Was denn? (photocase.de © Krissi3012)Der Geburtstag meiner Liebsten steht bevor. Nur noch eine Woche und dann ist es soweit. Natürlich müssen ein paar Dinge organisiert werden, um alle Gäste am Tag der Tage unter einen Hut zu kriegen.
Dabei vergisst man schon mal sich selbst…

„Du Schatz, darf ich dich mal was fragen?“
„Ja sicher Süße, nur raus damit.“

„Was kriege ich überhaupt für ein Geburtstagsgeschenk von dir?“
„Pff! Das sage ich dir doch nicht!“

„Aber ich kriege eins?“
„Natürlich!“

„Was denn?“
„Das sage ich dir nicht.“

„Warum nicht?“
„Weil es doch sonst gar keine Überraschung mehr ist!“

„Ist es groß?“
„Vielleicht.“

„Ist es klein?“
„Etwas größer als klein.“

„Also so mittel?“
„Schatz! Jetzt frag mich nicht und lass dich überraschen!“

„Hast du denn überhaupt schon eins?“
„Wieso? Möchtest du noch einen Wunsch äußern?“

„Hm… Also hast du noch gar nichts für mich!“
„Doch, aber…“

„Du hast gesagt, ich könnte mir noch was wünschen!“
„Ja, das sagte ich, aber…“

„Das würdest du ja nicht sagen, wenn du schon was hättest!“
„Aber ich habe doch schon was gekauft!“

„Was denn?“
„SCHATZ!“

„Dann brauche ich mir doch aber nichts mehr zu wünschen.“
„Im Grunde nicht, aber vielleicht schenke ich dir noch was anderes?“

„Was denn?“
„Hör auf jetzt!“

„Ich will aber nicht, dass du so viele Geschenke kaufst.“
„Das überlass doch einfach mir, ja?“

„Nee, weil du das immer übertreibst mit den Geschenken.“
„Bislang hast du dich aber noch nie beschwert!“

„Ich bin auch mit Kleinigkeiten zufrieden.“
„Du bekommt ja auch nur eine Kleinigkeit.“

„Was denn?“
„HIMMEL! DAS SAGE ICH DIR NICHT!“

„Also es ist eine Kleinigkeit. Mehr nicht?“
„Ich dachte, du wolltest nur eine…“

„Ich meinte, es müssen nicht gleich zwanzig Geschenke sein.“
„Es sind auch keine zwanzig, Schatz.“

„Wie viele denn?“
„Das sage ich dir auch nicht.“

„Ich will aber nicht, dass du da so einen Aufwand machst.“
„Ich schenke dir Geschenke so, wie es mir passt!“

„Aber sie sind doch für mich, warum…“
„Natürlich für dich, aber ob nun zwei oder vier…“

„Du hast vier Geschenke für mich?“
„Ja, ähm, nein! Verdammt!“

„Also vier?“
„Ja, bist du jetzt zufrieden?“

„Zwei hätten auch gereicht.“
„Aber du weißt doch noch gar nicht, was es ist!“

„Nein, du sagst es mir ja auch nicht! Gib mal einen Tipp!“
„Tue ich nicht, da musst du schon noch warten.“

„Einen Anfangsbuchstaben, ja?“
„Na schön, es beginnt mit einem A.“

„Hm… A… Ein Armreif?“
„Nein.“

„Ein… Ein Aquarium?“
„Pff, nein.“

„Ein D-A-lmatiner?“
„Nein! Dalmatiner…“

„Was denn?“
„Boah, du nervst! Das sage ich dir NICHT!“

„Kann ich das gut gebrauchen?“
„Schatz, gib es auf, ich sage es dir sowieso nicht.“

„Ich weiß nie, was ich dir schenken soll.“
„So?“

„Ja, weil du ja schon alles hast.“
„Habe ich nicht!“

„Und was hast du noch nicht?“
„Was ist denn das für eine Frage!?“

„Woher weißt du immer, was du mir schenken kannst?“
„Weil ich dir zuhöre. Deswegen. Und dann merke ich mir das.“

„Was habe ich denn gesagt?“
„Zum Beispiel, dass deine Visitenkarten immer durcheinander fliegen.“

„Du schenkst mir ein Visitenkartenbuch??“
„Nein!“

„Was denn?“
„Schatz! Noch einmal diese Frage und ich schenke dir gar nichts!“

„Man wird doch wohl mal fragen dürfen?“
„Schon, aber nicht so!“

„Wie denn sonst?“
„Wünsch dir doch einfach was, das reicht völlig.“

„Und dann kriege ich das?“
„Vielleicht.“

„Dann wünsche ich mir… Einen Hund.“
„Oh nein, nicht schon wieder! Du kriegst keinen Hund!“

„Du hast aber gesagt, ich soll mir was wünschen!“
„Aber doch keinen Hund!!“

„Wieso nicht?“
„Ein Hund ist doch keine Kleinigkeit!“

„Aber ein Hundchen hätte ich gern.“
„Wünsch dir was anderes!“

„Was denn??“

Kopfschüttel…