Mediterrane Urlaubsstimmung (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste und ich sitzen bei McDonalds.
Ja. Ich weiß. Aber trotzdem sitzen wir da mit einem Tablett voller Leckereien.
Wir haben unser schlechtes Gewissen einfach beiseite geschoben und die aktuellen Spar-Menüs aus der Aktion „Jetzt iss Urlaub“ rauf und runter bestellt.

„Die Pommes hier sind einfach immer super!“
„Ja Süße. Das stimmt.“

„Was hast du da alles auf deinem Burger drauf?“
„Ähm… Oliven, Kräuter und diese Bruschetta-Soße.“

„Oliven?? Bäh!“
„Du musst sie ja auch nicht essen…“

„Ich habe Shrimps.“
„Ich weiß.“

„Woher??“
„Ich war dabei, als du bestellt hast, Schatz…“

„Schmeckt irgendwie nach… Knoblauch!“
„Ist ja bei dir auch Knoblauchsoße drauf. Wusstest du das nicht?“

„Nein! Wo steht das!“
„Es handelt sich um Zitronen-Knoblauch-Soße. Das ist ja der Kick.“

„Aber dann stinke ich ja gleich!“
„Richtig.“

„Warum hast du nicht auch so einen Burger genommen??“
„Warum sollte ich? Ich wollte den Siziliana.“

„Ja weil das so ja doof ist jetzt.“
„Was? Was ist jetzt doof?“

„Wenn ich Knoblauch esse und du nicht!“
„So schlimm wird es schon nicht werden.“

„Nee, du musst gleich bei mir mal abbeißen.“
„Wie bitte??

„Ja, damit du auch Knoblauch hast.“
„Ich will aber nicht!“

„Doch, sonst sagst du heute Abend wieder, dass ich stinke.“
„DAS habe ich noch nie gesagt!“

„Aber gedacht.“
„Blödsinn! Iss jetzt deinen Knoblauch-Burger.“

„Siehst du, du fängst ja jetzt schon an!“
„War nur ein Spaß, das stört mich wirklich nicht. Iss!“

„Beiß du ab.“
„Nein!“

„Aber beschwer dich dann auch nicht!“
„Habe ich was gesagt??“

„Willst du nicht doch?“
„Himmel, nein!“

„Was?“
„Wie was?“

„Nein, du willst nicht abbeißen oder Nein, du willst nicht stinken?“
„Beides.“

„Also doch!“
„Hör auf jetzt und iss deinen mediterranen Shrimps-Burger!“

„Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich einen TS genommen.“
„Schatz. Schmeckt es dir denn wenigstens?“

„Schon… Der ist nicht schlecht.“
„Dann iss weiter.“

„Darf ich deinen denn auch mal probieren?“
„Du darfst, hier.“

[Ich halte der Liebsten meinen sizilianischen Burger vor die Nase und vorsichtig beißt sie eine Ecke davon ab. Natürlich genau die Ecke, in der sich die Tomate befindet, auf die ich mich selbst genussvoll seit der Öffnung der Pappschachtel gefreut habe. Egal, so ist das Leben.]

„So, jetzt habe ich bei dir, und jetzt du bei mir.“
„Was? Abbeißen?“

„Ja.“
„Nein!“

„Aber ich will, dass du meinen auch probierst!“
„Ich möchte aber nicht!“

„Nur einen kleinen Bissen! Hier, mit Soße…“
„Schatz, du nervst mich!“

„Wenn du mich lieb hast, dann…“
„Nee, nee, nee!“

„Na gut, dann eben nicht.“
„Dass das mit dir immer so schwierig sein muss!“

„Bin ich so schlimm?“
„Naja… Es geht.“

„Es geht?“
„Mach nicht so ein Schmollgesicht, das zieht auch nicht!“

„Was soll ich denn machen?“
„Iss einfach deinen Burger.“

„Mehr muss ich nicht machen?“
„Das würde fürs Erste völlig ausreichen.“

„Und dann bist du zufrieden?“
„Ja.“

„Du kriegst da rechts schon graue Haare.“
„Na toll! Und du stinkst nach Knoblauch!“

„Na und! Bei mir ist das morgen ja wieder vorbei!“

Kopfschüttel…