Potpourri am StrandErholungszeit am Ostseestrand, 34 Grad, ein laues Lüftchen weht meiner Liebsten und mir um die Nasen. Einfach am Wasser liegen, entspannen, lesen, träumen.

„Du, der Sonnenschirm ist aber ganz schön wackelig?“
„Der hält schon. Und tiefer geht er nicht in den Sand.“

„Toll, und wenn er umkippt, dann genau auf mich!“
„Er kippt nicht um. Und du kannst dich ja auch auf die andere Seite legen.“

„Dann liege ich ja im Schatten!“
„Nein, ich meine da. Hier rechts.“

„Dann liege ich doch total weit weg von dir. Nee.“
„Ja und was soll ich da jetzt machen bitte?“

„Du musst den Schirm festhalten.“
„Schatz! Ich kann doch nicht die ganze Zeit den Schirm festhalten!“

„Wenn der aber jeden Moment umkippt, kann ich nicht schlafen!“
„Der kippt nicht um! Eher wirst du weggeweht.“

„Möchtest du, dass ich weggeweht werde?“
„Nein, Schatz. Natürlich nicht.“

„Willst du nicht mit mir am Strand sein? Weil ich so einen dicken Bauch gekriegt habe?“
„Du hast keinen dicken Bauch, du bist gertenschlank und knallebraun.“

„Ich bin gar nicht braun, schau mal hier.“
„Schatz, ein Brathähnchen hätte schon Probleme, so braun zu sein, wie du.“

„Gar nicht! Hast du mich noch lieb?“
„Ja Schatz. Ich hab dich lieb.“

„Dann küss mich!“
„Ja Schatz.“

[ich stehe auf, gehe um den Schirm herum zu meiner Liebsten und will ihr einen Kuss geben, weil ich sie so lieb hab und weil sie so herzerweichend ist…]

„Manno! Du hast mit deinen Füßen mein Handtuch ganz voll Sand gemacht!“
„Schatz, ich wollte dich doch nur küssen…“

„Jetzt ist alles voll Sand und ich auch und jetzt muss ich wieder ins Wasser!“
„Tut mir leid Schatz, das wollte ich nicht, aber ich meine, wir sind am Strand und…“

„Und mein Handy muss ich jetzt auch wieder ausmachen!“
„Dein Handy??“

„Wenn ich ins Wasser gehe, mache ich immer mein Handy aus.“
„Aha…Wofür brauchst du denn hier überhaupt ein Handy??“

„Naja wenn ich Hilfe rufen muss, wenn zum Beispiel der Schirm umkippt und mich verletzt.“
„Ach und es wäre nicht einfacher, einfach mich zu fragen? Außerdem kippt der Schirm nicht um.“

„Du hilfst mir dann ja nicht.“
„BITTE??“

„Ich geh jetzt, nein ich muss ja jetzt wegen dir, ins Wasser. Mir ist eh so heiß.“
„Ich komme mit.“

[Wir gehen zum Wasser und stehen mit den Füßen drin….]

„Aber nicht nass spritzen! Da kann man einen Schock kriegen!“
„Ich mache doch gar nichts!“

„Du guckst aber schon wieder so.“
„ICH? Ich stehe doch hier nur!“

„Du wolltest mich nass machen!“

[Meine Liebste beugt sich flink zur Wasseroberfläche und schleudert mit ihren Händen eine Riesenfontäne kaltes Wasser auf mich drauf; ich erleide fast einen Herzinfakt…]

„Haha! Jetzt bist du nass!“
„Danke Schatz, sehr erfrischend… du hast doch eben gesagt…“

„Stell dich nicht so an, lass uns lieber schwimmen.“

[Wir schwimmen und kommen auf einer Sandbank wieder zum Stehen…]

„Jetzt ist es aber doch ziemlich kalt, so im Wind…“
„Schatz, es sind über 30 Grad, dir kann doch jetzt nicht kalt sein.“

„Doch, schau mal hier, ich hab schon Gänsehaut.“
„Na dann, ja, dann… schwimmen wir zurück, OK?“

„Aber nicht untertauchen!“
„Ja aber, ich… ich hab doch noch nie, ich wollte doch gar nicht…“

„Dann kriege ich Wasser in die Nase und meine Haare sind dann ganz nass!“
„Ich tauche dich nicht unter, keine Sorge…“

„Du musst lieb zu mir sein!“
„Ich bin ganz lieb zu dir Schatz. So wie immer.“

„Bestimmt ist in der Zwischenzeit der Sonnenschirm weggeflogen.“
„Schatz, du machst mich wahnsinnig mit dem blöden Schirm!“

„Ich kann ihn aber nicht mehr sehen, guck: da!“
„Wir sind doch aber viel weiter rechts, da neben dem Steg.“

„Ach ja. Gut, dass ich da nicht gelegen habe.“
„ABER ES IST DOCH GAR NICHTS PASSIERT!“

„Mir ist kalt. Und ich muss mein Handtuch ausschütteln. Und geküsst hast du mich auch nicht!“

Kopfschüttel…