mal wieder zum FriseurMeine Liebste hat wunderschöne lange dunkle Haare, die mit unterschiedlichen blonden Strähnen durchzogen sind. Das erfordert natürlich – oder leider – eine intensive Pflege. Wir sitzen morgens beim Kaffee in der Küche und unterhalten uns.

„Ich bin schön braun, oder nicht?“
„Doch Schatz, sehr schön braun. Aber du müsstest mal wieder zum Friseur.“

„Was? Wegen der rausgewachsenen Strähnen? Ja, ich müsste wohl…“
„Naja, so langsam vielleicht mal. Noch nichts ernstes.“

„Aber ich trage die Haare doch extra schon immer offen!“
„Ist ja auch OK. Trotzdem sieht man´s.“

„Sehe ich doof aus?“
„Nein, aber du legst doch sonst so viel Wert auf deine Strähnen.“

„Ja, schon. Aber was soll ich denn jetzt machen?“
„Zum Friseur gehen, Schatz??“

„Jetzt gleich??“
„Ja jetzt natürlich nicht! Mach doch einem Termin bei dem Laden nebenan; da warst du doch schon mal.“

„Ja die haben aber letztesmal so dicke Strähnen gemacht.“
„Aha. Reicht es denn denn nicht, nur den Ansatz nachzufärben?“

„Ja aber die machen das dann wieder so dick.“
„Und ein anderer Friseur würde das anders machen?“

„Nein. Sonst sieht man das ja.“
„Ja aber dann kannst du doch auch da hingehen, wo du letztesmal warst!“

„Die haben ja nie Zeit.“
„Im aktuellen Bremer ist ein Artikel mit einem Friseurtest. Vielleicht findest du da was?“

„Ich kann mit meinen Haaren doch nicht zu jedem gehen!“
„Sollst du ja auch nicht, aber…“

„Ich könnte ja am Samstag… ach nein.“
„Was ach nein?“

„Dann muss ich dich ja Samstagmorgen 2 Stunden alleine lassen.“
„Oh jemine! Schatz, das schaffe ich schon, wirklich…“

„Wo soll ich denn jetzt hingehen?“
„Geh doch zu meinem!“

„Danke, aber mir sind meine Haare wichtig.“
„WAS soll denn DAS heißen??“

„Du sagst doch selber, dass du da immer sofort drankommst. Dann kann das ja nix sein da.“
„Oh Herr, gib mir Kraft… Also was denn nun??“

„Kannst du mir Samstag nicht die Haare färben?
So schwierig ist das gar nicht!“

Kopfschüttel…