Ein Fünkchen WahrheitMeine Liebste und ich sitzen an unserem Wohnzimmertisch und spielen das „Spiel des Lebens“. Ähnlich wie Monopoly, aber einfacher und witziger. Und vor allem ist eine Runde nach einer halben Stunde durch.

„Ich nehme blau.“
„Was nimmst du?“

„Na das blaue Auto da, meine Spielfigur.“
„Das blaue habe ich doch aber sonst immer!“

„Na und? Kann ich nicht auch mal das blaue haben?“
„Wieso denn? Warst du mit dem rosa Ding nicht zufrieden?“

„Das ist gar nicht rosa, sondern rot.“
„Aber hellrot!“

„Rosa klingt so nach Barbie-Puppe.“
„Na dann passt das doch…“

„Du bist doof! Ich bin ja wohl keine Barbie-Puppe!“
„Nein, bist du nicht Schatz.“

„Wieso meinst du denn das??“
„Das war nur ein Witz, vergiss es. Los, fang mal an jetzt.“

„An einem Witz ist immer auch ein Fünkchen Wahrheit.“
„Es ist mir nur so rausgerutscht, bot sich gerade so an.“

„Du würdest mich doch nicht anflunkern, oder?“
„Warum sollte ich?“

„Weil eine Barbie zu sein nicht gerade ein Kompliment ist!“
„Du bist keine Barbie. Ehrlich. Zufrieden?“

„Dann verstehe ich den Witz aber nicht.“
„Der war auch blöd, können wir jetzt endlich spielen?“

„Wie sind wir da noch mal drauf gekommen?“
„Worauf?“

„Na das mit der Barbie!“
„Weil ich spontan meinte, das rosa Auto passe ja zu dir…“

„Mit dem ROTEN Auto ist man gleich eine Barbie, oder was!?“
„Nein, nein, Schatz, es war doch nur ein Witz!“

„Sehr witzig.“
„Also gut, du bekommst mein blaues Auto. Können wir jetzt?“

„Ja Ken.“
„Ken?“

„Du hast ja jetzt das Barbie-Auto.“
„Ich dachte, das sei rot, und nicht rosa?“

„Bei mir ist es rot. Wenn du damit spielst, ist es rosa!“

Kopfschüttel…