Halt!Meine Liebste und ich wollen das schöne Wetter nutzen und endlich mal wieder raus in die sonnige Natur. Was gibt es da schöneres, als eine herrliche Radtour rund um den Werdersee.
Luft auf die Reifen, und los geht´s!

„Ist an meinem Fahrrad noch alles in Ordnung?“
„Soweit ich sehen kann, ist alles gut, Süße.“

„Prima, dann können wir ja los!“
„Ja. Hast du eigentlich Geld dabei?“

„Nö, du?“
„Nein, ich habe mein Portmonee oben gelassen.“

„Egal, wir brauchen ja auch keins. Ich brauche nur dich!“
„Na schön, obwohl… So ganz ohne Geld?“

„Mann, es ist ganz schön warm so in der Sonne…“
„Du wolltest Sonne, hier ist Sonne.“

„Bin ich da nicht zu warm angezogen?“
„Habe ich dir ja gleich gesagt!“

„Warte, ich ziehe meine Jacke eben aus.“
„Hättest du ja auch zuhause lassen können.“

„Nee, ich binde mir die um… So, siehste?“
„Wunderbar Schatz. Können wir jetzt?“

[Meine Liebste und ich radeln los. Und kommen ca. 200 Meter weit.]

„So im Wind ist es doch ziemlich kalt, oder?“
„Ach was. Es ist super.“

„Halt!“

[Meine Liebste bremst, steigt ab und zieht sich ihre Jacke wieder an. Ich stehe derweil an eine Laterne gelehnt und sehe mir das Schauspiel geduldig an.]

„So, nun können wir weiter!“
„Alles gut jetzt? Warm genug und alles?“

„Ja, alles fein mein Schatz.“
„Lass uns da hinten rechts fahren und dann Erdbeerbrücke.“

[Meine Liebste und ich radeln weiter. Und kommen ca. 500 Meter weit.]

„Halt!“
„Was ist denn jetzt schon wieder??“

„Die Jacke die wedelt so im Wind, das geht nicht.“
„Dann mach sie doch einfach zu!“

„Das ist mir dann aber zu warm.“
„Ja und jetzt??“

„Ich ziehe sie wieder aus.“

[Meine Liebste bremst, steigt ab und zieht sich ihre Jacke wieder aus. Ich stehe derweil an einem Stromkasten gelehnt und sehe mir das Spielchen geduldig an.]

„So, nun können wir weiter!“
„Alles gut jetzt? Auch nicht zu kalt oder so?“

„Ja, alles gut.“
„Gut, dann… Wirklich??“

„Ja, wirklich.“
„Schön, also dann da hinten links den Radweg runter in die Kleingärten.“

[Meine Liebste und ich radeln weiter. Und kommen ca. 300 Meter weit.]

„Halt!“
„Es darf nicht wahr sein… WAS ist denn nun los?“

„Ich glaube, ich habe meine Hose an der Kette eingesaut.“
„Dann klemm sie doch in deine Socke!“

„Na das sieht ja wohl total doof aus.“
„Ja und jetzt??“

„Ich krempel´die hoch, Moment…“

[Ich steige derweil ab, setze mich auf eine Bank am Werdersee und betrachte meine Liebste geduldig.]

„So, nun können wir weiter!“
„Das glaube ich nicht.“

„Doch, ehrlich!“
„Das hast du eben auch schon gesagt…“

„Aber jetzt wirklich.“
„Bist du ganz sicher?“

„Ja, komm jetzt.“
„Hm… Also dann weiter und gleich rechts Richtung Café Sand.“

„Kaffee trinken? Wir sind doch gerade erst losgefahren!“
„Ach tatsächlich?? Nein, ich will da nur die Schleife fahren, sonst nichts.“

[Meine Liebste und ich radeln weiter. Und kommen ca. 900 Meter weit.]

„Halt!“
„Nein, nein, nein, nein!“

„Doch, ich muss mal.“
„Das ist jetzt nicht dein ernst…“

„Ich kann doch auch nichts dafür, oder?“
„Nein, aber ich.“

„Wieso du?“
„WEIL ICH DICH MITGENOMMEN HABE!“

„Jetzt sei doch nicht so, ich gehe schnell im Café Sand.“

[Meine Liebste bremst am Steg des Café Sand, steigt ab und drückt mir ihr Fahrrad in die Hand.]

„Ich bin in 5 Minuten wieder da!“
„Toll. Und was mache ich in der Zwischenzeit?“

„Bestell uns doch eine Apfelschorle, ist doch schön hier!“
„Ähm, Schatz, wir haben kein Geld dabei, du erinnerst dich?“

„Na du wirst doch hier wohl jemanden kennen?“
„Ich?? Hier?? Und dann?“

„Na dann leihst du dir einfach ein bisschen Geld.“
„Sag mal, bei dir piept´s wohl!“

„Warum meckerst du mich denn an??“
„Ganz tolle Radtour Schatz, GANZ TOLL!“

„War doch bisher alles super! Ich nehme eine große Schorle.“

Kopfschüttel…