Tennisshop

Keine Sorge!

30. März 2009, aus der Schublade Familie und Feste

Meine Liebste und ich sitzen im Auto und sind auf dem Weg zu einem Kaffeklatsch bei Freunden.
Es sind eine ganze Menge Leute eingeladen, und so sind wir schon sehr gespannt, was uns am heutigen Nachmittag so alles erwartet.
Aber noch sind wir nicht da…

“Schatz, wie viele Leute kommen denn da insgesamt?”
“Das weiß ich nicht, Liebste. 20 vielleicht?”

“So viele??”
“Ich sagte ja, ich weiß es nicht genau.”

“So viele Sitzplätze haben Anja und Jens doch gar nicht…”
“Die werden sich da schon was überlegt haben.”

“Ich will aber nicht die ganze Zeit rumstehen!”
“Musst du ja nicht, du hast es da ja sowieso ganz leicht.”

“Wieso??”
“Du kannst dich ja einfach bei jemandem auf den Schoß setzen.”

“Bei jemandem, den ich gar nicht kenne??”
“Zum Beispiel. Da würde wohl kein Kerl was dagegen haben.”

“Ach und du hättest da auch nichts dagegen??”
“Also ich hätte da natürlich etwas, also ich meine…”

“Ich soll mich einfach bei einem anderen Mann auf den…”
“…das war doch bloß ein Witz!”

“Du hast aber gesagt, ich soll mich…”
“…ich habe nicht gesagt, du sollst, sondern…”

“…auf den Schoß, hast du gesagt, und…”
“…ich meinte das doch aber mehr als Kompl…”

“…dass gerade du das sagst, wo du doch…”
“…jetzt hör auf, ich wollte doch nur…”

“Lass mich doch mal ausreden!”
“Lasse ich dich doch!”

“Lässt du mich nicht!”
“Ich lasse dich ausreden, wenn du keinen Blödsinn mehr erzählst.”

“ICH erzähle Blödsinn??”
“Zumindest wolltest du.”

“Halt sofort an!”
“Wie bitte??”

“Ich war ja noch gar nicht fertig mit erzählen!”
“Na und??”

“Du konntest ja gar nicht wissen, ob ich Blödsinn erzähle!”
“Pff! Ich kenne dich doch!”

“Als wenn ich nur Blödsinn reden würde!”
“Naja, also…”

“Das ist ja wohl total unverschämt, du Blödmann!”
“Jetzt reg dich doch nicht gleich so auf.”

“Halt SOFORT an!”
“Warum??”

“Dann kann ich aussteigen!”
“Und dann?? Willst du dann zu Fuß gehen, oder was??”

“Das kann dir doch egal sein!”
“Jetzt reg dich mal wieder ab.”

“Dann musst du dir meinen Blödsinn auch nicht weiter anhören!”
“Ich halte jetzt nicht an.”

“Und warum nicht??”
“Weil wir mitten auf der Autobahn sind!”

“Umso besser!”
“Ach! Willst du dich hier an den Seitenstreifen stellen, oder was??”

“Mich nimmt schon einer mit, mach dir mal keine Sorgen!”
“Ja, aber der bringt dich ganz schnell wieder zurück!”

“Das glaube ich kaum!”
“Wieso? Willst du etwa stumm auf dem Beifahrersitz sitzen?”

“Nein.”
“Sondern?”

“Ich setze mich einfach auf seinen Schoß, das wird dann schon!”

Kopfschüttel…

36 Kommentare »

Meine Liebste und ich wuseln am frühen Morgen etwas hektisch in der Wohnung rum. Beide sind wir heute etwas spät dran und deswegen ist Eile angesagt.
Und egal, wie groß die Wohnung dann auch ist, man steht sich eigentlich immer gegenseitig im Weg…

“Schatz! Wo ist meine Jacke!”
“Süße, die hängt doch da am Haken?”

“Nein, nicht die, das ist doch meine dicke Jacke, die andere!”
“Hängt die nicht genau daneben??”

“Mann, ich hab jetzt echt keine Zeit für solche Spielchen!”
“Wieso? Ist das da NICHT deine Jacke??”

“Doch, aber ich suche doch nicht die!”
“Woher soll ich das denn wissen??”

“Die ist doch viel zu dünn!”
“Und warum hängt sie dann da seit ein paar Tagen??”

“Weil es am Wochenende schön war.”
“Aber, ähm… Die Jacke da hast du doch gar nicht an gehabt?”

“Es war ja auch noch ein klitzekleines bisschen zu kalt.”
“Ach, aber die Jacke hast du trotzdem schon mal rausgehängt??”

“Es hätte ja auch plötzlich wärmer werden können!?”
“Hätte, könnte, würde, Hokus Pokus, so ein Quatsch!”

“Das kommt nur, weil ich keine Übergangsjacke habe!”
“Was hast du nicht??”

“Eine Übergangsjacke.”
“Übergang wofür??”

“Vom Winter in den Frühling.”
“Ach, und da braucht man eine besondere Spezialjacke, oder was??”

“Ja. Natürlich.”
“Brauche ich doch aber auch nicht, wieso du denn??”

“Du bräuchtest eigentlich auch eine.”
“Schatz, es sind draußen 4 Grad, das ist Winter!”

“Nein, es sind 4 Grad im Frühling. Das ist was ganz anderes.”
“Aber…”

“Nichts aber!”
“Ähm… Und welche Jacke suchst du jetzt?”

“Wie welche Jacke!”
“Naja, du hast doch gar keine Übergangsjacke, hast du gesagt?”

“Natürlich habe ich eine Übergangsjacke!”
“Aber eben hast du doch noch gemeckert, dass du keine…”

“Ich habe keine für Winter zu Frühling, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber für Herbst zu Winter.”
“Aha… Und wo ist die jetzt??”

“Die hängt im Schrank.”
“Und die darf man jetzt nicht anziehen, oder was??”

“Haben wir Herbst, Winter oder Frühling?!”
“Ähm, Frühling?”

“Eben! Also kann ich ja wohl nicht die Herbstjacke anziehen!”
“Ist das die braune Jacke mit dem breiten Gürtel?”

“Ja, das stimmt. Das ist meine Herbst-Winter-Übergangsjacke.”
“Aber die hast du doch nur EINMAL an gehabt, oder??”

“Es gab ja letzten Herbst auch keinen richtigen Übergang!”
“Aber Liebste, kannst du diese Jacke jetzt nicht einfach…”

“Das werde ich wohl müssen, weil ich ja nichts anderes habe!”
“Also schön, dann hol dir jetzt deine braune Jacke und fertig.”

“Ja, aber dann muss ich mich noch kurz umziehen.”
“Wie bitte?? Wieso das denn??”

“Weil ich da einen Pullover drunter anziehen muss.”
“Ähm…”

“Hallo?? Es sind nur 4 Grad draußen!”

Kopfschüttel…

54 Kommentare »

Mit Autos kenne ich mich aus

24. März 2009, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und warten auf den Start der Tagesschau; naja, zumindest ich warte darauf.
Die Liebste frisiert derweil ihre Fingernägel und versucht anscheinend zu retten, was noch ohne Neulackierung zu retten ist.
Gut drei Minuten dauert es noch, also habe ich noch ein bisschen Zeit, meine Gedanken schweifen zu lassen.

“Schatz, warum machst du so ein nachdenkliches Gesicht?”
“Och, ich überlege nur was, Süße.”

“Und was?”
“Ich denke über mein Auto nach.”

“Wieso? Ist es schon wieder kaputt?”
“Bitte?? Es war doch noch nie kaputt!”

“Aber letzte Woche warst du doch in der Werkstatt?”
“Ja, aber da…”

“…da hast du dich tierisch aufgeregt, weiß ich doch!?”
“Ja, aber nur wegen der Scheibenwischer.”

“Deine Scheibenwischer waren kaputt??”
“Nein! Sie waren nicht kaputt, sie waren alt!”

“Und weswegen warst du da dann noch mal sauer?”
“Weil die Werkstatt für die neuen 63 Euro haben wollte!”

“Ist das denn viel?”
“Ja, das ist viel!! Wie kannst du bloß so eine Frage stellen!”

“Aber ich weiß doch nicht, was so Scheibenwischer sonst kosten.”
“Ja, weil du ja auch so ein Dienstwagenfuzzi bist!”

“Ich bin kein Fuzzi!”
“Ein Fuzzi ist, wer über Sachen redet, von denen er gar nichts weiß.”

“Ich weiß über mein Auto gut Bescheid!”
“So?? Was kostet denn zur Zeit ein Liter Diesel?”

“Ähm…”
“Was kostet eine Standardinspektion für deinen Wagen?”

“Hm…”
“Was hat der neue Tankdeckel gekostet, den du abgerissen hattest?”

“Tja…”
“Eben, du weißt es nicht! Weil du es ja auch nicht bezahlen musst!”

“Na und??”
“Ist ja egal, zahlt ja die Firma!”

“Naja, vielleicht, aber trotzdem kenne ich mich mit Autos aus.”
“Aha. Dann kannst du mir ja vielleicht bei meinem Problem helfen.”

“Ich kann dir helfen?? Au ja! Was denn?”
“Also mein Auto, also der Vertrag, der läuft im August aus.”

“Verstehe.”
“Ja, und dann brauche ich ja ein neues.”

“Und wo ist das Problem??”
“Ich weiß nicht, was ich dann nehmen soll. Hast du ne Idee?”

“Was ist dir denn an einem neuen Auto am wichtigsten?”
“Naja, also, geringer Verbrauch, Komfort, leise soll er sein, und…”

“Das finde ich auch, ja.”
“…und Airbags, und ein paar mehr PS dürfen es auch sein, und…”

“Ja, verstehe, ja.”
“Genau, und dann vielleicht ein festes Navi, vielleicht Tempomat?”

“OK, ja.”
“Audi fände ich ja gut, aber ist ganz schön teuer.”

“Stimmt.”
“Und BMW ist im Unterhalt so teuer.”

“Ja.”
“Naja, und Golf oder einen Opel, nee…”

“Jaja.”
“Schatz, also du bist nicht gerade hilfreich!?”

“Wieso?”
“Naja, du hilfst mir ja nicht!”

“Was soll ich denn machen??”
“Du hast doch eben gesagt, dass du dich mit Autos gut auskennst!?”

“Ja, das stimmt ja auch, und??”
“Na dann gib mir doch mal einen fachlichen Rat, was ich nehmen soll!”

“Ach so! Tue ich doch gerne!”
“Ja schön, und was ist dein Rat jetzt?”

“Nimm auf jeden Fall ein schwarzes. Silber-metallic ist out!”

Kopfschüttel…

59 Kommentare »

Ich verstah! in Schwizerdütsch

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Min Schatz und ich sitzet am Abig i de Stube am Ässtisch und gnehmiget üs, was de Chüehlschrank so hergit.
Mal wieder e gueti Glägeheit, um über dies und das zredä.
Oder au nöd…

“Du, Schatz?”
“Ja, Spatz?”

“Tuesch mer en gfalle?”
“Was de?”

“Ich wott en Hund.”
“Ouw nei, nöd scho wieders’ Hundethema!”

“Was? wieso dörf ich denn kän Hund??”
“Schatz, mir wohnet zmitzt i de Stadt!”

“Ja und??”
“Und mir schaffet beidi de ganz Tag!”

“Das weiss i sälber.”
“Und wer söll denn de Tag dur mit em Hund go laufe??”

“Chentsch nöd du das mache?”
“Hallo?? Viellicht bini denn au am schaffe??”

“Du hoggsch doch nur de ganz Tag blöd im Büro ume, oder nöd?”
“BITTE?? kännet mir üs vo irgendwo her??”

“Was söll etz das wieder heisse?”
“Das du genau weisch, dass ich NöD nume im Büro umehogge!”

“Aber viel.”
“Mängisch, ja. Aber trotzdem nöd immer.”

“Gsehsch.”
“Was gsehsch??”

“Mit eme chliine Hund würsch viel meh usecho.”
“Hä??”

“Chasch de du en chline Hund nöd mitneh?”
“Wohi?! Is Büro??”

“Ja.”
“NEI!”

“Hesch de din Chef scho mal gfraget?”
“Nei!”

“Denn weisch ja gar nöd, öbs gah wür!”
“Ich weiss aber genau, dass ich das gar nöd will!”

“Wieso redet mir etz plötzli nur na über dich?”
“Was??”

“ICH wott doch en Hund! Eine mit Schlappohre.”
“Denn nimm en du doch mit!”

“Das gaht sicher nöd.”
“Genau! Und drum gitts au kein Hund.”

“Das heisst also, wenn ICH mich um en kümmere wür, denn…”
“…was au immer du säge wotsch, das heissts NÖD!”

“Lass mich doch erscht mal usrede!”
“Nei! Das gitt nur wieder e Katastrophe!”

“Ich ha dänkt, du hättsch au gern en chline Hund!”
“Wenn mir irgendwänn mal uf em Land wohnet und Chind hend, dänn.”

“Dänn?”
“Ja dänn.”

“Erscht dänn??”
“Erscht dänn.”

“Aha, ok…”
“Ähm, wetsch du mir demit säge, dass du mir zuestimmsch??”

“Ja.”
“Ach chum etz, hör doch uf!”

“Was de??”
“Da chunt doch etz sicher wieder irgend en Gugus!”

“Nei, wäge? Was meinsch de?”
“Naja sowas wiä: dänn wott ich jetzt ufs Land zieh oder so.”

“Sägi ja gar nöd?”
“Oder: guet, denn gönd mer etz ganz schnell go zwei Chind mache.”

“Hani au nöd gseiht?”
“Oder: ja guet, denn chündi halt und werd Huusfrau.”

“So en Seich!”
“Also du hesch würkli nüt meh wiiters dezue zsäge??”

“Nä-ä.”
“Hm…”

“Du hesch ja scho alles gseiht! So machet mers!”

Chopfschüttel…

Mit Humor und Charme freundlicherweise ins Schwizerdütsch übersetzt von einem “Schweizer Zuleser”, der nicht weiter genannt werden möchte. Danke dafür!

Alle, die jetzt nichts oder nur die Hälfte verstanden haben, können selbstverständlich auch einen Blick auf die deutsche Version werfen, und zwar hier, beziehungsweise nachfolgend.

Mittlerweile gibt es eine Österreichische Version! Es war ja auch zu erwarten, dass die Österreicher das nicht auf sich sitzen lassen werden.
An dieser Stelle vielen Dank an Sascha Hofer aus Linz für die tolle Arbeit!

Und als wenn das noch nicht genug wäre: Marvin Schuld präsentiert uns eine Fremdsprache im eigenen Land: Berliner Schnauze!
Danke dafür und viele Grüße nach Berlin!

Ich weiß ja, dass ich hier nicht der einzige Verrückte bin, aber das…
Hier die Geschichte auf Schwedisch, übersetzt und zur Verfügung gestellt von Holger aus Mannheim! Danke!

Und weiter geht´s mit einer süd-hessischen Version, die Rainer Hanss aus Darmstadt aus Liebe zu seiner Heimat erstellt hat. Danke dir!

Nicht nur guter Wein, sondern auch Sprachtalente kommen aus dem Frankenland:
Jens zeigt mit seiner oberfränkischen Variante, dass auch Deutsch eine Fremdsprache ist. Danke Jens!

Es hat ein bisschen gedauert, aber auch die Schwaben haben nicht geschlafen:
Besonders gilt das für Robert Bullinger aus Elchingen, der uns die schwäbische Version zur Verfügung gestellt hat. Danke dafür!

Wer fehlt noch? Na klar! Der Pott, da wo´s immer brummen tut!
Thorsten aus Essen liefert die ruhrdeutsche Version. Danke dir!

Und wer fehlt auch noch? Richtig… Die Lederhosen!
Holger aus Süddeutschland macht dem ein Ende! Danke!

64 Kommentare »

Verstehe!

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer an unserem Esstisch und genehmigen uns, was der Kühlschrank noch so hergegeben hat. Wie so häufig auch eine gute Gelegenheit, um über dies und das zu reden.
Oder auch nicht…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Tust du mir einen Gefallen?”
“Was denn?”

“Ich will einen Hund.”
“Oh nein, nicht schon wieder das Hundethema!”

“Aber wieso darf ich denn keinen Hund haben??”
“Liebste! Wir wohnen mitten in der Stadt!”

“Na und??”
“Und wir arbeiten beide den ganzen Tag!”

“Das weiß ich.”
“Wer soll denn tagsüber mit dem Hund spazieren gehen??”

“Kannst du das nicht machen?”
“Hallo?? Ob ich wohl arbeiten muss??”

“Aber du sitzt doch nur im Büro rum, oder nicht?”
“BITTE?? Sag mal, kennen wir uns irgendwo her??”

“Was soll das denn jetzt?”
“Du weißt ja wohl, dass ich NICHT nur im Büro sitze!”

“Aber oft.”
“Öfter, als mir lieb ist, ja. Aber nicht immer.”

“Siehste.”
“Was heißt denn jetzt siehste??”

“Mit einem kleinen Hund kommst du dann viel häufiger raus.”
“Was??”

“Kannst du unser Hündchen nicht mitnehmen?”
“Wohin! Ins Büro??”

“Ja.”
“NEIN!”

“Hast du schon deinen Chef gefragt?”
“Nein!”

“Dann weißt du ja noch gar nicht, ob das ginge!”
“Ich weiß aber, dass ich das gar nicht will!”

“Wieso reden wir denn jetzt plötzlich nur noch über dich?”
“Was??”

“ICH will doch einen Hund! Einen mit Schlappohren.”
“Dann nimm du ihn doch mit zur Arbeit!”

“Das geht ja wohl nicht.”
“Genau! Und deswegen gibt es auch keinen Hund.”

“Also heißt das, wenn ICH mich um den kümmere, dann…”
“…was immer du sagen willst, das heißt es NICHT!”

“Lass mich doch mal ausreden!”
“Nein! Das gibt nur wieder eine Katastrophe!”

“Ich dachte, du hättest auch gerne ein süßes Hundchen?”
“Wenn wir irgendwann auf dem Land wohnen und Kinder haben, dann.”

“Dann?”
“Ja dann.”

“Erst dann??”
“Erst dann.”

“Verstehe.”
“Ähm, willst du damit sagen, du stimmst mir zu??”

“Ja.”
“Ach komm, hör doch auf!”

“Was denn??”
“Da kommt doch jetzt wieder irgendein dickes Ende!”

“Nein, wieso? Was meinst du denn??”
“Naja sowas wie: dann will ich jetzt aufs Land ziehen oder so.”

“Sage ich doch gar nicht?”
“Oder: gut, dann gehen wir jetzt schnell zwei Kinder machen.”

“Sage ich auch nicht?”
“Oder: na schön, dann kündige ich und werde Hausfrau.”

“Quatsch!”
“Also du hast wirklich nichts weiter dazu zu sagen?”

“Nee.”
“Hm…”

“Du hast ja schon alles gesagt! So machen wir´s!”

Kopfschüttel…

[Kommentare sind im Originalartikel möglich]

Kommentare deaktiviert

Meine Liebste und ich sitzen in der Bodega del Puerto, unserem Lieblingsspanier. Es ist rappelvoll und wir haben gerade noch zwei Plätze an einem Tisch bekommen, an dem bereits ein anderes junges Pärchen sitzt.
Naja, macht ja nichts!

“Schatz, komm mal her.”
“Süße, ich sitze hier doch schon.”

“Nein, ich meine, komm doch mal näher!”
“Verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich will dir was ins Ohr sagen!”
“Ach so…”

[Ich beuge mich über den Tisch meiner Liebsten entgegen.]

“Hast du das gesehen?”
“Was?”

“Na das Armband!”
“Welches Armband??”

“Das, das die Tussi da neben dir am Arm hat!”
“Habe ich nicht gesehen, wieso?”

“Schau doch mal! Aber unauffällig!”
“Wie soll ich denn in dieser Position unauffällig…”

“Du kannst ja wohl mal eben etwas zur Seite schauen, oder!?”
“Na gut, dann…”

“Nein, jetzt nicht!!”
“Aber ich sollte doch…”

“Jetzt hat sie den Arm gerade unterm Tisch!”
“Oh prima! Dann schlüpfe ich eben schnell unter den Tisch.”

“NEIN! Untersteh dich!”
“Wieso? Das fällt weniger auf, als deine Tuschelei hier!”

“Warte, warte…”
“Ich warte…”

“Mann, kann die nicht mal den Arm wieder hoch nehmen?!”
“Vielleicht hat sie bemerkt, dass du auf ihr Armband schielst…”

“Quatsch! Schau dir die doch mal an, die merkt gar nichts.”
“Ach so, aha, und wieso das??”

“Diese aufgetakelte Kuh??”
“Also ich finde sie eigentlich ganz hübsch.”

“Was?? DIE findest du hübsch??”
“Naja, also, ich meine…”

“Die sieht mir doch aber nicht auch nur ansatzweise ähnlich!?”
“Das stimmt.”

“Auf so einen Typ wie die stehst du doch gar nicht!”
“Was ist die denn für ein Typ, bitte?”

“Typ blonde Zicke mit dicken…”
“Reiß dich zusammen!”

“Ist doch wahr, schau, wie die sich nach vorne beugt und so!”
“Hm…”

“Was machst du da??”
“Ich sollte doch gucken!?”

“Hast du der jetzt etwa voll auf die Dinger geglotzt??”
“Ich sollte doch!”

“Aber doch nicht so!”
“Und wie dann??”

“Du solltest dir ihr ARMBAND angucken, nicht ihren Push-Up!”
“Ach, du sag mal, woran erkennt man das denn eigentlich?”

“Was.”
“Na, dass eine Frau einen Push-Up trägt.”

“Blöde Frage.”
“Wieso? Woran erkennst du das bei dem Mädel da zum Beispiel?”

“So dürre, wie die ist, kann die nicht so große Glocken haben.”
“Aha… Verstehe.”

“Verstehst du gar nicht!”
“Also das heißt, sehr schlanke Frauen haben niemals große…”

“Nicht alle!”
“Du zum Beispiel nicht, wolltest du sagen.”

“Genau.”
“Schatz, darf ich mich jetzt wieder zurück beugen?”

“Hast du ihr Armband gesehen??”
“Nein, aber…”

“Jaja, aber alles Wichtige hast du gesehen, schon klar!”
“Nein, ich wollte sagen, dass…”

“Da sitzt du mit mir hier und DIE glotzt du an!”
“Ich wollte nur sagen, dass ich…”

“Sollen wir Plätze tauschen, dann siehste noch viel mehr!!”
“Nein, aber…”

“Was ist denn!!”
“Mein Nacken wird langsam steif, darf ich wieder zurück?”

“Du bleibst jetzt hier, sonst kann ich nicht lästern!”
“Och Schatz, bitte, ich…”

“Das gehört sich nicht, die Hände unterm Tisch zu haben!”
“Ach! Aber was ich hier mache, DAS gehört sich, ja??”

“Was die da wohl unter dem Tisch macht…”
“Vielleicht hat sie ja ihre Hand auf meinem rechten Knie…”

“Träum weiter!”
“Ich lehne mich jetzt wieder zurück, das ist mir echt zu doof!”

[Ich setze mich wieder normal hin und genieße die Entspannung.]

“-”
“-”

“Gesehen?”
“Nein.”

“-”
“-”

“Jetzt gesehen?”
“Nein!”

“-”
“-”

[Die junge Frau neben mir steht plötzlich auf und bittet ihren Begleiter, einen Moment auf ihre Handtasche Acht zu geben. Ich frage mich, wo sie wohl hin will und plötzlich sehe ich an ihrem linken Arm das Armband blitzen und sofort denke ich mir, das kennst du doch irgendwo her!]

“Haste es jetzt gesehen??”
“Ja, habe ich, Liebste. Kommt mir irgendwie bekannt vor.”

“Irgendwie bekannt?? Du bist so doof!”
“Warum??”

“Das ist original MEIN Thomas Sabo-Armband!”
“Ach ja, stimmt!”

“Das gibt´s doch wohl gar nicht!”
“Wieso? Hast du das auch gerade um, oder was?”

“Da sieht man mal wieder, wie DU mich anschaust!”
“Zeig doch mal, aber wo ist denn dein Arm??”

“Unter dem Tisch.”
“Aber…”

“Ich will nicht, dass die Tussi das sieht!”
“Ähm… Kann es nicht sein, dass sie es schon längst gesehen hat??”

“Wieso!”
“Naja, weil ihr ja beide eure Arme unter dem Tisch…”

“Ach nee! Jetzt plötzlich fällt dir was auf! Na toll!”
“Also Moment mal, ich…”

“Das hast DU mir geschenkt!”
“Ja, richtig…”

“Das sei eine einmalig traumhafte Kombination, hast du gesagt!”
“Naja, also…”

“So! Und woher hat DIE das?? Kennst du die etwa??”

Kopfschüttel…

42 Kommentare »

Anti-Stress

11. März 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich schlendern gemütlich durch die Bremer Obernstraße und statten spontan einem kleinen Scherzartikel- und Geschenkeladen einen Besuch ab.
Das Schöne an solchen Läden ist ja, dass man da immer etwas Verrücktes entdecken kann…

“Was hast du da in der Hand, Schatz?”
“Das ist ein Anti-Stress-Würfel, Liebste.”

“Aha, und was macht man damit?”
“Hier, schau, den kann man knautschen und drücken.”

“Und wozu soll das gut sein??”
“Da kann man prima seine Wut dran auslassen, geht nicht kaputt.”

“Hm… Und mehr kann man damit nicht machen??”
“Naja, du könntest ihn mir zum Beispiel auch an den Kopf werfen.”

“An den Kopf??”
“Ja, und zwar ohne, dass es weh tut. Gut, oder?”

“Und das tut wirklich nicht weh?”
“Nein. Ist ja Schaumstoff.”

“Was soll ich denn dann damit??”

Kopfschüttel…

35 Kommentare »

Finale von: Ich hatte ja Zeit

9. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste und ich stehen immer noch vor dem Altkleidersack, den die Liebste gepackt hat; und zwar ausschließlich mit meinen Sachen! Nachdem sie die unmöglichsten Erklärungen gefunden hat, warum es sich NUR um meine Klamotten handelt, steht der Sack nun da und es muss entschieden werden, was nun passiert…

“Also bringst du den Sack nun runter oder nicht??”
“Süße! Ich bringe den Sack nirgendwo hin!”

“Was soll das heißen??”
“Dass ich meine Sachen nicht wegwerfen will! Ganz einfach!”

“Du weißt ja gar nicht, was da alles in dem Sack drin ist.”
“Na und?? Ich weiß, dass ich nichts wegwerfen will, das reicht.”

“Du weißt ja gar nicht, was du alles im Schrank rumliegen hast.”
“Also wenn hier einer nicht weiß, was in seinem Schrank ist, dann DU!”

“Ich weiß ganz genau, was in meinem Schrank ist!”
“So? Pah! Dann sag mal, wie viele T-Shirts du hast.”

“Das kann ich nicht.”
“Siehste, sage ich doch!”

“Ich kann es nicht sagen, weil ich keine T-Shirts habe.”
“Na schön, dann meine ich wahrscheinlich diese Tops da…”

“Mit Arm oder ohne?”
“Was weiß ich, meinetwegen mit.”

“Mit halbem oder Viertelarm?”
“Ist doch ganz egal, also wie viele!”

“Das ist nicht egal! Wenn du eine Antwort willst, dann…”
“Also schön, gut, dann, ähm… Halber Arm.”

“Mit V-Ausschnitt oder…”
“LIEBSTE!!”

“Was denn??”
“WIE VIELE!”

“Wenn du so ungenau fragst, dann kann ich das nicht sagen!”
“Himmel, diese Frau bringt mich noch um…”

“Ich??”
“Ja, du! Oder siehst du hier vielleicht noch eine andere??”

“Nee.”
“Eben!”

“Und sag mal, willst du jetzt wirklich alles wieder auspacken??”
“Nein, eigentlich will ich, dass DU das machst!”

“Aber ich habe doch schon alles einpacken müssen!”
“Von MÜSSEN kann ja wohl kaum die Rede sein!”

“Ich dachte wirklich, dass du dich freust, aber…”

[Die Liebste steckt ihre Hände in ihre Hosentaschen, zieht die Schultern leicht an und senkt ihren Kopf ein wenig nach unten.
Dabei macht sie einen Schmollmund, murmelt und schluchzt irgendetwas ganz leise vor sich hin und schaut mich dann aufblickend mit ihren großen Kulleraugen an. Ich frage mich, ob sich da wirklich ein Anflug von Reue abzeichnet oder...]

“Es tut mir leid.”
“Wie bitte?”

“Es tut mir wirklich leid, nicht böse sein, ja?”
“Hm…”

“Ich wollte dich doch überraschen und weil ich dachte, dass…”
“Jaja, schon gut…”

“Nein, wirklich! Ich habe es nur gut gemeint!”
“Mag sein, aber das Ergebnis ist leider, also…”

“Naja, aber nicht mehr böse sein, ja?”
“Hm…”

“Es wäre besser gewesen, wir hätten gemeinsam aussortiert.”
“Das hört sich schon deutlich vernünftiger an.”

“Das sehe ich ja auch ein, ich mache es wieder gut, ja?”
“Und wie willst du das wieder gut machen, bitteschön??”

“Also ich wüsste da was, was wir gemeinsam machen könnten…”
“Und was?”

“Etwas, was dir bestimmt gefallen wird…”
“Und das wäre?”

“Boah, ist das warm hier…”

[Die Liebste macht ganz langsam ein paar Schritte auf mich zu, zupft dabei lasziv an ihrem Pullover, streift ihre Schuhe ab und wirft ihre Haare schwungvoll nach hinten.
Ich muss sagen, dass ich mit so einem Verlauf nun wirklich nicht gerechnet hatte und dass ich wieder einmal feststellen muss, dass die Liebste immer wieder für eine aufregende Überraschung gut ist!]

“Warte mal…”
“Na, da bin ich aber jetzt gespannt!”

[Die Liebste gleitet mit ihren Händen an ihrem Pullover hinunter, greift sich die Enden und zieht ihn sich langsam über den Kopf...]

“Und? Gefällt dir das jetzt besser?”
“Sehr gut, sehr gut! Und wie geht´s jetzt weiter?”

“Jetzt tust du das alte Ding von mir auch in den Sack und dann bringst du ihn endlich runter!”

Kopfschüttel…

42 Kommentare »

Fortsetzung: Ich hatte ja Zeit

5. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste war ein paar Tage alleine zu Hause und bei dieser Gelegenheit hat sie einen ganzen Altkleidersack voll gemacht; das an sich ist lobenswert, aber: aussortiert hat sie nur MEINE Sachen! Als sei das noch nicht Grund genug zum Kopfschütteln, setzt die Liebste noch einen drauf…

“Warum guckst du denn jetzt so komisch??”
“Süße! Wieso sortierst du denn MEINE Sachen aus??”

“Freu dich doch!”
“Worüber?? Dass DU MEINE Sachen wegwerfen willst??”

“Nein, dass ich dir geholfen habe, das war viel Arbeit!”
“Aber du kannst doch nicht einfach Sachen von mir…”

“Ich habe nur Klamotten aussortiert, die du ersetzen wolltest.”
“Ach so?! Und wann bitte haben wir darüber gesprochen??”

“Neulich.”
“Neulich?? Komisch, kann ich mich gar nicht dran erinnern!”

“Als wir über Michael sprachen.”
“Michael?? Michael hat seinen Koffer am Flughafen verloren!”

“Eben.”
“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”

“Du hast gesagt, dass er sich jetzt wohl alles neu kaufen muss.”
“Muss er ja auch.”

“Und dass du das auch gerne mal machen würdest.”
“Bitte?? Das habe ich nicht gesagt!”

“Und ob hast du das gesagt! Du wolltest auch alles neu kaufen!”
“…wenn es die Versicherung bezahlt, ja! DARUM ging es!!”

“Ach so…”
“Ja, ach so! Himmel, also manchmal, da könnte ich dich…”

“Uups, dann habe ich das wohl falsch verstanden.”
“Und selbst wenn! Ich schmeiße meine Sachen gerne selber weg!!”

“Darum geht es dir also? Dass du das selber machen willst??”
“Natürlich! Da lege ich wirklich sehr großen Wert drauf!!”

“OK, das tut mir leid, aber ich weiß da einen Ausweg.”
“Und??”

“Wenn du das machen willst, dann bring den Sack runter!”

Kopfschüttel…

49 Kommentare »

Ich hatte ja Zeit

2. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste ist am Wochenende zwei Tage allein zuhause gewesen; ich war zur Abwechslung mal solo unterwegs und habe mich mit alten Freunden getroffen.
“Dann kann ich endlich mal in Ruhe machen, wozu ich sonst nicht komme”, hat sie gesagt.
Und wohl auch getan…

“Hallo Schatz, na, habt ihr Spaß gehabt?”
“Ja, Süße. Ich soll dich von allen schön grüßen.”

“Danke.”
“Und? Was hast du so gemacht hier?”

“Och, nicht viel.”
“So?”

“Ach doch, ich habe mich auf nächste Woche vorbereitet.”
“Nächste Woche? Wieso? Was ist denn nächste Woche?”

“Da ist Altkleidersammlung.”
“Wie bitte??”

“Altkleidersammlung! Wo man die alten Sachen in die Säcke…”
“Ich weiß, was eine Altkleidersammlung ist!”

“Warum fragst du denn dann??”
“Ich frage nicht, ich wundere mich!”

“Worüber?”
“Dass DU das Wort Altkleidersammlung überhaupt kennst.”

“Was soll das denn heißen!?”
“Du hast noch NIE was aussortiert!”

“Das stimmt ja gar nicht!”
“Zumindest kann ICH mich nicht daran erinnern.”

“Ich habe sogar schon einen ganzen Sack voll gemacht.”
“Mit Klamotten?”

“Jawohl! Und das sind alles Sachen, die man gut abgeben kann.”
“Aha… Hätte ich nicht gedacht, dass du…”

“Ich hatte ja Zeit am Wochenende.”
“Ja… Und wo hast du den Sack hingestellt?”

“Der steht im Arbeitszimmer, wieso?”
“Ach, ich wollte ihn nur mal sehen.”

“Sehen?? Das ist ein weißer Plastiksack mit roten…”
“Jaja, ich weiß, wie ein Altkleidersack aussieht.”

“Und was gibt es da dann jetzt zu sehen?”
“Ich muss mich davon überzeugen, dass ich das nicht träume…”

“Du bist so doof!”
“Ich sehe schon die Schlagzeilen in der Zeitung morgen…”

“Jaja, mach du dich ruhig über mich lustig!”

[Ich gehe in unser Arbeitszimmer und tatsächlich: da steht ein Altkleidersack, der etwa dreiviertel gefüllt ist. Ich bin wirklich erstaunt!
Die Liebste hat noch nie etwas aussortiert, geschweige denn weggeworfen, sofern es sich nicht um ein verschlissenes oder stark beschädigtes Kleidungsstück gehandelt hat.
Da sie den Sack noch nicht zugebunden hat, werfe ich einen Blick hinein, um mich restlos von diesem Wunder zu überzeugen.]

“Und?”
“Ist das hier eine Jeans??”

“Ja. Die ist uralt, aber wohl noch zu gebrauchen.”
“Du trennst dich von einer Jeans??”

“Warum nicht?”
“Klar, warum nicht… Was ist das denn hier??”

“Das ist ein T-Shirt.”
“Hm, das kommt mir irgendwie so bekannt vor…”

“Das sollte es auch.”
“Ähm, sag mal, ist das nicht eigentlich meins??”

“Ja, aber das hast du doch 10 Jahre nicht mehr an gehabt?”
“Kann sein, aber wieso ist das da jetzt drin??”

“Willst du das alte Ding etwa behalten??”
“Nein, aber… Und das hier?? Das ist ja MEIN alter Pullover!”

“Stimmt. Der ist alt und hässlich.”
“Das ist aber doch mein Malerpullover!”

“Du malst ja gar nicht!”
“Nein, ich meine, so für Renovierungen und so!”

“Echt?”
“Ja, echt! Wieso sind hier auch Sachen von mir drin??”

“Da sind NUR Sachen von dir drin.”
“Was??”

“Meinen Schrank mache ich dann vielleicht beim nächsten Mal.”

Kopfschüttel…

63 Kommentare »

Keine Sorge!

30. März 2009, aus der Schublade Familie und Feste

Meine Liebste und ich sitzen im Auto und sind auf dem Weg zu einem Kaffeklatsch bei Freunden.
Es sind eine ganze Menge Leute eingeladen, und so sind wir schon sehr gespannt, was uns am heutigen Nachmittag so alles erwartet.
Aber noch sind wir nicht da…

“Schatz, wie viele Leute kommen denn da insgesamt?”
“Das weiß ich nicht, Liebste. 20 vielleicht?”

“So viele??”
“Ich sagte ja, ich weiß es nicht genau.”

“So viele Sitzplätze haben Anja und Jens doch gar nicht…”
“Die werden sich da schon was überlegt haben.”

“Ich will aber nicht die ganze Zeit rumstehen!”
“Musst du ja nicht, du hast es da ja sowieso ganz leicht.”

“Wieso??”
“Du kannst dich ja einfach bei jemandem auf den Schoß setzen.”

“Bei jemandem, den ich gar nicht kenne??”
“Zum Beispiel. Da würde wohl kein Kerl was dagegen haben.”

“Ach und du hättest da auch nichts dagegen??”
“Also ich hätte da natürlich etwas, also ich meine…”

“Ich soll mich einfach bei einem anderen Mann auf den…”
“…das war doch bloß ein Witz!”

“Du hast aber gesagt, ich soll mich…”
“…ich habe nicht gesagt, du sollst, sondern…”

“…auf den Schoß, hast du gesagt, und…”
“…ich meinte das doch aber mehr als Kompl…”

“…dass gerade du das sagst, wo du doch…”
“…jetzt hör auf, ich wollte doch nur…”

“Lass mich doch mal ausreden!”
“Lasse ich dich doch!”

“Lässt du mich nicht!”
“Ich lasse dich ausreden, wenn du keinen Blödsinn mehr erzählst.”

“ICH erzähle Blödsinn??”
“Zumindest wolltest du.”

“Halt sofort an!”
“Wie bitte??”

“Ich war ja noch gar nicht fertig mit erzählen!”
“Na und??”

“Du konntest ja gar nicht wissen, ob ich Blödsinn erzähle!”
“Pff! Ich kenne dich doch!”

“Als wenn ich nur Blödsinn reden würde!”
“Naja, also…”

“Das ist ja wohl total unverschämt, du Blödmann!”
“Jetzt reg dich doch nicht gleich so auf.”

“Halt SOFORT an!”
“Warum??”

“Dann kann ich aussteigen!”
“Und dann?? Willst du dann zu Fuß gehen, oder was??”

“Das kann dir doch egal sein!”
“Jetzt reg dich mal wieder ab.”

“Dann musst du dir meinen Blödsinn auch nicht weiter anhören!”
“Ich halte jetzt nicht an.”

“Und warum nicht??”
“Weil wir mitten auf der Autobahn sind!”

“Umso besser!”
“Ach! Willst du dich hier an den Seitenstreifen stellen, oder was??”

“Mich nimmt schon einer mit, mach dir mal keine Sorgen!”
“Ja, aber der bringt dich ganz schnell wieder zurück!”

“Das glaube ich kaum!”
“Wieso? Willst du etwa stumm auf dem Beifahrersitz sitzen?”

“Nein.”
“Sondern?”

“Ich setze mich einfach auf seinen Schoß, das wird dann schon!”

Kopfschüttel…

36 Kommentare »

Meine Liebste und ich wuseln am frühen Morgen etwas hektisch in der Wohnung rum. Beide sind wir heute etwas spät dran und deswegen ist Eile angesagt.
Und egal, wie groß die Wohnung dann auch ist, man steht sich eigentlich immer gegenseitig im Weg…

“Schatz! Wo ist meine Jacke!”
“Süße, die hängt doch da am Haken?”

“Nein, nicht die, das ist doch meine dicke Jacke, die andere!”
“Hängt die nicht genau daneben??”

“Mann, ich hab jetzt echt keine Zeit für solche Spielchen!”
“Wieso? Ist das da NICHT deine Jacke??”

“Doch, aber ich suche doch nicht die!”
“Woher soll ich das denn wissen??”

“Die ist doch viel zu dünn!”
“Und warum hängt sie dann da seit ein paar Tagen??”

“Weil es am Wochenende schön war.”
“Aber, ähm… Die Jacke da hast du doch gar nicht an gehabt?”

“Es war ja auch noch ein klitzekleines bisschen zu kalt.”
“Ach, aber die Jacke hast du trotzdem schon mal rausgehängt??”

“Es hätte ja auch plötzlich wärmer werden können!?”
“Hätte, könnte, würde, Hokus Pokus, so ein Quatsch!”

“Das kommt nur, weil ich keine Übergangsjacke habe!”
“Was hast du nicht??”

“Eine Übergangsjacke.”
“Übergang wofür??”

“Vom Winter in den Frühling.”
“Ach, und da braucht man eine besondere Spezialjacke, oder was??”

“Ja. Natürlich.”
“Brauche ich doch aber auch nicht, wieso du denn??”

“Du bräuchtest eigentlich auch eine.”
“Schatz, es sind draußen 4 Grad, das ist Winter!”

“Nein, es sind 4 Grad im Frühling. Das ist was ganz anderes.”
“Aber…”

“Nichts aber!”
“Ähm… Und welche Jacke suchst du jetzt?”

“Wie welche Jacke!”
“Naja, du hast doch gar keine Übergangsjacke, hast du gesagt?”

“Natürlich habe ich eine Übergangsjacke!”
“Aber eben hast du doch noch gemeckert, dass du keine…”

“Ich habe keine für Winter zu Frühling, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber für Herbst zu Winter.”
“Aha… Und wo ist die jetzt??”

“Die hängt im Schrank.”
“Und die darf man jetzt nicht anziehen, oder was??”

“Haben wir Herbst, Winter oder Frühling?!”
“Ähm, Frühling?”

“Eben! Also kann ich ja wohl nicht die Herbstjacke anziehen!”
“Ist das die braune Jacke mit dem breiten Gürtel?”

“Ja, das stimmt. Das ist meine Herbst-Winter-Übergangsjacke.”
“Aber die hast du doch nur EINMAL an gehabt, oder??”

“Es gab ja letzten Herbst auch keinen richtigen Übergang!”
“Aber Liebste, kannst du diese Jacke jetzt nicht einfach…”

“Das werde ich wohl müssen, weil ich ja nichts anderes habe!”
“Also schön, dann hol dir jetzt deine braune Jacke und fertig.”

“Ja, aber dann muss ich mich noch kurz umziehen.”
“Wie bitte?? Wieso das denn??”

“Weil ich da einen Pullover drunter anziehen muss.”
“Ähm…”

“Hallo?? Es sind nur 4 Grad draußen!”

Kopfschüttel…

54 Kommentare »

Mit Autos kenne ich mich aus

24. März 2009, aus der Schublade Auto und Parken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und warten auf den Start der Tagesschau; naja, zumindest ich warte darauf.
Die Liebste frisiert derweil ihre Fingernägel und versucht anscheinend zu retten, was noch ohne Neulackierung zu retten ist.
Gut drei Minuten dauert es noch, also habe ich noch ein bisschen Zeit, meine Gedanken schweifen zu lassen.

“Schatz, warum machst du so ein nachdenkliches Gesicht?”
“Och, ich überlege nur was, Süße.”

“Und was?”
“Ich denke über mein Auto nach.”

“Wieso? Ist es schon wieder kaputt?”
“Bitte?? Es war doch noch nie kaputt!”

“Aber letzte Woche warst du doch in der Werkstatt?”
“Ja, aber da…”

“…da hast du dich tierisch aufgeregt, weiß ich doch!?”
“Ja, aber nur wegen der Scheibenwischer.”

“Deine Scheibenwischer waren kaputt??”
“Nein! Sie waren nicht kaputt, sie waren alt!”

“Und weswegen warst du da dann noch mal sauer?”
“Weil die Werkstatt für die neuen 63 Euro haben wollte!”

“Ist das denn viel?”
“Ja, das ist viel!! Wie kannst du bloß so eine Frage stellen!”

“Aber ich weiß doch nicht, was so Scheibenwischer sonst kosten.”
“Ja, weil du ja auch so ein Dienstwagenfuzzi bist!”

“Ich bin kein Fuzzi!”
“Ein Fuzzi ist, wer über Sachen redet, von denen er gar nichts weiß.”

“Ich weiß über mein Auto gut Bescheid!”
“So?? Was kostet denn zur Zeit ein Liter Diesel?”

“Ähm…”
“Was kostet eine Standardinspektion für deinen Wagen?”

“Hm…”
“Was hat der neue Tankdeckel gekostet, den du abgerissen hattest?”

“Tja…”
“Eben, du weißt es nicht! Weil du es ja auch nicht bezahlen musst!”

“Na und??”
“Ist ja egal, zahlt ja die Firma!”

“Naja, vielleicht, aber trotzdem kenne ich mich mit Autos aus.”
“Aha. Dann kannst du mir ja vielleicht bei meinem Problem helfen.”

“Ich kann dir helfen?? Au ja! Was denn?”
“Also mein Auto, also der Vertrag, der läuft im August aus.”

“Verstehe.”
“Ja, und dann brauche ich ja ein neues.”

“Und wo ist das Problem??”
“Ich weiß nicht, was ich dann nehmen soll. Hast du ne Idee?”

“Was ist dir denn an einem neuen Auto am wichtigsten?”
“Naja, also, geringer Verbrauch, Komfort, leise soll er sein, und…”

“Das finde ich auch, ja.”
“…und Airbags, und ein paar mehr PS dürfen es auch sein, und…”

“Ja, verstehe, ja.”
“Genau, und dann vielleicht ein festes Navi, vielleicht Tempomat?”

“OK, ja.”
“Audi fände ich ja gut, aber ist ganz schön teuer.”

“Stimmt.”
“Und BMW ist im Unterhalt so teuer.”

“Ja.”
“Naja, und Golf oder einen Opel, nee…”

“Jaja.”
“Schatz, also du bist nicht gerade hilfreich!?”

“Wieso?”
“Naja, du hilfst mir ja nicht!”

“Was soll ich denn machen??”
“Du hast doch eben gesagt, dass du dich mit Autos gut auskennst!?”

“Ja, das stimmt ja auch, und??”
“Na dann gib mir doch mal einen fachlichen Rat, was ich nehmen soll!”

“Ach so! Tue ich doch gerne!”
“Ja schön, und was ist dein Rat jetzt?”

“Nimm auf jeden Fall ein schwarzes. Silber-metallic ist out!”

Kopfschüttel…

59 Kommentare »

Ich verstah! in Schwizerdütsch

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Min Schatz und ich sitzet am Abig i de Stube am Ässtisch und gnehmiget üs, was de Chüehlschrank so hergit.
Mal wieder e gueti Glägeheit, um über dies und das zredä.
Oder au nöd…

“Du, Schatz?”
“Ja, Spatz?”

“Tuesch mer en gfalle?”
“Was de?”

“Ich wott en Hund.”
“Ouw nei, nöd scho wieders’ Hundethema!”

“Was? wieso dörf ich denn kän Hund??”
“Schatz, mir wohnet zmitzt i de Stadt!”

“Ja und??”
“Und mir schaffet beidi de ganz Tag!”

“Das weiss i sälber.”
“Und wer söll denn de Tag dur mit em Hund go laufe??”

“Chentsch nöd du das mache?”
“Hallo?? Viellicht bini denn au am schaffe??”

“Du hoggsch doch nur de ganz Tag blöd im Büro ume, oder nöd?”
“BITTE?? kännet mir üs vo irgendwo her??”

“Was söll etz das wieder heisse?”
“Das du genau weisch, dass ich NöD nume im Büro umehogge!”

“Aber viel.”
“Mängisch, ja. Aber trotzdem nöd immer.”

“Gsehsch.”
“Was gsehsch??”

“Mit eme chliine Hund würsch viel meh usecho.”
“Hä??”

“Chasch de du en chline Hund nöd mitneh?”
“Wohi?! Is Büro??”

“Ja.”
“NEI!”

“Hesch de din Chef scho mal gfraget?”
“Nei!”

“Denn weisch ja gar nöd, öbs gah wür!”
“Ich weiss aber genau, dass ich das gar nöd will!”

“Wieso redet mir etz plötzli nur na über dich?”
“Was??”

“ICH wott doch en Hund! Eine mit Schlappohre.”
“Denn nimm en du doch mit!”

“Das gaht sicher nöd.”
“Genau! Und drum gitts au kein Hund.”

“Das heisst also, wenn ICH mich um en kümmere wür, denn…”
“…was au immer du säge wotsch, das heissts NÖD!”

“Lass mich doch erscht mal usrede!”
“Nei! Das gitt nur wieder e Katastrophe!”

“Ich ha dänkt, du hättsch au gern en chline Hund!”
“Wenn mir irgendwänn mal uf em Land wohnet und Chind hend, dänn.”

“Dänn?”
“Ja dänn.”

“Erscht dänn??”
“Erscht dänn.”

“Aha, ok…”
“Ähm, wetsch du mir demit säge, dass du mir zuestimmsch??”

“Ja.”
“Ach chum etz, hör doch uf!”

“Was de??”
“Da chunt doch etz sicher wieder irgend en Gugus!”

“Nei, wäge? Was meinsch de?”
“Naja sowas wiä: dänn wott ich jetzt ufs Land zieh oder so.”

“Sägi ja gar nöd?”
“Oder: guet, denn gönd mer etz ganz schnell go zwei Chind mache.”

“Hani au nöd gseiht?”
“Oder: ja guet, denn chündi halt und werd Huusfrau.”

“So en Seich!”
“Also du hesch würkli nüt meh wiiters dezue zsäge??”

“Nä-ä.”
“Hm…”

“Du hesch ja scho alles gseiht! So machet mers!”

Chopfschüttel…

Mit Humor und Charme freundlicherweise ins Schwizerdütsch übersetzt von einem “Schweizer Zuleser”, der nicht weiter genannt werden möchte. Danke dafür!

Alle, die jetzt nichts oder nur die Hälfte verstanden haben, können selbstverständlich auch einen Blick auf die deutsche Version werfen, und zwar hier, beziehungsweise nachfolgend.

Mittlerweile gibt es eine Österreichische Version! Es war ja auch zu erwarten, dass die Österreicher das nicht auf sich sitzen lassen werden.
An dieser Stelle vielen Dank an Sascha Hofer aus Linz für die tolle Arbeit!

Und als wenn das noch nicht genug wäre: Marvin Schuld präsentiert uns eine Fremdsprache im eigenen Land: Berliner Schnauze!
Danke dafür und viele Grüße nach Berlin!

Ich weiß ja, dass ich hier nicht der einzige Verrückte bin, aber das…
Hier die Geschichte auf Schwedisch, übersetzt und zur Verfügung gestellt von Holger aus Mannheim! Danke!

Und weiter geht´s mit einer süd-hessischen Version, die Rainer Hanss aus Darmstadt aus Liebe zu seiner Heimat erstellt hat. Danke dir!

Nicht nur guter Wein, sondern auch Sprachtalente kommen aus dem Frankenland:
Jens zeigt mit seiner oberfränkischen Variante, dass auch Deutsch eine Fremdsprache ist. Danke Jens!

Es hat ein bisschen gedauert, aber auch die Schwaben haben nicht geschlafen:
Besonders gilt das für Robert Bullinger aus Elchingen, der uns die schwäbische Version zur Verfügung gestellt hat. Danke dafür!

Wer fehlt noch? Na klar! Der Pott, da wo´s immer brummen tut!
Thorsten aus Essen liefert die ruhrdeutsche Version. Danke dir!

Und wer fehlt auch noch? Richtig… Die Lederhosen!
Holger aus Süddeutschland macht dem ein Ende! Danke!

64 Kommentare »

Verstehe!

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer an unserem Esstisch und genehmigen uns, was der Kühlschrank noch so hergegeben hat. Wie so häufig auch eine gute Gelegenheit, um über dies und das zu reden.
Oder auch nicht…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Tust du mir einen Gefallen?”
“Was denn?”

“Ich will einen Hund.”
“Oh nein, nicht schon wieder das Hundethema!”

“Aber wieso darf ich denn keinen Hund haben??”
“Liebste! Wir wohnen mitten in der Stadt!”

“Na und??”
“Und wir arbeiten beide den ganzen Tag!”

“Das weiß ich.”
“Wer soll denn tagsüber mit dem Hund spazieren gehen??”

“Kannst du das nicht machen?”
“Hallo?? Ob ich wohl arbeiten muss??”

“Aber du sitzt doch nur im Büro rum, oder nicht?”
“BITTE?? Sag mal, kennen wir uns irgendwo her??”

“Was soll das denn jetzt?”
“Du weißt ja wohl, dass ich NICHT nur im Büro sitze!”

“Aber oft.”
“Öfter, als mir lieb ist, ja. Aber nicht immer.”

“Siehste.”
“Was heißt denn jetzt siehste??”

“Mit einem kleinen Hund kommst du dann viel häufiger raus.”
“Was??”

“Kannst du unser Hündchen nicht mitnehmen?”
“Wohin! Ins Büro??”

“Ja.”
“NEIN!”

“Hast du schon deinen Chef gefragt?”
“Nein!”

“Dann weißt du ja noch gar nicht, ob das ginge!”
“Ich weiß aber, dass ich das gar nicht will!”

“Wieso reden wir denn jetzt plötzlich nur noch über dich?”
“Was??”

“ICH will doch einen Hund! Einen mit Schlappohren.”
“Dann nimm du ihn doch mit zur Arbeit!”

“Das geht ja wohl nicht.”
“Genau! Und deswegen gibt es auch keinen Hund.”

“Also heißt das, wenn ICH mich um den kümmere, dann…”
“…was immer du sagen willst, das heißt es NICHT!”

“Lass mich doch mal ausreden!”
“Nein! Das gibt nur wieder eine Katastrophe!”

“Ich dachte, du hättest auch gerne ein süßes Hundchen?”
“Wenn wir irgendwann auf dem Land wohnen und Kinder haben, dann.”

“Dann?”
“Ja dann.”

“Erst dann??”
“Erst dann.”

“Verstehe.”
“Ähm, willst du damit sagen, du stimmst mir zu??”

“Ja.”
“Ach komm, hör doch auf!”

“Was denn??”
“Da kommt doch jetzt wieder irgendein dickes Ende!”

“Nein, wieso? Was meinst du denn??”
“Naja sowas wie: dann will ich jetzt aufs Land ziehen oder so.”

“Sage ich doch gar nicht?”
“Oder: gut, dann gehen wir jetzt schnell zwei Kinder machen.”

“Sage ich auch nicht?”
“Oder: na schön, dann kündige ich und werde Hausfrau.”

“Quatsch!”
“Also du hast wirklich nichts weiter dazu zu sagen?”

“Nee.”
“Hm…”

“Du hast ja schon alles gesagt! So machen wir´s!”

Kopfschüttel…

[Kommentare sind im Originalartikel möglich]

Kommentare deaktiviert

Meine Liebste und ich sitzen in der Bodega del Puerto, unserem Lieblingsspanier. Es ist rappelvoll und wir haben gerade noch zwei Plätze an einem Tisch bekommen, an dem bereits ein anderes junges Pärchen sitzt.
Naja, macht ja nichts!

“Schatz, komm mal her.”
“Süße, ich sitze hier doch schon.”

“Nein, ich meine, komm doch mal näher!”
“Verstehe ich jetzt nicht??”

“Ich will dir was ins Ohr sagen!”
“Ach so…”

[Ich beuge mich über den Tisch meiner Liebsten entgegen.]

“Hast du das gesehen?”
“Was?”

“Na das Armband!”
“Welches Armband??”

“Das, das die Tussi da neben dir am Arm hat!”
“Habe ich nicht gesehen, wieso?”

“Schau doch mal! Aber unauffällig!”
“Wie soll ich denn in dieser Position unauffällig…”

“Du kannst ja wohl mal eben etwas zur Seite schauen, oder!?”
“Na gut, dann…”

“Nein, jetzt nicht!!”
“Aber ich sollte doch…”

“Jetzt hat sie den Arm gerade unterm Tisch!”
“Oh prima! Dann schlüpfe ich eben schnell unter den Tisch.”

“NEIN! Untersteh dich!”
“Wieso? Das fällt weniger auf, als deine Tuschelei hier!”

“Warte, warte…”
“Ich warte…”

“Mann, kann die nicht mal den Arm wieder hoch nehmen?!”
“Vielleicht hat sie bemerkt, dass du auf ihr Armband schielst…”

“Quatsch! Schau dir die doch mal an, die merkt gar nichts.”
“Ach so, aha, und wieso das??”

“Diese aufgetakelte Kuh??”
“Also ich finde sie eigentlich ganz hübsch.”

“Was?? DIE findest du hübsch??”
“Naja, also, ich meine…”

“Die sieht mir doch aber nicht auch nur ansatzweise ähnlich!?”
“Das stimmt.”

“Auf so einen Typ wie die stehst du doch gar nicht!”
“Was ist die denn für ein Typ, bitte?”

“Typ blonde Zicke mit dicken…”
“Reiß dich zusammen!”

“Ist doch wahr, schau, wie die sich nach vorne beugt und so!”
“Hm…”

“Was machst du da??”
“Ich sollte doch gucken!?”

“Hast du der jetzt etwa voll auf die Dinger geglotzt??”
“Ich sollte doch!”

“Aber doch nicht so!”
“Und wie dann??”

“Du solltest dir ihr ARMBAND angucken, nicht ihren Push-Up!”
“Ach, du sag mal, woran erkennt man das denn eigentlich?”

“Was.”
“Na, dass eine Frau einen Push-Up trägt.”

“Blöde Frage.”
“Wieso? Woran erkennst du das bei dem Mädel da zum Beispiel?”

“So dürre, wie die ist, kann die nicht so große Glocken haben.”
“Aha… Verstehe.”

“Verstehst du gar nicht!”
“Also das heißt, sehr schlanke Frauen haben niemals große…”

“Nicht alle!”
“Du zum Beispiel nicht, wolltest du sagen.”

“Genau.”
“Schatz, darf ich mich jetzt wieder zurück beugen?”

“Hast du ihr Armband gesehen??”
“Nein, aber…”

“Jaja, aber alles Wichtige hast du gesehen, schon klar!”
“Nein, ich wollte sagen, dass…”

“Da sitzt du mit mir hier und DIE glotzt du an!”
“Ich wollte nur sagen, dass ich…”

“Sollen wir Plätze tauschen, dann siehste noch viel mehr!!”
“Nein, aber…”

“Was ist denn!!”
“Mein Nacken wird langsam steif, darf ich wieder zurück?”

“Du bleibst jetzt hier, sonst kann ich nicht lästern!”
“Och Schatz, bitte, ich…”

“Das gehört sich nicht, die Hände unterm Tisch zu haben!”
“Ach! Aber was ich hier mache, DAS gehört sich, ja??”

“Was die da wohl unter dem Tisch macht…”
“Vielleicht hat sie ja ihre Hand auf meinem rechten Knie…”

“Träum weiter!”
“Ich lehne mich jetzt wieder zurück, das ist mir echt zu doof!”

[Ich setze mich wieder normal hin und genieße die Entspannung.]

“-”
“-”

“Gesehen?”
“Nein.”

“-”
“-”

“Jetzt gesehen?”
“Nein!”

“-”
“-”

[Die junge Frau neben mir steht plötzlich auf und bittet ihren Begleiter, einen Moment auf ihre Handtasche Acht zu geben. Ich frage mich, wo sie wohl hin will und plötzlich sehe ich an ihrem linken Arm das Armband blitzen und sofort denke ich mir, das kennst du doch irgendwo her!]

“Haste es jetzt gesehen??”
“Ja, habe ich, Liebste. Kommt mir irgendwie bekannt vor.”

“Irgendwie bekannt?? Du bist so doof!”
“Warum??”

“Das ist original MEIN Thomas Sabo-Armband!”
“Ach ja, stimmt!”

“Das gibt´s doch wohl gar nicht!”
“Wieso? Hast du das auch gerade um, oder was?”

“Da sieht man mal wieder, wie DU mich anschaust!”
“Zeig doch mal, aber wo ist denn dein Arm??”

“Unter dem Tisch.”
“Aber…”

“Ich will nicht, dass die Tussi das sieht!”
“Ähm… Kann es nicht sein, dass sie es schon längst gesehen hat??”

“Wieso!”
“Naja, weil ihr ja beide eure Arme unter dem Tisch…”

“Ach nee! Jetzt plötzlich fällt dir was auf! Na toll!”
“Also Moment mal, ich…”

“Das hast DU mir geschenkt!”
“Ja, richtig…”

“Das sei eine einmalig traumhafte Kombination, hast du gesagt!”
“Naja, also…”

“So! Und woher hat DIE das?? Kennst du die etwa??”

Kopfschüttel…

42 Kommentare »

Anti-Stress

11. März 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich schlendern gemütlich durch die Bremer Obernstraße und statten spontan einem kleinen Scherzartikel- und Geschenkeladen einen Besuch ab.
Das Schöne an solchen Läden ist ja, dass man da immer etwas Verrücktes entdecken kann…

“Was hast du da in der Hand, Schatz?”
“Das ist ein Anti-Stress-Würfel, Liebste.”

“Aha, und was macht man damit?”
“Hier, schau, den kann man knautschen und drücken.”

“Und wozu soll das gut sein??”
“Da kann man prima seine Wut dran auslassen, geht nicht kaputt.”

“Hm… Und mehr kann man damit nicht machen??”
“Naja, du könntest ihn mir zum Beispiel auch an den Kopf werfen.”

“An den Kopf??”
“Ja, und zwar ohne, dass es weh tut. Gut, oder?”

“Und das tut wirklich nicht weh?”
“Nein. Ist ja Schaumstoff.”

“Was soll ich denn dann damit??”

Kopfschüttel…

35 Kommentare »

Finale von: Ich hatte ja Zeit

9. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste und ich stehen immer noch vor dem Altkleidersack, den die Liebste gepackt hat; und zwar ausschließlich mit meinen Sachen! Nachdem sie die unmöglichsten Erklärungen gefunden hat, warum es sich NUR um meine Klamotten handelt, steht der Sack nun da und es muss entschieden werden, was nun passiert…

“Also bringst du den Sack nun runter oder nicht??”
“Süße! Ich bringe den Sack nirgendwo hin!”

“Was soll das heißen??”
“Dass ich meine Sachen nicht wegwerfen will! Ganz einfach!”

“Du weißt ja gar nicht, was da alles in dem Sack drin ist.”
“Na und?? Ich weiß, dass ich nichts wegwerfen will, das reicht.”

“Du weißt ja gar nicht, was du alles im Schrank rumliegen hast.”
“Also wenn hier einer nicht weiß, was in seinem Schrank ist, dann DU!”

“Ich weiß ganz genau, was in meinem Schrank ist!”
“So? Pah! Dann sag mal, wie viele T-Shirts du hast.”

“Das kann ich nicht.”
“Siehste, sage ich doch!”

“Ich kann es nicht sagen, weil ich keine T-Shirts habe.”
“Na schön, dann meine ich wahrscheinlich diese Tops da…”

“Mit Arm oder ohne?”
“Was weiß ich, meinetwegen mit.”

“Mit halbem oder Viertelarm?”
“Ist doch ganz egal, also wie viele!”

“Das ist nicht egal! Wenn du eine Antwort willst, dann…”
“Also schön, gut, dann, ähm… Halber Arm.”

“Mit V-Ausschnitt oder…”
“LIEBSTE!!”

“Was denn??”
“WIE VIELE!”

“Wenn du so ungenau fragst, dann kann ich das nicht sagen!”
“Himmel, diese Frau bringt mich noch um…”

“Ich??”
“Ja, du! Oder siehst du hier vielleicht noch eine andere??”

“Nee.”
“Eben!”

“Und sag mal, willst du jetzt wirklich alles wieder auspacken??”
“Nein, eigentlich will ich, dass DU das machst!”

“Aber ich habe doch schon alles einpacken müssen!”
“Von MÜSSEN kann ja wohl kaum die Rede sein!”

“Ich dachte wirklich, dass du dich freust, aber…”

[Die Liebste steckt ihre Hände in ihre Hosentaschen, zieht die Schultern leicht an und senkt ihren Kopf ein wenig nach unten.
Dabei macht sie einen Schmollmund, murmelt und schluchzt irgendetwas ganz leise vor sich hin und schaut mich dann aufblickend mit ihren großen Kulleraugen an. Ich frage mich, ob sich da wirklich ein Anflug von Reue abzeichnet oder...]

“Es tut mir leid.”
“Wie bitte?”

“Es tut mir wirklich leid, nicht böse sein, ja?”
“Hm…”

“Ich wollte dich doch überraschen und weil ich dachte, dass…”
“Jaja, schon gut…”

“Nein, wirklich! Ich habe es nur gut gemeint!”
“Mag sein, aber das Ergebnis ist leider, also…”

“Naja, aber nicht mehr böse sein, ja?”
“Hm…”

“Es wäre besser gewesen, wir hätten gemeinsam aussortiert.”
“Das hört sich schon deutlich vernünftiger an.”

“Das sehe ich ja auch ein, ich mache es wieder gut, ja?”
“Und wie willst du das wieder gut machen, bitteschön??”

“Also ich wüsste da was, was wir gemeinsam machen könnten…”
“Und was?”

“Etwas, was dir bestimmt gefallen wird…”
“Und das wäre?”

“Boah, ist das warm hier…”

[Die Liebste macht ganz langsam ein paar Schritte auf mich zu, zupft dabei lasziv an ihrem Pullover, streift ihre Schuhe ab und wirft ihre Haare schwungvoll nach hinten.
Ich muss sagen, dass ich mit so einem Verlauf nun wirklich nicht gerechnet hatte und dass ich wieder einmal feststellen muss, dass die Liebste immer wieder für eine aufregende Überraschung gut ist!]

“Warte mal…”
“Na, da bin ich aber jetzt gespannt!”

[Die Liebste gleitet mit ihren Händen an ihrem Pullover hinunter, greift sich die Enden und zieht ihn sich langsam über den Kopf...]

“Und? Gefällt dir das jetzt besser?”
“Sehr gut, sehr gut! Und wie geht´s jetzt weiter?”

“Jetzt tust du das alte Ding von mir auch in den Sack und dann bringst du ihn endlich runter!”

Kopfschüttel…

42 Kommentare »

Fortsetzung: Ich hatte ja Zeit

5. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

…meine Liebste war ein paar Tage alleine zu Hause und bei dieser Gelegenheit hat sie einen ganzen Altkleidersack voll gemacht; das an sich ist lobenswert, aber: aussortiert hat sie nur MEINE Sachen! Als sei das noch nicht Grund genug zum Kopfschütteln, setzt die Liebste noch einen drauf…

“Warum guckst du denn jetzt so komisch??”
“Süße! Wieso sortierst du denn MEINE Sachen aus??”

“Freu dich doch!”
“Worüber?? Dass DU MEINE Sachen wegwerfen willst??”

“Nein, dass ich dir geholfen habe, das war viel Arbeit!”
“Aber du kannst doch nicht einfach Sachen von mir…”

“Ich habe nur Klamotten aussortiert, die du ersetzen wolltest.”
“Ach so?! Und wann bitte haben wir darüber gesprochen??”

“Neulich.”
“Neulich?? Komisch, kann ich mich gar nicht dran erinnern!”

“Als wir über Michael sprachen.”
“Michael?? Michael hat seinen Koffer am Flughafen verloren!”

“Eben.”
“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”

“Du hast gesagt, dass er sich jetzt wohl alles neu kaufen muss.”
“Muss er ja auch.”

“Und dass du das auch gerne mal machen würdest.”
“Bitte?? Das habe ich nicht gesagt!”

“Und ob hast du das gesagt! Du wolltest auch alles neu kaufen!”
“…wenn es die Versicherung bezahlt, ja! DARUM ging es!!”

“Ach so…”
“Ja, ach so! Himmel, also manchmal, da könnte ich dich…”

“Uups, dann habe ich das wohl falsch verstanden.”
“Und selbst wenn! Ich schmeiße meine Sachen gerne selber weg!!”

“Darum geht es dir also? Dass du das selber machen willst??”
“Natürlich! Da lege ich wirklich sehr großen Wert drauf!!”

“OK, das tut mir leid, aber ich weiß da einen Ausweg.”
“Und??”

“Wenn du das machen willst, dann bring den Sack runter!”

Kopfschüttel…

49 Kommentare »

Ich hatte ja Zeit

2. März 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste ist am Wochenende zwei Tage allein zuhause gewesen; ich war zur Abwechslung mal solo unterwegs und habe mich mit alten Freunden getroffen.
“Dann kann ich endlich mal in Ruhe machen, wozu ich sonst nicht komme”, hat sie gesagt.
Und wohl auch getan…

“Hallo Schatz, na, habt ihr Spaß gehabt?”
“Ja, Süße. Ich soll dich von allen schön grüßen.”

“Danke.”
“Und? Was hast du so gemacht hier?”

“Och, nicht viel.”
“So?”

“Ach doch, ich habe mich auf nächste Woche vorbereitet.”
“Nächste Woche? Wieso? Was ist denn nächste Woche?”

“Da ist Altkleidersammlung.”
“Wie bitte??”

“Altkleidersammlung! Wo man die alten Sachen in die Säcke…”
“Ich weiß, was eine Altkleidersammlung ist!”

“Warum fragst du denn dann??”
“Ich frage nicht, ich wundere mich!”

“Worüber?”
“Dass DU das Wort Altkleidersammlung überhaupt kennst.”

“Was soll das denn heißen!?”
“Du hast noch NIE was aussortiert!”

“Das stimmt ja gar nicht!”
“Zumindest kann ICH mich nicht daran erinnern.”

“Ich habe sogar schon einen ganzen Sack voll gemacht.”
“Mit Klamotten?”

“Jawohl! Und das sind alles Sachen, die man gut abgeben kann.”
“Aha… Hätte ich nicht gedacht, dass du…”

“Ich hatte ja Zeit am Wochenende.”
“Ja… Und wo hast du den Sack hingestellt?”

“Der steht im Arbeitszimmer, wieso?”
“Ach, ich wollte ihn nur mal sehen.”

“Sehen?? Das ist ein weißer Plastiksack mit roten…”
“Jaja, ich weiß, wie ein Altkleidersack aussieht.”

“Und was gibt es da dann jetzt zu sehen?”
“Ich muss mich davon überzeugen, dass ich das nicht träume…”

“Du bist so doof!”
“Ich sehe schon die Schlagzeilen in der Zeitung morgen…”

“Jaja, mach du dich ruhig über mich lustig!”

[Ich gehe in unser Arbeitszimmer und tatsächlich: da steht ein Altkleidersack, der etwa dreiviertel gefüllt ist. Ich bin wirklich erstaunt!
Die Liebste hat noch nie etwas aussortiert, geschweige denn weggeworfen, sofern es sich nicht um ein verschlissenes oder stark beschädigtes Kleidungsstück gehandelt hat.
Da sie den Sack noch nicht zugebunden hat, werfe ich einen Blick hinein, um mich restlos von diesem Wunder zu überzeugen.]

“Und?”
“Ist das hier eine Jeans??”

“Ja. Die ist uralt, aber wohl noch zu gebrauchen.”
“Du trennst dich von einer Jeans??”

“Warum nicht?”
“Klar, warum nicht… Was ist das denn hier??”

“Das ist ein T-Shirt.”
“Hm, das kommt mir irgendwie so bekannt vor…”

“Das sollte es auch.”
“Ähm, sag mal, ist das nicht eigentlich meins??”

“Ja, aber das hast du doch 10 Jahre nicht mehr an gehabt?”
“Kann sein, aber wieso ist das da jetzt drin??”

“Willst du das alte Ding etwa behalten??”
“Nein, aber… Und das hier?? Das ist ja MEIN alter Pullover!”

“Stimmt. Der ist alt und hässlich.”
“Das ist aber doch mein Malerpullover!”

“Du malst ja gar nicht!”
“Nein, ich meine, so für Renovierungen und so!”

“Echt?”
“Ja, echt! Wieso sind hier auch Sachen von mir drin??”

“Da sind NUR Sachen von dir drin.”
“Was??”

“Meinen Schrank mache ich dann vielleicht beim nächsten Mal.”

Kopfschüttel…

63 Kommentare »

Gefällt Dir dieser Blog?

Kopfschüttel Ratgeber »





Blog der Woche