DU sagst ja auch nichts!”

“Jetzt hör auf, mich zu drängeln!”
“Ich drängele dich doch nicht, ich mache mir nur Sorgen!”

“Siehste, schon wieder redest du nur von dir!”
“Vielleicht ist es am besten, ich sage jetzt gar nichts mehr.”

“Gut.”
“Schön.”

“-”
“-”

“Kannst du dir denn nicht denken, was los ist?”
“Nein. Kann ich nicht.”

“Wie kann man nur so blind sein!”
“Aber ich, ähm, DU könntest es mir ja auch einfach sagen?”

“Ich will aber nicht!”
“Und was soll ich dann jetzt bitte machen??”

“…auf den Kopf stellen und lachen!”
“Was??”

“Das hat mein Vater immer gesagt.”
“Aha, verstehe…”

“Verstehst du gar nicht!”
“Mann, hast du heute eine Laune…”

“Das ist auch kein Wunder.”
“Ist was mit deinem Auto? Führerschein weg oder so?”

“Nein.”
“Bist du krank?”

“Nein.”
“Job verloren?”

“Nein!”
“Was denn dann??”

“Boah, geht mir diese Fragerei auf den Geist!!”
“Ach ja, ich wollte ja nichts mehr sagen.”

“-”
“-”

“Wo gehst du hin?”
“Ich gehe jetzt duschen.”

“Bleib hier!”
“Warum?? Du willst dich ja eh nicht mit mir unterhalten??”

“Ich kann nicht.”
“Du kannst nicht??”

“Ich gehe nie wieder vor die Tür!”
“Warum das denn nicht??”

Blödmann!”
“Liebste! Du sagst jetzt sofort, was los ist!!”

“NEIN!”
“DOCH!!”

“Das sieht man doch wohl!!”
“Ich sehe aber nichts!”

“Weil du doof bist, deswegen!”
“Jetzt reicht es aber langsam, ja!?”"

“Da über dem Sessel, da liegt meine Lieblingsjeans!”
“Na und?? Das ist deine Jeans, ja.”

“Und sie ist kaputt! Gerissen!”
“OK, gerissen, und??”

“Was heißt denn UND!?”
“Ist das schon alles? Eine 10 Jahre alte kaputte Jeans??”

“Das ist nicht IRGENDEINE Jeans, das ist DIE Jeans!!”
“Ich kauf dir eine neue!?”

“So eine kriege ich NIE wieder!”
“Und deswegen machst du jetzt hier so einen Aufstand??”

“Nein.”
“NEIN??”

“Das mit der Jeans könnte ich ja noch verkraften, zur Not…”
“Aber??”

“Ja glaubst du, die reißt von ganz alleine??”
“Soll das heißen, dass du…”

“Sag es nicht, sag es nicht!!”
“Ähm…”

“Ich will kein Wort hören!!”
“OK, schön, also dann weiß ich ja jetzt, was los ist.”

“So?? Und was bitte??”
“Ich soll es ja nicht sagen!?”

“Sag es doch!”
“Du bist dicker geworden?”

“DICKER?? Hast du gerade DICKER gesagt??”
“Naja, man könnte vielleicht auch sagen…”

“Du bist so doof! Ich wusste, warum ich nicht mit dir reden will!”
“Man sieht doch aber gar nicht, dass du…”

“Sei still!”
“OK.”

“Ich bin nicht dicker geworden!”
“Sondern??”

“Ich bin mit der Hose an deinem Schreibtisch hängen geblieben!”
“Oh, und davon ist sie zerrissen?”

“JA!”
“Entschuldige, dass konnte ich ja nicht…”

“Hau bloß ab!”
“Dann musst du aber ganz schön hängen geblieben sein, oder?”

“Ja. Und es ist alles runtergefallen dabei!”
“Ähm, von MEINEM Schreibtisch??”

“Ja.”
“Was ist denn da runter gefallen??”

“Die Fernseher-Fernbedienung.”
“Was?? Was hatte die denn da zu suchen??”

“Ich habe sie da hingelegt, als ich zum Telefon bin!”
“Hä?? Verstehe ich jetzt nicht??”

“Dabei bin ich ja eben hängen geblieben!”
“Aha, und jetzt?? Ich meine, hat sie es überlebt??”

“Die Hose nicht, das weißt du doch!”
“Ich meine die Fernbedienung!?”

“Nein.”
“NEIN??”

“Ist das nicht eine Katastrophe??”
“Allerdings!! DAS ist eine Katastrophe!!”

“Sage ich ja!”
“Die ist uralt, so eine kriege ich bestimmt nicht nach!”

“Ja, aber das ist ja nicht das eigentliche Problem.”
“Wie bitte?? Sondern??”

“Ich muss jetzt immer aufstehen, um umzuschalten!”

Kopfschüttel…

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Teilnehmer unbekannt

23. April 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren, bevor die Lichter ausgemacht werden. Das war ein guter Tag!
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man(n) denkt…

“Heute war irgendwie ein komischer Tag…”
“So? Warum denn, Süße?”

“Weil heute nichts geklappt hat, wie ich das wollte.”
“Was wolltest du denn?”

“Ich wollte zum Beispiel heute mein Auto waschen lassen.”
“Und??”

“Es hat dann aber angefangen, zu regnen.”
“Oh, das ist natürlich ärgerlich.”

“Und ich wollte Blumen kaufen, aber der Laden war schon zu.”
“Das tut mir leid, das kenne ich auch.”

“Und ich wollte dich anrufen, aber du bist nicht dran gegangen.”
“Du wolltest mich anrufen??”

“Ja. Aber du wolltest ja nicht mit mir sprechen.”
“Komisch, ich habe gar nicht gesehen, dass du angerufen hast??”

“Das musst du ja wohl gesehen haben!”
“Habe ich nicht, da war nichts, ehrlich!”

“Ich habe es 3-mal versucht und nur den neuen Spruch gehört.”
“Was für einen neuen Spruch??”

“Na auf deinem Anrufbeantworter.”
“Da ist nach wie vor der selbe Spruch drauf, wie immer!?”

“Nee, da ist nur diese blöde Standardansage der Mailbox.”
“Quatsch!”

“Und jedes mal habe ich dir eine Nachricht hinterlassen!”
“Wer weiß, wo du angerufen hast!”

“Deine Nummer ist doch aber in meinem Telefonbuch!?”
“Trotzdem hast du nicht bei mir angerufen!”

“Das kann ja gar nicht sein.”
“Ist aber so!”

[Meine Liebste schlägt die Bettdecke zur Seite, steht auf und holt aus dem Flur ihr Handy. Noch während sie zurück ins Bett kommt, tippt sie bereits auf der Tastatur rum.]

“Hier, siehste? Das ist ja wohl deine Nummer!”
“Das ist NICHT meine Nummer!!”

“Das ist nicht deine Nummer??”
“Nein! Du wirst ja wohl meine Handynummer kennen!!”

“Und wieso steht die dann hier unter deinem Namen??”
“Das frage ich mich auch! Und wem sie gehört, ist auch interessant!”

“Hm… Vielleicht habe ich da eine Nummer falsch zugeordnet?”
“Zeig mal her…”

[Eine genauere Betrachtung meines Telefonbucheintrages hat zum Ergebnis, dass sowohl meine richtige Handynummer als auch die unbekannte unter meinem Namen gespeichert sind. Sehr merkwürdig!]

“Wie ist diese Nummer denn nun da rein gekommen??”
“Das ist DEIN Handy, das musst du doch wohl wissen!”

“Ich weiß es aber nicht!?”
“Wem gehört denn diese Nummer nun??”

“Ich rufe jetzt einfach noch einmal da an…”
“Tu das.”

[Die Liebste wählt die Nummer und es klingelt; aber es geht auf der anderen Seite anscheinend niemand dran.]

“Nimmt keiner ab, Anrufbeantworter mit Nummernansage.”
“Toll.”

“Ich wüsste ja jetzt schon gerne, wer sich dahinter verbirgt!?”
“Und ich wüsste ganz gern, was du denn eigentlich von mir wolltest.”

“Von dir?”
“Na, als du mich angerufen und die falsche Nummer gewählt hast.”

“Ach so! Ja.”
“Ja, schön. Und was?”

“Ich wollte sagen, dass dein Chef hier bei uns angerufen hat.”
“Bei uns?? Über Festnetz? Hast du mit ihm gesprochen??”

“Ja, es war wohl dringend.”
“Was wollte er denn??”

“Dass du ihn anrufst. Du warst wohl via Handy nicht erreichbar.”
“Ach so, und das wolltest du mir sagen??”

“Genau!”
“Und warum erzählst du mir das erst JETZT??”"

“Wieso!? Ich habe doch alles auf deinen AB gesprochen!”
“Auf MEINEN dummerweise aber nicht!”

“Kann ich ja nicht wissen!”
“Und kann es sein, dass du dabei die Nummer von meinem Chef…”

“Ach ja!! DIE habe ich unter deinem Namen abgespeichert!”
“Ich brech zusammen…”

“Ich hatte nämlich seinen Namen nicht richtig verstanden!”
“Ähm, was GENAU hast du ihm denn da auf den AB gesprochen, also…”

“Oh, ähm, also wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Was soll das heißen!?”

“Ihr versteht euch doch sonst hoffentlich noch ganz gut, oder??”

Kopfschüttel…

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Nicht ganz dasselbe

20. April 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich räumen mal wieder die Wohnung etwas auf, muss ja ab und zu sein…
Während ich das Vergnügen des Staubsaugens zugewiesen bekommen habe, beschäftigt sich meine Liebste mit dem Badezimmer; worüber ich zunächst eigentlich auch ganz glücklich gewesen bin…

“Ich habe mal ein bisschen ausgemistet im Badezimmer.”
“So? Was musste denn da ausgemistet werden, Süße?”

“Ich habe mal meine ganzen Shampoos und Fläschchen sortiert.”
“Deine? Habe ich das richtig verstanden??”

“Ja, meine. Wieso?”
“Das heißt, dass du FREIWILLIG DEINE Sachen aufgeräumt hast??”

“Wieso sagst du das denn so vorwurfsvoll!?”
“Ich dachte, deine Shampoos, Cremes und Döschen sind dir heilig!?”

“Heilig nicht, aber du sollst da nichts machen, habe ich gesagt.”
“Ich brauche ja auch keine Glanz- und Glättungskuren.”

“Das mag ja sein, aber ich brauche die.”
“Nun gut, und davon hast du jetzt also einige weggeworfen?”

“Weggeworfen?? Nee.”
“Sondern?”

“Ich habe sortiert. Das sagte ich doch.”
“Ähm, es sind also alle noch da?”

“Natürlich! Was glaubst du denn!?”
“Aber hast du nicht eben gesagt, dass du…”

“Ich habe ausgemistet und sortiert, DAS sagte ich.”
“Ja, aber… Ist das denn nicht dasselbe, ich meine…”

“Das ist überhaupt nicht dasselbe!”
“Ah… Tja, ähm, mein Fehler…”

“Du gibst einen Fehler zu?? Das wäre aber auch das erste Mal!”
“Sehr witzig! Ich dachte eben, du MEINST dasselbe.”

“Nein.”
“Na schön, also wenn das nicht dasselbe ist, dann, ähm…”

“Ja? Was?”
“Also was hast du denn dann jetzt sortiert und was ausgemistet?”

“Meine kleinen Fläschchen und Tuben und so habe ich sortiert.”
“Ah, und?”

“Was und?”
“Und was hast du ausgemistet??”

“Dieses eklige klebrige Badeöl für wohltuende Entspannung.”
“Ach so.”

“Ja. Und noch ein paar andere Sachen, die da drum rum waren.”
“Ähm, sind das nicht die Sachen, die auf der Badewanne standen??”

“Ja, wieso?”
“Aber das sind ja MEINE!?”

“Das steht da aber schon ewig rum und nie benutzt du das!”
“Aber wenn ich mal ein Entspannungsbad nehmen will??”

“Willst du ja nie!”
“Kann ich nicht 10 Quadratzentimeter im Bad für mich haben??”

“Kannst du ja!”
“Und warum musst du dann diese Sachen unbedingt entsorgen??”

“Ich habe sie ja gar nicht entsorgt, wie kommst du darauf!?”
“Aber du hast doch gesagt, dass…”

“Nochmal, ich sagte AUSMISTEN! Nicht WEGWERFEN!”
“Für mich ist auch das aber fast dasselbe!”

“FAST DASSELBE heißt aber eben nun mal nicht DASSELBE!”
“Himmel! Was ist denn nun mit dem Entspannungsbadezeug??”

“Ich wusste nicht so recht, wohin damit…”
“Schön, ganz toll! Und wo ist es jetzt??”

“Ich habe das dahin gestellt, wo auch die anderen Sachen sind.”
“Was für andere Sachen??”

“Na die du aussortiert hast.”
“Ich habe noch nie was im Bad aussortiert!?”

“Nee, im Bad nicht, aber an deinem PC.”
“Was??”

“Du hast doch extra eine Kiste auf den Schrank gestellt??
“Was!? Die mit den Grafikkarten, Kabeln und Festplatten und so??”

“Ja! So Steckkarten und Kabel waren da drin, stimmt!”
“Und in diese Kiste hast du…”

“Ja, da war ja noch Platz und ich dachte…”
“Das glaube ich ja jetzt nicht…”

“Sollte das denn nicht da rein?”
“NEIN!! DAS SOLL DA NICHT REIN!!”

“Brauchst du denn die Sachen aus der Kiste überhaupt noch?”
“Natürlich!! Da kann ich einen ganzen PC draus zusammenbauen!”

“Oh, das ist ja blöd jetzt…”
“Ich weiß schon wieder gar nicht, was ich dazu sagen soll!!”

“Dann wird dir die andere Neuigkeit sicher auch nicht gefallen…”
“Was denn für einen andere Neuigkeit??”

“Ich wollte an dem Öl mal riechen, wie das so ist eben…”
“Na und??”

“Da habe ich den Verschluss wohl nicht richtig zugemacht…”

Kopfschüttel…

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Die muss mir helfen!

16. April 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich kommen am Abend ins Wohnzimmer und setzen uns; endlich ist der Tag vorbei! Sofort greift sich die Liebste die Fernsehzeitung und schaut nach, was heute geboten wird.
Dabei ist das eigentlich ganz überflüssig…

“Oh, heute Abend kommt eine neue Folge Super Nanny!”
“Das ist schön, Süße.”

“Das gucke ich!”
“Nee, das geht nicht.”

“Und wieso nicht??”
“Weil heute Fußball kommt.”

“Bitte?? Seit wann guckst du denn Fußball??”
“Seit wann guckst du denn Super Nanny??”

“Immer schon!”
“Aber wir haben doch gar keine Kinder!?”

“Na und?? Vielleicht haben wir ja mal welche.”
“Ach und da lernst du jetzt also schon mal auf Vorrat, quasi??”

“Nicht so direkt, aber schaden kann das für uns nicht.”
“Aber bei der Nanny sind doch immer nur Katastrophen-Eltern!”

“Eben.”
“Was heißt denn jetzt eben??”

“Naja, es liegt eben immer alles an den Eltern.”
“Richtig, na und??”

“Die Nanny kümmert sich ja hauptsächlich um die Erwachsenen.”
“Ach und du willst sagen, um uns müsste die sich dann auch…”

“Nur um mich müsste die sich kümmern.”
“Ähm… Nur um dich?? Um mich nicht??”

“Nee. Die muss MIR helfen. “
“Das verstehe ich jetzt wieder mal nicht, wieso nur dir??”

“Weil ich dich einfach nicht in den Griff bekomme!!”
“Bitte?? Du schraubst doch schon seit Jahren an mir rum!!”

“Aber es nutzt ja nichts!”
“Was soll das denn heißen?? Ich mache doch gar nichts!?”

“Wolltest du nicht Fußball gucken, obwohl die Nanny kommt?”
“Ja, das wollte ich! Äh, das WERDE ich, wollte ich sagen!”

“Eben! Unbelehrbarer geht es ja wohl nicht!”

Kopfschüttel…

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Niemals!

14. April 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich machen kurz vor Ostern noch ein paar kleine Besorgungen, was man halt ab und zu so braucht.
In einer kleinen Bremer Shopping-Passage kommen wir an einem aus Funk und Fernsehen weitläufig bekannten Schuhgeschäft mit kleinen Preisen vorbei…

“Ich habe hier neulich ganz tolle Schuhe gesehen.”
“So? Warum hast du sie dir nicht mitgenommen, Süße?”

“HIER??”
“Ähm…”

“Ich kaufe doch hier keine Schuhe!”
“Und warum nicht?”

“Hinterher sieht das noch jemand.”
“Was sieht jemand??”

“Na dass ich hier Schuhe kaufe!”
“Na und? Ich habe hier auch schon eingekauft.”

“Wirklich??”
“Schatz! Billig muss doch nicht gleich schlecht sein, oder?”

“Es geht ja auch gar nicht um die Schuhe.”
“Aber hier werden doch nur Schuhe verkauft??”

“Ja. Natürlich, ich bin ja nicht doof!”
“Und worum geht es dann, bitte?”

“Ich hätte die Schuhe schon ganz gerne…”
“Dann kauf sie dir doch!”

“Nee, wir müssen ja noch weiter.”
“Dann holen wir sie eben nachher.”

“Nein.”
“Aber das verstehe ich jetzt nicht!?”

“Wieso denn nicht??”
“Also dir gefallen die Schuhe.”

“Ja.”
“Und sie sind auch nicht teuer?”

“Nein.”
“Und deine Größe ist auch noch da?”

“Ich denke schon.”
“WARUM KAUFST DU SIE DANN NICHT??”

“Na wegen der Tüte.”
“Tüte??”

“Ich laufe doch nicht mit einer Tüte von denen rum!”
“Das ist jetzt nicht dein ernst, oder??”

“Doch, das ist mir peinlich.”
“Schatz! Wen interessiert denn bitte die Tüte??”

“Was denn!? Du wolltest neulich die ALDI-Tüte auch nicht!”
“Ich wollte damit ja auch Kuchen für meine Kollegen transportieren!”

“Das ist genau das gleiche.”
“Das ist etwas völlig anderes, der Kuchen war ja nicht von ALDI!”

“Natürlich, bei dir ist das wieder etwas ganz anderes!”
“Ich wollte eben keine Lästerei.”

“Und das will ich eben auch nicht!”
“Aber dich kennt doch hier niemand!”

“Klar, und genau dann begegnet man einem Bekannten! Nee!”
“Also mir ist es sowieso egal, dann eben keine Schuhe.”

“Hast du nicht neulich gesagt, dein Parfum sei alle??”
“Nein, ich sagte, es sei BALD alle.”

“Dann kauf dir doch jetzt ein neues?”
“Nee, jetzt brauche ich es ja noch nicht.”

“Du kaufst das jetzt!”
“Nein! Warum denn unbedingt jetzt??”

“Da hinten ist Douglas.”
“Na und??”

“Und an der Kasse nimmst du dann eine extra große Tüte.”
“Wie bitte??”

“Und DANN können wir die Schuhe holen!”

Kopfschüttel…

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Dann wäre ich ja nicht hier

9. April 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste steht am Abend in der Küche am Herd und kocht eine Suppe für uns.
Währenddessen sitze ich am Küchentisch und stöbere in den neuesten Postwurfsendungen, die sich trotz “bitte keine Werbung”-Schild an unserem Briefkasten doch immer wieder auf wundersame Weise zu uns verirren.
Natürlich bleibt es nicht lange still, und ich meine nicht die Dunstabzugshaube…

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was würdest du eigentlich machen, wenn ich weit weg wäre?”
“Hä? Was?”

“Na wenn ich nicht hier wäre, was würdest du dann machen!”
“Tja, dann würde ich mir jetzt wohl eine Pizza bestellen…”

“Nein, ich meine doch nicht JETZT hier, ich meine so woanders!”
“Liebste, wie immer gebe ich mir Mühe, dir zu folgen, aber…”

“Also ich meine, wenn ich in München wohnen würde.”
“Warum denn in München??”

“Ist doch ein Beispiel! Und du würdest hier in Bremen wohnen.”
“Ja, und was wäre dann?”

“Dann wäre ich ja nicht hier.”
“Richtig. Dann würdest du jetzt in München Suppe kochen.”

“Eben!”
“Und was genau war jetzt bitte deine Frage??”

“Was du dann machen würdest!”
“Naja, ich würde…”

“Sag jetzt nicht schon wieder, dass du Pizza bestellen würdest!”
“Öhm…”

“Wir hätten dann ja eine Fernbeziehung.”
“Ah, so langsam verstehe ich, was du meinst.”

“Ob das wohl klappen würde, so in einer Fernbeziehung?”
“Hm…”

“Dann könnten wir uns nur am Wochenende sehen.”
“Ja, und selbst das würde wohl nicht immer klappen…”

“Und jeden Tag müssten wir alleine ins Bett gehen.”
“Das müssten wir, ja.”

“Und abends zusammen essen könnten wir auch nicht.”
“Wohl kaum.”

“Und richtig reden könnten wir dann ja auch nicht!”
“Stimmt.”

“Könntest du das??”
“Tja, also wenn ich so darüber nachdenke, dann…”

“Was soll das denn heißen?!”
“Naja, also ich meine…”

“Ach so! DIR würde das natürlich gefallen, oder was!?”
“Nein, natürlich nicht.”

“Und wohl würde dir das gefallen!”
“Habe ich doch gar nicht gesagt!?”

“Aber gedacht hast du das! Du bist so doof!”
“Woher willst du denn wissen, was ICH gedacht habe??”

“Das weiß ich eben.”
“Pff! Ich habe etwas ganz anderes gedacht!”

“So?? Was denn?”
“Ich dachte, dass…”

“…dass du unmöglich auf mich verzichten könntest??”
“Ähm, so etwas in der Art, ja.”

“Schleimer! Das stimmt ja gar nicht!”
“Und woher willst du DAS nun wieder wissen??”

“Frauen wissen sowas.”
“Ach so, ja, na klar! Wie konnte ich das bloß vergessen!”

“Was wäre denn nun, wenn ich in München wohnen würde!!”
“Tut mir leid, aber ich habe die Frage immer noch nicht verstanden!”

“Ob du dich mit mir auf eine Fernbeziehung eingelassen hättest!”
“Ach so! Ja.”

“Ja?”
“Ja.”

“Und mehr hast du dazu nicht zu sagen??”
“Was soll ich denn dazu sagen??”

“Ob das auf Dauer funktionieren würde zum Beispiel!”
“Nein.”

“Nein?”
“Nein.”

“Und wieso nicht??”
“Weil man sich dann nicht gemeinsam weiterentwickeln könnte.”

“Aha, und wo genau entwickeln wir uns weiter??”
“Ähm…”

“Siehste, wir entwickeln uns nämlich auch nicht weiter!”
“Aber…”

“…obwohl wir ja zusammen wohnen seit Jahren! Blödmann!”
“Aber das kann man doch so pauschal gar nicht…”

“Obwohl, doch, eine Sache gibt es da, fällt mir gerade ein.”
“Na, da bin ich aber jetzt mal gespannt!”

“Weil wir uns so gut kennen, wissen wir immer schon im Voraus, was der andere als nächstes sagen will.”
“DAS wäre schön, das wage ich aber mal schwer zu bezweifeln!”

“Probier´s doch mal!”
“Was jetzt??”

“Rate doch mal, was ich als nächstes sagen werde!”
“Ähm… Dass ich doof bin und dich gar nicht lieb habe?”

“Siehste, geht doch! Dafür lohnt es sich, zusammen zu wohnen!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich sind begeistert von dem tollen Frühlingswetter, das sich draußen breit gemacht hat! Sonne, Wärme, alles wird Grün…
Außerdem ist Sonntag, wir haben nichts vor, die Welt steht uns offen…
Da muss man einfach raus und was unternehmen!

“Was wollen wir denn unternehmen, Schatz?”
“Wollen wir zum Werdersee, Süße?”

“Oh ja!”
“Gut, dann fahren wir einmal drum herum und…”

“Ich will auch ein Eis haben!”
“Gibt´s da ja auch.”

“Gut, das machen wir! Waren wir lange nicht, am Werdersee!”
“Prima. Also ich würde gerne mit Inlinern fahren.”

“Mit Inlinern??”
“Ja, ist das ein Problem für dich?”

“Nee.”
“Gut.”

“Und ich fahre dann mit dem Fahrrad, oder was?”
“Würde ich doch vorschlagen, oder?”

“Gut.”
“Gut. Dann los.”

“Aber sag mal, wo sind denn eigentlich MEINE Inliner??”
“Ähm…”

“Ich weiß gar nicht, wo ich…”
“Ähm, Süße, du hast doch gar keine Inline-Skates!?”

“Ach ja…”
“Ich dachte, du könntest Inlinern nicht leiden??”

“Stimmt, ja… Kann ich gar nicht leiden.”
“Und gesundheitlich ist ansonsten alles in Ordnung, ja??”

“Jaja, ich hab das nur verwechselt.”
“Verwechselt?? Was hast du denn da verwechselt??”

“Ich musste an meine Schnorchelsachen denken, deswegen.”
“Schnorcheln?? Wieso denn schnorcheln??”

“Ich will ja gar nicht schnorcheln.”
“Aber…”

“Ich weiß bloß nicht, wo meine Schnorchelausrüstung ist.”
“Und was hat das jetzt mit dem Werdersee zu tun??”

“Da kann man doch gar nicht schnorcheln, oder?”
“Ähm, nein…”

“Dann brauche ich doch meine Taucherbrille auch gar nicht.”
“Natürlich nicht! Worüber reden wir denn jetzt eigentlich??”

“Du wolltest doch wissen, was mit meinen Tauchersachen ist!”
“Ich?? Ich wollte was ganz anderes wissen!”

“Was denn??”
“Ob, ob… Ob… Keine Ahnung, was wollte ich wissen?”

“Du weißt nicht mehr, was du wissen wolltest??”
“Wie sind wir denn auf Tauchen gekommen??”

“Weil…”
“Ach ja, jetzt weiß ich es wieder! Inlinern!”

“Nee, nicht Inlinern.”
“Sondern??”

“Schnorcheln.”
“Aber ich habe doch nichts zum Schnorcheln gefragt!?”

“Du redest doch die ganze Zeit von nichts anderem!”
“Ich??”

“Wo sind eigentlich DEINE Schnorchelsachen?”
“Warum willst du das denn JETZT wissen??”

“Weil meine Sachen vielleicht auch da sind, wo deine sind!”
“Aber wir wollen doch jetzt gar nicht schnorcheln!”

“Na und??”
“Wieso musst du denn dann jetzt unbedingt wissen, wo…”

“Weil ich dann einfach entspannter wäre, deswegen.”
“Ich brauche gleich auch unbedingt Entspannung!”

“Also weißt du nun, wo die Tauchersachen sind oder nicht!?”
“Ich weiß es, ja! In der Schublade im Schlafzimmerschrank!”

“Echt?”
“Ja!!!”

“Da gehören die eigentlich gar nicht hin.”
“Himmel! Ich werde gleich wahnsinnig!”

“Hast du die da rein gelegt??”
“Kann sein, was weiß ich, aber da sind sie auf jeden Fall!”

“Wäre mir das aufgefallen, wären die längst woanders.”
“Ich brech zusammen…”

[Meine Liebste schlurft ins Schlafzimmer und macht die unterste Schublade unseres Kleiderschrankes auf. Und siehe da: die Schublade ist fast leer, zumindest sind keine Schnorchelausrüstungen drin!]

“Hier sind ja gar keine Schnorchelsachen!”
“Hm… Also da waren sie auf jeden Fall drin nach unserem Urlaub!”

“Ach, jetzt weiß ich wieder, haha!”
“Ich weiß gar nicht, ob ich jetzt wissen will, was du wieder weißt…”

“Ich habe die Sachen ja doch schon weggeräumt! In den Keller!”
“Es ist nicht zu fassen…”

“Dass ich sowas vergesse, merkwürdig…”
“Merkwürdig ist gar kein Ausdruck…”

“Schön, dann können wir jetzt los. Hast du deine Inliner?”
“Noch nicht, die sind im Schuhschrank.”

“Nee.”
“Was heißt nee??”

“Die Dinger müssen ja wohl nicht im Schuhschrank stehen!”
“Und wieso nicht??”

“Der ist eh schon so klein!”
“Soll das heißen, dass du meine Inliner auch weggeräumt hast??”

“Wahrscheinlich.”
“Schön, und wohin??”

“Das sage ich dir nicht.”
“Wie bitte??”

“Du wolltest ja von meinen Tauchersachen auch nichts wissen!”
“Die Tauchersachen brauchen wir doch jetzt auch gar nicht!!”

“Einen Tipp gebe ich dir aber trotzdem.”
“Oh, das ist aber SEHR nett!”

“Finde meine Schnorchelsachen, dann haste auch deine Inliner!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste kommt ins Arbeitszimmer geschlendert, als ich gerade an meinem PC sitze.
Wie so oft bleibt sie zunächst in der Mitte des Raumes stehen, beäugt skeptisch, was ich da wohl mache und kommt schließlich ein paar Schritte näher, um mir über die Schulter zu schauen.

“Was schreibst du da, Schatz?”
“Ich schreibe eine neue Kopfschüttel-Geschichte, Süße.”

“Über mich??”
“Natürlich über dich, über wen denn sonst!?”

“Ich habe doch gar nichts gemacht!”
“So?? Und was war gestern??”

“Was war denn da? Das mit dem Kaffee??”
“Genau, das mit dem Kaffee!”

“Schmeckt denn Kaffee aus der Mikrowelle nicht??”
“Schatz, der Kaffee war mehr als 10 Stunden alt!”

“Wenn du den auch morgens einfach stehen lässt??”
“Das ist aber kein Grund, ihn abends einfach aufzuwärmen!”

“Ich trinke doch keinen Kaffee, das weißt du doch!”
“Ich wärme ja deinen Tee auch nicht auf!”

“Ich finde, das ist keine Kopfschüttel-Geschichte.”
“Ist es doch.”

“Nein, da denken bloß wieder alle, dass ich doof bin!”
“Was sich die Leute denken, kann ich nicht beeinflussen.”

“Ich bin aber gar nicht doof!”
“Das sagt ja auch keiner.”

“Schreib was anderes.”
“Nein, ich schreibe jetzt das mit dem Kaffee.”

“Ich will das aber nicht!”
“Das tut mir sehr leid für dich.”

“Ich sage es nicht noch einmal!”

WQwrfgh HHGLUJZFOLDLuzgööp e edtzukijkikikkkzhjj

“Nimm deine Finger von der Tastatur weg!”

eafrg egt sregh srgh sgt sg srhg s sgt atfgeadfgthjuz

“Hör auf, du machst das kaputt!”

ede e eeee e eee e e e ee ee e e e

“Schatz!”

“Dann hör du auf, da zu schreiben!”
“Du spinnst wohl, ich schreibe weiter!”

“Ich warne dich!”
“Geh weg!”

“Ist das da die Löschen-Taste, die große da??”
“Untersteh dich, lass bl

 “So sieht´s schon viel besser aus!”
“Hör auf! Ich schreibe doch nur auf, was passiert ist!”

“Und wenn ich auf den Schalter da am Monitor drücke??”
“Dann kannst du was erleben!”

 

“Haha!”
“Gh woandrs spiln, ich wrd dis Gschicht schribn!”

“Du hast dich abr vrtippt da.”
“Wo!”

“Da, da fhlt ja was!”
“Stimmt, da fhln Buchstabn, was ist das dnn!!”

“Din Computr ist kaputt. Das gschiht dir rcht!”
“Dn hast du kaputt gmacht!”

“Hab ich nicht, klin Sündn wrdn bn sofort bstraft!”
“Ich hab dir schon tausnd mal gsagt, pack minn Computr nicht an!”

“Das ist doch eine Funkmaus, oder?”
“Wieso willst du das wissen!”

“Weil ich die prima mitnehmen kann!”

[Die Liebste greift sich meine Maus und - ich kann es kaum glauben - schmeißt sie sofort hinter das kleine Sofa, das in unserem Arbeitszimmer steht!]

“So! Aus die Maus!!”
“Bist du jetzt total verrückt geworden??”

ASWFRGH SDFaghrzej eafg e efgghrzejjeDF HZERJEZ

“iCH WILL DIESE BLÖDE gESCHICHTE NICHT1″
“wENN DU NOCH einmal AUF DER tASTATUR RUMHÄMMERST; DANN:::”

“wAS DANN; WAS DANN1″
“dAnN kitzelE Ich Dich von ObEN Bis untEn dUrch!”

“ich Bin ja gAr nicht kitzelig!”
“das WärE ja Mal waS ganz nEues!”

“Du Könntest ja auch mal was schönEs ÜbeR mich sChreibeN!”
“So?? wAs DenN??”

“dasS iCH lEtzTE WocHe EiNeN kuchen fÜr diCh gebacken habE.”
“aBer DeR IsT DoCh niChts GewordeN, hast dU geSAgt??”

“na uNd?? TroTZdem wOllte icH dir abeR einen kuchen baCKen!”
“das wirD Die nächSte kopfsChüttel-geschichte!”

ws FGAWDFGH erfge wrtgwtrejzzujjzjjjkjrkuzkujj

Blödmann!”
“Geh und hol meine Maus wieder!”

“Ist das da eine Funktastatur?”
“Ja, aber die bleibt HIER!”

“Guck mal da draußen!”
“Wo?”

“Na da!”
“Was denn?? Ich sehe da aber n

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