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Verstehe!

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer an unserem Esstisch und genehmigen uns, was der Kühlschrank noch so hergegeben hat. Wie so häufig auch eine gute Gelegenheit, um über dies und das zu reden.
Oder auch nicht…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Tust du mir einen Gefallen?”
“Was denn?”

“Ich will einen Hund.”
“Oh nein, nicht schon wieder das Hundethema!”

“Aber wieso darf ich denn keinen Hund haben??”
“Liebste! Wir wohnen mitten in der Stadt!”

“Na und??”
“Und wir arbeiten beide den ganzen Tag!”

“Das weiß ich.”
“Wer soll denn tagsüber mit dem Hund spazieren gehen??”

“Kannst du das nicht machen?”
“Hallo?? Ob ich wohl arbeiten muss??”

“Aber du sitzt doch nur im Büro rum, oder nicht?”
“BITTE?? Sag mal, kennen wir uns irgendwo her??”

“Was soll das denn jetzt?”
“Du weißt ja wohl, dass ich NICHT nur im Büro sitze!”

“Aber oft.”
“Öfter, als mir lieb ist, ja. Aber nicht immer.”

“Siehste.”
“Was heißt denn jetzt siehste??”

“Mit einem kleinen Hund kommst du dann viel häufiger raus.”
“Was??”

“Kannst du unser Hündchen nicht mitnehmen?”
“Wohin! Ins Büro??”

“Ja.”
“NEIN!”

“Hast du schon deinen Chef gefragt?”
“Nein!”

“Dann weißt du ja noch gar nicht, ob das ginge!”
“Ich weiß aber, dass ich das gar nicht will!”

“Wieso reden wir denn jetzt plötzlich nur noch über dich?”
“Was??”

“ICH will doch einen Hund! Einen mit Schlappohren.”
“Dann nimm du ihn doch mit zur Arbeit!”

“Das geht ja wohl nicht.”
“Genau! Und deswegen gibt es auch keinen Hund.”

“Also heißt das, wenn ICH mich um den kümmere, dann…”
“…was immer du sagen willst, das heißt es NICHT!”

“Lass mich doch mal ausreden!”
“Nein! Das gibt nur wieder eine Katastrophe!”

“Ich dachte, du hättest auch gerne ein süßes Hundchen?”
“Wenn wir irgendwann auf dem Land wohnen und Kinder haben, dann.”

“Dann?”
“Ja dann.”

“Erst dann??”
“Erst dann.”

“Verstehe.”
“Ähm, willst du damit sagen, du stimmst mir zu??”

“Ja.”
“Ach komm, hör doch auf!”

“Was denn??”
“Da kommt doch jetzt wieder irgendein dickes Ende!”

“Nein, wieso? Was meinst du denn??”
“Naja sowas wie: dann will ich jetzt aufs Land ziehen oder so.”

“Sage ich doch gar nicht?”
“Oder: gut, dann gehen wir jetzt schnell zwei Kinder machen.”

“Sage ich auch nicht?”
“Oder: na schön, dann kündige ich und werde Hausfrau.”

“Quatsch!”
“Also du hast wirklich nichts weiter dazu zu sagen?”

“Nee.”
“Hm…”

“Du hast ja schon alles gesagt! So machen wir´s!”

Kopfschüttel…

[Kommentare sind im Originalartikel möglich]



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