Du mein Meister (photocase.de © alex-)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zum Geldautomaten, um ein paar frische Scheinchen zu besorgen.
Die zurückliegende Pizza-Bestellung hat unsere letzten Bargeldreserven aufgezehrt.
Der Automat ist nicht weit weg und so machen wir einen kleinen Spaziergang dorthin.

„Hoffentlich ist der Automat nicht wieder kaputt.“
„Sag so etwas nicht, sonst erfüllt sich das noch, Süße.“

„Meinst du?“
„Sag lieber, wie nett und hübsch der Automat ist, das merkt der.“

„Ich mag keine Geldautomaten.“
„Nicht! Du musst sagen, dass ihm draußen bestimmt kalt sei und so.“

„Du bist ja süß!“
„Sehr gut, so ist es richtig.“

„Nein, ich meinte dich, du bist süß!“
„Ich??“

„Ja.“
„Ich bin nicht süß!“

„Warum nicht?“
„So etwas sagt man doch zu einem Mann nicht!“

„Aber wenn ich dich doch süß finde?“
„Schatz! Ich bin nicht süß und will es auch nicht sein!“

„Darf ich dich denn nicht süß finden?“
„Nein.“

„Sondern?“
„Keine Ahnung… Ähm, kreativ, intelligent, originell, gut aussehend…“

„OK… Oh du mein Held, du mein Meister, oh du mein…“
„Du bist so doof!“

„Du bist der Mann meiner Träume, mein edler Ritter, mein…“
„Danke, das ist sehr witzig, aber du kannst jetzt aufhören.“

„Aber süß darf ich nicht sagen?“
„Nein. Und Wenn hier überhaupt einer süß ist, dann du.“

„Wirklich? Du bist so niedlich!“

Kopfschüttel…